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Waschtisch
| Die Erfindung betrifft einen Waschtisch von mehr |
| oder weniger rechteckiger Form, der aus einem |
| Waschbecken und einem daran anschließenden |
| waagerechten "feil besteht. |
| Es sind Waschtische dieser Art bekannt, die in |
| Kunststein ausgeführt sind. Diese haben den Nach- |
| teil, daß die Druckfestigkeit des Materials verhält- |
| nismäßig niedrig ist, so daß der U'aschtisch eine |
| große \\'andstärke erhalten muß, um die erforder- |
| liche Festigkeit zu erzielen. Deshalb haben die he- |
| kannten Waschtische ein sehr hohes Gewicht und |
| unterliegen ferner der Korrosion durch verschie- |
| dene Stoffe, mit denen sie in Berührung kommen. |
| Ein anderer Nachteil bestellt darin, daß bei der be- |
| kannten Ausführung das Waschhecken und der |
| waagerechte Teil zwei gesonderte Elemente bilden, |
| die deshall) aneinander befestigt werden müssen, |
| w-ol)ei außerdem für eine gute Abdichtung Sorge |
| getragen werden muß, um einem Lecken an der @'er- |
| bindungsstelle @ orzuheugen. |
Die Erfindung bezweckt, einen Waschtisch zu schaffen, der verschiedene Vorteile
gegenüber den bekannten Waschtischen aufweist.
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Dieser Erfolg wird dadurch erreicht, daß nach der Erfindung das Waschbecken,
der waagerechte Teil und ein Wandschutz als ein Ganzes aus emailliertem dünnwandigem
Gußeisen hergestellt sind.
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Durch diese Merkmale wird ein Waschtisch geschaffen, der viel leichter
als die bekannten, aus Kunststein hergestellten Waschtische ist. Die Druckfestigkeit
des Gußeisens ist bedeutend höher als diejenige von Kunststeinmassen, so daß der
Waschtisch nach der Erfindung mit einer Wandstärke von nur wenigen Millimetern,
z. B. 4 mm, ausgeführt werden kann und sich trotz des höheren spezifischen Gewichtes
des Gußeisens, ein niedrigeres Gesamtgewicht ergibt. Weiter ist die Deckschicht
härter und abnutzungsbeständiger als eine Oberfläche aus poliertem Kunststein. Ein
weiterer Vorteil besteht darin, daß emailliertes Gußeisen
besser
frostfest und Chemikalien gegenüber korrosionsbeständiger ist.
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Der Waschtisch nach der Erfindung kann so ausgeführt sein, daß der
Wandschutz sich längs der Rückseite, längs der an dem waagerechten Teil anschließenden
Seite und längs der gegenüberliegenden Seite erstreckt, während sich an der Vorderseite
ein abgerundeter Rand befindet, der etwas höher als die Fläche des waagerechten
Teiles ist. Dieser Wandschutz liegt nach der Erfindung wenigstens 20 cm höher als
die Fläche des waagerechten Teiles. Vorzugsweise wird jedoch der Waschtisch mit
einem Wandschutz von 30 cm Höhe ausgeführt, wodurch eine Verunreinigung der
Mauer, an der der Waschtisch angeordnet ist, oder der Mauern, zwischen denen er
eingebaut ist, vermieden wird und daher ein Verkleiden der Mauern mit Kacheln unnötig
ist.
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Die Rückwand und die Seitenwände des Waschtisches können geneigt sein
und an der Oberseite einen umgebogenen Rand erhalten. Dadurch wird der Einbau erleichtert,
und zwar, indem man den umgebogenen Oberrand auf einer an der ?Mauer befestigten
Latte aufruhen läßt.
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Der hohe Wandschutz hat den Vorteil, daß man in diesem eine oder mehrere
Öffnungen für einen oder mehrere Wasserhähne und für einen Überlauf anbringen kann,
während durch die sich neigende Rückwand und den umgebogenen Oberrand hinter der
Rückwand hinreichend Raum für die Zu- und Abflußrohre ist. Den bekannten Waschtisch
kann man nicht mit einem derart hohen und geneigten Wandschutz ausführen, ohne sein
Gewicht, das ohnehin schon groß ist, unzulässig zu erhöhen.
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An der Unterseite des Waschbeckens können Nocken oder andere Vorsprünge
angeordnet sein, die eine Zentrierung für einen hohlen Fuß bilden, der um die Abflußöffnung
herum vorgesehen ist. Dies hat den Vorteil, daß man mittels dieses Fußes im Zusammenhang
mit einem Stützrohr, das zugleich einen Handtuchhalter bildet, den Waschtisch nach
der Erfindung ohne Unterbau anbringen kann und nur mittels einer einfachen Latte
auf den umgebenden Mauern abzustützen braucht.
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Andere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Einzelbeschreibung und sind in den Ansprüchen festgelegt.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel eines Waschtisches
nach der Erfindung. Fig. i ist eine Vorderansicht des Waschtisches, teilweise im
Schnitt, Fig. 2 eine Draufsicht, Fig.3 ist ein lotrechter Schnitt gemäß Linie 111-11I
der Fig. 2, Fig.4 ist ein lotrechter Schnitt gemäß Linie IV-IV der Fig. 2 und Fig.
5 ein waagerechter Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 3.
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Der N'\'aschtisch nach der Erfindung besteht aus einem Waschbecken
i, das ein Ganzes mit einem waagerechten Teil 2 und mit einem Wandschutz 3 bildet,
welcher sich längs der Rückseite 4 und längs der Seitenkanten 5 und 6 erstreckt.
An der Vorderseite 7 ist ein umgebogener Rand 8 gebildet, der etwas höher als der
waagerechte Teil 2 liegt.
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Der waagerechte Teil 2 ist für verschiedene Zwecke sehr praktisch.
'Man kann beim Waschen kleine Kinder darauf stehenlassen, man kann beim Fußwaschen
darauf sitzen, ausgerungene Wäsche darauflegen usw. Abtröpfelndes Wasser wird über
den Rand 8 nach dem @-`'aschbecken i hin zurückgeleitet. Wo in der Beschreibung
und in den Patentansprüchen von einem waagerechten Teil die Rede ist, ist damit
ein Teil zu verstehen, der ungefähr waagerecht ist. Vorzugsweise hat nämlich der
Teil e eine geringe Neigung, um das Abfließen des Abtropfwassers zu befördern.
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Wie aus der Zeichnung hervorgeht, ist der Wandschutz 3 nach rückwärts
und seitwärts geneigt und an der Rückseite 4 mit einem rückwärts gebogenen und an
den Seitenkanten 5 und 6 mit einem auswärts gebogenen Oberrand 9 versehen. Dieser
Rand kann durch eine Latte 9a getragen werden, die beim Anbringen des Waschtisches
in einer passenden Nische die drei Seiten des Waschtisches und beim Anbringen des
Tisches in einer Ecke die Rückseite und die rechte Seite tragt. Die Latte kann an
einer Stelle unterbrochen sein, um Raum für Wasserleitungen freizulassen. Wenn man
in einem Waschraum eines großen Gebäudes eine Reihe von Waschtischen gegen eine
Mauer oder wenn man zwei Reihen Waschtische mit den Rückseiten gegeneinander aufstellen
will, so kann man die umgebogenen Ränder 9 auf einem hölzernen Rahmen aufruhen lassen,
gegebenenfalls im Zusammenhang mit Zwischenwänden zwischen den Reihen von Waschtischen
und zwischen den Waschtischen einer Reihe.
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An der Vorderseite geht der Wandschutz 3 in mehr oder weniger dreieckige
Flächen 9b über, mittels welcher die geneigten Seitenflächen des Wandschutzes an
die senkrechten \lauern einer Wohnung oder dergleichen anschließen. In der Rückwand
des Wandschutzes sind Öffnungen to und ii für Wasserhähne und eine Öffnung 12 für
einen Überlauf vorgesehen, während das Waschbecken i in der Mitte des Bodens mit
einer durch einen Stopfen abschließbaren .11)flußiiffnuilg 13 versehen ist. Da die
Rückwand des Wandschutzes nach rückwärts geneigt ist. «-erden ati der Stelle der
Öffnungen io und i i Paßstücke r 4 und 15 vorgesehen, um die Hähne irr waagerechter
Lage befestigen zu können.
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Die Rückseite 4 und die Seiten 5 und 6 des Oberrandes 9 stehen senkrecht
aufeinander, während die Rückwand und die Seitenwände des Wandschutzes 3 in einer
Wölbung aneinander anschließen. Dadurch werden an den Ecken flache Teile gebildet,
die eine Vertiefung 16 aufweisen. Man kann diese Vertiefungen als Seifen- oder Schwammschale
benutzen, während an der Innenseite eine kleine Abflußrinne gebildet sein kann.
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Das Waschbecken wird durch einen Fuß i8 getragen, der aus drei ganz
gleichen und deshall) gegenseitig austauschbaren Gußstücken i8a, 18b, i8t besteht
und an der Rückseite offen ist, wie aus Fig. 5 hervorgeht. Mittels Bolzen und :Muttern
sind an
der Ober- und Unterseite Stützteile i9 bzw. 2o befestigt,
die ebenfalls einander gleich und deshalb gegeneinander austauschbar sind. Am Boden
des Waschbeckens i sind Nocken 21 vorgesehen, die eine "Zentrierung für den oberen
Tragteil i9 des Fußes i8 bilden.
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Der hohle Fuß hat den Vorteil, daß er das Waschbecken trägt und außerdem
die Zu- und Abfuhrleitungen dem Auge entzieht, während diese zwecks Reparatur nach
Entfernen des Fußes trotzdem leicht zugänglich sind.
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Der Waschtisch nach der Erfindung ist wegen seiner zahlreichen Vorteile
besonders geeignet für die Verwendung in kleinen Wohnungen, auf Schiffen und dergleichen,
wo kein Raum für eine normale Badewanne zur Verfügung steht. Außerdem kann der Waschtisch
auch in Wohnungen, in welchen ein Badezimmer vorhanden ist, mit Vorteil in einem
Kinderschlafzimmer Verwendung finden.