-
Dreiphasiger Eisenkern für elektrische Induktionsgeräte
Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Induktionsgeräte, z. B. Transformatoren.
insbesondere auf Konstruktionen von Dreiphasentrafokernen, die sich aus Schichten
.von Blechstreifen zusammensetzen, und hei welchen das Blech. aus welchem die Kernteile
gebildet «erden, besondere magnetische Eigenschaften besitzt.
-
Es ist bekannt, daß sich, wenn ein Kern aus Eisenblechschichten gebildet
wird, deren günstige magnetische Eigenschaften in -der Richtung des Kraftflusses
durch die Eisenbleche liegen, ein Kern ergibt. der hohe Permeabilität und niedrige
Eisenverluste aufweist.
-
Um die Vorteile eines solchen Eisenkernbleches richtig ausnutzen zu
können, ist es notwendig, daß dieses so verwendet wird, daß die Magnetisierungsrichtung
des Kernbleches im wesentlichen mit der Kernachse oder Walzrichtung des Bleches
zusamrnenfällt, so daß die magnetischen Kraftlinien nicht in einem merklichen Winkel
zur Walzrichtung durch den Stahl hindurchlaufen.
-
Dreiphasentransformatorkernkonstruktionen werden in Form von Schichtkernen
hergestellt, bei welchen eine große Anzahl entsprechend geformter, flacher Blechstücke
so aufeinanderliegt, daß die gewünschte Größe und die gewünschte Form erreicht werden,
wobei normalerweise drei Kernschenkel in einer Reihe liegen, die der Unterbringung
von drei Sätzen von Phasenwicklungen dienen. Solche Kernformen sind wegen der Quermagnetisation
an den Blechenden im Bereich der Kernecken, die sich in Form von hohen Verlusten
in diesen Bereichen, starker Erwärmung und Geräuschbildung infolge von Zlagnetostriktion
äußert, gewissen Einschränkungen in der Anwendung unterworfen.
-
Um diese Einschränkungen zu überwinden, sind
Kerne
hergestellt worden, bei welchen die Stoß kanten der jeweils aneinanderstoßenden
Schichtlagen im wesentlichen unter 45° zur Blechrichtung verlaufen. Bei solchen
Kernen ist die Überlappung der einzelnen Eisenblechlagen an den Stoßstellen verhältnismäßig
klein, um die Quermagnetisierung in kleinen Grenzen zu halten. Diese kleine Überlappung
ergibt wegen der Abweichungen der Blechdicke der einzelnen Blechstreifen hohe örtliche
Materialspannungen. Diese Spannungen bedingen erhöhte Magnetostriktion, erhöhte
Eisenverluste und einen höheren Magnetisierungsstrom, der wiederum das Geräusch
des Kernes erhöht und seine magnetischen Eigenschaften verschlechtert.
-
Außerdem werden Ringkernformen,welcheU-förmige Ober- und Unterteile
besitzen; hergestellt, wobei dieselben aus aufeinanderfolgenden, flach Lage auf
Lage gewundenen Schichten ferromagnetischen Blechmaterials zusammengesetzt sind
und diese durch Füllung der Zwischenräume zwischen aufeinanderfolgendenWindungsschichten
des ferromagnetischen Materials mit Binde- oder Füllmaterial untereinander verbunden
sind, wodurch eine massive, unnachgiebige Schichtenstruktur entsteht, die eine mit
allen Teilen der Kernblechschichten zusammenhängende Bindefilmschicht besitzt, die
die Herstellung von sauberen und relativ weichen Stoßflächen begünstigt, an welchen
die Anlage zwischen den Ober- und Unterteilen des Ringkernes stattfindet.
-
Bei diesen bisher üblichen Formen von Dreiphasenkernkonstruktionen
sind die Eisenverlustc hoch; das Geräusch des Kernes ist ebenfalls hoch, d. h. bedeutend
höher als die entsprechenden Werte für die einzelnen Eisenschichten, aus welchen
der Kern zusammengesetzt ist, bei gleicher Induktion.
-
Der Hauptgegenstand vorliegender Erfindung ist die Schaffung einer
Dreiphasentrafokernkonstruktion, die kleinere Dimensionen, einen kürzeren Weg des
Kraftflusses, kleineres Kerngewicht, geringere Eisenverluste im Kern und einen niedrigeren
Magnetisierung'sstrom im Gegensatz zu den üblichen Dreiphasentrafokernkonstruktionen
herkömmlicher Bauart aufweist.
-
Verschiedene bevorzugte Ausführungsarten der Erfindung werden nun
an Hand von Beispielen in den Zeichnungen dargestellt.
-
Fig. i ist eine Auf rißansicht einer herkömmlichen Art einer Dreiphasentrafokernkonstruktion;
Fig. 2 ist eine Draufsicht auf eine Kernkonstruktion, die nach einer Ausführungsart
der Erfindung hergestellt wurde; Fig. 3 ist eine Aufrißansicht der in Fig. 2 gezeigten
Kernkonstruktion; Fig.4, 5und6 sindDraufsichten auf aufeinanderfolgende Schichtlagen,
in welchen dargestellt ist, wie die Schichtlagen bei der Bildung der oberen und
unteren Mittelstöße der in Fig. 2 und 3 dargestellten Kernformen aneinanderstoßen;
Fig. 7 ist eine schematische Draufsicht, die die allgemeine Anordnung der Phasenwicklungen
zeigt, wie sie z. B. bei der in Fig. i dargestellten Kernkonstruktion Anwendung
findet; Fig.8 ist eine schematische Draufsicht, die die allgemeine Anordnung der
Phasenwicklungen in einem Transformator zeigt, in welchem die in Fig. 2 und 3 gezeigte
Kernkonstruktion Anwendung findet; Fig. 9 bis 12 stellen jeweils Seitenansicht,
Rückansicht und Draufsicht eines `'\'inkelpaketes aus Schichtlagen von Transformatorenblech
dar, wie solche bei der Herstellung der Kernkonstruktion der Fig. 2 und 3 Verwendung
finden; Fig. 13 ist eine Draufsicht, weiche die wesentlichen Teile einer Schneide-
und Biegemaschine zeigt, die für die Herstellung der in den Fig. 9, io, i i und
12 dargestellten Winkelpakete aus Schichtlagen Anwendung findet; Fig. 14 ist eine
Ansicht einer abgeschnittenen und zwecks Verwendung bei der Herstellung der Transformatorkonstruktion
in L-Form gebogenen Gruppe von Schichtlagen; Fig. 15 ist eine Draufsicht auf Schermesser
zum Abschneiden der Enden solcher Schichtlagen, deren Enden spitz zulaufen sollen;
Fig. 16 ist die Draufsicht auf einen Streifen von Transformatorenblech, welche die
Schnittlinien zeigt, die Dreiecke mit den Innenwinkeln 30°-6o°-9o° bilden, die jeweils
von dein eingelegten Materialstreifen abgeschnitten werden; Fig. 17 ist eine Schemaansicht,
die sechs Winkelpakete aus Eisenblechschichtlagenstanzstücken, die jeweils so beschaffen
sind, daß sie zusammen eine Kernkonstruktion bilden, in auseinandergenommener Lage
zeigt; Fig. 18 ist einQuerschnitt durch eiiieDreiphaseiitrafokernkonstruktion gemäß
der Erfindung=, bei welcher die Kernschenkel kreuzförmigen Querschnitt besitzen;
Fig. i9 ist eine Vorderansicht eines der drei Windungsschenkel mit dazugehörigen
Jochteilen, der in dem in Fig.18 dargestellten Kern An-,vendung findet; Fig. 2o
ist eine Seitenansicht der in Fig. i9 dargestellten Konstruktion; Fig.21 ist eine
Draufsicht der in Fig. 20 dargestellten Konstruktion; Fig.22 ist eine perspektivische
Ansicht von Schichtlagen, die so zusammengesetzt sind, daß sie eine Ausführungsart
einer Blattverbindung darstellen, die sich für die Anwendung in den Schenkelteilen
der Kernkonstruktion gemäß der Erfindung eignet; Fig. 23 und 24 zeigen die . Stoßanordnung
von aneinandergrenzenden Schichtlagen, welche zusammen die in Fig. 22 gezeigte Blattverbindung
bilden; Fig. 25 ist ein Seitenriß eines Teiles der Kernkonstruktion, welche die
verschiedene Ausbildung der Schichtlagen an Gien Ecken der Kernkonstruktion zwischen
dem Schenkel- und Jochteil derselben zeigt; Fig.26 ist eineperspektivischeAnsichtderEinzelteile
einer Kernkonstruktion, die abgerundete Ecken. V-förmige Ober- und Lnterl>lattst(')ße
und winkelige Schenkelblattstöße besitzen,\vobei inderAbbildung der untere Teil
der Konstruktion weggelassen ist;
Fig. 27 und 28 stellen zwei Formen
ausgestanzter oder abgeschnittener Schichtlagen dar, die bei der Herstellung der
symmetrischen, dreischenkligen, in Fig. 26 dargestellten Kernform verwendet \\-erden;
F ig. 29 ist eine Ansicht, die ein Verfahren zeigt, nach welchem die unter 6o° abschneidenden
Winkelschichtlagen (dargestellt in Fig. 27) auf einer hin und her gehenden Blechschere
von einem fortlaufenden Streifen von Transformatorenblech abgeschnitten werden können;
Fig. 30 zeigt das Verfahren, nach welchem die unter 9o° abschneidenden Winkelschichtlägen
(dargestellt in Fig. 28) von einem fortlaufenden Streifen von Transformatorenblechmaterial
abgeschnitten werden können; Fig. 31, 32 und 33 stellen das Anordnungsschema
jeweils dreier aufeinanderfolgender Lagen von oberen und unteren Mittelpunktsblattstößen
eines symmetrischen Dreiphasentransformatorkernes dar, der aus Kernstanzstücken
gebildet wird, welche die in Fig. 34 und 35 gezeigten Formen haben; Fig. 36, 37
und 38 stellen die Anordnungsschemen dreier aufeinanderfolgender Lagen der oberen
und unteren Nlittelpunktsblattstöße eines symmetrischen Dreipliasentransfortnatorkernes
dar, welche die in diesen Figuren der Zeichnungen dargestellten Fornien haben: F
ig. 39 stellt die dreiecksförmige Überlappung an dem Mittelpunkt dar, die durch
die aufeinanderliegenden. in Fig.36, 37 und 38 dargestellten Schichtlagen gebildet
wird; Fig. 40 stellt die Anordnung zweier Schichtlagen dar, bevor dieselben abgeschnitten
sind, um einen Teil der in den Fig. 36 bis 39 gezeigten Schichten zu bilden; Fig.4i,
42 und 43 zeigen drei Anordnungsschemen, die drei aufeinanderfolgenden Schichtlagen
einer anderen Ausführungsart von oberen und unteren Mittelpunktsblattstößen eines
I)reiphasentransformatorkernes entsprechen; Fig.44 zeigt die ineinandergreifende
Verblattung, welche dadurch gebildet wird, daß die in den Fig.41, 42 und 43 dargestellten
Lagen aufeinandergelegt und zusammengesteckt werden; Fig. 45 ist eine :lusicht,
die die Form von Schichtstreifen zeigt, die bei der in Fig. 41 bis 44 dargestellten
Ausführungsart der Erfindung Anwen Jung findet; Fig. 46 ist eine Ansicht, die eine
andere Ausführungsart eines verblatteten Stoßes zur Anwendung in einem Dreiphasenkern
zeigt, der durch trliereinanderschichten der Schichtlagen, die in den Fig. 47, 48
und 49 dargestellt sind, gebildet wird: Fig. So ist ein Aufrißschema eines oberen
Teiles einer Kernform, die dadurch gebildet wird, daß die nach Fig. 47, 48 und 49
ausgebildeten und an geordneten Lagenformen entsprechend verwende! werden, wobei
die Abbildung die größere Höhe des Joches am Blattstoß zeigt, der innerhalb jeder
Lage der Verblattung drei Glieder besitzt.
-
Bezugnehmend auf die Zeichnungen zeigt Fig. i eine I)reipliasetikernkonstruktioti,
die durch Übereinanderschichten von Schichtlagen nach den bisher bekannten Herstellungsverfahren
gebildet wird. Die drei Wicklungsschenkel i, 2 und 3 der Kernkonstruktion sind zueinander
parallel und in Abständen so in einer Reihe angeordnet, daß drei Sätze von Phasenwicklungen
in einer Ebene liegend angebracht werden können, wie dies bei 4, 5 und 6 in der
Fig. 7 in Draufsicht dargestellt ist.
-
Gemäß der in den Feig. 2 und 3 dargestellten Aus führungsform der
Erfindung wird eine Kernkon struktion 7 gebildet, welche drei parallele Wick lungsschenkelteile
1i, 12 und 13 aufweist, die sym metrisch um einen gemeinsamen Mittelpunkt oder eine
gemeinsame Achse herum angeordnet werden. so daß die drei Sätze von Phasenwicklungen
relativ zueinander die jeweils mit H°, i2° und i3° in Fig. 8 bezeichneten Lagen
einnehmen.
-
Bei der bisher üblichen Art von Kernkonstruktionen, die in Fig. i
dargestellt ist, werden die Schichtlagenbleche auf die dargestellten Formen zugeschnitten,
wobei jede Lage Stöße aufweist, die im wesentlichen unter einem Winkel von 45° zur
Blechrichtung abschneiden und wobei aneinanderstoßende Lagen um einen durch Vollinie
am Stoß 8 bzw. punktierte Linie am Stoß 9 angegebenen Betrag gegenüber den Stoßstellen
benachbarter Blechlagen der Kernkonstruktion überblattet sind.
-
Diese bisher übliche Bauform hat gewisse Nachteile und gewisse, konstruktionsbedingte
Anwendungsgrenzen. Bei der Verwendung von Stoßkanten, die an den Ecken unter 45°
verlaufen, muß der magnetische Kraftlinienfluß durch die Schichtlagen an den Enden
hindurchlaufen, anstatt der Länge nach durch die Bleche des Trafoblechmaterials
hindurchzulaufen, was der Richtung der leichtesten Magnetisierung des Materials
entsprechen würde. Wenn der Kraftlinienfluß durch die Enden des Trafoblechmaterials
hindurchpassiert, bedeutet dies einen Durchlauf in Richtung der schlechtesten Magnetisierung
und in Richtung des schlechtesten Magnetostriktionseffektes. Infolgedessen istdasvon
der stärkeren Magnetostriktion herrührende Geräusch größer, als wenn der magnetische
Kraftfluß in der Längsrichtung des Blechstreifens durch denselben hindurchläuft.
-
Außerdem ist hierbei die Überblattung an den Ecken unvollkommen, und
es ergeben sich wegen der Verschiedenheit der einzelnen, aus Transformatoren blech
geschnittenen Streifen in ihrer Dicke hohe örtliche Materialspannungen, was wiederum
eine erhöhte Magnetostriktion und somit höhere Eisenverluste und einen erhöhten
Magnetisierungsstrom zur Folge hat.
-
Nachdem der in Fig. i gezeigte magnetische Kreislauf in bezug auf
die Lage der Wicklungsschenkelteile des Kernes zueinander nicht symmetrisch ist,
ist der magnetische Widerstand (Reluktanz) innerhalb des von den Wicklungsschenkeln
i und 3 gebildeten magnetischen Kreises größer als in den durch die Schenkel i und
2 bzw. die Schenkel 2 und 3 gebildeten magnetischen Kreisen. so daß die Reluktanz
der drei magnetischen Kraftlinienpfade nicht untereinander ausgeglichen ist.
Das
Fehlen einer Symmetrie bedingt infolgedessen ein größeres Volumen und damit ein
größeres Gewicht des Kernblechpaketes, als dies in einem symmetrisch konstruierten
Kern derselben Kilovoltampereleistung und derselben Spannungsklasse sonst nötig
wäre.
-
Bei der in Fig. i gezeigten Ausführungsart ist der Kern an seinen
Ecken fest zusammengeklemmt, wodurch ein Vibrieren des Kernes in der Weise hervorgerufen
wird, daß die ganzen Schenkelteile sich während der Magnetisierung in einer Richtung
durchbiegen, welche entgegengesetzt zur Biegung an den Endoder Jochteilen des Kernes
gerichtet ist, wodurch infolgedessen ein großer Prozentsatz der Schwingungen der
Kernkonstruktion in Form von Geräusch übertragen wird.
-
Bezugnehmend auf die Fig. 2 und 3 sind die drei parallelen Schenkelteile
i i, 12 und 13 oben und unten mit nach innen ragenden Jochteilen 14 und 15 ausgestattet,
die im wesentlichen rechtwinkelig zu den Schenkelteilen der Kernkonstruktion stehen
und die, wie dies in Fig. 3 gezeigt ist, bei 16 und 17 so gebogen sind, daß rechtwinkelige
Ecken zwischen den Joch- und Schenkelteilen des Kernes gebildet werden. Die Schichtlagen
vereinigen sich in Form von Blattstößen i8 an der Ober- und Unterseite der Kernkonstruktion,
die in gewissem Abstand voneinander auf der Kernachse liegen. Schenkelblatt Stöße
19 sind an den Schenkelteilen des Kernes vorgesehen, die ein Trennen des unteren
Kernteiles von dem oberen Kernteil zwecks Einbau der Spulen um die Windungsschenkelteile
des Unterkernteiles der Kernkonstruktion gestatten, wonach der obere und der untere
Teil zusammengesetzt wird und so die vollständige Kernkonstruktion hergestellt wird.
-
Gemäß der Erfindung werden vier verschieden geformte Pakete von Schichtlagen
angewendet, die in den Fig.9a, ioa, iia bzw. i2a dargestellt sind. Bei einer vollständigen,
gemäß der in Fig. 2 und 3 dargestellten Konstruktion ausgeführten Kernbauart werden
sechs Schichtlagenpakete verwendet, wobei ein Paket dem in Fig.9a gezeigten, eines
dem in Fig. ioa gezeigten, zwei dem in Fig. i ia gezeigten und zwei dem in F,ig.
12a gezeigten Paket entsprechen. Die Schichtlagenpakete werden durch Abschneiden
und Biegen der Schichtlagenbleche gebildet, wobei die Längen der einzelnen Lagen
von den Ecken der Kernkonstruktion bis zu ihren Enden am Mittelstoß bzw. Schenkelstoß
der fertigen Kernkonstruktion von Lage zu Lage verschieden sind, wie dies bei den
L-förmigen Schichtlagenpaketen gezeigt ist.
-
Fig. .4, 5 und 6 zeigen drei Lagen von Transformatorenblech, die jeweils
am Mittelblatt des Ober- oder Unterteiles der Kernkonstruktion aneinanderstoßen.
Der Oberteil des Kernes wird von einem Schichtlagenpaket, das der Fig. ioa entspricht,
und zwei Schichtlagenpaketen, die der Fig. 12a entsprechen, gebildet.
-
Die in Fig. ioa und 12a gezeigten Schichtlagenpakete werden je von
einer Gruppe von Transformatorenblechen gebildet, die die gewünschte Breite und
Form haben: die aufeinanderfolgenden Lagen
| werden der Länge nach von der kürzesten bis zur |
| längsten Lage so abgestuft, daß, wenn die beiden |
| Enden rechtwinkelig zueinander gebogen werden, |
| die Enden der Schichtlagen innerhalb des L-för- |
| migen Paketes im wesentlichen in Ebenen endigen, |
| die rechtwinkelig zur Ebene der Schichtlagen |
| liegen. |
| Bei dem in Fig. roa dargestellte» Schichtlagen- |
| paket variiert die Länge der einzelnen Lagen von |
| der Ecke bis zu einem Fride des Blechpaketes von |
| einem in Fig. ioc dargestellten Maf3 21 bis zu einem |
| in derselben Figur dargestellten llaß 22, so daß die |
| Enden der Schichtlagen in einer Ebene 23 endigen, |
| die rechtwinkelig zu diesen Lagen liegt und die in |
| der anderen Richtung von den rechtwinkeligen |
| Ecken 29 wegragenden Schichtlagen variieren von |
| einem Maß 24 bis zu einem Maß 25, so daß sie in |
| einer Linie 26 endigen, auf der die verschiedenen |
| V-förmigen Enden der Schichtlagen liegen, wie |
| dies am besten in Fig. iob ersichtlich ist. Die spitz |
| zulaufenden Enden der Blechpakete sind so ab- |
| geschnitten, daß ihre geraden Kanten 28 von dem |
| Punkt 26 zu den Punkten 27 so verlaufen, daß sie |
| zueinander einen Winkel von 6o°, d. h. zur Streifen- |
| längsrichtung einen solchen von 30°, bilden. |
| In Fig. 12a wird ein im allgemeinen gleichartiges |
| Blechpaket von L-förrnigen Schichtlagen, jedoch mit |
| anderen Abmessungen, gezeigt, bei welchen die- |
| selben rechtwinkelig zur Streifenrichtung an beiden |
| Enden des jeweiligen Streifens abgeschnitten sind. |
| Wie in Fig. 12c dargestellt, variieren die Längen |
| der Streifen oder Schichtlagen, von den recht- |
| winkeligen Biegungen an gemessen, in einem Teil |
| der Konstruktion von einen Mali 31 der inneren |
| Schicht bis zu einem Maß 32 der äußeren Schicht, |
| und in der anderen Richtung von der Ecke aus |
| variiert dieselbe von denn kurzen 'Maß 34 bis zu |
| dem langen Maß 35, wobei dieselben in der Ebene |
| 33 bzw. 36 endigen und die rechtwinkelige Ecke 37 |
| bilden. |
| Das in Fig. 9a dargestellte l')lechpaket entspricht |
| im wesentlichen dem in Fig. ioa gezeigten Blech- |
| paket mit der einzigen Ausnahme, daß die Maße der |
| Teile verschieden sind. Die von der rechtwinkeligen |
| Ecke nach links zum Ende 63 verlaufenden Schicht- |
| lagen, die in Fig.9c dargestellt sind, variieren
111 |
| der Länge von dem Maß 61 für die kürzere Schicht |
| bis zu dem Maß 62 für die längere Schicht, so daß |
| alle Schichtlagen in dem horizontalen Schenkelwie |
| dies in Fig.9c dargestellt ist, in einer Ebene endigen, |
| die rechtwinkelig zur Richtung der Schichtlagen |
| liegt. Bei dem anderen Schenkel des L-förmigen |
| Blechpaketes von Schichtlagen variiert die Länge |
| der Schichtlagen von der rechtwinkeligen Biegung |
| zum Ende jenes Schenkels des Blechpaketes von dem |
| Maß 64 bis zu dem 1@Iaß 65, so daß alle V-förmigen |
| Enden auf der im rechten Winkel zur Ebene der |
| Schichtlagen liegenden Linie 66 liegen. Die Enden |
| der Schichtlagen werden so abgeschnitten, daß |
| Kanten 68 entstehen, die zur Richtung des Blech- |
| streifens in einem Winkel von 30°, d. h. zueinander |
| unter einem Winkel von 6o° längs einer Linie vorn |
| Punkt 66 zu den beiden Punkten 67 der Schicht- |
| 1a TPnstrei FPii, a t:s welchen sich das Paket zusam- |
| mensetzt, verlaufen. |
| Die Fig. i ia, i ib und i ic zeigen ein L-förmiges |
| Blechpaket von Schichtlagen, welches allgemein |
| demjenigen, das in Fig. 12a, 121) und 12c dargestellt |
| ist. gleich ist, mit der einzigen Ausnahme, daß ein |
| Schenkel des L-förmigen Blechpaketes länger als die |
| entsprechenden in Fig. 12a, 12b und 12c dargestell- |
| ten Schenkel ist. In Fig. iic variiert die Schenkel- |
| länge innerhalb des Blechpaketes von Schicht- |
| lagen, .das in horizontaler Lage dargestellt ist, in |
| der Länge vom Maß 71 der inneren Lage des Paketes |
| bis zum Maß 72 der äußeren Lage des Paketes, wo- |
| bei die Schichtlagen in einer rechtwinkelig zur |
| Schichtlagenrichtung liegenden Ebene 73 endigen; |
| die in <lern in Fig. i ic vertikal dargestellten Schen- |
| kel enthaltenen Schichtlagen variieren in der Länge |
| vom Maß 74 bis zum Maß 75, wobei sie in einer |
| rechtwinkelig zur Schichtlagenrichtung liegenden |
| 1?1>erre 76 endigen und beide Schenkel von der recht- |
| xvinkeligen Ecke 77 wegragen. |
| Der obere Teil der Kernkonstruktion wird, wie |
| aus F ig. 4, 5 und 6 ersichtlich, von einem Paket von |
| Schichtlagen 5i nach Fig. ioa und von zwei Pa- |
| keten 52 und 53 nach Fig. 12a gebildet. Wie in |
| Fig. 4 dargestellt, liegen die Spitze 26 einer V-för- |
| migen Schichtlage und die von ihr ausgehenden |
| Kanten 28, die zueinander in einem Winkel von 6o° |
| liegen. zwischen den rechtwinkeligen Kanten 36 |
| von Schichtlagen, die zu zwei, Fig. 12 entsprechen- |
| den Blechpaketen gehören, wobei dieselben so liegen, |
| daß der dreieckige Blattstoß innerhalb einer Schicht- |
| lage von den Dreiecksseiten zwischen dem Punkt 26 |
| und den beiden Punkten 27 gebildet wird, und inner- |
| halb der Schichtlage ein Schichtstreifen mit V-för- |
| rnigein Ende in diesen dreieckigen Überblattungs- |
| bereich hineinragt, während die beiden anderen |
| Schichtstreifen an die Begrenzungen 36 des drei- |
| eckiger. Blattstoßbereiches anstoßen. In den aufein- |
| anderfolgenden Lagen fier Verblattung herrscht je- |
| weils dasselbe Stoßmuster der drei, den drei Schen- |
| kelteilen des Kernes entsprechenden Schichtstreifen |
| mit der Ausnahme, daß die Dimensionen der Schicht- |
| streifen je nach den Ausmaßen der Blechpakete vom |
| Maß 21 bis zum Maß 22, vom Maß 24 bis zum Maß |
| 25 bei den V-förmig spitz zulaufenden, in Fig. ioc |
| dargestellten Schichtlagenstreifen, und vom Maß |
| 31 bis zum Maß 32, vom Maß 34 bis zum Maß 35 |
| bei den mit rechtwinkeligen Kanten 33 und 36 |
| endigenden Schichtlagen von Lage zu Lage leicht |
| variieren, daß das in Fig. 4 dargestellte Muster von |
| Lage zu Lage, wie dies in Fig. 5 und 6 gezeigt ist, |
| verdreht wird, so daß der Lagenstreifen mit denn |
| V-förmigen Ende jeweils um eine Drittelumdrehung |
| in jeder folgenden Schichtlage der Verblattung ver- |
| dreht ist. Wie in Fig. 5 beispielsweise dargestellt, |
| ist der Schichtstreifen mit dem V-förmigen Ende |
| gegenüber der in Fig.4 gezeigten Lage um i2o° |
| und die in Fig. 6 gezeigte Lage gegenüber der in |
| Fig.4 gezeigten Lage um 24o° verdreht. Bei der |
| nächstfolgenden Lage (der 4. Lage der Verblattung) |
| wird das Muster dem in Fig. 4 gezeigten entsprechen |
| usw. und in allen folgenden Schichtlagen jeweils um |
eine Drittelumdrehung gedreht sein, so daß fortgesetzt die in Fig. 4, 5 und 6 dargestellten
Lagen eingenommen werden.
-
Um einen Dreiphasentransformator gemäß der Erfindung zusammenzustellen,
können verschiedene Wege zur Bildung der Schichtlagenblechpakete eingeschlagen werden.
Solche Schichtlagenblechpakete sind in Fig. 9a, ioa, i ia und 12a dargestellt. Bei
einem Verfahren zur Herstellung der Schichtlagenblechpakete wird ein Eisenblechstreifen81
zwischen Führungen 82 mittels Rollen 83, wie dies in Fig. 13 dargestellt ist, zwischen
in einigem Abstand davon befindlichen zusammenwirkenden Schermessern 84 durchgeführt,
bis das Ende des Streifens 81 einen Anschlag 85 berührt. Die Schermesser 84 werden
dann betätigt, um einen dem Abstand zwischen den Schneidkanten der,Schermesser 84
und dem Anschlag 85 in seiner Länge entsprechenden Streifen abzuschneiden. Ein V-förmiger
Biegestempel wird dann in Richtung auf'' den abgeschnittenen Blechstreifen zubewegt,
wobei derselbe das Blech ein eine V-förmige Nut 87 in einem Matrizenblock 88 hin
einpreßt und dadurch den Streifen, der bei 89 durch strichpunktierte Linien angedeutet
ist, in L-Form biegt, so daß die beiden Enden desselben vom Biegepunkt aus rechtwinkelig
zueinander liegen. Ein a11 gemein mit 91 und 92 bezeichneter Mechanismus ist zur
Verschiebung des Anschlages 85, des Biegestempels 86 und des Matrizenblockes 88
von den Schermessern weg bei jedem folgenden Abschneide-und Biegevorgang vorgesehen,
so daß bei jedem einzelnen Schnitt innerhalb einer Folge von Schichtstreifenschnitten,
die mittels der Schermesser vollzogen werden, der Anschlag 85 um einen bestimmten
Abstand weiterrücken wird, der jeweils der- Dicke des Eisenbleches entspricht und
der Biegestempel um einen Abstand weiterrückt, der der einfachen Dicke des Bleches
entspricht, so daß so ein Blechpaket entsprechend dem in Fig. 14 gezeigten Muster
hergestellt wird, in welchem der Abstand vom Biegepunkt zu jedem Ende der einzelnen
Streifen innerhalb jedem der beiden Schenkel des L-förmigen Paketes sich um einen
Betrag ändert, der jeweils gleich der Streifendicke ist, so daß die Enden der Streifen,
wie bei 1o2 und 103 zu sehen ist, innerhalb von Ebenen liegen, die rechtwinkelig
zur Streifenebene verlaufen. Die Einzelmechanismen zur Weiterbewegung des Anschlages
und des Biegestempels um die gewünschten Beträge für jeden fortschreitenden Arbeitsgang
der Schermesser können auf einfache Weise durch Anwendung eines nicht gezeigten
Getriebemechanismus automatisch gesteuert werden. Nachdem die Bleche geschnitten
und in die in Fig. 14 gezeigte Form gebogen wurden, werden die folgenden Schichtstreifen
ni-ittels einer in Fig. 15 dargestellten Schermesseranordnung eingeschnitten, bei
welcher die Schnittkanten innerhalb einer Ebene 94 auf das Blech auftreffen, und
wobei dieselben zuerst den Streifen, von der Mitte der Vorderkante des Streifens
ausgehend. entlang der Linie 95 (Fig. 16) an einer Seite unter einem Winkel von
30°, wi.e dies in dem linken Teil der Fig. 15 gezeigt ist, einschneiden; sodann
wird
der Blechstreifen in die rechts in der Fig. 15 gezeigte Lage geschoben, um entlang
der Linie 96 (Fig. 16), vom Mittelpunkt des Streifens ausgehend, unter 30° zur Längsrichtung
des Streifens nochmals eingeschnitten zu werden, wodurch die V-förmige Spitze' 26
und die sich von hier aus nach hinten erstrekenden, in einem Winkel von 6o° zueinander
liegenden Kanten 28 hergestellt werden. Der dem in Fig. 16 gezeigten Streifen entsprechende
Blechstreifen wird beispielsweise längs der Linie 97 mittels der in Fig. 13 dargestellten
Maschine abgeschnitten und mittels der in Fig. 15 gezeigten Schermesseranordnung
längs der Linien 95 und 96 geschnitten, wonach dieser Vorgang so lange wiederholt
wird, bis ein vollständiges Blechpaket, welches je nach der Dimensionierung der
Teile entweder der Fig. 9a oder der Fig. roa entspricht. zusammengestellt ist.
-
Aus der Fig. 17, in der die sechs abgebildeten Teile der in Fig. 2
und 3 abgebildeten Kernkonstruktion in auseinandergenommenem Zustand gezeigt werden,
ergibt sich, daß in der obersten Lage der Mittelpunktsverblattung im Oberteil der
Kernkonstruktion der Eisenblechstreifen des Schenkels 13 in einer V-förmigen Spitze
26 endigt und über die zweite und dritte Blechlage des Schenkels 13, die rechtwinkelig
abschließende Enden 36 haben, hinausragt. Ebenso haben die Bleche der Schenkel i
r und 12 in der obersten Lage der Mittelpunktverblattung rechtwinkelig abschließende
Enden 36, wobei dieselben längs der Kanten 28, die von der Spitze 26, wie dies in
Fig. 4 gezeigt ist, nach hinten verlaufen, an die Blechstreifen des Schenkels 13
anstoßen.'In der nächstniedrigeren Lage befindet sich der Streifen mit der V-förmigen
Spitze 26 in dem Schenkelteil 12, und die beiden Kanten 28, die von der Spitze
26 aus laufen, stoßen an die rechtwinkelig verlaufenden Endkanten 36 der
Materialstreifen, die zum Schenkel 11. und Schenkel 13 gehören, wie dies in Fig.
5 gezeigt ist: In der dritten Lage von oben liegt die V-förmige Spitze 26 im Schenkel
11, und die Kanten 28 derselben berühren die Enden 36 der Blechstreifen, die .in
den Schenkeln 12 und 13 jener Lage liegen, wie dies in Fig. 6 gezeigt ist. Diese
Verdrehung des Anordnungsmusters der aneinanderstoßenden Kanten der Schichtlagenverblattung
setzt sich über alle Lagen, die den oberen und den unteren Mittelpunktsblattstoß
der Kernverbindung bilden, fort. Es wird bemerkt, daß vorzugsweise die Schichtlagen,
die die längsten horizontalen Enden 26 aufweisen, auch innerhalb der Verblattung
der vertikalen Schenkel, die längsten vertikalen Enden 23 besitzen, so daß im unteren,
vertikalen Teil der oberen Kernkonstruktionshälfte jeweils zwei kürzere Enden 33
und ein längeres Ende 23 aneinanderstoßen, wobei jeweils zwei längere Enden 73 und
ein kürzeres Ende 63 der Glieder der in Fig. 9a bzw. 1 1a dargestellten Schichtlagenblechpakete
aneinanderstoßen..
-
In den Fig. 18, 19, 20 und 21 wird eine im wesentlichen der in Fig.2
und 3 gezeigten Bauart ähnliche Kernkonstruktion dargestellt, die jedoch, wie dies
am besten in Fig. 18 zu ersehen ist, kreuzförmigen Querschnitt hat. Der dargestellte
Kern 107 besitzt drei Wicklungsschenkel 111, 112 und 113, die jeweils Jochteile
114 und 1I5 aufweisen, die, wie in Fig. 2 und 3 dargestellt, rechtwinkelig zu den
Schenkelteilen liegen. Die Schichtlager jeder der drei Wicklungsschenkeleinheiten
an den Enden der Jochteile bilden eine Mittelverblattung 118, die der' in Fig. 2
und 3 gezeigten im allgemeinen ähnlich ist; Ober- und Unterhälfte vereinigen sich
in Wicklungsschenkelblattstößen bei 119, die im allgemeinen den in Fig. 2 und 3
dargestellten ähnlich sind. Es wird darauf hingewiesen, daß bei den vier verschiedenen
Streifenbreiten 121, 122, 123 und 124, die zur Bildung des kreuzförmigen Querschnittes
benötigt werden, auch, der Dreiecksbereich des mittleren Kernflachstoßes von Breite
zu Breite innerhalb der Schichtlagen verschieden ist. Die aufeinanderfolgenden Dreieckblattlagen,
die die verschiedenen Mittelstöße der verschiedenen Weiten der Schichten bilden,
haben jedoch, wie dies am besten in Fig. 18 zu ersehen ist, denselben Mittelpunkt
125, und die Blattstoßkonstruktion ist um dieses Zentrum herum als Achse symmetrisch
im Aufbau.
-
Bei der in den Fig. 18, 19, 20 und 21 dargestellten Kernkonstruktion
sind die Enden der Schichtlagen entweder unter 9o° oder 30° zur Streifenrichtung
abgeschnitten, wie dies bei der in den Fig. 2 und 3 dargestellten Konstruktion zu
ersehen ist; die Schichtlagen werden durch Verdrehung des Lagemusters der aneinanderstoßenden
Kanten der Blattstöße um eine Drittelumdrehung von Lage zu Lage, wie dies in Fig.
5 und 6 zu sehen ist, ineinander verblattet. Bei vorliegender Kernkonstruktion sind
die Ecken zwischen den Schenkel- und Jochteilen der Kernkonstruktion als abgerundete
Ecken an Stelle von rechtwinkeligen Ecken dargestellt.
-
Bezugnehmend auf Fig.25 können die Ecken dieser Kernkonstruktion entweder
rechtwinkelig wie bei 29 sein, wobei dieselben denjenigen entsprechen, die in der
in Fig. 2 und 3 dargestellten Kernkonstruktion Anwendung finden, oder sie können
rund sein, wie in Fig. 129 dargestellt, wobei dieselben den Ecken der in Fig. 18,
19, 20 und 21 dargestellten Kernkonstruktion entsprechen, oder sie können eine mittlere
Abrundung haben, wie dies bei 127 dargestellt ist. Bei der durch die Kurve 129 dargestellten
runden Eckenform deckt sich die äußere Schichtlage im wesentlichen mit einem Kreisbogen
und die anderen, der inneren Ecke zu liegenden Schichtlagen werden so gebogen, daß
sie im wesentlichen konzentrische Kreisbögen von fortschreitend kleineren Radien
bilden. Es ist wünschenswert, die einzelnen Schichtlagen etwas lose zu verlegen,
um das von der Magnetostriktion herrührende Geräusch zu unterbinden oder zu vermindern.
Um dies zu erreichen, können die Schichtlagen so gebogen werden, daß sie einer Kurve
folgen, die bei 127 in Fig. 25 angedeutet ist, wobei dieselbe einen größeren Abstand
zwischen den äußeren und inneren Lagen der Kernkonstruktion zulädt, somit einen
größeren Abstand zwischen den einzelnen Schichtlagen gestattet und insofern relativ
lose Schichtlagen an den
Ecken gewährleistet. Diese drei verschiedenen
Eckenformen können entweder mit kreuzförmigem Querschnitt, wie in Fig. 18 gezeigt,
oder mit rechteckigem Querschnitt, wie in Fig.22 gezeigt, Anwendung finden. Zum
Zwecke der Unterscheidung bezieht sich der Ausdruck Runde Ecken oder Kurvenförmige
Ecken, wenn es nicht anders angegeben wird, auf Ecken, die genügend lose sind, so
daß die einzelnen Schichtlagen sich einzeln an den Ecken verbiegen können und auf
diese Weise das Geräusch vermindert wird.
-
In gleicher Weise ist bei der in den Fig. 18 bis 21 dargestellten
Konstruktion eine Schenkelverblattung gezeigt, die sowohl bei kreuzförmigem Querschnitt
als auch bei der in Fig. 2 und 3 dargestellten Konstruktion Anwendung finden kann.
Die Konstruktion der Schenkelverblattung ist in den Fig. 22, 23 und 24 am klarsten
zu ersehen, in welchen die Verblattung in Anwendung auf einen Wicklungsschenkel
131 gezeigt ist. Bei diesem Stoß wird ein Schichtstreifen längs einer geraden Linie
132 unter einem \\'inkel von 6o° zur Längsrichtung des Streifens abgeschnitten,
und ein benachbarter Streifen wird längs der geraden Linie 133 ebenfalls
unter 6o° zur Streifenrichtung abgeschnitten, wobei letztere jedoch in bezug auf
den Stoß entgegengesetzte Neigung besitzt, so daß die in den Fig. 23 bzw. 24 gezeigten
aufeinanderfolgenden Schichtstreifen 134 und 135, wenn sie in dem fertiggestellten
Schenkel tat der Fig.22 zusammengesetzt sind, so aufeinander liegen, daß ihre übereinanderliegenden
Schnittlinien, wie dargestellt, eine X-Form bilden. Diese Konstruktionsart hat gewisse
Vorteile, wenn die oberen und unteren Teile der Dreiphasentransformatorkernkonstruktion
getrennt voneinander hergestellt werden, und dann, nachdem die Phasenwicklungen
über die unteren Schenkelteile der Dreiphasenkernkonstruktion gebracht wurden, zusammengesetzt
werden.
-
In Fig. 26. 27. 28, 29 und 30 ist eine Dreiphasenkernkonstruktion
dargestellt, die V-förmige Mittelstöße 126 und am Übergang der Wicklungsschenkelteile
in die Jochschenkelteile abgerundete Ecken 137 aufweist, die denjenigen der
in den Fig. 18 bis 21 einschließlich dargestellten Konstruktionen entsprechen, mit
der Ausnahme, daß zwecks größerer Klarheit der Darstellung die Konstruktion mit
rechteckigem anstatt mit kreuzförmigem Querschnitt dargestellt ist. Das Erfindungsprinzip
ist jedoch, gleichgültig ob dasselbe Anwendung auf eine Konstruktion mit rechtwinkeligem
Querschnitt der Kernglieder oder eine Konstruktion mit kreuzförmigem Querschnitt
der Kernglieder findet, dasselbe.
-
Die in Fig.26 abgebildete Kernkonstruktion wird von zwei Grundformen
von Stanzschnitten, die in Fig. 27 und 28 dargestellt sind und die bei 137 in runde
oder kurvenförmige Eckform gebogen sind, gebildet. Bei Verwendung von nur zwei Grund
formen liegt der Schenkelstoß im Mittelteil des Wicklungsschenkels der Konstruktion.
Wenn man den Schenkelstoß näher an einem oder anderem Ende der Kernkonstruktion
haben will, kann dies leicht dadurch erzielt werden, daß vier verschieden geformte
Stanzstücke hergestellt werden,' wobei zwei Formen mit Ausnahme der verschiedenen
Längen der Fig. 27 entsprechen und zwei Formen mitAusnahme der verschiedenenLängen
der Fig.28 entsprechen.
-
Fig. 29 stellt die Vereinfachung beim Schneiden der Stanzstücke entsprechend
Fig.27 aus einem fortlaufenden Streifen von ferromagnetischent I?isettl>lech dar.
Es wird bemerkt, daß die Schermesser nur in drei verschiedene Lagen gebracht zu
`i\verdett brauchen, und zwar in eine Lage längs der Linie 133, um einen
Schnitt unter 6o° zur Längsrichtung der Streifen vorzunehmen, und in zwei Lagen
längs der Linien 128 unter jeweils 30° zur Streifenrichtung zur Herstellung
zweier Schnitte mit dem Kreuzungspunkt 126, an welchem die bei den V-förmigen Enden
jeweils zweier Stücke aneinanderstoßen. Fig.3o stellt einen fortlaufenden Streifen
ferromagnetischen Eisenblechs mit Rissen zum Abschneiden einer Serie von Rohteilen
entsprechend Fig. 28 dar. In diesem Falle wird der Eisenstreifen längs der Linien
136 und 132 abwechselnd unter 9o° und unter 6o° zur Streifenrichtung
abgeschnitten.
-
Es wird darauf hingewiesen, daß die einzelnen Lagen der Blechschichten
sowohl aus Einzelstreifen als auch aus einer kleinen Anzahl von Streifen, die als
Einheit genommen wird, wie z. B. drei oder fünf Streifen, bestehen können. Zum Zwecke
der klaren Darstellung in den Figuren, z. B. in Fig.17 und 26, sind die Lagen entsprechend
dicker dar. gestellt, als sie tatsächlich sind, d. h. es sind infolgedessen weniger
Lagen dargestellt. Dies dient nur in den Zeichnungen dem Zwecke größerer Anschaulichkeit
in derDarstellungderErfindungsprinzipien.
-
Innerhalb des Erfindungsbereichs ist eine Vielzahl von verschiedenen
Kernmittelverblattungsmustern möglich; eine Anzahl von Darstellungen derselben ist
in den folgenden Figuren zu ersehen.
-
Wie aus Fig. 31 bis 35 einschließlich ersichtlich ist, kann eine Kernkonstruktion
aus zwei verschieden geformten Stanzlingen oder abgeschnittenen Streifen von Transformatorenblech
entsprechend den in Fig.34 und 35 gezeigten Formen hergestellt werden. Wie in Fig.
34 ersichtlich, ist ein Blechstreifen 145 an einander gegenüberliegenden Enden 143
unter einem Winkel von 6o° zur Streifenrichtung abgeschnitten, wobei dessen Breite
und Länge den Ausmaßen des herzustellenden Kernes entspricht. In Fig. 35 ist ein
Streifen abgebildet, der an einem Ende 142 unter einem Winkel von 6o° zur Streifenrichtung
und am anderen Ende 141 unter einem Winkel von 9o° zur Streifenrichtung abgeschnitten
ist. Wie in Fig. 31 ersichtlich, werden ein Transformatorenblech entsprechend Fig.
35 und zwei Bleche entsprechend Fig. 34 zusammengenommen, wobei der Streifen 144
eine rechtwinkelige Endkante 141 hat, die zwischen den Streifen 145 und 146 liegt,
deren Endkanten 143 jeweils unter 6o° zur Streifenrichtung verlaufen. Dieses Anordnungsmuster
wiederholt sich in den Fig.32 und 33 mit der einzigen Ausnahme, daß
das
Muster um I/3 Umdrehung bzw. =/3 Umdrehung in gleicher Weise, wie dies in Fig.4,
5 und 6 dargestellt ist, gedreht wird. Durch Verdrehung der Muster, wie dies in
den Fig.31, 32> und 33 gezeigt ist, sind die Schichtlagen im mittleren Stoß ineinander
verblattet und bilden so einen Mittelpunkt der Kernkonstruktion.
-
In den Fig.36bis4o ist ein anderes Anordnungsmuster dargestellt, nach
welchem zwei in Fig.4o mit 151 und 152 bezeichnete Streifen bei 153 unter je 6o°
(zusammen 12o°) aneinanderstoßen, wobei ein Teil der Außenecken desselben bei 154
abgeschnitten ist. Diese beiden Transformatorenbleche 151 und 152 werden, wie in
Fig. 36 dar-' gestellt, mit einem Blech 155 zusammengestoßen, welches an seinem
Ende 156 rechtwinkelig abgeschnitten ist; dabei wiederholt sich das in Fig.36 gezeigte
Muster in den Fig. 37 und 38 mit der einzigen Ausnahme, daß das Muster so verdreht
wird; daß die drei Blätter einmal, wie in Fig. 37 dargestellt, um 1/3 Umdrehung
und, wie in Fig. 38 gezeigt, zum andernmal um 2/3 Umdrehung gegenüber der in Fig.
36 gezeigten Lage verdreht sind. Auf diese Weise wird durch fortgesetztes Übereinanderschichten
der drei in den Fig. 36, 37 und 38 dargestellten Anordnungsmuster und fortgesetztes
Verdrehen der Schichtlagen um den gleichen Winkel über die ganze Kerndicke hinweg
eine Mittelverblattung entsprechend Fig.39 hergestellt, bei welcher der Mittelkernstoß
in einem durch die Punkte 157, 158 und 159 in Fig. 39 umrissenen Dreieck liegt und
die übereinanderliegenden Lagen ,miteinander, wie in Fig.39 durch die vollausgezogenen
und punktierten Linien dargestellt, ineinander verblattet sind.
-
Bei einer in Fig. 41 bis 45 einschließlich dargestellten Verblattung
besteht jeder Mittelpunktsstoß aus drei Blechen 161, 162 und 163, die vom Mittelpunkt
des Stoßes aus in drei um 1/3 Umdrehung bzw. unter 12o° zueinander liegenden Richtungen
nach außen ragen. Jedes der drei Bleche ist an seinem Ende geradlinig unter einem
Winkel von 6o° zur Streifenrichtung abgeschnitten. Aus der Abbildung ist ersichtlich,
daß der Streifen 161 zwischen den Endkanten der Streifen 162 und 163 so liegt, daß
das Ende des Streifens 162 das Ende des Streifens 161 bei 164 berührt und das Ende
des Streifens 163 die Seitenkante des Streifens 161 bei 165 berührt. Jeder der drei
Streifen hat die in Fig.45 ersichtliche Form; der Streifen selbst ist in dieser
Figur durch die Bezugsziffer 166 bezeichnet und an seinen einander gegenüberliegenden
Enden 167 und 168 jeweils so unter 6o° abgeschnitten, daß ein Parallelogramm entsteht.
Die Enden dreier solcher Streifen werden so zusammengenommen, daß sie das in den
Fig. 41, 42 und 43 dargestellte Muster bilden, und ihre gegenüberliegenden Enden
werden entsprechend den in Fig. 22, 23 und 24 dargestellten Schenkelstößen im Kernkonstruktionsunterteil
aneinandergestoßen. Wenn die drei Anordnungsmuster, die zueinander jeweils in der
in den Fig. 41, 42 und 43 dargestellten Weise verdreht sind, Lage auf Lage
| übereinandergelegt -,werden. würden die lagen in |
| der in Fig. 44 dargestellten \\@eisv miteinander ver- |
| blattet, wobei das durch die 1'utikte t6a umrissene |
| Dreieck die Mittelpunktvci-1ilattung des Kernes |
| bildet. |
| In den Fig. 46 bis So ist eine Mittelverblattung |
| dargestellt, die dadurch etwas von den vorher be- |
| schriebenen Mittelverblattungen abweicht, daß in |
| jeder Lage nur zwei Transformatorenbleche zu- |
| sammengenommen werden. Wie in Fig.47 dar- |
| gestellt ist, werden ein Blech T71 und ein Blech 172. |
| die jeweils in Richtungen unter eitlem Winkel von |
| 12o° zueinander liegen, längs einer, unter 6o° ver- |
| laufenden Stoßkante 173 zusaininengenommen. lii |
| der nächsten Lage findet dasselbe Muster Anwen- |
| dung mit der einzigen Ausnahme, daß dasselbe, wie |
| in Fig.48 dargestellt, verdreht wird, so daß das |
| Blech 172 der Fig. 48 unmittelbar auf dem Blech |
| 171 der Fig. 47 liegt usw., wobei innerhalb dieser |
| beiden Lagen jeweils ein Einzelblech oder eine |
| Einzelschicht in einer Lage entsprechend Fig.48 |
| und ein Einzelblech 172 in der in l' ig. 47 dar- |
| gestellten Lage Anwendung findet. lit der nächsten |
| Schicht haben die beiden Bleche die ill Fig. 49 dar- |
| gestellte Lage, so daß, wenn die in den F ig. 47, 48 |
| und 49 dargestellten Schichten übereinandergelegt |
| werden, innerhalb von drei Lagen im Kernmittei- |
| punktsbereich ein Sechseckinuster gebildet wird. |
| das durch die Punkte 174, 175, 176, 177, 178
und |
| 179 in Fig.46 umrissen wird; in jedem der drei |
| Kernschenkel, die vom Stoßpunkt wegragen, be |
| finden sich innerhalb von drei Schichten jedoch nur |
| zwei Bleche je Schenkel. Weitere Lagen folgen in |
| der in den Fig. 47, 48 und 49 dargestellten Reihen- |
| folge der Anordnungsmuster, und diese Reihenfolge |
| setzt sich fort, bis die gewünschte Dicke des Trans- |
| formatorenkernes erreicht ist. Infolgedessen wird, |
| wie dies in Fig. 50 zu ersehen ist, die Kernhöhe am |
| Mittelstoß eineinhalb mal größer sein als die Dicke |
| des Kernschenkels. Wenn beispielsweise die Dicke |
| der Schichtlagen in den Schenkelteilen des Kernes |
| durch das Maß E versinnbildlicht wird, dann ist |
| die Höhe der Schichtung der Schichtlagen am |
| Mittelstoß 1,5 E. |