[go: up one dir, main page]

DE813824C - Verfahren zur Herstellung von Knattersteinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Knattersteinen

Info

Publication number
DE813824C
DE813824C DEK2302A DEK0002302A DE813824C DE 813824 C DE813824 C DE 813824C DE K2302 A DEK2302 A DE K2302A DE K0002302 A DEK0002302 A DE K0002302A DE 813824 C DE813824 C DE 813824C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stones
production
crackling
quartz
phosphorus
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK2302A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Kuhlmann
Emil Richter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEK2302A priority Critical patent/DE813824C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE813824C publication Critical patent/DE813824C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B21/00Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
    • C06B21/0091Elimination of undesirable or temporary components of an intermediate or finished product, e.g. making porous or low density products, purifying, stabilising, drying; Deactivating; Reclaiming

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Knattersteinen Die bisher in den Handel gebrachten Knattersteine haben den Nachteil, daß sie infolge der Verwendung von gelbem und weißem Phosphor sowohl Brand- und explosionsgefährlich als auch giftig sind und infolgedessen an Jugendliche unter 16 Jahren nicht verkauft werden dürfen.
  • Es wurde nun durch eingehende Versuche gefunden, daß man den giftigen gelben bzw. weißen Phosphor durch den fast ungiftigen roten Phosphor ersetzen kann und daß man die Chlorate und den Phosphor durch Zusatz von grobem Quarzmehl oder Bimsmehl so zu trennen in der Lage ist, daß weder eine Explosions- noch Feuersgefahr bei der Herstellung, beim Gebrauch, Lagerung oder Transport besteht.
  • Erreicht wird dieses erfindungsgemäß dadurch, daß man zunächst die Chlorate mit pulverisiertem Gummiarabikum in Wasser löst und so lange rührt. 1>1s die Masse vollkommen homogen ist; diesem Brei setzt man dann langsam rührend den pulverförmig groben, roten Phosphor hinzu, bis er vollständig durchgefeuchtet ist, und gibt dann sofort grobes Quarz- oder Bimsmehl zu, dessen Wirkung darin besteht, Trennwände zwischen den brennbaren Phosphorteilchen aufzurichten, durch die nicht nur die weitere Verreibung, sondern auch das Aufrollen des Breies und Ausstechen der Scheiben bzw. Formen vollkommen ungefährlich wird. Die geformten Scheiben oder Körper werden an der Luft oder in Trockenräumen getrocknet.
  • Ein besonders gutes, jede Explosions- und Brandgefahr bei der Herstellung und im Gebrauch ausschließendes Produkt erhält man bei einem Verhältnis von etwa 14% Chlorate (KC104 und K Cl 0g), 14J0/0 % pulverisiertem Gummiarabikum, io,6% Wasser, 8,3% grobem rotem Phosphor (P) bzw. -Phosphorsesquisulfid (P4 Ss) und 53 % grobem Quarzmehl (Mahlung i bzw. 2). Statt Quarzmehl kann auch Bimsmehl und statt Gummiarabikum Wasserglas oder'Lelm'als Bindemittel unter Hinzufügen einer geringen Menge von Kolophonium verwendet werden.
  • Die trockenen Knatterscheiben werden in der Weise angewendet, daß sie an rauhen Flächen gerieben werden, wobei sie unter Feuererscheinungen laut knattern. Eine Brand- oder Explosionsgefahr ist dabei ausgeschlossen, da das untergemischte Quarz- oder Bimsmehl Trennwände zwischen den brennbaren Teilen bildet, so daß die Feuererscheinungen örtlich auf kleinsten. Raum beschränkt bleiben und nicht auf die gesamte Scheibe übergreifen können. Aus dem gleichen Grunde ist auch die Fabrikation nach Zutun des Quarzmehles ungefährlich, ebenso wie auch die Reste, die an den Fabrikationseinrichtungen haftenbleiben, in angetrocknetem Zustand nicht gefährlich sind. Die Lautstärke des Knatterns beim Reiben wird jedoch hierdurch nicht beeinflußt, sondern ist den bisherigen Knatterscheiben u. dgl. Körpern völlig gleichwertig.
  • Ein weiterer Vorzug dieses Verfahrens liegt darin, daß eine Erwärmung der Grundstoffe bei der Herstellung nicht mehr notwendig ist. Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das Ausführungsbeispiel, sondern ümfaßt alle Feuerwerkskörper, bei denen mittels Quarz- oder Bimsmehl eine enge räumliche Trennung der Chlorate und des Phosphors wegen Brand- und Explosionsgefahr erzielt werden soll.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verhütung von Brand- und Explosionsgefahr bei der Herstellung von Knattersteinen, -scheiten o. dgl. Feuerwerkskörpern, dadurch gekennzeichnet, daB die brennbaren, hochexplosiblen Phosphorteilchen durch Beigabe von Quarz- oder Bimsmehl getrennt werden.
  2. 2. Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die Chlorate mit pulverisiertem Gummiarabikum in Wasser gelöst und so lange verrieben werden, bis die Masse einen homogenen Brei ergibt, daB dann langsam unter Rühren pulverförmiger grober, roter Phosphor bzw. Phosphorsesquisulfid (P4 S") hinzugesetzt wird, bis er durchgefeuchtet ist, und daB man dann sofort Quarz-oder Bimsmehl hinzugibt.
DEK2302A 1950-03-28 1950-03-28 Verfahren zur Herstellung von Knattersteinen Expired DE813824C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK2302A DE813824C (de) 1950-03-28 1950-03-28 Verfahren zur Herstellung von Knattersteinen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK2302A DE813824C (de) 1950-03-28 1950-03-28 Verfahren zur Herstellung von Knattersteinen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE813824C true DE813824C (de) 1951-09-17

Family

ID=7209333

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK2302A Expired DE813824C (de) 1950-03-28 1950-03-28 Verfahren zur Herstellung von Knattersteinen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE813824C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE813824C (de) Verfahren zur Herstellung von Knattersteinen
DE475114C (de) Verfahren zur Herstellung eines Zahnputzmittels
DE4330929A1 (de) Dämmaterial für den Innenausbau und Verfahren zu seiner Herstellung und Anwendung
DEK0002302MA (de) Verfahren zur Herstellung von Knattersteinen
AT410315B (de) Signaturarmer und schadstoffreduzierter, pyrotechnischer darstellungskörper
DE69422804T2 (de) Pulvriges, feinteiliges, alkalimetallsilikathaltiges produkt und verfahren zu seiner herstellung
DE489118C (de) Als Schneeersatz dienendes Belagsmaterial fuer kuenstliche Gleitbahnen fuer Sportszwecke
DE903319C (de) Verfahren zur Verminderung des Setzens von Ammonnitratsprengstoffen
DE830997C (de) Mund- und Zahnpulver auf der Grundlage von Holzmehl
DE706733C (de) Verfahren zur Herstellung von Werkstoffen und Werkstuecken aus kuenstlicher Mineralwolle
DE621739C (de) Verfahren zur Verbesserung der Lagerfaehigkeit und Streubarkeit von durch Umsetzung der Komponenten erhaltenen Mischduengern
DE857057C (de) Verfahren zur Herstellung von granuliertem Superphosphat
DE922816C (de) Verfahren zur Herstellung von Sprengstoffen
DE6064C (de) Darstellung eines neuen Explosivstoffes'
DE602248C (de) Verfahren zur Herstellung eines poroesen, aus Kalziumhydrosilikat bestehenden Kunststeinmaterials
DE2500811C3 (de) Verfahren zur Herstellung von lagerfähigem Natriumhydroxyd
DE639404C (de) Sprengstoffgemische
DE591932C (de) Verfahren zur Herstellung von Teigwaren
DE375668C (de) Verfahren zur Herstellung von hochprozentigen, haltbaren und luftbestaendigen Glyzerinpraeparaten in Pulverform
DE497212C (de) Verfahren zur Herstellung sprengsalpeteraehnlicher Gemische
DE369509C (de) Verfahren zur Herstellung von Loeschstaub aus natuerlich vorkommenden Mineralien fuer die Bekaempfung von Grubenexplosionen
DE710534C (de) Verfahren zum Nachweis von Kampfstoffen
DE537531C (de) Verfahren zur Herstellung von Formpuder
DE805086C (de) Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern
DE427823C (de) Verfahren zur Herstellung von Zahnpulvern