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DE813601C - Visiervorrichtung - Google Patents

Visiervorrichtung

Info

Publication number
DE813601C
DE813601C DET74A DET0000074A DE813601C DE 813601 C DE813601 C DE 813601C DE T74 A DET74 A DE T74A DE T0000074 A DET0000074 A DE T0000074A DE 813601 C DE813601 C DE 813601C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
writing
sighting device
sighting
movements
visor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DET74A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1604248U (de
Inventor
Friedrich Tonne
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DET74A priority Critical patent/DE813601C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE813601C publication Critical patent/DE813601C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C21/00Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00
    • G01C21/04Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00 by terrestrial means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Telescopes (AREA)

Description

  • Visiervorrichtung Die Erfindung betrifft eine Visiervorrichtung, welche mechanisch mit einer Schreibvorrichtung, bestehend aus einer Schreibfläche und einem Schreibwerkzeug, derart verbunden ist, daß jeder Einstellung der Visierlinie eine bestimmte gegenseitige Stellung der beiden Teile der Schreibvorrichtung entspricht. Es werden infolgedessen alle Bewegungen der Visierlinie nach Höhen- und Seitenwinkel automatisch aufgezeichnet, so daß man sie auf einem entsprechenden Diagramm nachträglich ablesen kann.
  • Eine solche Vorrichtung ist insbesondere geeignet, Untersuchungen über die Besonnungsverhältnisse, z. B. von Bauwerken, zu vereinfachen. Als Grundlage zu Besonnungsuntersuchungen benutzt man im allgemeinen ein für den in Frage kommenden Breitengrad berechnetes Diagramm. In diesem sind für gewisse charakteristische Tage, z. B. Sonnenwenden und Tagundnachtgleiche, diejenigen Bahnen nach Höhen- und Seitenwinkeln eingetragen, welche von der Sonne scheinbar beschrieben werden. Man kann also auf einem solchen Diagramm für jeden beliebigen Zeitpunkt im Jahre, unmittelbar oder nach Interpolation, den Sonnenstand nach Höhe über dem Horizont und Himmelsrichtung ablesen.
  • Ein zu untersuchender Punkt der Erdoberfläche kann nur von demjenigen Teil des Himmelsgewölbes aus besonnt werden, der von diesem Punkte aus sichtbar ist. Diejenige Linie, welche den sichtbaren Teil des Himmelsgewölbes begrenzt, wird in den angelsächsischen Ländern Skyline genannt. In folgendem wird sie als Himmelsgrenze bezeichnet. Bei einer Besonnungsuntersuchung kommt es darauf an, diese Himmelsgrenze auf ein Besonnungsdiagramm zu übertragen. Man muß also die gesamte, vom untersuchten Punkte aus sichtbare Umgebung, soweit sie den mathematischen Horizont überragt, nach Himmelsrichtung und Winkelhöhe auf dem Diagramm festlegen. So umgrenzt man denjenigen Bereich des auf das Diagramm projizierten Himmelsgewölbes, welcher für die Besonnung des untersuchten Punktes in Frage kommt, und kann dann das Diagramm nach irgendwelchen Gesichtspunkten, z. B. Besonnungsdauer, Einfallswinkel usw., auswerten.
  • Die Übertragung der Himmelsgrenze auf ein Diagramm wurde bisher unter Benutzung von Grund- und Aufrißplänen mit Zirkel und Lineal oder im Gelände mit Hilfe eines Theodoliten durchgeführt. Ein solches Verfahren ist naturgemäß sehr zeitraubend, besonders wenn die Himmelsgrenze von den Umrissen vielgestaltiger und in unterschiedlicher Entfernung befindlicher Körper gebildet wird.
  • Nach der Erfindung wird der bisher zu solchen Untersuchungen notwendige Zeitbedarf dadurch erheblich vermindert und das ganze Verfahren vereinfacht, daß die Himmelsgrenze durch ein Visiergerät abgetastet und mechanisch, zum mindesten mittelbar, auf das Besonnungsdiagramm übertragen wird.
  • Aus den in folgendem beschriebenen, in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen gehen die näheren Einzelheiten hervor.
  • Fig. i zeigt ein gebräuchliches Besonnungsdiagramm für den 49. Breitengrad mit eingetragener Himmelsgrenze; Fig. 2 stellt ein auf Polarkoordinaten bezogenes Besonnungsdiagramm für den 49. Breitengrad mit eingetragener Himmelsgrenze dar; Fig. 3 zeigt die perspektivische Darstellung eines Visierapparates mit automatischer Schreibvorrichtung für ein horizontal liegendes Polarkoordinatensystem; Fig.4 stellt eine Möglichkeit der mechanischen Verbindung des Visiers mit der Schreibvorrichtung durch Seilzug dar; Fig. 5 eine solche mit einem biegsamen Bande. In diesem Falle ist zugleich eine Konstruktion gezeigt, bei welcher die horizontale Drehung des Visiers nicht um eine materielle, vertikale Achse, sondern vermittels einer außerhalb des Schreibbereichs liegenden Führung erfolgt.
  • Fig. 6 zeigt einen anderen Visierapparat mit gekuppelter Schreibvorrichtung für ein' zylindrisches Koordinatensystem; wie es in Fig. i in abgewickeltem Zustand dargestellt ist.
  • Auf dem in Fig. i gezeigten Besonnungsdiagramm sind die von der Sonne scheinbar beschriebenen Bahnen für die Sommer- und Wintersonnenwende i und 3 Lind die Tagundnachtgleiche 2 nach Höhe und Himmelsrichtung eingetragen. Die Stundenangaben bezeichnen die wahre Ortszeit. Die für die Untersuchung eines Fensterdurchblicks einpunktierte Himmelsgrenze 4 wird z. B. durch die übliche Konstruktion mit Zirkel und Lineal auf dem Reißbrett gefunden. Der schraffierte Teil 5 bedeckt diejenige den Himmel darstellende Fläche, von welcher aus der betrachtete Punkt nicht besonnt werden kann.
  • Fig. z zeigt dieselbe örtliche Gegebenheit auf einem auf Polarkoordinaten bezogenen Besonnungsdiagramm. Mit 6, 7 und 8 sind die scheinbaren Sonnenbahnen für Sommersonnenwende, Tagundnachtgleiche und Wintersonnenwende, mit 9 die Himmelsgrenze und io der für die Besonnung nicht in Frage kommende Teil des dargestellten Himmelsgewölbes bezeichnet.
  • Das in Fig. 3 schematisch dargestellte Gerät besteht aus einer Visiervorrichtung i i, z. B. einem Fernrohr, oder, wie hier gezeigt, Kimme und Korn, welche um eine horizontale Achse 12 drehbar auf jeden Höhenwinkel eingestellt werden kann.* Das Ganze ist um eine vertikale Achse 13 drehbar, so daß es möglich ist, die VisIervorrichtung auf jeden beliebigen Punkt des Raumes zu richten. Die Bewegungen der Visierlinie werden durch einen mit dieser fest verbundenen, verzahnten Kreissektor 14 auf eine horizontal geführte, mit Schreibwerkzeug 15 versehene Zahnstange 16 übertragen. Die Zahnstange macht die horizontalen Bewegungen der Visierlinie um die vertikale Achse 13 mit. Das Ganze ist so angeordnet, daß bei einer vertikalen Schwenkung der Visierlinie um 9o° durch das Schreibwerkzeug gerade der Weg zurückgelegt wird, welcher auf dem Barunterliegenden Polarkoordinatensystem 17 der Entfernung vom go°-Mittelpunkt bis zum o°-Höhenkreis dem Horizont entspricht. Man legt ein solches wie in Fig.2 gezeigtes Diagramm, genau nach der Windrose orientiert, so unter das Visiergerät auf die horizontale Schreibfläche, daß die vertikale Achse 13 durch ein Loch im Mittelpunkt des Diagramms geht. Dann wird jede horizontale und vertikale Bewegung der Visierlinie durch das Schreibwerkzeug so auf das Diagramm übertragen, daß auf diesem jede Stellung der Visierlinie nach Höhen- und Seitenwinkel nachträglich abgelesen werden kann. Bewegt man die Visierlinie entlang der Himmelsgrenze, so wird deren Verlauf auf das Diagramm übertragen und derjenige Bereich umgrenzt, von welchem aus der untersuchte Punkt besonnt werden kann. Eine Spiegelvorrichtung 18 erlaubt ein bequemeres Einstellen, besonders bei steilen Lagen der Visierlinie. Zweckmäßigerweise wird die Visiervorrichtung vertikal und horizontal vermittels fester Griffe oder drehbarer Bedienungsknöpfe bewegt, welche, wie in Fig. 3, Ziffer i9 und 2o gezeigt, durch Verzahnung oder auf andere Weise wirken.
  • Das ganze Gerät mitsamt der Auflageplatte für das Diagramm wird am besten so konstruiert, daß es nach Art eines Vermessungsgerätes auf einem Stativ befestigt und in bezug auf die Platte leicht mit Libellen und Kompaß horizontal und nach der Windrose gerichtet werden kann. Man kann bei der Benutzung des Gerätes auch auf ein Auflegen des Diagramms verzichten und statt dessen z. B. ein neutrales Papier unterlegen. Die aufgenommenen Ergebnisse lassen sich dann leicht nachträglich mit einem Diagramm zur Deckung bringen.
  • Die mechanische Übertragung zwischen der Visier- und der Schreibvorrichtung kann auf andere Weise auch ohne Verzahnung durchgeführt werden. Ersetzt man z. B. die Verzahnungen in 1,- ig. 3 durch Gummiauflagen, so erhält man eine Reibradübertragung. Als weitere Möglichkeiten sind hier angedeutet: Fig.4, Übertragung durch Seilzug 2i, welcher an den Punkten 22 und 23 befestigt ist. Beim Senken der Visiervorrichtung wird das Schreibwerkzeug durch die Rückholfeder 24 bewegt; Fig. 5, Übertragung durch ein biegsames Band 25, welches in 26 befestigt ist. In Punkt 27 ist es mit dem in einem Schlitz 32 gleitenden Schreibwerkzeug 31 verbunden, welches ihm zugleich eine Führung gibt. Außerdem ist hier dargestellt, wie man das Gerät gestalten kann, damit die horizontale Drehung nicht um eine materielle Achse, sondern vermittels einer außerhalb der Schreibfläche befindlichen Führung, hier drei Rollen 28, 29 und 30, erfolgt. Eine solche Lösung ist notwendig, wenn auch im Zenith liegende Punkte durch die Schreibvorrichtung erfaßt werden sollen. Eine der Führungsrollen kann, wie bei 28 gezeigt, mit einem Drehknopf ausgestattet seid und so gleichzeitig zur horizontalen Drehung der Visiervorrichtung benutzt werden. Der Kreissektor kann auch auswechselbar gestaltet werden, so daß man durch Benutzung von Sektoren verschiedener Radien das Gerät zur Verwendung von Diagrammen verschiedener Größe einrichten kann.
  • Das in Fig. 6 gezeigte Gerät dient zur Verwendung bei zylinderförmigen Koordinatensystemen, wie eines in abgewickeltem Zustand in Fig. i dargestellt ist. Die Wirkungsweise entspricht sinngemäß dem in Fig. 3 beschriebenen Vorgang.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: t. Visiervorrichtung, welche nach Höhe und Seite verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einer Schreibvorrichtung, bestehend aus einer Schreibfläche und einem Schreibwerkzeug, derart gekuppelt ist, daß jeder Einstellung der Visierlinie nach Höhen-und Seitenwinkel eine bestimmte gegenseitige Stellung der beiden Teile der Schreibvorrichtung entspricht.
  2. 2. Visiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schreibfläche eben und zur Aufnahme eines Diagramms mit Polarkoordinaten eingerichtet ist.
  3. 3. Visiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schreibfläche zylinderförmig und zur Aufnahme eines während des Visiervorganges an dieser Zylinderfläche liegenden Diagramms eingerichtet ist.
  4. 4. Visiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Übertragung ihrer Bewegungen auf die Schreibvorrichtung durch verzahnte Teile erfolgt.
  5. 5. Visiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Übertragung ihrer Bewegungen auf die Schreibvorrichtung durch Seilzug o. dgl. erfolgt.
  6. 6. Visiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Übertragung ihrer Bewegungen auf die Schreibvorrichtung durch Reibung erfolgt.
  7. 7. Visiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung ihrer Bewegungen auf die Schreibvorrichtung durch ein biegsames Band erfolgt. B. Visiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß daran ein Spiegel oder ähnliches angebracht ist, welcher eine Benutzung des Visiers von der Seite oder von oben erlaubt. 9. Visiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Visier aus einem Fernrohr besteht. io. Visiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Verbindung der Visierlinie mit der Schreibvorrichtung derart veränderbar ist, daß als Schreibgrundlage Diagramme verschiedenen Maßstabs bzw. Durchmessers verwendet werden können. i i. Visiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das ganze Gerät zur Befestigung auf einem Stativ eingerichtet ist. 12. Visiervorrzchtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit Hilfe von Libellen und Kompaß oder einem dieser Teile in die gewünschte Arbeitsstellung gebracht werden kann. 13. Visiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ihre Richtbewegungen durch Betätigung besonderer Bedienungsknöpfe oder Griffe bewirkt werden. 14. Visiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die horizontale Bewegung des Visiers nicht um eine materielle, durch die Schreibfläche gehende, vertikale Achse, sondern um eine an anderer Stelle liegende Führung erfolgt.
DET74A 1949-10-27 1949-10-27 Visiervorrichtung Expired DE813601C (de)

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DET74A DE813601C (de) 1949-10-27 1949-10-27 Visiervorrichtung

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DET74A DE813601C (de) 1949-10-27 1949-10-27 Visiervorrichtung

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DE813601C true DE813601C (de) 1951-09-13

Family

ID=7542851

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DET74A Expired DE813601C (de) 1949-10-27 1949-10-27 Visiervorrichtung

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