DE1925075A1 - Verfahren zur Positionsaufzeichnung und Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Positionsaufzeichnung und Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses VerfahrensInfo
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Description
17 281/2
1. VENNOOTSCHAP ONDER FIRMA. INGENIEURSBUREAU DE
KRONNIE EN VOLKERS, A m s. t erden.
2. CHRISTIANI EN NIELSEN N-.V., Den Haag
Verfahren zur Positionsaufzeichnung und Vorrichtung zur
Durchführung dieses Verfahrens
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren
zur Wiedergabe der Lage eines bewegenden Fahrzeugs auf einer Karte, bei dem von einem festen Beobachtungspunkt des
Fahrzeugs aus jeweils gleichzeitig die Visierlinien zu drei im Kartenbereich liegenden entfernten Gegenständen
festgelegt werden, und die Karte in der Welse verschoben wird, daß die den anvisierten Gegenständen entsprechenden
Punkte der Karte auf die drei Visierlinien zu liegen kommenι
Verfahren und Vorrichtungen zur punktweisen und kontinuierlichen Aufzeichnung von Beobachtungspunkten unter
Bezug auf eine auf einem Diagramm festgelegte Umgebung sind bekannt (siehe beispielsweise franz. Patentschrift
1 k$o 588). Mit demselben Prinzip arbeitende Vorrichtungen für eine radiografische Aufzeichnung von Sehstrahllinien und Einstellung des Diagramms in Abhängigkeit
davon können ebenfalls automatisch durchgeführt werden (siehe beispielsweise franz. Patentschrift
687 281), Bei diesen bekannten Verfahren und Vorrichtungen zur Aufzeichnung der Position eines Fahrzeugs
erscheinen die Abmessungen desselben im allgemeinen
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vernachlässigbar auf dem Diagramm. Informationen im Hinblick auf die momentane Winkellage des Fahrzeugs sind dabei
nicht wichtig oder können beispielsweise bei einem Flugzeug direkt durch den auf dem Diagramm dargestellten
Kurs festgelegt werden.
Bei großen Gegenständen, beispielsweise Schiffen, schwimmenden Tunnelelementen, Schwimmbaggern und dergl.,die auf
relativ seichten, engen und mit Hindernissen versehenen Wasserwegen transportiert werden müssen, ist Jedoch die
momentane Winkellage von großer Wichtigkeit, Dabei kann der zur Verfügung stehende freie Raum für Manöver sehr1
begrenzt sein. Bs ist demzufolge sehr oft wünschenswert, die Position des Fahrzeugs in großem Maßstab zur Verfügung
zu haben, was beispielsweise als Beweis gegen durch den Transport bedingte Schadnjesansprttche verwendet werden
kann.
Es ist bisher Praxis, beim Transport von vorfabrizierten
Tunnelelementen das Fahrzeug von seiner Umgebung aus unter verschiedenen Blickpunkten gleichzeitig zu fotografieren
und die Position des Fahrzeugs mlthilfe derartiger Fotografien zu rekonstruieren· Abgesehen von der Tatsache,
daß dieses Verfahren teuer ist, hat es weiterhin den Nachteil, daß derartige Posltionsdiagramme nur relativ
viel später nach Durchfahrung des eigentlichen Transports zur Verfügung stehen.
Demzufolge 1st es Ziel der vorliegenden Erfindung, ein
Verfahren zu schaffen, das Mit geringen Kosten die Erstellung der momentanen Position eines Fahrzeugs innerhalb
einer Umgebung ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird dieses Ziel dadurch erreicht, daß
ein Grundriß des Fahrzeugs im Kartenmaßstabj der eine feste Lage In bezug zum Fahrzeug einnimmt» derart auf die
Karte projiziert wird, daS derjenige Punkt im Grundriß ,
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der dem Beobachtungspunkt am Fahrzeug entspricht» im
Schnittpunkt der Visierlinien liegt.
Um einen permanenten Beleg der momentanen Position eines Fahrzeugs zu erhalten, kann die Umgangslinienprojektion
des Fahrzeugs von Zeit zu Zeit auf dem Diagramm mithilfe von mechanischen Mitteln, beispielsweise von
Hand, eingezeichnet werden·
Eine Pos It ionsaufzeichmmgs vorrichtung nach der Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, daß an einem vertikalen Stift drei schwenkbar angeordnete, mit Visiereinrichtungen
versehene Sehstrahlarme vorgesehen sind, daß die Sehstrahlarme mit Führungsschienen für verschiebbare-Vagen
versehen sind, auf welchen ein mit einem Diagramm versehener Diagrammtisch befestigt ist» und daß mithilfe
einer Einrichtung die Umrißlinien des Modells in demselben Maßstab derart auf das Diagramm im Bereich des Stiftes
projiziert sind, daß die Projektion des Modells eine feste Orientierung in bezug auf das Fahrzeug einnimmt·
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
sind ferner Mittel vorgesehen, um die Umrißlinie des Fahrzeugs mit demselben Maßstab auf dem Diagramm im Bereich
des vertikalen Stiftes derart zu projizieren, daß die Projektion dieser Umrißllnie eine feste Orientierung
gegenüber dem Fahrzeug einnimmt· Demzufolge ist es zweckmäßig, wenn an dem Diagrammtisch ein Verbindungssteg
mit einem horizontalen Arm angesetzt ist, an welchem ein Umrißmodell des Fahrzeugs befestigt 1st·
Weitere Einzelheiten der Erfindunefeollen im folgenden anhand
eines Ausführungsbeispiele näher erläutert und beschrieben werden, wobei auf die beigefügte Zeichnung Bezug
genommen ist. Es zeigern
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Fig. 1 eine schematieche Draufsicht auf eine Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens und
Flg. 2 eine seitliche Ansicht auf die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung, wobei aus Einfachheitsgründen zwei
Sehstrahlarme weggelassen sind.
Gemäß der Erfindung ist eine Basisplatte 1 vorgesehen, die auf einer Beobachtungsstation horizontal In fester
Beziehung zu dem beweglichen Fahrzeug angeordnet 1st. Diese Basisplatte 1 ist an ihrem Mittelpunkt mit einem
vertikalen Sfcift 2 versehen. Um diesen Stift 2 sind drei Sehstrahlarme 3-5 einzeln verschwenkbar. Jeder dieser
Sehstrahlarme 3-5 1st mit geeigneten Visiereinrichtungen 23-25 bekannter Bauweise versehen, wodurch ein Beobachter
in die genaue Hittellinie des Sehstrahlarms 3-5 unter Anvisierung eines entfernten Objekts gebracht werden kann.
Gemäß der in Flg. 1 dargestellten Ausführungsform sind für Jeden Sehstrahlarm 3-5 doppelte Vislereinrichtungen
vorgesehen, die geringfügig versetzt angeordnet sind. Dadurch wird vermieden, daß kleine, im Nahbereich des Instruments befindliche Gegenstände, wie Fensterpfosten,
die Aussicht behindern können.
Die Sehstrahlarme 3-5 sind mit einen T-förmlgen Querschnitt aufweisenden Führungsschienen 13-15 versehen, die
sich entlang der Sehstrahllinien 33-35 erstrecken. Oberhalb dieser Führungsschiene 13-15 sind Wagen frei bewegbar, von denen einzig und allein In Fig. 2 in Verbindung
mit dem Sehstrahlarm 5 der Wagen 16 gezeigt 1st. Der Wagen 16 weist eine mittige Bohrung auf, so daß er um einen
vertikalen Stift I7 drehbar ist, dessen Achse die Mittellinie 35 des Sehstrahlarms 5 schneidet.
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Der Stift 17 trägt zusammen mit entsprechenden, an den anderen Wagen befestigten stiften einen Diagrammtisch 6.
Die.se Stifte sind an der unteren Oberfläche des Tisches
6 so lösbar befestigt, daß ihre Mittellinien durch die
Punkte a bis c des auf dem Tisch 6 angeordneten Diagramms
7 gehen. Das Diagramm 7 zeigt in gewünschtem Maßstab beispielsweise
ein Wasserbässta. 8, in welchem ein schwimmendes
Fahrzeug, beispielsweise ein schwimmendes Tunnelelement, eingezeichnet ist, das von einer Position 21 in eine Position
31 gebracht werden soll.
An der Basisplatte 1 ist dn Verbindungssteg 9 befestigt,
an welchem ein horizontaler Arm Io befestigt 1st, an dessen freiem Ende ein Umrißmodell 11 des Fahrzeugs befestigt
ist. Um Parallaxenfehler zu vermeiden, 1st der Abstand zwischen dem Modell 11 und dem Diagramm 7 so klein
wie möglich gewählt. Das Modell 11 1st in demselben Maßstab wie das Wasserbassin 8 auf dem Diagramm 7 dargestellt
und weist dieselbe Orientierung wie das Fahrzeug selbst auf. Der der Beobachtungsstation auf dem Fahrzeug entsprechende
Punkt des Modells, d.h. der Ort, an welchem sich das Instrument befindet, ist in der vertikalen Achse des
Stiftes 2 angeordnet«
An den gegenüberliegenden Enden des Modells 11 sind Halter 12 vorgesehen, in welchen Mark!erungselemente, beispielsweise
Bleistifte, eingeführt werden können» um der Bedienungsperson die Möglichkeit zu geben, von Zeit zu
Zelt die Position des Modells auf dem Diagramm.festzulegen.
Die Positionen a-o auf dem Diagramm 7i auf welchem der
Stift I? und die den anderen Sehstrahlarmen entsprechenden
stifte befestigt sind, entsprechen den klar sichtbaren entfernten Objekten A-C auf dem Gelände, wie dies
durch die Pfeile angedeutet ist. Wenn der Beobachter wäh-
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-6-
rend des Transports das Instrument derart einstellt, daß die Visiereinrichtungen 23-25 auf den Objekten a-c verbleiben,
bewegt sich der Tisch und das darauf befestigte Diagramm automatisch so, daß die Umrißlinie 11 bzw. ihre
vertikale Position auf dem Diagramm 7 immer dieselbe Position
und Richtung *i bezug auf das Diagramm einnnimmt wie
das Fahrzeug in bezug auf das Gelände.
Durch gelegentliche Betätigung der Bleistifte innerhalb der Halter 12 kann die momentane Position des Fahrzeugs
auf dem Diagramm 7 festgelegt werden, wobei Zeltwerte diesen Markierungen zugeordnet werden können, damit in
einfacher Weise ein dauernder Belag des Transports vorhanden ist.
Es ist einleuchtend, daß verschiedene Abwandlungen möglich sind, ohne von dem Grundgedanken der Erfindung abzugehen.
Beispielsweise können die Projektionen der Umrißlinien auf dem Diagramm mit optischen Mitteln, beispielsweise
einem optischen Projektor, anstelle durch ein Modell erreicht werden· Ferner kann das Bild des
Diagramms und Modells über eine interne Fernsehverbindung einem zentralen Kartenraum übermittelt werden, wodurch
die Bedienung des Fahrzeugs leichter kontrolliert werden kann. Schließlich ist es möglich, das VieSrsystem
von dem verbleibenden Instrument zu trennen, indem geeignete mechanische oder elektrische Mittel vorgesehen
sind, um die Winkelposition der Sehstrahlen den unterhalb des Diagrammtisches befindlichen Führungselementen
zuzuführen. Demzufolge kann das Visiersystem auch an dem Fahrzeugdeck befestigt werden, wo während das übrige Instrument
beispielsweise im Kartenraum untergebracht ist.
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Claims (3)
- -7-PatentansprüoheIΛ Verfahren zur Wiedergabe der Lage eines bewegenden Fahrzeugs auf einer Karte, bei dem von einem festen Beobachtungspunkt des Fahrzeugs aus jeweils gleichzeitig die Vislerlinien zu drei im Kartenbereioh liegenden entfernten Gegenständen festgelegt werden, und die Karte in der Meise verschoben wird, daS die den anvisierten Gegenständen entsprechenden Punkte der Karte auf die drei Visierlinien zu liegen kommen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Grundriß des Fahrzeugs im Kartenmaßstab, der eine feste Lage in bezug zum Fahrzeug einnimmt, derart auf die Karte projiziert wird, daß derjenige Punkt Im Grundriß, der dem Beobachtungspunkt am Fahrzeug entspricht, Im Schnittpunkt der Vislerlinien liegt.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an einem vertikalen Stift (2) drei schwenkbar angeordnete, mit Visiereinrichtungen (23-2^) versehene Sehstrahlarme (3-5) vorgesehen sind, daß die Sehstrahlarme (3-5) mit Führungsschienen (13-15) ftttfversehlebbare Wagen (16) versehen sind, auf welchen ein mit einem Diagramm (7) versehener Diagrammtisch (6) befestigt 1st, und daß mithilfe einer Einrichtung (9,lo) die Umrißlinien des Modells (H) in denselben Maßstab derart auf das Diagramm (7) im Bereich des Stiftes (2) projiziert sind, daß die Projektion des Modells (11) eine feste Orientierung in bezug auf das Fahrzeug einnimmt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Diagrammtisch (6) ein Verbindungssteg (9) mit einem horizontalen Arm (lo) angesetzt 1st, an welchem ein Umrißmodell (11) des Fahrzeugs befestigt 1st·909850/0778r?Le e rse i t e
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