DE8133449U1 - Behaelter aus Karton o dgl Werkstoff - Google Patents
Behaelter aus Karton o dgl WerkstoffInfo
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Description
Behälter aus Karton od. dgl. Werkstoff
Die Erfindung betrifft einen Behälter aus Karton od. dgl. Werkstoff Mit an einen Boden dicht anschließender Behälterwandung
aus mehreren Abschnitten sowie an einer von diesen begrenzten Behälteröffnung vorgesehenen Deckellaschen
und quer dazu angebrachten Staublaschen, die in geschlossenem Zustand des Behälters der Innenseite
wenigstens einer Deckellasehe zugeordnet sind/ wobei zwischen der Deckel- bzw. staublasche einerseits sowie
einem benachbarten Wandungsabschnitt anderseits wenigstens eine über dessen Breite verlaufende Knicklinie od. dgl.
vorhanden ist, von der die Seitenkanten der Lasche aus»
geiien.
M-147 -2-
Die bekannten Behälter vorstehend genannter Art werden für unterschiedliche Füllgüter benutzt. Sobald diese
Füllgüter aus Staub bestehen oder zur Staubentwicklung neigen, wird die zusätzliche Verwendung beispielsweise
eines Einlagbeutels od. dgl. erforderlich, da es bisher nicht gelungen ist, staubdichte Behälter aus einem Kartonzuschnitt
ohne zusätzliche Einrichtungen herzustellen.
Angesichts dieser Gegebenheiten hat sich nun der Erfinder das Ziel gesetzt, einen Behälter der eingangs erwähnten
Art zu schaffen, der problemlos zur Staubentwicklung neigende Füllgüter aufzunehmen vermag, ohne daß
es besonderer Einladen dazu bedürfte.
Zur Lösung dieser Aufgabe führt, daß die Seitenkante der Staublasche — gegebenenfalls statt deren der Deckellasche — beidseits des angrenzenden Wandungsabschnittes
über diesen seitlich auskragen und in einem seitlichen Abstand zu dessen begrenzender Biegelinie ansetzen, wobei
die Seitenkante zumindest an ihrem an die Biegelinie anschließenden Bereich mit einem Radius zur Lasche hin gekrümmt
verlauft. Dabei hat es sich als besonders günstig erwiesen,daß die Seitenkanten dank ihrer Auskragung seitliche
Zipfelfelder bilden, welche in geknicktem Zustand — als bei verschlossener öffnung— die kritischen Ecken
des Behält-.erverschlusses zusätzlich abschirmen.
Darüber hinaus soll die Stirnkante der Staublasche so gekrümmt sein, daß sie zu den Seitenkanten hin von geringerer
Höhe ist als in ihrer Mitte.
-3-
ο,·
M-147 -3-
Dies bewirkt, daß sich beim Verschließen des Behälters diese Stirnkante den aufliegenden Deckellaschen anschmiegt,
diese:- Vorgang wird zusätzlich durcli das Einbringen
von sogenannten Sprengschnitten in de" Stirnkantenbereich
der Staublasche begünstigt.
Dank dieser Maßgaben einschließlich des Merkmals, daß die Staublasche selbst von geringer Höhe ist, wird es
nunmehr möglich, in einem einzigen Arbeitsgang problemlos ein dichtes Verschließen des Behälters zu gewährleisten.
Zwar können die einzelnen in den Unteransprüchen näher beschriebenen Merkmale in erfindungsgemäßer Weise zur
Verbesserung von Behältern oder Schachteln der eingangs erwähnter. Art beitragen. Jedoch wird eine sichere Stau'udichte
dadurch erreicht, daß der Behälter sowohl Staublaschen geringer Höhe mit Zungen erzeugenden Spreng! chn it te η
von seiner gekrümmten Stirnkante aus besitzt als auch an den Seitenkanten der Staublasche auskragende Zipfelfelder.
Denn durch den Krümmungsradius der Stirnkante paßt sich die Lippe der Staublasche der Form der Deckellaschen leichter
an, was die sogenannten Sprengschnitte noch begünstigen. Darüber hinaus ermöglich es diese, daß die Kreidefläche
von Kartonoberflächen, welche Klebstoffe nur ungern annehmen, aufgerissen und dadurch für den Klebevorgang
verbessert werden. Außerdem ermöglicht es die beschriebene Zungenbildung, die Staublasche auch bei querschnittlich
gekrümmter Deckellasche besser dieser anzupassen. Der dank dieser Ausbildung entstehende starke
Lippenpreßdruek an der Staublascheakante erleichtert das
Verkleben des Behälters beim Verschließen erheblich.
Die seitlichen Zipfelfelder übergreifen die entstehenden Eshälterecken im Öffnungsbereich so, daß an diesen
kritischen Stellen ein dichter Abschluß erzielt wird.
Diese Zipfelfelder sind bei der fertigen Schachtel um deren Ecken hinweggeführt und an die benachbarten Frontseiten
der Schachtel angefügt. Dabei hat es sich als besonders günstig erwiesen, die Krümmungslinie an den Zipfelfeldern
nach oben hin geneigt zur Mittellinie der Schmalseiten fortzusetzen — bevorzugt in einem Winkel von etwa 80° —,
so daß an den dann geneigten Seitenkanten der Staublasche derartige Anformungen an den flankierenden Deckellaschen
entstehen, welche bei geschlossener Schachtel den Eckbereich zusätzlich übergreifen oder dort einen Wulst bilden.
-5-
• .... Λ ■
M-147 -5-
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispielen.
Dazu zeigt
Fig. 1: eine Schrägsicht auf einen Teil einer Schachtel;
Fig. 2: die Draufsicht auf einen Teil eines Kartonzuschnittes zur Herstellung der Schachtel nach Fig. 1;
Fig. 3: einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 2 gemäß deren Ausschnittfeld III;
Fig. 4: eine Schrägsicht auf einen Teil einer geschlossenen Schachtel;
Fig. 5: den Schnitt durch Fig. 4 nach deren Linie V-V;
Fig. 6: eine der Fig. 2 entsprechende Wiedergabe eines anderen Kartonzuschnitts;
Fig. 7: eine Schrägsicht auf einen Teil der mit dem Zuschnitt nach Fig. 6 hergestellten Schachtel;
Fig. 8: die Schachtel nach Fig. 7 in teilweise geschlossenem
Zustand.
Fig. 9: ein weiteres Detail zu Figur 8.
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M-147 * ~6~
Nach Fig. 1 weist eine Schachtel 1 unterhalb zweier Schmalseiten
2 einer beispielsweisen Breite a von 30 mm und diese verbindender Frontseiten 3 — deren Breite b nur teilweiss
wiedergegeben ist — eine Bodenplatte A auf. Diese ist mit den Schmalseiten 2 und den Frontseiten 3 Teil eines gemeinsamen
Kartonzuschnitts, d^r außerdem noch zwei Deckellaschen 5 als Frontseitenfortsatz sowie zwei Staublaschen
erfaßt. Diese und jene Deckellaschen 5 umgeben eine Schachtelöffnung 7 und sind gegen die zugeordneten Schmalseiten 2
bzw. Frontseiten 3 durch Knicklinien 8 abgegrenzt. Zwischen
den Schmal- und Frontseiten 2,3 der Schachtel- oder Behälterwandung verlaufen Biegelinien 8. ; die übliche
Klebelasche zum Verbinden der Zuschnittkanten zum Schachtelkörper ist in der Zeichnung nicht zu erkennen.
Die Höhe i der Deckellaschen 5 ist geringfügig kurzer als
die Breite a dör Schmalseiten 2, während die maximale
Höhe m der Staublaschen 6 im gewählten Beispiel weniger als 15 mm beträgt. Zudem ist die obere Staublaschenkante 9
mit einem Radius r von ca. 180 mm gegen die Bodenplatte 4
hin gekrümmt. Von der Staublaschenkante 9 gehen scj. Sprengschnitte 10 einer Länge e von etwa 8 rra aus, die
Laschenzungen 11 voneinander trennen.
Ebenfalls gekrümmt sind die Seitenkanten 12 der Staublasche und zwar derart, daß sie an der Biegelinie 8 in einen: Abstand
"s"(z. B. 2 mm) von der Berührungsstelle oder Ecke 13
jener Biegelinien 8 seitlich der Schmalseite 2 endet und so ein — in Fig. 3 schraffiertes — dreieckähnliches
Feld 14 bildet. Der Krümmungsradius q für den Endbereich
der Seitenkante 12 mißt etwa 10 mm.
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Die Öffnung 7 der Schachtel 1 wird nach dem Füllen des
Schachtelinnenrau.es 16 .it staube* Verp.dcung.gpt durch
das Klappen der Deckellaschen 5 in Pfeilrichtung «· *1
u, ihre Biegelinien 8 geschlossen, wonach dx. b~de» 3^
laschen 6 gemäß Fig. 5 der Innenfläche der dann unteren
Deckellasche 5 unter Zwischenschaltung einer in der Zeichnung vernachlässigten Klebeschicht anliegt.
I„ geschlossene. Zustand der Schachtel 1 gewährleisten die
gemäß Fir- 3 nach auswärts gezogenen Seitenkanten >. de.
Staublaschen 6 einen staubdichten Eckverschluß, die
d kümten ^»<*
Staublasche
Laschenzungen 11 erzeugen mit der gekrümmten ^
kante 9 ein dichtes Anliegen an der Deckellasche 5; beim
Umklappen der Deckellasche 5 hilft diese zuerst auf den
raittleren Bereich der Staublaschenkante 9. die sich mit
hohem Lippenpreßdruck der Deckellasche 5 anschmiegt.
Als besonderer Effekt der Sprengschnitte 10 ist — neben
der Bildung der Laschenzungen 11 ~ anzusehen, daß durch
sie die übliche Kreidedeckschicht des Zuschnittkartons durchbrochen wird, was zu einer verbesserten Leimbildung
führt und zu einer satten Verklebung verhilft.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 bis 8 sind die Seitenkanten
12 der Staublasche 6 nach dem beschriebenen — das Feld 14 begrenzenden — Bogenstück 20 (Fig. 6) in einem
Winkel w von beispielsweise 80° zur Mittellinie M der Schmalseite 2 hin so geneigt, daß an der Seitenkanten 21
der Deckellaschen 5 dreiecksförmige Anformungen 22 entstehen, die in geschlossenem Zustand der Schachtel 1 von
deren Quaderkörper abkragen.
In Fig. 9 ist verdeutlicht, daß jene Umformungen 22 auch
entlang einer weiteren Biegelinie 18 an die Innenseite der Deckellasche 5 geklappt werden kann und so einen Wulst
bildet.
Claims (13)
1. Behälter aus Karton od. dgl. Werkstoff mit an einen Boden dicht anschließender ßehälterwandung aus mehreren
Abschnitten sowie an einer von diesen begrenzenten Behälteröffnung vorgesehenen Deckellaschen und
quer dazu angebrachten Staublaschen, die ir. geschlossenem Zustand des Behälters der Innenseite wenigstens
einer Deckellasche zugeordnet sind, wobei zwischen der Deckel- bzw. Staublasche einerseits sowie einem benachbarten
Wandungsabschnitt anderseits wenigstens eine über dessen Breite verlaufende Knicklinie od.
dgl. vorhanden ist, von der die Seitenkanten der Lasche ausgehen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenkanten (12) der Staublasche (6) oHer
der Deckellasche (5) beidseits des angrenzenden Wandungsabschnitts
(2 oder 3) über diesen seitlich auskragen und in einem seitlichen Abstand (s) zu dessen
begrenzender Biegelinie (8b) ansetzen, wobei die Seitenkante
zumindest in ihrem an die Biegelinie anschliessenden Bereich mit einem Radius (q) zur Lasche hin
gekrümmt verläuft (Fig. 3).
2„ Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die auskragenden Teile der Lasche (6) seitlich des angrenzenden Wandungsabschnittes (2) zipfelartige
Felder (1A) bilden, die jeweils von einer gekrümmten Kontur begrenzt und gegebenenfalls an einen an jenen
Wandungsabschnitt seitlich anschließenden, dazu in einem Winkel stehenden anderen Wandungsteil
(3) angefügt sind.
-A 2-
M-147 -A 2-
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die AuSenkontur der seitlichen Zipfel (14) der Lasche (6) von Längskanten (8. ) des zugeordneten
Wandungsteils (2) bestimmte Geraden etwa in halber Laschenhöhe (m) beruht.
4. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die freie Stirnkante (9) der
Lasche, insbesondere der Staublasche (6), von der Laschenmitte zu den Seitenkanten (12) und zur .aicklinie
(8) hin berdseits gekrümmt verläuft.
5. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß von der Stirnkante l9) der Staublasche (6) Randeir.schnitte (1C) und dadurch begrenzte
Zungen (11) ausgehen.
6. Behälter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge (e) der Randeinschnitte MO) etwa der haltin
Laschenhöhe (m) entspricht.
7. Behälter nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe (as) der Staublasche
(6) geringer ist als die Hälfte der Höhe (i) der benachbe.rten Deckellasche (5)·
8. Behälter nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bi3 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe (i) der Deckellaschen (5) etwa der Weite der Behälter-Öffnung (7)
entspricht.
-A 3-
M-147 -A 3-
9. Behäler nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Radius (r) der
Krümmung der Stirnkante (9) etwa die 1Ofache Länge der Laschenhöhe (m) aufweist.
10. Behälter nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9» dadurch gekennzeichnet, daß der Radius (q) des
zipfelartigen Feldes (14) der Staublasche (6) der Laschenhöhe (m) etwa entspricht oder bis zu einem Halbfachen geringer ist.
11. Behälter nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis
10, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälteröffnung (7) von mindestens einer Deckellasche (5) übergriffen
ist, an deren Innenfläche sich die mit Handeinschnitten (10) versehene Stirnkante (9) zweier Staublaschen (6)
abstützt, deren Höhe (m) um mehr als die Hälft®
kürzer ist als die Höhe U) der Deckellasche/n und deren Seitenkanten (12) seitlich über die Kanten (8b)
des angrenden Wandungsabschnittes (2) hinausragen, wobei diese Seitenkanten zipfelartige Felder (14) bilden,
welche die bei geschlossenem Behälter entstehenden Be« hälterecken übergreifen.
12. Behälter nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenkanten (12) der Staublasche (6) zur Mittellinie (M) ihrer
Schmalseite (2) in einem Winkel (w) geneigt sind.
13. Behälter nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß die geneigten Seitenkanten (12) der Staublasche (6) beidseits an den
Deckellaschen (S) dreiecicartige Anformungen (22) begrenzen.
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