DE8103479U1 - Vorrichtung zur nassbehandlung von strangfoermigem textilgut - Google Patents
Vorrichtung zur nassbehandlung von strangfoermigem textilgutInfo
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Description
BP 4875
Vorrichtung zur NaBbehandlung von strangförmigem Textilgut
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Naßbehandlung von strangförmigem Textilgut in wenigstens
einem teilweise mit Flotte gefüllten Behälter, der in seinem oberen Bereich eine Transporteinrichtung
enthält, die das Textilgut durch den mit Flotte gefüllten unteren Bereich und durch den flottenfreien
oberen Bereich des Behälters fördert.
Für die Naßveredelung (ζ.B4 Färben, Bleichen usw.)
von strangförmigem Textilgut, insbesondere für leichte Wirk- und Webwaren, ist es bekannt, die
dafür erforderliche Naßbehandlung in Vorrichtungen durchzuführen, die im wesentlichen aus sog. Haspelkufen,
Jiggern und Jet-Maschinen (Maschinen mit Düsenrohren) bestehen, wobei im oberen Bsreich des
zugehörigen Behälters dementsprechend eine mechanisehe oder hydraulische Transporteinrichtung vorgesehen
ist. In einer solchen Vorrichtung muß das zu behandelnde Textilgut im nassen bzw. benetzten
Zustand meist einen bestimmten Zeitabschnitt verweilen. Gerade aus dem zuletzt genannten Grunde ergeben
sich daher bei bekannten Vorrichtungen Ausführungsformen, die verhältnismäßig viel Platz
bzw. Raum benötigen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu
schaffen, die sich bei verhältnismäßig einfacher Konstruktion durch ihre raumsparende Ausführungs-
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0 1
form sowie durch ihre guten und vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten auszeichnet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß um ein vertikal und mittig im Behälter angeordnetes,
das Textilgut der Transporteinrichtung zuführendes Zentralrohr ein das Textilgut zurück i
in den mit Flotte gefüllten unteren Raum des Be- %
hälters führender, wendeiförmiger Gleitspeicher §, vorgesehen ist. «'
Durch die wendeiförmige Ausbildung des Gleit-Speichers wird eine verhältnismäßig große Verweilzone
für das von der Transporteinrichtung in den mit Flotte gefüllten unteren Bereich des Behälters
zurückzufördernde Textilgut geschaffen. Die Anordnung des wendeiförmigen Gleitspeichers um das Zentralrohr
herum benötigt im Vergleich zu bekannten Ausführungen nur einen verhältnismäßig geringen
Raum.
Durch die erfindungsgemäße Bauform eines solchen Behandlungsbehälters werden unerwünschte Temperatur
Schwankungen insbesondere der Behandlungsflotte zwischen oberem und unterem Behälterbereich sowie
Zentralrohr und Gleitspeicher weitgehend vermieden, so daß sich eine thermische Stabilität in dieser
Vorrichtung ergibt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann für eine große Anzahl von Naßveredelungsbehandlungen verwendet
werden, und zwar sowohl für einen kontinuier
• ·*· · * ti ft 4
lichen Durchlauf als auch für einen diskontinuierlichen Durchlauf (mehrfacher Umlauf eines endlosen
Stranges) des Textilgutes.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der folgenden Beschreibung
einiger in der Zeichnung nur weitgehend schematisch veranschaulichter Ausführungsbeispiele.
Es zeigen
Fig.1 eine Vertikalschnitt-Ansicht einer ersten
Ausführungsform der Vorrichtung (ein Behandlungsbehälter)
;
Fig.2 und 3 Teil-Querschnittsansichten durch den
Gleitspeicher, zur Darstellung des Speicherbodens ;
Fig.4 und 5 Teil-Schnittansichten durch den oberen Bereich des Behälters, zur Veranschau
lichung von verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten der Transporteinrichtung;
Fig.6 eine Teil-Schnittansicht durch den unteren Bereich des Behälters;
Fig.7 bis 10 vier stark vereinfachte Schemadarstellungen,
zur Veranschaulichung von verschiedenen Ausführungsformen des Zentralrohres
und des vertikal angeordneten Behand
lungsbehälters ;
Fig.11 und 12 vereinfachte Schemadarstellungen
von zwei verschiedenen Anordnungsmöglichkeiten mehrerer Behandlungsbehälter nach Kaskadenart.
Die in Fig.1 veranschaulichte Vorrichtung enthält einen etwa vertikal angeordneten Behandlungsbehälter
1, der für eine Naßbehandlung (z.B. Färben) von Textilgut 2 bestimmt ist, bei dem es sich in
diesem Falle um einen endlos gemachten Textilgutstrang handeln kann. Der untere Bereich des Behälters
1 ist mit Behandlungsflotte 3 bis zu einem bei 4 angedeuteten Niveau gefüllt, während der darüber
befindliche obere Bereich des Behälters 1 frei von Flotte ist. In diesem oberen Bereich des Behälters
1 befindet sich eine geeignete Transporteinrichtung 5, die das Textilgut 2 durch den mit
Flotte 3 gefüllten unteren Bereich und dann durch den flottenfreien oberen Bereich des Behälters 1
fördert. Vertikal und mittig im Behälter 1 (also koaxial dazu) ist ein Zentralrohr 6 angeordnet,
durch das das Textilgut 2 aus dem unteren Behälterbereich (also aus der Flotte) der Transporteinrichtung
5 zugeführt wird. Es ergibt sich auf diese Weise zwischen dem Zentralrohr 6 und der Wand des
Behälters 1 ein ringförmiger Raum. In diesem ringförmigem Raum ist ein wendel- bzw. schraubenlinienförmiger
Gleitspeicher 7 vorgesehen, der um das Zentralrohr 6 herum angeordnet ist und das Textilgut
2 zurück in den mit Flotte 3 gefüllten unteren Raum des Behälters 1 führt.
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-δι Im Ausfuhrungsbeispiel der Fig.1 ist der Behandlungsbehälter
über seine Höhe im wesentlichen zylindrisch ausgebildet, während das koaxial in ihm
angeordnete Zentralrohr 6 sich über seine Höhe nach oben hin konisch erweitert. Durch diese Ausbildung
des Zentralrohres 6 kann mit Vorteil besonders stark quellendes Textilgut behandelt werden. Im Boden 1a
des Behälters 1 ist etwa unterhalb der unteren Mündung des Zentralrohres 6 (mit Abstand davon) ein
Gutzulaufstutzen 8 vorgesehen, während ein Gutaustrittsstutzen 9 in diesem Falle zwar ebenfalls im
Behälterboden 1a, jedoch im Bereich des untersten Endes 7a des wendeiförmigen Gleitspeichers 7 angeordnet
ist. Im Bereich des Behälterbodens 1 ist ferner der Anschlußstutzen 10a einer Flottenzirkulationsleitung
10 angeschlossen, in der eine Flottenpumpe 11 angeordnet ist und die mit ihrem
Mündungsstutzen 10b von oben her an die Transporteinrichtung 5 herangeführt ist, so daß auf diese
Weise der obere und untere Bereich des Behälters 1 durch die Flottenzirkulationsleitung 10 miteinander
in Verbindung stehen.
Innerhalb des Zentralrohres 6 ist in dessen oberer Hälfte und etwa am Innenumfangsbereich eine Ringdüse
12 angeordnet, durch die das nach oben geförderte Textilgut 2 hindurchgeleitet wird. Bei
diesem Hindurchleiten durch die Ringdüse 12 wird dem Textilgut 2 ein Fluid so aufgeblasen, daß es
das Textilgut 2 dadurch verlegt und zentrisch geführt werden kann. Bei diesem Fluid handelt es sich
vorzugsweise um Dampf oder ein Dampf-Luft-Gemisch
aus dem oberen Bereich des Behälters 1. Zu diesem Zweck ist die Ringdüse 12 über eine Leitung 13 sowie
über ein in dieser Leitung 13 angeordnetes Gebläse 14 mit dem oberen Raum (vorzugsweise über
den Behälterdeckel 1b) des Behälters 1 verbunden, so daß das darin befindliche Fluid (vorzugsweise
Dampf oder Dampf-Luft-Gemisch) in steuerbarer Menge
auf das Textilgut 2 aufgeblasen werden kann.
Was nun den wendeiförmigen Gleitspeicher 7 anbelangt, so kann dieser über seine ganze Höhe eine konstante
Neigung gegenüber der Horizontalen aufweisen. Im Gegensatz dazu kann der Gleitspeicher jedoch über
seine Höhe auch eine variable Neigung gegenüber der Horizontalen besitzen. Eine sich über die Höhe
ändernde Speicherneigung ist vor allem dann vorteilhaft, wenn die Dichte des zu speichernden Textilgutes
2 sich durch Quellen oder Krumpfen progressiv verändern kann.
In jedem Falle sollte die Neigung des Gleitspeichers 7 gegenüber der Horizontalen in einem Winkelbereich
(ς/L») von etwa 30 bis 70° liegen. Ferner kann es bei
manchen Behandlungsarten auch sinnvoll sein, zumindest einige Abschnitte seines Bodens perforiert aus- ;,
zuführen, so daß hier ein Teil der mitgeführten r;i Flotte abtropfen kann. . |j
Gemäß der Darstellung in Fig.2 kann der Boden 15 · |
des Gleitspeichers 7 im Querschnitt eben bzw. flach §
ausgebildet sein. Diese Ausführungsform bietet sich %
vor allem dann an, wenn das zu speichernde Textil- y
gut 2 sich nicht nur in der Schraubenlinienform, sondern auch in etwa radialer Richtung im Gleitspeicher
ablegen soll.
Eine andere Speichermöglichkeit bietet die in Fig.3 veranschaulichte Ausführungsform des Bodens 16 für
den wendeiförmigen Gleitspeicher 71. Wie in Fig.3
zu erkennen ist, ist der Boden 16 im Querschnitt konkav ausgebildet, wobei seine Seitenränder praktisch
fugenlos in die entsprechenden Wandabschnitte des Behälters 1' bzw. des Zentralrohres 61 übergehen.
Als Transporteinrichtung 5 können verschiedene, in der Praxis an sich bekannte Einrichtungen verwendet
werden, wie es anhand der Fig.4 und 5 beispielsweise dargestellt ist.
Fig.4 zeigt eine Ausführungsform der Transporteinrichtung
5 im oberen Bereich des Behälters 1, die im wesentlichen als Transporthaspel 17 (vorzugsweise
mit ovalem Querschnitt) ausgebildet und über der oberen Mündungsöffnung 6a des Zentralrohres 6 angeordnet
ist. Diese Transporthaspel 17 wird von außen her über nicht näher veranschaulichte Antriebsein=
richtungen herkömmlicher Art in Richtung des Pfeiles 18 angetrieben. In gleicher Weise könnte
selbstverständlich auch eine zylindrische Transportwalze oder -Haspel vorgesehen werden.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig.5 ist über der
oberen Mündungsöffnung 6a1 des Zentralrohres 61 eine
vorzugsweise zylindrische Transportwalze 19 ange-
-δ-
ordnet, die in Pfeilrichtung 18 angetrieben wird. In Transportrichtung des Textilgut.es 2 ist der
Transportwalze 19 eine Flüssigkeitstransportdüse 20 (Jet-Transport) nachgeordnet, in der das Textilgut
2 mit Hilfe der von oben her über den Mündungsstutzen 10b1 der Flottenzirkulationsleitung 10 zugeführten
Flotte in Richtung des Pfeiles 21 transportiert wird. Die im oberen Bereich des Behälters
vorhandene Transporteinrichtung 5' dieses Ausführungsbeispieles
(Fig.5) wird somit gemeinsam durch die Transportwalze 19 und die Transportdüse
20 gebildet. Bei entsprechender Abwandlung kann die Flüssigkeitstransportdüse 20 jedoch auch allein die
Transporteinrichtung bilden, wobei ihr zweckmäßig lediglich eine Umlenkwalze vorgeschaltet ist.
Die Behandlungsweise des strangförmigen Textilgutes
2 innerhalb des Behandlungsbehälters 1 dürfte aus den vorhergehenden Erläuterungen und insbesondere
aus der Darstellung in Fig.1 ohne weiteres verständlich sein; es sei lediglich noch erwähnt, daß das
zu behandelnde Textilgut 2 in Richtung der Pfeile mehrfach den Behälter 1 durchläuft (endloser Umlauf).
Fig.6 zeigt eine leicht abgewandelte Ausführungsform des unteren Teiles das Behandlungsbehälters 1".
Während das Zentralrohr 6" und der Gleitspeicher 7" gleichartig wie im Beispiel der Fig.1 ausgeführt
und angeordnet sein können, schließt der Gutzulaufstutzen 8" zwar ebenfalls zentral unterhalb des
Zentralrohrs2 an den Behälterboden 1a" an, enthält jedoch einen etwa 90°-Krümmer. Darüber hinaus ist
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Im Bereich des Behälterbodens 1a" zwar ebenfalls wiederum ein Gutaustrittsstutzen 9 vorgesehen,
der jedoch in diesem Falle etwa tangential zum Behälter-Querschnitt angeordnet ist. Diese Ausführungsform
des Behälterunterteils eignet sich besonders gut für eine kontinuierliche Behandlung
im Behälter 1", insbesondere auch für den Fall, wenn - wie später noch beschrieben - mehrere Behandlungsbehälter
kaskadenartig hintereinandergeschaltet werden. Aus Fig.6 läßt sich ferner erkennen,
daß die Anschlußleitungen für den Gutzulaufstutzen
8" und den Gutaustrittsstutzen 9" in verschiedenen Höhenlagen angeordnet sind.
Für besondere Behandlungsarten kann es ferner von Bedeutung sein, wenn die Form des Behandlungsbehälters
und/oder des Zentralrohres entsprechend angepaßt sind, d.h. daß beispielsweise der obere Raum
oder der untere Raum des Behälters vergrößert oder verkleinert sind. Verschiedene Ausführungsmöglichkeiten
sind in ganz vereinfachter Schemadarstellung in den Fig. 7 bis 10 veranschaulicht.
Fig.7 zeigt einen über seine ganze vertikale Höhe etwa zylindrischen Behandlungsbehälter 22, in dem
das Zentralrohr 23 ebenfalls zylindrisch ausgeführt ist, so daß sich ein im Querschnitt kreisringförmiger
Raum 24 für den wendeiförmigen Gleitspeicher 25 ergibt.
30
30
In der Darstellung von der Fig.8 ist ebenfalls ein über seine Höhe im wesentlichen zylindrischer Behandlungsbehälter
22' vorhanden, in dem jedoch - umgekehrt
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- ιο
gegenüber der Ausführung gemäß Fig.1 - ein Zentralrohr 26 angeordnet ist, das sich über seine ganze
Höhe nach oben hin konisch verengt. Es ergibt sich
auf diese Weise ein sich von oben nach unten ver-
Höhe nach oben hin konisch verengt. Es ergibt sich
auf diese Weise ein sich von oben nach unten ver-
engender Ringraum 27, in dem der Gleitspeicher 28
vorgesehen ist (um das Zentralrohr 26 herum).
vorgesehen ist (um das Zentralrohr 26 herum).
Ähnliche Verhältnisse wie zuvor anhand der Fig.8 si
geschildert, ergeben sich auch bei einer Form des fi
Behandlungsbehälters 29 gemäß Fig. 9, wobei der i;.
Behälter 29 sich nach oben hin konisch erweitert, ;J
so daß in diesem Behälter 29 ein sich nach oben hin §
erweiternder Dampfraum vorhanden ist. Das Zentral- ^
rohr 23' kann in diesem Falle wiederum über seine
ganze Höhe zylindrisch ausgebildet sein. ■'
Fig. 10 zeigt eine im Vergleich zu Fig.9 umgekehrte '*■■
Behälterausführung, d.h. der Behandlungsbehälter 30 ΐ-
verjüngt sich konisch von unten nach oben, so daß t
sich ein im Querschnitt vergrößernder Flottenraum ^
30a und ein sich im Querschnitt verkleinernder ■>
oberer Dampfraum 30b ergeben. ¥
In jeder der anhand der Fig.1 bis 10 beschriebenen
Ausführungsformen kann die Vorrichtung bzw. insbesondere der Behandlungsbehälter so ausgeführt sein,
daß die Naßbehandlung des strangförmigen Textilgutes
unter atmosphärischen Bedingungen oder unter Hochtemperatur-Bedingungen (im letzteren Falle dann % mit im wesentlichen geschlossenen Behälter, wie
Ausführungsformen kann die Vorrichtung bzw. insbesondere der Behandlungsbehälter so ausgeführt sein,
daß die Naßbehandlung des strangförmigen Textilgutes
unter atmosphärischen Bedingungen oder unter Hochtemperatur-Bedingungen (im letzteren Falle dann % mit im wesentlichen geschlossenen Behälter, wie
beispielsweise gemäß Fig.1) durchgeführt werden kann.
I 1(11
Bei Naßbehandlungsprozessen von Textilgut ist es mitunter erforderlich/ das Textilgut in mehreren
hintereinander angeordneten Naßbehandlungsbehältern zu behandeln. Anhand der Fig.11 und 12 seien daher
nachfolgend zwei weiter vereinfacht dargestellte Ausführungsbeispiele erläutert, in denen mehrere
der Reihe nach vom Textilgut durchlaufene Behandlungsbehälter kaskadenartig hintereinander angeordnet
sind.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig.11 sind drei Naßbehandlungsbehälter 31, 32 und 33 kaskadenartig
hintereinander geordnet. Diese Behälter 31, 32, 33 können im wesentlichen jeweils so ausgeführt sein,
wie es weiter oben in den verschiedenen Beispielen erläutert worden ist, wobei jedoch der untere Behälterteil
jeweils entsprechend der Ausführungsform gemäß Fig.6 ausgebildet sein sollte, so daß das zu
behandelnde strangförmige Textilgut 34 die Behälter 31 bis 33 kontinuierlich nacheinander in Richtung
des Pfeiles 35 durchlaufen kann. Jeder Behälter 31 bis 33 ist in seinem unteren Bereich wiederum mit
Behandlungsflotte 36 gefüllt, und zwar jeweils bis zu einem Niveau, das bei 37 angedeutet ist. Die
kaskadenartige Anordnung der Behälter 31 bis 33 ist so gewählt, daß -. wie aus Fig. 11 deutlich ersichtlich
- der jeweils nachfolgende Behandlungsbehälter stets um eine bestimmte Stufe tiefer liegt
als der vorhergehende, so daß das Flottenniveau 37 aller dieser stufenweise tiefer zueinander angeordneten
Behälter 31, 32, 33 in einer gemeinsamen Ebene liegt, wobei die Flottenbäder 36 aller Behäl-
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-12 -
ter 31 bis 33 miteinander in offener Verbindung stehen.
Durch die gemäß Fig.11 gewählte Anordnung der Naßbehandlungsbehälter
31 bis 33 sowie durch die gewählte Durchlaufrichtung (Pfeil 35) des Textilgutes
34 wird dieses Textilgut 34 im ersten Behandlungsbehälter 31 besonders lange mit der Flotte 36 in
Berührung gebracht, während die Behandlungszeit in der Flotte 36 des zweiten Behälters 32 bereits
erheblich geringer ist; im dritten Behandlungsbehälter 33 ist nur eine kurze Eintauchzeit des Textilgutes
34 in der Behandlungsflotte 36 gegeben, da hier das niedrigste Flottenniveau der drei Behälter
herrscht, d.h. der auf der tiefsten Stufe gelegene Behälter 31 ist der erste und der auf der obersten
Stufe gelegene Behälter 33 ist der letzte Behandlungsbehälter in der Reihenfolge der Textilgutbehandlungen
(vgl. Pfeil 35).
Fig. 12 zeigt eine Ausführungsform der Vorrichtung,
bei der die Naßbehandlungsbehälter 41, 42, 43 entgegengesetzt zu der Behandlungsart gemäß Fig.11
vom strangförmigen Textilgut 44 durchlaufen werden, wie es durch Pfeil 45 angezeigt ist. Dies bedeutet
also, daß der auf der obersten Stufe gelegene Behandlungsbehälter 41 der erste und der auf der untersten
Stufe gelegene Behälter 43 der letzte Behandlungsbehälter in der Reihenfolge der Textilgutbehandlungen
ist. Da auch in diesem Falle die Flottenbäder 46 aller Behälter 41, 42, 43 miteinander in offener
Verbindung stehen, liegt wiederum das Flottenniveau
30
I ι 47 aller stufenweise tiefer zueinander angeordneten
§! Behälter 41 bis 43 in einer gemeinsamen Ebene. Bei
ΐ diesem Ausführungsbeipiel (Fig.12) wird somit das
I Textilgut 44 in dem zuerst von ihm durchlaufenen
% 5 Behälter 41 nur mit verhältnismäßig wenig Flotte 46
{' in Berührung gebracht, während in den beiden nach-
% folgenden Behältern 42, 43 eine stufenweise längere
% Behandlungszeit des Textilgutes 44 in der Flotte 46
^i erfolgt.
t 10
Es versteht sich von selbst, daß auch eine andere
\ Anzahl von kaskadenartig hintereinander geschalteter
Naßbehandlungsbehälter als in den Fig.11 und 12 gewählt
werden kann, und zwar jeweils nach den gegebenen 15 Verhältnissen. In jedem Falle gestattet diese Art
der Naßbehandlung (in den kaskadenartig hintereinan- ; der geschalteten Naßbehandlungsbehältern) eine
;!i äußerst günstige Anpassung an den jeweils gewünschten
Behandlungseffekt sowie an die jeweils gewünsch-20 ten Einwirkzeiten von Chemikalien bei konstanter
Durchlaufgeschwindigkeit, es können also die Tauchbzw.
Benetzungsstrecken des Textilgutes bei konstanter Geschwindigkeit zunehmen oder abnehmen, wobei
dann jeweils dazwischen ein öffnen des strangförmi-25
gen Gutes und ein Neuverlegen des Stranges (im
oberen Abschnitt des Zentralrohres) erfolgen kann.
: ί
— 1 —
Zusammenfassung:
Naßbehandlungsvorrichtung für strangförmiges Textilgut
(2), bei der in wenigstens einem teilweise mit Flotte (3) gefüllten Behälter (1) eine Transporteinrichtung
(5) das Textilgut aus der Flotte in den flottenfreien oberen Behälterraum fördert. Eine
besonders raumsparende und wirksame Ausführungsform ergibt sich durch die Anordnung eines vertikalen
Zentralrohres (6) zum Aufwärtsfördern des Textilgutes (2) im Behälter (1) und durch das Vorsehen
eines wendeiförmigen Gleitspeichers (7) um das Zentralrohr (6) herum zum Zurückführen des Textilgutes
(2) in die Flotte (3).
(Figur 1)
Claims (23)
1. Vorrichtung zur Naßbehandlung von strangförmigem
Textilgut in wenigstens einem teilweise mit Flotte gefüllten Behälter, der in seinem oberen
Bereich eine Transporteinriclitung enthält, die das Textilgut durch den mit Flotte gefüllten
unteren Bereich und durch den flottenfreien oberen Bereich des Behälters fördert,
dadurch gekennzeichnet ,
daß um ein vertikal und mittig im Behälter (z.B. 1) angeordnetes, das Textilgut (z.B. 2)
der Transporteinrichtung (5) zuführendes Zentralrohr (z.B. 6) ein das Textilgut zurück in
den mit Flotte (z.B. 3) gefüllten unteren Raum des Behälters führender, wendeiförmiger Gleitspeicher
(z.B. 7) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der wendeiförmige Gleitspeicher
(7) über seine Höhe eine konstante Neigung (Winkel oi- ) gegenüber der Horizontalen besitzt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der wendeiförmige Gleitspeicher
über seine Höhe eine variable Neigung gegenüber der Horizontalen aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und/oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung (Winkel oC) des
Gleitspeichers (7) gegenüber der Horizontalen zwischen etwa 30 und 70° beträgt.
5. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitspeicher (7) einen im Querschnitt
ebenen Boden (15) aufweist.
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet/ daß der Gleitspeicher
(71) mit einem im Querschnitt konkaven
Boden (16) ausgebildet ist; dessen Seitenränder fugenlos in die entsprechenden Wandabschnitte
des Behälters (11) bzw. des Zentralrohres (6')
übergehen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
zeichnet, daß als Transporteinrichtung (5) eine Transportwalze (19) oder -Haspel (17) über der
oberen Mündungsöffnung (6a, 6a') des Zentralrohres (6, 6") angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 und/oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Transporteinrichtung
(5') eine Flüssigkeits-Transportdüse (20) dem oberen Mündungsende (6a1) des Zentralrohres
(61) zugeordnet ist.
25
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Aufblasen eines Fluids auf das Textilgut (2) innerhalb des Zentralrohres
(6) eine Ringdüse (12) angeordnet ist.
30
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringdüse (12) über ein Gebläse
(14) und eine Leitung (13) mit dem oberen Raum des Behandlungsbehälters (1) derart in
Verbindung steht, daß Dampf oder ein Dampf-
Luft-Gemisch aus dem oberen Behälterraum in steuerbarer Menge auf das Textilgut (2) aufblasbar
ist.
11· Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der obere und untere Bereich des Behälters (1) durch eine äußere Flotten-Zirkulationsleitung
(10) und eine darin angeordnete Flottenpumpe
(11) verbunden sind, wobei die Flottenzirku
lationsleitung von oben her an die Transporteinrichtung (5, 51) herangeführt ist.
12. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zentralrohr (23, 23 1J über seine ganze
Höhe zylindrisch ausgeführt ist.
13. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche
1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß sich das
Zentralrohr (6) über seine ganze Höhe nach oben hin konisch erweitert.
14. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das
Zentralrohr (26) über seine Höhe sich konisch verengend ausgeführt ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis
14, dadurch gekennzeichnet, daß der Behandlungsbehälter (1, 22, 221) über seine Höhe im wesentlichen
zylindrisch ausgebildet ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Behandlungsbehälter (29) sich nach
oben hin konisch erweitert.
17. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Behandlungsbehälter (30) sich nach oben hin konisch verjüngt.
18. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich-
!5 net, daß der Behandlungsbehälter in seinem Boden (1a; 1a") einen etwa unterhalb der unteren Mündung
des Zentralrohres (6 bzw. 6") vorgesehenen Gutzulaufstutzen (8; 8") aufweist, während ebenfalls
im Bereich des Behälterbodens da") ein etwa tangentialer Gutaustrittsstutzen (9") vorhanden
ist.
19. Vorrichtung nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß der Behandlungsbehälter (z.B. 1) für Hochtemperaturbedingungen
im wesentlichen geschlossen ausgeführt ist.
20. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß der Behälter für eine
g0 Behandlung des Textilgutes unter atmosphärischen
Bedingungen ausgebildet ist.
21. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch eine kaskadenartige Hintereinanderordnung mehrerer,
der Reihe nach vom Textilgut (34, 44) durchlaufene Behandlungsbehälter (31, 32, 33; 41,
42, 43), wobei das Flottenniveau (37; 47) aller dieser stufenweise tiefer zueinander angeordneten
Behälter in einer gemeinsamen Ebene liegt und die Flottenbäder (36; 46) aller Behälter
miteinander in offener Verbindung stehen.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß - in der Reihenfolge der Textilgutbehandlungen
(Pfeil 35) betrachtet - der auf der untersten Stufe gelegene Behälter (31)
der erste und der auf der obersten Stufe gelegene Behälter (33) der letzte Behandlungsbehälter für
das Textilgut (34) ist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß - in der Reihenfolge der Textilgutbehandlungen
(Pfeil 45) betrachtet - der auf der obersten Stufe gelegene Behälter (41) der erste und der auf der untersten Stufe gelegene
Behälter (43) der letzte Behandlungs
behälter für das Textilgut (44) ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19818103479 DE8103479U1 (de) | 1981-02-10 | 1981-02-10 | Vorrichtung zur nassbehandlung von strangfoermigem textilgut |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19818103479 DE8103479U1 (de) | 1981-02-10 | 1981-02-10 | Vorrichtung zur nassbehandlung von strangfoermigem textilgut |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8103479U1 true DE8103479U1 (de) | 1984-10-11 |
Family
ID=6724470
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19818103479 Expired DE8103479U1 (de) | 1981-02-10 | 1981-02-10 | Vorrichtung zur nassbehandlung von strangfoermigem textilgut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8103479U1 (de) |
-
1981
- 1981-02-10 DE DE19818103479 patent/DE8103479U1/de not_active Expired
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