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DE810167C - Verfahren zum Veredeln von kuenstlichen Gebilden, wie Faeden oder insbesondere Zellwolle, aus Cellulosehydrat - Google Patents

Verfahren zum Veredeln von kuenstlichen Gebilden, wie Faeden oder insbesondere Zellwolle, aus Cellulosehydrat

Info

Publication number
DE810167C
DE810167C DEV363D DEV0000363D DE810167C DE 810167 C DE810167 C DE 810167C DE V363 D DEV363 D DE V363D DE V0000363 D DEV0000363 D DE V0000363D DE 810167 C DE810167 C DE 810167C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rayon
threads
swelling
dried
cellulose hydrate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEV363D
Other languages
English (en)
Inventor
Elmar Dr Profft
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Glanzstoff AG
Original Assignee
Glanzstoff AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Glanzstoff AG filed Critical Glanzstoff AG
Priority to DEV363D priority Critical patent/DE810167C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE810167C publication Critical patent/DE810167C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F11/00Chemical after-treatment of artificial filaments or the like during manufacture
    • D01F11/02Chemical after-treatment of artificial filaments or the like during manufacture of cellulose, cellulose derivatives, or proteins

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

  • Verfahren zum Veredeln von künstlichen Gebilden, wie Fäden oder insbesondere Zellwolle, aus Cellulosehydrat Es ist bereits bekannt, Cellulose und Cellulosehydratgut, wie Kunstseide und Zellwolle, mit einem Fettsäureanhydrid bei erhöhter Temperatur unter Verwendung von Alkalisalzen schwacher Säuren als Katalysator weitgehend zu verestern. Durch diese Veresterung werden die Eigenschaften der Ausgangsfaser stark verändert, beispielsweise Reserve gegen substantive Farbstoffe, Unlöslichkeit in organischen Lösungsmitteln, höhere Bügelechtheit, Veränderung des Griffes und Aussehens usw., erzielt.
  • ach den bekannten Verfahren kann man zu weitgehend veresterten Produkten gelangen, bei Anwendung von Essigsäureanhydrid z. B. bis zur Stufe des 21/2-Acetats.
  • Ein großer Nachteil der weitgehend veresterten, z. B. acetylierteti Ware ist es nun, daß die erhaltenen Acetatcellulosen nicht beständig gegen die Wäsche, also gegen Seife und Soda, sind, was sich in einem erheblichen Quellungsanstieg der ursprünglich stark entquollenen Ware anzeigt. Bei 1/2- bis 1stündiger Abkochung mit einer Lösung von 5 g Seife und 3 g Soda je Liter steigt z. B. der Quellwert einer nach bekannten Verfahren acetylierten Zellwolle von 37% auf 500/0. Bei einer wiederholten Wäsche findet weitere Verschlechterung des Quellwertes statt. Auch Ware, die noch stärker verestert ist und einen Quellwert von nur 25% besitzt, unterliegt dieser schädlichen Beeinträchtigung. An und für sich ist zwar der Umstand, daß bei Kochen mit Seife und Soda eine Verseifung des Celluloseacetats und damit Quellwertsteigerung auftritt, nicht verwunderlich, für den Einsatz im Wäschesektor aber, wo Wert darauf gelegt wird, daß die Quellung der Faser auch beim Waschprozeß in der Größe der Paumwollquellüng bzw. darunter bleibt, ist jedoch eine solche Ware nahezu unbrauchbar, zum mindesten nur sehr bedingt verwendungsfähig.
  • Es wurde nun die überraschende Feststellung gemacht, daß es n löglich ist, weitgehend veresterte Ware, die eine starke Quellungssenkung, und zwar herabgehend bis auf 1/s der Ausgangsquellung aufweist, die aber gegen heiße Seife-Soda-Lösung beständig ist, dadurch zu erzielen, daß die in ganz bestimmter Weise vorbehandelte Cellulose mit aromatischen Säureanhydriden nachbehandelt wird. Die Vorbehandlung geschieht dabei derart, daß die Cellulose in konzentrierte Lösungen von Alkalisalzen der Salicylsäure getaucht und sodann gut getrocknet wird. Obwohl es sich bei der neuen Verfahrensart ebenfalls um eine Veresterung der Cellulose handelt, sind die nach ihr entstehenden Celluloseester trotzdem gegen die alkalische Verseifung mit Seife und Soda ohne praktische Beeinträchtigung des Quellwertes überraschenderweise beständig. Daraus hergestellte Ware kann also unbedenklich in dem wichtigen Wäschesektor eingesetzt werden, wobei die durch die starke Quellwertsminderung erzielten günstigen Eigenschaften voll erhalten bleib:n.
  • Als besonders vorteilhaft in der Anwendung haben sich solche aromatischen Säureanhydride erwiesen, die im Molekül noch eine aliphatische Gruppe enthalten, z.B. Benzoesäureessigsäureanllydrid, Zimtsäureessigsäureanhydrid und ähnliche Verbindungen. Diese Stoffe ergeben eine außerordentlich starke Quellwertsenkung bis auf 1/s des Ausgangswertes. Trotzdem ist die damit veredelte Ware beständig in der Quellung gegen heiße Seife-oder Sodalösungen. Die einfachen aromatischen Säureanhydride, wie Benzoesäureanhydrid, Zimtsäureanhydrid, bewirken nicht so weitgehende F-ntquellung. Der Ausgangsquellwert wird um etwa 1/a gesenkt, aber auch diese Entquellung ist gegen Seife-Soda beständig. Der dadurch gegenüber den mit aliphatischen Säureanhydriden erreichte Vorteil ist offensichtlich. Als Arbeitsbeispiele mögen die folgenden angeführt werden: Beispiel i 60o g feuchte, nie getrocknete, unavivierte Zellwolle aus Viskose mit etwa 70%Wassergehaltwird 30 Minuten lang in eine 50%ige Natriumsalicylatlösung getaucht, worauf auf ein Gewicht von 920 g abgeschleudert wird. Die so vorimprägnierte Ware wird 9o Minuten bei 9o° .bei guter Luftumwälzung auf ein Gewicht von 65o g getrocknet. Anschließend findet eine Nachbehandlung in einem Bade aus 6,6 1 Chlorbenzol, in dem 1,5 kg Benzoesäureessigsäureanhydrid gelöst sind, während 120 Minuten bei ioo° statt. Es wird abgeschleudert mit Aceton, sodann mit Wasser nachgewaschen, wiederum abgeschleudert und normal getrocknet. Nach dem Konditionieren beträgt das Gewicht der Ware 435 g, hat also beträchtlich zugenommen. Das Wasserriäckhaltevermögen beträgt 230/0 gegenüber 74% der unbehandelten Ware. Außerdem zeigt die Ware wasserabstoßende Eigenschaften; sie schwimmt auf Wasser. Nach einstündigem Seifen war der Quellwert 24,8, also praktisch unverändert.
  • Beispiel 2 1509 feuchte Zellwolle aus Viskose wie im Beispiel i wird 15 Minuten in 2,5 1 einer bei 40° gesättigten Natriumsalicylatlösung getaucht und auf 233 g abgeschleudert. Die während i05 Minuten bei 9o° auf ein Gewicht von 165 g getrocknete Zellwolle wird sodann 6o l@sinuten bei 9o° in einer Flotte aus 1,7 1 Chlorbenzol und 350 g Benzoesäureanhydrid behandelt und wie oben aufgearbeitet. Die erhaltene Zellwolle hat ein Wasserrückhaltevermögen von 5i,70/0. Nach einstündigem siedendem Seifen niit einer Lösung von 5 g Seife und 3 g Soda je Liter war der Quellwert 52,9%, also praktisch gleichgeblieben.
  • Beispiel 3 Behandelt man dagegen nach dem Patent 7o6 870 hergestellte, schon getrocknete Zellwolle mit einer 5o°!oigen Kaliumacetatlösung vor, trocknet und behandelt in Essigsäureanllydrid nach, so erhält man einen Quellwert von 37,3% (unbehandelt 86%). Wird die auf diese Art stark in ihrer Quellung gosenkte Zellwolle i Stunde lang siedend geseift mit einer Lösung von 5 g Seife und 3 g Soda;l und darauf wiederum der Ouellwert ermittelt, so ergibt sich, daß die Ware bezüglich ihres Quellwertes stark gelitten hat und außerdem sehr ungleichmäßig geworden ist. Die Quellwerte liegen zwischen 45 und 54%.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Veredeln von künstlichen Gebilden, wie Fäden oder insbesondere Zellwolle, aus Cellulosehydrat, dadurch gekennzeichnet, daß man die frisch hergestellten gewaschenen, nachbehandelten, aber noch nicht getrockneten, unaviviertenFädenmit einerkonzentriertenAlkalisalicylatlösung vorbehandelt, nach Entfernung des Überschusses die Ware trocknet und nun ein aromatisches Säureanhydrid bei erhöhter Temperatur zur Einwirkung bringt, worauf mit einem organischen Lösungsmittel, wie Aceton u. dgl., und anschließend mit Wasser gewaschen und dann getrocknet wird.
DEV363D 1944-12-10 1944-12-10 Verfahren zum Veredeln von kuenstlichen Gebilden, wie Faeden oder insbesondere Zellwolle, aus Cellulosehydrat Expired DE810167C (de)

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Publications (1)

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DE810167C true DE810167C (de) 1951-08-06

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DEV363D Expired DE810167C (de) 1944-12-10 1944-12-10 Verfahren zum Veredeln von kuenstlichen Gebilden, wie Faeden oder insbesondere Zellwolle, aus Cellulosehydrat

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