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DE411798C - Verfahren zur Erzielung von Wolleffekten auf Azetyl-Zellulose-Gespinsten - Google Patents

Verfahren zur Erzielung von Wolleffekten auf Azetyl-Zellulose-Gespinsten

Info

Publication number
DE411798C
DE411798C DEC33905D DEC0033905D DE411798C DE 411798 C DE411798 C DE 411798C DE C33905 D DEC33905 D DE C33905D DE C0033905 D DEC0033905 D DE C0033905D DE 411798 C DE411798 C DE 411798C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acetyl cellulose
achieving
cellulose webs
effects
wool
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC33905D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE411798C publication Critical patent/DE411798C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G1/00Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzielung von Wolleffekten auf Azetyl-Zellulose-Gespinsten. Es wurde beim Säurefärben von Azetyl-Zellulose-Gespinsten die Beobachtung gemacht, daß bei erhöhter Temperatur der 1?arbbänder ein Wolligwerden der Azetatseide auftrat, wodurch der Glanz derWare wesentlich beeinträchtigt wurde bzw. eine Mattierung der Faser erfolgte.
  • Bei Anwendung anderer Säuren als Essigsäure und Ameisensäure, wie z. B. Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, zeigte es sich, daß trotz Einhaltung erhöhter Temperaturen der wollige, «-eiche Effekt gar nicht oder dann nur wenig auftrat. Infolgedessen mußte die verwollende Wirkung der Azetyl-Zellulose-Gespinste auf die Essigsäure zurückgeführt werden, namentlich da mit steigender Konzentration derselben immer mattere Effekte erzielt werden konnten.-Es wurde nun gefunden, daß nicht allein Essigsäure und Ameisensäure sich zur Erzielung dieser Wolleffekte eignen, sondern daß man nach dem Vorbild der Behandlung an Zellulose mit organischen Säuren auch solche Säuren zur Erzielung weichgriffiger #@ ollefekte auf Azetyl-Zellulose-Gespinste einwirken lassen kann, vorausgesetzt, daß mit 8- bis 15prozentigen Konzentrationen während längerer Zeit anhaltend bei Siedetemperaturen gearbeitet wird. Die Temperatur und die Konzentration der organischen Säuren spielen dabei insofern eine wesentliche Rolle, als man bei anhaltender Siedeteinperatur und bei gesteigerter Konzentration der organischen Säuren eine erhöhte V er w ollung bzw: eine Volumenvermehrung der Faser erhält. \atürlich darf die organische Säure, z. B. Essigsäure, nicht zu stark sein, um die Gefahr der Lösung der Azetatseide zu vermeiden, indem dann die Fasern derart angegriffen werden könnten, daß die Stärke und Elastizität derselben stark zurückginge, wodurch ein späteres Verarbeiten für Gewebezwecke unmöglich wäre: Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, gleichzeitig Schutzkolloide den stark sauren Färbebädern zuzusetzen, damit ein zu weit gehender Säureangriff verhindert oder zurückgehalten wird.
  • Beim weiteren Ausbau des Verfahrens hat sich auch gezeigt, daß Salze eine hemmende `Wirkung auf einen zu häufigen Angriff der organischen Säuren ausüben, namentlich solche Salze, die eine fällende Wirkung auf gelöste oder teils in Lösung befindliche Azewl-Zellulosen hervorrufen. Für stark wollige oder souplige Effekte auf Azetatstrang oder Azetatstücken eignet sich besonders die Essigsäure, da diese eine lösende Wirkung bei erhöhter Temperatur auf die tlzetat-Zellulose hat. Durch kochende Seifen, Bariumsalze, phenolartige Körper usw. lassen sich auch matte Effekte erzielen, doch bewirken diese meistens nur eine Molekular-\-eränderunI bzw. Zerstörung der Faser, nicht aber eine souplige Mattierung oder eine Quellung, «-o je nach Behandlung der Faden das @- bis 5fache seines Volumens erreicht.
  • Das Verfahren eignet sich für Strangen. Stücke, gemischte Gewebe im gefärbten und ungefärbten Zustand, namentlich für solche gemischte Gewebe, die aus Azetatseide bestehen, gemischt mit verschiedenen natürlichen und künstlichen Textilien, wo wollige oder matte Effekte gewünscht werden.
  • Beispiel. r kg Azetatseide wird an Stöcken in ein Flüssigkeitsbad oder Schaumbad eingebracht, bestehend aus 8prozentiger Essigsäurelösung, die mit fester Seife derart versetzt ist, daß die Fettsäure I/., Prozent der verwendeten Badflüssigkeit entspricht. Gearbeitet wird bei Siedetemperaturen anhaltend während einer Stunde; hierauf wird die Ware mit Wasser tüchtig ausgewaschen, dann geseift und je nach Wunsch auf einem mit Amcisensäurc angesäuerten Weichwasserbad mit Ölemulsion behandelt, um Griff zu erhalten.

Claims (1)

  1. PATE-NT-A"z SPRUCH: Verfahren zur Erzielung von weichgriffigen Wolleffekten auf Azetat-Z_ellulose-Gespinsten unter an sich bekannter Verwendung von organischen Säuren, dadurch gekennzeichnet, daß man -die organischen Säuren in 8- bis r5prozentiger Konzentration während längerer Zeit anhaltend bei Siedetemperaturen, mit oder ohne Salze, mit oder ohne Schutzkolloide, oder mit Salzen und Schutzkolloiden zusammen, auf Azetvl-Zellulose-Gespinste einwirken läßt.
DEC33905D 1922-11-09 1923-08-24 Verfahren zur Erzielung von Wolleffekten auf Azetyl-Zellulose-Gespinsten Expired DE411798C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
FR411798X 1922-11-09

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DE411798C true DE411798C (de) 1925-04-04

Family

ID=8897735

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC33905D Expired DE411798C (de) 1922-11-09 1923-08-24 Verfahren zur Erzielung von Wolleffekten auf Azetyl-Zellulose-Gespinsten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE411798C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE741319C (de) * 1939-02-14 1943-11-09 Fritz Stoltenhoff Verfahren zur Herstellung eines Textilstoffes mit wollpelzaehnlicher, filziger Oberflaeche

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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