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DE819172C - Rechteckiger Brutautomat - Google Patents

Rechteckiger Brutautomat

Info

Publication number
DE819172C
DE819172C DER1394A DER0001394A DE819172C DE 819172 C DE819172 C DE 819172C DE R1394 A DER1394 A DE R1394A DE R0001394 A DER0001394 A DE R0001394A DE 819172 C DE819172 C DE 819172C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rectangular
incubator
incubator according
air
automatic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER1394A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1638648U (de
Inventor
Ernst Reinhardt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DER1394A priority Critical patent/DE819172C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE819172C publication Critical patent/DE819172C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K41/00Incubators for poultry

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Accommodation For Nursing Or Treatment Tables (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist ein rechteckiger Bratautomat. Brutapparate von rechteckiger, aber auch quadratischer Form sind bereits bekannt. Diese weisen jedoch in der Regel bedeutende Mängel auf. Vor allem macht sich eine mangelhafte Sauerstoffzufuhr in das Innere des Brutapparates bemerkbar. Es wurde daher versucht, diesen Alangel durch zeitweiliges öffnen des Brutapparates zu beseitigen. Bei diesem Vorgang
ίο kühlten aber die Bruteier unzulässig stark ab. Ein weiterer Mangel der bekannten Brutapparate ist darin zu sehen, daß die Zufuhr von Frischluft in denselben meistens durch seitliche Schlitze und zudem von unten her erfolgt. Bei solchen Brutapparaten kommen die Bruteier demnach zuerst mit der kalten Außenluft in Berührung. Der Brutvorgang wird dabei erheblich gestört. Die bei den bekannten Brutapparaten auf diese Weise geschaffene, im Gegenstrom zugeführte Wärme strömt der Frischluft entgegen. Aus diesem Grunde ist die Luftbewegung sehr träge und verursacht außerdem eine recht ungleichmäßige Wärmeverteilung im Brutapparat. Dadurch, daß die Bruteier zuerst mit der kalten Außenluft in Berührung kommen, leiden insbesondere die den Eintritts-Öffnungen der Kaltluft zunächst liegenden Eier. Es ist deshalb bei der Benutzung der bekannten Brutapparate notwendig, die Eier während der Brut öfters umzulegen, wenn ein einigermaßen befriedigendes Schlupfergebnis erzielt werden soll. Ein weiterer, bei den bekannten Brutapparaten festgestellter Mangel ist die meist gerade während des Schlupfes ungenügende Luftfeuchtigkeit im Brutapparat. Dies liegt vor allem am Fehlen zusätzlicher Einrichtungen zur Regelung der Luftfeuchtigkeit. Insbesondere wird aber der Mangel
an warmer und feuchter Luft im Brutapparat dadurch hervorgerufen, daß, die bekannten Brutapparate während der Brutzeit mehrmals geöffnet werden müssen, um die für die Durchführung der Brut notwendigen Handgriffe durchzuführen. Hierbei wird immer wieder die im Brutapparat gerade noch vorhandene geringe Luftfeuchtigkeit aus demselben herausgelassen, ohne daß der Verlust irgendwie ersetzt werden kann.
ίο Mit dem erfindungsgemäßen Brutautomaten werden die bekannten Mangel in einfacher und zudem fast vollkommener Weise beseitigt. Der erfindungsgemäße Brutapparat ist mit einer, unterhalb des Deckels des Apparates angeordneten, Frischluft ansaugenden Heiz- und Lüftungseinrichtung versehen, die derart wirkt, daß die im Brutautomaten verbrauchte Luft durch längs den Innenwänden des Brutautomaten angeordnete Luftschlitze unter eine Eiauflageplatte, im
so Gleichstrom mit der Wärmezufuhr, fließt, um dann durch Austrittsöffnungen ins Freie zu gelangen. Auf der Eiauflageplatte liegt, in einem geringen Abstande von derselben, eine mehrteilige Lochplatte, die gegenüber der Eiauflageplatte verschiebbar ist. Der Abstand beider Platten ist jedoch so gering, daß die geschlüpften Kücken nicht zwischen die Platten geraten können. Die Verschiebung der Lochplatte gegenüber der Eiauflageplatte wird mit Hilfe eines rechts und links drehbaren Handrädchens über ein mit Spindel und Alutter versehenes Getriebe und einen nach oben gerichteten, in einen Schlitz der Lochplatte eingreifenden, Mitnehmerbolzen durchgeführt. Der erfindungsgemäße rechteckige Brutapparat ist mit einer elektrischen Temperaturregelung ausgerüstet, die aus einem Steuerthermometer und einem Schaltrelais besteht. Die Warmluftverteilung im Brutapparat erfolgt durch einen Radiallüfter. Zur Regelung und Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, insbesondere während der Schlupfzeit, sind Rührflügel vorgesehen, die in einen mit angewärmten Wasser gefüllten Behälter tauchen und dieses Wasser zur Erhöhung der Verdunstung kräftig rühren. Die Höhe des Wasserspiegels im Behälter und dadurch des Luftfeuchtigkeitsgrades im Brutautomaten ist einstellbar. Weitere erfindungsgemäße Merkmale ergeben sich aus der Beschreibung und den Zeichnungen.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform des erfindungsgemäßen rechteckigen Brutautomaten dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Draufsicht auf die Inneneinrichtung des Brutautomaten, nach aufgeklapptem Deckel, teilweise unter Wegnahme einzelner Teile der Einrichtung;
Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt gemäß A-B der Fig. ι;
Fig. 3 zeigt, in vergrößertem Maßstabe, eine Draufsicht auf das Steuer- und Reservethermometer sowie auf einen Teilausschnitt der Luftaustrittsöffnung;
Fig. 4 zeigt, in vergrößertem Maßstabe, eine Seitenansicht der Wendeeinrichtung für die Bruteier, mit den Steuerthermometern und dem Winkelthermometer;
Fig. 5 zeigt eine Draufsicht auf die Wendeeinrichtung;
Fig. 6 zeigt eine Vorderansicht des Steuer- und Reservethermometers;
Fig. 7 zeigt einen Teilausschnitt aus der Draufsieht auf den Deckel des Brutautomaten.
Der erfindungsgemäße Brutapparat hat eine rechteckige, vorzugsweise quadratische Form und steht zweckmäßigerweise auf vier Füßen. Der Boden 1 und die Wände 2 des Brutautomaten sind stark isoliert. An der Stirnseite 3 des Brutautomaten befindet sich ein nach unten zu öffnendes Fenster 4 mit Doppelverglasung. Das Fenster 4 ist herunterklappbar. Der Deckel 5 des Brutautomaten ist ebenfalls stark isoliert und durch Scharniere 6 aufklappbar gemacht. Auf dem Boden 1 des Brutautomaten sind, längs der Außenwände desselben, Stauleisten 7 angebracht, die Luftschlitze 8 aufweisen. Die inneren Stauleisten 9 sind so angeordnet, daß sie in Form eines Kanals 10 mit einer erweiterten Austrittsöffnung an den Luftaustrittskanal 11 anschließen. Die an der Stirnseite des Brutautomaten herausgeführten Luftaustrittskanäle 11 sind mit Drehknöpfen 12 versehen. Sie können mit Hilfe derselben geschlossen werden. Auf den Stauleisten 7 und 9 liegt eine Eiauflageplatte 13. Diese ist etwas kleiner, als die Grundfläche des Brutautomaten. Es entstehen dadurch an der Rückwand und den Seitenwänden des Brutautomaten Luftschlitze 14. Die Eiauflageplatte 13 hat in der Mitte einen Haltebolzen 15 für den Wasserbehälter 16. Auf dem Boden des Brutautomaten sind kurze Führungsstücke 17, zur zentralen Führung einer Lochplatte 18, angebracht. Im vorderen Teil der Eiauflageplatte 13 ist ein Schlitz 19 vorgesehen, durch den ein Mitnehmerbolzen 20 hindurchgeführt ist. In der Mitte der Stirnwand des Brutautomaten befindet sich ein Handrad 21 für den Antrieb einer Wendevorrichtung für die Bruteier, die aus einem Getriebe 22, einer Spindel 23 und einer Schraubenmutter 24 besteht, auf der der Mitnehmerbolzen 20 befestigt ist. Auf der Eiauflageplatte 13 liegt eine, zweckmäßigerweise geteilte Lochplatte 18 mit eiförmigen Ausschnitten 25. Die beiden Hälften der Lochplatte 18 sind an den Längsseiten unten, zur no Erzielung einer höheren Festigkeit, mit Metallleisten 26 versehen. Außerdem dienen die Metallleisten 26 zur Schaffung des nötigen Abstandes 27 zwischen der Eiauflageplatte 13 und der Lochplatte 18. Die beiden Hälften der Lochplatte 18 werden miteinander verbunden und mit Flügelmuttern 28 befestigt, so daß sie ein Ganzes bilden. Auf der Lochplatte 18 befinden sich zwei verstellbare Halter 29 zur Aufnahme eines Winkelthermometers 30 und eines, symmetrisch auf der anderen Seite des Brutapparates angeordneten, Winkelhygrometers 31. Die beiden letztgenannten Geräte sind durch das Fenster 4, ebenso wie die übrigen Einrichtungen im Innern des Brutautomaten, von außen einzusehen und von außen ablesbar. Ferner ist an der Stirnseite des Brutautomaten ein Steuerthermo-
meter 32 angeordnet, das durch einen Drehknopf 33 über ein Ritzel 34 und eine Zahnstange 35 in der Höhe verstellbar ist. Aus Sicherheitsgründen ist auch noch ein Reservethermometer 36 eingebaut. Die Zuleitung zu dem Steuerthermometer 32 und dem Reservethermometer 36 führt entlang der Stauleiste 7 und geht an der hinteren Seite des Bratautomaten hoch und führt schließlich innen am Deckel 5 entlang bis zum Schaltrelais 37. Das Schaltrelais 37 ist am Elektromotor 38 angeordnet, der auf der Mitte des Deckels 5 aufgestellt und befestigt ist. Das Schaltrelais 37, der Elektromotor 38 und die Zuleitungen sind durch eine Haube verdeckt und geschützt. Der Elektromotor 38 treibt einen Radiallüfter 39 an, der die Aufgabe hat, die einströmende Frischluft in Pfeilrichtung durch einen im Deckel 5 vorgesehenen Spalt 40 gleichmäßig über alle Teile des Brutautomaten zu verteilen. An dem Radiallüfter 39 sind zwei Rührflügel 41 befestigt, die heruntergeklappt werden können und dann in einen Wasserbehälter 16 eintauchen. Um das öffnen des Brutautomaten zu vermeiden und dennoch die Vorgänge in demselben beobachten zu können, sind innen am Deckel 5 Glühlampen 42 angebracht, die durch einen auf dem Deckel 5 angeordneten Druckknopf 43 vorzugsweise nur während des Drückens eingeschaltet werden. Auf dem Deckel 5 ist ferner eine Kontrolllampe 44 eingebaut, die jedoch nur so lange brennt, wie die Heizung 45 eingeschaltet ist. Schließlich befinden sich auf dem Deckel 5 zwei Drehknöpfe 46, 47, die den Eintritt von Frischluft durch den Spalt 40 regeln. Der Deckel 5 ist durch mehrere gefederte Vorreiber 48 verschließbar gemacht. Um Luftstauungen und Untertemperaturen in den Ecken des Brutautomaten zu vermeiden, können in denselben, in der Zeichnung nicht dargestellte, Leitplatten aufgestellt werden.
Der erfindungsgemäße Brutautomat wird folgendcrmaßen betätigt: Nach Anschluß an das Stromnetz läuft der Elektromotor 38 und somit der Radiallüfter 39 an. Das Einschalten der Heizung 45 ist am Aufleuchten der Kontrollampe 44 erkennbar. Der Eelektromotor38 wird zweckmäßigerweise bei geschlossenem Deckel 5 eingeschaltet. Der Brutautomat kommt langsam auf die Bruttemperatur, die von außen am Winkelthermometer 30 ablesbar ist. Nach Erreichen der vorgeschriebenen Bruttemperatur überzeugt man sich im Laufe einiger Zeit vom einwandfreien Arbeiten des Brutautomaten, d. h. von der Abschaltung der Heizung 45 nach Erreichen der Höchsttemperatur und von der Wiedereinschaltung der Heizung 45 nach Erreichen der Tiefsttemperatur. Geringe Korrekturen der Bruttemperatur können dann durch Höhenverstellung der Steuerthermometer 32, 36 vorgenommen werden. Sowie die Arbeit des Brutautomaten einwandfrei ist, wird der Strom abgeschaltet. Hierauf wird der Deckel 5, nach Aufriegelung der Vorreiber 48, geöffnet und die Eier in die Ausschnitte 25 der Lochplatte 18 eingelegt. In den Wasserbehälter 16 wird lauwarmes Wasser in erforderlicher Höhe, je nach der Geflügelart der Bruteier, eingefüllt. Das Winkelhygrometer 31 wird mittels eines Makkoschlauches 49 an das kleine, auf der Lochplatte 18 liegende Meßgefäß 50 angeschlossen und letzteres ebenfalls mit lauwarmem Wasser gefüllt. Der Deckel 5 wird darauf wieder geschlossen, gut verriegelt und der Brutäutomat erneut an das Lichtnetz angeschlossen. Die durch das öffnen des Brutautomaten zurückgegangene Temperatur kommt alsbald wieder auf die erforderliche Höhe. Es dauert jedoch selbstverständlich eine gewisse Zeit, bis die Temperatur des Brutautomaten durch die Erwärmung der Eier wieder ins völlige Gleichgewicht gekommen ist. Geringe Temperaturschwankungen können dabei in diesem Brutstadium hingenommen werden, ohne daß eine Gefahr für den Brutverlauf eintritt. Später wird nochmals an den Steuerthermometern 32 und 36 nachreguliert. Die mittlere Bruttemperatur beträgt 38,5° C. Der Brutautomat regelt nun diese Temperatur selbsttätig mit Hilfe des Steuerthermometers 32 bzw. des Reservethermometers 36 und des Schaltrelais 37, und zwar innerhalb von + o,2° C. Ohne den Deckel 5 öffnen zu müssen, kann während der Brut, lediglich durch ein kurzes Aufmachen des Fensters 4, das im Wasserbehälter 16 und im Meßgefäß 50 des Winkelhygrometers 31 etwa verdunstete Wasser ersetzt werden.
Die Lufteintrittsspalte 40 und Luftaustrittskanäle 11 bleiben während der ersten Tage der Brutzeit ganz geschlossen. Später werden die Lufteintrittsspalte 40, durch Linksdrehen der Drehknöpfe 46, langsam geöffnet. Dasselbe geschieht mit den Austrittsöffnungen 11 auf der Stirnseite 3 des Brutautomaten. Die Frischluft kann nun einströmen. Sie wird an der Heizung 45 erwärmt und durch den Radiallüfter 39 gleichmäßig über die Bruteier verteilt. Sie umspült die Bruteier und sammelt sich als verbrauchte Luft in dem Raum zwischen der Eiauflageplatte 13 und dem Boden 1. Die verbrauchte Luft wird durch die seitlichen Luftschlitze 14 zwischen der Eiauflageplatte 13 und den Wänden 2 nach unten geführt. Sie kann durch die Schlitze 8 der äußeren Stauleisten 7 und der inneren Stauleisten 9 in den mittleren Raum zwischen der Eiauflageplatte 13 und dem Boden 1 eintreten. Die verbrauchte Luft wird nach dem Durchströmen durch die Stauleisten 7 und 9 durch die Luftaustrittskanäle 11 abgeführt.
Während der ersten Tage der Brutzeit brauchen die Eier nicht gewendet zu werden. In der Folge wird aber mehrmals am Tage gewendet. Das Wenden der Bruteier erfolgt durch Rechts- oder Linksdrehen des Handrades 21 an der Stirnseite 3 des Brutautomaten bis zu einem spürbaren Anschlag. Beim nächsten Wenden geschieht die Drehung in umgekehrter Richtung. Durch das Verschieben der Lochplatte 18 erfolgt eine drehende Bewegung des Bruteies 25' um seine Längsachse. Gegen Ende der Brutzeit muß das Wenden wieder eingestellt werden.
Die Luftfeuchtigkeit wird während der ganzen Brutzeit auf einem mittleren prozentualen Gehalt, der durch einen roten Strich am Winkelhygrometer
3i gekennzeichnet ist, gehalten. Erst gegen Ende der Brutzeit müssen höhere Luftfeuchtigkeitsgrade vorhanden sein. Dieses wird durch ein einfaches Herunterklappen der Rührflügel 41 und durch das Bewegen derselben im Wasserbehälter 16 erreicht. Notfalls kann der Wasserspiegel im Behälter 16 beliebig erhöht werden. Die Bruteier 25' erzeugen gegen Ende der Brut eine erhebliche Eigenwärme. Hierdurch steigt die Temperatur im Brutautomaten allgemein an, so daß dieselbe durch ein Höherstellen des Steuerthermometers 32 und des Reservethermometers 36, durch Drehen des linken Drehknopfes 33, gesenkt werden muß.
Während der Brutzeit können alle Vorgänge im Innern des Brutautomaten, durch Einschalten der Glühlampe 42, durch das Fenster 4 auf der Stirnseite 3 beobachtet werden. Nachdem der Schlupf beendet ist, verbleiben die Kücken zum Abtrocknen noch im Brutautomaten. Nach der Entnähme der Kücken kann der Brutautomat, durch bequemes Entfernen der Lochplatte 18 und der Eiauflageplatte 13 gereinigt und desinfiziert werden. Ein besonderer Vorteil des Brutautomaten besteht in der Möglichkeit des Einsetzens von sog. Stammzuchtkäfigen 51 in denselben. Der Rassegeflügelzüchter hat hierdurch die Möglichkeit, die einzelnen Rassen bereits beim Schlupf getrennt zu halten. Ebenso können Stammzuchtkäfige 51 verschiedener Größe verwendet werden, um bereits geschlüpfte Kücken von den restlichen Bruteiern abzusondern, damit deren Schlupf nicht behindert wird. Durch die erfindungsgemäße Ausführung der gesamten Wendeeinrichtung ist es vermieden worden, daß die geschlüpften Kücken sich irgendwie verletzen können.
Die erfindungsgemäße Einrichtung gewährt die Möglichkeit einer weitaus intensiveren Sauerstoffzufuhr und wesentlich gleichmäßigeren Wärmeverteilung als mit den bekannten Brutapparaten.
Ein Rückströmen kalter Außenluft durch die Luftaustrittskanäle 11 wird einmal durch den Luftstrom an sich und zum anderen durch die Stauleisten 7 und 9 mit Sicherheit verhindert. Bei Benutzung des erfindungsgemäßen Brutapparates erübrigt sich jedes Umlegen der Eier während der Brut. Hierdurch wird eine den Bruteiern schädliche Erschütterung vermieden. Durch die Verwendung des Wasserbehälters 16 und der Rührflügel 41 ist, in Verbindung mit der einstellbaren Höhe des Wasserspiegeis, die Gewähr der Erzielung des denkbar höchsten Luftfeuchtigkeitsgrades gegeben. Somit können mit dem erfindungsgemäßen Brutautomaten mit großem Erfolge auch Wassergeflügelkücken erbrütet werden.

Claims (19)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Rechteckiger Brutautomat, dadurch gekennzeichnet, daß eine unterhalb des Deckels desselben angeordnete, Frischluft ansaugende Heiz- und Lüftungseinrichtung derart wirkt, daß die im Brutautomaten verbrauchte Luft durch längs den Innenwänden desselben angeordnete Luftschlitze unter eine Eiauflageplatte strömt, um dann durch Austrittsöffnungen ins Freie zu gelangen.
  2. 2. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Eiauflageplatte (13) auf mehreren Luftstauleisten (7, 9) aufliegt, die mit Luftschlitzen (8) versehen sind.
  3. 3. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß längs des vorderen Teiles der mittleren Stauleisten (9) je eine weitere Leiste angebracht ist, die mit der Stauleiste (9) einen Luftaustrittskanal (10) bildet.
  4. 4. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftaustrittskanal (10) an der Stirnseite, unmittelbar vor der Austrittsöffnung (11) erweitert ist.
  5. 5. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Austrittskanal (11) von außen durch einen verstellbaren Drehknopf (12) verschlossen werden kann.
  6. 6. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Eiauflageplatte (13) in einem geringen Abstand von derselben eine mehrteilige Lochplatte (18) liegt, die gegenüber der Eiauflageplatte (13) von außen verschiebbar ist.
  7. 7. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Sicherung des Abstandes zwischen der Eiauflageplatte (13) und der Lochplatte (18) und gleichzeitig zur Verstärkung der Lochplatte (18) an der Unterseite der Ränder derselben Metallleisten (26) angebracht sind.
  8. 8. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochplatte (18) in einem so geringen Abstand von 1Oo der Eiauflageplatte (13) liegt, daß die geschlüpften Kücken mit den Füßen nicht zwischen die Platten geraten können.
  9. 9. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch 1
    bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver-Schiebung der Lochplatte (18) gegenüber der Eiauflageplatte (13) von außen mit Hilfe eines rechts und links drehbaren Handrädchens (21) über ein mit Spindel (23) und Mutter (24) versehenes Getriebe und einen nach oben ge- u0 richteten, in einen Schlitz (19) der Lochplatte (18) eingreifenden Mitnehmerbolzen (20), der mit der Mutter verbunden ist, durchgeführt wird.
  10. 10. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch ι bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß in den Ecken desselben Luftleitplatten aufgestellt werden können.
  11. 11. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch ι bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Temperaturregelung aus einem Steuerthermometer (32) und einem Schaltrelais (37) besteht.
  12. 12. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch ι bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein seitlich unterhalb des Steuerthermometers
    angeordnetes Reservethermometer (36) vorgesehen ist.
  13. 13. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch ι bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Warmluftverteilung in demselben durch einen Radiallüfter (39) vorgenommen wird.
  14. 14. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch ι bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Radiallüfter (39) herunterklappbare Rührflügel (41) verbunden sind, die in einen mit angewärmtem Wasser gefüllten Behälter (16) tauchen.
  15. 15. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch ι bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des Wasserspiegels im Waserbehälter
    (16) und dadurch die Höhe des Feuchtigkeitsgrades des Brutautomaten einstellbar ist.
  16. 16. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch ι bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserverdunstung infolge der erhöhten Eigenwärme der Rührflügel (41) eine stärkere ist.
  17. 17. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch ι bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb desselben Beleuchtungskörper (42) angebracht sind, die die Beobachtung der Brutvorgänge durch ein an der Stirnseite des Brutautomaten angebrachtes Fenster (4) gestatten.
  18. 18. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch ι bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenbeleuchtung (42) nur so lange in Tätigkeit bleibt, wie ein auf dem Deckel (5) des Brutautomaten befindlicher Druckknopf (43) niedergedrückt wird.
  19. 19. Rechteckiger Brutautomat nach Anspruch ι bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß Stammzuchtkäfige (51) in den Brutautomaten eingesetzt werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 2073 10.
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