[go: up one dir, main page]

DE819093C - Verfahren zur Herstellung von Thyroxin und seinen Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Thyroxin und seinen Derivaten

Info

Publication number
DE819093C
DE819093C DEP49451A DEP0049451A DE819093C DE 819093 C DE819093 C DE 819093C DE P49451 A DEP49451 A DE P49451A DE P0049451 A DEP0049451 A DE P0049451A DE 819093 C DE819093 C DE 819093C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
iodine
thyroxine
added
group
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP49451A
Other languages
English (en)
Inventor
John Charles Clayton
Benjamin Arthur Dr Hems
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Glaxo Laboratories Ltd
Original Assignee
Glaxo Laboratories Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Glaxo Laboratories Ltd filed Critical Glaxo Laboratories Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE819093C publication Critical patent/DE819093C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D233/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings
    • C07D233/54Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D233/66Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D233/72Two oxygen atoms, e.g. hydantoin
    • C07D233/76Two oxygen atoms, e.g. hydantoin with substituted hydrocarbon radicals attached to the third ring carbon atom
    • C07D233/78Radicals substituted by oxygen atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C227/00Preparation of compounds containing amino and carboxyl groups bound to the same carbon skeleton
    • C07C227/14Preparation of compounds containing amino and carboxyl groups bound to the same carbon skeleton from compounds containing already amino and carboxyl groups or derivatives thereof
    • C07C227/16Preparation of compounds containing amino and carboxyl groups bound to the same carbon skeleton from compounds containing already amino and carboxyl groups or derivatives thereof by reactions not involving the amino or carboxyl groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

Erteilt auf Grund des Ersten Uberleitungsgesetzes vom 8. Juli 1949
(WiGBl. S. 175)
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
AUSGEGEBEN AM 29. OKTOBER 1951
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12q GRUPPE 34
p 49451IVcji2q D
Dr. Benjamin Arthur Hems, Northolt, Middlesex, und John Charles Clayton, Southall, Middlesex (England)
sind als Erfinder genannt worden
Glaxo Laboratories Limited, Greenford, Middlesex (England)
Verfahren zur Herstellung von Thyroxin und seinen Derivaten
Patentiert im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vom 20. Juli 1949 an
Patenterteilung bekanntgemacht am 13. September 1951
Die Priorität der Anmeldungen in Großbritannien vom 31. Dezember 1948 und 30. Juni 1949
ist in Anspruch genommen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahien zur Herstellung von Thyroxin und seinen Derivaten.
Es ist ein Verfahren zur Herstellung von Thyroxin durch Jodierung von 3"5-Dijodthyronin bekannt, bei dem Jod in konzentrierter wässeriger, ammoniakalischer Lösung verwendet wird. Indessen ist dieses Verfahren wegen der Möglichkeit der Bildung von Stickstofftrijodid gefährlich. Eines der Ziele der vorliegenden Erfindung ist die Vermeidung dieser Schwierigkeit.
Es wurde gefunden, daß Thyroxin und seine Derivate bequem durch Jodierung von 3'5-Di]Odthyronin oder eines entsprechenden Derivats desselben in Gegenwart einer organischen Base, wie sie im folgenden näher definiert werden soll, hergestellt werden kann.
Unter dem Ausdruck Thyroxin und seine Derivate sollen Verbindungen der folgenden allgemeinen Formel
HO
verstanden werden, in der R
-CH2-CH COOX oder -CH2-CH-CO
NHY
NH NH
CO
bedeutet, wobei X Wasserstoff, eine Methyl- oder
Äthylgruppe und Y Wasserstoff, eine Formyl-, Acetyl- oder ß-Carboxypropionylgruppe sein können.
Als organische Base kommen in Betracht primäre 5 oder sekundäre aliphatische Amine, die eine Cyclohexyl- oder Alkylcyclohexylgruppe und gegebenenfalls eine oder zwei Hydroxylgruppen haben, Piperidin, C-Alkylpiperidin oder Morpholin, wobei die Base in jedem Fall nicht mehr als acht Kohlenstoffatome aufweisen soll. Beispiele bevorzugter Basen sind Methylamin, Äthylamin, Butylamin, Äthylendiamin, Dimethylamin, Dibutylamin, Monoäthanolamin und Diäthanolamin.
Das erfindungsgemäße Verfahren umfaßt daher die Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel
HO
\—R
J J
durch Umsetzung einer Verbindung der allgemeinen Formel
HO.
>—0—<
mit Jod in einem geeigneten Lösungsmittel in Gegenwart einer organischen Base, wie sie in der vorliegenden Beschreibung definiert sind, wobei R die obenerwähnte Bedeutung besitzt.
Als geeignetes Lösungsmittel kann man Wasser, Dioxan oder einen niedrigmolekularen aliphatischen Alkohol, wie z. B. Methylalkohol oder Äthylalkohol oder Mischungen dieser Substanzen verwenden. Das Lösungsmittel kann so gewählt werden, daß das Dijodthyronin oder seine Derivate in der Lösung der geeigneten Base; in dem Lösungsmittel oder dem verwendeten Lösungsmittelgemisch löslich ist. Wasser wird bevorzugt als Lösungsmittel verwendet.
Weiterhin wurde gefunden, daß es vorteilhaft ist, das erfindungsgemäße Verfahren in Gegenwart von
Wasserstoffsuperoxyd durchzuführen, wobei die erforderliche Jodmenge infolge der Oxydation des entstehenden Jodwasserstoffes zu Jod um die Hälfte vermindert werden kann.
Das Jod kann beispielsweise in fester Form, gelöst in wässeriger Kaliumjodidlösung oder gelöst in einem geeigneten Lösungsmittel, zugefügt werden. Normalerweise sind 2 Mol Jod für das erfindungsgemäße Verfahren erforderlich, jedoch genügt bei Verwendung von Wasserstoffsuperoxyd ι Mol.
Die Umsetzung kann beispielsweise bei Temperaturen von ο bis 30° vorgenommen werden und wird vorzugsweise bei Zimmertemperatur durchgeführt.
Wenn R die Gruppe -CH2-CH-COOX
NHY
bedeutet, die ein asymmetrisches Kohlenstoffatom enthält, führt die Verwendung von optisch aktivem Ausgangsmaterial zur Bildung eines optisch aktiven Endproduktes. Dieser Umstand ist von Nutzen bei der Synthese von 1-Thyroxin, das eine größere physiologische Wirksamkeit als d-Thyroxin besitzt. Das erfindungsgemäße Verfahren soll an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert werden:
Beispiel 1
a) Jodierung von 3-5-Dijodthyronin
in Methylaminlösung _„
Zu einer Lösung von 3-5-Dijodthyronin (2g) in wässeriger Methylaminlösung (20 ml, 20%), wurde tropfenweise unter Rühren eine Lösung von Jod in Kaliumjodidlösung (8,2 ml, 1,85 n, 4 Äquivalente) hinzugegeben. Die Jodaufnahme erfolgte rasch, und nach Beendigung der Anlagerung wurde die Mischung 10 Minuten gerührt und dann mit Eisessig angesäuert. Das ausgefällte Thyroxin wurde abfiltriert und in Äthylalkohol (20 ml) und Natriumhydroxydlösung (10 ml, 2 n) gelöst. Nach Behandlung mit Aktivkohle und Filtration wurde die kochende Lösung mit Essigsäure angesäuert, worauf das Thyroxin sich als weißes, mikrokristallines Pulver ausschied. Schmp. und Misch-Schmp. 231 bis 2320 (zers.). Ausbeute: 2,6g (90%).
In gleicher Weise wurden wässerige Lösungen von Äthylamin, Butylamin, Äthylendiamin und Dimethylamin benutzt, wobei die Ausbeuten an Thyroxin von 70 bis 90% variierten.
b) Jodierung von 3 · 5-Dijodthyronin
unter Verwendung anderer Basen
Die Jodierung wurde wie folgt ausgeführt:
1. Verwendung von Morpholin. Zu einer Suspension von fein verteiltem 3-5-Dijodthyronin 1Oo (0,5 g) in 50°/oiger wässeriger Morpholinlösung (25 ml) wurde tropfenweise unter Rühren eine Lösung von Jod in Kaliumjodidlösung (2 ml, 1,9 n) zugegeben. Alles Material ging langsam in Lösung, und die braune Jodfarbe verschwand rasch. Nach 15 Minuten wurde 20%ige Salzsäure zugegeben, bis die Lösung kongosauer war, und der pH-Wert wurde durch Zugabe einer gesättigten Natriumacetatlösung auf 4 bis 5 eingestellt. Das ausgefällte Thyroxin wurde abfiltriert und unter Behandlung no mit Aktivkohle durch Lösen in alkoholischer Natriumhydroxydlösung und Zugabe von Essigsäure (0,5 g) umkristallisiert. Schmp. und Misch-Schmp. 2330 (zers.).
2. Verwendung von Piperidin. 3-5-Dijodthyr- nj onin (0,5 g) wurde in der gleichen Weise, wie oben angegeben, jodiert, jedoch eine 5o°/oige Piperidinlösung (25 ml) verwendet. Thyroxin (0,5 g) wurde als weißes Pulver Schmp. 233 bis 2340 (zers.) erhalten.
3. Verwendung von Monoäthanolamin. Zu einer Suspension von 3-5-Dijodthyronin (0,5 g) in 500/oiger wässeriger Äthanolaminlösung (25 ml) wurde tropfenweise unter Rühren eine 1,9 n-Jodlösung (2 ml) gegeben. Das feste Ausgangsmaterial ging langsam in Lösung, und nach 15 Minuten
wurde die Lösung mit Eisessig angesäuert, um das Thyroxin auszufällen, das in der oben angegebenen Weise umkristallisiert wurde. Schmp. 2330 (zers.). Ausbeute: 0,5 g.
4. Verwendung von Diäthanolamin. Diese Base wurde in der gleichen Weise wie das vorstehend erwähnte Monoäthanolamin benutzt und lieferte Thyroxin vom Schmp. 2330 (zers.). Ausbeute: 0,55 g.
5. Verwendung von Dibutylamin in Äthylalkohol. Zu einer Suspension von 3 · 5-Dijodthyronin (0,5 g) in Dibutylamin (1 ml) und Äthylalkohol (14 ml) wurde unter Rühren eine Jodlösung (2 ml, 1,9 η) zugefügt. Die Jodaufnahme erfolgte langsam, und nach 2 Stunden wurde die Lösung mit Eisessig angesäuert und zwecks Ausfällung des Thyroxins Wasser zugegeben. Das Thyroxin wurde in üblicher Weise umkristallisiert. Schmp. 228 bis 2290 (zers.). Ausbeute: 0,4 g.
Beispiel 2
a) Jodierung von 3 · 5-Dijodthyronin in einer
wässerigen Lösung der Base
Zu einer Lösung von 3 · 5-Dijodthyronin (ig) in einer Mischung von wässerigem Methylamin (10 ml, 20%) undAiethylalkohol (10 ml) wurde unter Rühren eine Lösung von Jod in Kaliumjodidlösung (4,1 ml, 1,85 n, 4 Äquivalente) tropfenweise zugegeben.
Nach Beendigung der Zugabe wurde zu der Mischung das gleiche Volumen Wasser zugefügt und das Thyroxin durch Zugabe von Essigsäure ausgefällt. Es wurde in der oben angegebenen Weise umkristallisiert und als weiße, feste Substanz erhalten. Schmp. und Misch-Schmp. 231 bis 2320 (zers.). Ausbeute: 0,9g (61%).
In ähnlicher Weise wurde die Jodierung in Lösungen von wässerigem Methylamin und Äthylalkohol, n-Propylalkohol, n-Butylalkohol und Dioxan ausgeführt.
b) Jodierung unter wasserfreien Bedingungen
Zu einer Lösung von 3· 5-Dijodthyronin (0,1 g) in einer Lösung von n-Butylamin in Äthylalkohol (10 ml, 20%) wurde eine alkoholische Jodlösung (0,4 ml, 1,9 n) tropfenweise zugegeben. Die Jodaufnahme erfolgte langsam, jedoch deutlich. Nach Beendigung der Zugabe wurde die Mischung mit dem gleichen Volumen Wasser verdünnt, angesäuert und in der oben beschriebenen Weise aufgearbeitet. Es wurde Thyroxin vom Schmp. und Misch-Schmp. 2320 (zers.) in einer Ausbeute von 0,07 g (47%) erhalten.
., c) Jodierung unter Oxydation
Zu einer Lösung von 3 · 5-Dijodthyronin (0,5 g) in einer wässerigen Lösung von Methylamin (10 ml, 20%) wurde unter Rühren eine Lösung von Jod in Kaliumjodidlösung (1,02 ml, 1,85 n, 2 Äquivalente) tropfenweise zugefügt. Eine Wasserstoffsuperoxydlösung (1 ml, 100 Volumenteile) wurde dann zugegeben, und nach 10 Minuten langem Stehen wurde die Mischung in der oben angegebenen Weise aufgearbeitet und Thyroxin vom Schmp. und Misch-Schmp. 230 bis 2320 (zers.) in einer Ausbeute von 0,5 g (70%) erhalten.
d) Jodierung mit alkoholischem Jod
Dieser Versuch wurde in genau der gleichen Weise wie der erste Versuch durchgeführt mit dem Unterschied, daß das Jod (4 Äquivalente) in alkoholischer Lösung zugefügt wurde. Die Ausbeute an Thyroxin war 65%.
Beispiel 3
Thyroxinhydantoin
Zu einer Lösung von 5-(3'-5'-Dijod-4'-p-oxyphenoxybenzyl)-hydantoin (0,55 g) in wässeriger Methylaminlösung (20 ml, 20%) wurde unter Ruhren eine Jodlösung (2,1 ml, 1,9 n) tropfenweise zugegeben. Nach 10 Minuten wurde die Mischung angesäuert. Die Ausfällung kristallisierte aus Eisessig in winzigen weißen Prismen. Der Schmp. unter Erweichen liegt bei 169 bis 1700, wobei bei Temperaturen von 2350 aufwärts Zersetzung unter Jodentwicklung erfolgt.
Durch Analyse konnte die Substanz als 5-(3' ■ 5'-Dijod"4'-p-oxy-m · m-dijodphenoxybenzyl)-hydantoin, das mit einem Molekül Essigsäure solvatisiert ist, identifiziert werden. (Gef.: C 25-4; H 1,6; N 3,4%. Die Formel C16H10O4N2J4 + CH3 · COOH würde erfordern: C 25,1; H 1,6; N 3,25 °/o.
95 Beispiel 4
a) 3' 5-Dijod-N-acetylthyronin
Zu einer Lösung von 3 · 5-Dijodthyroninmethylester (1 g) in Anisol (30 ml) wurde eine Lösung von Acetylchlorid (0,072 g) in Anisol (2 ml) zugegeben. Nach einigem Stehen wurde der Niederschlag abfiltriert und durch Schmp. und Misch-Schmp. 227° (zers.) als 3 · 5-Dijodthyroninmethylesterchlorhydrat (0,54 g) identifiziert. Das Filtrat wurde im Vakuum zur Trockne verdampft und der Rückstand in Äthylalkohol (5 ml) und n-Natriumhydroxydlösung (5 ml) gelöst. Nach einstündigem Stehen zwecks Hydrolyse der Estergruppe wurde n-Salzsäure (5 ml) und Wasser (30 ml) zugegeben, zwecks Ausfällung einer weißen Substanz, die aus Eisessig in Form von weißen Prismen vom Schmp. 207 bis 2o8° kristallisierte. Ausbeute: 0,35 g (gef. C 36,0; H 2,65; N 2,2; J 44,8%. Die Formel Ci7H15O5NJ2 würde erfordern: C 36,15; H 3,0; N 2,5; J 44,9%).
b) N-Acetylthyroxin
Zu einer Lösung von 3 · 5-Dijod-N-acetylthyronin (0,1 g) in einer wässerigen Äthylaminlösung (10 ml, 20%) wurde eine wässerige Jodlösung (0,37 ml, 1,9 n) zugegeben. Die Mischung wurde angesäuert und die Ausfällung aus wässeriger Essigsäure als weiße, feste Substanz vom Schmp. und Misch-Schmp. 214 bis 2150 (zers.) kristallisiert erhalten.
Beispiel 5
a) 3 · 5-Dijod-N-yS-Carboxypropionylthyronin
Zu einer Lösung von 3 · 5-Dijodthyronin-methylester (1 g) in Anisol (20 ml) wurde eine Lösung von /S-Carbaethoxypropionylchlorid (0,07 g) in Anisol (2 ml) zugegeben, das ausgefällte 3 · 5-Dijod-thyroninmethylesterchlorhydrat wurde abfiltriert und das Filtrat im Vakuum zur Trockne verdampft. Der Rückstand wurde in Äthylalkohol (5 ml) und n-Natriumhydroxydlösung (5 ml) gelöst. Nach einer Stunde wurde n-Salzsäure (5 ml) zugegeben und die1 Ausfällung abfiltriert. Sie wurde in alkoholischem Alkali gelöst, mit Aktivkohle behandelt und erneut mit Säure ausgefällt, wobei winzige weiße Prismen von 3-5-Dijod-N-/?-carboxypropionylthyronin vom Schmp. 231 bis 2320 (zers.) erhalten wurden. Ausbeute: 0,3 g (gef. C 34,8; H 3,1; N 2,2; J 41,2%. Die Formel C19H17O7NJ2 würde erfordern: C 36,5; H 2,7; N 2,2; J 40,7%).
b) N-zS-Carboxypropionylthyroxin
Zu einer Lösung von 3 · 5-Dijod-N-^-carboxypropionylthyronin (0,1 g) in alkoholischer Äthylaminlösung (10 ml, 20%) wurde unter Rühren wässeriger Jodlösung (0,34 ml, 1,9 η) hinzugefügt.
Die Lösung wurde verdünnt und mit Essigsäure angesäuert und der Niederschlag aus wässeriger Essigsäure umkristallisiert. Schmp. 202 bis 2030 (zers.), (gef. C 25,9; H 1,5; N 1,4; J 57,5%. Die Formel C19H15O7NJ4 würde erfordern: C 26,0;
Beispielo
Herstellung von N-Formylthyroxin
Zu einer Lösung von N-Formyl-3'5-dijodthyronin (0,2g) in Äthylaminlösung (10ecm, 33% in Wasser) wurde unter Rühren eine Jodlösung (0,79 ecm, 1,9 n) zugegeben. Nach 30 Minuten wurde die Mischung mit 2 η-Salzsäure angesäuert und das ausgefällte N-Formylthyroxin aus wässerigem Aceton umkristallisiert, wobei eine weiße Substanz vom Schmp. 2160 (0,15 g) erhalten wurde.
Beispiel 7
1-Thyroxin
Zu einer Lösung von 3g5-Dijod-l-thyronin (22 g) in wässerigem Äthylamin (33%, 220 ml, 40 mol) wurde unter Rühren eine Lösung von Jod in Kaliumjodidlösung (88 ml, 1,9 n) tropfenweise zugegeben. Die Jodaufnahme erfolgte rasch, und nach Beendigung derselben schied sich das Äthylaminsalz des 1-Thyroxins aus. Unter Rühren und Kühlen wurde Salzsäure (16%) zugegeben, bis ein PH-Wert von 4 bis 5 erreicht war. Nach zweistündigem Stehen wurde das ausgefällte 1-Thyroxin abfiltriert, mit Wasser gewaschen und in Äthylalkohol (250 ml) und 2 n-Natriumhydroxydlösung (100 ml) gelöst. Die Lösung wurde zum Sieden erhitzt und eine heiße Lösung von 2 n-Salzsäure HO-
(etwa ιoo ml) zwecks Einstellung des ph-Wertes auf 4 bis 5 hinzugefügt. Eine etwaige Übersäuerung wurde durch Beigabe von etwas Natriumacetatlösung ausgeglichen. Nach zweistündigem Aufbewahren im Kühlschrank wurde das 1-Thyroxin abfiltriert, mit Wasser und Äthylalkohol gewaschen und bei ioo° C getrocknet. Schmp. 233 bis 2350 (zers.). Ausbeute: 29 g (89%) (a)D = — 5,8°).
Beispiel 8
Jodierung des Methylesters von
3 · 5-Dijod-dl-thyronin
Zu einer Lösung von 3-5-Dijod-dl-thyroninmethylester (ig) in Methylalkohol (20 ml) und n-Butylamin (10 ml) wurde langsam Jod (ig) in Methylalkohollösung (10 ml) zugegeben. Die Mischung wurde eine Stunde gerührt, und dann eine Lösung von Salzsäure in Methylalkohol zugefügt, bis die Lösung sauer war. Die Mischung wurde mit Wasser verdünnt und zur Einstellung des pn auf 4 bis 5 eine gesättigte Natriumacetatlösung zügegeben. Der Niederschlag wurde abfiltriert, getrocknet und mit etwas Methylalkohol extrahiert, so daß ein Rückstand von reinem Methylester des dl-Thyroxins hinterblieb. Der Schmp., der mit einer Vergleichsprobe keine Depression zeigte, betrug 158 bis i6o°. Ausbeute: 0,7 g (gef. N 1,7; J 64,6. Berechnet für C16H13O4NJ4: N 1,7; J 64,2%).
Beispiel 9
Jodierung von 3 · 5-Dijod-dl-thyronin unter
Verwendung von Cyclohexylamin
Zu einer Lösung von 3· 5-Dijod-dl-thyronin (0,5 g) in Cyclohexylamin (7 ml) und Wasser (14 ml) wurde eine Lösung von Jod (2 ml, 1,9 n) in Kaliumiodid tropfenweise unter Schütteln zugefügt. Nach 15 Minuten langem Stehen wurde die Lösung zwecks Ausfällung des dl-Thyroxins mit Essigsäure angesäuert. Das dl-Thyroxin wurde aus alkoholischem Alkali in der üblichen Weise umkristallisiert. Schmp. 2300 (zers.). Ausbeute: 0,5 g.

Claims (7)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von Thyroxin und seinen Derivaten, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen der allgemeinen Formel
    wobei R eine-CH2-CH — COOX-oder
    NHY
    -CH2-CH — CO-Gruppe sein kann und
    NH NH
    CO
    X Wasserstoff, eine Methyl- oder Äthylgruppe und Y Wasserstoff, eine Formyl-, Acetyl- oder ß-Carboxypropionylgruppe bedeuten, mit Jod in einem Lösungsmittel in Gegenwart einer organischen Base, die nicht mehr als 8 Kohlenstoffatome im Molekül enthält, umgesetzt werden, wobei als organische Basen primäre oder sekundäre aliphatische Amine, die eine Cyclohexyl- oder Alkylcyclohexylgruppe und gegebenenfalls
    to ι oder 2 Hydroxylgruppen enthalten, Piperidin,
    C-Alkylpiperidin oder Morpholin verwendet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man 2 Mol Jod verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung mit Jod in Gegenwart von Wasserstoffsuperoxyd durchgeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man 1 Mol Jod verwendet.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als organische Base Methylamin, Äthylamin, Butylamin, Äthylendiamin, Dimethylamin, Dibutylamin, Monoäthanolamin oder bzw. und Diäthanolamin verwendet werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung bei ο bis 300 erfolgt.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß 1-Isomere der Verbindung der allgemeinen Formel
    CH2CH-COOX
    NHY
    als Ausgangsmaterial verwendet werden.
    © 2073 10.51
DEP49451A 1948-12-31 1949-07-20 Verfahren zur Herstellung von Thyroxin und seinen Derivaten Expired DE819093C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB281277X 1948-12-31

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE819093C true DE819093C (de) 1951-10-29

Family

ID=10270695

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP49451A Expired DE819093C (de) 1948-12-31 1949-07-20 Verfahren zur Herstellung von Thyroxin und seinen Derivaten

Country Status (5)

Country Link
US (1) US2579668A (de)
CH (1) CH281277A (de)
DE (1) DE819093C (de)
FR (1) FR1012753A (de)
GB (1) GB652207A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0049860A1 (de) * 1980-10-07 1982-04-21 Roche Diagnostics GmbH Verfahren zur Herstellung von reaktiven, kupplungsfähigen Derivaten der Schilddrüsenhormone T3 und T4 und deren Verwendung

Families Citing this family (11)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2823164A (en) * 1953-02-25 1958-02-11 Nat Res Dev Method of preparing 3, 5, 3' l-tri-iodothyronine and pharmaceutical compositions thereof
US2894977A (en) * 1955-12-24 1959-07-14 Hoechst Ag Process of preparing phenoxycinnamic acid derivatives
US2886592A (en) * 1956-03-07 1959-05-12 Hillmann Gunther Process for making iodo derivatives of thyronine
US4311853A (en) * 1979-02-06 1982-01-19 The Radiochemical Centre Limited Selenium derivatives of thyroxine and tri-iodothyronine
EP1365745A2 (de) 2001-02-15 2003-12-03 King Pharmaceuticals, Inc. Stabilisierte pharmazeutische und schilddrüsenhormon-zusammensetzungen und herstellungsverfahren
US6555581B1 (en) 2001-02-15 2003-04-29 Jones Pharma, Inc. Levothyroxine compositions and methods
US20030198671A1 (en) * 2001-08-10 2003-10-23 Franz G. Andrew Levothyroxine compositions having unique plasma AUC properties
US7101569B2 (en) 2001-08-14 2006-09-05 Franz G Andrew Methods of administering levothyroxine pharmaceutical compositions
US7189856B2 (en) 2001-12-28 2007-03-13 Gideon Shapiro Non-peptide somatostatin receptor ligands
WO2009136249A1 (en) * 2008-05-09 2009-11-12 Cadila Pharmaceuticals Ltd. An improved process for the preparation of levothyroxine sodium with reduced levels of impurities
CA2944116A1 (en) 2014-03-31 2015-10-08 Lupin Limited A process for preparation of levothyroxine and salts thereof

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2245610A (en) * 1938-01-21 1941-06-17 Schaffer Charles William Medicinal composition
GB559024A (en) * 1942-08-31 1944-02-01 Boots Pure Drug Co Ltd Improvements in and relating to the manufacture of iodine compounds
US2478065A (en) * 1945-04-19 1949-08-02 American Dairies Inc Process for producing synthetic thyroprotein

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0049860A1 (de) * 1980-10-07 1982-04-21 Roche Diagnostics GmbH Verfahren zur Herstellung von reaktiven, kupplungsfähigen Derivaten der Schilddrüsenhormone T3 und T4 und deren Verwendung

Also Published As

Publication number Publication date
US2579668A (en) 1951-12-25
CH281277A (de) 1952-02-29
GB652207A (en) 1951-04-18
FR1012753A (fr) 1952-07-17

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE819093C (de) Verfahren zur Herstellung von Thyroxin und seinen Derivaten
DE2147023B2 (de) Verfahren zur Herstellung von 1H- Tetrazol-Verbindungen
DE949888C (de) Verfahren zur Herstellung von Pyrrolidinen
DE1795344A1 (de) 3-Amino-isothiazole
DE1918253A1 (de) Verbessertes Verfahren zur Herstellung von 3-Hydroxyisoxazolverbindungen
DE2854069C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von optisch aktiven Basen
DE2326308A1 (de) Verfahren zur herstellung von tetramisol
DE1670143C3 (de)
DE1960130A1 (de) Neue Verfahren zur Herstellung von N-(Diaethylaminoaethyl)-4-amino-5-chloro-2-methoxybenzamid
DE930565C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Phenyl-2-amino-1, 3-propandiolen oder von im Phenylrest substituierten 1-Phenyl-2-amino-1, 3-propandiolen
AT250338B (de) Verfahren zur Herstellung neuer, basischer Derivate von substituierten Benzofuran-2-carbonsäuren und deren Salzen
AT401931B (de) Verfahren zur herstellung von (s,s)-(n-(1- ethoxycarbonyl-3-oxo-3-phenylpropyl)-alanin)- (phenylmethyl)ester
DE2065698A1 (de) Verfahren zur herstellung von 2isopropyl-6-methyl-4(3h)-pyrimidon
DE850297C (de) Verfahren zur Herstellung von Amidinsalzen
AT336572B (de) Verfahren zur herstellung von neuen alkylsulfonylaminoglycinen sowie deren salzen
DE1018869B (de) Verfahren zur Herstellung von Aminoalkylpurinderivaten
DE942147C (de) Verfahren zur Herstellung von 3-[4-Chlor-7-oxy-3-methylphthalid-(3)]-5,6,8-trioxy-1-keto-tetra-hydronaphthalin
DE2500840A1 (de) Verfahren zur herstellung von 1h- tetrazol-1-essigsaeure
DE848652C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-dialkylcarbaminyl-substituierten Piperazinen mit substituierter 4-Stellung
AT205036B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridazinderivaten
DE859892C (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten Piperidinoessigsaeureestern
DE945237C (de) Verfahren zur Herstellung von Pyrrolinonen
DE1768787C3 (de) (o-Carboxy-phenyl)-acetamidine, Verfahren zu deren Herstellung und (o-CarboxyphenyO-acetamidine enthaltende Präparate
AT263766B (de) Verfahren zur Herstellung von Indolderivaten
AT228793B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Iminodibenzylderivaten