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DE819018C - Seitenscherbrett fuer Schleppnetze - Google Patents

Seitenscherbrett fuer Schleppnetze

Info

Publication number
DE819018C
DE819018C DEH101A DEH0000101A DE819018C DE 819018 C DE819018 C DE 819018C DE H101 A DEH101 A DE H101A DE H0000101 A DEH0000101 A DE H0000101A DE 819018 C DE819018 C DE 819018C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
otter board
board according
plates
otter
sub
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH101A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1627035U (de
Inventor
Johannes Hesse
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEH101A priority Critical patent/DE819018C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE819018C publication Critical patent/DE819018C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K73/00Drawn nets
    • A01K73/02Trawling nets
    • A01K73/04Devices for spreading or positioning, e.g. control thereof
    • A01K73/045Devices for spreading or positioning, e.g. control thereof for lateral sheering, e.g. trawl boards

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)

Description

Das bisher bei der Schleppnetzfischerei fast ausschließlich gebräuchliche Flächenscherbrett für Seitenscherung schleift in ungefähr senkrechter, etwas nach hinten geneigter Stellung mit der Sohle über den Meeresgrund. Bei hartem Grund werden die Stahlschienen stark abgeschliffen. Bei weichem Grund gräbt sich das Scherbrett in diesen ein und wird nach einiger Zeit, nachdem es sich durch den zunehmenden Widerstand vorwärts neigen mußte,
ίο aus dem Grund herausgezogen, um sich dann aufs neue einzugraben. Bei steinigem Grund werden im Wege liegende kleinere Steine mitgeschleift, bis sie über die Hinterkante abrutschen. Bei größeren Steinen oder gratigem Grund neigt sich wie bei weichem Grund das Scherbrett nach vorn, sobald der Widerstand zu groß wird, und kommt so über das Hindernis hinweg.
Diese Wirkungsweise ist höchst unbefriedigend. Zum Schleppen der Netze wird ein ziemlich hoher Kraftaufwand benötigt, und die Scherwirkung wird, ao besonders beim Vorneigen des Scherbretts, stark beeinträchtigt.
Es ist daher das Ziel der Erfindung, ein Seitenscherbrett zu schaffen, das besser über den Meeresgrund schleift und auch bei Hindernissen und beim Neigen seine Scherwirkung voll ausübt. Der Grundgedanke der Erfindung liegt darin, das Scherbrett so auszuführen, daß dieses oder wenigstens der untere Teil desselben dauernd nach vorn geneigt über den Meeresgrund schleift. Ein senkrecht stehendes Scherbrett wird nämlich beim Schleppvorgang nicht in Richtung seiner Längsebene vorwärts bewegt, sondern es schleift in Schrägstellung zur Schlepprichtung, damit durch den Wasserdruck die beiden das Netz haltenden Scherbretter nach beiden Seiten auseinanderscheren. Wird nun im Sinne der Erfindung das Scherbrett in der Schlepprichtung nach vorn geneigt, so gleitet es sowohl über weichen als
auch harten oder steinigen Meeresgrund viel besser hinweg, und das Eingraben des Scherbretts in den Meeresgrund wird vermieden.
Erfindungsgemäß wird das Scherbrett zur Verwirklichung dieses Grundgedankens aus zwei winkelig zueinander geneigten Teilplatten gebildet, derart, daß das Scherbrett einen V-förmigen, senkrechten Querschnitt erhält, wobei die untere Teilplatte in der erwähnten Weise nach vorn geneigt über den ίο Meeresgrund gleitet. Abgesehen davon, daß hierdurch das Gleiten besser vor sich geht und Hindernisse viel leichter überwunden werden, bleibt die Scherwirkung unter allen Bedingungen immer praktisch konstant, selbst wenn sich das Scherbrett als Ganzes bei größeren Widerständen infolge von Steinen oder sonstigen Hindernissen nach vorn neigen sollte. Wenn nämlich in diesem Falle der Wasserdruck auf die untere Teilplatte in Anbetracht der größeren Neigung zwar geringer wird, so erhöht ao sich andererseits der Wasserdruck auf die obere Teilplatte entsprechend, weil diese, zunächst nach hinten geneigt, sich nunmehr stärker aufrichtet und daher dem Wasser eine größere Widerstandsfläche darbietet.
Die beiden Teilplatten sind vorzugsweise spiegelbildlich gleich in der Form und können scharnierartig miteinander verbunden sein, damit sie in ihrer Winkellage zueinander beliebig eingestellt werden können, wodurch weiterhin die nach vorn geneigte Stellung der unteren Teilplatte den jeweiligen Verhältnissen entsprechend geneigt eingestellt werden kann. Hierdurch ist gleichzeitig auch der Größenwert der Scherwirkung regelbar.
Die Winkellage der beiden Teilplatten zueinander wird durch einstellbare oder auswechselbare und verschieden lange Verstrebungen gesichert.
Im Querschnitt V-förmig gestaltete Scherbretter sind an sich bekannt. Diese Scherbrettform wurde jedoch bisher nur für Höhenscherbretter vorgeschlagen, die am Kopftau oder am oberen Teil der Netze angeordnet sind. Hierbei tritt das Problem der Erfindung überhaupt nicht in Erscheinung, da diese Bretter nicht auf dem Meeresgrund schleifen. Es ist ferner schon auf eine Schrägstellung der Scherbretter hingewiesen worden, um dadurch die Scherbretter beim Schleppen durch die Strömung auf den Meeresgrund zu drücken. Das bedingt indessen eine nach hinten geneigte Stellung der Scherbretter und läuft mithin dem Grundgedanken der Erfindung zuwider.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Abb. 1 die Gesamtanordnung eines Schleppnetzes mit den beiden Scherbrettern,
Abb. 2 einen senkrechten Querschnitt durch ein Scherbrett,
Abb. 3 eine Vorderansicht eines Scherbretts, etwas von oben gesehen,
Abb. 4 eine Rückansicht zu Abb. 3. Nach Abb. 1 sind wie üblich zwei Scherbretter 1,2 vorgesehen, die durch die Kurrleinen 3, 4 vom Fischdampfer aus geschleppt werden. Die Kurrleinen 3, 4 greifen an der Vorderseite der Scherbretter 1, 2 an, während auf deren Rückseite die Vorläufer 5, 6 befestigt sind, die zum Netz 7 führen. Wie Abb. 2 erkennen läßt, ist das Scherbrett aus zwei Teilplatten 8, 9 gebildet, die im Winkel zueinander geneigt sind, wodurch das Scherbrett im senkrechten Querschnitt V-förmig ist. Die beiden Teilplatten 8, 9 sind in der Form eines Parallelogramms gehalten, wobei die Schmalseiten (vgl. Abb. 1 und4) in Schlepprichtung gesehen schräg nach hinten laufen. Beide Teilplatten 8, 9 sind im vorliegenden Falle scharnierartig miteinander verbunden, so daß sie um die Achse 10 geschwenkt werden können. In einer bestimmten Winkellage werden die Teilplatten durch eine oder mehrere in der Länge veränderliche Verstrebungen 11 eingestellt. Hierdurch kann die nach vorn geneigte Lage der unteren Teilplatte 9 den jeweiligen Verhältnissen entsprechend schräg gehalten werden, und es ist dadurch auch die Scherwirkung selbst veränderlich, da der Wasserdruck auf das Scherbrett beim Schleppen um so höher ist, je größer der von den Teilplatten 8, 9 gebildete Winkel gewählt wird.
Zur Einstellung der Verstrebungen 11 sind bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 Spannschlösser 12 vorgesehen, jedoch genügen auch einfachere Mittel, beispielsweise kann die Verstrebung aus zwei Profilstreben o. dgl. bestehen (vgl. die beiden Streben 13, 14 in Abb. 4). Diese Streben 13, 14 greifen je an der oberen und unteren Teilplatte 8, 9 an und übergreifen sich in der Mitte. Sie haben beide eine Lochreihe, und die zur Verbindung durchgesteckten Schrauben 15 können wahlweise in die verschiedenen Löcher eingesteckt werden, um die Länge der Verstrebung und damit die Winkellage der Teilplatten 8, 9 zu verändern. Selbstverständlich ist es auch möglich, in der Länge unveränderliche Verstrebungen zu benutzen. Es muß in diesem Falle zur Änderung der Winkellage der Teilplatten 8, 9 immer eine besondere längere oder kürzere Strebe eingesetzt werden.
Zum Anschluß der Kurrleinen 3, 4 dienen Bügel 16, 17, die an der Scharnierkante der Teilplatten 8, 9 befestigt sind. Der große Bügel 16 ist dicht an den Enden der Scharnierkante angebracht, er wirkt hindernisabweisend. Der kleinere Bügel 17 liegt mit seinen Befestigungspunkten entsprechend dazwischen, so daß die Schleppkraft gleichmäßig verteilt auf das Scherbrett übertragen wird. Beide Bügel 16, 17 sind gelenkig befestigt, vorzugsweise sind sie in Löcher der Scharnierteile 18 (vgl. Abb. 2) eingehängt. Beim Schleppen liegen die Bügel 16, 17 ungefähr horizontal und ergeben durch ihre Form den geringstmöglichen Widerstand. Die Vorläufer greifen am Scherbrett auf dessen Innenseite an einer öse 19 o. dgl. an, die sich ebenfalls an der Scharnierkante befindet.
Die Längskanten der Teilplatten 8, 9 sind zweckmäßig mit einer Verstärkungssohle 20 ausgerüstet, die in der Schlepprichtung nach hinten etwas abgebogen ist. Ferner können zwischen den Bügeln 16, 17 Verstärkungsbleche 21 vorgesehen werden, die die beiden Bügel 16, 17 miteinander verbinden. Auch ist es möglich, auf der Innenseite der Teil-
platten S, 9 Verstärkungsrippen ο. dgl. anzubringen, um das ganze Scherbrett möglichst stabil zumachen. Die Wirkungsweise ist nach der vorstehenden Beschreibung ohne weiteres verständlich. Das Scherbrett schleift mit seiner unteren Verstärkungssohle . 20 gemäß Abb. 1 über den Meeresgrund. Infolge der V-förmigen Ausbildung des Scherbretts liegt dabei die untereTeilplatteo, mehr oder weniger stark nach vorn in Schlepprichtung geneigt, wodurch ein besseres Gleiten als bei senkrechter Stellung ermöglicht ist. Das Scherbrett nach der Erfindung überwindet insbesondere Hindernisse in Form von Steinen usw. ohne Schwierigkeiten. Die Scherflächen sind vollkommen glatt, es können also keine Wirbelbildungen entstehen. Der Kraftbedarf für das Schleppen ist daher gegenüber anderen Ausführungen, besonders solchen mit zusätzlichen Steuerklappen o. dgl., sehr gering.
Durch die verstellbare Winkellage der beiden
ao Teilplatten 8, 9 ist das Scherbrett für alle Verhältnisse leicht einstellbar. So kann auch bei der Rollenfischerei die erforderliche größere Scherwirkung und bei Grundtaufischerei die kleinere Scherwirkung mühelos eingestellt werden. Ferner ist eine Anr
»5 passung an· die verschiedene Schleppleistung der Fischdampfer möglich. Außerdem kann das bei der Heringsfischerei notwendige begrenzte Auseinanderscheren erreicht werden.
Für beide Netzseiten ist nur eine Ausführung des Scherbretts vorzusehen, da die Teilplatten 8, 9 in der Form spiegelbildlich übereinstimmen. Bei einer schadhaften Teilplatte kann diese leicht ausgewechselt werden. Es kann aber in Sonderfällen auch eine verschieden große Gestalt der Teilplatten 8, 9 gewählt werden, beispielsweise ist es denkbar, die obere Teilplatte 8 etwas größer auszuführen, um dadurch das Scherbrett sicher auf Grund zu halten.
Bei Nichtgebrauch werden die Teilplatten nach Lösen der Verstrebungen 11 zusammengeklappt und können so in der üblichen Weise hinter den Fischgalgen untergebracht werden. Bei Transport ist es möglich, die Teilplatten zu trennen und einzeln zu transportieren. Wesentlich ist in diesem Zusammenhang auch, daß die Bügel 16, 17 einklappbar sind.
Das Scherbrett ist übrigens auch als Höhenscherbrett verwendbar, wenn es genügend leicht ausgeführt, beispielsweise aus Aluminium hergestellt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    1. Seitenscherbrett für Schleppnetze, dadurch gekennzeichnet, daß es aus zwei winkelig zueinander geneigten Teilplatten (8, 9) gebildet ist, derart, daß das im senkrechten Querschnitt V-förmige Scherbrett mit der unteren Teilplatte
    (9) nach vorn geneigt über den Meeresgrund schleift.
    2. Scherbrett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teilplatten (8, 9) scharnierartig miteinander verbunden sind.
    3. Scherbrett nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teilplatten (8, 9) spiegelbildlich übereinstimmend ausgeführt sind.
    4. Scherbrett nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Teilplatte (9) eine Verstärkungssohle (20) aufweist, die in Schlepprichtung etwas nach hinten abgebogen ist.
    5. Scherbrett nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilplatten (8, 9) in Form eines Parallelogramms gehalten sind, dessen Schmalseiten in Schlepprichtung gesehen schräg nach hinten laufen.
    6. Scherbrett nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teilplatten (8, 9) durch einstellbare oder auswechselbare und verschieden lange Verstrebungen (11, 13, 14) in ihrer Winkellage gehalten und einstellbar sind.
    7. Scherbrett nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Scherbrett zwei Bügel (16, 17) aufweist, die an der Scharnierkante gelenkig angreifen.
    8. Scherbrett nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der größere Bügel (16) dicht an den Enden der Scharnierkante angelenkt ist, während der kleinere Bügel (17) entsprechend dazwischenliegt.
    9. Scherbrett nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Bügeln (16,
    17) Verstärkungsbleche (21) vorgesehen sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    1979 ιό. 5l
DEH101A 1949-10-15 1949-10-15 Seitenscherbrett fuer Schleppnetze Expired DE819018C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH101A DE819018C (de) 1949-10-15 1949-10-15 Seitenscherbrett fuer Schleppnetze

Applications Claiming Priority (1)

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DEH101A DE819018C (de) 1949-10-15 1949-10-15 Seitenscherbrett fuer Schleppnetze

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE819018C true DE819018C (de) 1951-10-29

Family

ID=7141996

Family Applications (1)

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DEH101A Expired DE819018C (de) 1949-10-15 1949-10-15 Seitenscherbrett fuer Schleppnetze

Country Status (1)

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DE (1) DE819018C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2816385A (en) * 1955-10-10 1957-12-17 Frank J Luketa Trawl doors and towing bridles therefor
US3048936A (en) * 1961-06-29 1962-08-14 Frank J Luketa V-door for trawling and bridle therefor

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2816385A (en) * 1955-10-10 1957-12-17 Frank J Luketa Trawl doors and towing bridles therefor
US3048936A (en) * 1961-06-29 1962-08-14 Frank J Luketa V-door for trawling and bridle therefor

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