[go: up one dir, main page]

DE818408C - Verfahren zur Herstellung von Glasbelaegen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glasbelaegen

Info

Publication number
DE818408C
DE818408C DEP285A DEP0000285A DE818408C DE 818408 C DE818408 C DE 818408C DE P285 A DEP285 A DE P285A DE P0000285 A DEP0000285 A DE P0000285A DE 818408 C DE818408 C DE 818408C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water glass
lime
layer
glass
application
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP285A
Other languages
English (en)
Inventor
Joseph Ploerer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEP285A priority Critical patent/DE818408C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE818408C publication Critical patent/DE818408C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C17/00Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
    • C03C17/02Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with glass

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Glasbelägen Vorliegende Erfindung sieht das Belegen mit Glas durch Verkieselung von Wasserglasgemischen vor.
  • Um mit diesem in Wasser gelösten Gemenge auch eine Färbung des Glases auf seiner Rückseite auszubauen, wurde erkannt und durch Versuche bestätigt, daß auf kleinen, mosaikgroßen Glasoberflächen bei Verwendung des in der Silicatfarbentechnik üblichen Wasserglases, jedoch mit größerer Kalkpulverbeimischung, die auch pigmentiert sein kann, die gut deckende, breiige Mischung durch die Verkieselung so schrumpft, daß durch ein zusätzliches Auftragen von Wasserglas allein die Farbschicht feuchtigkeitsdicht wird.
  • Um bei größeren Glasoberflächen die zweckgebundene Schließung der wasseransaugenden Poren zu erreichen, wird zweckmäßig Natronwasserglas, mit möglichst wenig Wasser, grobkörnigem Kalkpulver und Pigment verwendet. Der so erhaltene Brei gewährleistet insbesondere bei Beimischung von Emulsionen, Dispersionen nach Erwärmung eine porendichte Verkieselung und eine außerordent liehe Haftfestigkeit bzw. Verkieselung mit dem Glase.
  • Da Aluminiumpulver_porenschlieBendwirkt, kann bei einer weiteren Schicht von Natronwasserglas und Aluminiumpulver die Emulsion durch Aluminiumpulver ersetzt werden.
  • Um bei Verwendung von Natronwasserglas eine Entmischung der Farbpigmente vom Kalk zu verhindern, sieht die Erfindung vor, daß auf das Glas eine dünne Schicht von Wasserglas allein, angerührt mit Farbpigmenten und einer Emulsion, Dispersion, angebracht wird. Die Dispersion kann auch durch das Aufbringen der Natronwasserglas-Aluminiumpulver-Schicht ersetzt werden. Gegebenenfalls kann auch etwas Kalk zugegeben werden. Diese Schicht wird vorteilhaft erwärmt.
  • Die Erfindung sieht als zweckmäßig das weitere Anbringen einer dicken Kalk-Wasserglas-Schicht vor, die unter anderem die Aufgabe hat, die I_ruckfeckeit des Glases wesentlich zu erhöhen.
  • Das Kalk-Wäsgefgläs-Gemisch kann bei Druck, der vorteilhaft gleichzeitig mit der Erwärmung erfolgt, zu einer homogenen Masse von großer Bruchfestigkeit gepreßt werden, wobei auch Spannungsschrumpfungen begegnet wird.
  • Adhäsionsvermindernden Schrumpfungsspannungen kann auch durch Auftragen von zwei oder mehreren Schichten, die vorteilhaft auch verschiedener Mischungszusammensetzung sein können; begegnet werden..
  • Es wurde weiter erkannt, daß die Beimischung von Quarzsand in dem Kalk-Wasserglas-Gemisch außer der Förderung der Verkieselung den Vorteil hat, daß sich der Sand mit dem Verlegungsmörtel gut verzahnt bzw. sich die plastischen Schichten, wie Bitumen, gut einlagern können, so daß auch durchgefärbtes Glas zweckmäßig mit dieser Schicht versehen wird.
  • Um diese Verbindung mit der anlagernden Schicht zu erhöhen und gleichzeitig einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Ausdehnungen zu schaffen, können auch Sand, Split oder andere zweckdienliche Stoffe in die nasse Schicht eingestreut werden.
  • Der gemäß der Erfindung verwendete Kalk-Wasserglas-Brei kann auch als Verlegungsmasse zum Ersatz des Zementmörtels, Bitumens usw. dienen und gleichzeit_ig-das_Glas a.der Rücksei e ff ä@ `-Außer zur Überbrückung der verschiedenartigen Dehnungen von Glas und der zu belegenden Oberfläche sieht die Erfindung zur weiteren Isolierung das Anbringen von plastischen Schichten entweder auf das Glas allein oder zum Teil auf die zu belegende Oberfläche vor.
  • Es ist unter anderem Bitumen, das emulgiert, heißflüssig oder gelöst, vorteilhaft mit Füllstoffen, wie Asbestmehl, Kokereischlacke, Traß usw., versetzt wird, vorgesehen. Diese Schicht kann zweckmäßig mit Sand, Split oder ähnlichen Stoffen, die vorteilhaft mit Bitumenlöser angefeuchtet sind, bestreut werden.
  • Weiter sieht die Erfindung die Verwendung von anderen, und zwar in Öl und Benzin nicht löslichen plastischen Massen, insbesondere Latex, dort vor, wo Bitumenlöser vorkommen, z. B. bei Öl- und Benzintankanlagen.
  • Die Erfindung sieht endlich auch vor, daß das Material der Verlegungsmasse auf das nach den verschiedenen vorgeschilderten Arten vorbereitete Glas aufgebracht wird; hierbei ist insbesondere das Aufgießen des zu Porenbeton zu verarbeitenden Zementgemisches vorgesehen. Ausführungsbeispiel Eine Fensterglasscheibe wird mit einem mit Natronwasserglas angefeuchteten Lappen auf der Rückseite gereinigt. Dann wird auf diese eine dünne Schicht, die z. B. aus Natronwasserglas, Pigmenten und Kreide besteht, mit einer Spritzpistole aufgebracht.
  • Nach dem Antrocknen wird die Schicht ansteigend erwärmt.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Glasbelägen, gekennzeichnet durch die Verwendung von Kalkwasserglas zwischen Glas und der zu belegenden Oberfläche oder der Verlegungsmasse, in der Art, daß das bei der Silicatfarbentechnik übliche dünnflüssige Wasserglas verwendet wird, jedoch mit einer größeren Menge von Kalkpulver, und daß nach Trocknung dieses Breies Wasserglas allein aufgebracht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Beimischung von Farbpigmenten.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von konzentriertem Wasserglas und stärkerer Korngröße des Kalkpulvers und der Pigmente oder des Kalkpulvers allein.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch die Verkieselung durch Wärme.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, gekennzeichnet durch die Verwendung von Natron wasserglas.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, gekennzeichnet durch die Beimischung von Emulsionen, Dispersionen.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch i bis 6, gekennzeichnet durch das Auftragen einer dünnen Schicht aus Wasserglas, Pigmenten und Dispersionen. B. Verfahren nach Anspruch i bis 7, gekennzeichnet durch das Anbringen einer dünnen Schicht von Wasserglas, Pigmenten und Emulsionen, Dispersionen mit kleinem Kalkanteil. g. Verfahren nach Anspruch i bis 8, gekennzeichnet durch das Anbringen einer Schicht aus Wasserglas und Aluminiumpulver als Isolierschicht oder Farbschicht. io. Verfahren nach Anspruch i bis 9, gekennzeichnet durch Beimischung von Quarzsand. i i. Verfahren nach Anspruch i bis io, gekennzeichnet durch Auftragen von zwei oder mehreren Schichten des Kalk-Wasserglas-Gemisches, auch verschiedener Zusammensetzung. 12. Verfahren nach Anspruch i bis i i, gekennzeichnet durch Einstreuen von Sand; Split oder anderen zweckdienlichen Mitteln auf die noch nasse Kalk-Wasserglas-Rückschicht. 13. Verfahren nach Anspruch i bis 12, gekennzeichnet durch Anbringen einer dicken Schicht des vorgesehenen Kalk-Wasserglas-Gemisches. 14. Verfahren nach Anspruch i bis 13, gekennzeichnet durch das Aufbringen der Schicht unter Verwendung von Druck. 15. Verfahren nach Anspruch i bis 14, gekennzeichnet durch Verwendung von Druck bei gleichzeitiger Erwärmung. 16. Verfahren nach Anspruch i bis 15, gekennzeichnet durch die Verwendung von Kalk-Wasserglas-Gemisch als Verlegungskitt. 17. Verfahren nach Anspruch i bis 16, gekennzeichnet durch das Aufbringen von heißflüssigem, gelöstem oder emulgiertem Bitumen, das zweckmäßig mit Füllstoffen, wie Traß, Asbest, Kokereischlacke, versetzt ist und mit Sand, Split und ähnlichen Stoffen, die auch mit Bitumenlöser angefeuchtet sein können, abgestreut wird. i8. Verfahren nach Anspruch i bis 17, gekennzeichnet durch .das Aufbringen der plastischen Masse zum Teil an die zu verkleidende Oberfläche. i9. Verfahren nach Anspruch i bis 18, gekennzeichnet durch die Verwendung ariderer plastischer Massen anstatt des Bitumens, z. B. Latex. 2o. Verfahren nach Anspruch i bis i9, gekennzeichnet durch Aufschütten porenbildenden Zementbreies auf die mit Kalk-Wasserglas-Gemenge versehenen Glasplatten..
DEP285A 1949-11-16 1949-11-16 Verfahren zur Herstellung von Glasbelaegen Expired DE818408C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP285A DE818408C (de) 1949-11-16 1949-11-16 Verfahren zur Herstellung von Glasbelaegen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP285A DE818408C (de) 1949-11-16 1949-11-16 Verfahren zur Herstellung von Glasbelaegen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE818408C true DE818408C (de) 1951-10-25

Family

ID=7356525

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP285A Expired DE818408C (de) 1949-11-16 1949-11-16 Verfahren zur Herstellung von Glasbelaegen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE818408C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4436368A1 (de) * 1994-09-09 1996-03-21 Hans Peter Boee Vorgefertigtes Bauelement
US5763090A (en) * 1994-09-09 1998-06-09 Bo; Hans Peter Glass-laminated concrete building element
US6015622A (en) * 1996-02-16 2000-01-18 Boee; Hans Peter Semi-finished surface-cladding component

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4436368A1 (de) * 1994-09-09 1996-03-21 Hans Peter Boee Vorgefertigtes Bauelement
US5763090A (en) * 1994-09-09 1998-06-09 Bo; Hans Peter Glass-laminated concrete building element
US6015622A (en) * 1996-02-16 2000-01-18 Boee; Hans Peter Semi-finished surface-cladding component

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1771493A1 (de) Verfahren zur Herstellung von geschaeumtem Magnesiazement
LU87200A1 (de) Kaltverbindendes mittel auf bitumenbasis
DE818408C (de) Verfahren zur Herstellung von Glasbelaegen
DE3127436C2 (de)
DE4018619A1 (de) Verfahren und mittel zu oberflaechlicher, kuenstlicher faerbung der sande und anderer mineralischen zuschlagstoffe und verfahren des auflegens der kunstharzputze, einlegearbeiten, mosaiken im bauwesen, die kuenstlich gefaerbten sande oder andere zuschlagstoffe enthalten
DE1246516B (de) Wasserabstossende pigmentierte UEberzuege fuer poroese oder faserige Baustoffe
DE19813304C1 (de) Basismaterial für Putze, Estriche und Anstrichmittel, Verfahren zur Herstellung und Verwendung der Mischung
DD205423A1 (de) Verfahren zur hydrophobierung von calciumsulfatbindemitteln
DE561339C (de) Streich- und Spachtelmasse
DE1117032B (de) Auftragsmasse und Verfahren zur Oberflaechenverkleidung damit
DE10000682A1 (de) Beschichtungsmasse
DE370710C (de) Verfahren zur Herstellung eines wasserdichten Baustoffes
DE599402C (de) Anstrichmittel zum Flammensichermachen von Holz o. dgl.
US654404A (en) Production of marbled surfaces upon glass.
DE542395C (de) Verfahren zur Herstellung wetterbestaendiger kalziumkarbonathaltiger Sorelzementmassen
AT160059B (de) Verfahren zum Formen von Kunstharzen.
AT137328B (de) Steinholzähnliche Masse.
AT138977B (de) Verputzmasse für Mauern u. dgl.
DE811238C (de) Verfahren zur Herstellung gefaerbter bituminoeser Fahrbahndecken und Verkehrsmarkierungen
DE631781C (de) Verfahren zur Herstellung von Dispersionen von Bitumen, Teer oder deren Gemischen in Wasser
DE219488C (de)
DE589960C (de) Verfahren zur Herstellung von Bitumengallerten
DE538069C (de) Verfahren zur Herstellung eines Moerteldichtungsmittels aus Rindertalg und Kalk
DE728545C (de) Verfahren zur Herstellung einer fuer den Auftrag auf OElfreien Innenraumputz geeigneten Isolier- und Grundierpaste
DE587239C (de) Verfahren zur Herstellung von Kautschukmischungen aus kuenstlichen waesserigen Kautschukdispersionen