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DE818301C - Verfahren zur Herstellung von Nickelanoden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Nickelanoden

Info

Publication number
DE818301C
DE818301C DEP50377A DEP0050377A DE818301C DE 818301 C DE818301 C DE 818301C DE P50377 A DEP50377 A DE P50377A DE P0050377 A DEP0050377 A DE P0050377A DE 818301 C DE818301 C DE 818301C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nickel
concentration
temperature
sulfur
cathode
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP50377A
Other languages
English (en)
Inventor
Harry Edwin Tschop
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mond Nickel Co Ltd
Original Assignee
Mond Nickel Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mond Nickel Co Ltd filed Critical Mond Nickel Co Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE818301C publication Critical patent/DE818301C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D17/00Constructional parts, or assemblies thereof, of cells for electrolytic coating
    • C25D17/10Electrodes, e.g. composition, counter electrode
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D17/00Constructional parts, or assemblies thereof, of cells for electrolytic coating
    • C25D17/10Electrodes, e.g. composition, counter electrode
    • C25D17/12Shape or form
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D3/00Electroplating: Baths therefor
    • C25D3/02Electroplating: Baths therefor from solutions
    • C25D3/12Electroplating: Baths therefor from solutions of nickel or cobalt

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electroplating And Plating Baths Therefor (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Nickelanoden, wie sie zur elektrolytischen Niederschlagung von Nickel für Schutz- und Dekorationszwecke verwendet werden.
Es sind bereits Anoden aus elektrolytischem Nickel vorgeschlagen worden, d. h. aus einer wässerigen Lösung eines oder mehrerer Nickelsalze elektrolytisch niedergeschlagenem Nickel mit ο,οΐ bis 0,25% Schwefel. Dieses Nickel wird an der Kathode niedergeschlagen, und die Elektrolyten enthalten ein oder mehrere Nickelsalze sowie ein oder mehrere Sulfonsäuren und Sulfonate. Schwefel und Nickel werden gleichzeitig niedergeschlagen. Wenn die so erzeugten Kathoden als Anoden verwandt werden, sind sie hoch aktiv und korrodieren gleichmäßig.
Als Ergebnis von weiteren Forschungen ist jetzt festgestellt worden, daß an Stelle von Sulfonsäuren und Sulfonaten andere, aber nicht alle Schwefelverbindungen verwendet werden können. Weiter wurde festgestellt, daß es dabei notwendig ist, die Konzentration der Schwefelverbindung, die Temperatur, den pn-Wert der Lösung und die Stromstärke aufeinander abzustimmen, weil sonst nicht genügend Schwefel an der Kathode niedergeschlagen wird, um sie später als Anode benutzen zu können.
Weitere Forschungen haben auch gezeigt, daß die besten Ergebnisse erzielt werden, wenn der in dem niedergeschlagenen Nickel enthaltene Schwefel im Bereich von 0,011 bis 0,06% liegt.
Gestützt auf diese Forschungen besteht die Er
findung in der Erzeugung von massivem Nickel zur Verwendung als Anoden durch elektrolytische Niederschlagung an der Kathode aus einem wässerigen Elektrolyt, der ein wasserlösliches Nickelsalz, eine Pufferverbindung und eine oder mehrere der nachstehenden Schwefelverbindungen enthält: Sulfonamide und substituierte Sulfonamide, Thioharnstoffe und substituierte Thioharnstoffe, Phenthiazinverbindungen, Thiosulfate und Dithiophosphate. Während der Elektrolyse wird die Konzentration der Schwefelverbindung, die Temperatur, der pH-Wert der Lösung und die Stromstärke aufeinander abgestimmt, damit der Schwefelgehalt in dem niedergeschlagenen Nickel 0,01 bis 0,25%, vorzugsweise ο,οΐΐ bis 0,06°/0 beträgt.
Lösungen mit einer oder mehreren dieser Schwefelverbindungen sind zur Verwendung bei der elektrolytischen Niederschlagung von Nickel für Dekorations- und Schutzzwecke bereits vorgeschlagen worden. Derartige Nickelüberzüge sind meistens etwa 0,0025 mm, selten 0,25 mm stark. Zur Verwendung als Anode benutztes Massivnickel muß aber stärker sein, da Anoden gewöhnlich 12 mm und oft bis zu 25 mm stark sind. Bei der Herstellung von Schutz- und Dekorationsüberzügen ist die Menge des niedergeschlagenen Schwefels und dessen Einfluß auf die Korrosionsfähigkeit des niedergeschlagenen Nickels unwesentlich, und es ist noch nicht bekannt gewesen, daß die Ab-Stimmung, der oben erwähnten Faktoren ausschlaggebend ist. Die bloße Erwähnung der Verwendung einer Schwefelverbindung bei der gewöhnlichen Nickelniederschlagung gibt keine Antwort auf die Frage, ob elektrolytisch niedergeschlagenes, schwefelhaltiges Nickel als Anode bei hohen pH-Werten genügende Aktivität aufweist und ohne starken Schlammabsatz korrodiert.
Die Bereiche, innerhalb deren jede gemäß der Erfindung zu beachtende Vorbedingung sich ändern kann, sind sehr groß; sie liegen bei 1,7 bis 6,0pu, 0,5 bis 10 Amp./dm2, 20 bis 2000C und 0,02 bis 1,2 g/l Schwefelverbindung. Es bestehen aber für jede Verbindungsgruppe bevorzugte engere Bereiche, und selbst innerhalb dieser ist die Ab-Stimmung der Voraussetzungen erforderlich.
Die Verbindungen in der ersten Gruppe sind Sulfonamide und substituierte Sulfonamide mit der Grundstruktur
/
R_S — NH8
\
O
wobei R ein aromatisches Radikal ist wie Benzol bzw. Benzolhomologe oder Naphthalin bzw. Naphthalinhomologe. Es ist dabei zu empfehlen, die Schwankungen in folgenden Bereichen zu halten: pH 2,0 bis 3,0, Stromstärke 1 bis 5 Amp./dm2, Temperatur 25 bis 500 C, Konzentration des Sulfonamids bei 0,2 bis 1 g/l. Es ist bereits ein Verfahren vorgeschlagen worden, wonach durch Verwendung einer Lösung mit einem Sulfonamid unter Zusatz von Nickelsalzen und einer Pufferverbindung die Korngröße des Nickels herabgesetzt und ein Hochglanznickelüberzug erzeugt wird. Dabei beträgt die Konzentration des Sulfonamide 0,5 bis 4 g/l, entsprechend der besonderen verwendeten Verbindung. Die Arbeitsbedingungen sind: p» 2 bis 6, Temperatur 25 bis 6o° C und die Stromstärke 0,5 bis 5 Amp./dm2. Die bevorzugte Temperatur nach diesem früheren Vorschlag beträgt 500 C, während das optimale pH elektrometrisch bei 4 bis 5,3 liegt.
Bei der Verwendung eines Sulfonamids oder substituierten Sulfonamids nach dieser Erfindung wurde festgestellt, daß der Schwefelgehalt des Kathodennickels zuerst rasch mit der Konzentration wächst, bis die Konzentration des löslichen Sulfonamids in dem Elektrolyt einen Wert von etwa o,35 g/l erreicht hat. Danach steigt der Schwefelgehalt im Kathodennickel mit steigender Konzentration des Sulfonamids nur sehr langsam. Er wird durch die Kathodenstromstärke nur ganz geringfügig beeinträchtigt, schwankt aber mit dem pH. Er ist hoch bei niedrigem pH, niedrig bei hohem pH und steigt mit fallender Temperatur. Einige Tabellen veranschaulichen diese Feststellungen.
Wirkung der Konzentration von Orthotoluolsulfonamid
Vorbedingungen: pH 2,5, Stromstärke
Kathode 3,5 Amp./dm2, Temperatur 450 C.
der
Konzentration
des Sulfonamids
in Gramm
je Liter
0,05
0,15
o,35
0,50
1,00
Schwefel im
Kathod^n-
nickel
0,012
0,034
0,042
0,045
0,047
passiv
zufriedenste llend
gut
gut
gut
Wirkung der Stromstärke
Vorbedingungen: pH 2,5, Temperatur
Konzentration des Orthotoluolsulfonamids 1 g/l.
45° C,
Stromstärke
Amp/dm2
5,5
Schwefel im
Kathodennickel
0,045
0,047
0,049
Aktivität des
Kathodennickels
bei pn 5,5
gut
gut
gut
Wirkung von Änderungen im pn
Vorbedingungen: Stromstärke der Kathode 3 Amp./dm2, Temperatur 450 C, Konzentration des Orthotoluolsulfonamids 1 g/l.
Aktivität des Kathodennickels bei pn 5,5
Schwefel im Aktivität des
Ph Kathodennickel Kathodennickels
°/o bei pH 5.5
2,0 o,o66 gut
2,5 0,047 gut
4-0 0,035 zufriedenstellend
5-3 0,025 passiv
Wirkung von verschiedenartigen Sulfonamiden mit niedrigem p» und hoher Stromstärke
Vorbedingungen: pH 2,5, Stromstärke 3 Amp./ dm2, Temperatur 450 C, Konzentration des Sulfonamide 0,25 g/l, Niederschlagsdauer 48 Stunden.
Schwefel im Aktivität des
Sulfonamid Kathoden
nickel
Kathodennickels
bei pn 5-5
Paratoluol-
sulfonamid.... 0,049 gut
Orthotoluol-
sulfonamid.... 0,044 gut
♦Dichlomarin T
(Ortho- oder
Paratoluol-
sulfondichlo-
marin) 0,011 zufriedenstellend
Benzolsulfon-
amid 0,057 gut
• Dichlomarin T hat eine niedrige Löslichkeit in Lösungen mit niedrigen pH.
Wirkung von verschiedenartigen Sulfonamiden mit hohem pn und niedriger Stromstärke
Vorbedingungen: pH 5,5, Stromstärke der Kathode 1,6 Amp./dm2, Temperatur 450 C, Konzentration des Sulfonamids 0,25 g/l, NiederscMagsdauer 100 Stunden.
Sulfonamid Schwefel im
Kathoden
nickel
Aktivität bei
Ph 5.5
Paratoluolsulfonamid
Orthotoluolsulfonamid
Dichlomarin T (Ortho-
oder Paratoluol-
sulfondichlomarin) ...
Benzolsulfonamid
0,029
0,020
0,032
0,036
gut
gut
gut
gut
Wirkung von Änderungen in der Temperatur
Vorbedingungen: pH 2,5, Stromstärke der Kathode 4 Amp./dm2, Konzentration des Orthotoluolsulfonamids 1 g/l.
Temperatur
•c
Schwefel im
Kathoden
nickel
°/o
Aktivität des Kathoden
nickels bei pH 5,5
30
45
0,068
0,047
sehr gut
gut
Ein typisches Beispiel für die Verwendung eines Sulfonamids ist folgendes:
Von einem Standardelektrolyt mit 84,46 g/l Nickel, 13,85 g/l Chlor und 14,96 g/l Borsäure, zusammen mit 0,25 g/l Orthobenzoylsulfonamid, wurden etwa 116 g Kathodennickel nach einer Laufzeit von etwa 46 Stunden erzielt. Der p» des Elektrolyts während der Niederschlagsperiode lag bei etwa 1,9 bis etwa 2,6, angewendet wurde eine Anodenstromstärke von etwa 3 Amp./dm2. Der Schwefelgehalt des an der Kathode niedergeschlagenen Nickels, d. h. der Anode, die hergestellt werden sollte, betrug 0,054 %.
Die Verbindungen in der zweiten Gruppe sind Thioharnstoff oder substituierte Thioharnstoffe mit der Grundstruktur
>N—C—N<
Konzentration
von Thioharnstoff
in Gramm/Liter
Schwefelgehalt
im Kathodennickel
°/o
0,05
0,10
0,15
0,109
0,172
0,300
Wirkung von Änderungen in der Stromstärke
Vorbedingungen: pH 2,5, Temperatur
Konzentration von Thioharnstoff 0,10 g/l.
500C,
Ph Schwefel im Kathodennickel
%
1.5
2,5
4.2
5.5
0,669
0 172
0,184
0 202
Hierbei liegen die bevorzugten Bereiche bei: pH 2,2 bis 3,0, Stromstärke 2 bis 5,5 Amp./dm2, Temperatur 30 bis 500 C und die Konzentration von Thioharnstoff bei 0,02 bis o, 12 g/l. Es wurde festgestellt, daß der Schwefelgehalt des erzeugten Kathodennickels sich wesentlich und linear mit der Konzentration von Thioharnstoff und der Stromstärke ändert, während er bei erhöhtem pn und fallender Temperatur leicht ansteigt. Die nachstehenden Tafeln veranschaulichen diese Feststellungen.
Wirkung von Änderungen in. der Konzentration
von Thioharnstoff
Vorbedingungen: pn 2,5, Stromstärke der Kathode 3 Amp./dm2, Temperatur 500 C.
Wirkung von Änderungen in der Temperatur
Vorbedingungen: pH 2,5, Stromstärke der Kathode 3 Amp./dm2, Konzentration von Thioharnstoff 0,10 g/l.
Temperatur
"C
30
50
Schwefel im Kathodennickel
Die Verbindungen in der
Phenthiazinverbindungen,
der Grundstruktur
0,225 0,172
dritten Gruppe sind wie Methylenblau mit
Am vorteilhaftesten werden die Schwankungen in den folgenden Bereichen gehalten: Ph 1,7 bis 6,o, Stromstärke 1 bis 5,5 Amp./dm2, Temperatur 30 bis 500 C und die Konzentration der Phenthiazinverbindungen 0,05 bis 0,28 g/l. Es wurde festgestellt, daß der Schwefelgehalt in dem erzeugten Kathodennickel direkt mit der Konzentration der Phenthiazinverbindung schwankt. Er fällt mit steigender Stromstärke der Kathode, steigt leicht mit steigendem oder fallendem pn von einem mittleren pH und wächst mit der Erhöhung der Temperatur. Die nachstehenden Tafeln veranschaulichen diese Feststellungen.
Wirkung von Änderungen in der Konzentration von substituierten Phentiazinverbindungen
Vorbedingungen :,pH 2,5, Stromstärke der Kathode 3 Amp./dm2, Temperatur 400 C.
40 Konzentration der substituierten Schwefel im
TCiitrindpn-
Phenthiazinverbindungen nickel
Gramm/Liter °/°
45 0,05 0,022
0,10 0,034
O,I5 0,055
O.2O 0,070
0,25 0,083
Wirkung von Änderungen der Stromstärke der Kathode
Vorbedingungen: pH 2,5, Temperatur 400C, Konzentration der substituierten Phenthiazinverbindüngen 0,25 g/l.
Stromstärke
der Kathode
Amp./dm2
Schwefel im Kathoden
nickel
%
I
3
5.5
0,115
0,083
0.074
Wirkung von Änderungen des pH
Vorbedingungen: Stromstärke der Kathode 3 Amp./dm2, Temperatur 400 C, Konzentration der substituierten Phenthiazinverbindung 0,25 g/l.
PH Schwefel im Kathodennickel
%
1,8
2,6
4.2
5.6
0,098
0,083
0,081
0,111
Wirkung von Änderungen der Temperatur
Vorbedingungen: pH 2,5, Stromstärke der Kathode 3 Amp./dm2, Konzentration der substituierten Phentiazinverbindung 0,25 g/l.
Temperatur
0C
28*
40
Schwefel im Kathodennickel
0,048
0,083
* Die Phenthiazinverbindung kristallisiert teilweise aus der kälteren Lösung.
Ein typisches Beispiel für die Verwendung einer substituierten Phenthiazinverbindung ist folgendes:
In dem gleichen Elektrolyt und unter den gleichen Bedingungen wie in dem Sulfonamidbeispiel wurde eine elektrolytische Anode vorbereitet und einem Standardelektrolyt mit etwa 0,25 g/l Methylenblau in Form seines Chlorids. Der Ph des Elektrolyts betrug bei Beginn der elektrolytischen Niederschlagung 1,8, stieg dann nach 18 Stunden elektrolytischer Niederschlagung auf 2,3 und danach weiter auf 2,6 nach 8 Stunden weiterer Nie- ' derschlagung. Um den pH herabzusetzen, wurde eine kleine Menge Schwefelsäure zugesetzt, und nach weiteren 16 Stunden elektrolytischer Niederschlagung betrug der pH des Elektrolyts 3,5. Das so erzeugte elektrolytisch niedergeschlagene Nickel enthielt etwa 0,104 % Schwefel.
Die Verbindungen in der vierten Gruppe sind Thiosulfate mit einer angenommenen Struktur
110 M —0 —S,
M —0 —Sx
wie Natriumthiosulfat. Hierbei liegen die Bereiche vorzugsweise bei: pH 1,7 bis 5,5, Stromstärke 1 bis 5,5 Amp./dm2, Temperatur 20 bis 500 C und die Konzentration des Thiosulfate bei 0,05 bis 0,20 g/l. Es wurde festgestellt, daß der Schwefelgehalt im erzeugten Kathodennickel sich direkt mit der Konzentration ändert, leicht durch die Stromstärke der Kathode beeinträchtigt wird, stark mit hohem oder niedrigen pH von einem mittleren pH schwankt und mit erhöhter Temperatur leicht wächst. Die nachstehenden Tabellen veranschauliehen diese Feststellungen:
Wirkung von Änderungen der Konzentration von Thiosulfat
Vorbedingungen: pH 2,5, Stromstärke der Kathode 3 Amp./dm2, Temperatur 400 C.
Konzentration des Thiosulfats in Gramm pro Liter
0,05
0,10
0,15 0,20 0,25
Schwefel im Kathodennickel
0,040 0,081 0,104 0,128 0,142
Wirkung von Änderungen der Stromstärke
Vorbedingungen: pH 2,5, Temperatur 400C, Konzentration des Thiosulfats 0,10 g/l.
Stromstärke
in Amp./dm2
Schwefel im Kathoden
ι
3
5.5
0,127 0,081
Ο,ΙΟΙ
Wirkung von Änderungen des p»
Vorbedingungen: Stromstärke der Kathode 3 Amp./dm2, Temperatur 400 C, Konzentration von Thiosulfat 0,10 g/l.
Ph Schwefel im Kathodennickel
%
i,9
2.5
4.0
5.5
0.139
0,081
0,060
0,116
Wirkung von Änderungen der Temperatur
Vorbedingungen: pn 2,5, Stromstärke der Kathode 3 Amp./dm2, Konzentration des Thiosulfats 0,10 g/l.
Temperatur
•C
29
40
Schwefel im Kathodennickel
0,092 0,081
Die Verbindungen in der fünften Gruppe sind Dithiophosphate mit einer angenommenen Grundstruktur
R-O,
R-O'
,S -S—M wobei R ein Ringradikal wie das Kresol- oder Phenolradikal oder wo R ein alizyklisches Radikai sein kann und M ein alkalisches Metall ist, sowie Substanzen mit einer Grundstruktur
R1O χ S
R2O x x SNa
wobei R1 und R2 Kohlenwasserstoffrückstände von aliphatischen Alkoholen, Karboxylsäuren Aldehyden und Ketonen sowie die Kohlenwasserstoffrückstände von solchen Stoffen der aromatischen Reihe wie: Kresolen Xylenolen, Naphtholen u. dgl. sind. Für diese Verbindungen liegen die bevorzugten Bereiche bei: pH 1,7 bis 5,5, Stromstärke 1 bis 5,5 Amp./dm2, Temperatur 20 bis 400 C und die Konzentration des Dithiophosphats bei 0,10 bis 0,25 g/l. Es wurde festgestellt, daß der Schwefelgehalt des erzeugten Kathodennickels direkt mit der Konzentration des Dithiophosphats schwankt, bei Erhöhung des pH-Gehaltes und mit der Temperatur steigt. Die nachstehenden Tabellen veranschaulichen diese Feststellungen:
Wirkung von Änderungen der Konzentration des
* Dithiophosphates
Vorbedingungen: pH 2,6, Stromstärke der Kathode 3 Amp./dm2, Temperatur 400 C.
Wirkung von Änderungen der Stromstärke in der
Kathode
Vorbedingungen: Ph 2,6, Temperatur 400 C, Konzentration von Dithiophosphat 0,20 g/l.
Konzentration Schwefel im
Kathoden-
Phosphor im
von Dithio-
phosphat
nickel Kathodennickel
(Natrium Kfesol
Dithiophosphat) % %
Gramm/Liter 0,010 0,006
0,05 0,034 0,010
Ο,ΙΟ 0,052 0,030
O,I5 0,062 0,037
0,20 0,092 0,047
O,25
Stromstärke
der Kathode
in Amp./dm2
ι
3
5.5
Schwefel im
Kathodennickel
0,089
0,062
0,058
Phosphor im Kathodennickel
0,076 0,037 0,049
Wirkung von Änderungen des pH
Vorbedingungen: Stromstärke der Kathode 3 Amp./dm2, Temperatur 400 C, Konzentration des Dithiophosphats 0,20 g/l.
Ph Schwefel
im Kathodennickel
Phosphor
im Kathodennickel
1.7
2,6
4.1
5.5
0,054
0,062
0,068
0,088
0,050
0,037
0,042
0,060
Temperatur
0C
Schwefel im
Kathodennickel
%
Phosphor im
Kathodennickel
%
21
40
0,050
0,062
0,056
0,037
Die nach den oben beschriebenen Verfahren hergestellten Anoden waren etwa 2 mm stark, d. h. sie waren vielfach stärker als die Durchschnittsstärke
«5 der für Dekorations- und Schutzzwecke niedergeschlagenen Nickelfilme. ,
Da der Schwefelgehalt des Elektrolyts während der Niederschlagung von elektrolytischem Nickel abnimmt, können weitere Mengen des schwefelhaltigen Zusatzmittels, dem ursprünglichen Nickelelektrolyten zugesetzt werden. Außerdem dürfen unter den beschriebenen Bedingungen hergestellte elektrolytische Nickelanoden bis zu etwa 0,1 % Kupfer enthalten.
Selbst die aus Elektrolyten mit organischen Verbindungen wie Thioharnstoff, Methylenblau, Orthobenzoyl, Sulfonamid oder Dithiophosphat hergestellten Anoden sind im wesentlichen frei von Kohlenstoff. Diese Tatsache in Verbindung mit derjenigen, daß der Schwefel in der Anode hauptsächlich in Form von Sulfiden vorhanden ist, zeigt, daß der Schwefel sich mit dem Metall der Anode verbindet, wahrscheinlich als ejn Nickel- oder Kupfersulfid oder als beides. Aus den Musterbeispielen geht hervor, daß der Elektrolyt ein Anodenkorrosionsmittel in Form von Nickelchlorid enthielt. Dies ist nur erforderlich, wenn lösliche Anoden verwendet werden; falls unlösliche Anoden verwendet werden, können Salze, wie Natriumsulfat, beigegeben werden zwecks Erhöhung der Leitfähigkeit des Elektrolyts.

Claims (9)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von massivem Nickel zur Verwendung ajs Anoden für die elektrolytische Niederschlagung von Nickel für Schutz- oder Dekorationszwecke, dadurch gekennzeichnet, daß Nickel elektrolytisch an der Kathode aus einem wässerigen Elektrolyt niedergeschlagen wird, der ein wasserlösliches Nickelsalz, eine neutrale Pufferverbindung und eine oder mehrere der folgenden Schwefelverbindungen enthält: Sulfonamide und substi-
    Wirkung von Änderungen der Temperatur Vorbedingungen: p» 2,6, Stromstärke der Kathode 3 Amp./dm2, Konzentration von Dithiophosphat 0,20 g/l.
    tuierte Sulfonamide, Phenthiazinverbindungen, Thiosulfate und Dithiophosphate, wobei die Konzentration der Schwefelverbindung, die Temperatur, der pH-Wert der Lösung und die Stromdichte so aufeinander abgestimmt sind, daß der Schwefelgehalt in dem niedergeschlagenen Nickel 0,01 bis 0,25 % beträgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrolyt als Schwefelverbindung ein Sulfonamid oder substituiertes Sulfonamid enthält, und daß das Verfahren mit einem pH-Wert der Lösung zwischen2,ound3,0, einer Stromdichte von 1 bis 5 Amp./dm2, einer Temperatur von 25 bis 500 C und einer Konzentration des Sulfonamide von 0.2 bis 1 g/l durchgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrolyt als Schwefelverbindung Thioharnstoff oder einen substituierten Thioharnstoff enthält, und daß das Verfahren bei einem pH-Wert der Lösung* zwischen 2,2 und 3,0, eine Stromdichte von 2bis5 Amp./dm2, einer Temperatur von 30 bis 50" C und einer Konzentration des Thioharnstoffes von 0,02 bis 0,12 g/l durchgeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrolyt als Schwefel-Verbindung eine Phenthiazinverbindung enthält, und daß das Verfahren bei einem pH-Wert der Lösung zwischen 1,7 und 6,0, einer Stromdichte von ι bis 5 Amp./dm2, einer Temperatur von 30 bis 500 C und einer Konzentration der Phenthiazinverbindung von 0,05 bis 0,28 g/l durchgeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrolyt als Schwefelverbindung ein Thiosulfat enthält, und daß das Verfahren bei einem p^-Wert der Lösung zwischen 1,7 und 5,5, einer Stromdichte von ι bis 5 Amp./dm2, einer Temperatur von 20 bis 500 C und einer Konzentration des Thiosulfate von 0,05 bis 0,20 g/l durchgeführt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrolyt als Schwefelverbindung ein Dithiophosphat enthält, und daß das Verfahren bei einem p^-Wert der Lösung zwischen 1,7 und 5.5 einer Stromdichte von ι bis 5 Amp./dm2, einer Temperatur von 20 bis 400 C und einer Konzentration des Dithiophosphats von 0,10 bis 0,25 g/l durchgeführt wird.
  7. 7. Verfahren gemäß jedem der voraufgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die veränderlichen Faktoren so aufeinander abgestellt sind, daß das niedergeschlagene Nickel 0,011 bis 0,06% Schwefel enthält.
  8. 8. Verfahren gemäß jedem der voraufgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung zusätzlich ein stromleitendes Salz enthält.
  9. 9. Verfahren gemäß jedem der vorauf gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung ein die Anode korrodierendes Mittel enthält und eine lösliche Anode verwendet wird.
    I 2512 12.51
DEP50377A 1941-06-13 1949-07-29 Verfahren zur Herstellung von Nickelanoden Expired DE818301C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CA2392708X 1941-06-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE818301C true DE818301C (de) 1951-12-13

Family

ID=4175914

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP50377A Expired DE818301C (de) 1941-06-13 1949-07-29 Verfahren zur Herstellung von Nickelanoden

Country Status (3)

Country Link
US (1) US2392708A (de)
DE (1) DE818301C (de)
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