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Stufenlos einstellbares Flüssigkeitskolben-Untersetzungs- oder -Übersetzungsgetriebe,,
insbesondere für Werkzeugmaschine Die \,orlie",eiide Erfindung beziebt sich
auf stufenlos einstellbare Flüssigkeits-Untersetzungs-oder -Übersetzungsgetriebe
statischer Bauart, insbesondere für Werkzeugmaschinen.
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Flüssigkeitsgetriebe dieser Bauart sind als Kolbenpumpenmotoraggregate
oder als Kapselpumpenmotoraggregate ausgeführt, wobei im ersteren Falle Kolben,
im letzteren Falle Schieber Verwendung finden. Sie bestehen dementsprechend ganz
allgemein aus einem Primärteil oder Pumpenteil, und einem Sekundärteil oder Motorteil.
Diese Hauptteile wiederum umfassen ganz allgemein bei radialer Bauart einen Kolben-
bzw. Schieberstern mit Gehäuse oder bei axialer Bauart eine Kolbentrommel, dann
einen Exzenter bzw. ein exzentrisch einstellbares Gehäuse oder eine Taumelscheibe
und einen entsprechenden Drehschieber.
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Die bisher bekannten Getriebe dieser Art unterscheiden sich vor allem
durch die Anordnung ihrer Hauptteile.
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Bei den bekanntesten Ausführungen (Sturmgetriebe) stehen die
Drehschieber still, während die Kolbentrommeln bzw. Kolben- oder Schiebersterne
des Pumpenteils mit Antriebsdrehzahl und die des Motorteils mit A,btriebsdrehzahl
umlaufen. Durch entsprechende Verstellung der Exzentrizität der Exzenter oder des
Schiebergehäuses bzw. Verstellung der Taumelscheiben läßt sich das Verhältnis Antriebsdrehzahl
zu Abtriebsdrehzahl und damit die Unter- oder Übersetzung ändern.
Bei
anderen Ausführungen sind aber auch umgekehrt die Drehschieber mit den Exzentern
bzw. Taumelscheiben des Primärteiles angetrieben, während der Drehschieber des Sekundärteiles
mit Abtriebsdrehzahl umläuft. In diesem Falle stehen die Kolbensterne bzw. Trommeln
still. Es kann aber auch wechselweise die e öder'die andere_Ausführung miteinander
koniUiert sein." - @-Gefriebe -dies6t-Bäuart haben die Eigenschaft, daß sie
sich vorteilhaft innerhalb des ganzen überhaupt mö liehen
Übersetzungsbereichs verstellen reTÜäh#pösMit assen, wobei ie @btrie s v
-öder n`eg`äiiv, aber auch Null sein kann. Sie haben den Nachteil, daß bei ihnen
die ganze Leistung nur hydraulisch übertragen wird, so daß ein ständig großer Flüssigkeitsumlauf
vorhanden ist, insbesondere dann, wenn sie eine konstante bzw. gegebene Leistung
unabhängig von der Abtriebsdrehzahl übertragen sollen.
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Die bewegte Flüssigkeit sowie die damit ebenso ständig in Bewegung
befindlichen Kolben oder Schieber verbrauchen durch Reibung Leistung, die den Wirkungsgrad
erheblich herabsetzen und das Getriebe ziemlich erwärmen, so daß außerdem eine reichliche
Kühlung vorgesehen werden muß.
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Demgegenüber sind auch Getriebeausführungen bekanntgeworden, bei denen
die Exzenter mit Drehschieber sowohl des Primärteiles als äücT "aes Sekündarteiles_gemeinsam
äü #rUeits'Ule sitzen und mit dieser umlaufen, während 'beispielsweise der Kolbenstern
des Primärteiles mit Antriebsdrehzahl angetrieben wird und der Kolbenstern des Sekundärteiles
sti--i-m- lsteht.
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Bei _ dieser _ Anödnüng ist Gegensatz zu den obigen die übertragene
Leistung entweder überhaupt nicht (i : i) oder nur teilweise in Form von hydraulischer
Energie zu übertragen. Diese Getriebe stellen somit eine mehr oder weniger nachgiebige
Kupplung dar, wobei die Schlupfleistung im Falle der Nachgiebigkeit aber nicht verloren
geht, sondern in Form von hydraulischer Energie im Sekundärteil wieder in Nutzleistung
umgewandelt wird.
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Diese Flüssigkeitsgetriebeanordnung hat vor allem bei i : i Übersetzung
beste Wirkungsgrade, da sie hierbei praktisch als feste Kupplung arbeitet, und zwar
insofern, als hierbei der Kolbenhub des Sekundärteiles Null ist und der des Primärteiles
seinen Maximalwert hat. Flüssigkeit kann in diesem Zustand nicht gefördert werden,
so daß sich also auch keine Kolben bewegen. Es ist klar, daß damit für diesen Fall
die Reibungsverluste insgesamt ein Minium erreichen, und zwar insofern, als hierbei
Reibungen nur in den Exzenterlagern des Sekundärteiles auftreten. Bei irgendeiner
bestimmten Untersetzung jedoch kann der Hub des Sekundärteiles nicht mehr Null sein.
Das Primärteil ist dann als nachgiebige Kupplung aufzufassen, und entsprechend der
Drehzahldifferenz zwischen Antriebs- und Abtriebsdrehzahl wird dann aber auch Flüssigkeit
gefördert bei einer gleichzeitig entsprechenden Bewegung der Kolben. Die diesbezüglich
erforderliche Reibungsleistung verschlechtert den Wirkungsgrad und erzeugt, wenn
auch nicht in demselben Maße, so doch Wärine wie bei den reinen Flüssigkeitsgetrieben.
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Es ist nicht immer ein stufenlos einstellbarer Untersetzungsbereich
erforderlich, der sich von i : i bis i : o erstreckt. In den meisten Fällen genügen
viel kleinere Bereiche, z. B. i : i bis i :0,4 oder i : i bis i : o,6 oder sogar
i : i bis i : o,8 bzw. entsprechende Vielfache.
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Für diese Fälle ist es gemäß der vorliegenden Erfindung vorteilhaft
eine Anordnung so zu treffen, daß der Primärkolbenstern bzw. die Primärkolbentrommel
mit Antriebsdrehzahl angetrieben wird und gleichzeitig der Sekundärkolbenstern bzw.
die Sekundärkolbentrommel mit einer kleineren Drehzahl, die zweckmäßig gleich oder
kleiner als die kleinste gewünschte Abtriebsdrehzahl ist, je nachdem, ob eine konstante
Leistung oder nur ein konstantes Moment übertragen werden soll und die Gesamtbaugröße
eine Rolle spielt oder nicht.
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Ist das letztere nicht der Fall, so wird zweckmäßig die Sekundärkolbentrommel
mit der kleinsten gewünschten Abtriebsdrehzahl (größte Untersetzung) angetrieben
und bei Ausnutzung eines bestimmten maximalen zulässigen Flüssigkeitsdrucks das
Sekundärteilfördervolumen pro Umdrehung Drehschieber gegen Kolbentrommel bei übertragung
eines nur konstanten Drehmomentes gleich dem Primärfördervolumen pro Umdrehung Drehschieber
gegen Kolbentrommel dimensioniert, wohingegen bei Übertragung einer konstanten Leistung
das erstere i""",-fach größer zu dimensionieren wäre, wenn i",Gx das maximale Untersetzungsverhältnis,
d. h. das maximale gewünschte Verhältnis Antriebsdrehzahl : Abtriebsdrehzahl bedeutet.
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Bei maximalem Hub des Primärteiles und Hubo des Sekundärteiles läuft
dann die Abtriebswelle mit Antriebsdrehzahl des Primärteiles, wobei Primärteil und
Abtriebswelle gewissermaßen ohne Schlupf 'hydraulisch gekuppelt sind. Aber auch
umgekehrt läuft bei maximalem Hub des Sekundärteiles und Hub = o des Primärteiles
die Abtriebswelle mit der Antriebsdrehzahl des Sekundärteiles, wobei also dann im
Gegensatz zu vorher Abtriebswelle und Sekundärteil ohne Schlupf miteinander gekuppelt
sind.
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Bei Abtriebsdrehzahlen zwischen Antriebsdrehzahl und kleinster Abtriebsdrehzahl
arbeitet dann das Primärteil mit Schlupf, d. h. es fördert Flüssigkeitsvolumen bzw.
erzeugt Flüssigkeitsenergie, das bzw. die im Sekundärteil aber wieder in Nutzleistung
umgewandelt wird. Dieses Flüssigkeitsvolumen ist aber gegenüber einer Anordnung
mit stillstehendem Kolbenstern um so kleiner, je größer erfindungsgemäß die Antriebsdrehzahl
des Sekundärteiles ist. Entsprechend sind auch die Kolbenwege bei gleicher Drehzahldifferenz
zwischen Abtriebsdrehzahl und Antriebsdrehzahl des Primärteiles kleiner und damit
auch die Reibungsverluste. Eine bestimmte Untersetzung, sprich Abtriebsdrehzahl,
wird deshalb damit mit geringeren Verlusten, d. h. aber auch größerem Wirkungsgrad
erreicht, als es mit den bekannten Anordnungen möglich ist.
Handelt
es sich also, wie meist nur erforderlich, um eine stufenlose Drehzahleinstellung
innerhalb eines nur kleinen Untersetzungsbereichs, so wird vorteilhaft eine' Anordnung
gemäß vorliegendem Erfindungsvorschlag verwendet.
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Soll die Gesamtbaugröße auch bei konstanter Leistungsübertragung möglichst
klein gehalten werden, so ist es erfindungsgemäß vorteilhaft, das Sekundärteil mit
einer Abtriebsdrehzahl, die kleiner als die gewünschte kleinste Abtriebsdrehzahl
ist, anzutreiben, vor allem dann, wenn die größte gewünschte Untersetzung viel kleiner
als 2 : i ist, also z. B. iooo U/min auf 8oo U/min sein soll.
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Wird beispielsweise das Sekundärteil dann .mit 6oo U/min angetrieben,
also miteinerUntersetzung von iooo : 6oo = 1,665 und wären die Bauvolumina des Sekundärteils
und Primärteils, d. h. die Summe ihrer Kolbenflächen mal maximalen möglichem Hul),
auch Schluckfähigkeit genannt, gleich, so kann das gegenüber dem Antriebsmoment
i,25fach größere Abtriebsmoment sowohl durch Primär-und Sekundärteil dadurch aufgebracht
werden, daß die Summe ihrer Hübe gleich dem r,25fach maximalen Hut> eines Teiles
ist und das vom Primärteil gelieferte Volumen, das in diesem Fall proportional dem
jeweiligen Hub des Primärteiles mal derDifferenz Antriebsdrehzahl minus Abtriebsdrehzahl
wäre, gleich ist dem vom Sekundärteil aufnahmefähigen Volumen, das proportional
dem jeweiligen Itub des Sekundärteiles mal der Differenz Abtriebsdrelizahl minus
Antriebsdrehzahl des Sekun-(lärteiles wäre. Dies ist aber möglich, wenn beide Teile
mit dem 1,25 : 2 = o,625fachen maximalen Ilul) arbeiten würden, wobei
sich das Antriebswelleinnoment des Primärteiles zu dem des Sekundärteiles wie o,625
zu (o,625 : 1,665) = 0,375
verhalten wurde, so daß sie zusammen das ganze
Moment ergeben, genau so wie die auf die Abtriebs,#velle wirkenden Momente das o,625
+ o,625 = 1,25fache Moment ergeben, wie es bei einer Abtriebsdrelizahl von8ooU/mingegenüberioooU/min
bei konstanter Leistung auch sein muß. Würde man dabei den vollen Hub des Sekundärteiles
ausnützen, so heißt dies aber auch, daß das Bauvolumen des Sekundärteiles im voi
liegenden Fall gegenüber dem Primärteil o,625 mal kleiner als das des Primärteiles
sein könnte.
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Im letzteren Fall wäre auch bei i : i Untersetzung wiederum die Abtriebswelle
gewissermaßen mit dem Primärteil gekuppelt, so daß genau so wie vorher wiederum
kein Flüssigkeitsumlauf vorhanden wäre und damit nur Exzenter- bzw. Taumelscheibenlagerreibung
auftreten würde. Den kleineren Kolbenkräften beim Sekundärteil stehen dann aber
entsprechende höhere Differenzdrehzahlen gegenüber, so daß der Wirkungsgrad nicht
besser und nicht schlechter wäre.
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Bei der kleinsten Abtriebsdrehzahl wäre der Wirkungsgrad jedenfalls
gegenüber dem Fall schlechter, bei dem die Antriebsdrehzahl des Sekundärteiles nicht
kleiner als die kleinste Abtriebsdrehzahl ist.
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Der Fall, daß dieAbtriebsdrehzahl kleiner als die kleinste gewünschte
Abtriebsdrehzahl ist, hat also nur vom Gesichtspunkt möglichst kleiner Baugröße
Vorteile, wirkungsgradmäßig ist Antriebsdrehzahl des Sekundärteiles gleich kleinster
Abtriebsdrehzahl der Abtriebswelle immer vorzuziehen.
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Die Erfindung ist an Hand einiger Ausführungsbeispiele noch näher
erläutert.
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Abb. i zeigt eine prinzipielle erfindungsgemäße Anordnung in einer
Ausführung mit doppelseitigem Axialkolben. Das Getriebe besteht hierbei aus einem
Primärteil, umfassend die Kolbentrommel i, die Kolben 2 und die kugelgelagerte verstellbare
Taumelscheibe 3, sowie aus einem Sekundärteil, umfassend die Kolbentrommel 4, die
Kolben 5 und die kugelgelagerte verstellbare Taumelscheibe 6.
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Die Taumelscheiben 3 und 6 sind gemeinsam auf der Abtriebswelle 7
schwenkbar gelagert, in die gleichzeitig die hydraulischen Verbindungsleitungen
8 vom Primärteil zum Sekundärteil gebohrt sind und die außerdem als Steuerdrehschieber
für jedes der beiden Hauptteile ausgebildet ist. Die Taumelscheiben sind drehbar
um die auf der Abtriebswelle befindlichen und senkrecht zu ihr angebrachten Achsen
9, und zwar mittels der Schwenkhebel io, die ihrerseits mit ihrem Führungsbolzen
i i in die auf der längs verschiebbaren Muffe 12 angebrachten Schlitze 13 eingreifen.
Die beiden Muffen sind über Kugellager und mittels der Hebel und Stangen 14 in axialer
Richtung einstellbar, und zwar so, daß entweder bei einerAchsenstellung der Taumelscheiben
des Sekundärteiles parallel zur Abtriebswelle, d. h. bei Hub = o der Sekundärkolben,
der maximale Hub der Primärkolben eingestellt ist und umgekehrt bei maximalem Hub
der Sekundärkolben der Hub der Primärkolben = o ist oder einen noch etwas größeren
Wert hat, eventuell aber auch umgekehrt.' Die Primärtrommel wird über die Zahnräder
15 und 16 und die Sekundärtrommel über die Zahnräder i9 und 20 von der Antriebswelle
18 angetrieben, und zwar so, daß das Untersetzungs'verhältnis der Räder i9 und 2o
der größten gewünschten Untersetzung entspricht oder sogar noch größer ist, wenn
das Untersetzungsverhältnis der Räder 15 und 16 gleich i wäre. Der Antrieb kann
selbstverständlich auch direkt auf die Kolbentrommel i erfolgen, wobei dann die
Antriebswelle 18 nur die Rolle einer Vorlegewelle spielen würde.
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Eine andere, sinngemäße prinzipielle Anordnung der Erfindung zeigt
die Abb. 2, bei der der Antrieb über die Welle i erfolgt, auf der die auf den Achsen
2 schwenkbaren Taumelscheiben 3 der Axialkolbentrommel 4 beispielsweise ebenso wie
bei Abb. i mittels der Schwenkhebel 5 und der längs verschiebbaren Muffen 6 sowie
der Hebel 7 und Stangen 7 durch das Einstellrad 8 angestellt werden können.
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Auf der gleichzeitig als Drehschieber ausgebildeten Antriebswelle
i drehbar gelagert, befindet sich die Kolbentrommel 4. Die Welle 1 ist für sich
in den Lagern 9 gelagert und mit den Bohrungen io versehen,,die eine oder mehrere
Druckleitungen und eine oder mehrere Saugleitungen darstellen und die Druck- und
Saugflüssigkeit über entsprechende
Ringnuten i i und Bohrungen
12 zur Ab-
t riebswelle 13 führen, die für sich ebenfalls getrennt gelagert
ist und auf ihr ähnlich wie* die Antriebswelle i, die auf den Achsen 14 mittels
der längs verschiebbaren Muffen 15, Schlitze 16 und Schwenkhebel 17, schwenkbaren
Taumelscheiben 18 trägt, die ihrerseits auf die Axialkolben i9 der Sekundärtrommel
2o wirken. Die Sekundärtrommel 20 ist ihrerseits drehbar auf der Abtriebswelle 13
gelagert, die gleichzeitig außerdem als Drehschieber ausgebildet ist. Die Sekundärtrommel
2o wird-über das auf der Antriebswelle i fest aufgekeilte Zahnrad 21 und das fest
mit ihr verbundene Zahnrad 22 entweder mit einer kleineren oder mit der kleinsten
gewünschtenAbtriebsdrehzahl angmri`ben, während .die Abtriebswelle 13 über das auf
ihr fest aufgekeilte Rad 23 und das auf d, -r Primärtrommel 4 befestigte Rad 24
von der Primärtrommel 4 her im allgemeinen im Verhältnis i : i angetrieben wird.
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Die Taumelscheiben 3 und 18 werden dabei ähnlich wie im vorigerf Beispiel
verstellt. Sind die Primärkolben 25 auf maximalen Hub und die Sekundärkolben i9
auf Hub = o eingestellt, so läuft die Primärtrommel 4 festgekuppelt mit der Antriebswelle
i und dementsprechend die Abtriebswelle 13 mit der durch die Zahnräder 23 und 24
gegebenen Untersetzung. Sind umgekehrt die Primärkolben 25 auf Hub = o und die Sekundärkolben
i9 auf maximalen Hub eingestellt, so ist die Sekundärtrommel 20 fest mit der Abtriebswelle
13 gekuppelt und die Abtriebswelle 13 läuft mit der durch die Zahnräder 21 und 22
gegebenen Untersetzung. In Zwischenstellungen ist der Schlupf der Primärtrommel
gegenüber der Antriebswelle mehr oder weniger groß. Die durch die Primärtrommel
4 erzeugte Flüssigkeitsenergie wird in die Sekundärtrommel 2o geführt und dort bei
einer entsprechenden Differenzdrehzahl zwischen Abtriebswelle 13 und Sekundärtrommel
20 wiederum in Nutzleistung umgewandelt.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Abb. 3 dargestellt, bei dem
die Primärkolbentrommel i mit auf der Abtriebswelle 2 sitzt und der Antrieb iil>er
die getrennte Antriebswelle 3 erfolgt, die ihrerseits die Taumelscheibe 4 des Primärteiles
ebenso schwenkbar und einstellbar wie in den vorhergehenden Beispielen trägt. Die
Primärantriebswelle 3 ist für die Primärkolbentrommel i als Drehschieber ausgebildet
und mit axialen Bohrungen 5 versehen, die die Flüssigkeit über Ringnuten 6 auf die
Abtriebswelle 2 führen, die parallel und gleichachsig zur Primärwelle 3 angeordnet,
ihrerseits ebenfalls mit entsprechenden Bohrungen 7 versehen, als Drehschieber für
die Sekundärtrommel 8 funktioniert. Auf ihr befinden sich drehbar und einstellbar
die Taumelscheiben 9 des Sekundärteiles, während die Sekundärtrommel 8 drehbar auf
ihr gelagert ist und über die Zahnräder to, 11, 12 und 13 und die Vorlegewelle 15
von der Antriebswelle 3 mit einer kleineren oder der gewünschten kleinsten einstellbaren
Drehzahl angetrieben wird. Die Wirkungsweise ist dabei dieselbe wie in den vorhergehenden
Beispielen. Der Vorteil der letzteren=lnordnungen, bei denen die Primärtrommel mit
Abtriebsdrehzahl läuft, wirkt sich in einer kleineren Reibungsleistung aus, und
zwar dadurch, daß die Zentrifugalkräfte, die auf die Kolben 14 wirken, etwas kleiner
werden.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Abb.4 dargestellt. Bei dieser
Ausführung sind die Primär-und Sekundärdrehschieberwellen i und 2 für sich gelagert.
Auf jeder der beiden Wellen sind die Taumelscheiben 3 und ,4 mittels der Muffen
5 und 6 schwenkbar und einstellbar wie in den vorhergehenden Beispielen gelagert.
Auf der Welle i drehbar gelagert sitzt die Kolbentrommel 7 mit ihren Axialkolben
B. Desgleichen ist auf der Welle 2 die Kolbentrommel 9 mit ihren Axialkolben to
drehbar gelagert. Die Taumelscheiben 3 und 4 sind über die Hebel i i und Stangen
12 mittels des Handrades 13 einstellbar.
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Die Welle i dient als Abtriebswelle. Auf ihr ist das Zahnrad 14 aufgekeilt,
das mit dem Zahnrad 15 der Welle 2 kämmt und diese je nach dem Übersetzungsverhältnis
der beiden Räder antreibt. Andererseits sind auf den Kolbentrommeln 7 bzw.9 die
Zahnräder 16 bzw. 17 befestigt, die miteinander kämmen, wobei das letztere zusammen
mit dem Zahnrad 18 der Abtriebswelle i9 bei einer Drehung der Kolbentrommel 7 und
9 die letztere antreibt.
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Die Wellen i und 2 sind mit axialen Bohrungen 20 versehen, die mit
den Ringnuten 21 in Verbindung stehen und über diese und die im feststehenden Gehäuse
angebrachten Bohrungen 22 die Flüssigkeit vom Primär- zum Sekundärteil führen.
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Sind die Taumelscheiben 3 auf Hub = o eingestellt und dementsprechend
die Taumelscheiben 4 auf maximalen Hub, so ist die Welle 2 mit Kolbentrommel 9 festgekuppelt,
während sich die Kolbentrommel 7 auf der `'Felle i frei drehen kann. In diesem Falle
läuft die Abtriebswelle i9 bei einem Durchmesserverhältnis der Räder 16, 17 und
18 von i : i mit einer Drehzahl entsprechend der Untersetzung der Räder 13 und 14.
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Sind umgekehrt die Taumelscheiben 3 auf maximalen Hub eingestellt
und dementsprechend die Hubeinstellungen der Kolbentrommel 9 = o, so ist die Welle
i mit der Kolbentrommel 7 festgekuppelt, während sich die Kolbentrommel 9 frei auf
der Welle 2 drehen kann. In diesem Falle läuft dann bei einem Übersetzungsverhältnis
der Zahnräder 16 und i8 von i : i die Abtriebswelle i9 mit derselben Drehzahl wie
die Antriebswelle i.
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In den Zwischenstellungen arbeitet die Welle i mit einem größeren
oder kleineren Schlupf gegenüber der Kolbentrommel 7, wodurch über die Bohrungen
20 und Ringnuten 21 und Bohrungen 22 Flüssigkeit der Kolbentrommel 9 zugeführt wird,
und somit die durch Schlupf aufgetretene Flüssigkeitsenergie wieder in Nutzleistung
umgewandelt wird. Ein anderes Ausführungsbeispiel zeigt noch Abb. 5. Hier sind die
Primär- und Sekundärtrommeln i und 2 auf einer gemeinsamen Antriebswelle 3 drehbar
gelagert, die außer den auf ihr
schwenkbaren Taumelscheiben 4 und
5 ein#MIlrßbschieber 6 trägt, der zwischen den Kolbentrommeln i und 2 arbeitet und
die Flüssigkeit entsprechend steuert. Die Taumelscheiben sind wie in den andern
Beispielen über die Schwenkhebel 8 und längsverschiebbaren Muffen 9 mittels der
durch das Handrad io einstellbaren Hebel und Gestänge ii verstellbar.
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Die Antriebswelle ist im Getriebegehäuse 12 für sich gelagert. Die
Kolbentrommeln stehen über die Zahnräder 13 und 14 bzw. 15 und 16 mit der Abtriebswelle
17 in dem größten und kleinsten gewünschten Übersetzungsverhältnis.
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Sind die Kolben 18 der Kolbentrommel i wie gezeichnet auf Maximalhub
eingestellt und stehen umgekehrt die Kolben i9 der Kolbentrommel 2 auf Hub - o,
so ist die Kolbentrommel i mit der Antriebswelle 3 festgekuppelt und die Abtriebswelle
17 wird über Rad 13 und 14 angetrieben, wobei gleichzeitig die Kolbentrommel 2 über
die Zahnräder 15 und 16 von der Abtriebswelle 17 her angetrieben frei auf der Antriebswelle
3 laufen kann.
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Werden umgekehrt die Kolben i9 der Kolbentrommel 2 auf maximalen Hub
eingestellt und haben die Kolben 18 der Kolbentrommel i Hub = o, so ist die erstere
mit der Antriebswelle 3 gekuppelt, wohingegen sich die Kolbentrommel i frei drehen
kann. In diesem Falle wird dann die Abtriebswelle 17 mit der durch die Zahnräder
15 und 16 gegebenen Untersetzung angetrieben.
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In Zwischenstellungen hat die Kolbentrommel i mehr oder weniger Schlupf
gegenüber der Antriebswelle 3. Das geförderte Flüssigkeitsvolumen arbeitet dabei
dann über den Drehschieber 6 auf die Kolben i9 der Kolbentrommel 2, wodurch die
Abtriebswelle sowohl vom Primär- oder Sekundärteil angetrieben mit einer Drehzahl
läuft, die zwischen den beiden Extremdrehza'hlen liegt.
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Es ist klar, daß an Stelle der doppelt wirkenden Axialkolben auch
einfach wirkende Axialkolben oder auch Radialkolben oder Kapselpumpenausführungen
verwendet werden können.
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Desgleichen können die Taumelscheiben, Exzenter oder Exzentergehäuse
auch in anderer Art und Weise ohne Einfluß auf das Wesen der Erfindung verstellt
werden.
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Wesentlich für die Erfindung ist lediglich, daß sowohl Primär- als
auch Sekundärkolbentrommeln oder Taumelscheiben bzw. Exzenter angetrieben werden
und die Kolbenhübe so verstellt werden, daß die besprochenen Wirkungen erzielt werden.