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DE817679C - Papierstoffreiniger - Google Patents

Papierstoffreiniger

Info

Publication number
DE817679C
DE817679C DEP42125A DEP0042125A DE817679C DE 817679 C DE817679 C DE 817679C DE P42125 A DEP42125 A DE P42125A DE P0042125 A DEP0042125 A DE P0042125A DE 817679 C DE817679 C DE 817679C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
slots
rows
centrifuge
stock
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP42125A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Huegle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEP42125A priority Critical patent/DE817679C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE817679C publication Critical patent/DE817679C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04BCENTRIFUGES
    • B04B3/00Centrifuges with rotary bowls in which solid particles or bodies become separated by centrifugal force and simultaneous sifting or filtering

Landscapes

  • Paper (AREA)
  • Centrifugal Separators (AREA)

Description

  • Papierstoffreiniger Zur Reinigung von Papierstoff sind in den Papierfabriken Anlagen gebräuchlich, die aus mehreren getrennt arbeitenden Apparaten, nämlich Sandfang, Knotenfänger und Zentrifuge bestehen und den Zweck haben, die im Stoffwasser befindlichen Unreinigkeiten, wie Schmutz, Fremdkörper, Knoten und Sand, auszuscheiden. Insbesondere der Zentrifuge obliegt dabei die Aufgabe, die nach Durchgang durch Sandfang und Knotenfänger im Stoffwasser noch befindlichen Verschmutzungen zu beseitigen. Dies geschieht vorzugsweise dadurch, daß das Stoffwasser an die Mantelwand der Zentrifuge geschleudert wird, so daß die im Stoffwasser noch vorhandenen Unreinigkeiten ausgeschieden werden.
  • Bei solchen bekannten Anlagen ist es jedoch nötig, je nach dem Grad der Verschmutzung des Stoffwassers, des öfteren eine nur im Stillstand durchführbare Reinigung vornehmen zu müssen, weshalb zur Aufrechterhaltung eines ununterbrochenen Betriebes die Aufstellung eines zweiten Stoffreinigers erforderlich ist. Dies ist nachteilig und legt der Papierfabrik zusätzliche Anschaffungs-und Betriebskosten auf.
  • Die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, die vorstehend geschilderten Mängel zu beseitigen und einen Stoffreiniger zu schaffen, der unter Einsparung einer solchen .zusätzlichen, aus den vorstehend genannten Apparaturen bestehenden Anlage einen ununterbrochenen Betrieb gewährleistet, alle im Stoffwasser befindlichen Unreinigkeiten restlos entfernt und eine während des Betriebes stattfindende dauernde automatische Reinigung der Anlage unter Abführung des ausgeschiedenen Schmutzes gestattet, dabei aber zugleich eine einfache, zweckmäßige- und raumsparende Bauart in einem einzigen Maschinenaggregat aufweist.
  • Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß innerhalb einer Zentrifuge mit geschlossener Wand zwei konzentrisch angeordnete Siebtrommeln vorgesehen sind, die derart ausgebildet sind, daß innerhalb dieser eine Reinigung des Stoffwassers in drei Stufen erfolgt.
  • Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß .die in der Zentrifuge vorgesehenen beiden Trommeln nach dem Prinzip des Knotenfängers arbeiten, also eine Vorreinigung des Stoffwassers zwecks Abscheidung von Sand, Knoten, Schmutz und sonstigen Fremdkörpern vornehmen, und aus zwei konzentrischen, mit Schlitzreihen versehenen senkrechten Zylindern bestehen, durch deren Schlitze das Stoffwasser mittels Zentrifugalkraft gepreßt wird, während die dritte Reinigung durch die eigentliche Zentrifugenwand gebildet wird, an deren Innenfläche die Zentrifugalkraft eine Abscheidung der restlichen, von den Schlitzen nicht zurückgehaltenen Verunreinigungen des Stoffwassers bewirkt, so daß also hier eine Feinreinigung desselben erfolgt.
  • Um eine automatische Sauberhaltung der Maschine unter stetiger Abführung der ausgeschiedenen Verunreinigungen zu erzielen, ist erfindungsgemäß dafür gesorgt, daß während des Maschinenumlaufs eine dauernde Reinigung der Zylinderschlitze durch in deren Schlitzreihenabstand mittels in feststehenden Rohren angeordneter Spritzlöcher zugeführtes Spritzwasser erfolgt, das durch im Trommelinneren fest angeordnete Auffangrinnen gesammelt wird, wobei die Auffangrinnen zwecks Verhütung einer Verbindung des im Zylinderinneren rotierenden Stoffwassers mit dem verunreinigten Spritzwasser mit im Abstand der Spritzlöcher und Schlitzreihen vorgesehenen, zu je einem Stück vereinigten fingerförmigen Griffeln ausgerüstet sind, die das rotierende Stoffwasser im Abstand der Schlitzreihen teilen, also dem Spritzwasser ungehinderten Durchtritt zu den Auffangrinnen ermöglichen. Dabei sind die Auffangrinnen mit je einer Ablaufleitung verbunden und zwischen jeder Auffangrinne und Ablaufleitung ist je ein Injektor mit angeschlossener Rohrleitung vorgesehen, mit deren Hilfe das Schmutzwasser aus dem Inneren der Trommel abgeleitet wird.
  • An Hand der Zeichnung, die in den Abb. i und 2 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellt, seien Bauart und Wirkungsweise derselben näher erläutert. Es zeigt Abb. i einen Schnitt durch die Reinigungstrommel nach der Linie A-B der Abb. 2, die diese Reinigungstrommel im Grundriß, jedoch unter Fortlassung einzelner Teile darstellt.
  • In einer mit Einlauftrichter i und Armkreuz 2 sowie Nabe 3 versehenen, von einer Welle angetriebenen Trommel 4 mit Wandung 5 und Boden 6 befinden sich zwei konzentrische senkrechte Zylinder 7 und B. Jeder dieser Zylinder 7 und 8, die die beiden ersten Reinigungsstufen für das zu reinigende Stoffwasser bilden, ist mit mehreren, sich über den gesamten Umfang erstreckenden und in gewissen Abständen vorgesehenen Schlitzreihen 9 ausgestattet,. wobei sich jede Schlitzreihe aus Einzelschlitzen zusammensetzt.
  • Gegenüber diesen Schlitzreihen 9 sind außerhalb der Zylinder 7 und 8 Spritzrohre io fest in der Trommel 4 angeordnet. Jedes dieser Spritzrohre io besitzt mehrere Spritzlöcher, deren Abstand dem der Schlitzreihen 9 in den Zylindern 7 und 8 entspricht.
  • Im Inneren der Trommel 4 sind weiterhin feststehende Auffangrinnen i i angeordnet, und zwar so, daß sie sich den Spritzrohren io zwar unmittelbar gegenüber, aber innerhalb der Zylinder 7 und 8 befinden. Diese Auffangrinnen i i weisen mehrere zu einem Stück vereinigte fingerförmige Griffel 12 auf, die ebenfalls im Abstand der Schlitzreihen g und der Spritzlöcher vorgesehen sind und sich bis unmittelbar an die Innenwandungen der Zylinder 7 und 8 erstrecken.
  • Ferner besitzt die Trommel 4 noch folgende Merkmale: Zwischen dem Schlitzzylinder 8 und der äußeren Trommelwand 5, die die dritte Reinigungsstufe verkörpert, ist ein konischer Zylinder 13 angeordnet, der durch eingebaute Zwischenstücke 14 vom Trommelboden 6 getrennt ist. Der Zylinder 13 ist zur Aufnahme mehrerer Einstellschrauben 15 eingerichtet, die dazu dienen, den Einstellring 16 gegenüber dem Auslaufring 17 zum Zweck einer Regelung des Stoffauslaufes zu verstellen. Schließlich ist noch die unmittelbar in den Einlauftrichter i der Trommel 4 mündende Stoffwassereinlaufrinne i8 sowie die stillstehende Auslaufrinne i9 vorgesehen.
  • Wie besonders aus Abb. 2 hervorgeht, sind die feststehenden Auffangrinnen i i am Ende mit je einer Ablaufleitung 2o verbunden, und zwischen jeder Auffangrinne i i und Ablaufleitung 2o ist je ein Wasserstrahlinjektor mit Rohrleitung 21 eingeschaltet, der mittels Hahnes regulierbar ist und die beim Reinigungsprozeß ausgeschiedenen Unreinigkeiten aus der Trommel 4 über die Leitungen 2o in den Schmutzwasserkanal ableitet.
  • Die Wirkungsweise der gesamten Maschine ist nun wie folgt: Das Stoffwasser fließt über die Stoff -einlaufrinne 18 dem Stoffeinlauftrichter i zu und wird durch das Armkreuz 2 in Umdrehung versetzt, durch die auftretende Zentrifugalkraft an die Wand des Trichters i gedrückt und dessen zweckmäßig scharfkantig gedrehtem Ausgang zugeführt. Hier wird das Stoffwässer mittels der Zentrifugalkraft gegen die Innenwand des Schlitzzylinders 7 geschleudert und steigt an dessen Innenwand hoch. Bereits hier werden größere und schwerere Fremdkörper, Schmutzteile usw. von den Stoffasern aussortiert, und das Wasser mit diesen Fasern wird, immer durch die Wirkung der Zentrifugalkraft, durch die Einzelschlitze der Schlitzreihen 9 des Zylinders 7 gepreßt, während der grobe Schmutz zurückbleibt. Infolge des Durchpressens des Stoffwassers durch die erwähnten Schlitzreihen verliert die in der ersten Reinigungsstufe an sich schon nicht erhebliche Zentrifugalkraft an Wirkung und läßt einen Teil des Stoffwassers auf den Trommelboden 6 sinken, wodurch eine erneute Durchmischung des Stoffwassers erreicht wird. Letzteres erhält jedoch infolge der Umdrehungsgeschwindigkeit des Trommelbodens 6 sofort neuen Auftrieb, es wird durch die Zentrifugalwirkung gegen die Innenwand des zweiten Schlitzzylinders 8 gepreßt, steigt an dieser hoch und dringt, weiteren Schmutz zurücklassend, durch die Schlitzreihen 9 dieses zweiten Zylinders.
  • Während dieser Vorgänge werden die Schlitzreihen der Zylinder 7 und 8 durch mittels der Spritzrohre io zugeführtes Spritzwasser dauernd gereinigt. Das Spritzwasser mitsamt den aus den Schlitzen mitgeführten Unreinigkeiten wird in den Auffangrinnen i i gesammelt, den mit ihnen verbundenenAblaufleitungen 20 zugeführt und mittels zwischen Rohrleitungen 21 eingeschalteter Injektoren aus dem Trommelinneren entfernt. Die fingerförmigen Griffel 12 teilen dabei das in den Zylindern 7 und 8 rotierende Stoffwasser, ohne dessen Umfangskraft abzulenken und lassen das Spritzwasser mit den aus den Schlitzen gelösten Verunreinigungen ungehindert in die Auffangrinnen ii gelangen.
  • Hat nun das Stoffwasser in der vorbeschriebenen Weise die beiden ersten Reinigungsstufen passiert, so wird es infolge der nunmehr stark auftretenden Zentrifugalkraft an die Innenwand des konischen Zylinders 13 geschleudert, fließt von da aus dessen größerem Durchmesser zu, also nach dem Trommelboden 6 hin, und steigt nunmehr zwecks Feinreinigung an der Innenwand 5 der Zentrifuge 4 hoch. Hier bildet es ein Stoffpolster, in welchem sich e\-entuelle noch im Stoffwasser befindliche Teile. die schwerer als die Stoffasern sind, festsetzen, und Nvird schließlich durch Zentrifugalkraftwirkung über den Auslaufring 17 der stillstehenden Auslaufrinne i9 zugeführt. Dabei ist der Auslauf durch den Einstellring 16 regulierbar, der gleichzeitig dazu dient, leichtere noch im Stoffwasser befindliche Fremdkörper zurückzuhalten.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Papierstoffreiniger, gekennzeichnet durch zwei innerhalb einer Zentrifuge mit geschlossener Wand (.4) konzentrisch angeordnete Siebtrommeln (7,8), die derart ausgebildet sind, daß innerhalb dieser Zentrifuge eine Reinigung des Stoffwassers in drei Stufen erfolgt.
  2. 2. Anlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Zentrifuge (4) angeordneten beiden Trommeln aus zwei konzentrischen, mit Schlitzreihen (9) versehenen senkrechten Zylindern (7 und 8) bestehen, durch deren Schlitze das Stoffwasser mittels Zentrifugalkraft gepreßt wird, während die dritte Reinigung durch die eigentliche Zentrifugenwand (5) erfolgt, an deren Innenfläche die Zentrifugalkraft eine Abscheidung der restlichen, von den Schlitzreihen (9) nicht zurückgehaltenen Verunreinigungen des Stoffwassers bewirkt.
  3. 3. Anlage nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Abstand von den Zylinderschlitzreihen (9) Spritzrohre (io) fest angeordnet sind, durch .die während des Maschinenumlaufes eine dauernde Reinigung der Schlitze erfolgt, und daß im Trommelinneren Auffangrinnen (ii) für das Spritzwasser fest angeordnet sind, wobei die Auffangrinnen (i i) zwecks Verhütung einer Verbindung des im Inneren der Zylinder (7, 8) rotierenden Stoffwassers mit dem verunreinigten Spritzwasser mit in Abstand von den Spritzlöchern und den Schlitzreihen (9) vorgesehenen, zu je einem Stück vereinigten Griffeln (12) ausgerüstet sind, die das rotierende Stoffwasser in Abstand von den Schlitzreihen (9) teilen, also dem Spritzwasser ungehindertere Durchtritt zu den Auffangrinnen (i i) ermöglichen.
  4. 4. Anlage nach den Ansprüchen i bis 3, da-,durch gekennzeichnet, daß die Auffangrinnen (i i) mit je einer Ablaufleitung (2o) verbunden sind, wobei zwischen jeder Auffangrinne (ii) und Ablaufleitung (2o) je ein Injektor mit Rohrleitung (21) zur Ableitung des Schmutzwassers aus dem Inneren der Zentrifuge (4) vorgesehen ist. Angezogene Druckschriften Deutsche Patentschrift Nr. 5io 98o.
DEP42125A 1949-05-10 1949-05-10 Papierstoffreiniger Expired DE817679C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP42125A DE817679C (de) 1949-05-10 1949-05-10 Papierstoffreiniger

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DEP42125A DE817679C (de) 1949-05-10 1949-05-10 Papierstoffreiniger

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE817679C true DE817679C (de) 1951-10-18

Family

ID=7378342

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP42125A Expired DE817679C (de) 1949-05-10 1949-05-10 Papierstoffreiniger

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DE (1) DE817679C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE510980C (de) * 1927-04-27 1930-10-24 Paul Erkens Schleudersichter fuer Papierstoff, Zellstoff u. dgl.

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE510980C (de) * 1927-04-27 1930-10-24 Paul Erkens Schleudersichter fuer Papierstoff, Zellstoff u. dgl.

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