DE817332C - Verfahren zur Herstellung von rotbraun faerbenden Schwefelfarbstoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von rotbraun faerbenden SchwefelfarbstoffenInfo
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- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
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Description
- Verfahren zur Herstellung von rotbraun färbenden Schwefelf arbstoffen Es ist bereits bekannt, daß durch Schwefeln von 1, 8- und i, 5-Dinitronaphthalin bzw. von Mischungen beider Stoffe verschiedene Schwefelfarbstoffe hergestellt werden können. So kann beispielsweise aus I, 5-Dinitronaphthalin ohne besondere Nachbehandlung durch Schwefeln in Gegenwart von Zinksalzen ein violettrot färbender Farbstoff erhalten werden (Patentschrift 125 667).
- Es wurde nun gefunden, daß man überraschend wertvolle Schwefelfarbstoffe erhält, wenn man in Gegenwart von Kupfersalzen erhaltene Schwefelungsprodukte von praktisch reinem I, 5-Dinitronaphthalin in der Hitze mit Ätzlaugen behandelt.
- Die dem vorliegenden Verfahren als Ausgangsstoffe dienenden Schwefelungsprodukte können z. B. durch Schwefeln von technisch reinem i, 5-Dinitronaphthalin oder von solchem I, 5-Dinitronaphthalin erhalten werden, das keine nennenswerten, beispielsweise 50/0 übersteigenden Anteile von 1, 8-Dinitronaphthalin enthält. Die Schwefelung wird in üblicher Weise mittels einer gelösten, Schwefel enthaltenden Natriumsulfidlösung durchgeführt. Es ist erforderlich, die Schwefelung in solchen Gefäßen durchzuführen, die kein Eisen an die Schwefelungsmasse abgeben.
- Die Schwefelung wird bei mittleren Temperaturen, z. B. zwischen ioo' und 200', begonnen und durch einen Backvorgang bei noch höherer Temperatur, z. B. bis 300', vervollständigt.
- Die erhaltenen Schwefelungsprodukte werden nun gemäß vorliegendem Verfahren in der Hitze mit Ätzlaugen behandelt. Als solche kommen beispielsweise Ätzalkalilösungen, insbesondere solche von relativ hoher Konzentration, z. B. etwa 30%ige Natriumhydroxydlösungen, in Betracht. Die Verwendung von Kaliumhydroxyd bietet keine Vorteile. Die Behandlung kann bei Temperaturen um oder zweckmäßig über ioo", beispielsweise beim Siedepunkt der betreffenden Laugen durchgeführt werden.
- Verfahrensgemäß ist es zweckmäßig, die Behandlung über längere Zeit, z. B. mehr als 5 Stunden, eventuell bis 24 Stunden auszudehnen. Eine züi kurze Behandlungsdauer birgt die Gefahr in sich, daß die gewünschte Umsetzung nur unvollständig erfolgt und dann durch Behandlung mit Natriumsulfid wieder rückgängig gemacht werden kann.
- Nach beendeter Reaktion kann der Farbstoff beispielsweise durch Ansäuern oder auf, ähnliche Weise aus dem Reaktionsansatz gewonnen werden.
- Das vorliegende Verfahren führt zu wertvollen, in rotbraunen Tönen färbenden Schwefelfarbstoffeii, die sich durch ihren Farbton, insbesondere dessen. Reinheit, und ihre Echtheitseigenschaften, insbesondere Licht- und Waschechtheit, vorteilhaft von analogen bekannten Farbstoffen unterscheiden könn#-n.
- Die nachstehenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung, ohne deren Inhalt jedoch irgendwie einzuschränken. Dabei bedeuten die Teile Ge,tvichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. , Beispiel i In 4oo Teile einer Natriumtetrasulfidlösung, hergestellt aus ioo Teilen Schwefel und einer 8o Teile Na2 S enthaltenden wässerigen Natriumsulfidschmelze, trägt man bei i2o' vorerst i6 Teile krist. Kupfersulfat gelöst in wenig Wasser und hierauf 46 Teile 1, 5-Dinitronaphthalin so rasch ein, als es die mäßig heftige Reaktion erlaubt. Man rührt bei einer Ölbad ' temperatur von 17o bis 18o', bis die Schmelze dick wird, was nach etwa 1/2 Stunde der Fall ist. Die Schmelze wird hierauf auf Blechen auf 29o bis 310' 5 Stunden im Backschrank gebacken. Eine Probe der so erhaltenen Schmelze löst sich in Wasser mit braunvioletter bis violettroter Farbe und färbt Baumwolle aus Natriumsulfid enthaltendem Bade blaugrün. Die Schmelze wird nun in Wasser gelöst, gewünschtenfalls filtriert und mit Schwefelsäure gefällt. Die ausgefällte Verbindung wird filtriert und als Paste in 4oo Teile 30%iger Natronlauge eingetragen und hierauf 30 Stunden rückfließend gekocht. Hierauf wird der Ansatz mit Wasser verdünnt und der erhaltene Farbstoff mit Salzsäure oder Schwefelsäure ausgefällt, abfiltriert und getrocknet. Der erhaltene Farbstoff stellt ein dunkles Pulver dar, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit braunroter Farbe löst und Baumwolle aus der Schwefeliiatriumküpe in echten rotbraunen Tönen färbt.
- Durch Verwendung einer geringeren oder größeren Menge Kupfersulfat beim Schmelzvorgang kann der Farbton etwas geändert werden. Bei Verweiidung tieferer Schmelz- und Backtemperaturen erhält man etwas weniger rein färbende Farbstoffe. B ei S p i C 1 2 In 4oo Teile der in Beispiel i verwendeten Polvsulfidlösung trägt man bei iio bis 120' 16 Tefle Kupfersulfat krist. gelöst in wenig Wasser ein und hierauf 44 Teile technisch reines i, 5-Dinitronaphthalin so rasch, als es die mäßig heftige Reaktion gestattet. Man rührt bei einer Ölbadtemperatur von 170 bis i8o', bis die Schmelze dick wird, was nach ungefähr einer halben Stunde der Fall ist. Die Schmelze wird hierauf auf Blechen im Backschrank bei einer Temperatur von 29o bis 310" während 5 bis 8 Stunden gebacken. Die Schmelze wird gemahlen und mit 4oo Teilen einer 30%igell Natronlauge einer etwa 20- bis 3ostündigen Behandlung bei Kochtemperattir unter Rückflußkühlung unterworfen. Hierauf wird der Ansatz verdünnt, dekantiert, der Farbstoff mit Salz- oder Schwefelsäure ausgefällt, abfiltriert und getrocknet. Der erhaltene Farbstoff stellt ein dunkles Pulver dar' das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit braunroter Farbe löst und Baumwolle aus schwefelnatriumhaltigem Bade in echten rotbraunen Tönen anfärbt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von rotbraun färbenden Schwefelfarbstoffen durch Behandeln von i, 5-Dinitronaplithaliii, das höchstens 5 % i, 8-Dinitronaphthalin enthält, mit Alkalipolysulfidlösungen in Gegenwart von Kupfersalzen bei Temperaturen Über 200', derart, daß die so erhaltenen Schwefelungsprodukte frei von Eisen sind, dadurch gekennzeichnet, daß man die Schwefelungsprodukte einer Hitzebehandlung mit Ätzlaugen von mindestens 5 Stunden Dauer unterwirft.,
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| DE (1) | DE817332C (de) |
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1949
- 1949-01-11 DE DEP31306A patent/DE817332C/de not_active Expired
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