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Halter aus Bandeisen in Winkelform zur Befestigung von Kabeln, Seilen
o. dgl. auf Dächern, insbesondere von Blitzableiterseilen Die Erfindung bezieht
sich auf einen Halter zur Befestigung von Kabeln, Seilen o. dgl. auf Dächern, insbesondere
von Blitzableiterseiler_. Solche Halter werden aus Bandeisen hergestellt. Sie bilden
Winkelstücke, deren einer Schenkel den Kabel-oder Seilträger bildet und deren anderer
Schenkel der Befestigung auf dem Dachsparren dient. Dieser Befestigungsschenkel
ist bei den bekannten Ausführungen etwa in der Mitte seiner Länge gekröpft. Die
Kröpfung entspricht der Stärke des jeweils verwendeten Dachziegels, die verschieden
ist, je nachdem es sich z. B. um Biberschwanz- oder Falzziegel handelt. Das abgekröpfte
Ende des Befestigungsschenkels ist mit Gewindelöchern versehen, so daß der Halter,
auf dem Dachsparren liegend, befestigt werden kann. Diese Art der Ausführung hat
zur Folge, daß man für die verschiedenen Ziegelstärken verschieden stark gekröpfte
Halter herstellen muß. Weiter sind verschiedene Typen von Haltern dadurch erforderlich,
daß der Befestigungsschenkel in verschiedenen Längen hergestellt werden muß, um
den verschiedenen Abständen der Dachlatten voneinander, je nachdem es sich um Einfach-
oder Doppeldeckung handelt, zu entsprechen.
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Weitere Typen von Seilhaltern werden noch dadurch bedingt, daß bei
den bekannten Ausführungen die Befestigungsschelle am Trägerschenkelende auf der
Flachseite auf esetzt wird. Damit liegt die Seilrichtung in der Vaagerechten, also
in der Dachflucht, fest. Will man das Seil im Winkel zur Waagerechten befestigen,
so muß der Trägerschenkel um 9o° verschränkt werden, was wiederum besondere Formen
erforderlich macht, wenn man nicht eine Mehrarbeit durch Herstellung der notwendigen
Verschränkung an Ort und Stelle in Kauf nehmen will.
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Diese durch die Verschiedenheit der Ziegelformen,
Lattenabstände
und erforderlichen Seilrichtung bedingten Anforderungen an die Seilhalter führten
in der Praxis im wesentlichen zu sechs verschiedenen Haltertypen, nämlich zu drei
Haltern mit ungeschränkten Trägerschenkeln für Falzziegel, einfach gedeckte Biberschwänze
oder doppelt gedeckte Biberschwänze. Drei weitere Haltertypen für dieselben verschiedenen
Arten der Dackdeckung entstanden dann für Halter mit geschränktem Trägerschenkel.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, diese Vielheit der
erforderlichen Typen zu beseitigen. Ein erster, aber bedeutsamer Schritt ist erfindungsgemäß
dadurch getan, daß der der Befestigung des Halters am Dachsparren dienende Schenkel
U-förmig abgebogen und sein freies Ende um 9o° verschränkt ist: Diese Ausführung
ermöglicht die Befestigung des Halters an der Sparrenseite, so daß man die Befestigung
der Höhe nach entsprechend der- Ziegelstärke verändern kann. Auf Lattenabstand ist
bei dieser Gestaltung des Halters überhaupt keine Rücksicht mehr zu nehmen. Es sind
also durch diese Gestaltung des Befestigungsschenkels, dem bedeutsamsten Teil der
zu lösenden Aufgabe, nunmehr nur noch drei verschiedene Haltertypen erforderlich.
Wird ferner das abgebogene Ende des Trägerschenkels kreuzförmig gestaltet und mit
Gewindelöchern versehen, welche die Befestigung der Schellen in zwei verschiedenen
Richtungen ermöglicht, so werden weitere drei Typen erspart.
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In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung ein Halter
dargestellt, der alle obenerwähnten sechs Typen durch eine einzige ersetzt. Abb.
i zeigt den Halter in Seitenansicht, Abb. 2 in Draufsicht; Abb. 3 stellt in vergrößertem
Maßstab die kreuzförmige Gestaltung, das Kreuzstück, des abgebogenen Endes des Trägerschenkels
des Halters dar; Abb. 4 zeigt eine perspektivische Darstellung, die Befestigung
und Anordnung des neuen Halters am Dachsparren mit einem waagerecht gehaltenen Seil.
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In den Abbildungen ist i der Trägerschenkel des Halters. 2 ist der
Befestigungsschenkel, mittels dessen der Halter an dem Dachsparren befestigt wird.
Dieser Schenkel ist U-förmig abgebogen und an seinem freien Ende um 9o° verschränkt,
so daß er durch geeignete Befestigungsmittel mit Hilfe der vorgesehenen Löcher 4
seitlich am Dachsparren, wie in Abb. 4 gezeigt, befestigt werden kann. 5 ist (las
abgebogene Ende des Trägerschenkels i mit Gewindelöchern 6, welche, das Festklemmen
der Schelle? mittels der beiden Befestigungsschrauben 8 ermöglichen. 9 ist das Kabel
oder Seil, welches von dem Halter getragen wird. Das abgebogene Ende 5 des Trägerschenkels
i ist in diesem Ausführungsbeispiel als Kreuzstück ausgeführt und hat zu diesem
Zwecke ein Querstück io mit den Gewindelöchern i i erhalten. Dieses Kreuz- oder
Querstück io ist unter dem abgebogenen Ende 5 des Trägerschenkels i beispielsweise
angeschweißt. Auf diese Weise ist ein Befestigungskreuz gegeben, welches es ermöglicht,
das Seil entweder in der waagerechten Fluchtlinie des Daches zu befestigen, in dem
die Schelle 7 auf dein abgebogenen Ende 5 befestigt wird, oder aber, wenn das Seil
oder Kabel im Winkel zur waagerechten Fluchtlinie des Daches befestigt werden soll,
die Schelle 7 auf dem Querstück io befestigt. Die Befestigung des Kreuzstückes io
unterhalb des abgebogenen Endes 5 hat den Vorteil, daß auch dann das Kabel oder
Seil am Halter gehalten wird, wenn sich das Kreuzstück io aus irgendeinem Grunde
vom Trägerschenkelende 5 löst.
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Die Abb. 4 zeigt besonders deutlich die Anordnung des Halters am Dachsparren
und seine Lage zwischen den Ziegeln. Es ist ohne weiteres erkennbar, daß je nach
der höheren oder tieferen Befestigung des Trägers an dem Sparren eine Anpassung
der Lage des Trägers an die Ziegelstärke ermöglicht wird. )Jan erkennt ferner, daß
durch die U-förmige Gestaltung des Befestigungsschenkels ein verschiedener Lattenabstand
die Befestigung des Halters nicht behindert.