DE81690C - - Google Patents
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- DE81690C DE81690C DENDAT81690D DE81690DA DE81690C DE 81690 C DE81690 C DE 81690C DE NDAT81690 D DENDAT81690 D DE NDAT81690D DE 81690D A DE81690D A DE 81690DA DE 81690 C DE81690 C DE 81690C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C18/00—Disintegrating by knives or other cutting or tearing members which chop material into fragments
- B02C18/06—Disintegrating by knives or other cutting or tearing members which chop material into fragments with rotating knives
- B02C18/14—Disintegrating by knives or other cutting or tearing members which chop material into fragments with rotating knives within horizontal containers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMTW
PATENTSCHRIFT
KLASSE 50: Mühlen und Zerkleinerungsmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. November 1894 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Zerreifsmaschine für Leimleder, welches das
Rohmaterial für die Lederleimfabrikation bildet. Dieses Rohmaterial »Leimleder« besteht aus
rohen Hautabfällen, also nicht gegerbten Theilen der Haut, die im nassen Zustand sehr zähe und
elastisch und in ihren Stärkedimensionen höchst ungleich sind. Um aber ein gutes und möglichst
gleichmäfsiges Product zu liefern, mufs das Leimleder vor dem Zerkochen in nassem
Zustand zerkleinert werden, welchem Zweck der Gegenstand vorliegender Erfindung dient.
Die Maschine soll also ein Rohproduct von körperlich möglichst gleichförmiger Beschaffenheit,
und zwar in Fasern herstellen. Der Vortheil, den alsdann die Anwendung einer solchen
Zerreifsmaschine bietet, besteht nicht allein darin, dafs das weitere Verfahren, aus dem
Rohproduct Leim zu erzielen, hierdurch ein schnelleres, sichereres und ergiebigeres wird,
sondern dafs auch ein reineres und hochwerthigeres Endproduct »Leim« erzielt wird.
Bei dem bisherigen Verfahren, bei welchem eben, körperlich ganz ungleiches Leimleder als
Rohmaterial benutzt wurde, war auch ein geregelter und gleichmäfsiger Betrieb unmöglich
und das Endproduct in Ausbeute und Qualität ein entsprechend geringes.
Dem Zerreifsen des Leimleders haben sich aber bisher Schwierigkeiten entgegengestellt und
die in dieser Richtung gemachten Versuche haben zu einem glücklichen Endresultat nicht
geführt.
Die beiliegende Zeichnung stellt nun die Maschine dar, und zwar zeigt Fig. 1 einen
Längsschnitt nach Linie B-B in Fig. 2,
Fig. 2 einen Horizontalschnitt nach Linie A-A in Fig. ι und
Fig. 3 eine Abwickelung und Querschnitt des Manteltheiles nach Linie. C-C in Fig. 3.
Die Sägetrommel α wird durch Kreissägeblätter
gebildet, welche, durch Zwischenscheiben getrennt, auf eine Achse b vermittelst Schraube c
und Ansatz c1 befestigt werden. Von besonderer Wichtigkeit an der Sägetrommel ist die
Zähnung. Die Zähne sind alle schräg geschärft und stehen abwechselnd einmal gerade,
dann geschränkt nach rechts, dann geschränkt nach links und endlich wieder gerade und so
fort vertheilt, um den gewünschten Effect zu erzielen. Die schräg geschärften Zähne bilden
dabei Spitzen und Schnittflächen und die letzteren folgen abwechselnd zu je zweien auf ein
und derselben Seite; es wechseln also ab zwei Schrägschärfungen rechts mit zwei Schrägschärfungen
links u. s. w. Durch die Riemscheibe q wird der Sägetrommel eine verhältnifsmäfsig
hohe Tourenzahl pro Minute ertheilt.
Diese Sägetrommel α ist zu etwa einem Viertel ihres Umfanges von einem Mantel, dem
sogenannten Maul d, umgeben. Das von dem Speisetrichter χ kommende Material geht zwischen
Trommel α und Maul d hindurch und wird auf diesem Wege zerfasert.
Zu diesem Zweck ist das Maul an seinem inneren Umfang mit Zähnen versehen, deren
Anordnung aus Fig. 3 hervorgeht. Hiernach wechseln drei Vertiefungen e e e ab mit vier
gezahnten Flächen, von denen die beiden äufserstenyy mit parallelen Zähnen, die beiden
mittelsten Flächen ff dagegen mit Winkelzähnen versehen sind, und ist gerade diese
Abwechselung von . Vertiefungen, parallelen und winkelförmigen Zähnen von ganz besonderer
Bedeutung für den zu erzielenden
technischen Effect; die winkelförmigen Z.&hneff
dienen dazu, das Leimleder mehr nach der Mitte zu drängen. Dabei besteht das Maul
aus einem Gufsstahlblock, in welchen die Zähne ff und yy, sowie die Vertiefungen eee
eingehobelt sein können. Durch Schrauben g und Handrad h kann man die Sägetrommel a
mehr oder weniger nahe an das Maul d heranstellen, und wenn durch Abnutzung der Durchmesser
der Sägeblätter kleiner geworden ist, kann man das Maul durch Druckschraube i
nachstellen, wobei das Maul auch noch um die Achse k drehbar ist.
Der obere Theil des Maules ist zu einer Mulde / ausgebildet. In dieser Mulde / dreht
sich eine Riffelwalze m und ist derart gelagert, dafs zwischen Mulde und Riffelwalze ein sich
nach der Trommel α hin verengender Spalt entsteht. Diese Riffelwalze hat die Aufgabe,
das durch den Speisetrichter 1X ankommende Leimleder, sei es dick oder dünn, über die
Mulde hinweg der Trommel zuzuführen. Dabei wird an der engsten Stelle des erwähnten
Spaltes, wo sich Riffelwalze und Mulde berühren, das Rohmaterial an einem Ende festgehalten,
während das vordere Ende bereits der Bearbeitung durch die Zähne der Sägetrommel
unterliegt. Die Achse η der Riffelwalze ist beweglich gelagert und wird durch
Gewichte, die an dem Hebel r angebracht sind, gegen die Mulde angedrückt. Durch ein
Handrad s kann man die Belastung lüften und durch ein Sperrrad t in jeder gewünschten
Lage feststellen. Es kann also Material von beliebigen Dimensionen zwischen Riffelwalze
und Mulde hindurchgehen.
Der Antrieb erfolgt durch zwei konische Räderpaare und die Achsen ο und u, welche
von den Riemscheiben ν ν angetrieben werden.
Der Mulde / wird das Material durch eine rauh gedrehte Zuführwalze ρ, die sogenannte
glatte Walze, zugeführt. Dieselbe ist verstellbar gelagert, wird von der Riffelwalze aus angetrieben
und hat den Zweck, das durch den Speisetrichter χ eingeworfene Leimleder zu
erfassen, zu vertheilen und dem Muldeneingang zuzuführen. Gleichzeitig drückt diese Walze
das Rohmaterial gegen die Riffelwalzen, wirkt also als Transporteur und Vertheiler und verhütet
durch das Andrücken des Rohmaterials an die Riffelwalze Anstauungen im Muldeneingang.
Die Wirkungsweise der Maschine ist hiernach folgende:
Das Leimleder wird möglichst gleichmäfsig in den Speisetrichter χ geworfen. Aus diesem
wird es der Zuführungswalze ρ zugeschoben, die es gleichmäfsig vertheilt und nach dem
Muldeneingang hin bewegt, dort erfafst es die Riffelwalze und übergiebt es der Sägetrommel.
Durch die Zähne der letzteren werden von dem Leimleder Fasern abgerissen, während
dasselbe von der Riffelwalze noch festgehalten' wird. Die Form der Zähne bewirkt, dafs zuerst
die Zahnspitze in die Hautstücke eindringt, während die seitliche Abschärfung die Fasern
herausschneidet. Die hierbei übrig bleibenden Stücke werden in dem Raum zwischen Sägetrommel
und Maul einer weiteren Bearbeitung unterzogen, indem die Zähne des Maules die Stücke festhalten, während die Sägezähne die
Zerreifsung vollziehen. Würden aber hierbei die Zähne ganz gleichmäfsig über den ganzen
inneren Umfang des Maules vertheilt sein, so würden sich die Lederleimstücke in die Sägezähne
hineindrücken und unbearbeitet durchgehen. Daher sind die Vertiefungen angebracht,
in welche die Stücke durch die ganz bedeutende Centrifugalkraft hindurchgeschleudert
werden und so aus den Zähnen der Trommelsäge herausfliegen. Die bereits erwähnte
Winkelzahnform des mittleren Theiles des Maules bewirkt ein Zusammenführen der
Leimlederstücke nach der Mittellinie der Maschine hin.
Claims (3)
1. Maschine zum Zerreifsen von Leimleder zur Lederleimfabrikation, gekennzeichnet
durch eine schnell rotirende, aus Kreissägeblättern gebildete Sägetrommel (α) und
ein davorliegendes, mit parallelen (yy) und winkelförmigen (ff) Zähnen versehenes
Maul (d), zwischen welchen Zähnen Vertiefungen (e e e) angeordnet sind, zum
Zwecke, aus dem Leimleder ein faseriges Rohproduct von gleichförmiger Beschaffenheit
zu erzielen.
2. An der Sägetrommel der unter i. beanspruchten Maschine die Anwendung von
abwechselnd gerade, links geschränkt und rechts geschränkt stehenden Zähnen, die
mit Spitzen und schräg angeschärften Schneiden ausgerüstet sind, und wobei je zwei oder mehr solcher Schneidflächen
abwechselnd rechts oder.links stehen.
3. Bei der unter 1. gekennzeichneten Maschine eine Speisevorrichtung, gekennzeichnet durch
eine beweglich gelagerte Riffelwalze (in), eine glatte Zuführungswalze (p) und eine
Mulde (I), wobei das Rohmaterial von der Walze (p) gleichmäfsig vertheilt, von der
Riffelwalze erfafst, in die Mulde hineingezogen, zwischen Mulde und Riffelwalze festgeklemmt wird, um dann von der Sägetrommel
zerfasert zu werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE81690C true DE81690C (de) |
Family
ID=354153
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT81690D Active DE81690C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE81690C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1039813B (de) * | 1955-12-28 | 1958-09-25 | Eisen & Stahlind Ag | Zerkleinerungsvorrichtung mit umlaufenden Brechwerkzeugen |
| US4183769A (en) * | 1977-09-12 | 1980-01-15 | Cabot Corporation | Methods and apparatus for glass removal |
| US5061055A (en) * | 1990-07-27 | 1991-10-29 | Lyne Dube | Bedside television viewer |
-
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- DE DENDAT81690D patent/DE81690C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1039813B (de) * | 1955-12-28 | 1958-09-25 | Eisen & Stahlind Ag | Zerkleinerungsvorrichtung mit umlaufenden Brechwerkzeugen |
| US4183769A (en) * | 1977-09-12 | 1980-01-15 | Cabot Corporation | Methods and apparatus for glass removal |
| US5061055A (en) * | 1990-07-27 | 1991-10-29 | Lyne Dube | Bedside television viewer |
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