DE816087C - Verfahren zur Veredelung von tierischen Fasern - Google Patents
Verfahren zur Veredelung von tierischen FasernInfo
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- DE816087C DE816087C DEP1176A DEP0001176A DE816087C DE 816087 C DE816087 C DE 816087C DE P1176 A DEP1176 A DE P1176A DE P0001176 A DEP0001176 A DE P0001176A DE 816087 C DE816087 C DE 816087C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M13/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
- D06M13/244—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing sulfur or phosphorus
- D06M13/248—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing sulfur or phosphorus with compounds containing sulfur
- D06M13/252—Mercaptans, thiophenols, sulfides or polysulfides, e.g. mercapto acetic acid; Sulfonium compounds
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)
- Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
Description
- Verfahren zur Veredelung von tierischen Fasern Es ist bekannt, daß tierische Fasern, wie Wolle oder Naturseide, sei es in gekrempelter, gewirkter oder gewebter Form oder als Garn bei der Einwirkung von mechanischer Reibung, Naßbehandlung, insbesondere bei erhöhter Temperatur oder bei der Einwirkung saurer oder alkalischer Mittel, z. B. von Seife, stark zum Filzen neigen. Dieser Vorgang ist mitunter erwünscht, z. B. bei der Tuchherstellung, jedoch in vielen Fällen unerwünscht, da das Verfilzen mit einem starken Zusammenziehen der Waren, z. B. von Wirkwaren, verbunden ist sowie mit einer Veränderung der Oberfläche, die ihre Glätte verliert.
- Es wurde nun gefunden, daß man die geschilderten Nachteile in weitgehendem Maße ausschalten kann, wenn man die tierischen Fasernmit Merkaptocarbonsäuren behandelt, worauf man sie einer oxydierenden Behandlung, z. B. der Luftoxydation oder der Einwirkung von oxydierend wirkenden Chemikalien oder beiden, unterwirft.
- Die beschriebene Behandlung bietet gleichzeitig den Vorteil, daß Formveränderungen, die an .den mit Merkaptocarbonsäuren behandelten tierischen Fasern, z. B. an Wollstückwaren, vor der Oxydation, gegebenenfalls auch schon vor der Imprägnierung, vorgenommen wurden, beispielsweise durch Kalandern, Bügeln u. dgl., wesentlich beständiger sind als die auf nicht behandelter Wollstück;vare durchgeführten.
- Geeignete Merkaptocarbonsäuren sind beispielsweise die Merkaptoessigsäure, Merkaptopropionsäure, Merkaptobuttersäure und o-Merkaptobenzoesäure. Die Merkaptocar'bonsäuren können in freier Form oder als Salze einzeln oder gemischt miteinander oder mit anderen Säuren, z. B. in wäßriger oder alkoholischer Lösung, zur Anwendung gelangen. Als oxydierend wirkende Chemikalien kommen z. -B. Wasserstoffperoxyd, Permanganate, Perborate, Bichromate u. dgl. in Betracht.
- Die im nachstehenden Beispiel aufgeführtenTeile sind Gewichtsteile. Beispiel i io Teile gekrempelte Wolle werden mit 25o Teilen einer i 5o/oigen wäßrigen Lösung des Natriumsalzes der Merkaptoessi.gsäure behandelt, bis vollkommene Benetzung eingetreten ist. Hierauf werden 25o Teile einer wäßrigen Lösung zugesetzt, die 3o Teile einer 3o/oigen Wasserstoffperoxydlösung sowie 25 Teile einer ioo/oigen Ammoniaklösung enthält; es wird 1/2 Stunde bei 3o° behandelt, sodann gespült und getrocknet.
- Walkt man eine nicht behandelte, gekrempelte Wolle mit 5o g Seife und 2 g Soda je Liter 5 Minuten bei 40°, so erhält man einen dichten Filz, während die gemäß Absatz i vorbehandelte gekrempelte Wolle unter den ,gleichen Bedingungen keinen Filz liefert. Beispiel e Man behandelt Wollgewebe mit einer 5o/oigen Lösung des Natriumsalzes von Merkaptoglykolsäure derart, daß der Stoff gut benetzt ist, z. B. durch Klotzen und Abquetschen oder einseitiges Imprägnieren mittels Bombagewalzen oder örtliches Befeuchten unter Anwendung von saugfähigem Material. Hierauf erzeugt man durch Bügeln oder Kalandern oder sonstige mechanische Einwirkung Falten und läßt auf diese Wasserstoffperoxyd einwirken unter Benutzung einer wäßrigen Lösung, die durch Zugabe von etwa 10 ccm 3oo/oigen Wasserstoffperoxyds je Liter Wasser hergestellt ist. Diese Lösung wird entweder kurz aufgesprüht, oder es wird Papier bzw. ein Gewebe mit ihr getränkt und ailf die gefalteten Flächen aufgelegt. Die Einwirkung kann ohne oder mit schwachem Druck erfolgen, Einwirkungsdauer 2o bis 30 Minuten bei gewöhnlicher Temperatur.
- Die so fixierten Falten des Wollgewebes bleiben auch bei starker mechanischer Beanspruchung erhalten.
Claims (1)
- PATEN TANSI'P UCÜ: Verfahren zur Veredelung von tierischen Fasern, dadurch gekennzeichnet, daß man diese mit Merkaptocarbonsäuren behandelt und sie sodann einer oxydierenden Behandlung unterwirft.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR816087X | 1948-03-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE816087C true DE816087C (de) | 1951-10-08 |
Family
ID=9267615
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP1176A Expired DE816087C (de) | 1948-03-23 | 1948-10-02 | Verfahren zur Veredelung von tierischen Fasern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE816087C (de) |
-
1948
- 1948-10-02 DE DEP1176A patent/DE816087C/de not_active Expired
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