[go: up one dir, main page]

DE8151A - Neuerungen am PRÖLL'schen Expansions-Regulir- und Absperrapparate mit Corlifs-Mechanismus. (Zusatz zu P. R. Nr. 1919.) - Google Patents

Neuerungen am PRÖLL'schen Expansions-Regulir- und Absperrapparate mit Corlifs-Mechanismus. (Zusatz zu P. R. Nr. 1919.)

Info

Publication number
DE8151A
DE8151A DE8151A DE 8151 A DE8151 A DE 8151A DE 8151 A DE8151 A DE 8151A
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shut
corlifs
innovations
pröll
devices
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
R. PROELL, in Firma: Dr. PROF.LL und SCHA-ROWSKY in Dresden

Links

Description

1879,
Klasse 14
R. PROELL, in Firma Dr. PROELL & SCHAROWSKY in DRESDEN.
Neuerungen am Proell'schen Expansions-Regulir- und Absperr-Apparate mit
CoMiTs-Mechanismus.
Zusatz-Patent zu No. 1919 vom 4· November 1877. Vj,
Längste Dauer: 3. November 1892. 3*!' l',f,fi i ,', \ /. 4' j? / ||
Patentirt im Deutschen Reiche vom II, Juni 1879 ab.
Der wechselseitige Anhub des Ventils mit nachfolgender Auslösung geschah nach der Beschreibung und Zeichnung des Haupt-Patentes durch zwei mit stumpfwinkligen Schenkeln versehene Klinken, die von einem durch den Regulator verstellbaren Keil ausgelöst wurden. Diese Anordnung brachte es mit sich, dafs die Stahlnasen der Klinken sehr knapp fafsten und für die Minimalerhebung des Ventils noch immer ein bestimmter, relativ grofser Hub nothwendig war, wenn man ein Abgleiten der Stahlnasen infolge zu schmalen Aufsetzens und die daraus resultirenden Schläge für den Apparat verhindern wollte.
Um ein möglichst breites Aufsitzen der Klinken herbeizuführen, die Abnutzungen hier und am Verstellungskeil und die leicht versagenden Spannfedern auf den Corlifsklinken: zu vermeiden, ist der Klinken- und. Auslösemechanismus abgeändert worden, wie Fig. 1 und 2 zeigen. An die' Gleitstücke ^1 g2 sind zwei Stahlnasen s, und ^2 geschraubt. Gegen diese stofsen die kreisbogenförmigen, zum Drehpunkt concentrischen Nasen von zwei Klinken K^ K^, die drehbar an den auf den Führungssäulen F1 und F2 befestigten Nüssen hängen. Beide Klinken stützen sich lose, wie Fig. 1 zeigt, mit ihrem horizontalen Ende auf die Bolzen von zwei Hängeschienen A1 A1, die mittelst einer kleinen Traverse t direct an der Regulatorstange angehängt sind. In der mittleren Stellung des Apparates, d. h. bei horizontaler Lage des Steuerhebels A1 stehen die Klinken gegen die Gleitstücke vollkommen symmetrisch. Geht dann das Ende A1 des Hebels A abwärts, so bewegt sich auch der Drehzapfen Z1 der linken Klinke vertical abwärts. Die Stahlnase derselben drückt mit breiter Fläche auf die Stahlplatte des linken Gleitstückes g% und veranlagst ein Oeffnen des Ventils. Der Regulator stützt das Ende der Klinke, infolge dessen die Nasenkante derselben sich in der in Fig. 1 punktirten Curve bewegt und über die Nase des Gleitstücks hinweg gleitet. Je nach der Höhenlage des Regulators verschiebt sich diese Bahncurve, so dafs bei höchster Stellung^es'^Regulators, welche durch die im Decker<d|es---'R:egulatorkopfes angebrachte Stellschraube^festggBtellt ist, die Curve sich der äufseren Kante nähert und dadurch ein geringer Ventilhub, also auclxschnell erfolgende Auslösung und geringe Füllung erzielt wird. Die Klinke setzt in diesem Falle mit relativ breiter Fläche auf. Sobald die Stahlnasen übereinander weggeglitten sind, erfolgt, wie früher, Schlufs des Ventils durch eine besondere Kraft (in Fig. .1 ist es die Spannung der unter den Gleitstücken placirten Federn). Wenn nun A1 wieder aufwärts geht, bewegt sich die Kante der Nase wieder in der gezeichneten Bahn rückwärts, bis sie an die verticale Fläche der Stahlnase des Gleitstückes ^1 stöfst. Da nun aber der Drehpunkt Z1 sich fortgesetzt in einer Verticalen aufwärts bewegt, so müssen alle Punkte der Klinke sich ebenso bewegen. Aus diesem Grunde ist das Ende der Klinke mit einem Schlitz versehen.
Sobald die verticale Stützung der Klinke durch die Stahlnase ^1 ihr Ende erreicht hat, fällt die Klinke auf den Bolzen zurück. Sie befindet sich jetzt wieder in der Stellung, in welcher bei neuem Abwärtsgange von A1 beziehentlich der Führungssäule F1 eine Druckübertragung auf das Steuerungsorgan beziehentlich dessen Eröffnung erfolgen kann. Auf der anderen Seite ist der Vorgang ebenso.
Zum Anlassen der Maschine' mufs das Ventil unabhängig von der Bewegung des Steuerhebels A angehoben werden. Es geschieht dieses durch einen Winkelhebel w, der drehbar am Gestell des Apparates befestigt ist und gegen dessen verticalen Schenkel eine mit einem Handrad versehene Spindel geschraubt wird. Auf diesem Hebel befindet sich, der oberen Begrenzung desselben sich anschmiegend, eine starke, einfache oder aus mehreren Theilen zusammengesetzte Blattfeder /, die nach oben ein wenig gespreizt ist. Durch Drehung des Handrades kann man diese Feder mehr oder minder stark gegen den Hebekopf der Ventilstange pressen, und zwar derart, dafs zu-
gleich beim Hinabfallen des Ventils nach erfolgter Auslösung der im letzten Moment auftretende Venti^schlag gemindert und zu einem möglichst elastischen gemacht wird. Da die Stärke des Ventilschlages in hohem Grade vom Druck des Dampfes abhängt, mit dem die Maschine gespeist wird, so ist eine leichte Einstellung und Justirung der Spannung der Prallfeder nöthig. Dieselbe erfolgt mittelst des Handrades sehr einfach und zuverlässig. Die jeweilige Stellung des Handrades kann auf passende Weise fixirt oder an einer Marke erkenntlich gemacht werden.
Die vollständige Absperrung des Dampfes behufs Abstellung der Maschine erfolgt durch Anheben der Klinken über ihre höchste, durch die ■ Regulatorstellung gebotene Lage, so dafs eine Berührung der Stahlnasen s und der Klinken k bei der Bewegung des Steuerhebels A nicht mehr stattfindet. Zu dem Ende sind die Klinken bei η mit Nasen versehen, die über dem horizontalen Schenkel des Abstellungshebels liegen. Hierin unterscheidet sich die neue Construction ebenfalls von der älteren des Haupt-Patentes, bei welcher die Klinken durch Anheben des Keiles beziehentlich des Regulators auseinander gedrängt wurden.
Der im vorstehenden beschriebene neue Klinken- und Auslösemechanismus, sowie die Anbringung und Justirung der Prallfeder, in Verbindung mit dem Anlafshebel und die neue Art der Absperrung soll auch Anwendung finden bei dem modificirten Apparat, bei welchem das Ventil abgelöst und durch zwei an den Enden des Cylinders placirte Einströmventile ersetzt ist, ebenso, wenn statt der Ventile Schieber oder Hähne als Einlafsorgane gewählt werden. Bei zwei Ventilen würde die Prallfeder nebst Anlafshebel doppelt ausgeführt und bei jedem angewendet werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Die Form und Anordnung der Klinken im Corlifsmechanismus und ihre Auslösung durch den Regulator, im wesentlichen wie beschrieben und gezeichnet.
2. Die dauernde Absperrung des Dampfes durch Anheben der Klinken.
3. Die Anordnung eines Winkelhebels behufs Anlassens der Maschine und die Verbindung dieses Hebels mit einer Blattfeder und einer, Verstellungsspindel zur Dämpfung des Ventilschlages und Justirung der Federspannung, im wesentlichen wie beschrieben und gezeichnet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

Family

ID=

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1174861B (de) * 1960-07-09 1964-07-30 Varta Ag Verfahren zur Herstellung von Katalysator-elektroden fuer Brennstoff- und Luft-sauerstoffelemente

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1174861B (de) * 1960-07-09 1964-07-30 Varta Ag Verfahren zur Herstellung von Katalysator-elektroden fuer Brennstoff- und Luft-sauerstoffelemente

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE8151A (de) Neuerungen am PRÖLL&#39;schen Expansions-Regulir- und Absperrapparate mit Corlifs-Mechanismus. (Zusatz zu P. R. Nr. 1919.)
DE741869C (de) Mittelbar wirkender Regler
DE876929C (de) Hydraulische Vorrichtung zum Ausheben und zur Einstellung der Arbeitshoehe eines voneiner Zugmaschine getragenen Werkzeuges
DE16171C (de) Neuerungen am PRÖLL&#39;schen Expansions-Regulir- und Absperr-Apparate mit COR-LISS - Mechanismus
DE912572C (de) Buchungsplatte
DE29705C (de) Neuerungen an Expansions-Regulirapparaten. (Abhängig von den Patenten Nr. 1919 und 11062.)
DE443542C (de) Einrichtung zur Federabstuetzung an mit Druckfluessigkeit betriebenen Kastenkippern,insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE239417C (de)
DE358906C (de) Umschaltventil fuer Wassermesserverbindungen mit selbsttaetiger Entlastung
DE54155C (de) Dampfhammer mit während des Ganges des Hammers feststehendem und einstellbarem Expansionsschieber
DE252366C (de)
DE547854C (de) Druckminderer
DE537095C (de) Puffervorrichtung fuer Blechpressen
DE23637C (de) Muschelschieber - Präzisionssteuerung
DE809187C (de) Maschine zum Rundziehen der Ruecken von fertigen Buchdecken
DE12371C (de) Neuerungen an transportablen Kniehebel-Durchschnitten.
DE410408C (de) Heb- und Senkvorrichtung fuer die vom Wipptisch aus bewegte Mittelwalze von Triowalzwerken
DE510265C (de) Fallhammer, dessen Baer durch Dampf, Pressluft o. dgl. gehoben wird
DE239562C (de)
DE684006C (de) Schalter mit Lichtbogenloeschung durch einen selbst erzeugten Loeschmittelstrom
DE12684C (de) Neuerungen an Cylinderwalkmaschinen
DE1122C (de) Mechanismus zur selbsttätigen, vom Regulator beeinflufsten Veränderung der Expansion bei der MEYER&#39;schen Schiebersteuerung.
DE38134C (de) Neuerung an Regulirapparaten für Dampfmaschinen
DE100361C (de)
DE803767C (de) Federhammer