DE814328C - Elektrischer Milchkocher - Google Patents
Elektrischer MilchkocherInfo
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- H05B1/0222—Switches actuated by changing weight, level or centre of gravity
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Description
- Elektrischer Milchkocher Die Erfindung; betrifft einen elektrischen Milchkocher, bei dem die Milch nicht überkochen kann.
- Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, die ein Überkochen der Milch verhindern sollen. Alle diese Vorrichtungen sind aber entweder nicht erschöpfend oder zu umständlich.
- Die Hausfrauen oder sonstigen Personen, welche Milchkocher verwenden, sind im allgemeinen nicht genügend technisch vorgebildet, um die umständlichen Anlagen zu benutzen, die vorgeschlagen werden. Viele Menschen stehen auch der Vornahme von Handlungen abschlägig gegenüber, welche Aufmerksamkeit erfordern; sie nehmen lieber das Ungemach auf sich, während des Kochens auf die Milch zu achten, statt besondere Maßnahmen hiergegen zu treffen.
- Der Zweck der Erfindung ist nun, einen elektrischen Milchkocher zu schaffen, welcher vom Benutzer keine besondere Aufmerksamkeit oder Maßnahmen erfordert und vollständig zufriedenstellend arbeitet, also keine Möglichkeit zum Überkochen der Milch bietet.
- Der Milchkocher nach der Erfindung besitzt dabei keine verwickelten Einrichtungen, welche den Preis gegenüber den üblichen Milchkochern ungewöhnlich erhöhen würden.
- Der neue Milchkocher ist in der Hauptsache dadurch gekennzeichnet, daß der Raum für die Milch aus einem Hauptbehälter und wenigstens einem Überkochabteil besteht und daß der Milchkocher derart unterstützt ist, daß beim Überlaufen von kochender Milch aus dem Hauptbehälter in das oder die Überkochabteile der Milchkocher um einen bestimmten Winkel umkippt, wodurch die Stromzuführung zum Heizelement ausgeschaltet wird. Zu dem Zweck ist das Überkochabteil derart zur Unterstützung angeordnet, daß das Gewicht der einlaufenden Milch den Milchkocher umkippt. Der Milchkocher ist deshalb gemäß der Erfindung derart ausgebildet, daß die Unterstützung des Milchkochers an der Seite des Überkochabteils höher liegt als die anderen Unterstützungen und nicht auf der Stützfläche des Kochers aufliegt, wenn das Überkochabteil leer ist. Die Kippachse der Unterstützung wird also zwischen den Schwerpunktlinien des Milchkochers mit leerem und mit vollem Überkochabteil liegen. Es empfiehlt sich als überkochabteil die Tülle des Kochers zu verwenden.
- Eine praktische Ausbildung erhält man, wenn man zwischen dem Hauptbehälter und dem Überkochraum des Kochers eine Wand vorsieht, die nicht bis zum oberen Rand des Milchkochers durchläuft.
- Weitere Kennzeichen der Erfindung sind aus der Zeichnung zu entnehmen, die einige Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung erläutert.
- Fig. i stellt eine schaubildliche Ansicht des Milchkochers gemäß der Erfindung dar; . Fig. 2 ist ein Schnitt durch den Kocher nach Fig. i ; Fig.3 zeigt schematisch den Milchstand des Kochers vor dem Kochen der Milch; Fig. 4 veranschaulicht den Milchstand nach dem Kochen der Milch und Umkippen des Kochers; Fig.5 ist ein Querschnitt eines Teiles eines Milchkochers mit einem anderen Schalter; Fig.6 gibt den Querschnitt eines zweiten Ausführungsbeispiels des Schalters gemäß der Erfindung; Fig. 7 ist ein Querschnitt eines dritten Ausführungsbeispiels des Schalters.
- Der Milchkocher nach der Erfindung besteht aus dem Hauptbehälter i, dem Überkochabteil 2, dem Griff 3, dein Heizelement 4, dem Schalter 5 und einer Zwischenwand 6. Die zu kochende Milch wird in den Hauptbehälter i (Fig. 3) gegossen. Der Milchkocher steht hierbei in einer waagerechten Lage auf den Unterstützungen 7. In dieser Lage ist der Schalter 5, der als Quecksilberschalter dargestellt ist, eingeschaltet, und das Heizelement kann zu glühen anfangen.
- Wenn die Milch kocht, wird sie steigen und über die Zwischenwand 6 strömen, welche niedriger ist als die obere Kante des Milchkochers. Der obere Rand der Zwischenwand 6 ist vorzugsweise ausgebogen, so daß sein tiefster Teil in der Mitte liegt. Durch Überströmen der Milch in das Überkochabteil 2 wird sich der Schwerpunkt seitwärts verschieben. Weil hier die Unterstützung höher liegt, kippt der Milchkocher um (vgl. Fig.4). Der Quecksilberschalter 5 wird ausgeschaltet und das Heizelement 4 nicht weiter glühen.
- Der Schalter ist an einer geeigneten Stelle, z. B. unterhalb ,des Griffes 3, anzuordnen. Das Überkochabteil2 wird vorzugsweise als Tülle ausgebildet, so daß der Milchkocher äußerlich nur wenig von den üblichen Milchkochern abweicht. Der Milchkocher gemäß der Erfindung arbeitet einwandfrei, die Milch kann ohne Aufsicht gekocht werden.
- Bei dem Milchkocher nach Fig. 5 ist der Quecksilberschalter der Fig. 3 und 4 ersetzt durch einen Schalter i i, welcher einen Teil der Unterstützung 12, 13 bildet.
- Der Schalter bildet also selbst einen Teil der Unterstützung, welche auf der Stützfläche aufliegt, bevor die Milch kocht. Der Schalter besteht nach Fig.6 aus den Kontakten 14, 15 und einem vorstehenden Knopf 16, welcher auf .der Stützfläche, z. B. einem Tisch, ruhen kann. Nach Fig. 6 ist der Kontakt 15 mit dem Knopf 16 verbunden. Nach Eindrücken des Knopfes 16 gegen den Druck der Feder 18 kommt der Knopf in Anlage mit der Scheibe 17, welche mit dem Kontakt 14 in Verbindung steht.
- Im Beispiel der Fig. 7 drückt der Knopf 16 gegen einen schwenkbaren Hebel i9. Dieser Hebel ist mit dem Kontakt 15 verbunden. Beim Eindrücken des Knopfes 16 legt sich der Hebel i9 gegen eine Scheibe, io des Kontaktes 14, so daß der Stromkreis geschlossen wird. Notfalls kann eine Feder 21 auf den Hebel i9 einwirken, welche den Hebel in offener Lage hält.
- Der Schalter i i der Fig. 5 kann natürlich auch an der Stelle der Unterstützung 13 vorgesehen werden, jedoch muß er dann eine umgekehrte Wirkung haben, d. h. beim Eindrücken des Knopfes 16 den Stromkreis unterbrechen. Dies kann z. B. dadurch erfolgen, daß der Hebel i9 (Fig.7) a1tWippe ausgebildet wird. Es ist ersichtlich, daß nur eine geringe Verschiebung erforderlich ist, um den Stromkreis für das Heizelement zu unterbrechen.
- Die Wirkung des Milchkochers nach Fig. 5 bis 7 ist folgende: Vor dem Kochen ruht der Milchkocher auf dem Schalter ii und ist der Stromkreis für das Heizelement geschlossen. Beim Umkippen wird der Knopf 16 auf der Stützfläche ruhen bleiben und der feste Teil des Schalters hochgehen, wodurch der Strom unterbrochen wird.
- Wenn der Schalter an der Stelle der Unterstützung 13 (Fig. 5) montiert ist, ist die Wirkung umgekehrt, d. h. der Knopf 16 wird beim Umkippen eingedrückt werden. Der Schalter ist derart konstruiert, daß der Stromkreis für das Heizelement beim Eindrücken des Knopfes 16 unterbrochen wird.
Claims (9)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrischer Milchkocher, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum für die Milch aus einem Hauptbehälter (i) und wenigstens einem Überkochäbteil (2) besteht und der Milchkocher derart unterstützt ist, daß beim Überlaufen von kochender Milch aus dem Hauptbehälter in' das oder die Überkochabteile der Milchkocher um einen bestimmten Winkel umkippt, wodurch die Stromzuführung zum Heizelement (4) ausgeschaltet wird.
- 2. Elektrischer Milchkocher nachAnspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Überkochabteil (2) derart zur Unterstützung (7, 8 bzw. i1 bis 13) angeordnet- ist, daB das Gewicht der einlaufenden Milch den Milchkocher umkippt.
- 3. Elektrischer Milchkocher nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daB die Unterstützung (8, 13) des Milchkochers an der Seite des Überkochabteils (2) höher liegt als die anderen Unterstützungen (7, 11, 12) und nicht auf der Stützfläche des Kochers (1, 2) aufliegt, wenn das Überkochabteil (2) leer ist.
- 4. Elektrischer Milchkocher nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daB die Kippachse der Unterstützung zwischen den Schwerpunktlinien des Milchkochers (1, 2) mit leerem und mit vollem Überkochabteil (2) liegt.
- 5. Elektrischer Milchkocher nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daB als Überkochabteil (2) die Tülle des Milchkochers (1, 2) dient.
- 6. Elektrischer Milchkocher nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daB zwischen dem Hauptbehälter (i) und dem überkochabteil (2) eine Wand (6) vorgesehen ist, welche nicht bis zum oberen Rand des Milchkochers reicht.
- 7. Elektrischer Milchkocher nach den Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daB der Milchkocher (1, 2) auf einem Schalter (l i) für den elektrischen Strom für das Heizelement ruht, der durch das Umkippen des Milchkochers (1, 2) in Betrieb tritt und den Strom ausschaltet (Fig. 5). B.
- Elektrischer Milchkocher nachAnspruch7, dadurch gekennzeichnet, daB der Schalter (i l) ein Druckschalter ist, welcher durch das Gewicht des Milchkochers in Betrieb tritt (Fig.6 und 7).
- 9. Elektrischer Milchkocher nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daB der Schalter (i i) ein Teil der Unterstützung, z. B. ein Bein oder ein Knopf ist (Fig.6 und 7). io. Elektrischer Milchkocher nach den Ansprüchen 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daB der Schalter (i i) einen vorstehenden Knopf (16) trägt, welcher auf der Stützfläche, z. B. dem Tisch, für den Milchkocher (1, 2) aufliegen kann (Fig. 5). i i. Elektrischer Milchkocher nach den Ansprüchen 7 bis io, dadurch gekennzeichnet, daB der Knopf (16) mittels einer Feder (18) oder seines Eigengewichtes in einer Auswärtslage gehalten wird, wenn der Milchkocher (1, 2) nicht auf dem Schalter (i l) ruht.
Applications Claiming Priority (1)
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