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Elastische Nähmaschinenlagerung Die vorliegende Erfindung zeigt eine
elastische Lagerung für Spezialnähmaschinen, die vornehmlich auf hölzernen Tischplatten
befestigt sind, und bezweckt die Fernhaltung der Maschinenschwingungen von der Tischplatte
und damit die Minderung der Geräusche.
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Bekannt sind elastische Lagerungen, bei denen die Fußplatte der Nähmaschine
auf elastischen Gliedern aus Kork. Filz u. dgl. in Form von Muffen gelagert ist.
In die Muffen, die an beiden Enden von unelastischen Gliedern umfaßt werden und
lose in die an dem Tisch angeordneten Ausnehmungen eingreifen, sind Bolzen eingepaßt,
die in der .Nlaschinenfußplatte befestigt sind und bewirken sollen, daß die Nähmaschine
in einer festen Stellung relativ zu dem Werktisch gehalten wird. Infolge dieser
Anordnung kann die Nähmaschine in senkrechter Richtung federn ohne unzulässige seitliche
Ausdehnung. Da die verwendeten Glieder aus Kork 0. dgl. finit Rücksicht auf genügende
Standfestigkeit der Nähmaschine nur verhältnismäßig kleine Höhe haben, ist die erzielte
Schwingungsdämmung nur bei den höheren Erregerschwingungszahlen befriedigend, während
die niedrigen und mittleren Schwingungszahlen auf die Tischplatte übertragen werden.
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Zur Dämmung niedriger Schwingungszahlen muß die Eigenschwingungszahl
der belasteten elastischen Glieder unterhalb der Erregerschwingungszahl der Nähmaschine
liegen. Bekanntlich ist die Eigenschwingungszahl eines Federsystems abhängig von
der statischen Durchbiegung der Feder. Je größer die Durchbiegung der Feder ist,
um so tiefer liegt die Eigenschwingungszahl.
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Gummi und Kork können auf Druck in tieferen Frequenzbereichen nur
angewendet werden, wenn genügend große Bauhöhen zugelassen werden. Plattenförmige
Dämmstoffe von geringerer Dicke
eignen sich also nicht für die Dämmung
tiefer Frequenzen, Nvern sie auf Druck beansprucht werden. Durch die Einschaltung
elastischer Unterlagen zwischen Nähmaschine und Tischplatte entsteht ein Sch-,vingungssystem,
und die Maschine kann sich in gewissen Grenzen frei bewegen. Wenn zwischen der Eigenschwingungszahl
der elastischen Unterlage und der periodischen Erregung der Nähmaschine Resonanz
besteht, schaukeln sich die Schwingungsausschläge stark auf und beejnträchtigen
unter Umständen ein gutes Arbeiten an der -Nähmaschine. Die größten Schwingungsausschläge
im Resonanzzustand müssen also in ein Drehzahlgebiet gelegt werden, in dem diese
Größtschwingungen beim Nähen am wenigsten als lästig empfunden werden, und das ist
gewöhnlich bei den niedrigen Drehzahlen der Fall.
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Bekanntlich zeigt eine auf Schul> beanspruchte Gummifeder bei gleicher
Belastung eine wesentlich größere Durchfederung als dieselbe auf Druck beanspruchte
Gummifeder. Dadurch ist es möglich, mit verhältnismäßig geringer Federbauhöhe eine
weiche Lagerung mit tiefliegendem Reconanzdrehzahlgebiet zu erreichen.
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Die Erfindung ermöglicht die Fernhaltung der störenden Maschinenschwingungen
von der Tischplatte unter Benutzung der bekannten Gummi-Metall-Verbindungen, Gummiplatten
oder anderer geeigneter Federwerkstoffe, um dadurch gegenüber der normalerweise
festen Aufstellung von Spezialnähmaschinen auf der Tischplatte eine wesentlich geräuschärmere
Lagerung zu erreichen, wobei das häufig notwendige Abheben der Nähmaschine von der
Grundplatte zur Reinigung und Einstellung ebenso leicht möglich ist wie bei einer
normalen nicht elastisch aufgestellten Maschine.
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Die Zeichnungen zeigen die Erfindung in Ausführungsbeispielen. Es
zeigt Fig. i die elastische Lagerung einer Nähmaschine mit. auf Schub bzw. Druck
beanspruchten Gummi--\letall-Federn in Pufferform in der Vorderansicht, Fig.2 die
gleiche Anordnung in der Seitenansicht, Fig. 3 die elastische Lagerung ohne Nähmaschine
in perspektivischer Ansicht, F ig. 4 die elastische Lagerung einer Nähmaschine mit
nur auf Schub beanspruchten Gummi-Metall-Federn in Pufferform in perspektivischer
Ansicht, Fig. 5 die elastische Lagerung einer Nähmaschine unter Verwendung auf Schub
beanspruchter Gummiplatten und auf Druck beanspruchter Gummizylinder in der Vorderansicht,
Fig. 6 die gleiche Anordnung in der Seitenansicht, Fig. 7 die elastische Lagerung
unter Verwendung auf Schub beanspruchter Gummiplatten auch für die Lagerung an der
Antriebsseite der Nähmaschine in vergrößertem Maßstab, Fig.8 die elastische Lagerung
einer Nähmaschine, die im Verhältnis zum Maschinengewicht über 'starke erregende
Kräfte verfügt, wobei zur Erhöhung des Maschinengewichtes eine Zusatzmasse an der
Maschine befestigt ist, in der Seitenansicht. Die Grundplatte i der Nähmaschine
2 ist mit einer Lagerungswanne 3 verschraubt (Fig. i bis 3), die auf der Antriebsseite
der Nähmaschine mit waagerecht umgebogenen Laschen 4 versehen ist. Die auf Druck
beanspruchten Gummi-Metall-Federn 5, 6, 7 sind auf der einen Seite mit den Laschen
4 und auf der anderen Seite mit der Tischplatte 8 verschraubt. Für die linke Lagerung
sind auf Schub beanspruchte Gummi-Metall-Federn io, 11, 12 auf der einen
Seite in ungefährer Höhe der N ähnlaschinenantriebswelle mit der Lagerungswanne
3 und auf der anderen Seite mit an der Tischplatte 8 befestigten Lagerungswinkeln
13 verschraubt. Da die Lagerungswanne 3 mit der Tischplatte 8 nicht in Berührung
kommt, werden alle 1laschinenschwingungen nur auf die Gummi-Metall-Federn 5, 6,
7 und 10, 11, 12 übertragen. Die Befestigung der Nähmaschine 2 mit der elastisch
gelagerten Lagerungswanne 3 kann in bekannter Weise dadurch erfolgen, daß ein mit
einem Gewindeende 14 versehener langer Bolzen 15 von unten durch das Loch 16 der
Tischplatte 8 hindurchgesteckt wird und die Lagerungswanne 3 mit der Grundplatte
i der Nähmaschine 2 verschraubt wird, so daß zum Herausnehmen der Nähmaschine 2
die Lagerungswanne 3 nicht von den elastischen Lagerungen entfernt zu werden braucht.
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Da, wie bereits erwähnt, auf Schub beanspruchte Gummi-Metall-Federn
eine wesentlich weichere Lagerung ergeben als auf Druck beanspruchte, sind zur Vermeidung
eines evtl. Riemenschlupfes bei größerem Kraftbedarf der Nähmaschine die in der
Nähe des Antriebsrades 17 befindlichen Gummi-Aletall-Federn 5, 6, 7 so angeordnet,
daß sie auf Druck beansprucht werden.
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Bei geringerem Kraftbedarf der Nähmaschine können die an der Antriebsseite
angeordneten Gummi-Metall-Federn 18, 19, 2o durch die mit der Lagerungswanne 2i
verschraubte Nähmaschine (Fig. 4) auch auf Schub beansprucht werden, wobei die Gummi-Metall-Federn
18, 19. 2o auf der einen Seite seitlich mit der Lagerungswanne 21 und auf der anderen
Seite mit den an der Tischplatte 8 befestigten Lagerungswinkeln 22 verschraubt sind.
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An Stelle der Gummi-Metall-Federn können für die elastische Lagerung
der Nähmaschine mit größerem Kraftbedarf für die antriebsseitige Lagerung der Lagerungswanne
23 auch Gummifedern 24 (Fig. 5 und 6) in Zylinderform o. dgl. und auf der linken
Lagerungsseite der Lagerungswanne 23 Gummiplatten 25 von geeigneten Abmessungen
verwendet werden.
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Die mit der Nähmaschine 2 verschraubte Lagerungswanne 23 ist mit waagerecht
umgebogenen Laschen 26 versehen. Die Gummifedern 24 sind auf der einen Seite in
Ausnehmungen 27 in den Laschen 26 und auf der anderen Seite in Ausnehmungen 28 in
der Tischplatte 8 eingesetzt. Die für die linke Lagerung vorgesehenen Gumtniplatten
25 sind einerseits mit an der Lagerungswanne 23 angeschweißten Laschen 29
und anderseits mit den an der Tischplatte 8 befestigten Lagerungswinkeln
30 verschraubt. Zur Verringerung der Flächenpressung sind unter die Schraubenköpfe
der Befestigungsschranl
@@n 31 für (las Festklemmen
der Gummiplatten 25 an den Laschen 29 bzw. an den Lagerungsw inkeln 30 Verstärkungsbleche
32 gelegt.
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Die Gummifedern 2.4 in Zylinderform an der Antriebsseite können natürlich.
wenn eine weiche Nähinaschinenlagerung zulässig ist, auch durch auf Schub beanspruchte
Gummiplatten 33 (Fig. 7) ersetzt werden. Hierbei erfolgt die Befestigung der Gummiplatten
33 mit den waagerecht umgebogenen Laschen 34 der Lagerungswanne 35 und den
mit der Tischplatte8befestigtenLagerungswinkeln 36in derselben Weise, wie oben beschrieben,
durch Befestigungsschrauben 31 und Verstärkungsbleche 32.
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Bei einer elastisch gelagerten Nähmaschine, die im Verhältnis zum
Maschinengewicht über sehr starke erregende Kräfte verfügt, kann zweckmäßigerweise
eine Zusatzmasse 37 (Fig. 8) zur Erhöhung des Maschinengewichtes unter die Lagerungswanne
38 geschraubt werden, tun auch bei niedriger N äliinaschinendrehzahl kleine Schwingungsausschläge
zii erhalten.