DE801102C - Regeleinrichtung fuer Dampfheizungen, insbesondere fuer Niederdruckdampfheizungen von Eisenbahnwagen - Google Patents
Regeleinrichtung fuer Dampfheizungen, insbesondere fuer Niederdruckdampfheizungen von EisenbahnwagenInfo
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- DE801102C DE801102C DEP47322A DEP0047322A DE801102C DE 801102 C DE801102 C DE 801102C DE P47322 A DEP47322 A DE P47322A DE P0047322 A DEP0047322 A DE P0047322A DE 801102 C DE801102 C DE 801102C
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 21. DEZEMBER 1950
p 47322 Π j 20 c D
Friedrich Seidl in Wien
ist als Erfinder genannt worden
Die Erfindung bezieht sich auf eine Regeleinrichtung
für Dampfheizungen, und zwar insbesondere für Niederdruckdampfheizungen von Eisenbahnwagen.
Bei den bekannten Niederdruckdampfheizungen von Eisenbahnwagen ist üblicherweise ein
Drosselregeleinlaßventil für die Regelung der Dampfzufuhr zum Heizkörper vorgesehen, welches
durch einen Thermostaten in .Abhängigkeit von der Heizkörpertemperatur gesteuert oder durch eine
Handstellvorrichtung willkürlich entsprechend verschiedenen gewünschten Heizstufen eingestellt wird.
Es ist bei solchen Anordnungen auch bekannt, die von der Heizkörpertemperatur abhängige Thermostatensteuerung
mit der Handstellvorrichtung zu kombinieren und so das Ausmaß der Einwirkung des Thermostaten willkürlich zu beeinflussen. Hierbei
wirkt die 1 landstellvorrichtung auf die Thermostatenstange
und verändert die Grundeinstellung derselben im Sinne einer Erhöhung oder Verringerung
der Drosselwirkung des Drosselregeleinlaßventils.
Andererseits ist auch eine Regelung der Heizung in Abhängigkeit von der Temperatur des zu beheizenden
Raumes durch Temperaturfühler bekannt, wobei auch mehrere auf verschiedene gewünschte
Raumtemperaturen eingestellte Temperaturfühler wahlweise in Wirkung gebracht werden
können. Bei solchen Anordnungen schließt der z. B. als Kontaktthermometer ausgebildete Temperaturfühler
bei Erreichung der gewünschten Raum-
temperatur den Stromkreis zu einem besonderen elektromagnetisch gesteuerten Absperrventil, welches
die Dampfzuführung zum Heizkörper absperrt. Die Erfindung besteht nun im wesentlichen darin,
daß das thermostatisch in Abhängigkeit von der Heizkörpertemperatur gesteuerte Drosselregeleinlaßventil
des Heizkörpers selbst zusätzlich elektromagnetisch in Abhängigkeit von der Raumtemperatur
gesteuert ist. Dadurch, daß das Drosselregeleinlaßveiitil
selbst als Magnetventil ausgebildet ist, kann die Steuerung der Dampfzufuhr zum Heizkörper
nunmehr durch ein einziges Ventil erfolgen, während bei den bisherigen Anordnungen, bei welchen
das Magnetventil lediglich als Absperrorgan wirkte, dieses Magnetventil, falls eine Regelung in
Abhängigkeit von der Raumtemperatur gefordert war, vor dem bei von Hochdruckdampf gespeisten
Niederdruckdampfheizungen unerläßlichen, den Dampfdruck reduzierenden Drosselregeleinlaßventil
vorgesehen war.
Das als Magnetventil ausgebildete Drosselregeleinlaßventil kann ohne weiteres so eingestellt
werden, daß der Magnetanker bei völligem Abschluß des Ventils an dem Magnetkern anliegt oder nahezu
anliegt. Wenn nun das Drosselregeleinlaßventil durch einen Thermostaten in Abhängigkeit von der Temperatur
des Heizkörpers gesteuert wird, so ist sein Öffnungshub bei heißem Heizkörper sehr klein und
beträgt meist nur ungefähr 0,1 mm. Nun erfolgt aber eine Betätigung des Magnetventils nur bei Überschreitung
einer vorbestimmten Raumtemperatur, also nur dann, wenn der Heizkörper heiß ist. Das
Ventil wird somit durch den in Abhängigkeit von der Heizkörpertemperatur wirkenden Thermostaten ganz
nahe an seinen Sitz und somit der Magnetanker ganz nahe zum Magnetkern gebracht, bevor der
Magnet in Wirkung tritt. Bisher mußte wegen der gesonderten Anordnung des Magnetventils der
Magnet beim Einschalten des Stromes den gesamten Hub des Ventils, der wenigstens zehn- bis zwanzigmal
so groß ist, überwinden. Da nun bekanntlich die elektromagnetische Kraft mit dem Quadrat der
Entfernung des Ankers vom Kern abnimmt, wird nunmehr eine wesentliche Stromersparnis erzielt,
wenn das Magnetventil gleichzeitig als Drosselregeleinlaßventil thermostatisch in Abhängigkeit
von der Heizkörpertemperatur gesteuert wird.
Am günstigsten liegen die Verhältnisse, wenn das Drosselregeleinlaßventil sowohl durch einen Thermostaten
in Abhängigkeit von der Heizkörpertemperatur als auch durch eine Handstelleinrichtung willkürlich
auf verschiedene Heizstufen eingestellt und überdies elektromagnetisch in Abhängigkeit von der
Raumtemperatur gesteuert wird, da in diesem Falle die stromverbrauchende elektromagnetische Steuerung
weitgehend entlastet ist. Gemäß der Erfindung kann daher die elektromagnetische Steuerung
des Ventils zwangsläufig von dessen Handsteuerung in Abhängigkeit gebracht werden, indem ein Stromkreis
für die in Abhängigkeit von der Raumtemperatur erfolgende Steuerung des Elektromagneten
beherrschender Schalter mit dem Handgriff für die willkürliche Einstellung des Drosselregeleinlaßventils
gekuppelt wird. Hierbei ist zweckmäßig ein den Stromkreis des Elektromagneten über eine Anzahl auf verschiedene Raumtemperaturen
eingestellte Temperaturfühler umleitender Schalter derart mit dem Handgriff für die willkürliche
Einstellung des Drosselregeleinlaßventils auf die gleiche Anzahl von Heizstufen gekuppelt,
daß bei willkürlicher Einstellung auf die niedrigste Heizstufe der Stromkreis über den auf die niedrigste
Raumtemperatur eingestellten Temperaturfühler geschlossen wird.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles einer Niederdruckdampfheizung
für Eisenbahnwagen schematisch erläutert.
Fig. ι zeigt einen Heizkörper mit dazugehöriger Stelleinrichtung im Aufriß, teilweise im Schnitt.
Fig. 2 zeigt die Anordnung nach Fig. 1 im Grundriß, gleichfalls teilweise im Schnitt.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt nach Linie III-III der
Fig. i, wobei der Deckel des Schalters entfernt ist.
Fig. 4 zeigt einen Schnitt nach Linie IV-IV der Fig. i.
Fig. 5 zeigt die Stelleinrichtung nach Fig. 1 bei entkuppelter Stellung des Schalters.
Fig. 6 zeigt ein Schaltschema.
Der Hochdruckdampf tritt durch den Einlaßstutzen ι des Ventilgehäuses 2 in den Ventilraum 3
ein und gelangt, durch das Drosselregeleinlaßventil 4 gesteuert, in den Raum 5 des Ventilgehäuses
und über einen Durchlaß 6 in den Heizkörper 7. Durch das Drosselregeleinlaßventil 4 wird
der Hochdruckdampf entsprechend auf Niederdruck entspannt. Der Dampf strömt hierbei durch den
Ringraum 8 zwischen dem Heizkörperrohr 7 und einem Innenraum 9 und gelangt am anderen Ende
desselben über öffnungen 10 in den Raum 11 innerhalb
des Rohres 9. In diesem Raum 11 strömt der Dampf zurück und gelangt über eine öffnung 12 zu
einem Ablaßrohr 13 für den Abfluß des Kondenswasser.
Innerhalb des Innenrohres 9 befindet sich, durch ein Schutzrohr 14 abgeschirmt, eine aus einem
Material von geringerer Wärmedehnung als der Heizkörper 7, z. B. eine aus Invar bestehende
Thermostatenstange 15. Das eine Ende 16 der Thermostatenstange 15 ist in dem den Heizkörper
abschließenden Regulierkopf 17 abgestützt, während das andere Ende 18, in welches eine gehärtete
Kugel 19 eingesetzt ist, auf das Drosselregeleinlaßventil 4 wirkt. Durch diese Thermostatenstange
wird somit bei Abkühlung des Heizkörpers das Ventil 4 im Öffnungssinne und bei Erhitzung des
Heizkörpers im Schließsinne bewegt. Das Ventil 4 ist hierbei durch eine Feder 20 gegen die Thermostatenstange
gedrückt.
Die Anordnung ist so getroffen, daß der durch die öffnung 6 in den Ringraum 8 des Heizkörpers 7
einströmende Dampf nicht unmittelbar zur Austrittsöffnung 12 des Innenrohres 9 gelangt. Das
Schutzrohr 14 für die Thermostatentange ist mit einem Ansatz 21 versehen, welcher in einer mit
dem Ventilgehäuse verbundenen Führung 22 längsverschiebbar geführt ist, so daß eine Ausdehnung
dieses Sclmtzrohrcs ohne Einfluß bleibt. Am I
anderen Ende ist das Schutzrohr 14 bei 23 in den Regulierkopf 17 eingeschraubt. In diesem Ansatz 21
ist die Thermostatenstange 15 ihrerseits längsverschicblich
geführt. Das Innenrohr 9 ist einerseits auf den Teil 22 und andererseits auf einen Ansatz
24 des Regulierkopfes lose aufgeschoben, wobei ein dichter Anschluß nicht erforderlich ist.
In einer Ouerbohrung des Regulierkopfes 17 ist ein Exzenter 25 mittels eines Hebels 26 verdrehbar
gelagert, Gegen den Exzenter 25 ist das entsprechend profilierte Ende 16 der Thermostaten-Stange
abgestützt, so daLi durch Verdrehung des Exzenters eine willkürliche Verstellung der Thermostatenstange
15 von Hand aus ermöglicht wird. Der Exzenter 25 läuft in einen exzentrischen Kegel 27
aus, st) daLi durch axiale Verschiebung des Exzenters
die Grundeinstellung der Regulierung verändert werden kann. Dies erfolgt durch einen, den Exzenter
in axialer Richtung abstützenden Schraubpfropfen 28, welcher nach Einstellung der Regulierung
durch den Monteur mittels einer Sicherung 29 festgelegt und in dieser Stellung gegebenenfalls plombiert
werden kann.
Mittels des Hebels 2(> kann nun durch Verdrehung
des Exzenters die wirksame Länge der Thermostatenstange 1 =| bzw. der Ofrmmgsspalt des
Ventils 4 verändert werden, so dal.i die Heizung in an sich bekannter Weise von Hand aus auf beliebig
viele Heizstufen, z. H. »kalt«, »mäßig« und »warm« eingestellt werden kann. Inder »Kalt«-Stellung\vird
dann die Thermostatenstange 15 soweit zurückgezogen sein, daß sie nicht mehr auf das Ventil 4
wirkt und das Ventil geschlossen bleibt. In der »Warm«-Stellunghingegen würde die Thermostatenstange
durch den Exzenter 25 dem Ventil 4 am weitesten genähert werden, so daß sich der größte j
Offnungsspalt ergibt. DieGröl.ie desüffmmgsspahes
und damit der Drossel wirkung des Ventils 4 wird dann in der »Mäßig«- und »YVarm«-Stellimg durch
die thermische .Ausdehnung des Heizkörperrohres 7 entsprechend geregelt.
Der Hebel 26 ist über eine Kuppelstange 30 mit einem Hebel 31 verbunden, welcher durch den mit
dem Rohr 32 fest verbundenen Handgriff 33 der Handstelleinrichtung betätigt wird. Mit diesem
Hebel ist ein Schalter 34 gekuppelt, welcher wahlweise den Stromkreis zu einem das Drosselregeleinlaßventil
4 betätigenden Elektromagneten41 über verschiedene Temperaturfühler bzw. Kontaktthermometer
schaltet. Hei dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung weist der Handgriff 33 drei verschiedene
Stellungen, und zwar »kalt«, »mäßig« und »warm« auf. in welchen er durch eine unter der Wir
kling einer Feder (>2 stehende, in Rasten 63 der Lagerung 64 einspringende Kugel 65 gehalten wird.
Der Hebel 31 ist in Fig. 2 in der »Mäßig«-Stellung dargestellt, während die »Kalt«-Stelhmg und die
»Warm«-Stellung strichpunktiert angedeutet sind, Hierbei ist die »Kalt«-Stelhmg mit. 4, die »Mäßig«-
Stellung mit /> und die »W'arm«-Stellung mit C bezeichnet.
Der Schalter 34 weist eine mit dem Rohr 32 bzw. dem 1 landgriff ^t, gekuppeltes, isoliert
gelagertes Segment 35 auf (s. Fig. 3), welches bei seiner Verdrehung die Kontakte 36. 37 und 3^
schaltet. In der Darstellung nach Fig. 3 ist wieder die Kontaktscheibe entsprechend der »Mäßig«-
Stellung des Handhebels gezeichnet, während die »Kalt«-Stelhmg und die »Warm-Stcllung strichpunktiert
angedeutet ist. Die verschiedenen Stellungen des Segmentes 35 sind wieder entsprechend den
verschiedenen Stellungen des Hebels 31 mit A, B
und C bezeichnet.
Wie das Schaltschema nach Fig. 6 zeigt, ist der Kontakt 38 mittels einer Leitung 39 über eine
Stromquelle 40 mit einem Pol des das Drosselregeleinlaßventil betätigenden Magneten 41 verbunden.
Der Kontakt 36 ist mittels einer Leitung 42 über ein Kontaktthermometer 43 mit dem anderen Pol
der Wicklung des Magneten 41 verbunden. Der Kontakt 37 ist mittels einer Leitung 44 über ein
zweites Kontaktthermometer 45 mit dem anderen Pol der Wicklung des A[agneten4i verbunden. Hierbei
ist das Kontaktthermometer 43 auf eine niedrigere Temperatur, z. B. auf 190 C, und das
Kontaktthermometer 45 auf eine höhere Temperatur, z. E. auf 2i° C, eingestellt. In der »Kalt«-Stellung
befindet sich die Kontaktscheibe in der strichpunktiert gezeichneten Stellung A. Hierbei verbindet sie
lediglich die Kontakte 36 und 37, was wirkungslos ist, während der Kontakt 38, welcher mit der
Stromquelle 40 verbunden ist, ausgeschaltet ist. Iu dieser Stellung ist somit jeder Stromweg zur Wicklung
des Magneten 41 unterbrochen. Die Heizung ist bereits durch die Verstellung der Hebel 31
und 26 auf »kalt« gestellt, so daß das Ventil 4 auch ohne Betätigung des Magneten geschlossen bleibt.
In der im Schaltschema mit vollen Linien gezeichneten »Mäßig«-Stellung/:>
verbindet das Segment 35 alle drei Kontakte, so daß der Strom über die Leitungen 42 oder 44 fließen kann. Das auf die
niedrigere Temperatur eingestellte Kontaktthermometer 43 wird bei Erreichen der Raumtemperatur
von beispielsweise 19° C zuerst ansprechen und den Stromkreis zur Wicklung desMagneteii4i schlielien,
wodurch das Ventil 4 auf seinen Sitz gedrückt wird und die Dampfzufuhr zum Heizkörper absperrt. Sobald
die Raumtemperatur unter die Einstelltemperatur des Kontaktthermometers 43 fällt, wird der
Stromkreis über die Leitung 42 wieder unterbrochen.so daß das Ventil 4 wieder freigegeben und
in Abhängigkeit von der Heizkörpertemperatur durch die Thermostatenstange 15 gesteuert wird.
In der »VVarm«-Stellung C hingegen schließt das Segment 35 die beiden Kontakte 37 und 38, während
der Kontakt 36 stromlos wird. Es ist somit nur das auf die höhere Temperatur eingestellte Kontaktthermometer
45 in den Stromkreis einbezogen und der Stromkreis zur Wicklung des Magneten 41 wird
durch das Kontaktthermometer 45 geschlossen, sobald die Raumtemperatur die höhere Einstelltemperatur
des Kontaktthermometers 45 erreicht. Es sind somit, wie Fig. 6 zeigt, die Stromkreise über
die beiden Kontaktthermometer 43 und 45 parallel geschaltet, wobei bei Einschalten der höheren Heizstufe
jeweils nur das auf niedrigere Temperatur
eingestellte Kontaktthermometer abgeschaltet wird. Es wird dadurch ein Überheizen vermieden.
Um nun das Schließen des Ventils durch den Elektromagneten entgegen der Wirkung der Thermostatenstange
15 zu ermöglichen, ist in die Thermostatenstange eine Pufferfeder 46 eingeschaltet,
welche durch die Kraft des Magneten 41 überwunden und zusammengedrückt werden muß.
Bei Kurzschluß eines Kontaktthermometers oder bei einem sonstigen Defekt kann der Fall eintreten, daß der Magnet 41 bei Einstellung des Handgriffes 33 auf »mäßig« oder »warm« ständig unter Strom gesetzt wird, so daß das Ventil 4 geschlossen ! bleibt und die Heizung außer Funktion gesetzt wird. In einem solchen Falle ist es möglich, den Schalter unabhängig vom Handgriff 33 außer Wirkung zu setzen und dabei die Stromquelle bzw. Batterie 40 auszuschalten, worauf dann die Heizung lediglich durch Handverstellung über den Hebel 31, die Stange 30 und den Hebel 26 reguliert werden kann. Aus diesem Grunde ist das Segment 35 des ! Schalters 34 lösbar mit dem Rohr 32 bzw. dem Handgriff 33 verbunden. Innerhalb des Rohres 32 ist eine Stange 47 angeordnet, welche durch eine Feder 48 nach oben gedruckt wird. Durch eine Bohrung 49 im Handgriff 33 ist ein Stift 50 in die Stange 47 eingesetzt, welcher unter dem Druck der Feder 48 in eine Ausnehmung 51 des Handgriffes 33 einschnappt. In dieser Stellung ist die Stange 47 mit dem Handgriff 33 fest gekuppelt. Im Bereiche des Schalters 34 weist die Stange 47 einen Querbolzen 52 auf, der in Schlitze 53 einer Muffe 54 eingreift, welche mit dem Segment 35 fest verbunden ist. Auf diese Weise ist somit das Segment 35 über die Stange 47 mit dem Handgriff 33 und über das Rohr 32 mit dem Hebel 31 gekuppelt.
Bei Kurzschluß eines Kontaktthermometers oder bei einem sonstigen Defekt kann der Fall eintreten, daß der Magnet 41 bei Einstellung des Handgriffes 33 auf »mäßig« oder »warm« ständig unter Strom gesetzt wird, so daß das Ventil 4 geschlossen ! bleibt und die Heizung außer Funktion gesetzt wird. In einem solchen Falle ist es möglich, den Schalter unabhängig vom Handgriff 33 außer Wirkung zu setzen und dabei die Stromquelle bzw. Batterie 40 auszuschalten, worauf dann die Heizung lediglich durch Handverstellung über den Hebel 31, die Stange 30 und den Hebel 26 reguliert werden kann. Aus diesem Grunde ist das Segment 35 des ! Schalters 34 lösbar mit dem Rohr 32 bzw. dem Handgriff 33 verbunden. Innerhalb des Rohres 32 ist eine Stange 47 angeordnet, welche durch eine Feder 48 nach oben gedruckt wird. Durch eine Bohrung 49 im Handgriff 33 ist ein Stift 50 in die Stange 47 eingesetzt, welcher unter dem Druck der Feder 48 in eine Ausnehmung 51 des Handgriffes 33 einschnappt. In dieser Stellung ist die Stange 47 mit dem Handgriff 33 fest gekuppelt. Im Bereiche des Schalters 34 weist die Stange 47 einen Querbolzen 52 auf, der in Schlitze 53 einer Muffe 54 eingreift, welche mit dem Segment 35 fest verbunden ist. Auf diese Weise ist somit das Segment 35 über die Stange 47 mit dem Handgriff 33 und über das Rohr 32 mit dem Hebel 31 gekuppelt.
Wenn nun die elektromagnetische Regelung ausgeschaltet werden soll, wird an den Vierkant 55 am j
oberen Ende der Stange 47 ein Schlüssel angesetzt und die Stange 47 so weit hineingedrückt, daß der
Stift 50 aus der Rast 51 austritt. Hierbei gelangt der Stift 50 in eine in den Handgriff 33 eingearbeitete
Ringnut 56 und die Stange 47 kann so lange verdreht werden, bis eine Nase 57 am unteren Ende
der Stange 47 zu einer Ausnehmung 58 in der Fußplatte 59 der Stelleinrichtung gelangt. Wenn der
Handgriff in die Stellung »warm« gestellt ist, so gelangt gleichzeitig der Stift 50 zu einer Aus- '
nehmung 60 des Handgriffes, so daß die Stange 47 unter dem Druck der Feder 48 nach oben ver- '
schoben werden kann, wobei der Mitnahmestift 52 für den Schalter in den Schlitzen 53 der Muffe 54
aufwärtsgleitet. Der Stift 50 liegt nun in der nach oben zu offenen Ausnehmung 61 des Handgriffes
und die Stange 47 ist vom Handgriff entkuppelt, so daß der Schalter nicht mehr mitgenommen wird.
Bei dieser in Fig. 5 gezeichneten Stellung nimmt gleichzeitig das Segment 35 die Stellung D ein, in
welcher alle Kontakte 36, 37 und 38 abgeschaltet sind.
Diese Ausschaltung der elektrischen Einrichtung kann in einfacher Weise vom Zugschaffner durchgeführt
werden. In der ausgeschalteten Stellung steht der Vierkant 55, welcher in auffälliger Weise
gefärbt sein kann, über den Handgriff 33 vor, wodurch der Fehler dem Kontrollpersonal augenfällig
angezeigt wird.
Claims (10)
1. Regeleinrichtung für Dampfheizungen, insbesondere für Niederdruckdampfheizungen
von Eisenbahnwagen, dadurch gekennzeichnet,
■■. daß das thermostatisch in Abhängigkeit von der Heizkörpertemperatur gesteuerte Drosselregeleinlaßventil
des Heizkörpers zusätzlich elektromagnetisch in Abhängigkeit von der Raumtemperatur
gesteuert ist.
2. Regeleinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Kombination der Maßnahmen,
daß das Drosselregeleinlaßventil in Abhängigkeit von derHeizkörpertemperatur thermostatisch
und durch ein von Hand aus auf verschiedene Heizstufen einstellbares Regelorgan willkürlich gesteuert und als elektromagnetisch
in Abhängigkeit von der Raumtemperatur gesteuertes Abschlußventil ausgebildet ist.
3. Regeleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß ein den Stromkreis für die in Abhängigkeit von der Raumtemperatur
erfolgende Steuerung des Elektromagneten beherrschender Schalter mit dem Handgriff für
die willkürliche Einstellung des Drosselregeleinlaßventils gekuppelt ist.
4. Regeleinrichtung nach Anspruch 1,2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß ein den Stromkreis des Elektromagneten über mehrere auf verschiedene
Raumtemperaturen eingestellte Temperaturfühler umleitender Schalter derart mit dem Handgriff für die willkürliche Einstellung
des Drosselregeleinlaßventils auf verschiedene Heizstufen gekuppelt ist, daß bei willkürlicher
Einstellung auf die niedrigste Heizstufe der Stromkreis über den auf die niedrigste Raumtemperatur
eingestellten Temperaturfühler geschlossen ist.
5. Regeleinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei niedrigster Heizstufe
alle die Stromzuführung zum Magneten steuernden Temperaturfühler parallel geschaltet sind,
während bei Übergang auf die nächsthöhere Heizstufe der jeweils auf die niedrigere Raumtemperatur
eingestellte Temperaturfühler abgeschaltet wird.
6. Regeleinrichtung nach einem der Ansprüche ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
den Stromkreis des Magneten über die verschiedenen Temperaturfühler umleitende Schalter
von der Handstelleinrichtung entkuppelbar ist.
7. Regeleinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter durch den
Entkupplungsvorgang zwangsweise in eine Stellung gebracht wird, in welcher jeder Stromkreis
zum Magneten unterbrochen ist.
8. Regeleinrichtung nach Anspruch 6 oder 7, gekennzeichnet durch ein Merkzeichen, welches
durch das Entkuppeln des Schalters augenfällig
ins Blickfeld gebracht wird, z. B. aus dem Handgriff der Handstelleinrichtung vorspringt, j
9. Regeleinrichtung nach Ansprucho, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter mit
dem Handgriff der Handstelleinrichtung gleichachsig angeordnet und durch eine in der hohlen
Welle des Handgriffes geführte Stange gekuppelt ist, welche durch Verdrehung in eine Aus- J
schaltstellung des Schalters unter Einwirkung einer Feder außer Eingriff mit dem Handgriff j
und in eine über den Handgriff vorspringende augenfällige Stellung gebracht werden kann.
10. Regeleinrichtung nach einem der Ansprüche ι bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Leistung des Magneten derart bemessen ist, daß der Magnet nur den durch die in Abhängigkeit
von der Heizkörpertemperatur wirkenden Thermostaten bei betriebswarmem Heizkörper
eingestellten Hub des Drosselregeleinlaßveiitils überwindet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 2901 12.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT1019372X | 1949-06-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE801102C true DE801102C (de) | 1950-12-21 |
Family
ID=3684180
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP47322A Expired DE801102C (de) | 1949-06-03 | 1949-06-29 | Regeleinrichtung fuer Dampfheizungen, insbesondere fuer Niederdruckdampfheizungen von Eisenbahnwagen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE551776A (de) |
| DE (1) | DE801102C (de) |
| FR (1) | FR1019372A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1030380B (de) * | 1954-04-09 | 1958-05-22 | Friedmann Kg Alex | Niederdruckdampfheizung fuer Eisenbahnfahrzeuge |
| DE1180389B (de) * | 1959-07-27 | 1964-10-29 | Friedmann Kg Alex | Niederdruckdampfheizung fuer Eisenbahnfahrzeuge |
-
0
- BE BE551776D patent/BE551776A/fr unknown
-
1949
- 1949-06-29 DE DEP47322A patent/DE801102C/de not_active Expired
-
1950
- 1950-05-31 FR FR1019372D patent/FR1019372A/fr not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1030380B (de) * | 1954-04-09 | 1958-05-22 | Friedmann Kg Alex | Niederdruckdampfheizung fuer Eisenbahnfahrzeuge |
| DE1180389B (de) * | 1959-07-27 | 1964-10-29 | Friedmann Kg Alex | Niederdruckdampfheizung fuer Eisenbahnfahrzeuge |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE551776A (de) | |
| FR1019372A (fr) | 1953-01-21 |
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