DE8007961U1 - Schutzvorrichtung für elektrische Werkzeugmaschinen - Google Patents
Schutzvorrichtung für elektrische WerkzeugmaschinenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16P—SAFETY DEVICES IN GENERAL; SAFETY DEVICES FOR PRESSES
- F16P3/00—Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body
- F16P3/12—Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body with means, e.g. feelers, which in case of the presence of a body part of a person in or near the danger zone influence the control or operation of the machine
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Description
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',,"„· ·..* .·* '··' laiserstraße 54
4772 Bad Sassendorf
Schutzvorrichtung für handgehaltene elektrische Werkzeugmaschinen
Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung für handgehaltene
elektrische Werkzeugmaschinen, insbesondere Heimwerkennaschinen,
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, um bei Überlastung der Maschine bis zum Stillstand ( Blockierung ).ein selbsttätiges Abschalten zu bewirken.
Die Schutzeinrichtungen moderner Werkzeugmaschinen umfassen neben
den Sicherheitseinrichtungen gegen Berühren spannungsführender Teile meist auch einen elektrischen Überlastschutzschalter, um
thermische Überlastung des Motors auszuschließen. Auch die ver schiedenen Werkzeuge und Vorsatzgeräte müssen den einschlägigen
Sicherheitsvorschriften genügen. Dennoch kann der Betrieb solcher Werkzeugmaschinen auch eine Reihe von Gefahren mit sich bringen,
die vor allem dadurch vergrößert wird, daß häufig auch Laien mit den Maschinen arbeiten, denen im allgemeinen gar nicht bewußt
ist, in welchem Ausmaß Verletzungen durch unsachgemäße Bedienung der Maschinen entstehen können.
Eine der konkreten Gefahren, die bei einigen Arbeiten mit Werkzeugmaschinen
ganz besonders häufig auftreten kann, ist das Blockieren des Werkzeuges im Werkstück. Beispiele für diese Erscheinung sind das Bohren in dünnem Blech - meist dann, wenn der
Bohrer das Blech gerade durchstößt -, Kreissägeschnitte und Trennen ( Trennschleifen ). Schon durch geringfügiges Verkanten von
Maschine oder Werkstück wird gerade bei den letzgenannten Arbeiten das Werkzeug verklemmt und die Maschine blockiert. Die in
diesem Falle sicherste Maßnahme ist eine Abschaltung der Maschine,
leider wird diese Vorsichtsmaßregel aber zu selten beachtet. Versucht man nämlich, die eingeschaltete Maschine zurückzuziehen
beziehungsweise die Ursache der Verkleidung zu beseitigen, kann
das plötzliche Wiederanläufen der Maschine sehr unangenehme Polgen
haben.
Besonders gilt dies in den Fällen, wo Holzteile das Kreissägeblatt
verklemmen, die beim Wiederanlauf weggeschleudert v/erden, oder
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aber bei Verkanten von Schleifscheiben, wo häufig ein Bruch der
Scheibe entsteht und die Teile der Schleifscheibe sich lösen
können.
Bei Werkzeugmaschinen höherer Leistung ist häufig für den Fall einer Blockierung des Werkzeuges eine Sicherheitsrutschkupplung
vorgesehen, die bei Überschreiten eines bestimmten Drehmomentes auslöst, so daß der Motor weiter läuft, das Werkzeug aber stehen
bleibt. Diese Sicherheitsrutschkupplung kann aber die geschilderten Gefahren keineswegs mildern, da auch hier bei Wegfall der
Ursache der Verklemmung des Werkzeuges ein stoßartiges Wiederanlaufen
eintritt.
Eine sofortige Abschaltung der Maschine.bei Stillstand (Blockierung)
- was aus der CH-PS 340 889 bereits als bekannt hervorgellt kann
aber keine Abhilfe für das Problem darstellen. Gerade bei
Werkzeugmaschinen sind Betriebszustände denkbar, wo das volle Antriebsmoment zur Verfugung stehen muß, es würde auch in vielen
Fällen zu störenden Arbeitsunterbrechungen führen, wenn jede auch kurzzeitige - Blockierung der Maschine eine Abschaltung zur
Folge hätte.
Somit stellt sich die Aufgabe, eine selbsttätige Abschaltung der Maschine innerhalb eines Zeitraumes nach Eintreten des Stillstandes
der Maschine zu bewirken, der unterhalb der Reaktionszeit des Arbeitenden liegt, damit nicht ein Zurückziehen der Maschine bei
eingeschaltetem Motor versucht wird. Andererseits muß die Maschine noch Sekundenbruchteile nach der Blockierung ihr volles Moment
abgeben, um die Leistungsgrenzen voll ausschöpfen zu können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei der Schutzvorrichtung nach dem Anspruch 1 durch dessen kennzeichnenden Merkmale gelöst.
Die gewählte Schaltung, die den Überlastschutzschalter (7) in die Funktion der Schutzvorrichtung bei Blockierung der Maschine einbezieht,
hat gegenüber der aus der CH-PS 340889 bekannten Lösung, ;
unmittelbar einen Trennschalter im Hauptstromkreis der Maschine ^ einzuschalten, der die Sicherheitsabschaltung bewirkt, zwei Vor- ■'
teile : Es wird vermieden, ein zusätzliches Bedienungselement an
der Maschine anzuordnen, die Auslösung des Überlastschutzschal- g
ters (7) im Dauerbetrieb oder durch die Blockierungssicherung nach der vorliegenden Erfindung führt zu dem gleichen Ergebnis.
Die Bedienung der Maschine kann wie gewohnt - auch mit der erweiterten
Schutzeinrichtung - erfolgen. Der entscheidende Vorteil ist
aber darin zu sehen, daß der Überlastschutzschalter (7) nach seinem Ansprechen für einige Zeit auf Grund seiner thermischen Überlastung und der zur Abkühlung erforderlichen Zeitspanne nicht sofort
wiedereinschaltbar ist, worin ein zusätzliches Sicherheitselement begründet ist. Während der Abkühlzeit des Überlastschutzschalters
besteht die Gelegenheit, die Ursache der Blockierung der Maschine gefahrlos zu beseitigen.
Fig. 1 und 2 zeigen verschiedene Ausführungsbeispiele für mechanische
Einrichtungen zur Betätigung des Schalter (5) anhand schematischer Längsschnitte durch eine Handbohrmaschine. Bei der in
Fig. 1 gezeigten Form handelt es sich um eine auf der Antriebswelle (1) des Antriebsmotors angeordnete Einrichtung, bei der
der Schalter (5) mit einer auf der Antriebswelle (1) verschiebbaren
Muffe (3) verbunden ist. Diese Muffe ist zwischen einer Druckfeder (2) und kippbar gelagerten Fliehgewichten (A-) eingespannt.
Bei schneller Drehung der Antriebswelle (1) werden die Fliehgewichte (4) nach außen gedrückt· Dadurch wird die Muffe
(3) gegen den Druck der Feder (2) verschoben, der Schalter (5) ist geöffnet. Bei Stillstand der Antriebswelle (1) jedoch kann
die Kraft der Druckfeder (2) durch die Fliehgewichte (4) nicht
ausgeglichen werden, die Muffe (3) wird gegen die Fliehgewichte hin verschoben und schließt dabei den Schalter (5).
Derartige Konstruktionen sind als "Fliehkraftschalter" allgemein bekannt. Bei der hier geschilderten Anwendung wird so über
den Widerstand (6) ein Stromkreis geschlossen, der gemeinsam mit dem über den Motorstromkreis der Maschine fließenden Strom den
Überlastschutzschalter (7) zum Ansprechen bringt. Bei der in Fig. 1 dargestellten Einrichtung ist der Schalter (5)
aber auch bei abgeschalteter Maschine geschlossen, das bedeutet, daß beim Einschalten der Maschine während des Hochlaufens über
den Widerstand (6) ein Strom fließen würde, bis eine Drehzahl der Antriebswelle (1) erreicht ist, bei der die Fliehgewichte (4)
die Muffe (3) gegen die Federkraft der Druckfeder (2) verschieben können, so daß der Schalter (5) geöffnet wird.
Dieser Nachteil kann vermieden werden, wenn der Widerstand (6) mit negativem Temperaturkoeffizienten ausgeführt wird, so daß
er zunächst einen sehr hohen Widerstandswert aufweist, der aber mit der Zeit der Belastung abnimmt.
Bei Werkzeugmaschinen mit einer Sicherheitsrutschkupplung kann aber eine Einrichtung verwirklicht werden, bei der beim Einschalten
der Maschine keinerlei Nachteile auftreten.
Fig. 2 zeigt eine solche Anordnung, bei der der Schalter (5)
über eine Muffe (8) betätigt wird, die durch die Relativbewegung der beiden Hälften (10 und 11) der SicherheitsTutschkupplung in
Längsrichtung verschoben werden kann. Dies geschieht durch ein Gewinde (9) am äußeren Umfang der abtriebsseitigen Hälfte (11)
der Rutschkupplung. Die Innenseite der Muffe (8) ist mit einem entsprechenden Gewinde (9) versehen. Die Muffe wird bei normalem
Betrieb ( wenn beide Teile der Rutschkupplung gemeinsam umlaufen )
durch die Feder (12) in ihrer Endlage gehalten. Bei Auslösen der Rutschkupplung jedoch, wenn die abtriebsseitige Hälfte (11) wegen
Überschreitung des Belastungsraomentes stehen bleibt, erfolgt durch die weitere Drehung der antriebsseitigen Hälfte (10) der
Rutschkupplung über eine am äußeren Umfang der Kupplungshälfte (10) angeordnete Reibungsfläche eine Mitnahme der Muffe (8).
Dabei verdreht sich diese Muffe gegenüber der stillstehenden Kupplungshälfte (11) und wird entsprechend der Steigung des Gewindes
(9) in achsialer Richtung verschoben, wobei der Schalter (5) betätigt und der Stromkreis über den Widerstand (6) geschlossen
wirde
Claims (2)
1.) Schutzvorrichtung für handgahaltane alektrische Werkzeugmaschinen,
insbesondere Heimuerkermaschineni mit einem Antriebsmotor,
mit einem selbsttätigen Überlastschutzschalter (7) und mit einem von der Drehbewegung der Antriebsuelle des Antriebsmotor
betätigten Schalter, ualcher den Antriebsmotor abschaltet, wenn
dieser unter Überlast zum Stillstand kommt, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (5) mit einer auf der Antriebsuelle (1)
verschiebbaren Muffe (3) verbunden ist und daß diese Muffe zwischen einer Druckfeder (2) und kippbar gelagerten Fliehgeuichten
(4) eingespannt ist.
2.) Anspruch nach 1», dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Schalter
(5) eine Muffe (8) verbunden ist, die über ein Gewinde (13) gegen die Kraft der Feder (12) in Längsrichtung verschiebbar am
äußeren Durchmesser einer Sicherheitsrutschkupplung (10,11) gelagert
ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3011164 | 1980-03-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8007961U1 true DE8007961U1 (de) | 1984-11-15 |
Family
ID=1326448
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8007961U Expired DE8007961U1 (de) | 1980-03-22 | Schutzvorrichtung für elektrische Werkzeugmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8007961U1 (de) |
-
0
- DE DE8007961U patent/DE8007961U1/de not_active Expired
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