DE3011164C2 - Schutzvorrichtung für elektrische Werkzeugmaschinen - Google Patents
Schutzvorrichtung für elektrische WerkzeugmaschinenInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/08—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for dynamo-electric motors
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Description
50
Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung für handgehaltene elektrische Werkzeugmaschinen, insbesondere
Heimwerkermaschinen, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, um bei Überlastung der Maschine bis
«urn Stillstand (Blockierung) ein sebsttätiges Abschalten atu bewirken.
Die Schutzeinrichtungen moderner Werkzeugmaschinen umfassen neben den Sicherheitseinrichtungen
gegen Berühren spannungsführender Teile meist auch einen elektrischen Überlastschutzschalter, um thermische-Überlastung
des Motors auszuschließen^ Auch die verschiedenen Werkzeuge und Vorsatzgeräte müssen
den einschlägigen Sicherheitsvorschriften genügen, Dennoch kann der Betrieb solcher Werkzeugmaschinen
auch eine Reihe von Gefahren mit sich bringen, die vor allem dadurch Vergrößert wird( daß häufig auch Laien
mit den Maschinen arbeiten, denen im allgemeinen gar nicht bewußt ist, in welchem Ausmaß Verletzungen
durch unsachgemäße Bedienung der Maschinen entstehen können.
Eine der konkreten Gefahren, die bei einigen Arbeiten mit Werkzeugmaschinen ganz besonders
häufig auftreten kann, ist das Blockieren des Werkzeuges im Werkstück. Beispiele für diese Erscheinung sind
das Bohren in dünnem Blech — meist dann, wenn der Bohrer das Blech gerade durchstößt -, kreissägeschnitte
und Trennen (Trennschleifen). Schon durch geringfügiges Verkanten von Maschine oder Werkstück
wird gerade bei den letztgenannten Arbeiten das Werkzeug verklemmt und die Maschine blockiert. Die
in diesem Falle sicherste Maßnahme ist eine Abschaltung der Maschine, leider wird diese Vorsichtsmaßregel
aber zu selten beachtet. Versucht man nämlich, die eingeschaltete Maschine zurückzuziehen beziehungsweise
die Ursache der Verklemmung zu beseifigen, kann das plötzliche Wiederanlaufen der Maschine sehr unangenehme
Folgen haben.
Besonders gilt dies in den Fällen, wie Holzteile das Kreissägeblatt verklemmen, die beim Wiederanlauf
weggeschleudert werden, oder aber bei Verkanten von Schleifscheiben, wo häufig ein Bruch der Scheibe
entsteht und die Teile der Schleifscheibe sich lösen können.
Bei Werkzeugm achinen höherer Leistung ist häufig
für den Fall einer Blockierung des Werkzeuges eine Sicherheitsrutschkupplung vorgesehen, die bei Überschreiten
eines bestimmten Drehmomentes auslöst, so daß der Motor weiter läuft, das Werkzeug aber stehen
bleibt. Diese Sicherheitsrutschkupplung kann aber die geschilderten Gefahren keineswegs mildern, da auch
hier bei Wegfall der Ursache der Verklemmung des Werkzeuges ein stoßartiges Wiederanlaufen eintritt.
Eine sofortige Abschaltung der Maschine bei Stillstand (Blockierung) - was aus der CH-PS 3 40 889
bereits als bekannt hervorgeht - kann aber keine Abhilfe für das Problem dar/ '.eilen. Gerade bei
Werkzeugmaschinen sind Betriebszustände denkbar, wo das volle Antriebsmoment 7ur Verfügung stehen
muß. es würde auch in vielen Fällen zu störenden Arbeitsunterbrechungen führen, wenn jede — auch
kurzzeitige - Blockierung der Maschine eine Abschaltung zur Folge hätte.
Somit stellt sich die Aufgabe, eine selbsttätige Abschaltung der Maschine innerhalb eines Zeitraumes
nach Eintreten des Stillstandes der Maschine zu bewirken, der unterhalb der Reaktionszeit des Arbeitenden
liegt, damit nicht ein Zurückziehen der Maschine bei eingeschaltetem Motor versucht wird. Andererseits
muß die Maschine noch Sekundenbruchteile nach der Blockierung ihr volles Moment abgeben, um die
Leistungsgrenzen voll ausschöpfen zu können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei der Schutzvorrichtung nach dem Anspruch 1 durch dessen
kennzeichnende Merkmale gelöst.
Eine Veränderung der Zeit bis zum Ansprechen des Überlastschutzschalters (7) kann dadurch bewirkt
werden, daß der Widerstand (6) veränderlich ist, die Zeitkonstante kann damit die Beanspruchungen ent*
sprechend angepaßt werden.
Die gewählte Schaltung, die den Überlastschutzschalter
(7) iri die Funktion der Schutzvorrichtung bei Blockierung der Maschine einbezieht, hat gegenüber
der aus der CH-PS 3 40 889 bekannten Lösung, unmittelbar einen Trennschalter im HauptstiOrhkreis
der Maschine einzuschalten, der die Sicherheitsabschaltung bewirkt, zwei Vorteile: Es wird vermieden, ein
zusätzliches Bedienungselement an der Maschine anzuordnen. Die Auslösung des Überlastschutzschalters
(7) im Dauerbetrieb oder durch die Blockierungssicherung nach der vorliegenden Erfindung führt zu dem
gleichen Ergebnis. Die Bedienung der Maschine kann wie gewohnt - auch mit der erweiterten Schutzeinrichtung
- erfolgen. Der entscheidende Vorteil ist aber darin zu sehen, daß der Überlastschutzschalter (7) nach
seinem Ansprechen für einige Zeit auf Grund seiner thermischen Überlastung und der zur Abkühlung
erforderlichen Zeitspanne nicht sofort wiedereinschaltbar ist, worin ein zusätzliches Sicherheitselement
begündet ist. Während der Abkühlzeit des Überlastschutzschalters besteht die Gelegenheit, die Ursache
der Blockierung der Maschine gefahrlos zu beseitigen.
F i g. 1 und 2 zeigen verschiedene Ausführungsbeispiele
für mechanische Einrichtungen zur Betätigung des Schalters (5) anhand schematischer Längsschnitte
durch eine Handbohrmaschine. Bei der in F i g. 1 gezeigten Form handelt es sich um eine auf der
Antriebswelle (1) des Antriebsmotor ? igeorünete
Einrichtung, bei der der Schalter (5) mit einer auf der Antriebswelle (1) verschiebbaren Muffe (3) verbunden
ist. Diese Muffe ist zwischen einer Druckfeder (2) und kippbar gelagerten Fliehgewichten (4) eingespannt. Bei
schneller Drehung der Antriebswelle (1) werden die Fliehgewichte (4) nach außen gedrückt. Dadurch wird
Muffe (3) gegen den Druck der Feder (2) verschoben, der Schalter (5) ist geöffnet. Bei Stillstand der
Antriebswelle (1) jedoch kann die Kraft der Druckfeder (2) durch die Fliehgewichte (4) nicht ausgeglichen
werden, die Muffe (3) wird gegen die Fliehgewichte hin verschoben und schließt dabei den Schalter (5).
Derartige Konstruktionen sind als »Fliehkraftschalter« allgemein bekannt. Bei der hier geschilderten
Anwendung wird so über den Widerstand (6) ein Stromkreis geschlossen, der gemeinsam mit dem über
den Motorstromkreis der Maschine fließenden Strom den Überlt ^schutzschalter (7) zum Ansprechen bringt.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Einrichtung ist der Schalter (5) aber auch bei abgeschalteter Maschine
geschlossen, das bedeutet, daß beim Einschalten der Maschine während des Hochlaufens über den Widerstand
(6) ein Strom Mieten würde, bis eine Drehzahl der Antriebswelle (t) erreicht ist, bei der die Fliehgewichte
(4) die Muffe (3) gegen die Federkraft der Druckfeder (2) verschieben können, so daß der Schalter (5) geöffnet
wird.
Dieser Nachteil kann vermieden werden, wenn der Widerstand (6) mit negativem Temperaturkoeffizienten
ausgeführt wird, so daß er zunächst einen sehr hohen Widerstandswert aufweist, der aber mit der Zeit der
ίο Belastung abnimmt.
Bei Werkzeugmaschinen mit einer Sicherheitsrutschkupplung kann aber eine Einrichtung verwirklicht
werden, bei der beim Einschalten der Maschine keinerlei Nachteile auftreten.
Fig.2 zeigt eine solche Anordnung, bei der der
Schalter (5) über eine Muffe (8) betätigt wird, die durch die Relativbewegung der beiden Hälften (10 und 11) der
Sicherheitsrutschkupplung in Längsrichtung verschoben werden kann. Dies geschieht durch ein Gewinde (9)
am äußeren Umfang der abtriebsseitigen Hälfte (11) der
Rutschkupplung. Die Innenseite der Muffe (8) ist mit einem entsprechenden Gewinde (<*>
f ersehen. Die Muffe wird bei normahm Betrieb (wenn Deide Teile der
Rutschkupplung gemeinsam umlaufen) durch die Feder
(12) in ihrer Endlage gehalten. Bei Auslesen der
Rutschkupplung jedoch, wenn die abtriebsseitige Hälfte (1<) «vegen Überschreitung des Belastungsmomentes
stehen bleibt, erfolgt durch die weitere Drehung der antriebsseitigen Hälfte (10) der Rutschkupplung über
eine am äußeren Umfang der Kupplungshälfte (10) angeordnete Reibungsfläche eine Mitnahme der Muffe
(8). Dabei verdreht sich diese Muffe gegenüber der stillstehenden Kupplungshälfte (11) und wird entsprechend
der Steigung des Gewindes (9) in axialer Richtung verschoben, wobei der Schalter (5) betätigt und der
Stromkreis über den Widerstand (6) geschlossen wird.
In ähnlicher V/eise kann die Funktion der Schutzvorrichtung auch unter Verwendung von elektronischen
Bauelementen verwirklicht werden. Dies kann zum Beispiel durch Lichtschranken geschehen, die die
Drehbwegung der Antriebswelle (1) beobachten. Auch Pr den Widerstand (6) sind elektronische Ersatzschaltungen
möglich, die eine Zeitverzögerung beziehungsweise eine Veränderung des elektrischen Widerstandes
bewirken.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Schutzvorrichtung, für handgehaltene elektrische Werkzeugmaschinen, insbesondere Heimwerkermaschinen,
mit einem Antriebsmotor, mit einem sebsttätigen Oberlastschutzschalter und mit
einem von der Drehbewegung der Antriebswelle des Antriebsmotors betätigten Schalter, welcher den
Antriebsmotor abschaltet, wenn dieser unter Oberlast zum Stillstand kommt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schalter (5) und ein Widerstand (6) in einem Stromkreis parallel zum
Hauptstromkreis der Maschine angeordnet sind, und daß dieser zusätzliche Stromkreis gemeinsam mit
dem Hauptstromkreis bei Blockierung der Maschine den Überlastschutzschalter (7) belastet.
2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand (6) veränderlich
ist
3. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand (6)
einen negativen Temperaturkoeffizienten aufweist.
4. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand (6)
durch eine an sich bekannte elektrische Schaltung ersetzbar ist, die einen zunächst hohen, mit der Zeit
aber stark abnehmenden Widerstand darstellt
5. Schutzvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zeitliche Veränderung des
Widerstandes der Schaltung einstellbar ausgeführt wird.
6. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Scnalter (6) mit einer auf
der Abtriebswelle (1) \erschiebbaren Muffe (3) verbunden ist und daß diese uluffe zwischen einer
Druckfeder (2) und kippbar gelagerten Fliehgewichten (4) eingespannt ist.
7. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Schalter (5) eine Muffe
(8) verbunden ist, die über ein Gewinde (13) gegen die Kraft der Fedei· (12) in Längsrichtung verschiebbar
am äußeren Durchmesser einer Sicherhei'srutschkupplung (10,11) gelagert ist.
8. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein von der Drehbewegung der
Antriebswelle (1) gesteuerter elektronischer Schaltkreis zur Betätigung des Schalters (5) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803011164 DE3011164C2 (de) | 1980-03-22 | 1980-03-22 | Schutzvorrichtung für elektrische Werkzeugmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803011164 DE3011164C2 (de) | 1980-03-22 | 1980-03-22 | Schutzvorrichtung für elektrische Werkzeugmaschinen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3011164B1 DE3011164B1 (de) | 1981-04-09 |
| DE3011164C2 true DE3011164C2 (de) | 1982-01-07 |
Family
ID=6098053
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803011164 Expired DE3011164C2 (de) | 1980-03-22 | 1980-03-22 | Schutzvorrichtung für elektrische Werkzeugmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3011164C2 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3146494C2 (de) * | 1981-11-24 | 1986-10-30 | Black & Decker, Inc. (Eine Gesellschaft N.D.Ges.D. Staates Delaware), Newark, Del. | Elektrowerkzeug, insbesondere Handwerkzeug, mit Drehmomentüberwachung |
| CN102904216B (zh) * | 2012-10-31 | 2015-02-11 | 山东大元实业股份有限公司 | 一种电机保护装置及使用该装置的电机 |
| CN111049328B (zh) * | 2020-01-19 | 2021-02-09 | 安徽百牛电机有限公司 | 一种电机的紧急保护装置 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH340889A (de) * | 1956-03-07 | 1959-09-15 | Rotel Ag | Anordnung zum automatischen Ausschalten des Stromkreises eines elektrischen Antriebsmotors bei Unterschreitung einer vorbestimmten Drehzahl durch den Motorrotor, insbesondere bei Antriebsaggregaten für Eismaschinen |
-
1980
- 1980-03-22 DE DE19803011164 patent/DE3011164C2/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH340889A (de) * | 1956-03-07 | 1959-09-15 | Rotel Ag | Anordnung zum automatischen Ausschalten des Stromkreises eines elektrischen Antriebsmotors bei Unterschreitung einer vorbestimmten Drehzahl durch den Motorrotor, insbesondere bei Antriebsaggregaten für Eismaschinen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3011164B1 (de) | 1981-04-09 |
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