DE809638C - Pflug zum strangweisen Tonabbau - Google Patents
Pflug zum strangweisen TonabbauInfo
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- DE809638C DE809638C DEG1667D DEG0001667D DE809638C DE 809638 C DE809638 C DE 809638C DE G1667 D DEG1667 D DE G1667D DE G0001667 D DEG0001667 D DE G0001667D DE 809638 C DE809638 C DE 809638C
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21C—MINING OR QUARRYING
- E21C47/00—Machines for obtaining or the removal of materials in open-pit mines
- E21C47/10—Machines for obtaining or the removal of materials in open-pit mines for quarrying stone, sand, gravel, or clay
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B33/00—Tilling implements with rotary driven tools, e.g. in combination with fertiliser distributors or seeders, with grubbing chains, with sloping axles, with driven discs
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- Environmental Sciences (AREA)
- Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 2. AUGUST 1951
G 1667 VIb j 80 a
Es ist bereits ein Pflug zum strangweisen Tonabbau bekannt, dessen Andrückwalze auf der waagerechten
Abbaufläche läuft und bei dem unterhalb dieser Walze ein Schneidrahmen und hinter dem Schneidrahmen ein
den Strang quer zerteilendes Flügelmesser mit gewölbten Flügeln angeordnet ist. Der zweckmäßig an einem
Handgriff geführte und mittels eines Seiles von einem feststehenden Antriebsmotor aus gezogene Pflug teilt
den abgebauten Ton in gleichförmige Batzen von
ίο für den Transport und die Trocken- und Brennvorgänge
geeigneter Größe.
Gegenstand der Erfindung ist die Übertragung der genannten Konstruktion auf einen Pflug zum strangweisen
Tonabbau an senkrechten Abbauflächen, wie sie sowohl im Tagebau als auch insbesondere beim Abbau
unter Tage vorkommen. Zu diesem Zweck sind der Schneidrahmen und das Messer mit gewölbten Flügeln
zwischen zwei senkrecht auf und ab bewegten endlosen Ketten angebracht. Zweckmäßig findet der
Schneidvorgang bei der Aufwärtsbewegung statt, das 2c*
Flügelmesser zerteilt den abgeschnittenen Strang, und ein darunter befindlicher, ebenfalls auf den endlosen
Ketten sitzender Abstreifer wirft die gebildeten Schollen beiseite, so daß sie leicht entfernt werden können.
Wenn ein senkrechter Strang auf diese Weise geschnitten ist, so muß natürlich die ganze Einrichtung
um eine Strangbreite zur Seite gesetzt werden, damit das Messer nach einmaligem Rundgang auf der Kette
wieder in Tätigkeit treten kann. Die endlosen Ketten werden zweckmäßig über je ein oberes und unteres
Umlenkrad geführt, und das Gestell, auf dem diese Umlenkräder sitzen, von denen eines gewöhnlich maschinell
angetrieben wird, muß also verschiebbar angeordnet sein. Entweder befindet es sich auf einem
Wagen, der bei ebener Abbaufläche längs dieser verschoben wird, oder es ist an Auslegern drehbar angeordnet.
Die letzte Anordnung ist besonders für den Abbau
im Stollen geeignet; der den Pflug tragende Wagen steht hierbei vor Ort und wird gegen Stollensohle und
Stollendecke, fest abgestützt. Dann wird unter absatzweisem Drehen des Gestelles eine halbkreisförmige
Zylinderfläche ausgeschnitten, der gewonnene Ton beiseite geschafft und der Wagen in Richtung des Stollenausbaues
um eine Strangdicke weitergeschoben, wo erneut ein halbkreisförmiger Ring ausgeschnitten wird
usf.
ίο Zum Abstemmen gegen die Stollendecke befindet
sich an dem Wagen eine in der Höhe verstellbare Stützplatte, die sich mit einem oder mehreren Vorsprüngen
in die Decke eingräbt, um dem Pflug während des Schneidvorganges den nötigen Halt zu geben. Das
Bestreben des Gerätes, beim Lösen der Tonschollen nach vorn zu kippen, kann auch z. B. durch mittels
Exzentern verstellbare Druckwalzen, die sich gegen den Boden abstützen, verhindert werden.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des neuen Tonpfluges dargestellt: Auf einem Wagen 1, der mittels
Räder 2 auf der Sohle 3 verfahrbar ist, befindet sich eine Tragsäule 4, die an um die Tragsäule schwenkbaren
Auslegern 5 das Gestell 6 für die Umlenkräder 7 trägt. Über diese läuft je eine endlose Kette 8, die
sich in der Pfeilrichtung, d. h. auf der Innenseite nach unten und auf der Außenseite nach oben, bewegt. An
den Gliedern dieser Kette sitzt zunächst der Schneidrahmen 9, der aus zwei Seitenmessern, die die seitliche
Begrenzung des Tonstranges festlegen, und einem beide verbindenden Messer besteht, das den Tonstrang abhebt.
Dahinter sitzt, lose drehbar, das Flügelmesser 10 mit den gewölbten Flügeln, die sich beim Fortschreiten
der Kette mit der konkaven Seite auf den Ton legen und aus dem abgeschnittenen Strang einzelne Batzen
abteilen, die dann von dem Abweiser 11 beiseite gelenkt werden und an die Sohle fallen, von wo sie aufgeladen
werden.
In den auf dem unteren der Ausleger 5 angebrachten Zahnkranz 12 greift das ausrückbare Kegelrad 13
ein, das mittels des Hebels 14 bedient wird und nach Abschneiden eines Stranges durch das Messer 9, während
sich dieses abwärts bewegt, das Gestell 6 dreht, so daß das Messer 9 vor die noch ungeritzte Tonfläche
kommt, um einen weiteren Strang daraus abzutrennen.
Ebenfalls mit drehbar ist der Motor 15, der über einen
Riemen oder Kette 16 das obere der beiden Umlenkräder
7 antreibt.
Die Achsen, auf denen die Umlenkräder sitzen, können durch Schraubenspindeln gegeneinander weitgehend
verstellt werden, um die Durchfahrtshöhe des Gerätes beim Zurückfahren unter der zur Sicherung
der Bedienungsmannschaft notwendigen Zimmerung des Stollens zu ermöglichen.
Dem gleichen Zweck kann z. B. dadurch entsprochen werden, daß die Säule 4 und das Gestell 6 als Zahnstange
oder Teleskoprohre ausgebildet werden, die nach Bedarf einzeln oder zusammen durch einen Ritzelantrieb
oder eine Druckölpumpe ausgezogen oder zusammengeschoben werden können.
Eine mit einem Dorn 17 versehene Druckplatte 18
sitzt auf einer Spindel 19 und kann durch einen Kegelantrieb mittels der Kurbel 20 verstellt werden. Die
Platte 18 wird gegen das Hangende gedrückt, um zusammen mit den Rädern 2 dem Wagen einen festen
Halt zu geben. Beim Verfahren des Wagens wird die Platte 18 gesenkt.
Mit der neuen Einrichtung ist es möglich, einen Stollen so vorwärts zu treiben, daß immer eine Tonfläche
von der Form eines halben Zylindermantels abgetrennt wird; es wird also fortschreitend ein im senkrechten
Querschnitt rechteckiger Stollen gebildet. Durch diese Abbauweise kann das bisher unter Tage
übliche Sprengen des Tones abgelöst werden; dadurch werden zunächst alle mit dem Sprengen verbundenen
Nachteile vermieden: die Gefahr von Unfällen beim Versagen der Zündung, die Erschütterung der Erdschichten
durch die Sprengung, die Möglichkeit von Wassereinbrüchen. Die Arbeit selbst kann in beliebiger
Weise. eingeteilt werden, z.B. durch mechanischen Abtransport der Tonschollen mittels Band- oder Gurtförderers
direkt oder unter Zuhilfenahme von Grubenwagen auf den Hauptförderstrecken; dadurch können
bedeutende Leistungen erreicht werden. Es ist eine größere Leistung pro Mann und Schicht zu erwarten,
und der Ton fällt in einer Form an, in der er sowohl besser befördert als auch gleichmäßiger getrocknet
und gebrannt werden kann, anstatt ihn nach Zerkleinerung und Formgebung unter Wasserzusatz erst
in Batzen zu pressen.
Claims (4)
1. Pflug zum strangweisen Tonabbau mit einem Schneidrahmen und einem den Strang zerteilenden
Flügelmesser, dadurch gekennzeichnet, daß Schneidrahmen, Flügelmesser und ein die abgeschnittenen
Schollen seitlich werfender Abstreifer zwischen zwei senkrecht auf und ab bewegten endlosen Ketten
sitzen.
2. Pflug zum strangweisen Tonabbau nach Ansprach i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell
mit den Führungsrädern für die endlosen, die Abbauelemente tragenden Ketten an Auslegern drehbar
auf einem Wagen angeordnet ist.
3. Pflug zum strangweisen Tonabbau nach Ansprach ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine
in der Höhe verstellbare Platte zum Abstützen des Wagens an der Stollendecke vorgesehen ist und das
Kippbestreben des Wagens nach vorn durch exzentrische verstellbare Walzen abgefangen wird,
die sich gegen den Boden stützen.
4. Pflug zum strangweisen Tonabbau nach Anspruch i, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Arbeitshöhe des Gerätes für das Zurückfahren unter der Stollenzimmerung sehr beträchtlich vermindert
werden kann, z. B. durch Ausbilden des Gestelles und der Säule als geteilte Zahnstangen,
Teleskoprohre oder in ähnlicher Weise.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
O 929 7.51
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG1667D DE809638C (de) | 1944-11-22 | 1944-11-22 | Pflug zum strangweisen Tonabbau |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG1667D DE809638C (de) | 1944-11-22 | 1944-11-22 | Pflug zum strangweisen Tonabbau |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE809638C true DE809638C (de) | 1951-08-02 |
Family
ID=7116375
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG1667D Expired DE809638C (de) | 1944-11-22 | 1944-11-22 | Pflug zum strangweisen Tonabbau |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE809638C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1212460B (de) * | 1961-07-26 | 1966-03-10 | Kaerlicher & Co Kg | Vorrichtung zum strangweisen Abbau von Ton |
| WO2008123791A1 (fr) * | 2007-04-04 | 2008-10-16 | Levon Muradovich Muradyan | Dispositif de forage de puits de gaz et de pétrole |
-
1944
- 1944-11-22 DE DEG1667D patent/DE809638C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1212460B (de) * | 1961-07-26 | 1966-03-10 | Kaerlicher & Co Kg | Vorrichtung zum strangweisen Abbau von Ton |
| WO2008123791A1 (fr) * | 2007-04-04 | 2008-10-16 | Levon Muradovich Muradyan | Dispositif de forage de puits de gaz et de pétrole |
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