DE808107C - Verfahren und Vorrichtungen zum Brikettieren von Flugasche bzw. Flugkoks - Google Patents
Verfahren und Vorrichtungen zum Brikettieren von Flugasche bzw. FlugkoksInfo
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- DE808107C DE808107C DED38A DED0000038A DE808107C DE 808107 C DE808107 C DE 808107C DE D38 A DED38 A DE D38A DE D0000038 A DED0000038 A DE D0000038A DE 808107 C DE808107 C DE 808107C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L5/00—Solid fuels
- C10L5/02—Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
- C10L5/04—Raw material of mineral origin to be used; Pretreatment thereof
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Description
- Verfahren und Vorrichtungen zum Brikettieren von Flugasche bzw. Flugkoks 1n den 11 euerungsanlagen wird ein Teil der Brennstoffasche von den Heizgasen mitgeführt, und dieser Teil wird in angebrachten Vorrichtungen zur Abscheidung gebracht. Das ausgeschiedene Gut enthält mehr oder weniger brennbare Bestandteile. je nach diesem Anteil wird es entweder als wertloses Abfallprodukt behandelt und an einer Stelle abgelagert, wo es möglichst wenig stört, oder es wird als Brennstoff wieder der Feuerung zugeführt, indem es mit der Kohle gemischt oder mittels Trägerluft in den Feuerraum eingeblasen wird. Bei den zur Flugkoksbildung neigenden Kohlen ergibt sich hierbei ein mehrmaliger Umlauf, der dazu führt, daf.i die Fördervorrichtungen für den Flugkoks Mengen fördern müssen, die bis zu 5oo/o der aufgegebenen Kohle betragen. Aufgabe der Erfindung ist es, nicht nur diesen Kreislauf zu unterbinden, sondern die Asche in eine Form zu überführen, in welcher sie als Schlacke im Feuerraum anfällt. Diese Aufgabe ist bisher nur unvollkommen gelöst worden, denn die Rückführung des Flugkokses in Schwebe ergibt wenig im Feuerraum ausfallende Schlacke, und auch die Beimischung zu anderen Brennstoffen auf dem Rost bindet den Flugkoks nicht genügend, so daß er von dem Unterwind leicht wieder in den Feuerraum getragen wird.
- Deshalb wird gemäß der Erfindung die Flugasche oder der Flugkoks (in der Folge wird nur von Flugasche gesprochen werden, worunter sinngemäß auch Flugkoks gemeint sein soll) mit einem Brennstoff hoher Bindefähigkeit gemischt, welche ihr die Flugfähigkeit nimmt. Solche Brennstoffe gibt es als Abfallprodukte der Steinkohlensortierung. Insbesondere zeichnet sich der aus den Waschanlagen der Steinkohlenwäschen gewonnene Steinkohlenschlamm durch eine so große Klebrigkeit aus, daß seine Weiterverwendung als Brennstoff manchmal an der Schwierigkeit scheitert, ihn zu bunkern und zu fördern.
- Dieser Steinkohlenschlamm soll deshalb der weiteren Beschreibung der Erfindung als der geeignetste Vertreter der bindefähigen Brennstoffe als Grundlage dienen. Die Mischung kann jedoch nicht in einem solchen Verhältnis erfolgen, daß die Bindefähigkeit aufgebraucht wird, sonst würde das Gemisch zerkrümeln. Sie wird deshalb nur zum Teil abgesättigt, was zum Teil auch durch den angestrebten Heizwert des Gemisches bedingt sein wird, und das von selbst in Stücke aufbrechende oder in Stücke zerteilte Gemisch wird mit einem' staubförmigen festen Stoff oberflächlich eingepudert. Hierzu kann auch Flugasche benutzt werden, doch ist ein nicht zu gasarmer Brennstoff vorzuziehen, weil er die Zündung unterstützt. Auch solche Stoffe stehen in der Form von künstlich erzeugtem Kohlenstaub, von Sichterstaub oder Staubkohle aus der Kohlenaufbereitung in genügender Menge zur Verfügung.
- Man wird bestrebt sein, das Mischungsverhältnis so einzustellen, daß ein stückiger Brennstoff entsteht, der Lager- und transportfähig ist. Er kann daher auch an entfernte Stellen befördert werden. Auch kann der Schlamm an entfernten Stellen erst gemäß dem Verfahren aufbereitet werden, wobei als Staub zum Einpudern Fabrikationsabfälle, wie Sägemehl, aber auch nicht brennbare Stoffe benutzt werden können.
- Die Verfeuerung wird vorzugsweise auf Rosten erfolgen, da diese den größeren Anteil an stückigen Schlacken ergeben. Mit Hilfe des Verfahrens kann die Ablagerung von Flugasche auf Lagerplätzen überhaupt vermieden werden. Das Verfahren gibt jedoch auch die Möglichkeit, den Brennstoff im Mahltrocknungsverfahren aufzubereiten, welcher Behandlungsweise der gewöhnliche Steinkohlenschlamm infolge seiner Klebrigkeit sonst kaum zugänglich ist.
- Eine vereinfachte Darstellung einer Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens zeigt die Abb. i im Schnitt. Aus einem Bunker i fließt der Steinkohlenschlamm zwischen gegenläufig rotierende Walzen 2, welche zugleich die Mengenzufuhr regeln, indem ihre Drehzahl nach Bedarf geregelt wird. Auf diese Walzen wird an der Einzugsstelle mittels der Förderbänder 3 und Schurren 4, über die ganze Walzenlänge gleichmäßig verteilt, in regelbarer Menge Flugasche aufgegeben.
- Die Flugasche wird von den Walzen in den Schlamm hineingepreßt. Gegebenenfalls können die Walzen hohl und mit einer Dampfzuleitung 5 sowie mit einer nicht dargestellten Kondensatableitung versehen sein, um den Schlamm teilweise zu trocknen. Es ist dabei angenommen, daß die entstehenden Schwaden ins Freie abziehen können. Das aus dem Walzenpaar 2 austretende Schlammbad wird in dem geschlossenen Raum 6 infolge seines Eigengewichtes in einzelne unregelmäßige Bruchstücke auseinanderreißen. In diesen Raum 6 wird mittels eines nicht dargestellten Gebläses ein Staubluftstrom durch Rohr 7 eingeführt und durch Rohr 8 abgesaugt, wodurch der Staub dauernd in Schwebe bleibt. Beim Durchfallen dieses Raumes «-erden die Brennstoffstücke sich mit einem Belag von Staub überziehen, der sie daran hindert, fest zusammenzubacken, wenn sie auf die unterhalb angeordneten, gegenläufig rotierenden Walzen 9 gelangen. Diese Walzen 9 sind mit einander entsprechenden Profilierungen versehen, so daß der Brennstoff sie in einer wabenartig aufgeteilten Bandform verläßt, die beim Abstürzen in den Bunker io sich in- einzelne regelmäßige Bruchstücke auflöst. Der auf den Walzen 9 sich ablagernde Staub wird seitlich an den Brennstoff angepreßt und verstärkt die Abbindung der Oberfläche. Die Walzen können durch Regeln der Drehzahl und Verändern der Achsentfernung auf verschiedene Kompression eingestellt werden.
- Handelt es sich um einen fließfähigen Schlamm, so wird er gemäß Abb. 2 in einem rotierenden Saugfilter bekannter Bauart entwässert. Das Filter besteht aus einem Trog i, in welchen die untere Hälfte der rotierenden Filtertrommel 2 eintaucht. Aus dem mittels Schieber 3 absperrbaren Bunker 4 wird der Schlamm durch das Rohr 5 in den Trog i geleitet. In das Rohr 5 wird durch Leitung 6 in regelbarer Menge die Flugasche eingeführt. Eine weitere regelbare Zuführung von Flugasche ist am anderen Ende des Troges i durch Rohr 7 möglich. Die Filtertrommel steht auf dem durch Pfeilring kenntlich gemachten Teil des Umlaufes unter innerem Unterdruck .und saugt aus dem Schlamm Wasser ab, das in bekannter Weise nach außen abgeleitet wird. Sie nimmt einen Schlammbelag mit bis zu dem Überdrucksektor 8, wo der Schlamm abgestoßen und von dem Abstreifer 9 abgeschält wird. Er bricht dabei in Stücke auf und stürzt in einen nicht dargestellten Bunker ab, wobei er, ähnlich wie in Abb. i veranschaulicht, mit Staubkohle eingepudert werden kann.
Claims (9)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Brikettieren und Einführen von Flugasche bzw. Flugkoks in einen Feuerraum, dadurch gekennzeichnet, daß die Flugasche bzw. der Flugkoks mit einem Brennstoff hoher Bindefähigkeit, wie Steinkohlenschlamm, gemischt, das Gemisch gegebenenfalls gepreßt und in Stücke zerteilt und die überschießende Bindefähigkeit der Oberfläche mit einem staubförmigen festen Stoff abgesättigt wird und daß dieses Gemisch allein oder vermengt mit anderem Brennstoff in bekannter Weise in einer Feuerung verbrannt und die verbleibende Schlacke aus dem Feuerraum ausgetragen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die '-#,fengenanteile der Mischung so bemessen werden, daß ein stückiger, Lager- und förderfähiger Brennstoff entsteht.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, claß als staubförmiger fester Stoff ein geeigneter Brennstoff, etwa Kohlenstaub oder Staubkohle, benutzt wird. .
- 4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein gegenläufig rotierendes Walzenpaar, zwischen dein der Steinkohlenschlamm hindurchgeführt wird, wobei an der Einzugsstelle die Flugasche auf die Walzen aufgegeben wird. ;.
- Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen beheizt sind.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen geschlossenen Raum, durch den der zwischen dem Walzenpaar austretende Brennstoff durchgeführt wird, in dem sich staubförmiger fester Stoff in Schwebe befindet.
- 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der staubförmige feste Stoff in dem Trägergas durch eine Umwälzvorrichtung o. dgl. in Schwebe gehalten wird. B.
- Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende des Staubraumes durch ein gegenläufig rotierendes Walzenpaar abgeschlossen ist, das eine Verdichtung des Gemisches bewirkt und gegebenenfalls mit Profilierungen zur Aufteilung des Gemisches in geeignete Stückgröße versehen ist.
- 9. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlamm in einem Saugfilter in bekannter Weise entwässert wird und daß dem Schlammraum des Filters die Flugasche zugeführt wird. i o. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sie sich unmittelbar über dem Sammelbunker für den erzeugten Brennstoff befindet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED38A DE808107C (de) | 1949-10-09 | 1949-10-09 | Verfahren und Vorrichtungen zum Brikettieren von Flugasche bzw. Flugkoks |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED38A DE808107C (de) | 1949-10-09 | 1949-10-09 | Verfahren und Vorrichtungen zum Brikettieren von Flugasche bzw. Flugkoks |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE808107C true DE808107C (de) | 1951-07-09 |
Family
ID=7028508
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED38A Expired DE808107C (de) | 1949-10-09 | 1949-10-09 | Verfahren und Vorrichtungen zum Brikettieren von Flugasche bzw. Flugkoks |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE808107C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0035610A1 (de) * | 1980-03-03 | 1981-09-16 | Leigh Interests Limited | Verfahren zur Herstellung eines festen Brennstoffes aus Abfallstoffen |
-
1949
- 1949-10-09 DE DED38A patent/DE808107C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0035610A1 (de) * | 1980-03-03 | 1981-09-16 | Leigh Interests Limited | Verfahren zur Herstellung eines festen Brennstoffes aus Abfallstoffen |
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