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DE806883C - Verfahren und Ofen zur fortlaufenden Herstellung von Glas - Google Patents

Verfahren und Ofen zur fortlaufenden Herstellung von Glas

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Publication number
DE806883C
DE806883C DEP29190D DEP0029190D DE806883C DE 806883 C DE806883 C DE 806883C DE P29190 D DEP29190 D DE P29190D DE P0029190 D DEP0029190 D DE P0029190D DE 806883 C DE806883 C DE 806883C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compartment
glass
runner
melting
bath
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP29190D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Compagnie de Saint Gobain SA
Original Assignee
Compagnie de Saint Gobain SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Compagnie de Saint Gobain SA filed Critical Compagnie de Saint Gobain SA
Application granted granted Critical
Publication of DE806883C publication Critical patent/DE806883C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B5/00Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
    • C03B5/02Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture in electric furnaces, e.g. by dielectric heating
    • C03B5/027Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture in electric furnaces, e.g. by dielectric heating by passing an electric current between electrodes immersed in the glass bath, i.e. by direct resistance heating
    • C03B5/03Tank furnaces
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21KMAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
    • B21K21/00Making hollow articles not covered by a single preceding sub-group
    • B21K21/02Producing blanks in the shape of discs or cups as semifinished articles for making hollow articles, e.g. to be deep-drawn or extruded

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Melting And Manufacturing (AREA)

Description

  • Verfahren und Ofen zur fortlaufenden Herstellung von Glas Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von Glas im sogenannten fortlaufenden -'erfahren. hei dem die zu behandelnde, an einem Ofenende eingebrachte und am anderen entnommene -lasse auf ihrem Weg durch den Ofen den Vorgängen des Schmelzens, Läuterns und Ahkühlens unterworfen wird. Ein fortlaufend arbeitender Wannenofen umfaßt deshalb im allgemeinen drei diesen drei Phasen der Glasbereitung entsprechende Zonen, wobei, abgesehen von der Bewegung des Glases, die sich durch die Entnahme an dem Ende des Ofens, zu "velcheni das fertige Glas gelangt, ergibt, alle Bewegungen des Glases von einer zur anderen Zone vermieden werden sollen. Ztt dienern Zweck teilt man den Ofen in gesonderte, den genannten Zonen entsprechende Abteilungen, die voneinander durch -`'finde oder Sperren getrennt sind, die Glas von einem zum anderen Abteil nur durch eine Öffnung kleinen Querschnitts hindurchtreten lassen.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft nun den Betrieb und die 3tisgestaltung des Abkühlungsabteils.
  • Das Altkühlen des Glases, vielfach auch Abstelienlassen genannt, hat vor allem den Zweck, das Glas von der sehr holten Läufertemperatur, hei der es sehr flüssig ist. auf die niedrigere sogenannte Verarbeitungstemperatur zu bringen, bei welcher das Glas zum Formen von Gegenständen benutzt werden kann. leas Abstelienlassen hat aber auch den Zweck, in dem Glas eine Art Absorption oder Auflösung der kleinen Gasblasen zu bewirken, die im Laufe der Läuterung nicht Haben entfernt werden können; außerdem ist es notwendig, daß (las Glas, welches <las Abstehenlassen durchgemacht hat und zu den Verarbeitungsmaschinen gelangt, ein Glas von gleichmäßiger Temperatur ist.
  • Bisher haben sich diese verschiedenen Bedingungen nur unvollkommen und schwierig erfüllen lassen, wobei man im übrigen bestrebt war, durch Verwendung eines Abteils großer Abmessungen und auf Kosten eines zusätzlichen Wärmeaufwandes durch einen langen Aufenthalt des Glases im Abteil und durch die Wirkung von Konvektionsströmen die :\lisorlitioti der Gasblasen und die Homogenisierung des Glases zu erreichen.
  • Durch die vorliegende Erfindung läßt sich das angestrebte Ziel leichter und in wirtschaftlicherer Weise erreichen.
  • Die Erfindung besteht darin, daß das Abstehenla>seti des Glases in einem Abteil vorgenommen wird, in tvelclies das mit hoher Temperatur aus dem 1_äuterabteil kommende Glas in dein oberen Teil eintritt. und aus dein es in dem unteren Teil austritt.
  • liei einer derartigen Anordnung findet die I\bkühlung des Glases, wie festgestellt werden konnte, zugleich gleichmäßig und schnell statt.
  • Dieser Erfolg läßt sich dadurch erklären, daß das Glas, wenn es sich abgekühlt hat, das Bestreben hat, ztt sinken und sich dadurch von selbst von der Eintrittsöffnung zu entfernen und zur Austrittsöffnung des Abteils hin zu gelangen, wobei es jedoch zu der Austrittsöffnung nur in dem Maße kommen kann, wie es sich genügend abgekühlt hat und die gleiche "Temperatur annimmt wie das Glas, welches sich schon vor dieser Öffnung befindet. Mit anderen \\'orten soll bei dein Verfahren dem Glas in jeder waagerechten Ebene selbsttätig die gleiche Temperatur gegeben werden ohne die Mitwirkung von durch Konvektion hervorgerufenen senkrechten Bewegungen, die bei den jetzt üblichen Einrichtungen entstehen und im übrigen notwendig sind, um durch eine .\rt Rührwirkung zu einer Homogenisierung des Glases zu gelangen. Diese Bewegungen sind natürlich schwer ztt kontrollieren. Bei der erfindungs-:;etniil.ien Anordnung besteht also keine Gefahr dafür. (laß im Abstehabteil heißere Glasströmungen auftreten, die zu ungleichen Temperaturen in dem zu entnehmenden Glas führen, wie dies bei den bekannten fortlaufend arbeitenden Einrichtungen der I@all ist, bei denen bekanntlich das Glas unten eintritt und oben austritt. Es besteht auch keine Gefahr, (laß das abgekühlte Glas, welches durch das .\bstehabteil hindurchgegangen ist und sich mit der richtigen Temperatur vor der Austrittsöffnung befindet, in das Läuterabteil zurückkehrt, da das abgekühlte Glas dafür in dem Abstehabteil wieder hochsteigen miißte. um in entgegengesetzter Richtung durch die Eintrittsöffnung des Abteils hindurchzu"elien. Es wird auf diese Weise eine Bewegung des l;lases verhindert, die dazu führen würde, die vom l.iititeral>teil in das Abstehabteil zu schickende l;la<menge ztt vergrößern. so daß das letztere mehr t;l;is abkühlen müßte. als für die Speisung der Ver-;irl@eitt:ngsma#ritinen notwendig ist.
  • I i(tti ertin(itnigsgemäßen Abstehabteil können ge-`@i>netit,@lls iliifsaliteile zugeordnet werden, die zwischen dem Abstehabteil und dein vorhergehenden, d. 1i. dem Läuterabteil, und/oder dein nachfolgenden, d. h. dem Entnahmeabtei 1, vorzusehen sind. Derartige Hilfsabteile können notwendig werden, um das erfindungsgemäße Abstehabteil bei verschiedenen Typen von Läuter- oder Entnahmeabteilen vorzusehen. Wesentlich ist, daß nach der Läuterung des Glases seine Abkühlung in einem Abteil vorgenommen wird, welches entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren angeordnet wird.
  • In der Zeichnung sind verschiedene beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt: Abb. i einen schematischen Längsschnitt einer erfindungsgemäßen Anordnung, Abb. 2 einen Längsschnitt durch einen Ofen mit einem der Erfindung entsprechenden Abstehabteil, Abb. 3, ,I und 5 Längsschnitte durch andere Ausführungsformen von Ofen mit einem solchen Abteil. In allen Abbildungen bezeichnet i das Abstehabteil, welches einerseits durch eine im oberen Teil des Glasbades des Abteils i gelegene Öffnung 3 mit dem Läuterabteil 2 und andererseits durch eine im unteren Teil des Bades gelegene Öffnung 5 mit dem Entnahme- oder Gebrauchabteil .I verbunden ist. Bei dieser Anordnung tritt das Glas hoher Temperatur, welches aus dem Läuterabteil kommt, durch die Öffnung 3 in den oberen Teil des Abteils i und geht in den unteren Teil dieses Abteils, um durch die öffnung 5 in das abschließende Entnahmeabteil zu gelangen, wobei es sich in dein Abteil i während seiner Abwärtsbewegungabkühlt. In jedem Fall ist es zNveckmäßig, die Wände des Abteils i so anzuordnen und wirken zu lassen, daß die vier Seiten des Abteils in ein und derselben waagerechten Ebene praktisch dieselbe Kühlwirkung auf das Glas in dem Abteil ausüben.
  • Hinsichtlich der stromaufwärts liegenden Pfand 6 muß vor allem dein Umstand Rechnung getragen werden, daß diese \\'and zur Läuterseite hin in Berührung mit sehr heißem Glas steht. so daß es im allgemeinen zweckmäßig ist, zur Erzielung einer guten Abkühlung in dein Abstehabteil an dieser Stelle eine Doppelwand vorzusehen und in dem Zwischenraum der beiden Wandteile an der einen Seite, d. h. der Seite des Abteils i, geeignete regelbare Kühlvorrichtungen (Wassermantel, Luftumlauf usw.) und an der anderen Seite, d. 1i. der Seite des Abteils 2, für den betrettenden Wandteil eine Wärmeisolierung vorzusehen.
  • \\'as die stromabwärts liegende Wand 7 anbelangt, ist zu berücksichtigen, daß diese zur Entnahmeseite d hin in Berührung mit Glas steht. welches im wesentlichen von für die Verarbeitung geeigneter Temperatur und daher kühler ist als das Glas des Abteils i, insbesondere in dessen oberen Schichten. Es kann daher angebracht sein, (las Glas desAbteils4 gegen eine Erhitzung durch das Glas des Abteils i zu schützen und zu diesem Zweck ebenfalls eine Doppelwand vorzusehen, jedoch ist eine solche Vorsichtsmaßnahme nicht immer erforderlich. da man eine gewisse Wiedererhitzung des Glases bei seiner Aufwärtsbewegung in (lein zum Abteil 4 führenden senkrechten Kanal 8 zulassen kann. Im übrigen erhält der Kanal 8 zweckmäßig einen im Verhältnis zum Abteil i kleinen waagerechten Querschnitt, so daß das Glas in dem Kanal 8 sich nur kurze Zeit aufhält und so bei .4 mit einer Temperatur ankommt, die nicht wesentlich verschieden ist von derjenige:], die es beim Austritt aus der Öffnung 5 besitzt.
  • Während die soeben beschriebenen Wände doppelwandig ausgeführt sein können, sind diese Wände 6 und 7 in -b1. i und in den folgenden Abbildungen der Einfachheit halber nur als einfache \1'äiide dargestellt.
  • Bei der in Abb. i gezeigten Ausführung liegt die Off 1111119 3. obschon sie sich im oberen Teil des Abteils t befindet, völlig unterhalb der Oberfläche des Glasbades. In der Praxis ist es jedoch vorteilhaft, eine Schwelle vorzusehen, über welche die beiden Abteile in Höhe der freien Oberfläche des Bades miteinander in Verbindung stehen. Diese Anordnung ist auch bei den Ausführungsformen der Abb. 2 bis 3 vorgesehen.
  • Gemäß Abb. 2 besitzt der Ofen 9 eine Beschikkungsöffnung 1o für die Rohstoffe und eine Entnahmeöffnung i i. Die Läuferzone 2 schließt sich an die Schmelzzone 12 an, ohne für diese Zonen gesonderte. Abteile zti bilden. Beide Zonen befinden sich vielmehr in einem vereinigten Schmelzläuterabteil, welches in der Längsrichtung durch die Wände 6 und 13 begrenzt ist. Das Entnahmeabteil selber ist in der Längsrichtung durch die \\'ände 7 und 14 begrenzt. Das Heizen des Glases für das Schmelzen und Läutern erfolgt in bekannter Weise mittels elektrischen Stromes, der in das Bad durch Elektroden i5a, 15b, i5c in Form von waagerechten Stäben eingeführt wird, die sich über die ganze Breite des Ofens oder einen Teil dieser Breite erstrecken und wenigstens in der Läuferzone (Elektroden 15b. 15c) auf den olleren Teil des Bades lokalisiert sind.
  • Zufolge der dem Abstehabteil i gemäß der Erfindung gegebenen Anordnung tritt das Glas aus dem Schmelz- und Läuferabteil 12, 2 im oberen Teil aus, wodurch das Glas gezwungen ist, am Ende seiner Läuferperiode bei hoher Temperatur sowohl in der Nähe der Elektroden 15b, 15c \vie in der Nähe der freien Oberfläche des Bades durchzugehen. Dabei kommt dem Glas sowohl die sehr hohe Temperatur, die in der Nähe dieser Elektroden erzeugt werden kann, wie auch die Möglichkeit zugute, daß die Gasblasen leicht in die :",tillosphäre entweichen können.
  • Bei dem Ofen der -1b.3 findet das Schmelzen und das Läutern in gesonderten Abteilen 12 und 2 statt, die durch die Wand 16 getrennt sind, die zwischen den beiden Abteilen nur eine Verbindung durch eine Schwelle 18 ähnlich der Schwelle 3 der Wand 6läßt. In dem Schmelzabteil erfolgt die Beheizungder Rollstoffe in üblicher Weise durch dieFlammen der Brenner 17a, 17b. während im I_ättteral>teil die Beheizung hauptsächlich mittels elektrischen Stroms erfolgt, der durch zwei Elektroden iga, 19b eingeführt wir(]. Von diesen Elektroden in Form von waagerechten Stäben ist die eine im oberen Teil und die andere im unteren Teil des Abteils 2 angeordnet. Durch die höhere Temperatur, die das Glas in der Nähe der unteren Elektrode 19° annimmt, ruft diese Elektrode in dem Glas nach oben gerichtete Ströniungen hervor. und die Elektrode igb gibt dem durch diese aufsteigenden Ströme zur Oberfläche geführten Glas die für die Läuterung notwendige sehr hohe Temperatur in dem Augenblick, wo dieses Glas, indem es sich der Oberfläche nähert, in einem ausgezeichneten Zustand befindet, utn die Gasblasen in die Atmosphäre entweichen zu lassen. Die Elektrode i 9b bildet außerdem eine Art körperliches Ilindernis, welches das bei 18 ankommende Glas verhindert, zu der Austrittsöffnung 3 des Läuferabteils zu gelangen, ohne sich in diesem Abteil hinreichend lange aufgehalten zu haben. Die Wirkung des Hindernisses wird noch dadurch verstärkt, daß das aus dem Abteil 12 kommende Glas in Höhe der Öffnung 18 auf heißeres Glas trifft und daher von selbst längs der Wand 16 zum Boden des Abteils 2 absinkt, um von den aufsteigenden Strömen erfaßt zu werden, die ihren Ausgang an der Elektrode 19a nehmen. ]las ganze Abteil 2 trägt auf diese Weise zur Erhitzung des Glases bei. Da anderseits die Verbindung zwischen den Abteilen 12 und 2 nur über der Schwelle 18 nahe der Badoberfläche besteht, entsteht praktisch kein Glasstrom, der aus dem Abteil 2 in das Abteil 12 zurückkehrt. Auf diese Weise wird vermieden, daß man für die Läuterung mehr Glas erhitzen inuß, als der Glasmenge entspricht, die aus dem Endabteil durch die Öffnungi i entnommen wird.
  • Ein derartig gebauter Ofen hat also den Vorteil, daß er hintereinander ein Läuferabteil 2 und ein Abstehabteil i aufweist, die bei kleinen Abmessungen eine große Leistung ermöglichen und infolgedessen zu einer wirtschaftlichen Herstellung führen.
  • Gegebenenfalls kann in dem Läuferabteil noch ein Breitner 17, betrieben Nverden, um die Beheizung der Badoberfläche zu verstärken.
  • In dem folgenden, in Abb..I dargestellten Ofen stellen das Schmelzabteil und das Läuferabteil durch eine Offnung 20 miteinander in Verbindung, die im unteren Teil einer Wand 21 vorgesehen ist, welche die beiden Abteile voneinander trennt. DieBeheizung kann für Glas Schmelzen durch Brenner 17a, 1;b und für das Läutern durch senkrecht stehende Elektroden 22a, 22b usw. erfolgen, die in einer senkrechten Querebene durch den Boden der Wannen eingeführt sind und mit dem unteren Teil des Bades in Berührung stehen. Das bei 2o in das Abteil 2 gelangende Glas kommt sofort in Berührung mit den Elektroden, wodurch es sich erhitzt und hochsteigt. Da diese Elektroden senkrecht stehen, bleibt das Glas beim Hochsteigen während einer gewissen Zeit mit den Elektroden in Berührung und erreicht infolgedessen eine Bolle Temperatur. In einem solchen Läuferabteil steigt also (las Glas unter gleichzeitiger Erhitzung hoch, wodurch sich eine Vorbedingung für eine Regelmäßigkeit in der Zirkulation ergibt und es 111 gewissen Graden möglich ist, zu vermeiden. daß (las schon in das Läuferabteil gelangte Glas zum Schmelzabteil zurückkehrt.
  • Gegebenenfalls ist es vorteilhaft. Flaininenbrentler 17' vorzusehen, um das Glas an der Oberfläche des Läuferabteils zu erhitzen. ltci dein Ofen der Abb. 5 steht (las Läuferabteil 2 finit dem Schmelzabteil 12 durch eitle Öffnung tg in Verbindung, die wie bei Abb. 3 sich im oberen Teil des Bades befindet. Die Beheizung erfolgt mittels senkrecht stellender Elektroden 23, die durch die Sohle des Ofens eingeführt sind. Das Beheizen des Scbnielzal)teils selber kann durch Gastrenner 17, 17l' erfolgen. Dabei kann wiederum ein 13rentter i 7c im 1.ä uterabteil angeordnet sein.
  • Otter zum Läuferabteil kann in diesem eine Trenn-%rand 24 vorgesehen sein, die das Glas nur im untereil Teil 25 durchtreten läßt und somit (las gesamte Glas zwingt. zum unteren Teil des Läuferabteils und in die Nähe der Elektroden 23 zu gehen. Auf diese Weise entsteht gewissermaßen zwischen den \\ ändert 2I und 6 ein Hilfsläuterabteil, in welchem das geliititerte Glas im Sinne der Erfindung zum oberen Teil des Abstehabteils I geführt wird.
  • Ganz allgemein ist zu bemerken, daß das in das Altteil t gelangende Glas Glas ist, welches urimittelbar an der Oberfläche des Läuferabteils, d. h. auf einer Höhe entnommen wird, wo (las Glas :ich von den größten Gasblasen reinigt und von wo aus die Abkühlung und die Absorption der kleinen Blasen beginnen soll. -.Mit anderen Worten erfolgt die Abkühlung von der Läufertemperatur all, wenn nicht ganz. s(# (loch im wesentlichen in dein (lern Abstehen dienenden Abteil.
  • Es ;ei noch darauf hingewiesen, daß die in den Abb. 3, .4, und 5 dargestellten Ofen, bei denen die Ileheizung gleichzeitig durch Gasbrenner und durch flarch die Glasmasse geleitete elektrische Ströme erfolgt. sich gut zurAusführung einesVerfahrens eignen, bei welchem durch außerhalb des Glases liegende lleizinittel, wie z. B. Gasbrenner, eine Heizung durchgeführt wird, durch die sich sowohl im Schmelzabteil wie im Läuferabteil eine verhältnismäßig niedrige Temperatur herbeiführen läßt. die nahe der Temperatur des Abstehens liegt, während im Läuferabteil im Innern der Glasmasse selber durch hindurchgeführten elektrischen Strom die zur Vollendung des Schmelzens und zur Herbeifi.ihrung des Läuterns erforderliche hohe Temperatur erzeugt wird.
  • Natürlich können auch im Rahmen der Erfindung im Abstehabteil selber Hilfsmittel für eine Beheizung. wie z. B. Gasbrenner, Strahlungskörper, elektrische Ströme innerhalb des Glases, benutzt werden, uni dort das Glas auf die richtige Temperatur zu bringen oder auf dieser zu halten. Auch kann in dem Abteil .I für eine Beheizung Vorsorge getroffen sein, tun gewisse örtliche Wirkungen, die für verschiedene llcrstellungsarten vorteilhaft sind, herbeizuführen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: t . \"erfahren zur fortlaufenden Herstellung von Glas, bei welchem das Glas durch mehrere j aufeinanderfolgende Abteile geht, in denen das Schmelzen, Läutern und Abstehen oder Abkühlen erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstehen dcs Glases in cilteiii .Nilteil vorgetionun;°n wird, in welches das finit Voller Temperatur aus dem Läuferabteil kommende Glas in dein oberen Teil eingeführt wird und Alts dessen unteralt "heil es austritt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet, daß die Heizung des Glases niindestens in der Lätiterz(me durch elektrischen Strom bewirkt wird, der dem Glasbad durch Elektroden zugeführt wird.
  3. 3. Ofen zur Ausübung (les Verfahrens nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Cberfü hrung (ics Glases aus dem Läuterabteil (2) in das Absteliabteil (i) über eine die beiden Altteile im olleren Radteil miteinander verbindende Schwelle erfolgt. .
  4. Ofen zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch I oder 2, dadurch gelcennzeiclinet, daß für den Durchtritt des Glase: aus dein Abstehabteil (1) in das Entnahmeabteil (_I) ein senkrechter Kanal (8) kleinen Querschnitts vorgesehen ist. der seinen Ausgang ain unteren Teil des Abstehabteils niniint.
  5. 5. Ofen nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekell1lze1C1I1Iet, (laß das abstchabteil (i) an ein Schmelz- und Läuferabteil (12, 2) angeschlossen ist, das durch Strom von im olleren Teil des Bades -,raagerech tangeordneten en Elektroden (t5@'. ISb, I _5C usw.) gepelzt v-lrd.
  6. 6. Ofen nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dali (las A1,steliabteil (i) an ein Läuferabteil (2) angeschlossen ist, das mit dem Schmelzabteil (I2) über eine bis nahe der Radoberfläche reichende Schwelle (18) verbunden ist und mittels elektrischen Stroms zNveier übereinanderliegender waagerechter Elektroden (19°, igl') vorn Boden bis iii die N:ilie der Badollerfläche geheizt wird.
  7. 7. Ofen nach Anspruch 3 oder .I, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstehabteil (I) an ein Läuferabteil (2) angeschlossen ist, das finit dein Schmelzabteil (12) ini unteren Teil des Bades verbunden ist und mittels elektrischen Stromes von senkrecht stellenden Elektroden (22l') geheizt wird, die durch den Boden des Abteils hindurchgeführt sind und finit dein unteren Teil des Bades in Berührung -stehen. B. Ofen nach Allspruch 3 oder ,I, dadurch gekennzeichnet, daß das @\bstehabteil (I) an ein Läuferabteil (2) angeschlossen ist, das mit dem Schmelzabteil (12t iili olleren Teil des Bades verbunden ist und mittels elektrischen Stromes von beispielsweise sciii<i-eclit stellenden, auf den unteren Teil des Bades beschränkten Elektroden (23) geheizt wird, wobei ini Lä uterabteil (2) an dessen Austrittsseite eine Trennwand (2.I) Vol,-gesehen ist, die finit der henacllbarten Wand (6) des Abstehabteils (t) eine Art senkrechten Kanal bildet, der das Glas aus dein unteren Teil des Läuferabteils in den olleren "heil des Abstehallteils überführt.
DEP29190D 1946-01-16 1949-01-01 Verfahren und Ofen zur fortlaufenden Herstellung von Glas Expired DE806883C (de)

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DE (1) DE806883C (de)

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