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DE476744C - Verfahren und Einrichtung zur Laeuterung fluessigen Glases in dem Laeuterungsraum eines Glasschmelzofens - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Laeuterung fluessigen Glases in dem Laeuterungsraum eines Glasschmelzofens

Info

Publication number
DE476744C
DE476744C DES70225D DES0070225D DE476744C DE 476744 C DE476744 C DE 476744C DE S70225 D DES70225 D DE S70225D DE S0070225 D DES0070225 D DE S0070225D DE 476744 C DE476744 C DE 476744C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glass
refining
glass mass
melting furnace
purification room
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES70225D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Compagnie de Saint Gobain SA
Original Assignee
Compagnie de Saint Gobain SA
Manufactures des Glaces et Produits Chimiques de Saint Gobain SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Compagnie de Saint Gobain SA, Manufactures des Glaces et Produits Chimiques de Saint Gobain SA filed Critical Compagnie de Saint Gobain SA
Priority to DES70225D priority Critical patent/DE476744C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE476744C publication Critical patent/DE476744C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B5/00Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
    • C03B5/16Special features of the melting process; Auxiliary means specially adapted for glass-melting furnaces
    • C03B5/225Refining

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Melting And Manufacturing (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Läuterung flüssigen Glases in dem Läuterungsraum eines Glasschmelzofens Zur Läuterung des Glases in Schmelzöfen sind Verfahren bekannt, nach denen man das geschmolzene Glas in dünner Schicht durch den ersten Teil der Läuterungszone fließen läßt und diese dünne Schicht einer kräftigen Beheizung unterwirft, so daß die Gasblasen, welche sich in der Glasmasse bilden, leicht entweichen können. Aber bei den zur Ausführung dieser Verfahren bekannt gewordenen Anordnungen ist die Beheizung der Glasmasse nicht genau nur auf den Teil des Ofens beschränkt, durch den die Glasmasse in dünner Schicht fließt, sondern findet auch in der an diesen Teil des Ofens anschließenden Zone statt, in der die Glasmasse eine größere Dicke besitzt. In gewissen Einrichtungen ist auch der feuerfeste wagerechte Sattel, über den die Glasmasse in dünner Schicht geleitet wird, gekühlt, um seine rasche Zerstörung unter dem Einfluß der Wärme und des Angriffs der Glasmasse zu verhindern.
  • Nun haben aber Untersuchungen gezeigt, daß bei den bekannten Anordnungen die Bildung der Gasblasen in der Glasmasse noch anhält, wenn die letztere nach ihrer in dünner Schicht stattgefundenen starken Beheizung in einen Teil des Ofens gelangt, der ebenfalls noch von den Flammen bestrichen wird. Da aber dieser Teil des Ofens größere Tiefe und infolgedessen die Glasmasse eine größere Dicke besitzt, können die hier entstehenden Gasblasen nur in unvollkommener Weise entweichen, so daß noch Gasblasen im Glase zurückbleiben.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt die Beseitigung dieses Nachteiles. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und verschiedene Einrichtungen zur Läuterung flüssigen Glases in dem zweiteiligen Läuterungsraum eines Glasschmelzofens und besteht darin, daß die Beheizung der Glasmasse in der Läuterungszone auf den ersten, flachen Teil dieser Zone, in dem das Glas in dünner Schicht fließt, beschränkt wird. Die Beheizung der Glasmasse wird, wie es bei den meisten industriellen Ofen der Fall ist, durch Gasbrenner vorgenommen, die so in den Seitenwänden des Ofens angeordnet sind, daß die Flammen die Oberfläche der dünnen Schicht quer zur Strömungsrichtung der Glasmasse bestreichen. Auf diese Weise ist die Wirkung der Flammen nur auf diesen besonderen Teil des Ofens beschränkt. Ferner wird der die dünne Schicht der Glasmasse tragende feuerfeste wagerechte Sattel zweckmäßig mehr oder weniger je nach dem Grad der Zähflüssigkeit der Glasmasse beheizt. Diese Beheizung kann unter Umständen fortgelassen und gegebenenfalls für Glasmassen besonderer Zusammensetzung durch eine Abkühlung ersetzt werden. Auf diesen ersten Teil folgt ein zweiter, nicht beheizter Teil mit größerer Tiefe, in dem das von seinen Gasblasen befreite Glas sich sammeln kann.
  • Zur Ausführung des neuen Verfahrens dienende Einrichtungen sind in den Abb. i bis q. in vier verschiedenen Ausführungsformen beispielsweise veranschaulicht.
  • Abb. i zeigt einen Schnitt durch den Läuterungsraum des Ofens. Der Läuterungsraum besteht aus dem vorderen, flachen Teil a und dem hinteren, tiefen Teil b. Die Glasmasse gelangt in den Läuterungsraum aus den unteren Teilen des Misch- und Schmelzraumes d vermittels eines oder mehrerer aufwärts führender Kanäle e, und zwar zuerst auf den Boden c des Teils a. Der tiefere Teil b des Läuterungsraumes steht am Boden mittels eines oder mehrerer Kanäle f mit dem Entnahme- oder Schöpfraum g in Verbindung.
  • Der erste Teil a des Läuterungsraumes wird durch Flammen oder heiße Gase, die aus den Brennöffnungen h herauskommen, einer erhöhten Temperatur unterworfen. Da in diesem Teil die über den Boden oder Sattel c hinwegströmende Glasmasse eine geringe Dicke besitzt, so wird die Glasmasse von den über ihre Oberfläche hinwegstreichenden heißen Gasen oder Flammen in ihrem ganzen Querschnitt energisch und gleichmäßig erhitzt und hierdurch vollständig fertiggeläutert. Im Teil b des Läuterungsraumes dagegen findet in der Regel keine oder höchstens eine solche Heizung statt, die geringer ist als im Teil a.
  • Die Wandungen des Ofens können gegebenenfalls durch Heiz- oder Kühlvorrichtungen i, k und l auf die erforderliche Temperatur eingeregelt werden. Insbesondere ist (lies wichtig für den Sattel c, über welchen die Glasmasse bei ihrem Läuterungsprozeß -in dünner Schicht hinwegfließt.
  • Während in Abb. i der Läuterungsraum b infolge schräger Anordnung der Wandung m in seiner Tiefe allmählich zunimmt, ist bei der Ausführungsform nach Abb. a die Wandung m senkrecht abwärts geführt, so daß der Teil b des Läuterungsraumes überall die gleiche Tiefe besitzt.
  • Abb. 3 veranschaulicht eine Ausführungsform, bei welcher der Läuterungsraum a, b mit dem Schmelzraum d und dem Entnahmeraum g einen gemeinsamen Ofenraum bildet. Die einzelnen Zonen sind lediglich durch hohle Wandungen n oder o getrennt, die in ihrem Innern die Heiz- oder Kühlvorrichtungen i bzw. l aufnehmen.
  • Bei der in Abb. q. dargestellten Ausführungsform bestehen die Wandungen des aus dem Schmelzraum d zum Läuterungsraum a aufwärts führenden Kanals e ebenfalls aus feuerfestem Material, und in diesem Kanal e wird die aufwärts strömende Glasmasse von allen Seiten einer erhöhten Temperatur unterworfen, was durch geeignete Beheizung erreicht wird, beispielsweise durch elektrische Beheizung oder in irgendeiner anderen Weise. Im übrigen ist die Einrichtung und Beheizung des Läuterungsraumes ähnlich wie in Abb. z. Der Kanal e gehört schon zur Läuterungszone. Die Glasmasse wird in ihm mit verhältnismäßig geringem Querschnitt hochgeführt und auf einer größtmöglichsten Oberfläche, d. h. auf dem ganzen- Umfange der verringerten Querschnittes, beheizt, so daß die Läuterung schon an dieser Stelle eintritt. Infolge der senkrechten Anordnung des Kanales e können die Gasblasen, die sich in der aufsteigenden Säule der Glasmasse bilden, zur Erleichterung des Läuterungsvorganges am oberen Ende der senkrechten Säule leicht entweichen, wenn die Glasmasse der Wirkung der Brenner h unterworfen wird. Der beheizte Teil der Läuterungszone setzt sich in diesem Falle also aus zwei Teilen zusammen, die in gleichem Sinne arbeiten. Mit dieser Anordnung kann gegebenenfalls die Länge des Sattels c verringert werden, da die Läuterung schon in dem senkrechten Kanal e begonnen hat und auf dem Sattel c nur beendet wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. -Verfahren -zur -Läuterung flüssigen Glases in dem zweiteiligen Läuterungsraum eines Glasschmelzofens mit einem flachen und einem tiefen Teil, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizgase nur durch den flachen- Teil (a) des Läuterungsraumes, und zwar quer zur Strömungsrichtung über die Glasmasse geführt werden. z.
  2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (c) des flachen Teiles auf der seiner Berührungsfläche mit der Glasmasse gegenüberliegenden Seite durch Kanäle (k) nach Wunsch abgekühlt oder beheizt werden kann.
  3. 3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Läuterungsraum mit dem Schmelzraum durch einen zur Läuterungszone gehörenden, aufwärts führenden, beheizten Kanal (e) von verhältnismäßig kleinem Querschnitt verbunden ist, so daß gegebenenfalls der Sattel (c), über dem die in dünner Schicht fließende Glasmasse fertiggeläutert wird, kürzer ausgeführt werden kann.
DES70225D 1925-05-29 1925-05-29 Verfahren und Einrichtung zur Laeuterung fluessigen Glases in dem Laeuterungsraum eines Glasschmelzofens Expired DE476744C (de)

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DE476744C true DE476744C (de) 1929-05-23

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2866838A (en) * 1956-02-16 1958-12-30 Stratabar Process Company Method and apparatus for producing molten silicates
DE1256366B (de) * 1958-11-19 1967-12-14 Glaverbel Schwimmer fuer Glasschmelzoefen
DE3406619A1 (de) 1984-01-28 1985-08-08 Asahi Glass Co. Ltd., Tokio/Tokyo Verfahren zur herstellung von glas
DE3406613A1 (de) * 1984-01-28 1985-08-08 Asahi Glass Co. Ltd., Tokio/Tokyo Vorrichtung zur herstellung von glas
DE3718276A1 (de) * 1987-05-30 1988-12-08 Sorg Gmbh & Co Kg Glasschmelzofen

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