DE757966C - Schaltvorrichtung fuer Geschwindigkeitswechselgetriebe an Kraftfahrzeugen - Google Patents
Schaltvorrichtung fuer Geschwindigkeitswechselgetriebe an KraftfahrzeugenInfo
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Description
Die- Erfindung bezieht sich auf eine Schaltvorrichtung
für Geschwindigkeitswechselgetriebe an Kraftfahrzeugen, bei der die Getriebe für die verschiedenen Gangstufen durch
Flüssigkeitsdruck umgestellt werden. Hierbei werden Steuerventile benutzt, die teils von
Hand durch, den Fahrer, teils selbsttätig durch die vereinigte Wirkung der Motorregelung
mittels der Drosselklappe und der Motordrehzahl eingestellt werden. Die bisher
übliche Übertragung· dieser Wirkung vom Gasfußhebel einerseits und von einem durch
den Motor angetriebenen Fliehkraftregler andererseits auf ein Steuerventil mit Hilfe
rein mechanischer Mittel, etwa durch einen beiden Verstellkräften ausgesetzten Ausgleichshebel
bedingte die Benutzung eines Steuergestänges verwickelter Bauart, in das Übertragungsfedern, Anschläge und toter
Gang eingefügt werden mußten, um den ver-
schiedenen Anforderungen des Betriebes entsprechen zu können, und war daher leicht
Störungen ausgesetzt.
Mit der Erfindung wird bezweckt, die Betriebssicherheit zu erhöhen und die Anordzu
vereinfachen. Dies wird durch Einführung der Druckmittelsteuerung für die Umstellung
der Steuerventile selbst erreicht; der dabei wirksame, ein Steuerventil mittels eines oder
ίο mehrerer Druckkolben bewegende Druck muß
dann die Resultierende aus den verschiedenen von der durch den Fahrer willkürlich vorgenommenen
Einstellung der Drosselklappe und der jeweiligen Motordrehzahl herrührenden Einflüssen und aus Vorspannungskräften
sein, die eine bestimmte Grundstellung des * betreitenden Ventils herl>eizuführen suchen.
Durch geeignete Abstimmung der verschiedenen auf den Verstellkolben eines Ventils
wirkenden Druckkräfte läßt sich erreichen, daß hei Änderung des Übersetzungsverhältnisses
keine neutrale Zwischenperiode, während welcher der Gang geschaltet wird, besteht,
sondern eine Überlappung stattfindet
as derart, daß der neu eingeschaltete Antriebsteil seine Tätigkeit bereits aufnimmt, während
derjenige Teil, der ausgeschaltet werden soll, noch wirksam ist und erst dann mit
seiner Antriebstätigkeit aufhört, wenn das Drehmoment genügend gesichert ist.
Auf diese Weise findet kein Drehmomentstoß in den Getrieben zwischen dem Motor
und der Belastung und nur ein geringer Verlust an Antrieb und Kraft statt, während der
Verlust bei den gewöhnlichen, in Stufen zu schaltenden Wechselgetrieben, bei denen eine
Schaltpause oder Xichtantriebsperiode eingeschoben werden muß, stets erheblich ist.
Das Getriebe l>esteht- vorzugsweise aus zwei Umlaufrädergetrieben, die in Reihe geschaltet
sind. Dann können bei zwei Übersetzungsverhältnissen in jeder Einheit im ganzen vier
Gangstufen erzielt werden. Die eine Einheit ist dabei bis zu einem gewissen Grade der
von Hand aus bewirkten Steuerung unterworfen, während die zweite Einheit ausschließlich
unter der gemeinsamen Wirkung des Reglers und des Gashebels selbsttätig umgeschaltet wird.
Zur Umschaltung der Getriebe dient der von einer Pumpe, die vom Motor angetrieben
wird, erzeugte Flüssigkeitsdruck, der erfindungsgemäß für den Zweck der Steuerung
der Ventile einerseits durch eine vom Gasfußhebel bewegte Vorrichtung· mehr oder weniger
gedrosselt und anderseits in einer von der Umdrehungszahl des Motors abhängigen Vorrichtung,
z. B. einem hydraulischen, den Flieh- I kräften unterworfenen Druckregler, geändert j
wird. Die so erhaltenen beiden, abgeleiteten j Drücke wirken dann gegebenenfalls gemeinsam
mit dem unveränderten Pumpendruck auf die durch Federn oder auf andere geeignete
Weise vorgespannten Ventilverstellkolben und bringen so die den jeweiligen Betriebsverhältnissen
entsprechenden Getriebeschaltungen zustande. Der von der Motorr· regelung also durch die Stellung der Drossel
l>edingte Druck, der das Einsetzen der Kupplungen in den Umlaufrädergetrieben beeinflußt,
kann gemäß der Erfindung gleichzeitig als Ausgleichsdruck für die Umstellkolben der Steuerventile dienen. Bei einer besonderen
Ausführungsform der Erfindung werden durch den hydraulischen Regler zwei abgeleitete
Drücke erzeugt und diese mit den anderen die Umschaltung der Getriebe bestimmenden
Kräften und Drücken den mit den Steuerventilen je in einem gemeinsamen
Gehäuse untergebrachten Druckkolben mit verschiedener wirksamer Fläche zugeführt.
Dies führt zu einer wesentlichen Vereinfachung der Steuereinrichtung.
Weitere Einzelheiten, insbesondere hinsichtlich der Einrichtung unter den verschiedenen
Betriebsverhältnissen und des Einflusses, den hierbei der Fahrer durch Bedienung
des Handstellhebels und des Gasfußhelx'ls ausüben kann, gehen aus der folgenden
Beschreibung der Ausführungsbeispiele der Erfindung hervor. In den Zeichnungen stellt
dar
Fig. ι einen Längsschnitt durch ein Geschwindigkeitswechselgetriebe,
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1,
Fig. 3 und 3 a Querschnitte gemäß den Linien 3-3 bzw. 3,Γ3α der Fig. 1.
' Fig. 4 ein Steuerschema für das Ül>ertra-
100 gungsaggregat,
Fig. 4a eine Einzelheit der Fig. 4;
Fig. 5 ist ein Querschnitt durch eine l>esondere Ausführungsform des hydraulischen
Reglers,
Fig. 6 das zugehörige Steuerschema,
Fig. 7 eine schematische Darstellung des von dem Fahrer zu bedienenden Gestänges
für die Steuerungssysteme nach Fig. 4 und 6.
Gemäß Fig. 1 trägt die mit dem Zahnrad 7 verbundene, im Gehäuse 2 gelagerte Antriebswelle
5 eine Zwiscnenwelle 8. Das andere Ende der Welle 8 ist mit der Trommel 11
verbunden und enthält ein Lager für die Zwischenwelle 21. Auf dem genuteten Teil 9
der Welle 8 befindet sich ein durch die Hand des Fahrers mittels der Kurbel 109 der Welle
103 (Fig. 2) verschiebbares Zahnrad 19, das entweder mit der Innenverzahnung 7' des
Rades 7 oder mit dem Leerlauf rad 18 für den Rückwärtsgang zu kämmen vermag. Eine
zwischen der Endwand des Gehäuses 2 und der Zwischenwand 4 angeordnete Vorlege-
welle 15 trägt einen Getriebeteil 20. Das ■ Rad 16 des Teiles 20 kämmt mit dem Rad 7.
Das Rad 17 des Teiles 20 kämmt mit dem ; Leerlaufrad 18. Befindet sich das Rad 19 im i
Eingriff mit der Verzahnung 7' des Rades 7, j
so läuft die Welle 8 zusammen mit der j Welle 5 um. Steht das Rad 19 im Eingriff ι
mit dem Rad 18, so läuft die Welle 8 um- j gekehrt zur Welle 5.
Die an dem Teil 20 und die an der Welle 8 sitzenden Zahnräder 173 und 174 treiben
über die Querwellen 176 und 178 mit Zahnrad 175 die Läufer 171, 182 und 172, 183 der
Druckpumpe 199, die die Flüssigkeit durch Rohr 191 aus dem Sumpf ansaugt. Die normale
Umdrehungsrichtung der beiden Läufer 172 und 171 ist gleich, so daß die beiden
Pumpendrücke sich addieren. Läuft jedoch der Motor im Rückwärtsgang, so wird der
Läufer 172 der -kleineren Einheit ebenfalls rückwärts laufen und der Druck dieser Einheit
wird von demjenigen der größeren Einheit subtrahiert. Der verminderte Druck genügt für die Schaltungen im Rückwärts-SanS-
Die in dem Gehäuse 2 gelagerte Ausgangswelle 50 trägt das Lager für das hintere Ende
der Welle 21.
Die Verzahnung 12 der Trommel 11 kämmt
mit Planetenrädern 24 auf Spindeln 23, die in dem zusammen mit der Welle 21 drehbaren
Träger 22 sitzen. Das Sonnenrad 25, das ebenfalls mit den Planetenrädern 24 kämmt,
besteht aus einem Stück mit der auf der Nabe des Trägers 22 gelagerten Hülse 26 sowie mit
der Trommel 28. Ein Ansatz 34 des Trägers 22 ist bei 40 mit Nuten zur Mitnahme von
Kupplungsscheiben 33 versehen, welche mit Kupplungsscheiben 36 zusammenwirken, die
durch Mitnehmer mit der Trommel 28 verbunden sind und mit ihr umlaufen. Im Innern
der Trommel 28 befinden sich Sitze 30 für Kupplungsauslösefedern 88, die sich gegen
eine mit der Trommel 28 zusammen umlau-
45- fende Druckplatte 74 stützen. Der Boden 29 der Trommel 28 ist bei 71 zu Zylindern für
Kupplungskolben J2 ausgebildet, deren Stangen
73 auf die Druckplatte 74 wirken. Eine Bohrung 79 ermöglicht 'die Zuführung von
Druckflüssigkeit zu den Zylindern Ji.
Wirkt Flüssigkeitsdruck auf die Kolben 72, so werden die Federn 88 zusammengepreßt,
die Kupplungsscheiben 33, 36 belastet und die
Teile 12, 24, 25 als Einheit zur Drehung mit .den obenerwähnten anschließenden Teilen
gezwungen. Dies stellt den direkten Gang dar. Bei Aufhebung des Flüssigkeitsdruckes in den
Zylindern 71 entspannen sich die Federn 88, und die Scheiben 33, 36 übermitteln keinen
Antrieb. Eine die Trommel 28 umgebende Bremse 80 hält dann die Trommel gegen Drehung
fest, so daß ein Antrieb mit Übersetzung ins Langsame über Träger 22 und Planetenräder 24 zustande kommt. Auf diese
Weise stehen zwischen den Wellen 8 und 21 zwei Geschwindigkeitsstufen zur Verfügung.
Das beschriebene Getriebe stellt die vordere Einheit der Vorrichtung dar. Die
Zwischenwelle 21 bildet die Ausgangs welle
dieser vorderen Einheit und gleichzeitig auch die Antriebswelle für die hintere Einheit,
welche auf folgende Weise ausgebildet ist. SonnenrädeT 37 und 38 auf der Welle 21
kämmen mit Planeten rädern 43 bzw. 44. Eine Trommel 59, die auf der Welle 21 aufgekeilt
ist, trägt am Umfang bei 67 Gleitnuten für Kupplungsscheiben 60 ähnlich den Kupplungsscheiben
33 der vorderen Einheit. Auf der auf der Hülse der Nabe 59 drehbaren Trommel 39 liegt das Bremsband 90. Die Trommel
39 ist mit einem Zahnkranz 42 verbunden, dessen Körper die Widerlager für die Kupplungsauslösefedern
89 enthält. Auf eine Druckplatte 78, die mit der Trommel 39 umläuft, wirken über die Kolbenstangen "JJ die
Kolben 76 in den Zylindern 75, um die Kupplungsscheiben 60 und 55 unter dem Druck
der durch Leitung 79' zugeführten Flüssigkeit gegeneinanderzupressen. Der Kranz 42
kämmt mit den Planetenrädern 44, deren q0
Träger 54 mit der Trommel 52 verbunden ist, die eine mit den Planetenrädern 43 kämmende
Innem'erzahnung 51 hat. Der Träger 46 für die Planetenräder 43 besteht aus einem
Stück mit der Ausgangswelle 50. Bei Einwirkung der Bremse 90 auf die Trommel 39
wird der Kranz 42 festgehalten, und es findet unter Umlaufen der Planetenräder 44 eine
Drehung des Trägers 54 mit Zahnkranz 51 statt. Gleichzeitig wird durch das Sonnenrad
37 ein Drehmoment über die Planetenräder 43 auf den Träger 46 übertragen, so daß. statt
eines Übersetzungsverhältnisses, das nur durch die Räder 37, 43, 51 erhalten würde,
sich die Übersetzung zwischen Welle 50 und Welle 21 als die Resultante aus der Verbindung
der vom Sonnenrad 38 veranlagten- Bewegungen des Kranzes 51 und des Sonnenrades
37 durch die auf dem Träger 46 befindlichen Planetenräder 43 darstellt. Im vorliegenden
Falle ist dies eine Übersetzung ins Langsame für den Vorwärtsgang. Im anderen Falle, d. h. bei gelöster Bremse und angezogener
Kupplung, drehen sich die Welle 21 und der Kranz 42 als eine Einheit. Dies stelle
den direkten Antrieb der hinteren Einheit dar.
In dem Bremszylinder 292 (Fig. 3) gleitet der Kolben 291 mit der Stange 290. Federn
97> 97« lind 97& drücken den Kolben nach oben
und versuchen dadurch, über den Hebel 193 das bewegliche Ende des Bremsbandes 90 anzuziehen.
Verschiebbar in dem engeren Teil 295
des Zylinders 292 ist ein Ausgleichskolben 294, der auf der Stange 290 gleitet.
Eine Ausgleichsdruckleitung 276 führt in den Zylinderraum 295 und eine Hauptdruckleitung
279 in den Zylinder 292 oberhalb des Kolbens 291. Ein von der inneren Feder 97^. gehaltener
und auf einer im Federhaltebecher befestigten Führungsstange 274 verschiebbarer Anschlag ist so angeordnet, daß er von
dem an dem Kolben 294 befestigten, aber durch eine Bohrung des Kolljens 291 frei hindurch
gehenden Stift 297 getroffen werden kann. Flüssigkeitsdruck im Zylinder 295
wird zusätzlich auf den Kolben 294 ausgeübt, um den Widerstand der Federn 97, 97,, und
97& bei einem niedrigeren Druck in der Hauptleitung
279 zu überwinden, damit während einer Änderung des Übersetzungsverhältnisses aus später erläuterten Gründen ein
konstantes Mindestdrehmoment zwischen der Antriebs- und der Ausgangswelle erhalten
bleibt.
Fig. 3 a stellt einen Querschnitt durch die Bremse der vorderen Einheit dar. Die Bremstrommel
28 wird von dem Bremsband 80 umgeben, dessen bewegbares Ende durch die
Kolbenstange 280 mittels des Schwingarmes 183 bewegt wird. In dem Bremszylinder 282
gleitet auf der Stange 280 ein Kolben 281, der auf den auf der Stange angeordneten Anschlag
286 wirken kann. Er wird durch die Federn 87 und 87a nach oben gedrückt, die
hierdurch versuchen, die Bremse 80 der vorderen Einheit anzuziehen. Ein auf einer
Führungsstange verschiebbarer Anschlag 288 wird von der Feder 87& gehalten und tritt mit
dem Anschlag 286 in Eingriff, wenn der Kolben 281 sich in die unterste Stellung bewegt.
Ein Ausgleichskolben 285 ist in dem j Zylinderraum 285' des Hauptzylinders 282 gleitbar, er ist mit der Stange 280 fest verbunden.
Zwischen den beiden Kolben 281 und 285 befindet sich eine Feder 284. Druck aus
der Ausgleichsleitung 277 wird in dem Zylinderraum 285' zur Einwirkung gebracht,
um den Widerstand der Federn 87 und 87,, bei einem niedrigeren Druck in der mit dem
Zylinder 282 verbundenen Leitung 278 zu überwinden, wie später beschrieben.
In jeder Getriebeeinheit können das Bremsband und die Kupplung wahlweise in Eingriff
gebracht werden, um einen Antrieb mit Übersetzung oder den direkten Antrieb zu erzielen,
da der Flüssigkeitsdruck, der die Kupplung zum Eingriff bringt, gleichzeitig dazu dient, die Bremse zu lösen und umgekehrt.
Auf diese Weise werden in jeder Einheit zwei Übersetzungsverhältnisse erhalten, so daß im ganzen vier Vorwärtsgänge
zur Verfügung stehen.
Folgende Tabelle gibt als Beispiel eine go mögliche Kombination von Übersetzungsverhältnissen
wieder.
Vordere Einheit
Heran terscha Itu" g
direkt H erunt erschaltu ng
direkt
Erster Gang
Zweiter Gang
Dritter Gang
Vierter Gang
Zweiter Gang
Dritter Gang
Vierter Gang
Zur Durchführung dieser Umschaltungen dient die in Fig. 4 schematisch dargestellte
Anordnung. Sie enthält außer den Steuerventilen für die Getriebeeinheiten nebst Zubehör
und einer Druckpumpe ein in Abhängigkeit von dem Grade des Öffnens der Drosselklappe
den Pumpendruck P auf einen Wert C drosselndes Ventil sowie einen hydraulischen
Regler, der einen von der Motorgeschwindig-
keit abhängigen Flüssigkeitsdruck G liefert. Der Antrieb des Reglers ergibt sich aus
Fig. 2.
Das kleine Rad 175, das die Pumpenwelle 176 antreibt, treibt auch eine Welle 110. die
mit dem Flansch in des hydraulischen Reglers durch einen Stift gekuppelt ist. Durch
Einrücken des Rades 19 in die Verzahnung 7' wird der Regler mittels des beschriebenen
Zwischengetriebes in Umdrehung versetzt.
Der mit dem Flansch 111 verbundene Reglerkörper 112 ist mit einem Gegengewicht 113
Hintere Einheit
Herunterschaltung
Herunterschaltung
Herunterschaltung
direkt
direkt
Verhältnis
3,17 2,23 1,24
1,00
versehen und an seinem äußeren Ende in der feststehenden Hülse 114 drehbar gelagert.
Der Regler enthält zwei Kanäle 122 und 124, von denen der erste über Leitung 123
und Hauptdruckleitung 200 mit der Druckpumpe 199 in Verbindung steht, während an
den zweiten die Reglerausgangs leitung 220 anschließt. Der Körper 112 hat eine Bohrung
116 zur Aufnahme des Ventils 115, welches
normalerweise von einer in der geschlitzten Schraubenkappe 126 sitzenden Feder 125
gehalten wird. Die radial aufeinander folgenden Räume in Gehäuse sind: Der Einlaßraum
119, der Ausgleichsdruckraum 118, die Auslaßöffnung 120 und der Steuerraum 117.
Der Einlaßraum 119 ist mit dem Kanal 122 verbunden. Der Druckraum 118 besitzt zwei
Auslässe, von denen der eine zur Leitung 220 führt, während der andere, die Bohrung· 121,
zum Steuerraum 117 führt. Der Auslaß 120
öffnet sich bei übergroßem Druck. Das
zylindrische Ende des Reglerkörpers 112 hat
bei 131 und 132 radiale Bohrungen, um die
Verbindung von den Kanälen 122 und 124 mit Ringkanälen herzustellen, in welche die
Leitungen 123 bzw. 220 münden.
Das Ventil 115 hat verschiedene nach unten
kleiner werdende Kolbenansätze H5&, ii5e,
ii5c (Fig. 4) und an seinem oberen Ende
einen Ansehlagkopf 128.
Die Endfläche des unteren Kolbens H5a, die
dem Druck der Pumpenleitung ausgesetzt ist, ist kleiner als die Fläche des oberen Kolbens
ii5&, so daß, wenn sich die Welle mit niedriger
Geschwindigkeit dreht und der Pumpendruck gerade im Begriff ist, sich aufzubauen,
die anfängliche Bewegung des Ventils 115
radial nach außen schneller ist als in der unmittelbar darauffolgenden Stufe, in der zwar
der Druck auf eine größereFläche wirkt, aber auch der Widerstand der Feder 125 größer ist.
Wenn der Druck im Kanal 122 über Raum 119
infolge Hebung des Ventils 115 in die
Öffnung 118 tritt, so wird bei bestimmten Geschwindigkeits- und Druckbedingungen
dadurch, daß der obere Teil des Ventils dem Druck über Kanal 121 im Raum 117 aus- ;
gesetzt ist, das Ventil 115 in einer bestimmten radialen Entfernung von der Mitte der Welle
gehalten.
Der beschriebene hydraulische Regler liefert verschiedene mit der Geschwindigkeit
ansteigende Werte des im Ausgangskanal 124 und der Leitung 220 sich einstellenden
Druckes G. Durch geeignete Wahl der maßgebenden Verhältnisse beim Regler können
die verschiedenen Drücke, bei denen Änderungen in der Übersetzung stattfinden sollen,
in einfacher Weise erhalten werden. Folgende Tabelle gibt Beispiele von Drücken an,
die die vorbestimmten Schaltungen herbeiführen, und zwar bei geöffneter oder bei -..
zurückgestellter Drosselklappe.
| Regler- | Motor | Drossel | Zugshörige Schaltungen | hintere Einheit | — |
| Drücke kg/cm2 |
drehzahl | einstellung | vordere Einheit | (Herunterschaltung unterhalb 200 Umdrehungen pro Minute) |
— |
| 0,4 | 200 | beliebig | Herunterschaltung | Heraufschaltung | |
| 0,6 | 680 | zurückgestellt | Heraufschaltung | keine von Hand aus be wirkte Herunterschal tung vom dritten oder vierten auf zweiten oder dritten Gang |
|
| 1,0 | 1150 | zurückgestellt | — | — | |
| 1,1 | 1330 | zurückgestellt | Heraufschaltung | ||
| 2,6 | 2420 | beliebig | Heraufsehaltung | — | |
| 3.4 | 2800 | geöffnet | — | ||
| 4.1 '. | 3100 | geöffnet | Heraufschaltung | ||
| 5,6 | 3700 | beliebig |
Der von der Pumpe 199 in die Hauptleitung 200 (Fig. 4) gelieferte Druck wird
durch die Leitungen 238, 232 an die öffnung
324 des Steuerventils 168 der hinteren Einheit und an die Einlaßöffnung 243 des Druckabstufungsvenitils
240, ferner durch Leitung 123 an die Einlaßöffnung des hydraulischen
Reglers und durch die Leitung 234 an die Einlaßöffnung 266 des Steuerungsventils 150
für die vordere Einheit abgegeben. Die Pumpe liefert den Flüssigkeitsdruck an diese
Stellen, wenn 'deir Motor oder das Fahrzeug oder auch beide zusammen in Tätigkeit sind.
Der Druck wird am Ausgang der Pumpe 199
für den gewünschten S teuer bereich der Ven-' tile durch ein selbsttätiges Auslaßventil 350 no
begrenzt, das unter dem durch eine Schraube einstellbaren Druck einer Feder 358 steht.
Der Ausgangsdruck des Reglers wird durch Leitungen 220, 220a und 220& an zwei Steuerzylinder
300 und 400 für die beiden Getriebeeinheiten und durch Leitung 222 auf die Öffnung
218 übertragen, welche mit einem Kolben 214, 215 in Verbindung steht, der einen
Teil der Ventilsteuerung für die hintere Getriebeeinheit bildet. Diese Steuerungseinrichtung
umfaßt ein Ventil 168, das durch einen Winkelhebel 320 in die eine oder die
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andere von zwei Stellungen verschoben wird, in welchen entweder die Räume 324 und 325
oder 325 und 326 verbunden werden. Der Winkelhebel 320 ist um einen Stift 321 drehbar
und wird durch den an ihm sitzenden Stift 211 bewegt, welcher in den Schlitz 213
einer Nockenscheibe 212 greift (Fig· 4 und 4a). Diese Nockenscheibekann von dem
Fahrer in vier verschiedene Stellungen R, N, L, H bewegt werden, und zwar mittels der
Schaltvorrichtung in Fig. 7, in welcher eine abgeänderte Form von Nockenscheibe 212'
gezeigt ist. Der Fahrer stellt einen auf einer drehbaren Welle 153 angeordneten Handhebel
151 über einem Tragsegment 152 ein. Am
'unteren Ende der Welle 153 sitzt ein Hebel 154. Dieser greift mittels eines Lenkers 155
an dem Hebel 109 an, der auf Welle 103 befestigt ist, welche an Hand der Fig. 1 und 2
ao beschrieben, auf das verschiebbare Rad 19 wirkt. Mit dem Hebel 109 ist durch einen
Lenker 310 ein Hebel 3ioe auf der Welle 31O0
verbunden, auf der die Nockenscheibe 212' sitzt. Die Scheibe 212' steht in Berührung
mit einem Stift 211 auf dem Hebel 320. Durch Verstellen des Handhebels 151 wird die
Nockenscheibe 212 bzw. 212' bewegt und
von dieser das Steuerventil 168 der hinteren Getriebeeinheit eingestellt. Wird die Scheibe
212 entweder in die Rückwärtsgang-Stellung R oder Erste-Gang-Stellung L (Fig. 4 a) gebracht,
so wird der Stift 211 in dem Schlitz 213 entgegen dem Uhrzeigersinn um den
Zapfen 321 geschwenkt, wodurch das Ventil 168 in die in Fig. 4 dargestellte, untere Stellung
kommt. Der Druck in Leitung 272 wird dabei über die Öffnung 326 abgelassen. Wird
die Scheibe 212 in die neutrale Stellung ΛΓ
gebracht, so verschiebt sich der Hebel 320 infolge der Form des Schlitzes 213 im Uhrzeigersinn,
wodurch das Ventil 168 in die obere Stellung kommt und die Räume 324
und 325 verbindet, so daß Flüssigkeitsdruck dem Zylinder 292 der hinteren Getriebeeinheit
über die Leitungen 272, 279 sowie der ' Kupplung über Leitung 79' zugeführt wird.
Um zu verhindern, daß der Fahrer oberhalb einer bestimmten Moto>rgeschwindigkeit
von dem direkten Gang herunterschaltet, d. h. die Bremse 90 auf der Trommel 39 festziehen
kann, stößt die Stange 214 des in der Bohrung 216 geführten Kolbens 215, der von
einer Feder 217 gehalten wird, gegen den Hebel 320. Wenn der Flüssigkeitsdruck des
hydraulischen Reglers über Leitung 222 und Öffnung 218 in Verbindung mit dem auf den
Kolben 219 wirkenden Flüssigkeitsdruck in der an die Bremszylinderleitung 272 der hinteren
Getriebeeinheit angeschlossenen Leitung 272' stark genug ist, die Feder 217 zu überwinden,
so hält die Stange 214 den Winkelhebel 320 in der oberen dargestellten Stellung
und verhindert seine Bewegung nach unten. Dies findet jedoch nur bei Drücken statt,
welche Reglergeschwindigkeiten von etwa 2000 Umdrehungen pro Minute oder noch mehr entsprechen; somit kann der Fahrer
dem Motor durch eine von Hand bei so hoher Geschwindigkeit des Motors versuchte Herunterschaltung
von dem direkten Gang keinen Schaden zufügen.
In Verbindung mit dem Steuerungsventil
168 ist das erwähnte Ausgleichs ventil oder Druckabstufungsventil 240 vorgesehen, welches
den von der Pumpenleitung 238 gelieferten Druck in denjenigen für eine Ausgleichsleitung 277 umwandelt, die durch Leitung
277' mit den Ausgleichszylindern 285' und 295 der beiden Getriebeeinheiten verbunden
ist. Die Leitung 277 ist auch mit den Steuerzylindern 400 und 300 über Abzweige 228 bzw. 229 verbunden. Das Ausgleichsventil 240 ist von dem Gashebel 141 über
Stange 361 und Hebel 145 gesteuert, dessen
Ausschlag durch einen in ein Auge des Hebels ragenden Anschlagstift begrenzt wird.
Der Hebel 145 stößt gegen eine unter Federdruck stehende Hülse 323 auf der Verlängerung
321 des Ventils 240. Die Hülse 323 drückt das Ventil 240 bei ihrer Aufwärtsbewegung
zuerst allein mit Hilfe der Feder nach oben und darauf drückt das Ende des Hebels 145 unmittelbar auf die Verlängerung
321 des Ventils 240. Hierdurch wird der Pumpendruck in der Leitung 238 und damit
der Druck in der Leitung 277 der Ausgleichszylinder je nach Stellung des Gashebels 141
mehr oder weniger gedrosselt und herabgesetzt.
Der Steuerzylinder 300 für die hintere Getriebeeinheit
ist über eine Öffnung 430, Leitungen 431 und 432 mit dem Steuerzylinder
400 für die vordere Getriebeeinheit verbunden; von der Leitung 431 führt ein Abzweig
279 zu dem Bremszylinder 292 und den Kupplungszylindern 75 für die hintere Getriebeeinheit.
Der Steuerzylinder 300 regelt die Bewegung des Ventils 168; er enthält einen Kolben
301, der in einer Bohrung 302 verschiebbar ist, die an eine Bohrung größeren Durchmessers
grenzt. Die mit dem Kolben 301 starr verbundene Kolbenstange 303 greift bei
306 an dem Kniehebel 304 an. Für gewöhnlich drückt eine Feder 307 den Kolben 301
nach rechts, und eine Feder 309 drückt den .-erschiebbaren Anschlag 310 gegen die Schulter
311 des Zylinders 300. Auf der rechten
Seite schließt sich an die Zwischenwand 308 des Zylinders 300 ein zweiter Raum 312, in
welchem der Kolben 313 arbeitet.
Die Enden der an dem Zylinder bei 315 an-
gelenkten Kniehebel 305 und 304 verbindet eine Schnappfeder 316. Das Ende des Hebels
305 ist durch einen Lenker 317 mit dem einen - Arm des Winkelhebels 320 verbunden, dessen
anderer Arm bei 321'- an dem Steuerungsventil 168 für die hintere Getriebeeinheit angreift.
Somit bringt eine durch die Kolbenstange 303 am Kniehebel 304 wirkende Kraft das Ventil 168 in eine von zwei Stellungen,
und zwar in eine obere Stellung, in welcher Flüssigkeitsdruck von der Leitung 238 über
Öffnungen 324 und Leitung 272 zu dem Bremszylinder 292 und den Kupplungszylindern
75 gelangt und in eine untere Stellung, in welcher die Zylinder 75 und 292 über die
Öffnungen 325; 326 von Druck entlastet sind.
Eine ähnliche Steuereinrichtung für die
■ vordere Einheit besteht aus dem Zylinder 400
mit zwei Bohrungen 401 und 402, in welchen
die Kolben 403 und 404 verschiebbar sind. Der Kolben 403 ist fest an der Stange 405
befestigt; der Kolben404 besteht aus einem Stück mit dem Hilfskolben 406, der in dem
Nebenzylinder' 407 verschiebbar ist. Die Feder 409 dient für gewöhnlich dazu, den
Kolben 403 nach links zu halten, und die Feder 411 wirkt auf den verschiebbaren Anschlag
410 ein, um diesen gegen die Schulter 412 des Zylinders 400 zu legen. Wie bereits
beschrieben, wird Druck von dem Regler auf die eine Seite des Kolbens 403 durch die Öffnung
22Oj geliefert. Dieser Druck ist bestrebt,
den Kolben 403 und die Stange 405 und dadurch das Ventil 150 nach rechts zu
bewegen, um "Druck in die Leitung 278 der vorderen Einheit einzulassen und diese in
den Zustand des direkten Antriebes zu bringen. Äusgleichsdruck aus der Leitung 277
wird durch die Leitung 228 vor den Kolben 404 geführt, und der auf diesen Kolben einwirkende
Druck entspricht dem Grade der Senkung des Gashebels 141; denn er ist durch
die Stellung des Druckabstufungsventils 240 bestimmt. Druck in dem Nebenzylinder 407
wird stets wirksam, wenn Druck in der Leitung 272 der hinteren Einheit besteht. ' Mit
anderen Worten: Bei der Aufwärtsbewegung des Ventils 168 wird Druck in die Leitungen
272 und 432 eingelassen und dieser versucht den Kolben 406 nach links zu bewegen.
Auf diese Weise ist die Stellung des Ventils 150, welches den der vorderen Einheit
zugeführten Druck steuert, abhängig von dem Flüssigkeitsdruck des Reglers, und zwar der-.
art, daß erhöhte Geschwindigkeiten zu einer Heraufschaltunjg drängen, weiterhin abhängig
von dem Herunterdrücken des Gashebels, und zwar derart, " daß stärkeres Niederdrücken
dieses Hebels eine Heiunterschaltung herbeizuführen
sucht, weil dann wegen Wegfallens de_s Gegendruckes aus' Leitung 2,77 ein größerer Druck von dem Kolben 404 auf den Kolben
403 übertragen wird und ihn nach links bewegen kann. Das Ventil 150 ist endlich
auch abhängig von dem Übersetzungsverhältnis in der hinteren Getriebeeinheit, weil ein
Druck in der Leitung 431, wie er bei direktem Antrieb dieser Einheit auftritt, sich
einem rechtsgerichteten Druck auf den Kolben 404 entgegenstellt, da er den Kolben 406
nach links drückt.
Bei der niedrigsten Geschwindigkeit von beispielsweise 200 Umdrehungen pro* Minute
ist der Druck der Pumpe auf einen Wert gefallen, unter dem sowohl die vordere als auch
die hintere Einheit auf Übersetzung stehen müssen, d. h. mit gelösten Kupplungen und
angezogenen Bremsbändern. Bei Vorwärtsbeschleunigung des Fahrzeuges durch öffnung
der Drosselklappe steigt der Ausgangsdruck des Reglers bis auf beispielsweise 1 kg/cm2
bei 1150 Umdrehungen pro Minute. Bei diesem Druck bewegt sich der Kolben 403 gegen
die Feder 409. In leicht geöffneten Stellungen der Drossel gestattet das Ventil das Eintreten
des vollen Ausgleichsdruckes in der Leitung 277, so daß der Kolben 404 eine Bewegung
der Stange 405 nicht hindert, somit schnappt der Kniehebelmechanismus 41 s, 416 mit dem
Ventil 150 nach rechts, wodurch den Kupp-Iungszylindern7i
und dem Bremszylinder282 der vorderen Einheit Druck zugeführt wird.
Dies stellt den direkten Antrieb in der vorderen Einheit her, was dem zweiten Gang
entspricht.
Bei 2800 Umdrehungen pro Minute und einem Druck von 3,5 kg/cm2 und mit vollem
Ausschlag des Gashebels, wodurch das Ventil 240 in die Abschlußstellung gebracht wird,
herrscht in den Leitungen 277 und 228 kein Druck, der auf denKo«lben4O4 wirken könnte.
Der Druck in der Leitung 220 genügt aber,, um die Federn 409 und 411 zu überwinden
und den Kolben 404 mit zu verschieben. Der Hub der Feder 411 ist derartig, daß sie den *°5
Kolben 403 nicht so weit nach links bewegen kann, um eine Herunterschaltung zu bewirken.
Bei dieser Druckhöhe 'wird die vordere Einheit in den Zustand des direkten Antriebes
bzw. des zweiten Ganges versetzt, auch wenn der Gashebel voll niedergedrückt wird. Zwischen
diesen beiden Druck- und Geschwindijgkeitszuständen arbeiten die Verstellung der
Drosselklappe und die Geschwindigkeit des Motors derart zusammen, daß eine Herauf- 11S
schaltung je nach der Einstellung des Gashebels an unzähligen Zwischenstellungen
stattzufinden vermag.
- Nachdem die Umschaltung in den zweiten Gang erfolgt ist, befindet sich die vordere
Einheit in dem Zustand des direkten Antriebes. Um den dritten Gang zu erhalten, muß
gemäß der oben angeführten Tabelle die hintere Getriebeeinheit auf direkten Antrieb gebracht
werden mit gleichzeitiger Herunterschaltung der vorderen Einheit. Wenn; der Regler genügend Druck hinter den Kolben
301 liefert, wie beispielsweise bei 1330 Umdrehungen
pro Minute, dann überwindet der Kolben 301 unterstütz durch den Ausgleichsdruck auf den Kolben 313 den Widerstand
der Federn 307, 309, so daß die Kniehebel 3°5, 3°4 nach links bewegt werden und das
Ventil 168 nach oben geht, wodurch der direkte Antrieb in der hinteren Getriebeeinheit
zustande kommt, und zwar bei leichter OfF-1S
nung der Drosselklappe. Falls nach dieser Schaltung die Geschwindigkeit des Motors
unterhalb des Herunterschaltungspunktes (680 Umdrehungen pro Minute) für die vordere
Einheit steht, wird diese Einheit dadurch ao auf Übersetzung umgestellt, daß die Feder
409 den vom Regler gelieferten Druck überwindet und den dritten Gang herbeiführt.
Ist anderenfalls die Motorgeschwindigkeit nach der Schaltung in der hinteren Einheit
a5 höher als 680 Umdrehungen pro Minute und genügt daher der Flüssigkeitsdruck des Reglers,
um die Feder 409 zu überwinden, so findet die Umschaltung mit leicht geöffneter Drossel in den vierten Gang statt. Eine
Schaltung von dem zweiten auf den dritten Gang bei voll geöffneter Drossel erfolgt bei
3100 Umdrehungen pro Minute, wenn der Druck des Reglers genügt, um die Federn 307
und 309 ohne Unterstützung durch den Ausgleichsdruck auf den Kolben 313 zu überwinden,
da dieser Druck durch das Ventil 240 abgestellt ist. Bei einer Schaltung der hinteren
Einheit wirkt der Druck in den Leitungen 279 und 432 auf den Kolben 406 der
Steuerung der vorderen Einheit und genügt, um die Feder 409 zu unterstützen und dadurch
eine Herunterschaltung der vorderen Einheit herbeizuführen, daß der Kolben 403 und das Ventil 150 nach links bewegt werden.
Der Antrieb bleibt bei voll geöffneter Drossel im dritten Gang, bis eine Reglergeschwindigkeit
von 3700 Umdrehungen pro> Minute erreicht wird, denn dann genügt der Druck des
Reglers, um die Federn 409, 411 und den von dem Zustand der hinteren Einheit bedingten
Druck auf Kolben 406 zu überwinden. Dadurch wird eine rechtsgerichtete Bewegung des Kolbens 403 und des Ventils 150 und die
Einführung von Druck in die Leitungen 278, 79 herbeigeführt.
Kurz zusammengefaßt verhält sich die beschriebene Steuerung wie folgt: Die Umschaltungen
zwischen dem ersten und zweiten Gang finden zwischen Motorgeschwindigkeiten
von 1150 bis 2800 und 800 bis i960 Umdrehungen statt. Die Umschaltungen
zwischen dem zweiten und dritten Gang liegen zwischen den Grenzzahlen von 1330 bis
3100 bzw. 840 bis 1900 Umdrehungen pro Minute. Mit anderen Worten, je nach öffnung
der Drossel stellt sich eine Schaltung vom zweiten auf den dritten Gang zwischen
1330 und 3100 Umdrehungen ein. Zwischen dritten Gang und direktem Gang wird eine
Aufschaltung unabhängig von der Drosselstellung bei 3700 Umdrehungen erzwungen, während von der niedrigeren Geschwindigkeit
von 1150 Umdrehungen pro Minute an eine Heraufschaltung in der vorderen Einheit
stattfinden kann. Bei 680 und 2360 Umdrehungen im direkten Gang wird die Herunterschaltung
auf den dritten Gang erzwungen. Bei 2420 Umdrehungen und mehr pro Minute besteht
eine Sperrung gegen Herunterschaltung in der hinteren Einheit, welche Sperrung, wie
oben beschrieben, durch die Ventilstange 214 in Fig. 4 veranlaßt wird.
Eine andere Form des Steuerungssystems für das in Fig. 1 bis 3 a dargestellte Getriebe
ist in Fig. 6 gezeigt. Diese Figur enthält verschiedene Teile, die bereits dargestellt und
an Hand der Fig. 4 beschrieben worden sind; solche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen
oder mit gleichen Bezugszeichen mit Index (') versehen. Das in Fig. 6 dargestellte System
unterscheidet sich hauptsächlich von demjenigen der Fig. 4 durch die Form des Reglers sowie dadurch, daß das Steuerventil
jeder Getriebeeinheit statt durch von den verschiedenen Steuerfaktoren bewegte Gestänge
unmittelbar mit Hilfe von Druckkolben verstellt wird, auf die die von den Steuerfaktoren
abhängigen Drücke wirken. Den zugehörigen hydraulischen Regler zeigt in vergrößertem
Maßstabe die Fig. 5. Der Regler besteht aus einem drehbaren Ventilkörper
112.', welcher an einer Welle 1 io' befestigt ist,
die von dem Getriebe 175 der Fig. 1 und 2 angetrieben wird und in der Hülse 114' gelagert
ist. Zwei Ventile 115' und in' befinden
sich in Bohrungen 116' bzw. 113', die an
ihren äußeren Enden mit Auslässen in Verbindung
gebracht werden können. Das Ventil 115' hat Kolbenansätze 121' und 122'; der
Kolben 121' spielt in einem erweiterten Teil
der Bohrung 116'. Auf den Kolben 122' nach
außen hin folgt ein Gewicht 123' vom Werte W-. Das Ventil in' hat ähnliche
Kolben 125' und 126', der Kolben 125' spielt
in einem erweiterten Teil der Bohrung 113'.
Außerhalb des Kolbens 126' sitzt ein Gewicht 124' vom Werte W1.
Ein mittlerer Raum 120' zwischen den Kolben
I2i' und 125' steht mit einer öffnung
127' in Verbindung, die zum Sumpf oder zur Saugseite der Pumpe 199 führt. Der unterste
Raum 117' ist mittels eines Kanals 118' mit
dem Raum nc/ verbunden, der zwischen der
oberen Fläche des Kolbens 115' und der
unteren Fläche des Kolbens 121' liegt; beide
Räume stehen mit dem Kanal 124' und dem Rinigkanal 128' auf der Verlängerung des
Gehäuses 112' in Verbindung. Der oberste Raum 129' ist über den Kanal 131' mit dem
Raum 130' zwischen der" oberen Fläche des Kolbens 125' und der unteren Fläche von
126' verbunden; vom Kanal 131' führt ein
Kanal 132' zu dem Ringkanal 133' in der
Verlängerung des Gehäuses 112'. Pumpendruckführende Kanäle 134' und 135' für jedes
der Ventile in' und 115' sind durch einen
Kanal 136' verbunden, der zu dem Ringkanal 137' in der Gehäuseverlängerung 112' führt.
An den Ringkanal 128' schließt die Ausgangsleitung 138' an. Der Ringkanal 133' ist in
Verbindung mit der Auslaß leitung 139', und an den Ringkanal 137' ist die Einlaß leitung
140' angeschlossen. Diese Leitungen führen von der festen Hülse 114' zu den Steuerungsteilen,
wie in Fig. 6 dargestellt.
Das Gewicht W1 ist schwerer als W2, so
daß bei Drehung der Welle 11 o' das Ventil in' bestrebt ist, sich eher als das Ventil 115'
aus der dargestellten Stellung radial nach außen zu bewegen. Bei konstantem Pumpendruck
in der Leitung 140', damit auch in den Räumen 134' und 135' hat das Öffnen des
Raumes 135' durch die untere Kante des Kolbens 126' infolge Verschiebung des Ventils
in' unter Schleuderwirkung das Auftreten eines Druckes bestimmter Größe auf
die obere Fläche von 125' und die untere Fläche von 126' zur Folge, und wegen des
Unterschiedes in den Flächen der beiden Kolben ergibt sich ein auf Ventil in' nach
innen gerichteter Druck, welcher gemeinsam mit der Schleuderkraft das Ventil in einer
Gleichgewichtslage hält, die einer bestimmten Umdrehungsgeschwindigkeit des Ventilkörpers
112' entspricht. In dieser Gleichgewichtslage beschränkt die untere Kante von 126'
den Durchfluß von 135' nach 130' in einem
bestimmten Maße, so daß der sich in dem Kanal 132' und der Leitung 139' einstellende
Flüssigkeitsdruck einen bestimmten Steuerfaktor G1 darstellt. In analoger Weise liefert
das untere Ventil 115' einen anderen Druck
in dem Kanal 124'. Dieser Druck in der Leitung 138' stellt den Steuerfaktor G2 dar.
Es könnten Leckwirkungen im Regler auftreten und den Druck in den Leitungen 138'
und 139' beeinflussen. Auf eine durch Absperren der einen oder der anderen Leitung
hervorgerufene übermäßige Druckerhöhung sprechen dann die Kolben 121' und 125'
selbsttätig an. Da sie größere Flächen als die Gq Kolben 122' und 126' haben, werden die Ventile
nach innen auf die Drehachse zu gedrückt, und zwar bis die nach außen führenden Auslässe
141' und 142' den übermäßigen Druck
ableiten, worauf der für eine bestimmte Geschwindigkeit vorgeschriebene Druck des
Körpers 112' wieder zustande kommt.
Wie aus der schematischen Darstellung in Fig. 6 ersichtlich ist, steht das den Zugang
des Pumpendruckes P nach der Bremse und der Kupplung regelnde Ventil 510 der vorderen
Getriebeeinheit und das entsprechende Ventil 540 der hinteren Einheit einerseits
unter dem Einfluß von Druckkolben 501, 503 (vordere Einheit) und 531, 533 (hintere Einheit),
auf die die Reglerdrücke G1 und G2
wirken, und andererseits unter dem Einfluß von Druckkolben 520 und 560, auf die der
vom Gashebel mittels des Druckabstufungsventils 240 geänderte, also· von der Stellung
der Drosselklappe abhängige Druck C wirkt. Ferner sind noch unter Pumpendruck P
stehende zusätzliche Kolben 523, 528 und 560, 565 vorhanden, die die Vorspannungskräfte
liefern. Zu gleichem Zwecke ist noch dem Ventil der hinteren Einheit eine Feder 550 zugeordnet. Die Kolben 'sind durch geeignete
Übertragungsstifte untereinander und mit dem zugehörigen Steuerventil zu gemeinsamer
Wirkung verbunden. Zum Ablassen der Druckflüssigkeit bei Umschaltungen sind an entsprechenden Stellen in den Ventilkörpern
nach außen führende Kanäle vorgesehen.
Die Steuerventile 510 und 540 sind in Fijg. 6 in gesenkter Lage gezeichnet, in der
beide Getriebeeinheiten mit direktem Antrieb laufen. Von der Hülse 114' des Reglers 112'
gehen drei Leitungen ab, von denen die erste 140' über das von Hand verstellbare Steuerventil
168' der hinteren Getriebeeinheit mit der Pumpenhauptleitung 238 verbunden ist,
die zweite 139' (Druck G1) nach den oberen Flächen der Kolben 531 und 501 liefert und
die dritte 138' (Druck G2) an die unteren Flächen der Kolben 531 und 501 abgibt.
Die Pumpe 199 liefert ferner Druck durch die Hauptleitung 238 in die Leitungen 332
und 273. Die Leitung 273 führt den Pumpendruck P dem Steuerventil 510 für die vordere
Einheit und dem Steuerventil 540 für die hintere Einheit zu. Die Leitung 332 liefert
Druck P an das Druckabstufungs- oder Ausleichsventil 240, welches über Leitungen 276
und 276' einerseits die Steuerkolben 520 unter Druck C setzt und andererseits die Ausgleichszylinder
285' und 295 der beiden Einheiten mit Ausgleichsdruck C speist, so daß
nach Maßgabe der Einstellung des Gashebels bei einer Änderung des Übersetzungsverhältnisses
immer ein sanfter stetiger Überang des Drehmoments sich ergibt. Das in der Fig. 6 dargestellte Ausgleichs-
IO
ventil 240 ist in Ausführung und Wirkungsweise das gleiche wie das bereits an Hand der
Fig. 4 beschriebene.
Das in Fig. 6 in seiner oberen Stellung gezeichnete Handsteuerungs ventil 168' erhält
Pumpendruck P aus der Hauptleitung 238 in den Raum 263 der Bohrung 339 und in den
l>enachbarten Raum 262, von dem die Leitung 140' zum Regler abgeht. Wird das Ventil 168'
gesenkt, so gibt es auch den Zugang zu dem untersten Raum 340' frei und liefert Druck
an die Leitung 341', die zum Raum 563 des Steuerventilsystems für die hintere Getriebeeinheit
führt.
Das Ventil 168' hat noch eine dritte und unterste Stellung, in der es den Pumpendurchgang
262 vollständig abschließt und gleichzeitig die Leitungen 140' und 341' über
den Durchgang 342 drucklos macht, so daß eine selbsttätige Heraufschaltung beim Rückwärtsgang überhaupt nicht möglich ist.
Der Fahrer kann durch Senken des Ventils 168' in seine mittlere Stellung mittels
des Handhebels 151 und des von diesem gesteuerten
Hebels 320 (Fig. 7) zu jeder Zeit Druck in die Leitung 341' schicken, so daß
das Ventil durch den Kolben 565 gehoben und die hintere Getriebeeinhek nach Wunsch
heruntergeschaltet wird. Dies ist jedoch oberhalb einer gewissen Geschwindigkeit des
Motors von beispielsweise 2400 Umdrehungen pro Minute aus der Vierten- bzw. Direkten-Gang-Stellung
heraus mit Rücksicht auf den vorherrschenden Reglerdruck auf die Kolben
531 und 533 nicht möglich.
Die Anordnung nach Fig. 6 wirkt in folgender Weise: Es sei angenommen, daß
die Pumpe 199 arbeitet und daß das Ventil 168' sich in der gezeichneten obersten Stel-'
4° lung befindet und daß der hydraulische Regler anfängt, Druck in die Leitungen 138' und
139' abzugeben. Der Regler erzeugt einen aus den Drücken G1 und G2 resultierenden Druck
atif die Ventile 510 und 540. Da G1 größer
als G2 ist, sucht der resultierende Druck G das Steuerventil 510 der vorderen Einheit
nach unten zu verschieben, so daß dessen Steuerkolben 508 Pumpendruck aus Leitung
273 von dem Räume 514 in den Raum 515 und Leitung 278 einläßt, was die Umschaltung
der Bremse und Kupplung zur Folge hätte. Bei leicht geöffneter Drosselklappe liefert das Ventil 240 einen erheblichen Ausgleichsdruck
C an den Raum 521, also auf - 55 den Kolljen 520, der nach unten geht und so
dem Reglerdruck behilflich ist in der Überwindung des als Vorspannung wirkenden Pumpenleitungsdruckes P, der von unten auf
den Kolben 523 einwirkt, um das Ventil 510 in der gehobenen Stellung, also die vordere
Getriebeeinheit in der Ersten-Gang-Stellung zu halten. Erreicht G einen Wert von
beispielsweise 1,4 kg/cm2, d. h. kommt die Reglerwelle 110' auf eine Geschwindigkeit
von 750 Umdrehungen pro Minute, so wird P von dem zusätzlichen Ausgleichsdruck C
gemeinsam mit G überwunden, wodurch das Ventil 510 nach unten verschoben wird, um
durch Einlassen von Pumpendruck aus Leitung 273 über 514, 515 und Leitung 278
in den Bremszylinder 282 und die Kupplungszylinder 71 eine Schaltung auf direkten Gang
in der vorderen Einheit herbeizuführen. Bei voll geöffneter Drossel jedoch wird der Ausgleichsdruck
C bis fast auf Null heruntergesetzt, so daß G erst auf einen Wert von
beispielsweise 4,4 kg/cm2 steigen muß, was einer Reglergeschwindigkeit von 2600 Umdrehungen
pro Minute entspricht. Diese Werte können durch entsprechende ßemessungen
der verschiedenen Ventil- und KoIIxminächen
geeignet gewählt werden, wie ohne weiteres ersichtlich ist.
Um ein Vibrieren des Ventils 510, nachdem
es einmal nach unten bewegt worden ist, zu verhindern, ist der Raum 513 über dem
Ventil mit dem Räume 515 verbunden, wodurch ein zusätzlicher Haltedruck nach unten
gewonnen wird.
Die Schaltung von dem zweiten auf den dritten Gang wird durch eine Abwärts1>ewegung
des Ventils 540 der hinteren Getrielx.*-
einheit unter dem Druck G auf die Koll>en 531 und 533 erreicht, welchem Druck die
Feder 550 sowie der in demRaume547 auf den Ventilkolben 539 und auf die untere Fläche
des Ansatzes 541 wirkende Leitungsdruck P
entgegenstehen. Bei der Abwärtsbewegung des Ventils 540 in die dargestellte Stellung
wird Druck aus dem Räume 545 zu dem Räume 546 und in die Leitung 272 sowie zu
den Kupplungszylindern 75 und dem Bremszylinder 292 zugelassen, wodurch die hintere
Getriebeeinheit auf direkten Gang übergeht.
Je nach der Lage des Ventils 240 herrscht in dem Räume 559 ein gewisser Druck, von
dem es abhängt, ob sich der Kolben 560 entgegen dem Druck in dem mit der Pumpenleitung
273 verbundenen Räume 561 nach unten bewegen kann. Auf diese Weise
kommen zwei Bedingungen zustande. Erstens kann bei leicht geöffneter Drossel voller Ausgleichsdruck
C in dem Räume 559 die Wirkung des Druckes P unterhalb des Kolliens
560 aufheben, so daß die Feder 550 in Verbindung mit dem Leitungsdruck P in 547 den
entgegenstehenden Druck G überwinden und das Ventil 540 beispielsweise bei einem
Reglerdruck G von 3,2 kg/cm2, also einer Geschwindigkeit von 1150 Umdrehungen pro
Minute, möglicherweise oben halten wird, wodurch der Übergang aus dem zweiten in
den direkten Gang verhindert wird. Beim Fahren im zweiten Gang bei voll geöffneter
Drossel dagegen verschwindet der Ausgleichsdruck C, und erst bei einem Pumpendruck
von etwa 5,1 kg/cm2 bzw. einer Geschwindigkeit von 3300 Umdrehungen pro Minute kann
der Reglerdruck G die Feder 550 sowie den Leitungsdruck P in 547 und 561 überwinden,
um ein Einschalten der Kupplung der hinteren Einheit zu bewirken. Mit anderen
Worten wird der Schaltungspunkt von dem zweiten zu dem direkten Gang durch das Ausmaß der Senkung des Gashebels und
daher in umgekehrtem.Verhältnis zu der jeweiligen Größe des Ausgleichsdruckes bestimmt.
Fällt nun die Geschwindigkeit des Motors unter beispielsweise 2400 Umdrehungen pro
Minute, so ergibt sich ein veränderter Zustand, denn der Wert G ist bis auf weniger
als 4,2 kg/cm2 gesunken, und zwar bei vollem Leitungsdruck P auf den für die vordere
Getriebeeinheit wirksamen Kolben 523 sowie bei Druck aus Leitung 273' auf den Kolben
53°. während bei voll geöffneter Drossel kein Druck in dem Räume 521 herrscht. Der
Druck G auf die Kolben 501, 503 wird dann
überwunden, das Ventil 510 gehoben, und die vordere Einheit wird heruntergeschaltet.
Mit der hinteren Einheit nunmehr in direktem Gang und der vorderen Einheit in Übersetzung
entspricht das gesamte Übersetzungsverhältnis dem dritten Gang.
Für die Schaltung aus dem dritten in den direkten Gang bei leicht geöffneter Drossel
wird, wie bereits angegeben, der auf das Ventil 510 der vorderen Einheit wirkende Druck
durch Auftreten von durch die Drossel gesteuertem Druck C in dem Räume 521 unterstützt.
Der Widerstand gegen eine solche Aufschaltung wird jedoch andererseits durch den in dem Räume 528 auf den Kolben 530
wirkenden Druck P erhöht, da, wenn die hintere Einheit mit direktem Antrieb läuft,
Druck in den Leitungen 279 und 273' herrscht. Hiernach muß der Regler auf eine höhere Geschwindigkeit, wie beispielsweise
1025 Umdrehungen pro Minute, also einen Druck von 2,6 kg/cm2 kommen, um das Ventil
510 nach abwärts in die Stellung für den direkten Antrieb in der vorderen Einheit zu
bewegen. Bei voll geöffneter Drossel verschwindet jedoch der Druck C in.521, so daß
der Leitungsdruck P in 524 unterhalb des Kolbens^ 523 zusammen mit dem Druck auf
den Kolben 530 im Räume 528 den Druck G
unwirksam macht. Dann kann eine Schaltung auf direkten Gang erst stattfinden, wenn eine
Reglergeschwindigkeit von beispielsweise 3670 Umdrehungen pro Minute bzw. ein
Druck von 5,57 kg/cm2 erreicht worden ist.
Je mehr der Gashebel niedergedrückt wird, desto höher ist die Reglergeschwindigkeit,
bei welcher eine Heraufschaltung zustandte kommt.
Beim Fahren im direkten Antrieb unterstützt, wie dargelegt, der Druck in dem
Räume 513 den des Reglers, um das Ventil 510
in der gesenkten Stellung zu halten. LTm eine
Hebung des Ventils, also eine Herunterschaltung bei voll gesenktem Gashebel, d. h.
wenn der Druck C auf Null heruntergesetzt ist, zu erreichen, genügt dann die gemeinsam
auf die Kolben 530 und 523- ausgeübte Kraft zur Überwindung des Reglerdruckes G und
auch des Leitungsdruckes in dem Räume 513, vorausgesetzt, daß der Reglerdruck nicht über
beispielsweise 4,2 kg/cm2 entsprechend einer Reglergeschwindigkeit von beispielsweise
2400 Umdrehungen hinausgeht. .
Wenn jedoch der Druck in 521 erhöht wird, d. h. bei leicht geöffneter Drossel, sind die
zur Herunterschaltung beitragenden Teile die folgenden: Der Kolben 523, welcher unter
dem Leitungsdruck im Räume 524 steht, Kolben 530, welcher unter dem bei direktem
Gang in der hinteren Einheit vorhandenen Druck im Räume 528 steht, Widerstand des
Druckes C in 521 auf den Kolben 520, Leitungsdruck in 513, welcher auf den Ventilkolben
507 wirkt, und Reglerdruck G auf die Kolben 501, 503, wenn er nicht 1,3 kg/cm2,
entsprechend einer Reglergeschwindigkeit von 700 Umdrehungen pro Minute, übersteigt.
Wenn der Druck auf die Kolben 523 und 530 den Druck auf die Kolben 520, 507, 503 und
501 überwindet, so wird das Ventil 510 nach oben bewegt, die obere Einheit heruntergeschaltet
und eine Gesamtübersetzung entsprechend dem dritten Gang herbeigeführt.
In diesem dritten Gang mit heruntergeschalteter vorderer Einheit und direkt
laufender hinterer Einheit ist es zweckmäßig, diesen Zustand beizubehalten, bis eine
niedrigere Geschwindigkeit des Wagens erreicht worden ist. Bei geöffneter Drossel und
niedriger Motorgeschwindigkeit verschwindet der Ausgleichsdruck in 559, so daß, wenn der
Regler druck G soweit abfällt, daß er von der Feder 550 überwunden wird, das Ventil 540
nach oben bewegt wird, wodurch infolge Herunterschaltung in der hinteren Einheit
eine Gesamtschaltung auf langsamen Gang bewirkt wird. Ist jedoch die Drossel nur
wenig geöffnet, so steht der Druck in 559 auf Kolben 560 einer aufwärts gerichteten Bewegung
des Ventils 540, d. h. einer Herunterschaltung entgegen, bis die Geschwindigkeit
des Reglers abgefallen ist.
Die Fläche des Kolbens 554 ist etwas kleiner als diejenige des Kolbens 560, so daß
ein kleiner Restdruck verbleibt, der bestrebt
ist, das Ventil 540 bei einem höheren Wert des Reglerdru'ckes bei fehlendem Ausgleichsdruck zu heben. Ist jedoch Ausgleichsdruck
.vorhanden, so wird der genannte Restdruck überwunden, und die Herunterschaltung
findet bei einem niedrigeren Reglerdruck, wie beispielsweise 0,2 kg/cm2 bzw. etwa
300 Umdrehungen pro Minute statt.
Beim Fahren im zweiten Gang wird eine Herunterschaltung der vorderen Einheit bei
voll geöffneter Drossel bis auf beispielsweise Soo Umdrehungen pro Minute oder unterhalb
eines Druckes von 1,6 kg/cm2 durch Druck in
dem Räume 524 auf den Kolben 523 erreicht, so daß die restliche Kraft auf den Kolben 523
genügt, um den Druck in dem Durchgang 513 sowie einen Reglerdruck von beispielsweise
0,08 kg/cm2 entsprechend einer Geschwindigkeit von 150 Umdrehungen pro Minute zu
überwinden.
Es ist selbstverständlich, daß innerhalb der Geschwindigkeits- und Druckbereiche
zwischen voll geöffneter und leicht geöffneter Drossel unendlich viele Schaltungspunkte
festgesetzt werden können, die die Grenzwerte darstellen, zwischen welchen die Schaltungen
stattzufinden vermögen. Die angegebenen Werte sind nur gewählt worden, um an
einem Beispiel die Erfindung· zu erklären. Kurz zusammengefaßt sind in jedem der
in Fig. 4 und 6 dargestellten Systeme zwei Steuerventile, eines für jede Getriebeeinheit,
vorhanden, und die auf jedes Ventil wirkenden Kräfte bestehen aus einer Vorspannungskraft,
einer zweiten Kraft, welche der Motorgeschwindigkeit, und einer dritten Kraft, welche dem Grade der Einstellung der Drosselklappe
entspricht.
Gemäß Fig. 4 besteht die Vorspannungskraft für die hintere Einheit aus dem Druck
der Feder 307 auf den Ventilkolben 301 und bei der vorderen Einheit aus dem Druck der
Feder 409 auf den Ventilkolben 403. Nach Fig. 6 wirkt Pumpendruck durch Leitung" 273
auf die untere Seite der Kolben 560 und 539 des Ventils 540 der hinteren Einheit (wobei
noch der Druck der Feder 550 hinzukommt), ebenso auf die untere Seite des Kolbens 523
des Ventils 510 der vorderen Einheit. Diese Vorspannungskräfte sind sämtlich bestrebt,
ihre zugehörigen Ventile so zu bewegen, daß eine Herunterschaltung in den betreffenden
Einheiten eintritt. Den Vorspannungskräften entgegen stehen die zweiten Kräfte, nämlich
der von dem hydraulischen Regler erzeugte Flüssigkeitsdruck, der bestrebt ist, den
direkten Antrieb in den bet reffen den Einheiten herbeizuführen. Gemäß Fig. 4 wird
dieser Reglerdruck durch die Leitungen 220, 220ß und 22Oj, auf die Kolben 403 für die
vordere und 301 für die hintere Einheit übertragen. Nach Fig. 6 gelangt Reglerdruck
durch die Leitungen 138' und 139' auf die Kolben 501, 503 für die vordere und 531,
533 für die hintere Einheit zur Wirkung·.
Die dritte Kraft ist die mit Ausgleichs-I druck bezeichnete; ihr Wert ändert sich im
! umgekehrten Verhältnis zu dem Grade der I Einwirkung auf die Regelungsvorrichtung
des Motors, d. h. die Drosselklappe. Der Ausgleichsdruck wird verwendet, um den Druck in den Hauptbremsauslöszylindern zu
unterstützen mit der Folge, daß l>ei erhöhter Verstellung des Gashebels und daher kleinerem
Ausgleichsdruck ein -größerer Leitungsdruck benötigt wird, um die Bremse zu lösen, so
daß also ein größerer Leitungsdruck im Augenblick der Bremslösung an die Kupplung
übertragen wird. Mit anderen Worten hängt der Kupplungsdruck, wenn er den Antrieb
übernimmt, von dem Grade der Einstellung der Drosselklappe durch den Gashebel ab. Dieser Druck wirkt auch gleichzeitig auf
die Kolben 313 und 404 der Ventile 300 und 400 in Fig. 4 bzw. durch die Leitungen 276
und 276' und auf die Kolben 560 und 520 der Ventile 540 und 510 in Fig. 6. Diese
Kolbenkräfte wirken den Vorspannungsdrücken entgegen, die daher nur in umgekehrtem
Verhältnis zu dem Grade der Senkung des Gashebels wirksam werden können.
Für das Zustandekommen der selbsttätigen Umschaltungen gilt, wie aus vorstehendem
hervorgeht, allgemein, daß l>ei niedriger Geschwindigkeit des Motors der Gashebel auf
die Übersetzung keinen Einfluß hat, da der Regler die Aufschaltung bestimmt. Bei
mittleren Geschwindigkeiten arbeitet der Gashebel mit dem Regler zusammen, um das
Übersetzungsverhältnis zu bestimmen, wohingegen bei hohen Reglergeschwindigkeiten der
Gashebel wiederum von der Mitwirkung ausgeschlossen wird. Hierdurch wird der Vorteil
erzielt, daß der Motor sowohl bei kleinen als auch bei hohen Geschwindigkeiten des
Wagens gegen unzweckmäßige Behandlung geschützt ist, während der mittlere Bereich,
in dem eine Motorbeschädigung nicht in Frage kommt, dem Fahrer völlig- zur Verfügung
steht. no
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Schaltvorrichtung für Geschwindigkeitswechselgetriebe an Kraftfahrzeugen, bei der die Getriebe durch Flüssigkeitsdruck unter Benutzung von Ventilen umgeschaltet werden, die durch die vereinigte Wirkung der Regelung der Drosselklappe und eines von der Motordrehzahl abhängigen Gliedes gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerventile (168, 150, 540, 510), die zumWechseln der Gangstufen Flüssigkeitsdruck aus einer vom Motor angetriebenen Druckquelle (199) den Umschaltorganen der Getriebe zuleiten oder entziehen, von Servodruckkolben umgestellt werden, die ! ständig unter dem gleichzeitigen Einfluß folgender Kräfte stehen: a) einer Vorspannungskraft (Federn 307, 409, Fig. 4) oder Flüssigkeitsdruck P auf Kolben (560, 523, Fig. 6), die auf Herbeiführung der Übersetzung ins Langsame in den Getrieben hinwirkt, b) eines mit der Drehzahl eines vom Motor angetriebenen Fliehkraftreglers zu- oder a,bnehmenden Flüssigkeitsdruckes (auf Kolben 301, 403, Fig. 4, Druck G1 auf Kolben 531, 501 und Druck G2'auf Kolben 533) 503· Fig. 6), dessen Einfluß auf die Getriebe dem der Vorspannungskraft entgegengesetzt ist, c) eines auf die Getriebeschaltung im Vergleich zur Vorspannungskraft ebenfalls im entgegengesetzten Sinne wirkenden Ausgleichsdrudceis (auf Kolben 313, 404, Fig. 4), Druck C auf Kolben (560, 520, Fig. 6), der mit der Zunahme der öffnung der Drossel, also mit zunehmendem Niederdrücken des Gasfußhebels (141, 145, 240) abnimmt.
- 2. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Erzeugung des von der Motordrehzahl abhängigen Flüssigkeitsdruckes dienende Vorrichtung aus einem mit der Motorwelle umlaufenden Gehäuse (χ 14, Fig. 2) mit einem darin radial zur Drehachse verschiebbaren durch eine Feder belasteten Ventil (115) besteht, das, einerseits unter dem Einfluß des Flüssigkeitsdruckes (P) der vom Motor angetriebenen Pumpe (199) und andererseits der Fliehkräfte stehend, eine der jeweiligen Drehzahl entsprechende Gleichgewichtslage einnimmt und dadurch den Durchlaß für die Druckflüssigkeit steuert, die mit einem durch die Fliehkraft mit wachsender Drehzahl gesteigerten Druck zur Ausgangsleitung (220) der Vorrichtung gelangt.
- 3. Schaltvorrichtung nach den An-Sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Motordrehzahl abhängige Vorrichtung (114 Fig. 5 und 6) · statt eines Regelventils zwei radial verschiebbare, unter dem Flüssigkeitsdruck (P) der Pumpe (199) stehende und von den Fliehkräften verschieden beeinflußte Ventile (126', 122', Fig. 5) enthält, so daß zwei verschiedene Steuerdrücke (G1 ,G2) erzeugt werden, die über getrennteAusgangsleitungen (139', 138') auf die Steuerventile zur Einwirkung kommen.
- 4. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1 mit zwei hintereinandergeschalteten Umlaufrädergetrieben, von denen jedes mit einer Kupplungsvorrichtung und einer Bremsvorrichtung zur Herbeiführung gesonderter Übersetzungsverhältnisse ausgerüstet ist, gekennzeichnet durch gleichzeitige Benutzung verschiedener, zu gemeinsamer Wirkung - auf die Steuerventile für die Gangschaltung (168, 150, 540, 510) verbundener Druckkolben mit verschieden großen Druckflächen, die, den veränderlichen Steuerdrucken (C, G, Fig. 4, und C, G1, G2, Fig. 5 und 6) gemeinsam ausgesetzt, in verschiedenen Druckbereichen ansprechen und dabei. Änderungen der Übersetzung in den zugehörigen Getrieben innerhalb verschiedener Geschwindigkeitsbereiche veranlassen.
- 5. Schaltvorrichtung nach den Ansprüchen ι ■ bis 4, in der die Getriebeschaltungen unter Benutzung von Reibungskupplungen durchgeführt werden und der zum Anziehen der Kupplungen dienende Flüssigkeitsdruck entsprechend dem Grade der Motordrosselung1 sich ändert, dadurch gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitsdruck C, der durch das mit der Motordrosselung eingestellte Ventil (240) bestimmt ist und den Einschaltdruck der Kupplungen regelt, auch für die zusätzliche Beeinflussung der Steuerkolben für die Steuerventile dient.
- 6. Schaltvorrichtung nach den An-Sprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zu den hintereinandergeschalteten Getriebeeinheiten gehörigen Steuerkolben durch Druckleitungen (272, 431, Fig. 4, 273', 279> Fig. 6) so· miteinander verbunden sind, daß derjenige Druck, der das eine der Getriebe auf höhere ÜbeTsetzung, ζ. Β. direkten Gang, umschaltet, durch die besagten Leitungen auf den Steuerkolben (403, Fig. 4, 530, Fig. 6) der anderen Getriebeeinheit im Sinne einer Herunterschaltung wirkt.
- 7. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, bei der ein handgesteuertes Ventil mit einem Hebel od. dgl. verbunden ist, durch den der Fahrer das Getriebe auf Vorwärtsgang, Stillstand oder Rückwärtsgang schalten kann und durch den unterhalb einer bestimmten Motordrehzahl der Fahrer willkürlich eines der beiden Getriebe auf Übersetzung für kleinere Drehzahl umschalten kann, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte handgesteuerte Ventil (168') in eine dem Rückwärtsgang entsprechende Stellung gebracht werden kann, in der der Flüssigkeitsdruck von den Umschaltorganen deseinen oder beider genannten Getriebe abgesperrt wird, so daß diese Getriebe infolge Einschaltens der Bremse und Ausschaltens der Kupplung nur in die Schaltstellung für langsamen Gang arbeiten.Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:Deutsche Patentschrift Nr. 644 675; österreichische Patentschrift Nr. 139893; französische Patentschriften Nr. 798 864, 528939;LTSA.-Patentschriften Xr. 2 109 615, ι S18 910.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen5231 6
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