DE7419684U - Gekapseltes elektrisches Gerät - Google Patents
Gekapseltes elektrisches GerätInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H36/00—Switches actuated by change of magnetic field or of electric field, e.g. by change of relative position of magnet and switch, by shielding
- H01H36/0006—Permanent magnet actuating reed switches
-
- H—ELECTRICITY
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-
- H—ELECTRICITY
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- H01H83/00—Protective switches, e.g. circuit-breaking switches, or protective relays operated by abnormal electrical conditions otherwise than solely by excess current
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- H01H83/04—Protective switches, e.g. circuit-breaking switches, or protective relays operated by abnormal electrical conditions otherwise than solely by excess current operated by earth fault currents with testing means for indicating the ability of the switch or relay to function properly
-
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- H01H9/00—Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
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Landscapes
- Switch Cases, Indication, And Locking (AREA)
- Switches That Are Operated By Magnetic Or Electric Fields (AREA)
Description
PATENTANWÄLTE
KÖLN 1, DEICHMANNHAUS
6. Juni 1974 Sg-Is
W.P. Borgmann GmbH
5065 Overath b. Köln, Kreuzfahrerstr. 14
Gekapseltes elektrisches Gerät
Die Erfindung betrifft ein gekapseltes elektrisches Gerät mit einem dicht abschließenden Gehäuse, an dessen
Außenseite das Stellteil eines Schalters zur Durchführung elektrischer Schaltfunktionen im Gehäuseinneren
angebracht ist.
Bei Schlagwetter- und explosionsgeschützten Geräten sind normalerweise alle elektrischen Funktionsteile
im Inneren eines dicht abgeschlossenen Gehäuses untergebracht . Zur Erhöhung der Sicherheit können sie zusätzlich
noch in eine Vergußmasse eingebettet sein.
Die Schwierigkeit bei derartigen Geräten besteht darin, Schalter vorzusehen, die entweder die Ein- oder
Ausschaltung vornehmen, oder aber bestimmte Prüffunktionen
haben. Beispiele für Prüffunktionen sind beispielsweise
die absichtliche Erzeugung von Leckströmen und
Unsymmetrien in einem Drehstromnetz, um die Funktionsfähigkeit einer Überwachungsschaltung zu testen, die
derartige Unsymmetrien feststellen soll. Sieht man an einem schlagwettergeschützten Gehäuse einen von außen
zu bedienenden Schalter vor, dann ragt normalerweise die Schalterwelle in das Gehäuseinnere hinein und muß
daher mit einer besonderen Abdichtung versehen sein, deren Wirksamkeit im Laufe der Zeit nachlassen kann.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines gekapselten elektrischen Gerätes, bei dem durch Betätigung von
außen Schaltfunktionen durchgeführt werden können, ohne
daß die Gehäuseabdichtung durch den Schalter verschlechtert würde. Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß
vorgeschlagen, daß der außerhalb des Gehäuses angebrachte Schalter mindestens einen mechanisch verstellbaren
Magneten aufweist, der in einer Schaltstellung durch die unmagnetische geschlossene Gehä'isewand
hindurch einen im Gehäuseinneren angeordneten elektrischen Magnetschalter betätigt.
Durch Verstellung des außerhalb des Gehäuses angebrachten Magneten wird auf diese Weise im Gehäuseinneren
eine Schaltfunktion ausgeübt, ohne daß eine direkte mechanische oder elektrische Verbindung vorhanden wäre.
Der Magnetschalter ist zweckmäßigerweise als Schutzgasschalter ausgebildet, der in eine Vergußmasse aus
Kunststoff eingebettet ist. Derartige Schutzgasschalter sind als "Reed-Relais" bekannt. Sie können vollkommen
hermetisch gekapselt sein. Der Magnet ist vorteilhafterweise in einer Ebene parallel zur Gehäusewand
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drehbar angeordnet. Er nimmt damit je nach Schalterstellung
unterschiedliche Winkelpositionen zu dem Schutzgaskontakt ein, so daß er diesen in der einen Schaltstellung
magnetisch beeinflußt und in der anderen nicht. Dabei erfolgt die Verstellung des Magneten durch Drehung,
Ebensogut könnte ein Kippschalter vorgesehen sein, der den Magneten wechselweise in einer von zwei stabilen
Kippstellungen festhält.
Der Magnet kann durch eine Drehfeder in Richtung auf eine durch einen Anschlag vorgegebene Ruhelage vorgespannt
sein. Dies ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn der Schalter zu Prüfzwecken, also funktionell betrachtet
als Taster, verwendet werden soll. Der durch den Schalter einzustellende Fehlerzustand wird nur so
lange aufrechterhalten, wie der Magnet entgegen der Wirkung der Feder aus seiner Ruhelage entfernt wurde.
Für eine entsprechende Zeitdauer wird der Magnetschalter betätigt. Nach dem Loslassen des Magneten tritt
der Normalzustand von selbst wieder ein.
Zweckmäßigerweise ist der Magnet in einem an dem Gehäuse montierten Zusatzgehäuse untergebracht und mit
einem aus dem Zusatzgehäuse herausführenden Griffteil verbunden. Das Zusatzgehäuse braucht nicht besonders
gekapselt zu sein, da es keine elektrischen Bauteile enthält.
Um einerseits ein unbeabsichtigtes Verstellen des Magneten zu verhindern und andererseits nur solchen Personen
eine Verstellung zu ermöglichen, die hierzu ermächtigt sind, kann das Griffteil aus einem Bolzen be-
stehen, der nur mit einem ihm angepaßten abnehmbaren Schlüssel drehbar ist.
In besonderen Fäl.!en, in denen mit dem Schalter mehrere
FunKtionsprüfungen gleichzeitig, jedoch unabhängig
voneinander vorgenommen werden sollen, können zwei parallel angeordnete Stabmagnete vorgesehen sein,
die auf zwei ebenfalls parallel angeordnete Magnetschalter einwirken. Andererseits ist es auch möglich,
einen einzigen Magneten vorzusehen, c"~r bei einer Verstellung
gleichzeitig ^wei oder mehrere Schutzgasschalter
betätigt. Der Magnet kann in einer Ausnehmung einer amagnetischen Trägerplatte untergebracht sein,
welche drehfest mit dem Griffteil verbunden i^t.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf ein Gerät nach der Erfindung,
Fig. 2 zeigt in vergrößertem Maßstab einen Schnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1,
Fig. 3 zeigt einen Schnitt entlang der Linie III-III
der Fig. 2, und
Fig. 4 zeigt schematisch die räumliche Zuordnung der
im Inneren des Zusatzgehäuses angeordneten Magnete zu den im Inneren des Gehäuses angeordneten Magnetschaltern,
Das in Fig. 1 dargestellte Gehäuse 10 enthält die elek-
trischen Bauteile eines Prüfgerätes. Das Gehäuse 10 ist explosionsdicht gekapselt und besitzt an einer
Stirnseite eine Anschlußmuffe 11 zum Einführen eines elektrischen Kabels in das Gehäuseinnere. In der Anschlußmuffe
11 befinden sich Dichtungsteile, die eine abgedichtete Kabeldurchführung gewährleisten. Der gesamte
elektrische Teil, der sich in dem Gehäuse befindet, kann in eine Vergußmasse aus Kunststoff eingebettet
sein und ist somit hermetisch abgeschlossen, so daß keinerlei Feuchtigkeit oder Schmutzpartikel
eindringen können.
Bei dem Gerät handelt es sich um einen Leitungswächter zur Überwachung elektrischer Netze, z.B. im Bergbau.
Sowohl die von den Netzleitungen kommenden Prüfleitungen als auch die aus dem Gerät herausführenden Alarmleitungen
sind durch die Anschlußmuffe 11 hindurchgeführt. Das Gerät besitzt außer der eigentlichen Überwachungsschaltung
zwei Schalter, die bestimmte Betriebszustände des Netzes durch Einbau gewollter Fehler simulieren
können. Diese Schalter haben den Zweck, die Funktionsfähigkeit des Leitungswächters jederzeit kontrollieren
zu können. Sie müssen daher manuell zu betätigen sein.
Hierzu dienen die in dem Zusatzgehäuse 12 untergebrachten Magnete I}, 14. Diese Magnete sind Stabmagnete.
Sie sind in dem außen am Gehäuse 10 montierten Zusat?-
gehäuse 12 so angeordnet, daß sie unmittelbar an der Wand des Gehäuses 10 anliegen. Die Wand des Gehäuses
10 ist an ihrer Innenseite mit einer Platte aus glasfaserverstärktem Epoxydharz verkleidet. An dieser liegen
die Magnetschalter 15, 16 flach an. Die Magnet-
schalter sind im vorliegenden Falle in bekannter Weise als Schutzgasschalter (Reed-Relais) ausgebildet.
Sie können auch mit in die Vergußmasse, in der die übrigen Teile des elektrischen Gerätes gekapselt sind,
mit eingebettet sein. Die Magnete 13, 14 und die
Schutzgasschalter 15, 16 liegen jeweils in einer Ebene In dieser Ebene sind die Magnete verdrehbar, so daß
sie in der einen Stellung parallel zu den Schutzgaskontakten 15, 16 und in der anderen Stellung quer zu
den Schutzgaskontakten liegen.
Das Zusatzgehäuse 12 hat im wesentlichen zylindrische Form und ist mit einem Flansch 17 an der Wand des Gehäuses
10 mit Schrauben befestigt. In seinem Inneren befindet sich in einer Ausnehmung eine Trägerplatte
18, die ebenfalls unmittelbar an der Wand des Gehäuses 10 anliegt und zwei parallele längliche Ausnehmungen
19, 20 für die Stabmagnete IjJ, 14 besitzt. Die Ausnehmungen erstrecken sich über die volle Breite
der Trägerplatte.
In eine zentrische Gewindebohrung der Trägerplatte l8 ist ein Gewindebolzen 21 eingeschraubt, der mit einem
in Längsrichtung verlaufenden Schlitz 22 versehen ist, und an dessen oberem Ende sich ein Dreikant 23 befindet.
Der Gewindebolzen 21 ist durch die Verschraubung drehfest mit der Trägerplatte l8 verbunden, die also
durch Drehung des als Griffteil wirkenden Dreikantes 23 gedreht werden kann.
Auf einer Zwischenwand 24 des Zusatzgehäuses 12 liegt eine Platte 25 auf, die durch eine von oben her in das
Gehäuse eingesetzte und hier durch Stifte 27 unverdrehbar
festgehaltene Hülse 26 positioniert ist. Der Schraubbolzen 21 geht sowohl durch die Platte 25 als auch durch
die Zwischenwand 24 hindurch. Unterhalb der Zwischenwand 24 greift in seinen Schlitz 22 eine Spiralfeder 28 ein,
deren anderes Ende an einer an dem Zwischengehäuse 12 befestigten Madenschraube 29 festgelegt ist.
An der Platte 25, die nur zusammen mit dem Schraubbolzen
21 drehbar ist, ist ein Langloch 30 vorgesehen., das die Form eines Viertelkreises hat. In dieses Langloch 30
ragt ein parallel zum Schraubbolzen 21 ausgerichteter Stift 32 hinein, der fest in der Zwischenwand 24 des
Zusatzgehäuses angebracht ist. Dieser Stift 32 wirkt
in Verbindung mit dem bogenförmigen Schlitz 30 als Anschlag,
der die Drehbewegung des Schraubbolzens 21 und damit der die Magnete enthaltenden Trägerplatte l8 auf
einen Winkelbereich von 90° begrenzt. In der einen Endstellung, in die die Platte 25 von der Feder 28 getrieben
wird, liegen die Magnete I3, 14 rechtwinklig zu den Magnetschaltern 15, 16 und in der anderen Endstellung,
die nur so lange eingehalten wird, wie der Dreikant 23 mittels eines besonderen auf ihn passenden Schlüssels
gedreht gehalten wird, liegen die Magnete 13, 14 parallel zu den Schutzgasschaltern I5, 16.
Die Zuordnung der Magnete I3, 14 zu den Schutzgasschaltern
15. 16 ist in Fig. 4 schematisch dargestellt. Dabei sind die Magnete 13, 14 in durchgezogenen Linien
in ihrer Ruhestellung und in gestrichelten Linien in · ihrer Auslösestellung abgebildet. Je nach Art der durchzuführenden
Schaltfunktion können diese beiden Stellungen
vertauscht werden, so daß die Magnetschalter entweder die Funktion von Ruhekontakten oder von Arbeltskontakten
haben.
Claims (8)
1. Gekapseltes elektrisches Gerät mit einem dichten abschließenden
Gehäuse, an dessen Außenseite das Stellteil eines Schalters zur Durchführung elektrischer
Schaltfunktionen im Gehäuseinneren angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schalter mindestens einen mechanisch verstellbaren Magneten (I3, 14) aufweist, der in einer
Schaltstellung durch die amagnetische geschlossene Gehäusewand (10) hinriurch einen elektrischen Magnetschalter
(15, 16) im Gehäuseinneren betätigt.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der Magnetschalter (13* 14)
als Schutzgasschalter ausgebildet ist, der in eine Vergußmasse aus Kunststoff eingebettet ist.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet (13, 14)
in einer Ebene parallel zur Gehäusewand (10) drehbar angeordnet ist.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis J5>
dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet (13, 14) durch eine Drehfeder (28) in Richtung
auf eine durch einen Anschlag vorgegebene Ruhelage vorgespannt ist.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Magnot (13, 14) in einem an dem Gehäuse (10) mon-
- 10 -
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tierten Zusatzgehäuse (21) untergebracht ist, und mit einem aus dem Zusatzgehäuse herausführenden
Griffteil (Dreikant 23) verbunden ist.
6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch ge kenn
zeichnet, daß das Griffteil (Dreikant 23) aus einem Beizen besteht, der nur mit einem ihm angepaßten
abnehmbaren Schlüssel drehbar ist.
7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
parallel angeordnete Stabmagnete (1), 14) vorgesehen sind, die auf zwei ebenfalls parallel angeordnete
Magnetschalter (15. 16) einwirken.
8. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Magnet (13, 1.4) in einer Ausnehmung (19, 20)
einer Trägerplatte (18) untergebracht ist, welche drehfest mit dem Griffteil (Dreikant 23) verbunden
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19747419684 DE7419684U (de) | 1974-06-07 | 1974-06-07 | Gekapseltes elektrisches Gerät |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19747419684 DE7419684U (de) | 1974-06-07 | 1974-06-07 | Gekapseltes elektrisches Gerät |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7419684U true DE7419684U (de) | 1974-09-19 |
Family
ID=6645315
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19747419684 Expired DE7419684U (de) | 1974-06-07 | 1974-06-07 | Gekapseltes elektrisches Gerät |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7419684U (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0597570A1 (de) * | 1992-11-13 | 1994-05-18 | International Control Automation Finance S.A. | Magnetische Stellglieder |
| EP2019400A1 (de) * | 2007-07-23 | 2009-01-28 | Eurotec Engineering Ltd. | Schlüsselschalter mit Tast- und Rastfunktion |
-
1974
- 1974-06-07 DE DE19747419684 patent/DE7419684U/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0597570A1 (de) * | 1992-11-13 | 1994-05-18 | International Control Automation Finance S.A. | Magnetische Stellglieder |
| US5369386A (en) * | 1992-11-13 | 1994-11-29 | Elsag International B.V. | Removable magnetic zero/span actuator for a transmitter |
| EP2019400A1 (de) * | 2007-07-23 | 2009-01-28 | Eurotec Engineering Ltd. | Schlüsselschalter mit Tast- und Rastfunktion |
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