DE7441454U - Selbstladewaffe - Google Patents
SelbstladewaffeInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A17/00—Safety arrangements, e.g. safeties
- F41A17/34—Magazine safeties
- F41A17/38—Magazine mountings, e.g. for locking the magazine in the gun
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Toys (AREA)
Description
12. Dezember 1974 A 25374 Ml/ib
Firma J.P. SAUER & SOHN GMBH GEGRÜNDET 1751, 253 Eckernförde,
Sauerstraße
Selbstladewaffe
Die Erfindung betrifft eine Selbstladewaffe mit in einen Magazinachacht der Waffe einsteckbarem Magazin, dessen Zubringerfeder
die Patronen gegen Haltelippen am offenen Ende des Magazinkastens drückt.
Bei der Vielfalt der vorhandenen Patronen bleibt es nicht aus, daß zwei Patronen in ihren äußeren Abmessungen derart ähnlich
ausfallen, daß man sie leicht verwechseln kann. Patronen von gleichem Kaliber können dann aber sehr unterschiedliche Gebrauchsgasdrücke
haben, worin eine Gefahr liegt, wenn nämlich die Patrone mit einem wesentlich zu hohen Gebrauchsgasdruck in
eine dafür nicht vorgesehene Waffe eingesetzt und verschossen wird. Bei wiederholter Belastung der Waffe mit dem wesentlich
zu hohen Gebrauchsgasdruck können Schaden an der Waffe und damit auch eine Gefährdung des Schützen nicht ausbleiben.
Die verschiedenen Patronen gleichen Kalibers sind häufig so, daß auch die zu starken Patronen noch in das Patronenlager
uB Morck Pihcu Λ Co Munchun Nr 20Ί6Ί I Diinkhoua H Aufhüuaof. München. Nr 2Θ1300 Postscheck München 20904-800
TaiüQiiiiTinindroaao Patontsamor
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gesteckt werden können. Ihr Längenunterschied reicht nicht aus, um beispielsweise bei einer Selbstladepistole mit unverriegeltem
Verschluß das Zünden der falschen Patrone auszuschließen.
Es ist^also Aufgabe der Erfindung, an der Waffe selbst
Vorkehrungen zu schaffen, mit Hilfe derer das Verschießen für sie nicht vorgesehener Munition verhindert wird.
Bei Selbstladepistolen kann man davon ausgehen, daß in der Praxis bei normalem Gebrauch eine Patrone nicht von Hand
durch den Auswurfschlitz des Verschlusses eingesteckt wird, weil das zu umständlich und zeitraubend ist. Der Schütze wird also
immer eine oder mehrere Patronen in das zugehörige Magazin füllen, das Magazin dann in die Waffe einstecken und eine Patrone
vom Magazin in das Patronenlager des Laufes durch Repetieren des Verschlusses einführen.
Bei diesen Voraussetzungen genügt es, wenn verhindert wird, daß das mit einer falschen Patrone versehene Magazin soweit
in die Waffe gesteckt werden kann, daß die Patrone durch Repetieren des Verschlusses in das Patronenlager eingeführt werden
kann.
Die Lösung der an früherer Stelle genannten Aufgabe erfolgt nach der Erfindung unter Einbeziehung vorstehender Einschränkung
durch eine das Gleiten der Geschoßkuppe einer aus
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r? τ·1:.:.
dem offenen Ende des Magazinkastens vorstehenden Patrone an der Magazinschachtinnenwand verhindernde Unregelmäßigkeit der
Magazinschachtinnenwand.
Eine auch nur geringfügig zu lange Patrone, deren Füllung der Patronenhülse den gefährlichen, zu hohen Gasdruck hervorrufen
kann, wird zwar von Haltelippen am Oberende des Magazinkastens vor dem Herausdrücken durch die Zubringerfeder des
Magazins bewahrt, steht jedoch mit der Geschoßkuppe oben heraus, und diese Kuppe gleitet dann beim Einschieben des Magazins in
den Magazinschacht der Waffe an der Magazinschachtvorderwand aufwärts. Die erfindungsgemäße Unregelmäßigkeit in der Magazinschachtvorderwand
bewirkt dann das Verklemmen der da gegenüber nicht mehr gleitfähigen Patrone, so daß das Magazin nicht eingeschoben
werden kann und der Schütze den Irrtum bemerkt bzw. an der bewußt falschen Verwendung der Patrone gehindert wird.
Die Unregelmäßigkeit kann eine Aufrauhung der Magazinschachtinnenwand
sein; sie kann auch durch im wesentlichen quer verlaufende Rillen gebildet werden, die, wenn sie als Nuten ausgebildet
sind, wenigstens scharfkantige Oberränder haben sollten. Vorteilhaft wird eine größere Zahl von Rillen übereinander vorgesehen,
um bei Abnutzung oder, wenn die Patronenkuppe versehentlich doch eine Rippe übersprungen hat, ein sicheres Verklemmen
der falschen Patrone zu gewährleisten.
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Es ist weiter von Vorteil, die Unregelmäßigkeiten oder Rillen mit einem gewissen Abstand vom Unterrand des Magazinschachtes
vorzusehen, damit keinesfalls durch Verkanten des Magazins in der ersten Stufe des Einschiebens in den Magazinschacht
die Rillen doch von der Gechoßkuppe übersprungen werden können.
Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel anhand der einzigen Figur der Zeichnung verdeutlicht. Die
Zeichnungzeigt eine Pistole, die im Bereich des unteren Endes des Pistolengriffes aufgebrochen ist, in Seitenansicht.
Eine Selbstladepistole 11 trägt in ihrem Griffstück 12
einen Magazinschacht 21, in den das Magazin 14 für mehrere Patronen
17 eingeschoben werden kann. Das Magazin 14 setzt sich üblicherweise zusammen aus dem Magazinkasten 14a, in dem sich
ein Zubringer 15 und eine Zubringerfeder l6 befinden und an dessen
oberer öffnung Haltelippen 2j5 dafür sorgen, daß die ordftngsgemäß
eingesetzten Patronen nicht vorzeitig herausgedrückt werden.
Gemäß der Erfindung sind nun in der Vorderwand 22 des Magazinschachtes 21 Querrillen 19 eingearbeitet, die eine
scharfkantige Oberrandbegrenzung 20 haben. Das Geschoß 18 einer zu langen, in den Magazinkasten 14a eingesetzten Patrone
17, die in der Zeichnung dargestellt ist, wird zwar von den
Haltelippen 23 so festgehalten, daß die Patrone nicht aus dem
„ 5 -
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Magazinschacht herausfällt, die Kuppe des Geschosses l8 gleitet jedoch an der Magazinvorderwand 22 entlang, wenn das Magazin
14 in den Magazinschacht 21 eingeschoben wird. Dabei wird sie durch die Federwirkung der Zubringerfeder 16 und der Haltelippen
23 in die Querrille I9 hineingedrückt und verspreizt
sich nun beim Anlaufen gegen die scharfe Kante 20 am Oberrand der Nut I9, so daß das Magazin auch nicht gewaltsam weiter ein- \
geschoben werden kann.
Es ist wirksam verhindet, daß eine verkehrte Patrone in das Patronenlager gelangt und dann verschossen werden kann.
Der Illustration halber soll ein Beispiel für die mit dem Verschießen verkehrter Patronen, die nahezu gleiche äußere
Abmessungen jedoch erheblich unterschiedliche Gebrauchsgasdrücke haben, verbundenen Gefahren nachstehend aufgeführt werden.
Eine Patrone 9 x l8 entwickelt einen Gasdruck von 1 800
bar, eine Patrone 9 mm Parabelium ein Gasdruck von 2 600 bar. In diesem Gasdruckunterschied liegt die Gefahr bei einer Verwechslung.
Der Gebrauchsgasdruck der 9 mm Parabelium entspricht dem Schußgasdruck der 9 x 18. Dieser· Beschüß ist aber nur eine
einmalige Belastungsprobe mit gegenüber dem Gebrauchsgasdruck wesentlich überhöhtem Gasdruck, um möglicherweise vorhandene
Material- und Fertigungsfehler aufzudecken. Eine Dauerbelastung mit dem Beschußgasdruck halten die Hand- und Faustfeuerwaffen
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1 « t
nicht aus.
Die äußeren Abmessungen der 9 mm Parabellum erlauben
jedoch das Einstecken In ein Patronenlager für eine 9 χ 18 Patrone
ο Der Längenuntersohied der Patronenhülsen, der lediglich
1,15 mm beträgt., reicht für eine Ausscheidung der 9 mra Parabellumpatrone
nicht aus.
Bei dem hler beschriebenen Beispiel besteht ein Gesamtlängenunterschied
der Patronen von 4,2 mm (Geschoß plus Hülse). Das Magazin für die 9 χ l8 Patrone ist so ausgelegt, daß diese
Patrone bequem eingeführt werden kann. Die um 4,2 mm längere 9 mm Parabellum paßt hingegen nicht mehr vollständig in das Magazin,
kann jedoch wegen des praktisch gleichen Durchmessers ohne weiteres unter die Haltelippen des Magazins geschoben werden,
wobei sie dann jedoch mit der Geschoßkuppe übersteht. Diese Tatsache macht sich dann die Erfindung In der oben beschriebenen
Weise zunutze.
Die Verwendung der Erfindung ist nicht auf Faustfeuerwaffen und das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Gegebenenfalls
kann sie auch bei anderen Handfeuerwaffen mit entsprechendem Magazinschacht verwendet werden.
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Claims (6)
1. Selbstladewaffe mit in einen Magazinschacht der Waffe einsteckbarem Magazin, dessen Zubringerfeder die Patronen gegen
Haltelippen am offenen Ende des Magazinkastens drückt, gekennzeichnet durch eine das Gleiten der Geschoßkuppe einer aus
dem offenen Ende des Magazinkastens (14) vorstehenden Patrone
^ (17) an der Magazinschachtinnenwand (22) verhindernde Unregelmäßigkeit
(19) der Magazinschachtinnenwand (22).
2. Waffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unregelmäßigkeit (I9) eine Aufrauhung der Magazinschachtinnenwand
ist.
3. Waffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unregelmäßigkeit (I9) durch im wesentlichen quer verlaufende
Rillen gebildet ist.
4. Waffe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die Oberkanten (20) der Querrillen (19) scharfkantig sind.
5. Waffe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn-
f zeichnet, daß mehrere Rillen (19) übereinander vorgesehen sind.
: 8
6. Waffe nach einem der Ansprüche 1 bis 5>
dadurch gekennzeichnet, daß die Unregelmäßigkeit mit Abstand vom Unterrand
des Magazinschachtes (21) vorgesehen ist.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7441454U true DE7441454U (de) | 1975-04-24 |
Family
ID=1311375
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7441454*[U Expired DE7441454U (de) | Selbstladewaffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7441454U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2406958C2 (ru) * | 2009-02-10 | 2010-12-20 | Виталий Витальевич Бояркин | Выбрасыватель магазина пистолета |
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- DE DE7441454*[U patent/DE7441454U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2406958C2 (ru) * | 2009-02-10 | 2010-12-20 | Виталий Витальевич Бояркин | Выбрасыватель магазина пистолета |
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