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DE7318784U - Anstichorgan - Google Patents

Anstichorgan

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Publication number
DE7318784U
DE7318784U DE19737318784 DE7318784U DE7318784U DE 7318784 U DE7318784 U DE 7318784U DE 19737318784 DE19737318784 DE 19737318784 DE 7318784 U DE7318784 U DE 7318784U DE 7318784 U DE7318784 U DE 7318784U
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DE
Germany
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valve
beer
spear
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tap
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DE19737318784
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BAYERISCHE ALUMINIUM- und METALLWARENFABRIK FELLER F
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BAYERISCHE ALUMINIUM- und METALLWARENFABRIK FELLER F
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Description

Bayerische Aluminium- und Metallwarenfabrik Friedrich Peller 8050 Freising« Angerstraße 13
Anstichorgan
Die Neuerung bezieht sich auf ein Anstichorgan in Flachkörperbauweise für den Einsatz in das Zapfloch von bauchigen, ein Spundloch aufweisenden Bierfässern zum Anschluß einer auch für Kegs geeigneten Zapfarmatur, mit getrennten Kanälen und Ventilen zum durch die Zapfarmatur öfceuerbaren Durchtritt von Spanngas und Bier und mit einem bis zum Faßboden reichenden Stechdegen.
Auf dem europäischen Biermarkt hat seit der Vorstellung des Keg-Systems auf der INTEKBRAU 1964 das allgemein als "Keg" bezeichnete zylindrische Faß mit nur einem einzigen Füll-"und" ZapfIoch eine erhebliche Bedeutung gewonnen. Die technischen Einzelheiten der Keg sind durch Normung vorgeschrieben, für das in das Füll- und Zapfloch einzusteckende Keg-
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Ans iiohorgan mit dem Stechdegen haben sich zwei Bauweisen eingebürgert, nämlich die Plachkörperbauweise und die Hohlkörperbauweise.
Der uneingeschränkten Verwendung der neuen Kegs steht der enorme Paßpark entgegen, den die Brauereien noch an bauchigen Aluminiumfässern nach DIN 6648 haben. Diese bauchigen Aluminiumfässer weisen stirnseitig ein Zapfloch von relativ kleinem lurch- j messer und an ihrem Bauch ein Spundloch von erheblich größerem i Durchmesser auf. Die gleichzeitige Verwendung von Pässern neu^r .. \ und alter Bauart führt zu ziemlichen Schwierigkeiten, da die ver- ' j schiedenen Systeme an sich unterschiedliche Zapfarmaturen benöti- \
gen, was für den Schankwirt eine erhebliche Komplizierung mit j entsprechender Störanfälligkeit darstellt. Eine Zapfarmatur für das Eeg-Änstichörgän ist z.B. aus der DT=Gbm=Sehrift 7 126 806 bekannt. JSs sind bereits Anstiohoraane bekannt geworden, die auf ;. das Zapfloch der bauchigen Pässer aufsetzbar sind, jedoch die '', gleichen Anschlußmöglichkeiten für die Zapf armatur bieten wie das Keg-Anstichorgan (Dienstbier: "Unruhe im Paßkeller11 in "!Tageszeitung für Brauerei" 9.9.1971, Nr. 107/108, Seiten 669 bis 674). Das Anstichorgan mit dem Stechdegen wird fest im bauchigen Paß eingebaut. Schwierigkeiten ergeben sich hierbei vor Allem durch den kleinen Zapflochdurchjmesser, selbst wenn, wie es in solchen Fällen üblich ist, das Zapfloch aufgebohrt wird. Der Reinigungs- und PÜllvorgang hat weiterhin über d£"j Spundloch am Paßbauch zu erfolgen, da hierfür die Durchmesser - ' \ am Zapfloch nicht ausreichen. Wenn das Zapfloch im Zentrum der Faß-Stirnseite sitzt, muß der Stechdegen abgebogen verlaufen, um einem einzusetzenden Füllrohr nicht im Weg zu sein.
Die Aluminiumfässer sind innen mit einer in schwierigem Verfahren aufgebrachten Lacksohicht versehen. Bei der Montage des Anstichorgans, insbesondere des Stechdegens muß nun besondere
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Aufmerksamkeit darauf verwendet werden, daß diese Lacksohioht nicht beschädigt wird. Zur Sicherung hiergegen sind bereits Stechdegen in form eines Kunststoffschlauohs bekannt· Flexibler S Euast-e+off erweis* sich jedoch nach mehrjtthiigör- Benutzung als ungünstig, da die Reinigung der Kunststoff oberfläche mit zunehmendem Alter des Schlauche problematisch wird.
Wegen dieser Nachteile und Schwierigkeiten haben sich derartige Anstiohorgane für die bauchigen Pässer noch wenig durohgesetzt.
Es ist''ein Anstichorgan in Hohlkörperbauweise bekanat (DT-AS 1 482 692), dessen Unterteil zusammen mit dem flexiblen, aus
.· . Kunststoff bestehenden Steohdegen durch das Spundloch in das Paß eingeführt und am Zapfloch montiert wird· Ein solcher durch das Spundloch einzuführender Stechdegen kann keinesfalls vas Ms tall, ; ■ beispielsweise »üb Edelstahl fc-stehen* da der al« Stelerohr , . , dienende Stechdegen im Faß ve ^ jLastichorgan bis zum Paßboden reichen muß. Das bekannte Anstiohorgan weist den weiteren Nachteil auf,'daß die im Durchgang durch das Zapfloch, als parallele
: Rohre verlauf enden Kanäle für das Spanngas und das Bier den zur Verfügung stehenden, ohnel-in nur geringen Lochguerschnitt nur sohlecht ausnützen·
Es ist auch ein Anstichorgan bekannt (DI-AS 1 657 210), bei dem der Stechdegen zusammen mit dem gesamten Anstichorgan von oben durch das Zapfloch in das IaB einsetzbar ist. Das untere Ende des Anstichorgans hat hierbei einen Durchmesser, der den des Zapflochs nicht übersteigen darf« Von diesem unteren Ende ^ stehen der Stechdegen und für das Spanngas ein Gummi-Rückschlag-, ventil in das Paßinnere vor. Die Ausnützung des Querschnitts .' kann deshalb auch hierbei nicht optimal sein· Außerdem bereitet s die Befestigung erhebliche Schwierigkeiten, da keine von Innen
an die Faßwand anlegbaren Teile vorhanden sind, wobei jedoch zu "bedenket ist, daß der Innendruck der Bierfässer an die Befestigung des Anstichorgans erhebliche Anforderungen stellt.
Demgegenüber soll durch die Neuerung ein hygienisch einwandfreies Anstichorgan geschaffen werden, das eine optimale Querschnitts ausnützung bietet und leicht, insbesondere ohne jede Gefährdung für die Innenlackschicht des Passes, montiert werden kann· Diese Aufgabe wird gemäP der Neuerung dadurch gelöst, daß ein durch eine ringförmige 7 '^nal trennwand der Zapf armatur zum Yentilöffnen entgegen !Federkraft axial niederdrückbarer Ventilring außenseitig an einem ringförmigen Ventilsitz für das Spanngas und innenseitig an einem Ventilsitz für das Bier anliegt; daß der Ventilsitz für das Bier an einem aus einem Oberteil und einem Unterteil bestehenden zentralen Ventilstößel gebildet ist, dessen rotaförmiger unterteil mit radialem Spiel durch das Zapfloch s"Ceckbar ist und außen unten einen die Größe des Zapfloohs überschreitenden Plansch, außen oben eine Aufsteckmöglichl-eit für einen axial unbeweglich aufsteckbaren Begrenzungskörper und innen eine eine Verjüngung nach unten bewirkende Schulter hat, die den im Stößel-Unterteil stramm geführten, an seinem oberen Rand einen Außenflansch aufweisenden, aus Metall bestehenden Stechdegen hält, und dessen rohrförmigcr, an seiner Oberseite geschlossener und mit seitlichen Durchtri/fctslöchern im Bereich des Ventilrings versehener Ventil-Oberteil mit dem Ventil-Unterteil verschraubt ist; und daß der Ventilsitz für das Spanngas an einem Ventilringaufnahmekörper gebildet ist, der dicht mit dem Bierfaß verschraubbar ist. Die Angaben "oben" und "unten" beziehen sich hierbei auf die stehende Betriebsstellung des mit dem Anstichorgan ausgerüsteten Bierfasses für das Bierzapfen* Bei dieser Ausführung steht nahezu der gesamte Zapflochdurchmesser - der auf Wunsch auch noch durch Ausbohren vergrößert sein kann - für den Flussigkeitsstrom zur Verfügung, während
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das Spanngas, also zumeist CO2I durch den schmalen Spalt zwirchen dem Rand.des Zapflochs und der äußeren Begrenzung des rohrförmigen Stößel-Uni;erteils in das Paß gepreßt wird. Die einfache, jedoch wirkungsvolle Ventilanordnung befindet sich an der Oberseite, an der im Rahmen der genormten Baugröße hierfür ausreichender Raum zur Verfügung steht. Für die Montage wird nur der Stößelunterteil durch das Spundloch des Passes mit Hilfe einer speziell hierfür konstruierten Gabel eingeführt, während sämtliche anderen Teile dann von oben her angebracht werden. Auch der aus Metall, insbesondere aus nichtrostendem Stahl bestehende Stechdegen wird von oben durch den montierten Stößel-Unterteil eingeführt und ist dabei in seinem Bewegungsspielraum so festgelegt, daß eine Beschädigung der Lackschicht durch die Montage des metallenen Stechdegens nicht erfolgen kann. Außerdem isb auch eine Beschädigung der Lackschicht in der faßinnenseitigen Umgebung des Zapflochs ausgeschlossen, da die erfindungsgemäße Konstruktion es vermeidet, in diesem BereicK" Schrauben festziehen zu müssen oder dergleichen. Die gesamte Konstruktion ist verhältnismäßig einfach und robust.
Eine zweckmäßige Ausführungsform ist durch die Maßnahme nach Anspruch 2 gegeben. Der Ventilstößel wird durch den Paßinnendruck mit dem Dichtungsmaterial weich und völlig ohne Gefährdung der Lackschicht an die Paßwand angedrückt und löst sich von ihr, wenn im Anstichorgan der hohe Druck des Spanng&ses auftritt, gegebenenfalls noch durch die Wirkung einer Ventilfeder unterstützt, die sich einseitig am Ventilstößel abstützt. Durch sein kleines Spiel kann dann der Ventilstößel um ein Stück in das Paß hineinrücken und dadurch nach dem eigentlichen Ventilspal's noch eine zweite Ventilöffnung für das Spanngas freigeben. Diese Belegung mit Dichtungsmaterial wird vorzugsweise ergänzt durch die Maßnahmen
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nachv5 und 4, die zur Polge haben, daß der Stößel-Unterteil im Pail einer ungeschickten Handhabung bei der Montage, wenn er in das Paß hineinfällt, dort weich auffällt und keine Beschädigung
der Lackschicht hervorruft. Außerdem ergibt sioh von selbst eine gute Abdichtung des Steohdegens, so daß das Spanngas keinen Zugang zum Bierkanal finden kann.
Bei Bierfässern mit zentral angeordnetem Zapfloch erleichtern die Maßnahmen nach Anspruch 5» zweckmäßigerweise ergänzt dtirch die Maßnahmennach Anspruch 6 und 7» die Montage so, daß mit Sicherheit der vom zentral angeordneten Zapflo^i. abgebogen hinwegverlaufende Stechdegen nicht den Bereich des Füllrohrs, das durch das Spiuidioeh. einführbar ist, berührt.
Weitere Besonderheiten und Vorteile der Neuerung ergeben, sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführ^ngsbeisplels unter Bezugnahme auf die Zeichnung» Ss zeigen:
Figur 1 eine teilweise geschnittene Ansicht eines bauchigem Fasses*mit eingebautem Anstichorgan und aufgesetzter Zapfarmatur;
Figur 2 einen Axialschnitt durch die am Bierfaß befestigte Zapf armatur;
Figur 3 die Anordnung nach Figur 2 in auseinandergezogener Darstellung, teilweise geschnitten·
Gemäß Figur 1 ist eiu bauchiges Bierfaß 1 nach DIN 6648 an seinem stirnseitigen zentral angeordneten üapflooh 2 mit einem Anstichorgan 5 versehen, das mit einer Zapfarmatur 4 bestückt ist, die in gleicher Weise an Anstichorgane für Kegs nach DIN
3542 anschließbar ist. Der Schankwirt kann deshalb seine Zapfarmatur von Faß zu Faß ansetzen, ohne zu berücksichtigen, ob es sich um ein altes bauchiges Faß oder um ein neues zylindrisches Keg handelt.
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Im Gegensatz zum Keg weist das bauchige Bierfaß noch ein Spundloch 5 auf, das einen erheblich größeren Durchmesser als das Zapfloch 2 hat und für den Reinigungsvorgang und den lüillvorgang gebraucht wird. Zum Füllen des Bierfasses 1 wird in das Spundloch 5 ein Füllrohr eingesetzt, das zur Vermeidung von Schaumbildung, bis nahe an die gegenüberliegende Innenseite der bauchigen Yfand reicht.
Das Bierfaß 1 besteht aus Aluminium und ist innen mit einer speziellen, empfindlichen Schutzlackschicht bedeckt. Bei der Hontage des Anstichcrgans 3, zu dem ein gekröpfter Steohdfgea β ge hört, darf die Lackschicht nicht beschädigt werden. Der Stechde- f gen 6 besteht aus rostfreiem Edelstahl, z.B. Cr-Ni-Stahl, und \ weist somit hinsichtlich der Anforderungen an die Reinigbarkeit, die Hygiene und die Alterungsbeständigkeit günstigste Eigenschaften auf«
Das Anstichorgan besteht aus folgenden Bestandteilen:
rohrförmiger Stößel-Unterteil 11 weist in seinem unteren Bereich, einen Plansch 12 auf, der aus einer aufgeschrumpften Metallring besteht, welcher mit Dichtungsmaterial 13 in Form von Silikon-Kautschuk oder einem hochhitzebeständigem Gummi umvulkanisiert ist; da? Dichtungsmaterial 13 steht bis über das untere Ende des Stößel-Unterteils 11 vor und bildet dort eine Ring-Lippendic'atung H fur den während der Montage dort hindurchzuschiebenden Stechdegen 6» Aa der Oberseite des Flansche 12 bildet das Dichtungsmaterial 13 eine Dichtungsfläche 15 zur Anlage an der Wand des Fasses 1 in der Umgebung des Hapflochs 2. In einem Abstand oberhalb der Dichtungsfläche 15 weist der Stößel-Unterteil 11 eine Nut 16 auf, in die ein Begrenzungsring 17 einschnappbar ist. Der Abstand zwischen der Diohtungsfläohe 15 und der Nut 16 ist etwas größer, ale der Wandstärke des Fasses 1 im Bereich um das Zapflooh 2 entspricht, so daß der durch den Flansch 12 und den Begrenzungsrir 3 17 mit einem Rohrstüok 18 im Zapflooh 2
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gehaltene Stößel-Unterteil 11 ein axiales Spiel von etwa 1 mm hat. Das Rohrstück; 18 zwischen dem Flansch 12 und der Nut 16 ist außen sechskantig und hat ein radiales Spiel im ebenfalls sechskantigen Zapfloch 2, so daß der Stößel-Unterteil 11 im Bedarfsfall außen vom Spanngas, insbesondere Kohlendioxid, umströmt werden kann. In seinem Inneren weist der rohrförmige Stößel-Unterteil 11 in seinem unteren Bereich eine Schulter 19 auf, an die sich bis zum Ende des |. metallischen Teils des Stößel-Unterteils 11 ein Innengewinde 20 anschließt. Die Schulter 19 und das Innengewinde 20 dienen der Festlegung des in den Stößel-Unterteil 11 einsetzbaren Stechdegens β. Δη seinem oberen Seil weist der Stößel-Jnterteil 11 ein Innengewinde 21 auf, in das bei der Montage des Anstichorgans 3 ein Stößel-Oberteil 25 eingeschraubt wird.
Der insgesamt rohrförmige Stößel-Oberteil 25 ist oben stirnseitig verschloosen und weist seitliche Bier-Austrittsöffnungen 26 auf, die im Ruhezustand des Anstichorgans durch einen Ventilring 2^ geschlossen sind. Ringdichtungen 28 und 29 sorgen für ν eine sichere Abdichtung.
Der Venturing 27 stützt sich in einer Richtung an einer Schulter 30 am Stößel-Oberteil 25 ab und wird in diese Richtung durch eine Schraubenfeder 31 gedruckt, die sich andererseits an einer Begrenzungsscheibe 32 abstützt, die am Begrenzungsring 17 sitzt. Die Bier-Austrittsöffnungen 26 sind also dadurch zu öffnen, daß der Ventilring 27 entgegen der Kraft der Schraubenfeder 31 in das Anstichorgan 3 hineingeschoben wird.
Der Ventilring 27 dient andsrerseits an seiner Außenseite als Ventilkörper gegenüber einem durch einen ringförmigen Ventilringaufnahmekörper 33 gebildeten Ventilsitz. Der Ventilringaufnahmekörper 33 weist einen Halsteil 34 mit einem Außengewinde 35 auf, mit dem er in ein in c.ie Zapflochmuffe des Zapflochs 2 eingeschnittenes Innengewinde 36 einschraubbar und so mit dem Paß verbindbar ist. Ein Dichtungsring 37 sorgt für eine Abdichtung entlang der Paßwand, eine Ringdichtung 38 für die Abdichtung gegenüber dem Ventilring 27. Beim Einschieben des Ventilrings 27 in daa Aruticliorgan. 3 passiert der Ventilring 27 eine leichte Schulter
39 am Ventilringaufnahmekörper 33 und öffnet damit einen freien Raum 4-0 zwischen dem Ventilring 27 und dem Ventilringaufnahmekörper 33 nach außen. Da der Ventilring 27 außerdem einen kleineren Außendurchmesser hat, als der Innendurchmesser des Halsteils 34 mißt, ist der freie Raum 4-0 über den Ringspalt- zwischen dem Ventilring 27 und dem Halsteil 34, den Raum der Schraubenfeder 31 und den Ringspalt zwischen der seitlichen Begrenzung des Zapflochs 2 und dem Rohrstück 18 des Stößel-Unterteils 11 mit dem Faßinneren verbindbar, wenn die Dichtungsfläche 15 von der Paßinnenwand abhebt.
Der Ventilringaufnahmekörper 33 ist durch Madenschrauben 41 am Bierfaß 1 so festlegbar, daß eine Verdrehung nach der Montage ausgeschlossen werden kann.
Der Stechdegen 6 weist an seinem oberen Ende an einem angeschweißten Teil ein Gewinde 45 sum Versohruuben mit dem Innengewinde 20 des Stößel-Unterteils 11 sowie einen Führungskörper 4-6 auf, der eine oräzise PühTung des Steohaegens 6 im rohrförmi— gen Innenraum des Stößel-Unterteils 11 sowie mit Hilfe einer Ringdichtung 47 eine ausreichende Abdichtung bewirkt.
Die Montage des Anstichorgans 3 am Bierfaß 1 erfolgt in
folgender Reihenfolge:
Zunächst wird beim beschriebenen Beispiel das Zapfloch 2 weiter aufgebohrt und ein Sechskant in den unteren Teil der Paßmuffe eingezogen. Dies geschieht mit einem für diesen Zweck üblichen Zieheisen und führt zu keinerlei Beschädigung der Innen-Lackschicht. Weiterhin wird in der Paßmuffe das Innengewinde 36 eingeschnitten. Damit ist das Bierfaß 1 ausreichend vorbereitet.
Es wird nun mit Hilfe einer Spezialgabel über das Spundloch 5 der Stößel-Unterteil 11 von unten her in das Zapfloch 2 eingeführt. Sodann wird in die Nut 16 des Stößel-Unterteils 11 der Begrenzungsring 17 eingelegt, so daß der Stößel-Unterteil 11 nicht
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mehr in das Bierfaß 1 hineinfallen kann. Anschließend wird der Stechdegen 6 von oben her durch den Stößel-Unterteil 11 in das Faß eingeführt· Wegen der klaren Führung des Führungskörpers 46 iüi Stößel-Unterteil 11 kann del- St-eoh.degen § niost mi* aer jraäwand in Berührung kommen und kann deshalb die Laokschlcht nicht beschädigen. Mit Hilfe eines Spezialschlüssels wird dann das Gewinde 45 des Steohdegens 6 In das Gewinde 20 des Stößel-Unterteils 11 eingeschraubt, wobei vorher die Schlußstellung dieses Schraubvorgangs von oben her sichtbar markiert worden ist, so daß der Stößel-Unterteil 11 mit dem Stechdegen 6 nun In eine solohe Drehlage gebracht werden kann, daß ein Füllrohr durch das Spundloch jederzeit frei einführbar ist.
In weiterer Folge wird auf den Begrenzungsring 17 die Begrenzungsscheibe 32 und auf diese die Schraubenfeder 31 aufgelegt. Anschließend wird der Ventilringaufnahmekörper 33 mit Hilfe der Gewinde^ 35 und 36 fest unter zwischenlage des DiofrtragsilaoS 31 auf das Bierfaß 1 aufgeschraubt und mit Hilfe der Madenschrauben 4i, die gegebenenfalls in Vertiefungen der Faßoberfläohe eingreifen können·, gegen Lockerung gesichert. Die Bohrungen für die Madenschrauben 41 sind so, daß sie auch als Rasten für einen Steckschlüssel verwendbar sind, sie bilden also Sacklöcher nach oben· Erwünschtenfalls können nach der Montage des Anstichorgans 3 am Bierfaß 1 die Sacklöcher mit Gießharz ausgegossen werden, um mög- ■ liehe Schmutzherde zu vermeiden·
Es wird nun der Stößel-Oberteil 25, auf den bereits der Ventilring 27 mit den entsprechenden COg-beständigen Ringdichtungen aufgeschoben worden ist, eingesetzt und mit dem Innengewinde 21 des Stößel-Unterteils 11 verschraubt·
Die Montage ist damit fertig· Das Anstichorgan arbeitet folgendermaßen: ~!
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Beim Aufstecken der Zapfarmatur 4 auf
körper 33 legt sioh der untere Rand einer
handenen Schiebeglooke abdiohtend auf den
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den Ventilringaufnahme-
In der Zapfarmatur vor
oberen Rand des Ventil-
rings 27= Sas innere der schiebeglooke isi ml« uöxverbunden, der Raum um die Schiebeglooke herum hängt an einer Druokgasquelle. Durch Niederdrücken der Schiebeglocke wird der Ventilring 27 unter ZueammendrUokung der Schraubenfeder 31 in das Anstiohorgan 3 eingeschoben· Hierdurch gelangt das unter Druck stehende Spanngas an der Schulter 39 vorbei in den ringförmigen Raum 40 und von dort auf dem beschriebenen Weg in das Paßinnere, da einerseits der (rasdruck und andererseits die Kraft der Zusammengedrückben Schraubenfeder 31 den aus dem Unterteil und dem Oberteil 25 bestehenden Ventilstößel bis zum Anschlag des Begrenzungsrings 17 nach unten geschoben hat und damit zwischen der Faßvrand.und der Dichtungsfläche 13 einen Durchgang zum Faßinneren geschaffen hat· Der Druck des Spanngases drückt den Bierspiegel nach vaieü Und das Eier steigt durch den Steohdegen 6 b±« zu den Bier-Austrittsöffnui^et 26 auf, die, da der Ventilring niedergedrückt ist, eine freie Verbindung zum Innenraum der Schiebeglocke haben· ·
Die in der Brauerei vorzunehmende Reinigung des Bierfasses erfolgt wie üblich durch Spülung durch das. Spundloch. Außerdem kann noch das Anstichorgan 3 mit Hilfe eines Zusatzkopfs gereinigt werden, der vergleichbar einer Zapfarmatur aufsetzbar ist und Heißwasser, Dampf oder dergleichen durch sämtliche Kanäle pumpt· Hierbei ist zu bedenken, daß aufgrund des im Ruhezustand dichten Anliegens der Dichtfläche 15 an der Paßwand in den COg-Kanal des Anstichorgans 3 auch bei liegendem Bierfaß kein Bier eindringen kann. Die Innenteile des CC^-Kanals sind deshalb verschmutzungssicher·
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Claims (7)

  1. SchutzansOrüche
    1· Anstichorgan In Flaehkörperbauweise für den Einsatz in das Zapfloch von tauchigen, ein Spundloch aufweisenden Bierfässern zum Anschluß einer auch für Kegs geeigneten Zapfarmatur, mit getrennten Kanälen und Ventilen zum durch die Zapfarmatur steuerbaren Durchtritt von Spanngas und Bier und mit einem "bis zum Paßboden reichenden Stechdegen, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch eine ringförmige Kanaltrennwand der Zapf armatur (4) zum Ventilöffnen entgegen Federkraft (31) axial niederdrückbarer Ventilring (27) außenseitig an einem ringförmigen Ventilsitz für das Spanngas und innenseitig an einem Ventilsitz (11, 25) für dap Bier anliegt; daß der Ventilsitz für das Bier an einem aus einem Oberteil (25) und einem Unterteil (11) bestehenden zentralen Ventilstößel gebildet ist, dessen rohrförmiger Unterteil (11) mit radialem Spiel durch das Zapfloch (2) steckbar ist und außen unten einen di«5 Größe des Zapflochs (2) überschreitenden Flansch (12), außen oben eine lxxS.Steckmöglichkeit (16) für einen axial unbeweglich aufsteckbar® ι Begrenzungskörper (17) und innen eine eine Verjüngung nach unten bewirkende Schulter (19) hat, die den im Stößel-Unterteil-(11) stramm geführten- an seinem oberen Ranl einen Außenflansch (4-6) aufweisenden, aus Metall bestehenden Stechdegen (6) hält, und dessen rohrförmiger, an seiner Oberseite geschlossener und mit seitlichen Durchtrittslöchern (26) im Bereich des Ventilrings (27) versehener Ventil-Oberteil (25) mit dem Ventil-Unterteil (11) verschraubt ist; und daß der Ventilsitz für das Spanngas an einem Ventilringaufnahmekörper (33) gebildet ist, der dicht mit dem Bierfaß (1) ver schraubbar ist.
  2. 2. Anstichorgan nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stößel-Unterteil (11) zwischen der Oberseite (15) des Flansche (12) und der Unterseite des aufgesteckten Begrenzungskörpers (17) einen etwas größeren axialen Abstand aufweist, als der Dicke der Faßwand um das Zapfloch (2) entspricht, und die Oberseite (15) des Flansche (12) mit einem Dichtungsmaterial (13) belegt iste
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  3. 3. Anstichorgan nach Anspruch. 2, dadurch gekennzeichnet, daß das -untere Ende des Ventil-Unterteils (11) "bis über den Plansch (12) in elastisches Dichtungsmaterial (13) einvulkanisiert ist.
  4. 4. Anstichorgan nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet» daß das elastische Dichtungsmaterial (13) am unteren Ende des Ventil-Unterteils (11) in einer Lippendichtung (14) am Stechdegen (6)
    ausläuft.
  5. 5. Anstichorgäs nach einem der Ansprüche 1 bis 4 mit abgebogen verlaufendem Stechdegen, dadurch gekennzeichnet, daß der Stechdegen (6) mit dem Stößel-Unterteil (11) zusammengeschraubt ist, der im Zapfloch (2) drehfest angeordnet ist·
  6. 6. Anstichorgan nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine
    von oben* sichtbare Markierung der Biegungsrichtung des Stechdegens (6) bei dessen Einschraubung bis zum Schraubanschlag.
  7. 7. Anstiohorgan nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilringaufnahmekörper (33)» der Ventilring (27) und der Ventil-Stößel (11, 25) gegeneinander undrehbar sind und daß eine am Ventilringaufnahmekörper (33) sitzende Feststellschraube (41) an der 3?aßwand angreift. -^'
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2842376A1 (de) 1977-09-28 1979-04-05 Draft Systems Ventil-dichtungs- oder -schliessanordnung fuer einen behaelter, beispielsweise ein bierfass o.dgl.
US10112819B2 (en) 2013-09-10 2018-10-30 Micro Matic A/S Extractor tube

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DE2842376A1 (de) 1977-09-28 1979-04-05 Draft Systems Ventil-dichtungs- oder -schliessanordnung fuer einen behaelter, beispielsweise ein bierfass o.dgl.
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