[go: up one dir, main page]

DE7313763U - Vorrichtung zum Breitstrecken und Korrigieren von Stoffbahnen - Google Patents

Vorrichtung zum Breitstrecken und Korrigieren von Stoffbahnen

Info

Publication number
DE7313763U
DE7313763U DE7313763U DE7313763DU DE7313763U DE 7313763 U DE7313763 U DE 7313763U DE 7313763 U DE7313763 U DE 7313763U DE 7313763D U DE7313763D U DE 7313763DU DE 7313763 U DE7313763 U DE 7313763U
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drive
fabric
speed
chains
web
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE7313763U
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
COLTRON INDUSTRIES Inc
Original Assignee
COLTRON INDUSTRIES Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Publication date
Publication of DE7313763U publication Critical patent/DE7313763U/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Breitstrecken und Korrigieren von Stoffbahnen.
Beim Verarbeiten der meisten Textilstoffe ist es erwünscht oder sogar erforderlich, die Stoffe in der Breitenrichtung zu strecken und cu spannen, und dies geschieht gewöhnlich, während sich der Stoff im nassen Zustand befindet oder einer Naßbehandlung unterzogen wird; hierbei wird die Stoffbahn zwischen langgestreckten, nach vorn bzw. in 'der Bewegungsrichtung divergierenden, angetriebenen, den Stoff erfassenden Elementen oder Breitstreckketten gespannt. Während des Breitstreckens oder Spannens besteht die Gefahr, daß die in der Querrichtung verlaufenden Reihen von Maschen bzw. die Schußfäden, die man bei einer Gewebe auch mit Maschenreihen vergleichen könnte, häufig eine schräge Lage einnehmen und/oder sich krümmen, obwohl ein Schräg- oder Bogenverzug möglicherweise bereits vor dem Breitstreckvorgang korrigiert worden ist. Daher ist es häufig
7313763 30.04.75
erforderlich, ein© Textilstoffbahn nach dem Breitstrecken erneut einem Arbeitsgang zum Eichten der Maschenreihen oder Schußfäden zu unterziehen.
Hierbei ist zu beachten, daß bestimmte Stoffe oder Warenarten, insbesondere gestrickte oder gewirkte Erzeugnisse, eine sogenannte Ausbeute aufweisen, die innerhalb vorbestimmter Grenzen liegt, z.B. ein bestimmtes Gewicht je Längeneinheit, eine bestimmte Anzahl von Schußfäden je Längeneinheit oder eine bestimmte Anzahl von querliegenden Maschenreihen je Längeneinheit, was sich jeweils nach der 55U verarbeitenden Ware und den aus ihr herzustellenden Erzeugnissen richtet.
Da sich;eine Stoffbahn längs einer geraden Bahn bewegen muß, wenn sie einen Breitsirecker durchläuft, und da es in den meisten Fällen erforderlich ist, die "Ausbeute" des Stoffs innerhalb relativ enger Grenzen zu halten, ist es, soweit bekannt, bis jetzt nur möglich, eine unerwünschte Schräglage oder Krümmung der Schußfäden dadurch zu beseitigen, daß die Stoffbahn vor und/oder nach dem Durchlaufen des Breitstreckers einer entsprechenden Behandlung unterzogen wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, verbesserte Verfahren und Vorrichtungen zu schaffen, die eine Korrektur des Verzugs einer Stoffbahn ermöglichen, während die Stoffbahn einen BreitStrecker durchläuft, und zwar auf eine solche V/eise, daß sich bei der Stoffbahn eine im wesentlichen gleichmäßige "Ausbeute" ergibt, die über die ganze Länge der Stoffbahn innerhalb vorbestimmter Grenzen liegt. Ferner sollen durch die Erfindung Verfahren und Vorrichtungen geschaffen werden, die es ermöglichen, eine Schräglage von Schußfäden oder dergleichen bei einer Stoffbahn zu korrigieren, während die Stoffbahn einen BreitStrecker durchläuft, bei dem die Laufgeschwindigkeit beider Längskanten der Stoffbahn in der Vorwärtsrichtung so variiert wird, daß die Schräglage der Schußfäden oder
dergleichen beseitigt wird, ohne daß sich die mittlere Geschwindigkeit ändert, mit der die Stoffbahn den Breitstrecker durchläuft.
Gemäß der Erfindung wird die Stoffbahn in seitlicher Richtung zwischen zwei -angetriebenen, sich in der Vorwärtsrichtung bewegenden, die Stoffbahn erfassenden Elementen oder Breitstreckerketten gespannt, und es wird festgestellt, ob eine Schräglage und/oder eine Krümmung der Schußfäden oder dergleichen vorhanden ist. In Abhängigkeit vom Nachweis eines Verzugs in der Stoffbahn, bei dem ein seitlicher Randabschnitt der Stoffbahn gegenüber dem anderen seitlichen Randabschnitt in der Vorwärtsrichtung versetzt ist, werden die Laufgeschwindigkeiten der beiden mit der Stoffbahn zusammenarbeitenden Elemente proportional zueinander so geändert, daß eine Verringem.ng bzw. eine Erhöhung der Laufgeschwindigkeit auf der einen bzw. der anderen Seite der Stoffbahn herbeigeführt wird, um die Schräglage zu korrigieren, ohne daß die mittlere Geschwindigkeit geändert wird, mit der die Stoffbahn durch die mit ihr zusammenarbeitenden Elemente bewegt wird.
In Abhängigkeit vom Nachweis einer Krümmung der Schußfäden oder dergleichen bei der Stoffbahn wird die Umfangsgeschwindigkeit einer Abführungswalzenanordnung, die dem Austrittsende des BreitStreckers benachbart ist, gegenüber der mittleren Laufgeschwindigkeit der mit der Stoffbahn zusammenarbeitenden Elemente so variiert, daß der mittlere Teil der Stoffbahn zum ^weck der Herbeiführung eines Ausgleichs in der Längsrichtung zwischen den beiden mit der Stoffbein zusammenarbeitenden Elementen gereckt bzw. entspannt wird, um so die Krümmung der Schußfäden oder dergleichen zu beseitigen.
Die Erfindung und vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine verkürzte Seitenansicht eines Breitstreckers mit einer Ausführungsform einer Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach der Erfindung;
Fig. 2 in einer Stirnansicht das Austrittsende bzw. das rechte Ende des Breitstreckers nach Fig. 1;
Fig. 3 einen vergrößerten Teilschnitt längs der Linie 3-3 in Fig. 1;
Fig. 4 einen vergrößerten Grundriß einer ersten Ausführungsform einer Antriebseinrichtung für die Abführungswalzenanordnung und die Breitstreckerketten bei Betrachtung derselben von der Linie 4-4 in Fig. 1 aus, jedoch unter Fortlassung der Breitstreckerketten, wobei bestimmte andere Teile der Deutlichkeit halber weggebrochen gezeichnet sind;
Fig. 5 einen vergrößerten senkrechten Teilschnitt längs der Linie 5-5 in Fig. 4, in dem eines der verschiedenen Differentialgetriebe dargestellt ist;
Fig. 6 eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer Antriebseinrichtung für die Abführungswalzenanordnung und die Ketten des BreitStreckers;
Fig. 7 eine vergrößerte perspektivische Darstellung der Differentialgetriebe und der zugehörigen Antriebseinrichtungen, die in einem im mittleren unteren Teil von Fig. 6 dargestellten Gehäuse untergebracht sind; und
Fig. 8 einen senkrechten Teilschnitt längs der Linie 8-8 in Fig. 7 durch eines der Differentialgetriebe der zweiten Ausführungsform.
In den Zeichnungen ist jede der beiden Ausführungsformen von Vorrichtungen zum Durchführen eines Verfahrens nach der Erfindung in Verbindung mit einem Breitstrecker dargestellt, der in der üblichen V/eise zwei langgestreckte, durch einen Querabstand getrennte, mit einer Stoffbahn
7313763 30.ot.75
* S ft · · · · ■ C
■ · »ft·» a «
zusammenarbeitende Elemente oder endlose Ketten 10 und 10a aufweist. Die Ketten 10 und 10a können von beliebiger bekannter Art sein und in Längsabständen verteilte Stifte, Streckklammern oder andere Haiteeinrichtungen 11 aufweisen, die nacheinander die beiden Längskanten einer Stoffbahn F aufnehmen, zeitweilig festhalten und sie dann wieder freigeben, wobei die Stoffbahn in seitlicher Richtung zwischen den Ketten gespannt oder gereckt und zusammen mit den Ketten in der Vorwärtsrichtung bewegt wird. Die einander gegenüber liegenden Stränge der Ketten 10 und 10a können eine Länge von 18 m oder darüber haben, und sie können durch die üblichen Kettenräder unterstützt werden, von denen in Fig. 2 und 6 nur die vorderen Ketterräder 13 und 1J& zu erkennen sind.
Gewöhnlich werden solche Stoffe, z.B. Baumwollstoffe, mit einer Stärkelösung behandelt oder einer anderen Naßbehandlung unterzogen und im nassen Zustand breitgestreckt. Andere Stoffe, die Kunstfasern enthalten, werden nach dem Waschen und Trocknen mittels wärme fixiert und zu diesem Zweck während des BreitStreckens durch eine Heizkammer oder einen Ofen geführt; in manchen Fällen wird der Stoff während des BreitStreckens einer Harzbehandlung unterzogen, um den Stoff maßstabil und knitterfrei zu machen. Im Hinblick hierauf erstrecken sich die Ketten 10 und 10a z.B. durch eine Heizkammer oder einen Ofen 14 und jenseits des Ofens längs einer Kühleinrichtung oder einer Gebläseanordnung 15, die dem Austrittsende des Ofens 14 in der aus Fig. 1 ersichtlichen V/eise benachbart ist.
Das hintere Ende des Ofens 14 ist gegenüber den hinteren Enden der Ketten 10 und 10a nach vorn versetzt, und es ist eine Transportwalzenanordnung 16 vorhanden, die dazu dient, die von einer nicht dargestellten Quelle kommende Stoffbahn F den hinteren Teilen der beiden Ketten zuzuführen. Die Kühl- oder Gebläseanordnung 15 ist nach hinten gegenüber zwei durch einen Querabstand getrennten hohlen seitlichen Gestellteilen 17 und 17a (Fig. 2)
7313763 30.04.75
versetzt, in denen die Lagerzapfen zweier durch einen kleinen Längsabstand getrennten, senkrecht gegeneinander versetzten AMührungswalzen 20 und 21 gelagert sind, die dazu dienen, die Stoffbahn von den Ketten 10 und 10a abzunehmen und sie weiter in der Vorwärtsrichtung zu transportieren. Ferner dienen die Walzen 20 und 21 auf eine noch zu erläuternde Weise dazu, gegebenenfalls die Krümmung der Schußfäden oder dergleichen bei der Stoffbahn F su beseitigen. Von der hintersten Abführungswalze 21 aus erstreckt sich die Stoffbahn F entweder längs einer Kettenlinie oder auf andere Weise in einem im wesentlichen entspannten Zustand oder unter einer minimalen Spannung nach unten, um dann zuerst unter einer angetriebenen Führungswalze 24 hindurfchzulaufen und dann über eine angetriebene zweite Führungswalze 23 zu laufen, v/obei diese Walzen dazu dienen, die Stoffbahn einer beliebigen, nicht dargestellten Sammeleinrichtung (scray oder J-box) zuzuführen, in der die Stoffbahn z.B. in Form von Schleifen aufgenommen wird.
Gemäß der Erfindung ist eine Einrichtung vorhanden, die es ermöglicht, die Ketten 10 und 10a des Breitstreckers so anzutreiben, daß sie sich mit einer konstanten, mittleren Geschwindigkeit in der Vorwärtsrichtung bewegen, und die es außerdem ermöglicht, die Laufgeschwindigkeit der Ketten proportional im entgegengesetzten Sinne zu ändern, um eine etwa vorhandene Schräglage der Schußfäden oder Maschenreihen der Ware zu beseitigen, so daß die Gesamtgeschwindigkeit, mit der die Stoffbahn den Breitäsrecker in der Vorwärtsrichtung durchläuft, während der gesamten Betriebsdauer des Breitstreckers im wesentlichen konstant gehalten wird. Um außerdem zu gewährleisten, daß sich die Dichte der Stoffbahn innerhalb vorbestiinmter Grenzen hält, ist es erwünscht, dafür zu sorgen, daß es möglich ist, eine genaue Regelung der Geschwindigkeit zu bewirken, mit der die Stoffbahn den Ketten 10 und 10a entsprechend ihrer mittleren Laufgeschwindigkeit zugeführt und später wieder von den Ketten abgenommen wird.
In manchen Fällen kann es erwünscht sein, die Stoffbahn F den Ketten 10 und 10a des Breitstreckers unter ei-
) ner gewissen Spannung zuzuführen. In anderen Fällen, ins-
:, besondere beim Behandeln einer gestrickten oder gewirkten
Ware, kann es zweckmäßig sein, die Stoffbahn F den Ketten
( mit einer Geschwindigkeit zuzuführen, die um bis zu 30%
höher ist als die Geschwindigkeit, mit der die Ketten und die Abführungswalzen 20 und 21 die Stoffbahn transportieren.
Bei der ersten Ausführungsform der Erfindung nach Fig. 1 bis 5 v/erden die Ketten und die Abführungswalzen von einer ihnen gemeinsam zugeordneten, mit einer konstanten Drehzahl umlaufenden Kauptantriebswelle 30 aus angetrieben, die ihrerseits durch eine in Fig. 4 nur schematisch angedeutete Antriebseinrichtung 31 angetrieben wird. Die Hauptwelle 30 erstreckt sich quer zur Längsachse des Breitstreckers und ist in mehreren Stehlagern 32 gelagert, die gemäß Fig. 1 auf Tragsäulen 33 angeordnet sind, welche an einer Grundplatte 34 ausgebildet oder befestigt sind. Die Hauptwelle 30 dient dazu, die drehbaren Antriebsteile von drei Differential- oder Planetenradgetrieben anzutreiben, die zu einem ersten Getriebe bzw. einem zweiten Getriebe 36a bzw. einem dritten Getriebe 37 gehören. Die beiden Getriebe 36 und 36a haben die Aufgabe, die Laufgeschwindigkeit der zugehörigen Ketten 10 und 10a zu variieren, während das dritte Getriebe 37 die Umlaufgeschwindigkeit der Abführungswalzen 20 und 21 variiert. Gemäß Fig. 4 erstreckt sich die Hauptwelle 30 durch alle drei Differentialgetriebe und bildet gleichzeitig eine Unterstützung für sie, und da alle drei Getriebe von gleicher Konstruktion sind, wird im folgenden nur das eine Differentialgetriebe 36a anhand von Fig. 5 mit weiteren Einzelheiten beschrieben.
Zu jedem der Getriebe 36, 36a und 37 gehört eine innere Buchse oder Nabe 40, die mit der Hauptwelle 30 verkeilt oder auf andere Weise drehfest verbunden irt,
7313763 30.Ol75
um die Antriebskraft auf dös zugehörige Getriebe zu übertragen. Ferner ist ein drehbares Abtriebsteil bzw. eine Abtriebsnabe 41 vorhanden, die gemäß Pig. 5 auf einem Ende der Antriebsnabe 40 drehbar gelagert ist und eine Abtriebsriemenscheibe 42 trägt, die mit der Abtriebsnabe drehfest verbunden ist und die Hauptwelle 30 mit einem Spielraum umgibt.
An der Antriebsnabe 40 ist ein Antriebssonnenrad 40a befestigt, während mit der Abtriebsnabe 41 ein .Äbtriebssonnenrad 41a drehfest verbunden ist, und die beiden Sonnenräder befinden sich in einem normalerweise feststehenden drehbaren Bauteil oder hohlen Gehäuse 43, das mit seinen Stirnwänden auf den beiden Naben drehbar gelagert ist. Mit den Sonnenrädern 40a und 41a arbeiten Planetenzahnräder zusammen, die mindestens einen Satz von zwei Planetenzahnrädern 83a und 83b bilden, welche jeweils gleichachsig angeordnet, durch einen festen axialen Abstand getrennt und auf einer gemeinsamen Welle 45 montiert sind, die in das Gehäuse 43 eingebaut ist, so daß die Planetenräder 43a und 43b während der Drehung des Gehäuses 43 um die zugehörigen Sonnenräder 40a und 41a kreisen.
Normalerweise übertragen die Planetenräder eine Drehbewegung mit konstanter Drehzahl von der Antriebsnabe 40 zu der Abtriebsnabe 41, doch wenn das Gehäuse 43 gedreht wird, ändert sich die Drehzahl der Abtriebsnabe 41 auf entsprechende Weise, wie es bei Planetengetrieben bekannt ist. Es ist eine Einrichtung vorhanden, die es ermöglicht, jedes Gehäuse 43 der drei Differentialgetriebe in der Vorwärtsrichtung oder der Rückwärtsrichtung und mit einer relativ geringen Geschwindigkeit im Vergleich zur Drehzahl der Hauptwelle 30 zu drehen, um so die Drehgeschwindigkeit der betreffenden Abtriebsnaben 41 entsprechend EU senken oder zu steigern.
Bei der ersten Ausführungsform nach Fig. 1 bis 5 ist jedes Gehäuse 43 an seinem Umfang mit mehreren
7313763 30L0U5
It(I ItII
Ringnuten 43c zum Aufnehmen von endlosen Keilriemen versehen. Gemäß Fig. 4 arbeiten mit jedem Gehäuse 43 der drei betriebe 36, 36a und 37 jeweils zwei endlose Riemen bzw. 46a bzw. 47 zusammen, die über eine Riemenscheibe bzw. 50a bzw. 51 laufen. Die Riemenscheibe 50 ist drehfest mit einer Welle 53 verbunden, die in Lagern 54 gelagert sind, welche gemäß Fig. 3 auf einem Getriebegehäuse 55 angeordnet sind, das an der Grundplatte 34 befestigt ist.
Mit der Welle 53 ist ferner ein Zahnrad 56 drehfest verbunden, das mit einem Zahnrad 57 kämmtv welches gemäß Fig. 3 auf der Abtriebswelle des Betriebes 55 sitzt, mit welcher die Riemenscheibe 50a drehfest verbunden ist. Die Antriebswelle des Getriebes 55 wird jeweils dann, wenn ein Schrägverzug bei der Stoffbahn F korrigiert werden soll, gemäß Fig. 4 von einem umsteuerbaren Elektromotor 61 zum Korrigieren des Schrägverzugs über die zugehörige Riemenscheibe und einen Riemen 60 angetrieben. Da die Zahnräder 56 und 57 gemäß Fig. 3 und 4 den gleichen Durchmesser haben, da der Durchmesser der Riemenscheiben 50 und 50a der gleiche ist, und da die Gehäuse 43 der Getriebe 36 und 36a ebenfalls den gleichen Durchmesser besitzen, bewirkt jede Drehung der Welle 53 durch den Elektromotor 61, daß die beiden Gehäuse 43 mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit und im direkten Verhältnis zueinander, jedoch in entgegengesetzten Richtungen gedreht werden.
Der Elektromotor 61 ist an der Grundplatte 34 befestigt, und gemäß Fig. 1 erstrecken sich elektrische Zuleitungen 62 von diesem Motor aus zu einer in Fig. 1 insgesamt mit 63 bezeichneten Einrichtung zum Feststellen eines Schrägverzugs bzw. einer Krümmung des Schußmaterials bei der Stoffhahn F. Die Einrichtung 63 ist nahe der Bewegungsbahn des Stoffs angeordnet und so ausgebildet, daß sie es ermöglicht, jede Krümmung und/oder Schräglage des Schußmaterials bei der Stoffbahn, die in den verschiedensten Kombinationen auftreten können, festzustellen und entsprechende elektrische Signale zu erzeugen. Insbesondere
7313763 30.04.75
"beim Verarbeiten einer gewirkten oder gestrickten Ware ist die Einrichtung 63 in der Nähe des nur leicht gespannten, im wesentlichen spannungsfreien und längs einer Kettenlinie herabhängenden Teils der Stoffbahn F unterhalb der Abführungswalze 21 angeordnet. Bestimmte Elemente der Einrichtung 63 sind so angeordnet, daß sie eine Abtastbewegung in der Nähe der Bewegungsbahn des Stoffs ausführen. Beispielsweise sind zwei Abtastscheiben 63a und 63b (Fig· 2) vorhanden, die mit zugehörigen Lichtquellen 63c und 63d zusammenarbeiten, welche auf der von den Abtast-Bcheiben abgewandten 3eite der Stoffbahn F angeordnet sind.
Lie Einrichtung 63 kann so ausgebildet sein, wie .es in den U.S.A.-Patentschriften 3 192 595 und 3 193 688 beschrieben ist. Eine nähere Erläuterung des Aufbaus und der Wirkungsweise der Einrichtung 63 dürfte sich daher erübrigen. Wie insbesondere anhand von Fig. 5 der U.S.A.Patentschrift 3 193 688 beschrieben, sind den Abtastscheiben 63 und 63b nach Fig. 2 photoelektrische Smpfänger zugeordnet, die dazu dienen, Schräglage- und/oder Krümmungs-Korrektursignale über die Leitungen 62 dem Korrekturmotor 61 und/oder einem ebenfalls umsteuerbaren Krümmungskorrekturmotor 65 (Fig. 4) entsprechend dem durch die Einrichtung 63 festgestellten Verzug der Stoffbahn zuzuführen. Der Krümmungskorrekturmotor 65 ist in Fig. 4 als Getriebemotor dargestellt, auf dessen Welle eine Riemenscheibe 51 sitzt, und der an der Grundplatte 34· befestigt ist.
Die Anordnung ist derart, daß dann, wenn die Schußfäden oder Maschenreihen der Stoffbahn F, die sich gemäß Fig, 2 an den Abtastscheiben 63a und 63b vorbei bewegen, im wesentlichen gerade sind und sich im rechten Winkel zur Längsachse der Stoffbahn erstrecken, in den zugehörigen Empfängern ein Gleichgewichtszustand herrscht, so daß die Motoren 61 und 65 nicht betätigt werden. Sobald jedoch
die Einrichtung 63 einen Schrägverzug bei der Stoffbahn F feststellt, bei der der rechte Rand gemäß Fig. 2 gegenüber dem linken Rand voreilt, wird Cbt normalerweise im Ruhezustand befindliche Schrägverzugkorrekturmotor 61 betätigt, so daß sich seine Welle in der Vorwärtsrichtung dreht. Stellt dagegen die Einrichtung 53 das Vorhandenüein ein Schrägverzugs bei der Stoffbahn fest, boi dem gemäß Pig. 2 der linke Rand der Stoffbahn gegenüber dem rechten Randvoreilt, wird der Schrägverzugkorrekturmotor 61 so betätigt, daß sich seine Welle in der antgegengesetzten Richtung dreht. Wenn die Einrichtung 63 bei der Stoffbahn F das Vorhandensein einer Krümmung der Schußfäden oder Maschenreihen feststellt, wird der normalerweise in Ruhe befindliche Krümmungskorrekturmotor 65 betätigt, so daß sich seine Welle in der Vorwärtsrichtung drehS, wenn die Schußfäden oder Maschenrei&en im mittleren Teil der Ware in der Laufricntung nach vorn gekrümmt ist oder den äußeren Enden der Schußfäden oder Maschenreihen vorauseilt, und der Krümmungskorrekturmotor 65 wird so betätigt, daß sich seine Welle in der entgegengesetzten Richtung dreht, wenn der mittlere Teil der Stoffbahn F gegenüber den seitlichen Randabschnitten nacheilt.
Somit werden die Gehäuse 43 des ersten Differentialgetriebes 36 und des zweiten Differentialgetriebes 36a in entgegengesetzten Richtungen und mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit relativ zueinander gedreht, jedoch geschieht dies nur dann, wenn die Einrichtung 63 das Vorhandensein eines Schrägverzugs bei der Stoffbahn F feststellt. Das Gehäuse 43 des dritten Differentialgetriebes 37 wird jeweils nur dann in einer bestimmten Richtung gedreht, wenn die Einrichtung 63 das Vorhandensein einer Krümmung der Schußfäden oder Maschenreihen bei der Ware F feststellt. Wenn sich die drei Gehäuse 43 im Stillstand befinden, werden die Riemenscheiben 42 aller drei Differentialgetriebe 36, 36a und 37 in der gleichen Drehriclrfcung und mit der gleichen konstanten Winkelgeschwindigkeit angetrieben.
7^ 1 °,7RΊ ^n n/ «-
Die Abtriebsriemenscheiben 42 des ersten Getriebes 36 und des zweiten Getriebes 36a können auf beliebige V/eise in Antriebsverbindung mit den Ketten 10 und 10a des BreitStreckers stehen; die Ausbildung dieser Antriebsverbindung richtet sich nach der Konstruktion des Breitstreckers sowie danach, ob die die Ketten tragenden und antreibenden Kettenräder auf waagerechten oder senkrechten Achsen angeordnet sind. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 drehen sich die Kettenräder 13 und 13a um senkrechte Achsen. Im Hinblick hierauf v/eist die Einrichtung zum Herstellen einer Antriebsverbindung zwischen den Riemenscheiben Ύ2 des ersten Getriebes 36 und des zweiten Getriebes 36a und den Kettenrädern 13 und 13a gemäß Fig. 4 zwei erste Zwischenwellen 66 und 67 und zwei zweite Zwischenwellen 66a und 67a auf, die im Gestell des BreitStreckers drehbar gelagert sind.
Die Zwischenwellen 66 und 66a sind gegenüber der Hauptwelle 30 in Richtung auf das Austrittsende des Breitstreckers versetzt und mit einer Riemenscheibe 71 bzw. 71a drehfest verbunden, und über diese Riemenscheiben laufen endlose Riemen 72 und 72a, die mit den Riemenscheiben 42 des ersten Getriebes 36 bzw. des zweiten Getriebes 36a zusammenarbeiten. Die inneren Zwischenwellen 66 und 66a sind mit den äußeren Zwischenwellen 67 und 67a durch Ketten 74 und 74a sowie zugehörige Kettenräder verbunden, und die äußeren Zwischenwellen bilden die Antriebswellen von zugehörigen Zahnradgetrieben 75 und 75a> auf deren Abtriebswellen gemäß Fig. 2 die Kettenräder 13 und 13a montiert sind.
Gemäß Fig. 4 ist die Abtriebsriecienscheibe 42 des dritten Differentialgetriebes 37 mit den Äbführungswalzen 20 und 21 durch einen endlosen Riemen 80 verbunden, der über die Riemenscheibe 42 des Getriebes 37 und eine mit einer Zwischenwelle 62 drehfest verbundene Riemenscheibe 81 läuft,, Ferner ist die Zwischenwelle 82 durch Riemenscheiben und einen Riemen 83 gemäß Fig, 1 mit der An-
7313763 30.04.75
triebswelle eines mit variabler Drehzahl arbeitenden Betriebes 86 bekannter Art verbunden, zu dem ein mit der Hand zu betätigender Griff 86a gehört, der es ermöglicht, die Abtriebsdrehzahl des verstellbaren Getriebes 86 so zu verändern, daß eine optimale Umfangsgeschwindigkeit der Abführungswalzen 20 und 22 erzielt wird.
Die Abtriebswelle des verstellbaren Getriebes 86 ist mit dem äußeren !binde eines einen kleineren Durchmesser aufweisenden EndabSchnitts der äußeren Abführungswalze 21 durch eine Kettenrad- und Kettenanordnung oder eine ßiemenscheiben- und Riemenanordnung 87 verbunden, und ein Zahnradpaar 90 stellt eine Antriebsverbindung zwischen der äußeren Abführungswalze 21 und der inneren Abführungswalze 20 her, so daß die beiden Abführungswalzen beim Betrieb des BreitStreckers mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit gedreht werden.
Zwar wird es vorgezogen, die Einrichtung 63 zum Herstellen eines Verzugs in der aus .Fig. 1 ersichtlichen Weise hinter den Abführungswalzen 20 und 21 dort anzuordnen, wo die Stoffbahn entspannt ist oder unter einer minimalen Spannung steht, doch wäre es auch möglich, die Einrichtung 6$ im Bereich der Ketten 10 und 10a anzuordnen. Im letzteren Fall ist es zweckmäßig, die Einrichtung 63 vor den vorderen Enden der Ketten 10, 10a und vor der Kühleinrichtung 15 unterzubringen. Es hat sich gezeigt, daß sich ein Schrägverzug bei der Stoffbahn besser korrigieren läßt, wenn die Einrichtung 63 vor den vorderen Enden der Ketten 10 und 10a angeordnet ist, als wenn sie hinter den Abführungswalzen 20 und 21 angeordnet ist, wie es in Fig. 1 und 2 gezeigt ist, da sich eine gewisse Verzögerung zwischen dem Aufgenblick, in dem sich ein bestimmter rI'eil der Stoffbahn den Abgabeenden der Ketten 10 und 10a nähert, und dem Augenblick ergibt, in dem dieser ^eil der Stoffbahniin die Entspannungszone jenseits der Abführungswalze 21 eintritt. Jedoch erweist sich die Korrektur des Verzugs der Stoffbahn als dauerhafter, wenn
7313763 30.04.75
der Verzug festgestellt wird, während der Stoff entspannt ist, denn hierbei ist der Stoff von einer Nachwirkung des Reckens im wesentlichen frei, und er befindet sich praktisch in dem Zustand, in welchem er dem Abnehmer zugeführt wird. Jedenfalls wurde festgestellt, daß sich ein Krümmungsverzug bei der Stoffbahn besser korrigieren läßt, wenn die Einrichtung 63 in der auβ Fig. 1 und 2 ersichtlichen Weise angeordnet ist.
Gemäß de? Erfindung ist auch daran gedacht, daß man zwei Verzugsdetektoren verwenden könnte; in diesem Fall würde der eine Detektor so angeordnet sein wie die Einrichtung 63 in Fig. 1 und 2, wobei dieser Detektor dann nur den Krummungskorreturmotor 65 steuern würde, während der zweite Detektor nahe den vorderen Enden der Ketten 10 und 10a angeordnet sein würde, um dort nur einen etwa vorhandenen Schrägverzug nachzuweisen und nur den Schrägverzugkorrekturmotor zu steuern. Eine bildliche Darstellung dieser letzteren Anordnung dürfte sich erübrigen. Aus wirtschaftlichen Gründen wird es bevorzugt, nur einen einzigen Detektor zum Steuern der beiden Motoren 61 und 65 zu benutzen, und es hat sich gezeigt, daß dann, wenn die beiden Motoren gemäß Fig. 1 und 2 durch einen gemeinsamen Detektor 63 gesteuert werden, insgesamt eine bessere Korrektur des Schrägverzugs und des Krümmungsveraugs bei der Stoffbahn erzielt wird, wenn der Detektor 63 Jenseits der Anführungswalzen 20 und 21 angeordnet ü, als wenn er vor den vorderen Enden der Ketten 10 und 10a des Breitstreckers angeordnet wäre.
Beim Betrieb der ersten Ausführungsform der Einrichtung zum Antreiben der Ketten 10, 10a und der Abführungswalzen 20, 21 läuft die Hauptantriebswelle 30 nach Fig. M-während der Betriebszeit des Breitstrecken mit einer konstanten Drehzahl. Wenn die Stoffbahn F im Bereich des Detektors 63 weder einen Schrägverzug noch einen Krümmungsverzug aufweist, werden alle Abtriebsriemenscheiben 42 der Differentialgetriebe 36, 36a und 37 mit einer konstanten
7313763 30.04.75
Drehzahl von z.B. 600 U/min angetrieben, so daß beide Ketten 10 und 10a mit der gleichen konstanten Drehzahl angetrieben werden und auch die Abführungswalzen 20 und mit einer konstanten Drehzahl umlaufen. Die optimale konstante Drehzahl der beiden Abführungswalzen wird durch Verstellen des Regelelements 86a des verstellbaren Getriebes 86 so eingestellt, daß die Stoffbahn von den Ketten abgehoben und mit einer Geschwindigkeit weitertransportiert wird» die im wesentlichen der Laufgeschwindigkeit der Ketten entspricht.
Die Führungswalzen 22 und 23 nach Fig. 1 und 2 dienen auch dazu, die Stoffbahn aus dem Breitstrecker abzugeben, und sie werden mit einer solchen Umfangsgeschwindigkeit im Vergleich zu derjenigen der Abführungswalzen und 21 angetrieben, daß auf den Teil der Stoffbahn, der sich zwischen der äußeren Abführungswalze 21 und der Führungswalze 22 erstreckt, nur eine minimale Spannung aufgebracht wird. Zu diesem Zweck ist die Welle der Ab-r führungswalze 21 mit der Führungswalze 23 gemäß Fig. 2 durch Kettenräder und eine Kette 92 verbunden, und ein Zahnradpaar 93 verbindet dxe Führungswalze 23 mit der Führungswalze 22. Gegebenenfalls kann die Führungswalze als Spannrolle von relativ geringem Gewicht ausgebildet sein, die sich lediglich an einer durch die Stoffbahn F gebildeten Schleife abstützt. In diesem Fall würde die Spannrolle nicht angetrieben werden.
Wenn der Detektor 63 bei der Stoffbahn F einen Schrägverzug feststellt, bei dem gemäß Fig. 2 der rechte Rand der Stoffbahn gegenüber dem linken Rand voreilt, wird ein Schrägverzug-Korrektursignal von dem Detektor 63 abgegeben, um den Schrägverzugkorrekturmotor 61 so zu betätigen, daß sich seine Welle in der Vorwärtsrichtung dreht. Hierdurch wird das Gehäuse 43 des ersten Differentialgetriebes 36 in der Vorwärtsrichtung gedreht, die der Drehrichtung der Hauptwelle 30 entspricht. Gleichzeitig wird das Gehäuse 43 des zweiten Differentialgetrietss 36a
7313763 30.04.75
> t ι * ι t ι
in der entgegengesetzten Richtung und mit der gleichen Geschwindigkeit gedreht wie das Gehäuse des ersten Getriebes 36. Die Drehgeschwindigkeit der Gehäuse 43 kann so gewählt werden, daß die Abtriebsdrehzahl des ersten Differentialgetriebes 36 um etwa 0,5% bis 2% verringert wird, während die Abtriebsdrehzahl des zweiten Differential-, getriebes 36a um den gleichen Betrag erhöht wird, was sich jeweils nach mehreren Faktoren richtet, z.B. der Baulänge des Breitstreckers, der Laufgeschwindigkeit der Ketten 10 und 10a, der Breite der Stoffbahn F und der Art des zu behandelnden Stoffs; die Erfindung beschränkt sich jedoch nicht auf die angegebenen Zahlenwerte.
Somit wird die Laufgeschwindigkeit der rechten Kette 10 nach Fig. 2 gegenüber der normalen Laufgeschwindigkeit um einen vorbestimmten Betrag verringert, während gleichzeitig die Laufgeschwindigkeit der linken Kette 10a um den gleichen Betrag erhöht wird, um den Schrägverzug in der Stoffbahn F über die ganze wirksame Länge der Ketten 10 und 10a zu beseitigen, und bis der Detektor 63 bei der Stoffbahn keinen Schrägverzug mehr nachweist. Hieraus folgt, daß die mittlere Laufgeschwindigkeit der beiden Ketten konstant bleibt, d.h. daß sich der mittlere Längsabschnitt der Stoffbahn F ständig mit einer konstanten Geschwindigkeit bewegt, die durch die Drehzahl der Hauptwelle 30 bestimmt ist.
Sobald der Detektor 63 das Vorhandensein eines Schrägverzugs feststellt, bei dem gemäß Fig, 2 der linke Rand der Stoffbahn F gegenüber dem rechten Rand vorauseilt, wird der Schrägverzugkorrekturmotor 61 so betätigt, daß·sich seine Welle in der Rückwärtsrichtung dreht, um die Gehäuse 43 der Differentialgetriebe 36 und 36a zu veranlassen, sich in der Rückwärtsrichtung bzw. in der Vorwärtsrichtung, jedoch mit der gleichen Geschwindigkeit zu drehen, damit die Laufgeschwindigkeiten der beiden Ketten 10 und 10a proportional dazu verringert bzw. erhöht werden, bis der Detektor 63 keinen Schrägverzug mehr
7313763 30.04.75
· > II·
nachweist.
Sobald der Detektor 63 bei den Schußfäden oder Maschenreihen der Stoffbahn F eine Krümmung nach vorn oder hinten nachweist, wobei es unerheblich ist, oh sich in diesem Augenblick der Schrägverzugkorrekturmotor 61 in Betrieb befindet oder nicht, wird dem Krümmungskorrekturmotor 65 ein Krümmungskorrektursignal von dem Detektor aus zugeführt. Stellt der Detektor 63 das Vorhandensein einer Krümmung in der Vorwärtsrichtung fest, bewirkt das lern Krümmungskorrekturmotor 65 zugeführte Signal, daß dieser Motor in der Vorwärtsrichtung läuft, um das Gehäur-o des dritten Differentialgetriebes 37 in der Vorwärtsrichtung zu drehen. Hierdurch wird die Vorwärtsdrehzahl der Abführungswalzen 20, 21 und der Führungswalzen 22, 23 um einen vorbestimmten Betrag verringert, um die Geschwindigkeit herabzusebzen, mit der der mittlere Teil der Stoffbahn F durch die Abführungswalzen 20 und 21 im Vergleich zur Laufgeschwindigkeit der Ketten 10 und 10a bewegt wird, um so die Krümmung in der Vorwärtsrichtung zu beseitigen. Das Gehäuse 43 des dritten Differentialgetriebes 37 dreht sich In der Vorwärtsrichtung, wobei die Drehzahl der Walzen 21, 22 und 23 entsprechend erhöht ist, bis der Detektor 63 keinen Krümmungsverzug mehr nachweist. Sobald dieser Punkt erreicht ist, wird der Krümnmngskorrektirmotor 65 abgeschaltet, um die Drehbewegung des Gehäuses 43 des dritten Differentialgetriebes 37 zu beenden, so daß die Walzen 20 bis 23 wieder mit der normalen Drehzahl umlaufen.
Stell der Detektor 63 das Vorhandensein einer Krümmung nach hinten fest, bei der der mittlere Teil der Stoffbahn gegenüber den beiden Rändern nacheilt, bewirkt das dem Krümmungskorrekturmotor 65 zugeführte Signal, daß sich die Welle dieses Iviotors in der Rückwärtsrichtung dreht, um auch das Gehäuse 43 des dritten Differentialgetriebes 37 in der Rückwärtsrichtung zu drehen, so daß die Umfangsgeschwindigkeit der Walzen 20 bis 23 erhöht wird, bis der Detektor 63 kein Nacheilen des mittleren
7313763 30.04.75
till I t I ϊ
-18- : s ...■
Teils der Stoffbahn und damit auch keinen Krümmungsverzug mehr feststellt. Sobald dies geschehen irt, arbeiten die Walzen 20 bis 23 wieder mit ihrer normalen Drehzahl. Wird die Umfangsgeschwindigkeit der Walzen 20 bis 23 erhöht, bewegt sich der mittlere Teil der Stoffbahn P mit einer höheren Geschwindigkeit als die Längskanten der Stoffbahn, die durch die Ketten 10 und 10a festgehalten werden, so daß der Krümmungsverzug bei der Stoffbahn beseitigt wird, ohne daß sich eine Änderung der mittleren Laufgeschwindigkeit der Stoffbahn ergibt.
Um weiter dazu beizutragen, daß der von dem Breitstrecker abgegebene^Stoff über seine ganze Länge eine im wesentlichen gleichmäßige "Ausbeute" liefert, ist eine Einrichtung vorhanden, die daau dient, Schwankungen der Dichte des Stoffs nach der Behandlung in dem Breitstrecker nachzuweisen und zum Ausgleich solcher Schwankungen die Geschwindigkeit zu variieren, mit der die Stoffbahn den hinteren Enden der Ketten 10 und 10a zugeführt wird. Gemäß Fig. 1 werden zu diesem Zweck die Transportwalzen 16 am linken Ende des Breitstreckers durch eine insgesamt miv; 100 bezeichnete Antriebseinrichtung angetrieben, zu der eine mit konstanter Drehzahl arbeitende Antriebswelle 101 gehört, die durch eine Antriebseinrichtung 102 angetrieben wird. Auf der Welle 101 ist ein Differentialgetriebe 103 der in Pig. 5 gezeigten Art montiert, und das drehbare Abtriebsglied dieses Differentialgetriebes ist mit der Antriebswelle eines verstellbaren Getriebes 104 verbunden, zu dem ein mit der hand zu betätigendes Regelglied 104a gehört, das es ermöglicht, das Getriebe 104 auf die optimale Abtriebsdrehzahl einzustellen. Das Abtriebsglied das verstellbaren Getriebes 104 steht in Antriebsverbindung mit den Transportwalzen 16.
Wie bei den Differentialgetrieben 36, 36a und 37 nach FIg1 4 ist das Flanetenradgehäuse des Differentialgetriebes 103 durch Riemenscheiben und einen Riemen 106 mit einem Elektromotor 107 zum Regeln der Transportge-
7313763 30.04.75
schwindigkeit der Stoffbahn verbunden. Die Antriebswelle 101, die Antriebseinrichtung 102, das verstellbare Getriebe 104 und der Regelmotor 107 können auf einer gemeinsamen Grundplatte 110 angeordnet sein. Der Regelmotor 107 ist durch Leitungen 111 mit einer Abtast- oder Fühleinrichtung 115 verbunden, die gemäß Fig. 1 nahe den vorderen Enden der Ketten 10 und 10a sowie hinter der Kühleinrichtung 14 angeordnet ist und dazu dient, Schwankungen der Dichte der Stoffbahn F über ihre ganze Breite zwischen den beiden Ketten festzustellen. Die S1UhIeinrichtung 11? kann von bekannter Art sein und dazu dienen, Abweichungen <ier Dichte der Stoffbahn, z.B. bezüglich der Anzahl der Schußfäden oder Maschenreihen $e Längeneinheit, im Vergleich zu einer vorbestimmten normalen Anzahl festzustellen. Da es zahlreiche bekannte Arten von Fühleinrichtungen gibt, die es ermöglichen, Steuersignale zu erzeugen, wenn die Anzahl der Maschenreihen oder.Schußfäden oder andere Merkmale der Dichte der Stoffbahn gegenüber einem normalen Sollwert nach oben oder unten abweichen, so daß sich eine nähere Beschreibung der Fühleinrichtung 115 erübrigen dürfte. Beispielsweise kann man eine Einrichtung benutzen, wie sie unter der Bezeichnung "The Mahl ο PIvEE-I" von der Mahlo-America, Inc., Post Office Box 1552, Spartanburg, South Carolina auf den Markt gebracht wird.
Wenn die während des Betriebs die Dichtefühleinrichtung 115 durchlaufende Stoffbahn eine Dichte besitzt, die dem Sollwert entspricht, treibt die Antriebswelle 101 d"ve Transportwalzen 116 über das Abtriebsteil des Differentialgetriebes 105 und das verstellbare Getriebe 104 mit einer konstanten Drehzahl an. Sobald dem Regelmotor 107 von der Fühleinrichtung 115 ein Signal zugeführt wird, das anziegt, daß die Dichte des Stoffs F den Sollwert überschreitet, treibt der Motor 107 das Gehäuse des Differentialgetriebes 103 in der Vorwärtsrichtung an, die der normalen Drehrichtung der Antriebswelle 101 entspricht, jedoch niedriger ist als die Drehzahl der Welle 101» Dies hat zur Folge, daß die Drehgeschwindigkeit des Abtriebsteils
7313763 30.0t.75
des Differentialgetriebes 103 entsprechend herabgesetzt wird, um die Drehzahl der Transportwalzen 16 um einen vorbestimmten Betrag zu verringern. Hieraus folgt, daß die Dichte des Stoffs beim Durchlaufen des Breitstreckers allmählich und fortschreitend verringert wird, bis die kühleinrichtung 113 keine Dichte des Stoffs mehr feststellt, die über dem Sollwert liegt. Sobald dies geschehen ist, wird dem Hegelmotor 107 kein Signal mehr zugeführt, so daß die Drehbewegung des Gehäuses des Differentialgetriebes 103 beendet wird und daher die Drehzahl der Transportwalzen 16 auf den Normalwert zurückgeführt wird, der durch die Stellung des Regelgliedes 104a des verstellbaren Getriebes 104 bestimmt ist.
Sobald die Fühleinrichtung 113 bei der Stoffbahn F eine zu geringe Dichte feststellt, wird dem Regelmotor 107 erneut ein Signal zugeführt, um ihn zu veranlassen, das Gehäuse des Differentialgetriebes 103 in der Rüokwärtsrichtung zu drehen, um so die Drehzahl der Transportwalzen 16 zu erhöhen und diese Drehzahl auf ihrem höheren Wert zu halten, bis die zu geringe Dichte des Stoffs korrigiert worden ist, so daß die Fühleinrichtung 113 nicht mehr anspricht.
Zweite Ausführungsform
In Fig. 6, 7 und 8 ist eine zweite Ausführungsform der Erfindung in Gestalt einer Vorrichtung zum Antreiben der Ketten eines Breitstreckers sowie der Abführungswalzen, bei der die Iketten, die Abführungswalzen und die Führungswalzen ebenso wie bei der ersten Ausführungsform nach Fig. 1 bis 5 mit 10, 10a bzw. 20, 21, 22 und 23 bezeichnet sind. Weitere in Fig. 6 bis 8 gezeigte Bauteile, die in Fig. 1 bis 5 dargestellten ähneln, sind ebenfalls mit den gleichen Bezugszahlen, jedoch unter Beifügung eines Kennstrichs, bezeichnet, so daß sich bei der folgenden Beschreibung Wiederholungen erübrigen dürften.
Die zweite Ausführungsform nach Fig. 6 bis 8 unterscheidet sich von der ersten nach Fig. 1 bis 5 in erster
7313763 30.04.75
'
Linie darin, daß die drei Differentialgetriebe 36', 36a1 und 37' nicht wie in Fig. 4 auf einer gemeinsamen Hauptantriebswelle, sondern getrennt atif durch seitliche Abstände getrennten Abtriebswelleii 120, 120a und 121 angeordnet sind. Diese drei Abtriebswellen sind gem-ß Fig. 7 parallel zu einer Hauptantriebswelle 30' angeordnet und in einem stehenden Gehäuse 122 drehbar gelagert. Die Differentialgetriebe 36', 36a' χιηά 37' können im wesentlichen von gleicher Konstruktion sein, jedoch abgesehen von den zugehörigen Abtriebswellen, auf denen sie angeordnet sind. Im Hinblick hierauf ist in Fig. 8 nur das Differentialgetriebe 36a1 im Schnitt dargestellt; es ist ersichtlich, daß die Eauteile 40', 40a1, 41*, 41a1, 431, 43a1, 43b1 und 45' nach Fig. 8 von gleicher Art sein können wie die entsprechenden Bauteile nach Fig. 5» wobei jedoch ein wichtiger Unterschied darin besteht, daß die Buchse oder Nabe 40* das Abtriebsglied des Differentialgetriebes 36a1 und die Nabe 41' das Antrieebsglied dieses Differentialgetriebes bildet.
Mit jeder Antriebsnabe 41' ist außerhalb des zugehörigen Gehäuses 43* ein Kettenrad 42' drehfest verbunden, und alle drei Kettenräder 42' arbeiten mit einer gemeinsamen endlosen Ketten 123 zusammen, die außerdem mit einem gemäß Fig. 7 auf der Hauptantriebswelle 30' sitzenden Kettenrad 124 zusammenarbeitet. An jedem Gehäuse 43' der drei Differentialgetriebe ist gemäß Fig. 7 und 8 ein Schneckenrad 125 "bzw. 125a bzw. 126 befestigt oder ausgebildet, und mit jedem dieser Sehne ei-enräder arbeitst eine von drei Schnecken I30, 130a und 131 zusammen; alternativ könnten die Schnecken und Schneckenräder auch durch Schrägoder Schraubenzahnradteile ersetzt sein. In dem Gehäuse 122 sind eine obere Regelwelle 132 und eine untere Regelwelle 133 drehbar gelagert, wobei auf der oberen Regelwelle 132 die Schnecken 13Ο und 130a sitzen, während mit der unteren Re^elwelle die Schnecke 131 drehfest verbunden ist. Die Gangrichtung der Verzahnung der Schnecke I30 ist derjenigen der Schnecke 130a entgegengesetzt, so daß dann,
7313763 30.04.75
wenn die Welle 132 in der einen oder anderen Richtung gedreht wird, die Gehäuse 43' der Differentialgetriebe 36' und 36a1 in entgegengesetzten Richtungen, jedoch mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit relativ zueinander gedreht werden. Die zugehörigen Enden der Regelwellen 132 und 133 sind durch Riemenscheiben und Riemen 134- bzw. 135 mit zugehörigen umsteuerbaren Elektromotoren 61' und 65' verbunden, die als Regelmotoren arbeiten und daher die gleiche Aufgabe erfüllen wie die R'sgelmotoren 61 und 6? nach Fig. 4.
Gemäß Fig. 6 stehen die Abtriebswellen 120 und 120a der Differentialgetriebe 36' und 36a1 in Antriebsverbindung mit zugehörigen Wellen 67' und 67a', und zwar über Kettenräder und damit zusammenarbeitende Ketten 136 und 136a, damit die zugehörigen Ketten 10 und 10a des Breitstreckers im wesentlichen in der gleichen Weise angetrieben werden können, wie es weiter oben bezüglich der ersten Ausführungsform der Erfindung beschrieben ist. Die Abtriebswelle 121 des dritten Differentialgetriebes 37' ist mit einer Welle 82' gekuppelt oder zusammen mit der Welle 82* einstückig ausgebildet, die dazu dient, die Abführungswalzen 20, 21 und die Führungswalzen 22 und 23 gemäß Fig. im wesentlichen in der gleichen V/eise anzutreiben, wie es bezüglich der ersten Ausführungsform beschrieben wurde.
Bei der zweiten Ausführungsform sind die Regelmotoren 61' und 65' mit dem Detektor 63 betriebsmäßig in der gleichen Weise verbunden, wie es bezüglich der ersten Ausführungsform beschrieben wurde. Es ist somit ersichtlich, daß die Antriebseinrichtung bei der zweiten Ausführungsform weitgehend in der gleichen Weise arbeitet wie bei der ersten Ausführungsform, so daß sich eine erneute nähere Erläuterung erübrigen dürfte. Da die Hauptantriebswelle 30' die Antriebsnaben 4-1' aller drei Differentialgetriebe 36', 36a' und 37'» wie erwähnt, im wesentlich mit einer konstanten Drehzahl antreibt, arbeiten natürlich die Abtrieb swellen 120, 120a und 121 normalerweise ebenfalls mit
7313763 30.04.75
einer im wesentlichen konstanten Drehzahl, und wenn die Regelmotoren 61' und 65' cie zugehörigen Wellen 132 und 133 antreiben, um einen Schrägverzug oder einen Krümmungsverzug bei der Stoffbahn I? in dem Breitstrecker zu korrigieren, bewirkt die zu diesem Zweck herbeigeführte Drehung der Gehäuse y43'} daß die Drehgeschwindigkeit der Abtriebswellen 120, 120a und 121 entsprechend geändert wird.
Durch die Erfindung ist somit ein verbessertes Verfahren und sind verbesserte Vorrichtungen geschaffen worden, die es ermöglichen, bei Stoffbahnen, die einen Breitstrecker durchlaufen, Korrekturen bezüglich eines Schrägverzugs, eines Krümmungsverzugs und bezüglich Abweichungen der Dichte vom Sollwert durchzuführen, während die Laufgeschwindigkeit des mittleren Teils der Stoffbahn auf einem konstanten Wert gehalten wird, was zur Erzeugung eines Stoffs beiträgt, der je Längeneinheit ein gleichmäßiges Gewicht oder eine gleichmäßige Dichte aufweist. Ferner ermöglicht es die Erfindung, die Geschwindigkeit der Produktion von Stoffen mit einem im wesentlichen gleichmäßigen Gewicht bzw. einer im wesentlichen gleichmäßigen Dichte je Längeneinheit mittels eines Breitstrecken zu erhöhen, da.Sdie Geschwindigkeit, mit der die Stoffbahn dem Breitstrecker zugeführt wird, automatisch in Abhängigkeit von einer kühleinrichtung geregelt wird, die es gestattet, Abweichungen bezüglich der Dichte, z.B. der Anzahl der Schußfäden je Längeneinheit und/oder der Maschenreihen je Längeneinheit bei dem Stoff bzw. der V/are festzustellen, während sie den Breitstrecker durchläuft„
Alle in den Unterlagen offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die offenbarte räumliche Ausgestaltung, werden, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind, als erfindungswesentlich beansprucht.
Ansprüche;

Claims (14)

SCHUTZANSPROCHE
1. Vorrichtung zum Breitstrecken und Korrigieren einer Stoffbahn mit zwei durch einen Querabstand getrennten, langgestreckten, in der Längsrichtung bewegbaren, die Stoffbahn seitlich spannenden Streckketten oder anderen zum Erfassen einer Stoffbahn geeigneten Einrichtungen, sowie mit einer die Streckketten normalerweise mit einer im wesentlichen konstanten Geschwindigkeit bewegenden Antriebseinrichtung, dadurch gekennzeichnet , daß der Antriebseinrichtung (31; 31') Regeleinrichtungen zugeordnet sind, um die Laufgeschwindigkeit der beiden Spannketten (10, 10a) relativ zueinander direkt proportional zu variieren, und zwar derart, daß die mittlere Laufgeschwindigkeit der Stoffbahn konstant ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Regeleinrichtung ein Fühler (63, 63a bis 63d) zugeordnet ist, mit dem auf bekannte Weise das Vorhandensein eines Schrägverzugs in der Stoffbahn (F)
30.0475
feststellbar und ein SchrägveTzug-Korrektursignal auslösbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung eine mit einer konstanten Drehzahl antreibbare Antriebswelle (30; 30·) aufweist, die mit dem Antriebsglied (40; 41') zwjier Einrichtungen (36; 36', 36a; 36a1) zum Variieren der Drehzahl drehfest verbunden ist, deren Abtriebsglieder (42; 120, 42; 120a) in Antriebsverbindung mit den zugehörigen Streckketten (10 bzw. 10a) stehen und daß ein umsteuerbarer Regelmotor (61; 615J vorgesehen ist, der durch den Fühler (63, 63a bis 63d) steuerbar ist, um die Drehgeschwindigkeit des einen Abtriebsgliedes (42; 120) herabzusetzen oder zu erhöhen und gleichzeitig die des zweiten Abtriebsgliedes (42; 120a) entsprechend zu erhöhen oder herabzusetzen, solange das Vorhandensein eines Schrägverzugs in der Stoffbahn festgestellt wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Einrichtungen zum Variieren der Drehzahl als Differentialgetriebe (36; 36' und 36a; 36a1) ausgebildet sind, die ein AntriebFglied (40; 41'), das durch die mit konstanter Drehzahl umlaufende Antriebswelle (30; 30') antreibbar ist, sowie je ein Abtriebsglied (42; 120, 120a) aufweisen, das in Antriebsverbindung mit einer der Streckketten (10 bzw. 10a) stehen, wobei jedes Differentialgetriebe ein
7313763 3O.0i.75
normalerweise in Ruhe bleibendes, drehbares Gehäuse (43; 43') aufweist, in dem Planetenzahnräder (43a, 43b; 43a', 43b') angeordnet sind, die mit auf dem Antriebsglied (30) bzw. dem Abtriebsglied (4 2) jedes Differentialgetriebes drehfest angebrachten Sonnenrädern (40a, 41a; 40af, 41a1) in Eingriff stehen, und daß die Gehäuse der Differentialgetriebe durch den umsteuerbaren Regelmotor (61, 61') gleichzeitig und in entgegengesetzten Richtungen antreibbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Antriebswelle (30) durch beide Differentialgetriebe (36, 36a) ragt und sie trägt, wobei die Antriebsglieder (40) der beiden Differentialgetriebe mit der Antriebswelle (30) drehfest verbunden sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet , daß Kraftübertragungseinrichtungen (46, 46a, 50 bis 57, 50a) vorhanden sind, die die Drehbewegung des Regelmotors (61, 61') auf das Gehäuse (43; 43') der beiden Differentialgetriebe (36; 36' bzw. 36a; 36af) gleichzeitig in entgegengesetzten Richtungen übertragen, sobald der Fühler (63, 63a bis 63d) das Vornandensein eines Schrägverzugs in der Stoffbahn (F) feststellt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Achsen der Gehäuse (43') der beiden
7313763 30.04.75
Differentialgetriebe (361, 36a1) in einem seitlichen Abstand nebeneinander angeordnet sind und im wesentlichen parallel verlaufen, daß die Antriebswelle (301) in einem seitlichen Abstand von den Gehäusen und im wesentlichen parallel zu deren Achsen angeordnet ist, und daß die Antriebswelle mit den Antriebsgliedern (4T) der Differentialgetriebe durch Antriebsverbindungen (421, 123, 124) verbunden sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet , daß auf der Austrittsseite der Ketten (10, 10a) des Breitstreckers eine Transportwalze (21) für die korrigierte Stoffbahn (F) angeordnet ist, daß auf der von den Streckketten abgewandten Seite der Transportwalze Abgabewalzen (22, 23) für die von der Transportwalze kommende, korrigierte Stoffbahn angeordnet sind, daß der Fühler (63, 63a bis 63d) zwischen der Transportwalze und den Abgabewalzen nahe der Bewegungsbahn des Stoffs angeordnet ist, und daß die Transportwalze und die Abgabewalzen kontinuierlich mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit angetrieben sind, um den korrigierten Stoff unter einer minimalen Spannung an dem Fühler vorbeizuführen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet , daß mit dem Fühler (63, 63a bis 63d) auf bekannte Weise das Vorhandensein eines KrümmungsVerzugs bei dem sich in der Vorwärtsrichtung bewegenden Stoff feststellbar ist, daß die Transportwalze mit der Antriebseinrichtung
(31, 31') durch ein drittes Differentialgetriebe (37; 37') verbunden ist, zu dem ein drittes drehbares Antriebsglied (40; 41') gehört, das durch die Antriebswelle (30; 301"» antreibbar ist, daß ein drittes drehbares Abtriebsglied (41; 121) vorhanden ist, das in Antriebsverbindung mit der Transportwalze steht, daß zu dem dritten Diffeientialgetriebe ein normalerweise in Ruhe befindliches drehbares drittes Gehäuse (43; 43') gehört, in dem Planetenzahnräder (43, 43b; 43a1, 43bf) und Sonnenrädei (40a, 41a; 40a', 41a1) angeordnet sind, die dazu dienen, normalerweise eine Drehbewegung mit konstanter Geschwindigkeit von dem dritten Antriebsglied auf das dritte Abtriebsglied zu übertragen, und daß ein weiterer umsteuerbarer Motor (65) vorhanden ist, der durch den Fühler gesteuert wird, sobald der Fühler das Vorhandensein eines Krümmung sv er zug s> bei dem Stoff feststellt, um das dritte Gehäuse in einer Drehrichtung anzutreiben, die der Richtung des KrümmungsVerzugs entspricht.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine durch die Antriebseinrichtung (31; 31') angetriebene und mit der Stoffbahn (F) über ihre ganze Breite zusammenarbeiten de und sie von den Streckketten (10, 10a) abführende Transportwalze (21) und durch einen Fühler (63, 63a bis 63d), mit dem auf bekannte Weise das Vorhandensein eines Krümmungsverzugs in der Stoffbahn feststellbar und ein dem Krümmungsverzug entsprechendes Korrektursignal auslösbar ist, wobei Einrichtungen
7313763 30.04.75
6 -
(37, 65, 86; 37·, 65' 86') vorgesehen sind, die die Antriebseinrichtung mit der Transportwalze verbinden und auf das Krümmungsverzug-Korrektursignal des Fühlers ansprechen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet , daß zu der Einrichtung zum Variieren der Umfangsgeschwindigkeit der Transportwalze (21) zum Zweck des Ausgleichens eines Verzugs ein verstellbares Getriebe (37; 37') gehört, das ein Antriebs- (40; 41') und ein mit der Transportwalze verbundenes Abtriebsglied (41; 121) sowie ein durch den Detektor (63, 63a bis 63d) bewegbares Bauteil (43) enthält.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet , daß das verstellbare Getriebe (37; 37') als Differentialgetriebe ausgebildet ist, das ein normalerweise in Ruhe befindliches Gehäuse (43; 43') aufweist, in dem ein Planetenzahnradsystem untergebracht ist und das durch einen umsteuerbaren Regelmotor (65; 65'), der durch den Detektor (63, 63a bis 63d) gesteuert ist, in Abhängigkeit von dem Vorhandensein eines Krümmungsverzugs drehbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet , daß eine Stoffzuführungswalze (16) auf bekannte Weise den Streckketten (10, 10a) vorgeschaltet ist, daß eine Fühleinrichtung (113) nahe den Streckketten angeordnet ist, mit welcher Schwankungen der Dichte der sich
7313763 30.04.75
in der Vorwärtsrichtung bewegenden Stoffbahn feststellbar und Einrichtungen (101 bis 104, 106, 107) steuerbar sind, um die Umfangsgeschwindigkeit der Zuführungswalze entsprechend den durch die Fühleinrichtung festgestellten Schwankungen der Dichte zu variieren.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Fühleinrichtung ("M3) gesteuerte Einrichtung als Differentialgetriebe (103) ausgebildet ist, zu dem ein Antriebsglied (40) gehört, das mit ei™\er konstanten Drehzahl umläuft, ferner ein Abtriebsglied (41), das in Antriebsverbindung mit der Zuführungswalze (16) steht, sowie ein normalerweise in Ruhe befindliches Gehäuse (43), in dem ein Planetenzahnradsysteai (40a, 41a, 43a, 43b) angeordnet ist, das dazu dient, normalerweise eine Drehbewegung mit konstanter Drehzahl von dem Antriebsglied auf das Abtriebsglied zu übertragen, und das durch einen von der Fühleinrichtung (113) gesteuerten umsteuerbaren Motor (107) drehbar ist.
DE7313763U 1972-04-12 Vorrichtung zum Breitstrecken und Korrigieren von Stoffbahnen Expired DE7313763U (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US24338572 1972-04-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE7313763U true DE7313763U (de) 1975-04-30

Family

ID=1292092

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE7313763U Expired DE7313763U (de) 1972-04-12 Vorrichtung zum Breitstrecken und Korrigieren von Stoffbahnen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE7313763U (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69321231T2 (de) Vorrichtung zum Rauhen von Geweben oder Gestricken mit Spannungsteuerung
DE2318243C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Breitstrecken und Korrigieren von Stoffbahnen
DE1610940A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Garnbehandlung
DE2558106A1 (de) Leitvorrichtung fuer bahnen aus gewebten oder nicht gewebten textilien ueber walzenreihen in einer sinusfoermigen bahn
DE3016849A1 (de) Vorrichtung zum oeffnen von textilen stoffen in strang- oder seilform
DE69120837T2 (de) Antriebsvorrichtung für eine Aufwickeleinheit an einer Rundstrickmaschine
DE2054741A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Besei tigung bogenförmigen Schußfadenverzuges in einer Gewebebahn
DE3842870C1 (en) Weft-thread feed device for reverse-weft magazines of warp-knitting machines
DE7313763U (de) Vorrichtung zum Breitstrecken und Korrigieren von Stoffbahnen
DE2509506C2 (de) Vorrichtung zum maschinellen Falten und Nähen der Längskanten einer fortlaufenden Gewebebahn
DE1535650B1 (de) Kettablasseinrichtung
CH423205A (de) Maschine zur Behandlung einer Materialbahn, beispielsweise durch Thermoschweissung und Zerschneiden, insbesondere zur Herstellung von Säcken
DE3720907A1 (de) Schiffchen-stickmaschine
DE3532278A1 (de) Vorrichtung zum aufbringen einer schlichte oder dergleichen
DE2235833C3 (de) Spannvorrichtung für kontinuierlich durchlaufende Bänder, insbesondere Metallbänder
DE2723606A1 (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen waschen von stoff o.dgl.
DE2007359A1 (de) Vorrichtung zur Beseitigung von Längsverzügen einer Textilbahn
DE2258192B2 (de) Spannvorrichtung für kontinuierlich durchlaufende Bänder, insbesondere Metallbänder
DE1923779A1 (de) Vorrichtung zur automatischen Steuerung der Bodengeschwindigkeit einer mit einer Aufnahmevorrichtung,einer Plattform und einer Bearbeitungsvorrichtung versehenen Erntemaschine duch Abtastung des Drehmoments eines umlaufenden Teiles der Maschine
DE2620772A1 (de) Breitstreckvorrichtung fuer folienartige stoffe
DE2331529B2 (de) Verfahren zum Richten von laufenden elastischen Textilbahnen, insbesondere Maschenware, auf einem Spannrahmen und Spannrahmen zur Durchführung dieses Verfahrens
DE69302976T2 (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen Behandeln eines bandförmigen Materials
CH331470A (de) Bäummaschine für bahnartiges Gut, z. B. Fadenscharen
DE1560132C (de) Vorrichtung zum durchlaufenden Kantenverfestigen von schlauchförmiger Maschenware
DE559829C (de) Kettenlose Gewebe-Mercerisiermaschine