DE559829C - Kettenlose Gewebe-Mercerisiermaschine - Google Patents
Kettenlose Gewebe-MercerisiermaschineInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B7/00—Mercerising, e.g. lustring by mercerising
- D06B7/08—Mercerising, e.g. lustring by mercerising of fabrics of indefinite length
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
Die bisher bekannten Mercerisiermaschinen erstrebten fast sämtlich ein glanzreiches Aussehen
der Ware. Dementsprechend waren die benutzten Mechanismen darauf gerichtet, die Ware in der Kettenrichtung sowohl als auch
in der Schußrichtung· möglichst auszuspannen. Im Gegensatz hierzu soll die vorliegende
Maschine in weiterer Ausbildung der Mercerisiermaschine nach Patent 491 213 gestatten,
alle Grade der Ausrüstung, die zwischen mattem und glanzreichem Aussehen und zwischen wollähnlichem und seidenartigem
Griff liegen, zu erzielen. Die Maschine gemäß der Erfindung ermöglicht es nämlich, -die Längen- und Breitenmaße des
Gewebes in allen Stufen vom Zusammenstauchen bis zum Ausspannen zu verändern. Die Fixierung dieser Änderungen wird dadurch
erreicht, daß die zum Imprägnieren benutzte Lauge während der Behandlung der Ware in üblicher Weise möglichst ausgewaschen
wird. Um bei dem Ausdehnen ein Zerreißen der Ware zu vermeiden und beim Zusammenschrumpfen geeignete Dimensionen
zu erlangen, ist die durch die Bindung des Gewebes gegebene Elastizität der Ketten- wie
Schußfäden zu berücksichtigen, da diejenigen Fäden, welche Schlangenlinien zeigen, eine
größere Ausdehnung und Zusammenschrumpfung erfahren können als solche Fäden, welche im Gewebe in gestreckter Lage
sich befinden. Die Maschine muß daher gestatten, jede Ware in einer dem Gewebe wie
dem Zweck entsprechenden Weise zu behandeln.
Eine solche Abstufung ist bei der Mercerisiermaschine nach Patent 491 213 schon deshalb
nicht durchführbar, weil hier alle Förderwalzen nur mit zunehmender Geschwindigkeit
usw. arbeiten. Dadurch jedoch, daß nunmehr für die Kettenrichtung die Transportwalzen,
über welche die Ware in ununterbrochener Berührung geführt wird und von denen die ersten zum Imprägnieren mit
Lauge, die letzten zum Entlaugen dienen, in ihrer Antriebsgeschwindigkeit so verändert
werden können, daß bei allmählich steigender Geschwindigkeit die Ware gespannt bzw. ausgedehnt
und bei allmählich sich verringernder Geschwindigkeit die Ware gelockert wird bzw. zusammenschrumpft, während für die
Schußrichtung bei einer oder mehreren Trans-
portwalzen deren ununterbrochene Berührung unter evtl. Einschaltung von Spannwalzen
aufgehoben wird, ist die Maschine ebensogut für die Glanz- wie auch für die Schrumpfmercerisation
verwendbar. -
Bei der in der Abbildung dargestellten Mercerisiermaschine wird die Ware A nach
Durchlaufen eines Breithalters Transportwalzen C1 bis C21 zugeführt, welche unmittelbar
nebeneinanderliegen und um welche die Ware, abwechselnd die untere und obere Walze teilweise umhüllend, in an sich bekannter
Weise geleitet wird. Die Maschine erhält außerdem die üblichen Hilfsmittel zur Flottenführung und Wiedergewinnung usw.,
nämlich die Tröge K1 bis K5, die über die
Pumpen L1 bis L5 mit den Spritzrohren M1
bis M7 in Verbindung stehen, sowie Schläger JV o. dgl. in den Trögen, so daß Flotte
und Waschwasser bei beliebiger Temperatur und gegebenenfalls im Gegenstrom geführt
werden können. Die Ware wird durch Adhäsion an den Walzen in der gegebenen Breite
erhalten und die gewünschte Spannung dadurch erzielt, daß die Umfangsgeschwindigkeiten
der Walzen zur Erzielung von mattem Ansehen langsam verringert, zur Erzielung
Kegelrad D1 D2 D3 D4 D-75
75 75 74 73
bei gleichbleibender Zähnezahl-der Antriebskegelräder, so wird das Gewebe von 70 : 75
allmählich ausgedehnt, was einer Verlängerung des Gewebes von 7% entspricht.
In gleicher Weise wird das Zusammenschrumpfen der Ware bewirkt.
Sollen mit derselben Mercerisiermaschine verschiedenartige Waren unmittelbar nacheinander
ohne erhebliche Zeitversäumnis behandelt werden, so ist es notwendig, die Maschine
mit einer Vorrichtung zu versehen, die eine rasche Verstellung dieser Längsspannung
gestattet. Zu diesem Zwecke werden die Transportwalzen in zwei oder mehr Gruppen
eingeteilt, zwischen denen sich eine leicht veränderliche Übersetzung, ein leicht lösbares
Wechselrad oder ein verstellbares Getriebe, befindet.
Erhält z. B. die erste Gruppe der Transportwalzen C2, C4, C0, C8, C10, welche im
wesentlichen zum Imprägnieren mit Lauge dienen, die Umfangsgeschwindigkeiten 106
105 104 103 102, so wird hierbei ein langsames
Zusammenziehen der Ware eintreten, was für das Imprägnieren nicht unvorteilhaft ist. Erhält nun die zweite Gruppe der Transportwalzen
C12, C14, C16, C18, C20 folgende
Umfangsgeschwindigkeiten 102 103 104 105
106, so wird hierbei die Ware wieder ausgedehnt, und die Ware verläßt die Walzen
von Glanz langsam gesteigert werden. Die ersten Walzen zur Imprägnierung C2, C4, C0
laufen zum Teil in der Lauge, während die Ware auf den letzten Walzen C12 bis C20 ausgelaugt
wird. Die Imprägnierwalzen können besonders kräftig gebaut sein und unter besonderem
Druck stehen, es können auch besondere Abquetschwalzen eingeschaltet werden. Sämtliche unteren Transportwalzen erhalten
einen direkten Antrieb durch Kegelräder D1 bis D10; jedoch erfolgt dieser Antrieb
derart, daß allmählich entweder eine Verringerung der Geschwindigkeit oder eine Steigerung der Geschwindigkeit der Ware
durch veränderte Zahnradübersetzung erzielt wird. Hierbei können die Antriebsräder D1
bis D10 gewechselt werden, oder es können
Gruppen von Transportwalzen zusammengefaßt werden, wobei jede Transportwalze gleichmäßige Geschwindigkeit erhält, während
zwischen den Gruppen Wechselräder oder sonstige Vorrichtungen eingeschaltet sind, welche eine rasche Verstellbarkeit der
Geschwindigkeit dieser Gruppe gestatten.
Erhalten die zwangsläufig angetriebenen unteren Transportwalzen folgende Zahnräder:
D6 D7 D8 D0 D10
72 71 7° 7° 7° Zähne
mit derselben Geschwindigkeit, wie sie der ersten Gruppe zugeführt worden ist. Die
Ware wird hierbei nicht ausgedehnt. Werden jedoch der zweiten Gruppe durch Änderung
ihres Antriebes folgende Geschwindigkeiten
105 106 107 108 109 gegeben, so wird die
Ware von der eingeführten Geschwindigkeit
106 zur Endgeschwindigkeit 109, also etwa
3°/0 gespannt. In ähnlicher Weise kann das Einlaufen oder das Anspannen der Ware entsprechend
dem gewünschten Zweck weiter gesteigert werden. Die Einführung einer oder mehrerer weiteren Walzengruppen erleichtert
diese Steigerung unter Vermeidung zu plötzlicher Sprünge.
Die Einrichtung gestattet ferner zur Erzielung besonderer Wirkung das wiederholte
Lockern und Anspannen der Ware, wobei die Walzengeschwindigkeiten innerhalb einer
oder mehrerer Gruppen etwa folgende sein können: 100 101 102 103 102 101 100 101
102 103 102 101 100. Auch kann die Geschwindigkeit
innerhalb einer Walzengruppe dieselbe sein und ein Unterschied nur zwischen den verschiedenen Gruppen bestehen.
Anstatt die verschiedenen Wirkungen durch Wechsel der Antriebsräder zu erzielen, können
die Durchmesser der Walzen verschieden groß gewählt werden.
Das Mercerisieren kann mit der vorliegen-
den Maschine zur Erzielung eines matten Ansehens und wollähnlichen Griffs unter Zusammenschrumpfung
der Ware erfolgen, wobei die Umfangsgeschwindigkeiten der Walzen zum Zusammenschrumpfen der Ware in der
Kettenrichtung allmählich sich verringern. Um der Ware auch ein Schrumpfen in der
Schußrichtung zu ermöglichen, werden eine oder mehrere der oberen Transportwalzen entsprechend
hoch emporgehoben, so daß die dauernde Berührung der Ware mit den Transportwalzen
unterbrochen ist. In der Abbildung ist die obere Walze C9 derart ausgebildet.
Durch Schraubenspindeln E, die durch auf Welle F sitzende Schnecken G und durch
Schneckenräder H gleichartige Drehung erhalten, lassen sich die beiden Lager / der
Transportwalze C9 und damit diese selbst emporheben, wodurch je nach der Länge der
frei laufenden Ware ein entsprechendes Einschrumpfen
infolge Wegfallens der Adhäsion derselben erzielt wird. An Stelle dieser einfachen
Transportwalze C9 kann eine gegebenenfalls direkt angetriebene Breitziehwalze
as benutzt werden.
Die Transportwalzen C2, C4, C0, welche in
konzentrierte Lauge im Kasten /C1 eintauchen,
dienen zum Imprägnieren und die Walzen C12,
Cu, C10, C18, C20 zum Entlaugen.
Für das Mercerisieren ist es hierbei wichtig, die Lauge aus dem Gewebe A möglichst
vollständig während der Ausdehnung oder Zusammenziehung zu entfernen und in hoher
Konzentration wiederzugewinnen.
Die Maschine gestattet, Waren verschiedenster Breiten nebeneinander, ja sogar schmale
Bänder zu mercerisieren.
Claims (1)
- Patentanspruch :Kettenlose Gewebe-Mercerisiermaschine mit ununterbrochener Berührung des Gewebes mit den Transportwalzen während des Imprägnieren und Entlaugens nach Patent 491 213, dadurch gekennzeichnet, daß die mit verschiedener Geschwindigkeit antreibbaren Förderwalzen zu Gruppen zusammenfaßbar und eine oder mehrere Walzen in der Höhenlage verstellbar angeordnet sind. 5cHierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH113178D DE491213C (de) | 1927-09-20 | 1927-09-20 | Kettenlose Gewebe-Mercerisiermaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE559829C true DE559829C (de) | 1932-09-24 |
Family
ID=7171744
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH113178D Expired DE491213C (de) | 1927-09-20 | 1927-09-20 | Kettenlose Gewebe-Mercerisiermaschine |
| DE1930559829D Expired DE559829C (de) | 1927-09-20 | 1930-02-02 | Kettenlose Gewebe-Mercerisiermaschine |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH113178D Expired DE491213C (de) | 1927-09-20 | 1927-09-20 | Kettenlose Gewebe-Mercerisiermaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE491213C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE961119C (de) * | 1942-11-29 | 1957-04-04 | Siemens Ag | Einrichtung zur selbsttaetigen Regelung des Warenzuges bei Textilveredelungsmaschinen, insbesondere Mercerisiermaschinen |
-
1927
- 1927-09-20 DE DEH113178D patent/DE491213C/de not_active Expired
-
1930
- 1930-02-02 DE DE1930559829D patent/DE559829C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE961119C (de) * | 1942-11-29 | 1957-04-04 | Siemens Ag | Einrichtung zur selbsttaetigen Regelung des Warenzuges bei Textilveredelungsmaschinen, insbesondere Mercerisiermaschinen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE491213C (de) | 1930-08-07 |
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