DE738408C - Abstimmbarer Schwingungskreis fuer sehr hohe Frequenzen - Google Patents
Abstimmbarer Schwingungskreis fuer sehr hohe FrequenzenInfo
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Classifications
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Description
Die Erfindung bezieht sich, auf einen abstimmbaren Schwingungskreis für sehr hohe
Frequenzen, bestehend aus einer rohrförmigen Selbstinduktion mit an den Enden des
Rohres über zwei topfförmige Leiter angeschlossenen, in ihrem Abstand veränderbaren
Kapazitätsflächen.
Es sind solche Anordnungen bekannt, bei denen die Kapazitätsflächen innerhalb eines
die Selbstinduktion bildenden, geschlossenen rohrförmigen Kohlkörpers angeordnet sind.
Bei solchen Anordnungen ist man aber in der Wahl des Rohrdurchmesaers beschränkt,
und wenn dieser nicht sehr groß ist, entsteht eine unerwünschte kapazitive Kopplung, der
Kapazitätsfiächen mit der Innenseite des Rohres.
Bei anderen bekannten Anordnungen, wird ein Rohr alsi Selbstinduktion verwendet, und
die Kapazität des Schwingungskfeises wird
durch zwei Ringflansche gebildet, die am Ende zweier topfförmiger Träger senkrecht
zur Rohrachse befestigt sind. Wenn diese Kapazitätsflächen durch Verschieben des topf förmigen
Trägers längs des Rohres voneinander entfernt oder genähert werden, so wird die Kapazität verändert.
Erfindungsgemäß werden bei einer solchen Anordnung gleichviel Kapazitätsflächen an
der Außenseite jedes Topfmantels parallel zur Rohrachse in gleicher räumlicher Entfernung
voneinander so angeordnet, daß ihr Abstand durch Drehen eines Topfes um die Rohrachse verändert werden kann.
Der Vorteil einer derartigen Anordnung besteht darin, daß die Drehung um die
Rohrachse einfachere und genauere Einstellungsmöglichkeiten ergibt, wie die Längsverschiebung,
und daß die außen angebrachten Kapazitätsfiächen wie Kühlrippen wirken und so Temperaturerhöhungen, die besonders wegen
der damit verbundenen Längen- und Kapazitätsänderung schädlich sind, vermieden werden. Etwaige geringe, trotzdem auftretende
Längenänderungen verändern den Abstand der Kapazitätsflächen nicht und beeinflussen
daher die Kapazität praktisch nicht. Auch kann die Anzahl dieser Kapazitätsflächen
beliebig erhöht werden, so daß ohne zu große Annäherung der einzelnen Flächen große Kapazitäten erzielt werden können.
Der Schwingungskreis, nach der Erfindung ist besonders günstig in Hochfrequenzanlagen
mit einer Frequenz von etwa 60 000 kHz, d. h. Wellenlängen von 5 m und darunter.
Weitere Einzelheiten der Erfindung weiden an Hand der Beschreibung und der Ansprüche
erläutert.
Ein Ausführungsbeispiel an Hand der beiliegenden Zeichnung ist näher besenrieben.
Fig. ι stellt eine Vorderansicht des Schwingungskreises teils im Schnitt dar. In
Fig. 2 ist eine Seitenansicht gezeigt.
Fig. 3 zeigt die Anordnung von oben, insbesondere in bezug auf die Einstellanordnung
für den Schwingungskreis.
Der geschlossene Schwingungskreis besteht ίο aus induktiven und kapazitiven Elementen.
Der wesentliche Teil der Induktivität ist als Rohr ι aus gut leitendem Kupfer ausgebildet.
Beide Enden des Rohres ι sind mittels Kupplungsringen 2 an röhrenförmigen Verlängerungen
3 und 3" befestigt, die auch aus gut leitendem Kupfer hergestellt sind. Das Rohr 1,
die Vierlängerungen und Kupplungsringe werden durch Metallkappen 9 mittels eines durchgehenden
Verbindungsbolzens 10 und Muttern 29 zusammengehalten. Die Kappen 9 sind
mit je einer öffnung ga versehen, die zur
Aufnahme und Befestigung der tragenden Isolationsstüitzen 30 dienen.
Das' linke Rohr y trägt einen topfförmigen Teil 31 mit radial angebrachten Rippen
13, die als Kondensatorplatten dienen. Der topfförmige Teil 31 hat eine ringförmige geschlitzte
Verlängerung 32, die mit je zwei Flanschen 33 und dazugehörigen Schraubbolzen
versehen ist und durch welche der topfförmige Teil 31 in richtiger Stellung auf dem
Rohr 3 befestigt werden kann.
Ein zweiter topfförmiger Teil 3 5 ist drehbar
befestigt auf dem rechten Rohr 3 durch eine ringförmige Verlängerung 36, die über
das Rohr 3 greift. Dieser topfförmige Teil 3 5 ist mit radial verlaufenden Rippen 14 ausgestattet,
die den Rippen 13 des topfförmigen
Teiles 31 entsprechen. Die Rippen 14, in ihrer
Anzahl.genau gleich den Rippen 13, dienen als Kondensatorplatten. Die Rippen 13 bilden
die Kondensatorplatten des Stators, während die Rippen 14 die Platten des Rotors bilden.
Wie dargestellt, sind die Rotor- und Sta- +5 torplatten, und zwar je acht Platten, gegeneinander
versetzt. Diese Zahl kann vergrößert oder verkleinert werden. Bei acht Platten beträgt der Einstellwinkel des Kondensators
etwa 150.
Der Rotor 35 des Schwingungskreiskonderisators ist drehbar, damit der Abstand zwischen
Rotor- und Statorplatten verändert werden kann, und zwar mittels einer Schneckenübertragung.
Diese besteht aus der Schnecke 8, die mit Hilfe der Spindel 12 in der Lagerstütze
11 drehbar ist. Die Schnecke 8 wird durch die Distanzbuchsen 8« in ihrer Lage
zwischen den Lagern 11 gehalten. Das untere Ende ' der Lagerstütze 11 ist geschlitzt
und umfaßt das Rohr 3, so daß es an dem Rohr 3 in seiner richtigen Lage festgeklemmt
werden kann. Die Schnecke 8 greift in das Schneckensegment 7 der sonst ringförmigen
Platte 37 ein, die ihrerseits das Rohr 3 konzentrisch umschließt, und in einem konstan-
ten Abstand von diesem durch Verschraubung oder andere Befestigungsmittel mittels
Ansätzen 38 am Rotor 3 5 festgehalten wird. Für die Betätigung der Schnecke 8 ist ein
Drehkopf 39 auf der Spindel 12 angebracht, 7"
wobei ein länglicher Isolator 40 zwischen dem Drehknopf 39, der aus Metall hergestellt sein
kann, und der Schneckenspindel 12 eingefügt ist. Der Schwingungskreis wird gewöhnlich
auf der Rückseite einer Tafel befestigt, wobei der Drehknopf an der Vorderseite herausragt.
Der Rotor 35 des Kondensators wird durch
eine Schraubenfeder 41, die das Rohr 3 umgibt, in seiner äußersten linken Lage gehal- 8<
> ten. Die Feder liegt zwischen der ringförmigen Platte 37, welche von dem Rotor getragen
wird, und dem auf dem Rohr 3 angeordneten Druckring 42, der an der Lagerstütze
11 anliegt. Das eine Ende der Feder ist mittels
der Schraube 22 am Rotor befestigt, während das, andere Ende mittels der Schraube
23 an einem Ansatz 43 der Lagerstütze 11
befestigt ist.
Die Feder hilft auch den Rotor in der 9" richtigen Lage zu halten und verhindert jeglichen
toten Gang des Betätigungsmechanismus, der den Rotor in seiner eingestellten
Stellung beeinflussen könnte.
Der topfförmige Stator 31 und Rotor 35
mit den Kondensatorplatten können aus Bronze gegossen und dann verkupfert werden.
LTm Beschädigungen zu verhüten, können
Rotor und Stator lackiert werden.
Je ein Ende der beiden Kupplungsringe 2 ist als Stecker 45 ausgebildet und wird in die
Enden der mittleren rohrförmigen Induktivität ι eingeführt. Die entgegengesetzten Enden
der Kupplungsringe 2 sind zur Aufnahme der Rohre 3 und 3" ausgebildet. Auf der Außen- »»s
seite sind die Kupplungsringe 2 mit einer konischen Fläche 46 versehen, die zur Aufnahme
des mit einem analogen Konus versehenen Stators und Rotors zwecks Zusammenfügung
zu einer guten elektrischen Verbindung dienen. Der elektrische Kontakt zwichen den verbindenden konischen Flächen des
Stators 31 und des Kupplungsringes 2 wird dadurch erreicht, daß der Stator auf dem
Kupplungsring festgeklemmt wird, während dieser Kontakt zwischen den verbindenden
konischen Flächen des Rotors und des anderen Kupplungsringes durch die Wirkung der Feder 41 aufrechterhalten wird, wenn
der Rotor richtig eingestellt ist.
Die besondere Konstruktion, die die Verwendung einer zentralen rohrförmigen Induk-
tivität ι mit Rohren 3 und Kupplungsringen 2
vorsieht, gestattet die Verwendung von In-, duktivitäten 1 mit verschiedenem Durchmesser,
so daß der Frequenzbereich des Schwingungskreises verändert werden kann. Für
eine derartige Veränderung ist es nur notwendig, das mittlere Rohr mit einem anderen
Durchmesser und auch andere Kupplungsringe mit dem' Durchmesser entsprechenden
Steckerenden vorzusehen. Ein Mittelrohr 1 von genügender Länge könnte auch Verwendung
finden, wodurch Rohre 3 und. 3«.. und. Kupplungsringe 2 vermieden werden können.
Selbstverständlich ist der Abstand zwischen den Stimflächien des Rotors und des Stators
konstant. 'Um 'die eletrische Verbindung zu dem elektrischen Mittelpunkt der Induktivität
herzustellen, ist das Rohr 1 mit einem Klemmring
18 versehen. Dieser Ring kann mittels der Stellschraube 47 in seiner richtigen Lage
fixiert werden.
Die Länge der Kondensatorplatten 13 und 14 des Statorsi bzw. Rotors ist derart, daß
die Flächen der einander gegenüberliegenden Platten praktisch konstant bleiben, auch wenn
der Aufbau als solcher unter ,verschiedenen Temperaturverhältnissen sich leicht ausdehnt
- oder zusammenzieht. Deshalb wird durch die Ausdehnung und Schrumpfung praktisch keinerlei
Einfluß auf die Kapazität des Schwingungskreises in bezug auf die Platten des Kondensators ausgeübt. Die Ausdehnung und
die Schrumpfung, die durch Temperaturschwankungen bedingt sind, werden jedoch kleine Veränderungen der Kapazität verursachen,
die auf den veränderlichen Abstand zwischen den Stirnflächen des Rotors und des Stators zurückzuführen sind. Die Kapazität
zwischen den gegenüberliegenden Kanten der topfförmigen Teile ist jedoch sehr gering und
bildet nur einen Bruchteil von der Kapazität des ■ Schwingungskreises. Die Schwankungen,
dieser Kapazität zwischen den Kanten der topfförmigen Teile können noch weiter dadurch
verringert werden, daß entweder die Wandstärke der topfförmigen Teile an den
sich gegenüberliegenden Kanten kleiner gemacht oder der Abstand zwischen ihnen ver-
, größert wird oder beide Maßnahmen gleichzeitig getroffen werden.
Da der Schwingungskreis durch das mittlere Rohr ι in Zusammenwirkung mit den
topfförmigen Teilen 31 und. 35 gebildet ist, ist der Induktionsweg toroidförmig.
Der Widerstand des Schwingungskreises ist außerordentlich gering und bewegt sich
um 0,01 Ohm oder darunter.
So ergibt sich für feinen-nach der Erfindung
,hergestellten Schwingungskreis mit einer Wellenlänge von 3 m eine Kapazität von etwa
60 μμ¥, eine Induktivität von etwa 0,05 μϋγ und ein Widerstand von etwa
0,009 Ohm. Dies ergibt für die Resonanzschärfe Q einen Wert von etwa 3000, wobei
sich Q aus der folgenden Formel ergibt:
Q =
Ein derartiger Schwingungskreis hat sich ala sehr vorteilhaft im Zusammenhang mit Röhren für die Erzeugung von hochfrequenten;
Schwingungen erwiesen.
·.. :Bei einer weiteren praktischen Ausführung
der Erfindung konnte der 'Schwingungskreis VS
für Schwingungserzeuger mit verschiedenen Wellenlängen zwischen 3 und 5 m verwendet
werden. Durch Vergrößerung des Durchmessers des zentralen Rohres 1 können auch
Schwingungen von kürzerer Wellenlänge erzeugt werden.
Bei den Schwingungskreisen nach der Erfindung ergaben sich bei Temperaturschwankungen
von 300 C nur Frequenzänderungen von weniger als 2000 Hertz bei einer Betriebsfrequenz
von 60000 kHz.
Obwohl der Schwingungskreis mit dem in horizontaler Lage befindlichen Mittelrohr 1
dargestellt ist, kann die Anordnung auch so getroffen werden, daß dieses Rohr senkrecht
steht. Im letzteren Falle sind die Isolatorsäulen 30 nicht erforderlich, da der
topfförmige Stator 31 auf besonderen Isolatoren befestigt wird.
Claims (4)
1. Abstimmbarer Schwingungskreis für sehr hohe Frequenzen, bestehend aus
einer rohrförmigen Selbstinduktion mit an den Enden des Rohres über zwei topfförmige Leiter angeschlossenen, in
ihrem Abstand veränderbaren Kapazitätsflächen, dadurch gekennzeichnet, "daß
gleichviel Kapazitätsflächen an der Außenseite jedes Topfmantels parallel zur Rohrachse
in gleicher räumlicher Entfernung, voneinander so angeordnet sind, daß ihr
Abstand durch Drehen eines Topfes um die Rohrachse verändert werden kann.
2. Schwingungskreis nach Anspruch I1
dadurch gekennzeichnet, daß das drehbare Kapazitätselement auf dem als Induktivität
dienenden Rohr mit Hilfe eines Schneckengetriebes drehbar angeordnet ist.
3. Schwingimgskreis nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
rippenförmigen Kapazitätsflächen eine solche Länge haben und so angeordnet
sind, daß die Kapazität von Veränderungen des Abstandes zwischen den Kapazitätselemeiiten
durch Ausdehnung oder Zu- ■
sammenziehung des sie tragenden Rohres infolge von Temperaturschwankungen
praktisch] unbeeinflußt bleibt.
4. Schwingungskreis nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
die topfförmigen Leiter tragende Rohr aus drei Teilen besteht, die derart mit
Hilfe von zwei Kupplungsringen verbunden sind und durch einen Verbindungsbolzen zusammengehalten werden, daß der
mittlere, die Induktivität im wesentlichen bestimmende Teil gegen einen solchen mit
anderem Durchmesser leicht austauschbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| US750819A US2031490A (en) | 1934-10-31 | 1934-10-31 | High frequency circuit |
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Family Applications (1)
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| US2561398A (en) * | 1945-04-23 | 1951-07-24 | Standard Telephones Cables Ltd | Coaxial line circuits |
| US2868927A (en) * | 1956-05-03 | 1959-01-13 | Ite Circuit Breaker Ltd | Solenoid interrupter |
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1934
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-
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Also Published As
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