DE7210443U - Bauelement für eine Personenrutschbahn - Google Patents
Bauelement für eine PersonenrutschbahnInfo
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Landscapes
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Description
DEMG Aktiengesellschaft l8. September 1972
41 Duisburg DFT 1/72 Gm
Wolfgnng-Reuter-Platz Ko/il
Karl Freiherr von Wendt
5781 Gevelinghausen
5781 Gevelinghausen
Bauelement für eine Personen-Rutschbahn
Die Neuerung betrifft ein Bauelement für eine Personen-Rutschbahn.
Viele Personenlifte, z.B. Sessellifte oder Gondeln, werden vor allem von Skifahrern benutzt und sind somit nur
eine kurze Zeit des Jahres ausgelastet. So kommt es, daß einige reizvolle Gebirgsgegenden nur im Winter regen Touristenverkehr
haben. Liftunternehmen und Gasthäuser an Bergstationen haben
nur eine kurze Saison und sind daher unrentabel.
Auf Spielplätzen gibt es Rutschbahnen, die fast das ganze Jahr benutzt werden. Sie sind an einem Gerüst angeordnet,
so daß die Länge der Rutschbahn begrenzt ist.
Aufgabe der Neuerung ist es, zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit
von Personenliften eine Rutschbahn unbegrenzter Länge zu schaffen. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Bauelement
ein an einem Ende nach unten abgekröpftes, im Querschnitt muldenförmiges, mit längenverstellbaren Stützen versehenes
Segment ist. In das abgekröpfte Ende des Segmentes
DFT 1/72 Gm - Kο/11
Ιο.
ο _
1st das obere Ende des nach unten ansclij ioßenclcn Segmentes
einlegbar. Beim etvaigen Setzen eines Segmentec bsvr. dessen
Auflagers kann kein Versatz entstehen, gegen den eine Person rutschen könnte. Es kann sich lediglich eine niedrige
Fall-Stufe bilden.
Die am Hang verlegte Rutschbahn kann so lang sein, wie es das zum Rutschen erforderliche Gefälle erlaubt. Die
Rutschbahn kann z.B. 1000 m lang sein. Die Rutschbahn ist das ganze Jahr betriebsbereit und trägt dazu bei, daß
auch der Personenlift das ganze Jahr in Betrieb sein kann und damit seine V/irtschaftlichkeit verbessert.
Zum Anpassen an den Berghang können gerade und gekrümmte
Segmente verwendet werden. Sie lasse1·· sich dann in Serpentiner,
verlegen, wobei die Segmente in jtarken Kurven überhöhte Ränder haben. Als Werkstoff für die Rutschbahn-Segmente
eignet sich Asbest-Zement. Der Werkstoff ist preiswert, witterungsbeständig, schlagfest und hat nach einer
Behandlung mit einem Gleitmittel, z.B. Wachs, gute Gleittigenschaften.
An die Längsseiten der muldenförmigen Rutschfläche schließen sich aufwärts gewölbte, nach unten offene Randbögen und daran
nach unten auswärts gerichtete Seitenflächen an. Die Segmente
sind durch die Formgebung so stabil, daß keine Längsträger erforderlich sind. Außerdem gestattet die muldenförmige
Rutschfläche ein angenehmes Seitwärtspendeln beim Rutschen.
D?T 1/72 Gm - Ko/il 18. 9. 1972 Ϋ
Die Auflager sind normalerweise Schwellen, die an in den hirabodexi geschlagenen Stäben anliefen. Zum Befestigen d erSchwellen
können, falls der Untergrund es erlaubt, auch Pfähle verwendet werden. Es können auch eingerammte Pfähle
als Auflager dienen. Dies ist dann zu empfehlen, wenn die Rutschbahn über eine Vertiefung geführt ist.
Zum Ausgleichen von Höhenunterschieden der Auflager nimmt das Segment der Rutschbahn mit seinen Randbögen nach einem
weiteren Neuerungsmerkmal längenverstellbare Stützen auf, deren obere Enden mit dem Ranöbogen-Querschnitt angepaßten
Tragstücken versehen sind. Als Tragstücke für die Unterstützung der Segmente in den Randbögen eignen sich kurze
Rohrstücke,j deren Durchmesser etwa mit dsm Radius der Randbögen
übereinstimmt. Die Auflagefläche der Rutschbahn reicht
dann aus, um ein Brechen der Asbest-Zementplatte zu verhindern.
Um größere Bewegungen einer fertigen Rutschbahn zu verhindern und um die Segmente gegen Abheben zu sichern, können
nach einem weiteren Merkmal der Neuerung an den Seitenflächen der Rutschbahn-Segmente dicht unterhalb der Tragstücke
mit Bohrungen versehene Winkellaschen, befestigt sein. Jede Bohrung umfaßt eine längenverstellbare Stütze. Der
Bohrungsdurchmesser ist größer als der Stützendurchmesser, so daß eine begrenzte Bewegung der Rutschbahn gegenüber seinem
Auflager möglich ist. Da sich die Winkellasche dicht unterhalb des Tragstückes befindet, ist ein Abheben der Rutschbahn
von dem Tragstück und damit von dem Auflager unmöglich.
Nach weiteren Merkmalen der Neuerung ist die Stütze eine Gewindestange, deren dem Tragstück entgegengesetztes Ende
DFT 1/72 - Ko/i.i. 18. 9. 1972
in ein, mit einem Gewinde versehenes Endstück hineinragt.
Durch Drehen des Endstückes wird die Länge der Stütze zum
Ausgleich von Höhenungenauigkeiten verändert. Arn Endstück
ist zur Sicherung gegen Abheben mit Hilfe eines Sprengringes ein das Endstück mit einer Öffnung umfassender
Bügel angeordnet. Das Endstück hat auf dem, dem Gewinde entgegengesetzten Enae eine konvex gewölbte Auflagefläche,
die sieh bei Richtungsänderungen der Stütze dem Auflager anpaßt.
Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung ist in den Zeichnungen dargestellt und im folgenden erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine an einem Hang verlegte Rutschbahn,
Fig. 2 einen Teil der Rutschbahn in der Seitenansicht,
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Rutschbahn.
Fig. 1 zeigt einen Berghang, auf den ein Sessellift 1 hinaufführt.
Neben der Bergstation 2 des Sesselliftes 1 ist eine Einstiegstelle 3 für die Personen-Rutschbahn angeordnet, die
mit geeignetem Gefälle zwischen den Räumen verlegt ist. In Fig. 2 ist die Anordnung der Segmente 4 der Personen-Rutschbahn
auf ihrer Abstützung dargestellt. Jedes Segment 4 stützt sich auf beiden Seiten über je ein Tragstück 5 mit
längenverstellbarer Stütze 6 auf einem Auflager 7 in Form einer Schwelle ab, die durch in den Boden eingeschlagene
Stangen 8 gegen Verschiebung gesichert ist. Eine Stütze 6 ist über eine Strebe 9 in Form eines von einem Spannschloß
längenverstellbaren Seiles mit eier höher gelegenen Schwelle
DFT 1/72 Gm - Ko/il 18. 9. 1972
verbunden. Jedes Segment 4 hat am bergseitigen Ende eine ünterlappung 4a, auf der das talseitige Ende des zum Berg
hin anschließenden Segmentes liegt.
In Fig. 3 ist dargestellt, daß sich beiderseits an die
muldenförmige Rutschfläche 4b des Segmentes 4 ein aufwärts gewölbter Randbogen 4c und daran eine schräg nach außen
abwärts gerichtete Seitenfläche 4d anschließt.
Der Randbogen 4b liegt auf dem Tragstück 5 auf, das aus
einem Rohr besteht und mit der aus einer Gewindestange 1 3rgestellten
Stütze 6 verschweißt ist. Zum Halten der Stütze β an den Segmenten 4 ist deren Rand 4d mit einer Winkellasche
versehen, deren nach innen gerichteter Schenkel 12b eine Bohrung 12a aufweist, durch die die Stütze 6 geführt ist. Um
kleinere seitliche Bewegungen zu ermöglichen, ist die Bohrung 12a größer als der Durchmesser der Stütze 6. Damit die vorzugsweise
aus Asbest-Zement-Teilen bestehenden Segmente 4 an den Befestigungsstellen für die Viinkellaschen 12 nicht ausreißt,
sind die Schrauben 13 für die Befestigung der Winkellaschen 12 durch Platten 14 geführt, so daß etwaige, von den
Viinkellaschen 12 herrührende Kräfte jeweils von einem großen Bereich des Randes 4d aufgenommen werden.
Zur Höhenjustierung greift die Stütze 6 mit einem Gewinde in
ein hohlzylindrisches Endstück 11 ein, auf das eine mit einem Gewinde 15 versehene Mutter aufgeschweißt ist. Eine Kontermutter
16 verhindert ein unbeabsichtigtes Verdrehen des Endstückes 11. Das untere Ende des Endstückes 11 ragt durch eine
als Bohrung ausgebildete Öffnung 17a eines Bügels 17* der mit
Schrauben 19 auf der Schwelle befestigt ist. Das Endstück 11
hat unterhalb der Öffnung 17a des Bügels 17 eine Ringnut 11a,
in die eine Hubsicherung Ib in Form eines Sprengringes gelegt ist. Die Endstücke 11 sind zum guten Aufliegen auf die Schwelle
auch bei verschiedenen Lagen an der Unterseite konvex gewölbt.
DFT 1/72 Gm - Ko/il Ib. 9.
Bei der Montage werden die mit den Muttern versehenen Endstücke 11, in deren Ringnuten Ha die Hubsicherungen 18
gelegt sind, durch die Öffnung 17a der Bügel 17 gesteckt, die dann mittels der Schrauben I9 auf den Schwellen befestigt
werden.
Die Winke Haschen 12 v/erden über die Stützen 6 geschoben und
die Kontermutter 16 aufgedreht. Nach dem Einschrauben der Stützen β in die Muttern der Endstücke 11 können die Segmente
der Rutschbahnen mit ihren Randbögen 4c auf die Tragstücke gelegt werden. Durch Drehen der Endstücke 11 wird die genaue
Höhe der Segmente 4 eingestellt.
Abschließend v;erden die VJinkeHaschen 12 an den Rändern 4d
der Segmente 4 befestigt. Die Verwendung der Platten 14 ermöglicht es, ^.ie Bohrungen 4e für die Schrauben 13 wesentlich
größer als den Schraubpndurchmesser zu wählen. Die
Segmente 4 kennen schon vom Hersteller mit den Bohrungen 4e
geliefert werden. Die bereits erwähncen Streben 9 können
mittels der Schrauben 1> und den Winkellaschen 12 an den oberen Enden der Stützen 6 angreifen und durch Drehen der
Spannschlösser 10 gespannt werden.
Claims (1)
1. Bauelement für eine Personen-Rutschbahn, dadurch gekennzeichnet,
daß es ein an einem Ende nach unten abgekröpftes, im
Querschnitt muldenförmiges, mit ILlngenverstellbaren
Stutzen (6) versehenes Segment (4) ist.
2. Bauelement na'-h Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß in das abgekröpfte Ende (4a) des Segmentes (4) das obere Ende des nach unten anschließenden Segmentes
einlegbar ist.
3. Bauelement nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Segment (4) gerade ausgebildet ist.
4. Bauelement nach den Ansprüchen 1 vnc 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Segment (4) gekrümmt ausgebildet ist.
5. Bauelement nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gckennzeichnet,
daß das Segment (4) aus Asbost-Zcnent hergestellt ist.
DFT 1/72 Gm - Ko/il Ib'. 9. I972
- 2 —
β. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Längsseiten der muldenförmigen Rutschfläche
(4b) des Segments^ (4) aufwärts gewölbte, nach
unten offene Randbögen (4c) anschließen.
7· Bauelement nach Anspruch 6. dadurch gekennzeichnet,
daß das Segment (4) mit seinen Randbögen (4c) die längenverstellbaren Stützen (6) aufnimmt, deren obere
Enden mit dem Randbögen-Querschnitt angepaßten Tragstücken
(5) versehen sind.
S. Bauelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß sich an die Randbögen (4c) nach unten auswärts gerichtete Seitenflächen (4d) anschließen,
9. Bauelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an den Seitenflächen (4d) des Segmentes (4) dicht
unterhalb der Tragstücke (5) mit Bohrungen (12a) versehene Winkellaschen (12) befestigt sind.
10. Bauelement nach den Ansprüchen 7 und 9*
dadurch gekennzeichnet, daß jede Bohrung (12a) eine der längenverstellbaren Stützen (6) umfaßt.
11. Bauelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stütze (6) eine Gewindestange ist, deren dem Trag^tück (5) entgegengesetztes Linde in ein mit einem
Gewinde (15) versehenes Endstück (11) hineinragt.
DFT 1/72 Gm - Ko/il lc. 9. I972 ^
12. Bauelement nach Anspruch II, dadurch gekennzeichnet, daß am Endstück (11) mit Hilfe eines Sprengringes (18)
ein das Endstück (11) mit einer Öffnung (17a) umfassender Bügel (17) angeordnet ist.
13. Bauelement nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Endstück (11) der Stütze (6) auf dem, dem Gewinde (15) entgegengesetzten Ende eine konvex gewölbte
Auflagefläche hat.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7210443U true DE7210443U (de) | 1972-12-07 |
Family
ID=1278750
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7210443U Expired DE7210443U (de) | Bauelement für eine Personenrutschbahn |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7210443U (de) |
-
0
- DE DE7210443U patent/DE7210443U/de not_active Expired
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