DE7208095U - Faltschachtel - Google Patents
FaltschachtelInfo
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Description
Delkeskamo KG, 4571 Nortrun, Postfach 114O
Faltschachtel
Die Erfindung betrifft eine faltschachtel mit mindestens
zwei einander überlappenden Verschlußklannen.
Zum Verschließen von Faltschachteln gibt es verschiedene Möglichkeiten, wobei zunächst zwischen form- und kraftschlüssigen
Verschlüssen zu unterscheiden ist. Weit verbreitet sind die kraftschlüssig arbeitenden Verschlüsse,
das heißt solche, die durch Kleben, Heften oder aber Verschnüren hergestellt werden. Betriebe mit einem großen
Anfall von Faltschachtelverpackungen benutzen zum Verschließen üblicherweise vollautomatisch arbeitende Maschinen,
die das Heften oder das Verkleben mit Schmelzklebern bzw. Klebestreifen übernehmen. Bei Betrieben
mit einem geringen Bedarf an Faltschachtel-Verpackungen ist es dagegen üblich, die Faltschachteln manuell mit
Klebestreifen oder Bindfaden zu verschließen, die je nach Bedarf von einer Vorratsrolle abgezogen werden.
Die Entscheidung über maschinellen oder manuellen Verschluß der Faltschachteln hänqt also von dem durchschnitt-
lichen Bedarf an Faltschachtel-Verpackungen ab. In vielen Fällen wird dieser Bedarf gerade so liegen, daß
sich die Anschaffung eines Verschlußautomaten nicht oder noch nicht lohnt. Da das individuelle, das heißt manuelle
Verschließen jeder Faltschachtel zeit- und folglich lohnintensiv ist, ergab sich die Aufgabe, einen Verschluß
für Faltschachteln vorzuschlagen, der den Verpackungsvorgang ohne maschinellen Aufwand vereinfacht und trotzdem
zu einem sicheren Verschluß führt.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird von einer Faltschachtel mit mindestens zwei einander überlappenden Verschlußklappen
ausgegangen und erfindungsgemäß vorgeschlagen,
daß mindestens eine der Verschlußklappen auf ihrer einer anderen Verschlußklappe zugekehrten Oberfläche einen
beidseitig beschichteter. Klebestreifen trägt, der auf seiner freiliegenden Oberfläche mit einem lösbaren
Deckstreifen versehen ist.
Analog den durch Formschluß zu verschließenden Faltschachteln besitzt also auch die erfindungsgemäße Faltschachtel
einen Verschluß, der Teil der Faltschachtel ist und vorzugsweise mit dieser zusammen geliefert wird. Zum Verschließen
ist es nur noch notwendig, den Deckstreifen abzuziehen und die äußerste Verschlußklappe auf die darunterliegende
Klappe zu drücken.Damit ist der Verschluß herqestellt, ohne daß es einer aufwendigen Vorrichtung
bedürfte. Außerdem fällt die Bevorratung der sonst notwendigen Verschlußmaterialien fort, wodurch ein weiterer
Vorteil erreicht wird.
Die erfindunqsqemäße Faltschachtel ermöglicht aber nicht
nur ein billiger., zeitsparendes und sicheres Verschließen,
sondern hat einen zusätzlich, zunehmend wichtiger werdenden Vorteil: Da die Faltschachteln aus Materialzuschnitten
hergestellt werden, bei denen die Verschlußklanpen - nur durch Trennschnitte voneinander abgeteilt
- unmittelbar aufeinanderfolgen, wird der Klebestreifen vorteilhafterweise bei der Herstellung des
Materials, beispielsweise also Wellpappe, maschinell aufgebracht, so daß sämtliche Verschlußklappen mit einen1
Klebestreifen versehen sind. Obwohl auf diese Weise eine größere Klebestreifenmenge verarbeitet wird, führt
die maschinelle Aufbringung dennoch nicht zu einer wesentlichen Verteuerung auf Grund der Mehrmenge. Gleichzeitig
entsteht aber der erhebliche Vorteil, daß sich die Faltschachtel mehrfach verwenden, das heißt wieder
verschließen läßt. Da für jeden Verschluß maximal die Klebestreifen von zwei Verschlußklappen je Faltschachtelseite
benötigt werden, während je Seite normalerweise vier Verschlußklappen vorgesehen sind. Bei mindestens
zwei Verschlußklappen jeder Faltschachtelseite läßt man die Deckstreifen auf dem Klebestreifen sitzen, so daß
diese zunächst unbenutzten Klebestreifen bei der Wiederverwendung der Faltschachtel den zweiten Verschluß
bilden. Dasselbe gilt auch für den ggf. in gleicher Weise ausgerüsteten Boden der Faltschachtel, so daß insgesamt
je nach Länge der einzelnen Verschlußklappen jede Faltschachtel zwischen vier-und achtmal verschlossen,
das heißt wiederverwendet werden kann. Dieser Aspekt wirkt sich ausgesprochen umweltfreundlich aus und ist
insbesondere für Haushalte interessant, weil dort die Abfall-Beseitigungsprobleme
groß sind und andererseits ein nicht unerheblicher Bedarf an Faltschachteln für das Versenden
von Paketen oder Päckchen besteht.
Die Erfindung wird nachstehend an zwei in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben. Die in
Fig. l in perspektivischer Ansicht dargestellte Ausführungsform einer Faltschachtel' 1 ist durch Nachaußenbiegen
der Verschlußklappen 2 geöffnet. An dem Innenrand 3 der Verschlußklappen 2 sind Klebestreifen 4 aufgebracht,
deren zur Eiegekante 8 der Verschlußklappe 2 entfernt liegende Kante mit der Außenkante 7 der Verschlußklapoe
zusammenfällt. Bei den Verschlußklappen an der Längsseite der Faltschachtel sind die Klebestreifen
an denjenigen gegenüberliegenden, nicht an die Biegekante 8 angrenzenden Innenrandbereichen aufgebracht, die beim
Verschließen der Faltschachtel auf die Oberseite der Verschlußklappen an der Schmalseite der Faltschachtel aufliegen.
Diese besonders bei langgestreckten Faltschachteln zweckmäßige Verteilung der Klebestreifen vermeidet
unnötige Klebewirkung an Stellen, die nicht mit Gegenteilen der Faltschachtel, sondern allenfalls mit dem Füllgut
in Eerührung kommen können.
Wird der Klebestreifen, wie bei der Verschlußklappe an der Schmalseite der Faltschachtel, auch an der Verschlußklanoe
an der Längsseite der Faltschachtel an der ganzen Verschlußklappen-Kante 7 entlang aufgebracht, kann man
eine im mittleren Rereich unerwünschte Klebewirkung dadurch verhindern, daß vor dem Verschließen nur die äusseren
Innenrandbpreiche der Klebeschricht klebfähig gemacht werden.
Die Klebestreifen können selbstverständlich auch längs der von der Biegekante 8 ausgehenden Kanten der Verschlußklappen
aufgebracht werden (in den Figuren nicht dargestellt).
Bei der in Fig. 1 dargestellten Faltschachtel ist jede der vier Verschlußklappen 2 mit mindestens einem Klebestreifen
4 versehen. Beim erstmaligen Verschließen der Faltschachtel brauchen nur die Klebestreifen auf einem
Paar gegenüberliegender Verschlußklappen durch Abziehen eines Deckstreifens 5 klebefähig gemacht zu werden, während
die Klebestreifen auf dem anderen Paar gegenüberliegender Ve rschiuPk lappen ihre Deckstreifen behalten.
Damit ist diese Faltschachtel nach dem Öffnen wiederverwendbar, sofern sie im übrigen noch funktionsfähia
ist. Beim zweiten Verschließen wird dasjeniae Verschlußklappenpaar,
deren Klebestreifen nicht mehr benutzbar sind, zuerst nach innen aeklappt und bildet die Unterlage
für das andere Verschlußklannennaar, deren Klebestreifen
jetzt klebefähia aemacht worden sind.
Ist die in Fia. 1 dargestellte Faltschachtel ir wesentlichen
symmetrisch zu einer ouer zu den Seitenflächen
liegenden Ebene ausgeführt, ist noch eine dritte Verwendung
der aleichen Faltschachtel möalich, wenn sie nach
dem zweiten Verschließen am Boden geöffnet wird und beirr dritten Verschließen die dann obenlieaenden Verschlußklappen-Paare
in der Reihenfoloe des Einklappens vertauscht werden.
Der Klebestreifen besteht aus einer selbstklebenden Klebschicht
6, die mit den. lösbaren Deckstreifen 5 aeschütr.t
ist (Fig. 2). Der Deckstreifen wird erst unmittelbar vor der Benutzung des jeweiligen Klebstreifens abgezogen und
hält die Klebschicht bis dahin absolut berührungssicher. Außerdem vereinfacht sich das Auftragen des Klebestreifens
durch das Vorhandensein des Deckstreifens wesentlich,
-S-
Die in Fig. 2 in perspektivischer Ansicht dargestellte zweite Ausführunqsform der Faltschachtel 1 weist an den
Innenrändern sämtlicher Verschlußklappen je einen durchgehenden Klebstreifen 4 auf. Jede Verschlußklappe 2 an
der Faltschachtel-Längsseite überdeckt beim Zuklappen
im wesentlichen die ganze Öffnung der Faltschachtel, so daß die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform der erfindungsqemäßen
Faltschachtel insgesamt viermal, bei Ausbildung ihres Bodens in gleicher Weise sogar achtmal,
verwendet werden. Bei jedem Verschließen wird jeweils diejenige Verschlußklappe zuletzt zuaeklappt, deren Klebestreifen
durch abziehen des Deckstreifens klebfähig gemacht wurde. Ersichtlich ist diese Ausführungsform der
Faltschachtel am umweltfreundlichsten, weil sie nur dann als Abfall anfällt, wenn sie auf ^rund zu starker Beschädigung
ihre Verpackungsfunkticn nicht mehr zufriedenstellend
erfüllen kann. Zwar können auch nicht nach der Erfindung gestaltete Faltschachteln bei hinreichender Unversehrtheit
wiederverwendet werden; beim Verschließen muß man bei diesen Faltschachteln dann stets auf das
zeitraubende Verschnüren oder individuelles Verkleben zurückareifen. Dagegen bleiben die Vorteile der Erfindung auch beim zweiten und öfteren Verschließen voll erhalten,
so daß die Wiederverwendung der erfindungsgemässen Faltschachteln auch im gewerblichen Rahmen rentabel
ist.
Claims (5)
1. Faltschachtel mit- mindes s zwei einander überlappenden
Verschlußklappen, uadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Verschlußklappen (2) auf ihrer, einer
anderen Verschlußklappe (2) zugekehrten Oberfläche, einen beidseitig beschichteten Klebstreifen (4) trägt,
der auf seiner freilieqenden Oberfläche mit einem lösbaren
Deckstreifen (5) versehen ist.
!
2. Faltschachtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Klebestreifen am. äußersten freien Ende der/ jeder eine der lichten Weite der Faltschachtel entsprechende
Länge aufv/eisenden VerschluPklappe (2) angeordnet ist.
3. Faltschachtel nach Anspruch 1 oder 2,dadurch gekennzeichnet,
daß jede Verschlußklappe mit mindestens einem Klebestreifen (4) versehen ist.
4. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebestreifen (4)jeder Verschlußklappe
durch Trennschnitte in seinem Deckstreifen (5) in mehrere Abschnitte unterteilt ist.
5. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Verschlußklappe mehrere
mit Abstand voneinander in einer Linie angeordnete Klebestreifen (4) trägt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7208095U true DE7208095U (de) | 1972-05-31 |
Family
ID=1278100
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7208095U Expired DE7208095U (de) | Faltschachtel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7208095U (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8713963U1 (de) * | 1987-10-16 | 1988-01-07 | Europa Carton Ag, 2000 Hamburg | Aus faltbarem Material wie Karton, Pappe, insbesondere Wellpappe od. dgl., hergestellter Zuschnitt für ein auffaltbares Verpackungsbehältnis |
| DE4226226A1 (de) * | 1992-08-07 | 1994-02-10 | Hermann Redl | Faltkarton |
| EP0778213A1 (de) | 1995-12-08 | 1997-06-11 | Hermann M. Redl | Faltschachtel mit Selbstklebeverschluss |
| DE102012007800A1 (de) * | 2012-04-20 | 2013-10-24 | Mondi Ag | Verpackung, insbesondere Faltschachtel |
-
0
- DE DE7208095U patent/DE7208095U/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8713963U1 (de) * | 1987-10-16 | 1988-01-07 | Europa Carton Ag, 2000 Hamburg | Aus faltbarem Material wie Karton, Pappe, insbesondere Wellpappe od. dgl., hergestellter Zuschnitt für ein auffaltbares Verpackungsbehältnis |
| DE4226226A1 (de) * | 1992-08-07 | 1994-02-10 | Hermann Redl | Faltkarton |
| EP0778213A1 (de) | 1995-12-08 | 1997-06-11 | Hermann M. Redl | Faltschachtel mit Selbstklebeverschluss |
| DE102012007800A1 (de) * | 2012-04-20 | 2013-10-24 | Mondi Ag | Verpackung, insbesondere Faltschachtel |
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