-
Tragvorrichtung für gestapelte Ziegelsteine oder ähnliche regelmäßig
geformte Gegenstände Die Erfindung bezieht sich auf eine Tragvorrichtung für gestapelte
Ziegelsteine oder ähnliche regelmäßig geformte Gegenstände mit einem den Stapel
umschließenden und durch Kantenschutzleisten hindurchgeführten Seil.
-
Bei den bekannten Tragvorrichtungen dieser Art sind lediglich zwei
Kantenschutzleisten vorgesehen, die zum Anlegen an zwei untere Kanten des Stapels
dienen. Für die oberen Kanten des Stapels sind keine Kantenschutzleisten vorgesehen.
An den oberen Kanten liegen lediglich dieTragseilenden an, die dann weiter oben
miteinander verschlungen sind. Mit einer solchen Tragvorrichtung läßt sich ein aus
vielen kleinen, insbesondere nebeneinander angeordneten Gegenständen, wie Ziegelsteine,
gebildeter Stapel nicht hinreichend festhalten, und zwar nicht einmal in der Hängelage
während des Transportes und schon gar nicht nach dem Absetzen des Stapels.
-
Nach der Erfindung sind. diese Mängel dadurch behoben, daß das mit
einer Schlinge in den Kranhaken einhängbare Seil nach Hindurchführung durch drei
Kanteneckleisten an einer vierten mit einer Klemmvorrichtung für das Seil versehenen
Kanteneckleiste befestigt und an der vorletzten Kanteneckleiste ein Bügel zum Hindurchstecken
der Schlinge angeordnet ist. Dadurch ist erreicht, daß der Stapel auch mit nebeneinanderliegenden
Ziegeln sowohl in der Hängelage während des Transportes als auch insbesondere nach
dem Absetzen des Stapels in der Standlage sicher zusammengehalten wird, bis die
Tragvorrichtung an der letzten Kanteneckleiste ausgelöst ist. Es ist also dadurch
die Gefahr
eines ungewollten Auseinanderfallens des losen Stapels
vermieden. Dabei ist die Bedienung der neuen Tragvorrichtung außerordentlich einfach,
da sie nur aus einem einzigen Stück besteht und rasch angelegt sowie ebenso rasch
abgenommen werden kann. Da die Kantenschutzleisten an allen vier Ecken des Stapels
anliegen, ist auch eine weitgehende Schonung des Materials des Stapels und auch
der Tragvorrichtung selbst erreicht.
-
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die Kantenschutzleisten
so ausgebildet, daß sie die Stapelkanten bogenförmig überbrücken. Dadurch wird die
Stärke der neuen Tragvorrichtung, die Gegenstände des Stapels zusammenzuhalten,
weiter unterstützt, insofern nämlich, als auch bei Ziegelsteinen, die von der regelmäßigen
Rechteckform abweichen, der Stapel an den erfaßten Kanten sicher festgehalten wird.
-
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung gehen aus der Beschreibung
eines auf der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiels hervor.
-
Fig. i zeigt die Einrichtung in unbenutztem, d. h. ausgelegtem Zustand.
-
Fig. :2 veranschaulicht einen von der Einrichtung zusammengehaltenen
Steinstapel. Fig.3 zeigt einen Querschnitt durch eine der Eckleisten in größerem
Maßstabe.
-
Fig. 4 zeigt eine solche Leiste im Grundriß. Fig.5 zeigt die mit einer
Klemmvorrichtung versehene, am Ende der Einrichtung vorgesehene Eckleiste in Seitenansicht,
Fig. 6 im Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 5 und Fig. 7 im Grundriß und teilweise
im Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 5.
-
Die Einrichtung nach der Erfindung besteht bei der auf der Zeichnung
veranschaulichten Ausführungsform im wesentlichen aus vier Eckleisten i, a, 3 und
4., die durch zwei Seile 5 miteinander verbunden sind. Die beiden Seile 5 sind mit
ihren einen Enden an der Eckleiste i befestigt, wie dies insbesondere aus den Fig.
5 bis 7 zu erkennen isst. In der Eckleiste sind Nuten 6 zur Aufnahme der Seilenden
vorgesehen, die mittels einer Klemmplatte 7 und einer Klemmschraube S fest mit der
Eckleiste i verbunden sind.
-
Die anderen Enden der Seile .5 sind zu einer Öse 9 (Fig. i) zusammengefaßt.
Der Abstand der Eckleisten i, 2, 3 und .I voneinander ist einstellbar; es brauchen
zu diesem Zweck die Eckleisten nur auf den sie miteinander verbindenden Seiler.
5 verschoben zu werden.
-
Die Eckleiste i «eist eine von den Leisten -2, 3 und .I abweichende
Bauart auf, die in den Fig. 5 bis 7 veranschaulicht ist. Die übrigen Eckleisten
entsprechen in ihrer Form der Darstellung nach den Fig. 3 und .I. Diese Abbildungen
lassen erkennen, daß jede Eckleiste aus zwei bogenartig ausgebildeten Teilen io
besteht, deren Enden ii und 12 etwa im rechten Winkel zueinander gerichtet sind.
Die Enden i i und 12 der beiden Teile io stehen durch Traversen 13 miteinander in
Verbindung, so daß ein einheitliches, irr wesentlichen rechtwinklig gebogenes Gebilde
entsteht.
-
Von dieser Ausgestaltung weicht die Eckleiste i insofern ab, als ihre
untere Hälfte aus einem zusammenhängenden Stück Stahlblech o. dgl. besteht, das
in der Mitte eine Führungsnut 14 aufweist, die sich, wie Fig. 5 zeigt, von oben
nach unten zu, und wie Fig. zeigt, von außen nach innen zu keilförmig erweitert.
In dieser keilförmig gestalteten Führungsm.lt 14. ist ein Klemmkeil 15 in Richtung
der Nut verschiebbar gelagert.
-
Die Eckleiste 2 unterscheidet sich von den Eckleisten 3 und .I insofern,
als die obere Quertraverse 13 einen schwenkbaren Bügel 16 trägt. An Stelle dieses
Bügels kann auch eine Schlinge des Seiles treten.
-
Die Teile io jeder der Eckleisten sind mit Führungsnuten 17 für die
Halteseile 5 und die Enden i i mit aufgebogenen Führungsösen 18 versehen, mit denen
die Seile 5 umfaßtwerden.
-
Sollen mit der beschriebenen Einrichtung Steine gefördert werden,
so werden diese Steine s, wie Fig. 2 zeigt, zunächst auf einer Grundplatte i9 aus
Holz o. dgl. aufgestapelt, die durch zwei Leisten 2o in einem gewissen Abstand von
dem Erd- bzw. Fußboden gehalten wird. Ist der Stapel S fertig aufgerichtet worden,
so wird zunächst die Eckleiste i auf eine der oberen Kanten 1l des Stapels aufgesetzt.
Die Eckleiste umgreift diese Stapelkante, wobei die Kante selbst infolge der bogenförmigen
Krümmung des mittleren Eckleistenteils überbrückt wird, wie dies z. B. aus den Fig.
3 und 6 zu erkennen ist. Da .die Eckleiste sich nicht genau der Stein- bzw. Stapelkante
k1 anpaßt, spielen Unregelmäßigkeiten in der Steinform, wie sie bei Ziegelsteinen
sehr häufig vorkommen, bezüglich des richtigen Sitzes der Eckleiste keine störende
Rolle.
-
Anschließend wird die Einrichtung so um den Stapel herumgeschlungen,
daß die Eckleiste 2 die zweite obere Stapelkante k'-', die Eckleiste 3 die untere
Stapelkante k3 und die Eckleiste 4 die untere Stapelkante k4 umfaßt.
-
Die freien, zur Öse 9 auslaufenden Enden der Seile 5 werden nun nach
Anheben des Klemmkeiles 15 in seine obere Endstellung in die keilförmige Führungsnut
14 der Eckleiste
i gehegt, und zwar so, daß auf jeder Seite des
Klemmkeiles 15 eines der beiden Halteseile 5 zu liegen kommt. Nachdem die freien,
zur Öse g auslaufenden Enden der Seile 5 durch den Gegenbügel 16 hindurchgezogen
worden Bind, können von Hand, mittels einer Spannvorrichtung oder gegebenenfalls
durch !leichtes Anheben des Stapels S mittels eines Kranes nun die Seile 5 gespannt
werden, worauf der Klemmkeil 15 nach unten gedrückt wird, so daß die Eckleisten
i bis 4 in ihren richtigen Arbeitsstellungen und die Seile 5 in ihrer gespannten
Lage gesichert werden. Der aus vielen Ziegelsteinen o. dgl. s gebildete Stapel S
ist nun als einheitliches Gebilde zur Förderung mittels eines Kranes o. dgl. bereit.
-
Beim Transport werden immer aus Sicherheitsgründen die freien, zur
Öse g auslaufenden Enden der Seile 5 durch den an der Eckleiste 2 vorgesehenen schwenkbaren
Bügel 16 hindurchgezogen, dessen Länge so bemessen ist, daß das. nach oben gerichtete,
die Öse g tragende Ende der Seile genau über der Stapelmitte liegt. Auf diese Weise
ist ein Kanten oder Kippen des Stapels während des Förderns mittels eines Kranes
o. dgl. sicher vermieden.
-
Die Einrichtung ist sehr leicht wieder vom Stapel S abzunehmen; es
braucht zu diesem Zweck nur der Klemmkeil 15 gelöst zu werden, worauf ohne weiteres
die nun spannungslosen Seile zusammen mit den Eckleisten i vom Stapel abgenommen
werden können.
-
Da die Eckleisten i bis 4 auf den Halteseilen 5 verstellbar sind,
ist es ohne weiteres möglich, den gegenseitigen Abstand der Eckleisten voneinander
der jeweiligen Größe des zu fördernden Stapels anzupassen. In diesem Falle wird
zweckmäßig ein der Stapelfläche entsprechendes Stapelbrett verwendet.
-
Die Anordnung der Stützleisten 2o unter dem Grundbrett ig erleichtert
das Hindurchziehen der Einrichtung unter dem Stapel S. Selbstverständlich können
mittels der beschriebenen Einrichtung auch andere Gegenstände als Ziegelsteine gefördert
werden, vorausgesetzt, daß sie einigermaßen regelmäßig geformt sind und sich zu
einem im wesentlichen kubischen Stapel vereinigen lassen.