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Gestell für Hängeregistraturen Die Erfindung bezieht sich auf ein
Gestell für Hängeregistraturen mit zwei parallelen Tragstangen zur Aufnahme des
hängenden Schriftgutes.
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Bei .diesem bekannten Gestell ist an den Enden der Tragstangen je
eine die Ges.tellhöhe bestimmende Stützstange vorgesehen, und, je zwei Stützstangen
einer Stirnseite sind dumh,eine Fußstange miteinander verbunden, um das Gestell
standsicher auf eine Unterlage aufstellen zu können.
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Solche Gestelle sind infolge ihres begrenzten Fassungsvermögens nicht
für beliebig große Hängeregistraturen geeignet, weil sie nicht gestapelt werden
können. Denn die Fußstangen eines etwa aufgesetzten Gestells finden auf den Tragstangen
eines darunter befindlichen Gestells praktisch keinen Halt. Es besteht vielmehr
die Gefahr,-daß die Stützstangen des jeweils unteren Gestells aruseinundergedriickt
werden. Diese bekannten Gestelle sind auch nur als Einsatz, z. B. für Schubladen,
vorgesehen.
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Es sind zwar aus selbständigen Baueinheiten bestehende Regale und
auch aus Einzelgruppen zusammensetzbare Regüstratuwren bekanntgeworden. Jedoch handelt
es sich dabei stets um schwere und teuere Ausführungen, deren Anpassung an räumliche
oder organisatorische Gegebenheiten umständlich ist.
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Es besteht somit das Bedürfnis der Erfindung darin, ein einfach zu
lagerndes, leicht stapelbares und in der Herstellung billiges Gestell zu schaffen,
das ermöglicht, dem Umfang einer insbesondere ständig wachsenden Hängeregistratur
jederzeit Rechnung trägen zu können.
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Diese Aufgabe wird bei einem Gestell, das aus zwei zueinander parallelen
Tragstangen zur Aufnahme des hängenden Schiriftgutes besteht und mit je zwei die
Gestellhöhe bestimmenden und an den Enden der Tragstangen vorgesehenen Stützstangen
sowie mit zwei quer zu denn Tragstangen angeordneten, je zwei Stützstangen miteinander
verbindende Fußstangen versehen ist, dadurch gelöst, daß die Stützstangen zu den
Tragstangen und der sie jeweils miteinander verbindenden Fußstange so angeordnet
und ausgebildet sind, daß zum Stapeln gleicher Gestelle jeder von zwei Stangen eingeschlossene
Winkel kleiner als 90° ist. derart, daß der gegenseitige Abstand der Fußstangen
kleiner ist als die Länge einer Tragstange.
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Der Erfindungsgegenstand ist in einigen beispieisweisen Ausführungen
an Hand der Fig. 1 bis 9 der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen Fig. 1, 2 und
3 einte Ansicht, Seitenansicht und die Draufsicht eines Gestells mit einigen Einhängemappen,
Fig.4 und S eine Ansicht und Seitenansicht von Einzelteilen eines zusammenstellbar
ausgebildeten Gestells.
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Fig. 6 und 7 eine Ansicht und Seitenansicht mehrerer über- und nebeneinander
gestapelter Gestelle in schematischer Wiedergabe, Fig. 8 und 9 je einen Längsschnitt
durch die als Rohre ausgebildeten Stangen zwischen den Berührungsstellen benachbarter
Gestelle nach den Fig.6 und 7.
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Jedes Gestell wird grundsätzlich von zwei einander parallelen Tragstangen
3 a, 3 b, von vier die Gestellhöhe bestimmenden Stützstangen l a,
1 b, 1 c, 1 d sowie von je zwei die Stützstangen einer Stirnseite des Gestells
miteinander verbindenden Fußstangen 2 a, 2 b
gebildet. Damit sich diese Gestelle
auf einfache und vorteilhafte Weise stapeln und die Stapel aneinanderreihen lassen,
ist jeder von zwei Stangen eingeschlossene Winkel kleiner als 90°. Dadurch wird
der gegenseitige Abstand der Fußstangen 2 a, 2 b kleiner als die Länge einer
Tragstange.
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Zwei Gestellstirnseiten weisen dabei die Gestalt eines aufrechtstehenden
U auf, nämlich die von den Stützstangen 1 a, 1 b bzw. 1 c, 1 d und
der Fußstange 2 a bzw. 2 b gebildeten Rahmen. Die anderen beiden Gestellängsseiten
haben dementsprechend die Gestalt eines umgekehrten U, nämlich die von den Stützstangen
1 a, 1 d bzw. 1 b, 1 c und der Tragstange 3 b bzw. 3 a gebildeten
Rahmen. Die Fußstangen 2 a, 2 b
dienen als Gestellauflage und tragen über
die Stützstangen die Tragstangen. Die obenliegenden Tragstangen 3 a, 3 b dienen
hierbei, wie in den Fig. 1 bis 3 gezeigt ist, zur Aufnahme des hängenden Schriftgutes,
beispielsweise Eimhängemappen 4 usw. Sie können auch als Haltestangen für aufgelegte
Gestellbretter
verwendet werden, falls die betreffenden Gestelle
zu einem Regal zusammengesetzt @vei#den sollen. Die Fußstangen können auch mit Gleitplatten,
starren oder lenkbaren Rollen versehen werden. Die Länge der Tragstangen 3a, 3 b
richtet sich nur nach dem gewünschten Fassungsvermögen des jeweiligen Gestells,
sie wird aber durch das Gewicht der einzuhängenden oder aufzulegenden Gegenstände
begrenzt. Falls mit einer sehr großen Belastung gerechnet werden muß, können die
Tragstangen 2a,2b gegeneinander auch durch dünne Drahtseile verspannt werden, um
die Festigkeit zu. erhöhen.
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Als Stangen für das Gestell nach Fig.1 bis 3 werden dünnwandige Rohre
verwendet, vorzugsweise solche aus Metall, die etwa als Stahlrohre nahtlos gezogen
und nach dem Biegen verchromt werden können. Es können auch andere Hohl- und Vollprofile
verwendet werden, und zwar sowohl solche aus Metall wie auch solche aus nnchtmeta.llischem
Werkstoff mit einer entsprechenden Biegefestigkeit, etwa Holz, Kunststoff u. dgl.
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Das Gestell nach Fig.1 bis 3 kann aus einer einzigen Stange gebogen
und dessen beide Enden dann miteinander unlösbar verbunden werden. Das Gestell kann
jedoch auch aus einzelnen geraden Stangen aufgebaut werden, die durch entsprechend
ausgebildete Kniestücke lösbar oder auch unlösbar miteinander verbunden sind.
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Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß das
Gestell derart in zwei Teile unterteilt ist, daß diese unter sich annähernd gleiche
Form und Größe haben. Hierzu werden die Trennstellen entweder symmetrisch zur senkrechten
Längsmittelebene des Gesteins oder symmetrisch zu(r senkrechten Ouermttelebene des
Gestells angeordnet. Bestehen dabei die Gestellteile, wie in den Fig. 1 bis 5 angedeutet
i,st, aus gebogenen Rohren, so können die beiden Gestelltei.le durch ein Verbindungsstücke
6 von kreisförmigem, den lichten Innenmassen der Rohre angepaßtem Querschnitt miteinander
verbunden werden. Dieses Verbindungsstück kann ein Hohlprofil oder Vollprofil sein
und soll einen guten Sitz in dem Rohren der beiden zu verbindenden Gestellteilen
aufweisen: An Stelle der ei.nsteckbaren -Verbindungsstücke 6 können auch solche
aus Hohlprofilen verwendet werden, deren lichte Innenmaße den äußeren Querschnittsaußenabmessungen
der zu verbindenden Rohrenden angepaßt und auf dieselben aufschiebbar sind. Außerdem
können z. B. die geteilten Fußstangen 2 a bzw. 2 b, wie bereits in den Fig. 4 und
5 gezeigt ist, mit je einer elastischen Hülle 7, beispielsweise einem Gummischlauch,
als Gleitschutz überzogen sein.
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Die Unterteilung jedes Gestells in zwei oder mehr Gestellteile-, ähnlich
wie in Fig. 4 und 5, bietet für die Herstellung, für den Transport und für die Lagerung
bedeutsameVorteile, da die Stangen in gleichen Biegevorrichtungen hergestellt werden
können und aufeinandergelegt einen wesentlich geringeren Platzbedarf als ganzes
Gestell haben-Die aus Voll- oder Hohlprofilen bestehenden Verbindungsstücke 6 werden
vorzugsweise mit Bohrungen versehen. Diese Bohrungen dienen dazu, das jeweilige
Verbindungsstückmit den zusammengefiigten:Stangenteilen lösbar zu befestigen, die
hierzu mit gleichartigen Bohrungen verseben werden. Die Befestigung erfolgt vorzugsweiße
durch Einsteckbolzen oder durch Schrauben, wozu die Bohrungen in den Verbindungsstücken
mit einem Innengewinde ausgestattet werden. Werden die Verbindungsstücke 6 und/oder
die aneinanderstoßenden Enden der zusammengefügten Fußstangen 2u bzw.
2 b mit mehreren Befestigungslöchern in einheitlichen Abständen versehen,
so kann das Zusammenfügen der beiden Gestellteile so erfolgen, daß das Gestell verschiedene
vorbestimmte Abstände der Tragstangen 3 a, 3 b aufweisen kann.
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Das Gestell nach den Fig. 1 bis 5 wird erfindungsgemäß durch Über-
und Nebeneinan.derstapeln zu größeren Gestellgruppen zusammengefügt, wie schematisch
in einer Ansicht und Seitenansicht in Fig. 6 und 7 angegeben ist. Die Tatsache,
daß der gegenseitige Abstand der als Gestenauflage dienenden Fußstangen
2 a, 2 b kleiner ist als die Länge der jeweiligen Tragstangen 3 a, 3 b, andererseits
aber die Länge der Fußstangen 2a, 2b größer ist als der gegenseitige Abstand
der Tragstangen 3 a, 3 b, ermöglicht das Audeinande@rstellem mehrerer Gestelle.
Dabei ruhen dann die Fufßstangen 2a, 2 b auf den Tragstangen 3.a,
3 b
des darunter befindlichen Gestells. An den vier Berührungsstellen der
Gestelle kreuzen sich dieTragstangen 2 d, 2 b mit den Fußstangen 3
a, 3 b angenähert senkrecht. Eine solche Kreuzungsstelle ist in der Fig. 3 im Schnitt
deargestellt. An diesen Berührungsstellen erfolgt eine Verbindung der au'fei'nander
angeordneten Gestelle durch einen Stift 8, der in sich deckenden Löcher der Fußstangen
2 b und der Tragstangen 3 a ei.nsteckhasr ist und; durch einen Splint 9 gesichert
ist. Eine solche Verbindung ist einerseits leicht lösbar, andererseits aberr fest
genug, um den Zusammenhalt auch mehrerer Gestelle übereinander zu gewährleisten.
An Stelle eines mit Splint gesicherten Stiftes können natürlich auch Schrauben mit
Muttern oder andere geeignete Verbindungsmittel verwendet werden. Beispielsweise
können. auch, wie in Fig. 9 gezeigt ist, die Tragstangen 3 d, 3 b an den Kreuzstellen
mit aufwärts ragenden Gewindebolzen 10 versehen werden, auf welche die Fußstangen
2 a., 2 b des nächsthöheren Gestells mit entsprechenden Löchern aufgesteckt und
mit Flügelmuttern befestigt werden. Die Bolzen 10 könnxn an einem Lochrand 11 angelötet
oder angeschweißt werden.
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Die Gestelle lassen sich auch in Richtung ihrer Tragstangen und Fußstangen
aneinanderreihen, wie Fig. 6 und 7 zeigen, und zwar können die Gestelle sowohl nebeneinander
wie auch hintereinander angeordnet werden. Hierbei berühren sich benachbarte Gestelle
stets entweder an dem oberen oder den unteren Enden je zweier Stützstangen. An diesen
Berührungsstellen erfolgt eine lösbare Befestigung benachbarter Gestellstapel. Diese
Befestigung kann ebenso wie dde nach Fig@8 ausgebildet sein, oder es können auch
Schrauben mit Muttern oder .andere geeignete Befestigungsvorrichtungen verwendet
werden. Falls erwünscht, kann auch die Befestigung aufeinander und neben- oder hintereinander
angeordneter Gestellstaped durch Schellen erfolgen, so daß Bohrungen in den Trägern
vermieden werden.
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Wie aus den Fig. 6 und 7 ersichtlich ist, wird beim Zusammenfügen
von mehreren Gestellen zu einem Gestellstapel 12 oder von mehreren Gestellstapeln
zu einer Gestengruppe durch die gegenseitige Befestigung eine große Stabilität gewährleistet.
Für die untersten Gestelle eines derartigen Gestellstapels ist es vorteilhaft, die
jeweils als Gestellauflage dienenden Fußstangen 2 a, 2 b jedes Gestells
untereinander mittels dünner Drahtseide zu verspannen oder durch eine an den Fußstangen
2 a, 2 b befestigte Bodenplatte gegeneinander zu versteifen.
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Außer der bereits erwähnten Bodenplatte können auch für die obersten
Gestelle diese überdeckende Deckplatten vorgesehen und falls erwünscht, mit Einrichtungen
zur
Befestigung eines Vorhangs und zum Einhängen einer Leiter versehen werden. Auch
einzelne Gestenbretter können in einen solchen Gestellstapel eingesetzt und vorzugsweise
an den jeweiligen Fußstangen befestigt oder mittels Trägern an den gemeinsamen Stützstangen
gelagert werden. Ferner können an den Gestellen Befestigungsmittel zum Anbringen
von Abdeckplatten oder Verkleidungsplatten zur Verschalung der Gestellstapel oder
ganzer Gestellgruppen vorgesehen sein. Falls erwünscht, könnten auf den Tragstangen
3 a, 3 b der Gestelle in an sich bekannter Weise seitliche Anschläge, gegebenenfalls
längs der betreffenden Tragstangen verschiebbar angebracht werden, um ein seitliches
Heerausrutsche-n des aufgehängten Schriftgutes zu verhindern.