DE7247199U - Mehrscheibenisolierglas - Google Patents
MehrscheibenisolierglasInfo
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Landscapes
- Joining Of Glass To Other Materials (AREA)
- Securing Of Glass Panes Or The Like (AREA)
Description
JENAer GLASWERK
SCHOTT & GEN.
SCHOTT & GEN.
j>500_ M a i η ζ
Rattenbeörgstraße IvO P 392
Mehrscheibenisolierglas
Die Erfindung betrifft ein Zweischeibenisolierglas, dessen
Zwischenraum durch eine transparente Trennv;and unterteilt
und mit einem Gas gefüllt ist, dessen Wärmeleitfähigkeit
geringer als die von Luft ist.
Bai solchen Isolierglassystemen ist eine besonders gute
Wärmedämmung oder - was das gleiche bedeutet - eine niedrige
k-Zahl (Wätraedurehgangskoeffizient) erstrebenswert, um den
Verbrauch an Heiv.energie in mit solchen Isolierglassystemen
verschonen Gebeluden niedrig zu halten.
Es sind bereite; l^chrscheibenisoliergläser bekannt, bei denen
zwei odor mehr Glasscheiben im Abstand voneinander angeordnet
sind, und bei denen vorzugsweise eine dieser Scheiben auf der
Innenseite einen metallisch on, langv.'ellige IR-Strahlung reflektierenden,
sichtbares Licht weitgehend durchlassenden Belag aufv/eist. Als eine· dem Fachmann geläufige Maßnahme kann die Füllung
der. Zwischenraumes mit einem Gas geringerer Wärmeleitfähigkeit
als Luft bat rächtet worden. Luftgefüllte Zweischeibenisolierglaseinho.
ί ton mit geeigneter B^l^gung erreichen einen
k-Wert (iiog. Wärmcdurchgancjtikoeffizient, []kcal/m h gradj )
von 1,5. Solche Systeme entsprechen vielen der an sie
zu stellenden Forderungen.
Der Nachteil der genannten Systeme liegt in der aufwendigen Großflächenbedampfung massiver Glasplatten.
Weitere Nachteile der Isoliergläser nach dem Stand der Technik sind die zu hohe Wärmeleitung der Luft und,
insbesondere bei Benutzung von Gasen geringerer Wärmeleitfähigkeit
als Luft, der starke Anteil der Konvektion, so daß beim üblichen Abstand von 12 mm die Erniedrigung
des k-Wertes durch Gasfüllungen geringer Wärmeleitfähigkeit
nur zu vergleichsweise bescheidenen Verbesserungen führt.
Es ist auch Dereits vorgeschlagen worden, als Sonnenschutz
(Dämpfung des Strahlungsanteils der Sonne, der in das Gebäudeinnere eindringt) auf Glasscheiben, insbesondere nach
deren Einbau in die Rahmen, metallbedampfte Folien aufzukleben. Diese Maßnahme beeinflußt bei Einselscheiben den
k-Wert praktisch nicht und ist überdies wegen der Schwierigkeiten des Beklebens schon eingebauter Scheiben ausgesprochen
aufwendig. Der Sonnenschutz ist sehr begrenzt und die Folien sind schnell zerkratzt.
Ferner sind Dreischeibenisoliergläser bekannt, bei denen die beiden Zwischenräume üblicherweise jeweils 12 mm betragen,
so daß bei einer Scheibendicke von 6 mm das Gesamtsystem 42 mm dick und so schwer ist, daß eine spezielle Rahmenkonstruktion
erforderlich ist. Ohre Metallbelegungen wird mit diesen Abmessungen ein k-Vert von 1,8 erreicht.
Ziel der Erfindung ist ein Isolierglas, dessen Wärmedämmung
besser ist als die eines herkömmlichen Droischeibanisolierglases
mit den üblichen Abständen von 12 mm, und vorgleichbar ist mit der eines Zweischeibenisolierglases mit IR-reflektierendcm
Belag, dessen Abmessungen jodoch denen eines herkömmlichen Zweischeibenisolierglases entspricht, und
das viel einfacher und wirtschaftlicher herzustellen ist als herkömmliche Isoliergläser mit gleicher Wärmedämmung.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Zwischenraum eines Zweischeibenisolierglacos durch eine
transparente Trennwand in je zwei Halbräumc unterteilt und mit einem Gas gefüllt ist, das bei einem gleichdimensionierten
Zweischeibenisolierglas ohne Trennwand eine Rayleigh-Zahl
>, 5 χ 10 aufweist.
Die Erfindung bringt große Vorteile gegenüber dem Bekannten.
Ein Vorteil besteht darin, daß die Trennwand (Glas, Kunststoff, Folie) dünn gehalten werden kann, da sie zur mechanischen
Stabilität des Systems nicht beizutragen braucht, so daß trotz der Unterteilung in Halbräume das Gewicht eines
entsprechenden herkömmlichen Isolierglases nur geringfügig verändert wird. Gleiches gilt für die Abmessungen, so daß
ein Einbau in herkömmliche Rahmenkonstruktionen gegeben ist.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist wirtschaftlicher Natur. Es ist ungleich weniger aufwendig, durch Einfügen
einer Trennwand und Füllung mit einem Gas gemäß der Erfindung den k-Wert etwa eines Zweischeibenisolierglases zu
erreichen ,dessen eine Scheibe innen mit einem langwellige
IR-Strahlung reflektierenden Belag versehen ist- Großflächenbelegunyen
sind t.ehr teuer.
Die Wärmedämmung in den Zv/ischenräumen von Isoliergläsern
erfolgt durch Strahlung, Leitung und Konvektion. Für den Konvektionsanteil der Wärmeübertragung ist die Dicke des
Zwischenraums ein ganz crtscheidender Faktor. Darüberhinaus
ist dieser Konvektionsanteil sowohl von der Glasart, der '"empsraturdifferenz (daß die Isolierglaseinheit in etwa
senkrecht eingebaut wurde, sei vorausgesetzt) als auch von verschiedenen Eigenschaften des benutzten Füllgases abhängig,
welche zusammengefaßt durch die Rayleigh-Zahl Ra wiedergegeben
werden.
erhält
^ e,k = Λ · X (D
X = X (Ra) = 1 + °'°236 :_^h!I3 (2)
Ra + 1,01 x IO
mit Ra = 3600 . ,^2 . /5 · & t ■ S3 ■ c (3)
Es bedeuten:
e,k = korrigierte Wärmeleitfähigkeit j_kcal/mh gradj ,
den Anteil der Konvektion berücksichtigend
Wärmeleitfähigkeit |_kcal/n.g gradj
/ 5
72*7199-5.9.74
Y β dimensions loner Korrektur faktor der Konvektion
zur Wärmeleitfähigkeit
• < Γ 3 '
?:' ~ spezifisches Gewicht kg/m J
(3 = räumliche Wärmeausdehnungszahl jl/gradj
= Temporaturdifferenz zwischen aen beiden begrenzenden
Flächen der Zwischenräume rgrad {
= Dicke des gasgefüllten Zwischenraumes [m /
C = Wärmekapazität eines Gases jkcal/kg grad j bei
konstantem Druck
= Dynamische Zähigkeit Ikgs/m J
Ein Isolierglas zeigt eine wesentlich höhere Wärmedämmung,
wenn dieses Isolierglas durch eine Trennwand unterteilt und die Rayleigh-zahl im nichtunterteilten System,^ 5 χ 10 ist.
Die Trennwand kann aus einem beliebigen, transparenten Material,
wie z.B. Glas oder Kunststoff bestehen. Besonders vorteilhaft ist eine Kunststoff-Folie.
/
Eine weitere Verbesserung der Wärmedämmung kann dadurch
erreicht werden, daß die Trennwand ein- oder beidseitig mit einem iR-reflektierenden Belag versehen ist.
Als Gase, die erfindungsgemäß verwendet werden können,
können z.B. Krypton, Xenon, Argon, N2O oder CH0Cl genannt
werden.
Die Erfindung wird anhand einer beispielhaften Ausführungsform in der Zeichnung näher erläutert:
Der Rahmen 1 eines Zweischeibenisolierglases wird so abgeändert,
daß der gasgefüllte Zwischenraum durch eine Trennwand 2 (hier 2mm Glasscheibe) in jezvei Halbräumo 3, 4 von
der Dicke 5 mm unterteilt wird. An einer Stelle ist die Trennwand 2 perforiert, um einen Druckausgleich zu ermöglichen.
Die Halbräume 3, 4 sind mit Krypton von Atrnosphh'rendruck
gefüllt. Dieses System hätte bei fehlender Trennwand
4
eine Rayleigh-Zahl von 2,24 χ 10 .
eine Rayleigh-Zahl von 2,24 χ 10 .
Ein Vergleich der k-Werte eines herkömmlichen, kryptongefüllten
Zweischeibenisolierglases mit einem System gemäß des vorstehenden Beispiels zeigt:
kohne Trennwand " 2'35
mit Trennwand
= 1,65 [kcal/m2h grad |
Dieses Beispiel macht deutlich, daß ein Isolierglas gemäß
der Erfindung bessere Wärmedämmeigenschaften hat als ein vergleichbares Isolierglas herkömmlicher Bauart.
Claims (9)
1) Zweischeibenisolierglas mit erhöhter Wärmedämmung, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zwischenraum durch eine transparente Trennwand in je zwei vorzugsweise gleichgroße
Halbräume unterteilt ist, die mit einem Gas gefüllt
sind, welches bei einem gleichdimensionierten Zweischeibenicolierglas ohne Trennwand eine Rayleigh-Zahlj^
5 χ 10° hat.
2) Isolierglas nach Anspruch .1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand eine Glasscheibe ist.
3) Isolierglas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand eine Kunststoffscheibe ist.
4) Isolierglas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand eine Kunststoffolie ist.
5) Isolierglas nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenräume mit Krypton gefüllt sind.
6) Isolierglas nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenräume mit Argon gefüllt sind.
7) Isolierglas nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenräume mit N-O gefüllt sind.
— O —
8) Isolierglas nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenräume mit Methylchlorid
(CII3Cl) gefüllt, sind.
9) Isolierglas nach einem der Ansprüche. 1-8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Trennwand m·· I ο nem langwellige
IR-Strahlung reflektierenden Belag versehen ist.
72471S9-5.8.74
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7247199U true DE7247199U (de) | 1974-09-05 |
Family
ID=1288315
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7247199U Expired DE7247199U (de) | Mehrscheibenisolierglas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7247199U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3404663A1 (de) * | 1984-02-10 | 1985-09-05 | Glasbau Hahn GmbH & Co KG, 6000 Frankfurt | Verglasung fuer fenster, bausatz zur nachtraeglichen herstellung einer solchen verglasung und verfahren zur herstellung der verglasung |
-
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- DE DE7247199U patent/DE7247199U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3404663A1 (de) * | 1984-02-10 | 1985-09-05 | Glasbau Hahn GmbH & Co KG, 6000 Frankfurt | Verglasung fuer fenster, bausatz zur nachtraeglichen herstellung einer solchen verglasung und verfahren zur herstellung der verglasung |
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