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DE7241968U - Demontierbares Gebäude - Google Patents

Demontierbares Gebäude

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Publication number
DE7241968U
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
building
frame
supports
wall
legs
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE7241968U
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
Publication date
Publication of DE7241968U publication Critical patent/DE7241968U/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

DIPL-ING. :
HELMUTKATSCHER d-oi'darmstadt
PATENTANWALT RHEINSTR. 34 (Ecke Neckarstr.; (L
TEU06151) 2 36 67. 2 59 81 '
-5. JUN 197G
Anmelder: W. Wagner, 6o72 Dreieichenhain
Demontierbares Gebäude
Die Erfindung betrifft ein aus vorgefertigten Teilen bestehendes zwei- oder mehrgeschossiges demontierbares Gebäude in Stahl-Holz-Verbundbauweise, bei dem die Nutzräume zw.'sehen einem in der Gebäudemitte angeordneten Treppenhaus und den Gebäudestirnwänden liegen. Bevorzugte Anwendungsgebiete derartiger Gebäude sind Schulen, Kindergärten, Verwaltungsbauten lind dergleichen. Die Längsseiten solcher Gebäude werden üblicherweise zum größten Teil von Fensterflächen eingenommen, während die Stirnwände meist geschlossen ausgeführt sind«
Bei eingeschossigen Pavillonbauten ist die demontierbare Bauweise bekannt. Bei einem bekannten Pavillon in Stahl-Eolz-^erbundbaurfeise (Gebrauchsmuster 71 10 767) wird das Dach von außenliegenden Stahlstützen getragen, zwischen denen nichttra- ~\ gende Wandflächenele mente angebracht sind. Diese Bauart hat sich für eingeschossige demontierbare Gebäude, insbesondere für Schulen und Kindergärten sehr bewährt; das Gebäude ist einfach und schnell zu errichten und zu demontieren; sein Aussehen erweckt nicht den Anschein eines nur provisorisch errichteten Gebäudes.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Merkmale und Vorzüge dieser bekannten Bauweise auch auf zwei- oder mehrgeschossige Gebäude zu übertragen. Dabei ergibt sich das be sondere Problem, wo jeweils die Deckenträger der Geschoßdckken abzustützen sind. An sich bietet .«sich bei längs erst reck-
ten Gebäuden immer die Möglichkeit an, die Deckenträger quer zur Gebäudelängsrichtung vorzusehen, weil damit die kürzeste Verbindung zwischen zwei Außenwänden hergestellt werden kann. Dies würde bei der geschilderten Bauweise mit außenliegencen
ten aber bedeuten, daß die Stahlstützen im Bereich des Erdgeschosses wesentlich stärker bemessen sein müßten als im Obergeschoß. Bei mehrgeschossigen Gebäuden müßten die außenliegenden Stahlstützen entsprechend mehrfach abgestuft sein. Diese abweichenden Stützenquerschnitte hätten zur Folge, daß in den übereinanderliegenden Geschossen nicht die gleichen Wandflächenelemente verwendet werden könnten. Beim Bauen mit vorgefertigten Elementen wäre dadurch die notwendige Lagerhaltung vergrößert und die freie Austauschbarkeit der Wandflächenelemente beeinträchtigt. Vor allem wäre aber auch das Aussehen des Gebäudes beeinträchtigt, wenn im Erdgeschoß und im Obergeschoß bzw. den weiteren Geschossen jeweils unterschiedliche Querschnitte für die außenliegenden Stützen vorgesehen werden müßten.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an den Gebäudelängsseiten vertikale Stützen von durchgehend gleichem Querschnitt durchgezogen sind, die zwischen sich nichttragende Wandflächenelemente aufnehmen, und daß die Deckenträger der Nutzräume in Gebäudelängsrichtung verlaufen und jeweils Teil eines U-förmigen Rahmens sind, dessen nach unten ragende Stützschenkel in der Treppenhauswand und der Stirnwand angeordnet sind.
Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung besteht demnach darin, die bei einstöckigen demontierbaren Pavillons an sich bekannte Bauweise mit vertikalen Stützen und dazwischen angeordneten, nichttragenden Wandflächenelementen an den Gebäudelängsseiten für das Erdgeschoß und die Obergeschosse unverän-
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dert beizubehalten und als tragendes Bauelement für die Geschoßdecken einen gesonderten U-förmigen Rahmen vorzusehen, dessen einer Schenkel in der ohnehin vorhandenen Treppenhauswrnd und dessen anderer Schenkel in der ebenfalls meist geschlossen ausgeführten Gebäudestirnwand liegt. Dort können die Schenkel des U-föruigen Rahmens durch Verkleidungen feuerhemmend ausgeführt werden, wie dies für mehrgeschossige Bauten vorgeschrieben ist.
Vorzugsweise sind die Schenkel und der Deckenträger des Rahmens an den Rahmenecken biegesteif verbunden, se daß der Rahmen seine Standfestigkeit in Längsrichtung bereits ohne Verbindung mit der übrigen Gebäudekonstruktion erhält. In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, daß im zweitobersten Geschoß an den Rahmenecken jeweils eine nach oben ragende Stütze angebracht ist, die mit dem Dach verbunden ist. Diese Stützen bilden in der Treppenhauswand und in der Gebäudestirnwand die Tragkonstruktion für das Dach* Diese Stützen können von geringerem Querschnitt sein als die Rahmenschenkel, da sie geringer belastet sind.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Vorderansicht (Längsseite) eines zweigeschossigen demontierbaren Gebäudes, wobei in der rechten Hälfte der Figur die Lage der U-förmigen Rahmen, die den Deckenträger bilden, kreuzsciiraffiert eingezeichnet ist;
Fig. 2 eine stark vereinfachte perspektivische Ansicht des Stahls#keTletts für das in Fig. 1 gezeigte Gebäude, wobei der Übersiehtlichleit halber Teile des Stahlskeletts weggelassen sind;
Fig. 3 einen vereinfachten Grundriß in dem in Fig. 2
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gezeigten Zustand in Erdgeschoßhöhe;
Fig. 4 den U-fÖrmigen Rahmen in Seitenansicht mit an den Hahsenecken aufgesetzten weiteren Stützen;
FIe. 5 eine vereinfachte Seitenansicht einer außeniiegenden vertikalen ötütae, wobei dex· Deckenträger, ein Teil der Dachkonstruktion und ein Teil des Fundamentes im Schnitt gezeigt sind.
Bei dem dargestellten Aueführungsbeispiel handelt es sich um einen Schulbau, bei dem beiderseits des in der Gebäudei^itte liegenden Treppenhauses in Erdgeschoß und im Obergeschoß jeweils ein Klassenraun angeordnet ist. Die in Fig. 1 gezeigte Frontwand des Gebäudes besteht ebenso wie die nicht dargestellte Rückwand aus vertikalen Stahlstützen 1, die mit durchgehend gleichem Querschnitt vom Fundament 2 zur Dachkonstruktion 3 durchgezogen eiad; jeweils zwischen zwei Stützen 1 sind Wandflächenelemente 4· von der Gebäudei™ -anseite her angebracht. Bei dem gezeigten Beispiel bestehen alle Wandflächenelemente der Klassenräume in aer Frontwand und der Rückwand aus Fensterelementen. Statt dessen könnten auch einzelne oder mehrere Vollwandelemente eingesetzt werden.
Die Stirnwände 5 des Gebäudes werden ebenfalls von Wandflächenelementen gebildet; hier sind bei dem gezeigten Beispiel jedoch keine Fenster vorgesehen. Der Werkstoff für alle Wandflächenelemente ist - soweit es sich nicht um Fenster handelt - im wesentlichen Holz. Die Klassenräume sind von dem in der Mitte liegenden Treppenhaus durch Treppenhauswände getrennt, in denen Türöffnungen vorgesehen sind.
Die an der Außenseite der Gebäudelängsseiten liegenden Stützen 1 dienen neben dem dargestellten Zweck der Aufnahme der Wandflächenelenente hauptsächlich der Abstützung der Dachkonstruktion 3*
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Die über den Klassenräumen im Erdgeschoß befindlichen Decken, die die Fußbodenlast der im Obergeschoß liegenden Klasseiräume aufzunehmen haben, weisen jeweils mehrere, in Gebäudelängsrichtung verlaufende Deckenträger 7 auf, die an ihren Enden, .ieeeila mit einem, sich nach unten auf das Fundament 2 abzustützenden Schenkel 8 bzw. 9 biegesteif verbunden sind. Jeweils sin Deckenträger 7 und die damit verbundenen Schenkel 8 und 9 bilden einen U-förraigen Rahmen. Der eine Schenkel 8 des Rahmens liegt in der Stirnwand 5 des Gebäudes, der andere Rahmenschenkel 9 in der Treppenhauswand 6.
Wie man aus den Figuren 2 und 3 erkennt, sind bei dem dargestellten Beispiel für jeden Klassenraum vier U-förmige Rahmen vergesehen. Die Deckenlast ruht nur auf diesen Rahmen, die damit wesentliche tragende Elemente des Gebäudes bilden.
Fig. 4- zeigt einen solchen Rahmen in Seitenansicht, wobei das Profil der verwendeten Stahlträger jeweils schraffiert eingezeichnet ist. Die Deckenträger 7 und die Schenkel 8 und 9 bestehen jeweils aus Doppel-T-Trägern mit Breitflanschprofil. An den Enden des Deckenträgers 7 ist jeweils eine Abschlußplatte 13 angeschweißt, die mit den Flansehen der Profilstücke 8 und 9 verschraubt ist. Zur besseren Übertragung deB Biegemomentes sind die oberen Enden dieser Schenkel 8 und 9 mit jeweils einer Abschlußplatte 11 verschweißt; in der Höhe der Unterseite des Deckenträgers 7 nind Versteifungsbleche 12 aus diesem Ground in die Frcfilstücke 8 und 9 eingeschweißt. Endplatten 13 bilden die Auflage auf dem Fundament 2; zur Verankerung können Schrauben im Fundament vorgesehen sein.
Von den Ecken des Rahmens 7, 8, 9 ragen jeweils Stützen 14, 15 nach oben, die mit d^n Ranasenecken biegesteif verschraubt sind. Diese Stützen bilden die tragenden Bauteile der Treppenhauswände 6 und Stirnwände 7 im Obergeschoß und tragen ebenfalls die Dachkonstruktion. Die Stützen 14- und 15 sind
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von geringerem Querschnitt als die Schenkel 8 und 9 des Rahmens, da ihre Beanspruchung geringer ist. Wie in Fig. 4 angedeutet, kann die eine Stütze 14 aus einem Doppe1-T-Profil bestehen; die andere Stütze 15 kann ein Holzbalken sein, der mittels eines Winkelstücks 16 an der Rahmanecke angeschraubt ist. Je nach der gewünschten Konstruktion der Treppenhauswand und/oder der Stirnwand kann man auch beide Stützen 14, 15 aus Stahl oder aus Holz herstellen. Diese Stützen 14, 15 können montiert bzw. ausgewechselt werden, ohne dabei die Standfestigkeit der Stützen 8, 9 für die Deckenkonstruktion zu beeinträchtigen.
Die an der Frontseite und Rückseite des Gebäudes angeordneten außenliegenden durchgebenden Stützen 1 bestehen aus einem Vierkant-Stahlrohrprofil; an ihrem unteren Ende ist ein zum Fundament 2 hin abgewinkelter und mit diesem verbundener Schenkel angeschweißt. An ihrem oberen Ende sind die Stützen 1 mit der Dachkonstruktion 3 verbunden, wie in Fig. 5 dargestellt ist. Beispielsweise kann ein den oberen Abschluß der Stütze 1 bildendes Winkelstück mit einem Dachbinder verschraubt sein.
Aus Fig. 5 erkennt man auch deutlich, daß die Stützen 1 vor dem vordersten Deckenträger 7 liegen und mit diesem nur zur weiteren Versteifung verbunden sine!. Querbalken 17 verbinden die benachbarten Deckenträger 7 miteinander. Die übrigen Teile des Stahlskeletts sind der Übersichtlichkeit halber in den Figuren nicht dargestellt. So sind benachbarte Rahmenecken durch Querbalken miteinander verbunden; auch die auf die Rahmenecken aufgesetzten Stützen 14 und 15 können an ihren oberen Enden durch Querbalken miteinander verbunden sein. In Fig. 2 sind nur links auf der Vorderseite des Gebäudes drei vertikale Stützen 1 angedeutet. Es versteht sich, daß derartige Stützen 1 auf der gesamten Frontseite und auf der gesamten Rückseite des Gebäudes vorgesehen sind.
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Längere Gebäude können dadurch gebildet werden, daß man mehrere Nutzräume und Treppenhäuser aneinanderreiht. Dann sind die Eahmenschenkel der innenliegenden Nutzräume beiderseits in Treppenhauswänden angeordnet; nur die Rahmenschenkel an den Gebäudeenden befinden sich in Stirnwänden.
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Claims (4)

ti f · · I » ■ ■ * ♦ Schutzansprüche
1.\Aus vorgefertigten Teilen bestehendes zwei- oder mehrgeschossiges demontierbares Gebäude in Stahl-Holz-Verbundbauweise, bei dem die Nutzräume zwischen einem in der Gebäudemitte angeordneten Treppenhaus und den Gebäudestirnwänden liegen, dadurch gekennzeichnet, daß an den Gebäudelängsseiten vertikale Stützen (1) von durchgehend gleichem Querschnitt durchgezogen sind, die zwischen sich nichttragende Wandflächenelemente (4) aufnehmen, und daß die Deckenträger (7) der Nutzräume in Gebäudelängsrichtung verlaufen und jeweils Teil eines U-förmigen Rahmens sind, dessen nach unten ragende Stützschenkel (9 bzw. 8) in der Trepenhauswand (6) und der Stirnwand (5) angeordnet sind.^
2. Gebäude nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützschenkel (8, 9) und der Deckenträger (7) des Rahmens an den Rahmeaeck>n biegesteif verbunden sind.
3. Gebäude nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im zweitobersten Geschoß an den Rahmenecken .jeweils eine nach oben ragende Stütze (14, 15) angebracht ist, die mil; dem Dach (3) verbunden ist.
4. Gebäude nach Anspruch 3« dadurch gekennzeichnet, daß die an den Rahmenecken nach oben ragendem Stützen (14, 15) von geringerem Querschnitt sind als die Rahmenschenkel (8, 9)·
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DE7241968U Demontierbares Gebäude Expired DE7241968U (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE7241968U true DE7241968U (de) 1973-11-22

Family

ID=1286941

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE7241968U Expired DE7241968U (de) Demontierbares Gebäude

Country Status (1)

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DE (1) DE7241968U (de)

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