DE7128076U - Vorrichtung zum desinfizieren von einrichtungsgegenstaenden in krankenhaeusern - Google Patents
Vorrichtung zum desinfizieren von einrichtungsgegenstaenden in krankenhaeusernInfo
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- Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)
Description
Anmelder: Stuttgart, den 14. Juli -1971
Firma Aerotechnik P 234-2 K/Kl
Hahn, Lehre, Sigler, OHG
Lufttechn. Anlagen
7317 Wendungen
Neuffenstraße 80
Lufttechn. Anlagen
7317 Wendungen
Neuffenstraße 80
Vorrichtung i&Uw Beaiüfχϋΐβχ-βη von Ein—
richtungsgegenstanden in. Krankenhäusern
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Desinfizieren von Einrichtungsgegenständen in Krankenhäusern.
In den Krankenhäusern ist es bisher üblich, die Betten in einer zentralen Station in großen Kammern mit Hilfe
von Dampf und Heißluft zu sterilisieren. Dies hat jedoch den Nachteil, daß die Wege von der zentralen Desinfektionsstation
zu dem Krankenzimmer mitunter recht
groß sind, so daß die Gefahr, daß die Betten wieder infiziert werden, recht groß ist, insbesondere, wenn
die desinfizierten Betten wegen der langen Wege nicht in einem Zuge wieder auf die Station gebracht werden
können, sondern irgendwo stehen bleiben und von Kranken wieder berührt werden. Schließlich sind diese Desinfektionsabteilungen
meist so entlegen, daß qualifiziertes Krankenhauspersonal die Mitüberwachung der
Desinfektion nicht übernehmen kann.
Andere Einrichtungsgegenstände, z. B. kleinere Möbelstücke oder auch OP-Tische, wurden bisher an Ort und
Stelle mit einer Handspritze mit Desinfektionsflüssigkeit besprüht. Dies hat den Nachteil, daß der Baum,in
dem diese Möbel stehen, einige Zeit lang nicht benutzbar ist und daß der Geruch des Desinfektionsmittels sich
in diesen Säumen noch längere Zeit hält. Außerdem sind die Türen dieser Räume nicht so abgedichtet,
daß verhindert werden würde, daß sich der Geruch in den angrenzenden Gängen und Räumen ausbreitet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden. Sie besteht darin, daß die Vorrichtung
eine die zu desinfizierenden Gegenstände aufnehmende, nach außen abgedichtete Kammer aufweist,
daß in der Kammer auf die zu desinfizierenden Gegenstände gerichtete, eine Desinfektionsflüssigkeit versprühende
Düsen angeordnet sind und daß diese Düsen
in an sich bekannter Weise an einem Sprühwagen angeordnet
sind, der durch die Kammer bewegbar ist.
Der besondere Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die Kammer klein und sehr preisgünstig gebaut
werden kann und einfach zu bedienen ist, so daß sie in den einzelnen Abteilungen aufgestellt werden
kann, so daß die* Betten nicht mehr in eine zentrale
Bettenstation transportiert werden müssen, sondern innerhalb der Station in kürzester Frist
desinfiziert und wieder zum neuen Gebrauch hergerichtet werden können. Die anderen Einrichtungsgegenstände,
die meist nicht mit Dampf sterilisiert werden können, brauchen nicht mehr in dem Raum, in
dem sie stehen, desinfiziert zu werden, sondern können xn cLl6 innerhalu u.e~ Abteilungen vorgesehenen
Desinfektionskammerii gebracht werden, wo sie ohne Geruchsbelästigung desinfiziert werden. Diese
Desinfektionskammern arbeiten nicht mit Heißluft oder Dampf, wie dies in den zentralen Desinfektionsabteilungen
eines größeren Krankenhauses üblich ist, sondern die Düsen versprühen ein Desinfektionsmittel,
das beispielsweise Alkohol ■ und Formaldehyd, beispielsweise in einem Mischungsverhältnis von 80 %
Alkohol und 20 % Formaldehyd enthält. Ein anderes Desinfektionsmittel kann beispielsweise 60 % Isdpropylalkohol,
rund 39 % Wasser und 1 % Aldehyd-Kombinationen enthalten. Dieses Gemisch ist nicht
explosionsgefährlich.
— Zj. -
Die kleinen, in den einzelnen Abteilungen aufgestellten Desinfektionskammern können schon allein
aus Kostengründen nicht mit den Einrichtungen versehen sein, die in den zentralen Sterilisationsabteilungen großer Krankenhäuser vorgesehen sind
und den Massenbetrieb bewältigen müssen. Da ganz überwiegend Betten in den erfindungsgemäßen Kam-Il
mern desinfiziert werden müssen, sind die Kammern
in erster Linie hierzu ausgerüstet. Es können aber auch die anderen vorerwähnten kleineren Möbel-•
stücke und dgl., beispielsweise aber auch Arbeitskleidung, in der Kammer desinfiziert werden, es
werden dann je nach Bedarf die nur beim Desinfizieren
von Betten erforderlichen Einrichtungen der j Kammer nicht benutzt.
\ Zur Desinfektion von Betten weist daher bei einer
] besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
die Kammer eine Hubvorrichtung zum Abheben der
Matratzen vom Bettrost auf, wobei die Düsen teils auf das Bettgestell und teils auf die Matratzen gerichtet
sind. Das Abheben der Matratzen vom Bettrost macht die Anwendung eines flüssigen Desinfektionsmittel
möglich. Dadurch läßt sich die Desinfekti^-i schon in kleinen Kammern ohne die Verwendung von großen
Aggregaten durchfuhren. Da die Matratze vom Bettgestell abgehoben ist, kommt nicht nur die gesamte
Außenfläche der Matratze mit dem Desinfektionsmittel
in Berührung, sondern der aus den Düsen austretende Flüssigkeitsstrahl oder Nebel dringt auch
in sämtliche Ritzen des Bettgestelles ein. Auch tritt zumindest ein Teil der Desinfektionsflüssigkeit
in ihre gasförmige Phase über, so daß Dämpfe oder Gase des Desinfektionsmittels zumindest
so weit wie die Krankheitskeime in die Matratze eindringen.
Sowohl die Hubvorrichtung als auch die Einrichtung zum Aufsprühen des Desinfektionsmittels auf Bettgestall
und Matratze können in der verschiedensten Art und Weise ausgeführt sein. Bei einer Ausführungsform
der Erfindung weist der Sprühwagen, wie an sich bekannt, mindestens einen torförmigen Bügel
auf. Derartige Sprühwagen sind bei Autowaschanlagen bekannt. Der Sprühwagen wird auf Schienen über dem
zu besprühenden Objekt hin- und hergefahren. Die bei Autowaschanlagen bekannten Sprühwagen sind jedoch
für die dortigen Verhältnisse entsprechend groß und aufwendig konstruiert, sie eignen sich
nicht zur Verwendung in Desinfektionskammern.
/to
-6 -
Die vorerwähnte Ausführungsform der Erfindung kann
dahingehend weiter ausgebildet sein, daß der Sprühwagen auf entlang der Kammerdecke angeordneten Schienen
aufgehängt und in Richtung der Betten-Längsachse
verschiebbar geführt ist. Die Aufhängung des Sprühwagens an der Decke hat den Vorteil, daß auf dem Fußboden der
Kammer nicht auch noch Schienen oder andere Führungsteile des Sprühwagens angeordnet- sind, was entscheidend
dazu beiträgt, daß der Raumbedarf der erfindungsgemäßen Desinfektionskammer sehr klein ist.
Die Hubvorrichtung für die Matratze weist bei einer Ausführunguform der Erfindung unter die Matratze einschwenkbare,
höhenbeweglich angeordnete Auflageholme auf, auf die die Matratze aufgelegt wird. Die Hubvorrichtung
kann aber auch Greifer oder dgl. Vorrichtungen aufweisen, mit denen die Matratzen selbsttätig ergriffen
und angehoben werden. Dabei kann die Hubvorrichtung entweder am Boden befestigt sein, oder aber von der Decke
herabhängen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsßrm der Erfindung
sind jedoch Auflage holme vorgesehen und diese sind in Stützen höhenverschiebbar geführt, die auf dem Boden der
Kammer um eine parallel zur Bettenlängsachse verlaufende Achse schwenkbar gelagert sind. Dies hat den Vorteil,
daß beim Einsohleben des Bettes die Stützen seitwärts weggeschwenkt werden können. Dazu werden die Matratzen
etwas angehoben und die Stutzen mit den Holmen wieder eingeschwenkt, so daß die Holme unter die Matratze zu
liegen kommen. Dann werden die Matratzen mit Hilfe der Hubvorrichtung ein Stück weit naoh oben geführt und
dort während des Desinflzierens gehalten. Nach dem Desinfizieren werden die Matratzen wieder abgesenkt,
die Stutzen mit den Holmen ausgeschwenkt, dann kann das Bett aus der Kammer herausgefahren werden.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist eine
Umluftanlage vorgesehen, bei der die angesaugte Kammerluft durch eine die Dämpfe des Desinfektionsmittels
aus dem Luftstrom entfernende Waschanlage hindurchgeführt und hierauf wieder in die Kammer eingeleitet wird.
Dies hat den großen Vorteil, daß nach dem Aufsprühen des Desinfektionsmittels auf Matratze und Bett und gegebenenfalls nach einer entsprechenden Zeit der Einwirlcung dieses Desinfektionsmittels die Umluftanlage
eingeschaltet werden kann und damit die Dämpfe des Desinfektionsmittels, aus der Kammerluft entfernt
werden können, so daß, wenn die Türe geöffnet wird, die Dämpfe nicht aus dem Kammerinnern heraustreten und
durch ihren teilweise recht unangenehmen Geruch das in der Nähe tätige Personal und auch die Kranken stört.
Dabei ist nicht unwesentlich, daß diese Dämpfe in einer Waschanlage niedergeschlagen werden, so daß bei Bedarf
die Möglichkeit besteht, die Dämpfe oder Gase des Des·»
infektionsmittels aus dem Waschwasser wieder zu gewinnen· Eine derartige Umluftanlage mit Waschvorrichtung kann
innerhalb der Kammer angeordnet sein, sie kann jedoch auch in mehr oder weniger großer Entfernung von der
Kammer vorgesehen sein und mit der Kammer duroh eine Ansaugleitung und eine Zuführleitung für die Kammerluft
versehen sein·
Die Waschanlage kann wiederum in vielfältiger Weise aufgebaut sein. Bei der dargestellten AusfÜhrungfair''*T'ri
der Erfindung weist die Waschanlage in an sich bekannter Weise Düsen auf, die die Waschflüssigkeit :>
den Luftstrom einsprühen.
Schließlich ist von besonderem Vorteil, daß in der Kammer während der Behandlung ein gegenüber dem
Atmosphärendruck verminderter Druck herrscht, so daß die Dämpfe oder Gase des Desinfektionsmittels nicht
durch Ritzen oder Fugen in den Türen oder Wgndelementen
der Kammer in die Krankenstation eindringen können, sondern durch den Unterdruck in der Kammer gehalten
werden.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer Ausführungsform der
Erfindung in Verbindung mit flen Ansprüchen und der Zeichnung. Die einzelnen Merkmale können je für sich
oder zu mehreren bei einer AusfUhrungsfcrm der Erfindung verwirklicht werden.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung
dargestellt.
FIg4 1 zeigt einen senkrechten Schnitt durch eine
A us führungs form der erfindungsgemäßen JDesinfektionskammer.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach der Linie II - II der Fig. 1· ....
Fig. 3 zeigt einen Schnitt nach der Linie III - III der Flg. 2.
Bei der in der Zeiohnung dargestellten Ausführungaform
der Erfindung besteht der Desinfektionsraum aus einer allseitig geschlossenen Kammer, die an
ihrer Vorderseite eine Doppeltüre 1 aufweist, durch die das gesamte Bett, also Bettgestell mit daraufliegender
Matratze in die Kammer eingeschoben wird. Auf dem Boden ist eine u-förmlge Leitschiene 2 befestigt,
in die die Rollen an den Füßen der einen Seite des Bettes eingeführt werden. Am Boden ist
außerdem eine Hubvorrichtung für die Matratze angeordnet, die vier Stützen Jt aufweist, von denen je
zwei an einer Seite des Bettes angeordnet sind· Die Stützen ~b sind um eine zu der Längsachse der Schiene
parallelen Achse am Kanunerboden schwenkbar angeordnet.
In den Stützen 3 sind hydraulische pneumatische Zylinder angeordnet, in denen Träger 4 höhenverschiebbar
geführt sind. Die Träger 4 sind an ihrem oberen Ende
etwa rechtwinklig gegen das Bett zu abgebogen und tragen an ihren Enden Auflageholme 5· Zum Einschieben
α des in Fig. 1 gestrichelt angedeuteten Bettes 6 wer
den die Stützen j5 der Vorrichtung in die strichpunktiert
gezeigte Lage nach außen von dem Bett weggeschwenkt, so daß das Bett zwischen die Auflageholme
eingefahren werden kann, deren Länge etwa dem Abstand zwischen dem Kopfteil und dem Fußteil des Bettes entspricht.
Dann werden die auf dem Bettrost liegenden Matratzen etwas angehoben und die Auflageholme unter
die Matratzen eingeschwenkt. An der Oberseite der Auflageholme sind Erhöhungen angebracht, die eine punktförmige
Auflage der Matratzen 7 auf dem Holm 5 gewährleisten, ζ·Β. können diese Erhöhungen durch einen wellen
förmig oder ziokzack-förmig verlaufenden Draht gebildet
- 10 -
sein. Hierauf wird mit Hilfe eines fuüschaiters die
Hubvorrichtung in Tätigkeit gesetzt und die Matratze wird soweit angehoben, daß die Ebene der Auflageholme
Über dem Kopf- und Fußteil des Bettgestelles liegt·
An der Decke sind an einer Tragkonstruktion 8 parallel zur Deokenlängsrichtung verlaufende Führungsschienen 9 befestigt, auf denen ein Laufrollen 11
aufweisender Sprühwagen geführt ist. Der Sprühwagen weist mindestens einen n-förmigen Bügel 12 auf, der
die Düsen 13 trägt. Bei der dargestellten AusfUhrungsform der Erfindung sind zwei Bügel 12 und 14 vorgesehen, die aus einem einfachen Wasserrohr hergestellt
Sein können und In einem Abstand vcnsinandsr bsfestigt
sind, der klein gegenüber der Länge des Bettes ist· Dabei trägt der Bügel 12 schräg nach oben und der
Bügel 14 schräg nach unten geriohtete Düsen 13·
In der Mitte zwischen den beiden Bügeln 12 und 14 verläuft noch eine weitere, bUgelförmig verlaufende
Leitung 13, die an eine Druckluftquelle 16 angeschlossen ist und die zum Zerstäuben der DesInfektIons·
flüssigkeit erforderliche Druckluft den Düsen zuführt. Die Desinfektionsflüssigkeit befindet sich in in der
Kammer vorgesehenen Vorratsbehältern 16 und 17# von denen sie mittels einer Pumpe 18 angesaugt und
Über nicht gezeichnete Schläuche den Bügeln 12 und unter Druck zugeführt wird. Die Schläuche werden dem
Sprühwagen 10 über einen nicht dargestellten Schlauchwagen zugeführt, der auf einer an der Kammerwand befestigten Führungsschiene 19 geführt ist. Wenn die
Türe 1 verschlossen ist, so kann der Sprühwagen durch einen übliohen Antrieb in Bettenlängsrichfcung
I .1
rf
über das Bett hinwegbewegt werden, währenddessen das Bettgesteil und die Matratze mit aus den Düsen IJ>
unter Druck auftretender und mit Hilfe der Druckluft vernebelter DeslnfektionsflUssigkeit besprüht wird.
Dieser SprUhvorgang kann bei der Hin- und Herbewegung, jedoch auch nur In einer Bewegungsrichtung des Sprühwagens erfolgen. Als Desinfektionsmittel wird ein
Gemisch von 80 % Alkohol und 20 % Formaldehyd verwendet. Damit während der Desinfektion nicht durch
irgendwelche Undichtigkeiten der Kammer in die Umgebung austretende Dämpfe zu einer Geruchbelästigung
führen, wird während der Behandlung das Innere der Kammer unter einem gegenüber dem Atmosphärendruck
verminderten Luftdruck gehalten» Die Druokluftquelle 20 besteht aus diesem «*"ande aus einem Gebläse, das
die Luft aus dem Kammerinnern ansaugt und in die Leitung 15 drückt. Die den Unterdruck in der Kammer
aufrecht erhaltende Anordnung ist mit einem Abluftkanal 21 verbunden.
Die Steuerungen, die zum Betrieb der Kammer erforderlich sind, sind wegen der Explosionsgefahr nicht elektrisch,
sondern pneumatisch ausgeführt und dort, wo Elektromotoren geschaltet werden müssen, sind explosionsgeschützte Schalter verwendet. Auch können diese Probleme so gelöst sein, daß die Schalter für die Elektromotoren außerhalb der Kammer angeordnet sind.
Um zu verhindern, daß nach dem Desinfizieren eines
Bettes beim öffnen der Türe 1 die in der Kammer befindlichen Dämpfe des Desinfektionsmittels aus der
Kammer austreten, ist in der Kammer ein an eine Umluftanlage angeschlossener Luftwäscher 22 vorgesehen.
Mit Hilfe eines Umluftgebläses 23 wird die in der
Kammer befindliche Luft durch Einsaugöffnungen 24 an-und in einen Waschraum 25 eingesaugt. Unten in
diesem Waschraum befindet sich eine Wanne 26, die mit Waschflüssigkeit gefüllt ist, deren Flüssigkeitsspiegel
in einer bestimmten Höhe durch bekannte Vorrichtungen konstant gehalten wird. Die Wanne 26 ist
zu diesem Zweck mit einem Zulauf ■ und einem Auslauf verbunden. Von dieser Wanne 26 wird mit Hilfe einer
Druckpumpe 27 die Waschflüssigkeit in eine Sprühvorrichtung 28 gedrückt, deren Düsen die Waschflüssigkeit
über den gesamten Querschnitt des angesaugten Luftstromes verteilen, der von der in Fig. 3 rechten
Kammerseite durch die öffnungen 24 angesaugt und auf der in Fig. j5 linken Seite durch die Öffnungen 29
wieder in die Kammer eintritt. Die Sprühvorrichtung weist in Richtung des Luftstromes gerichtete Düsen auf.
Durch diese Waschflüssigkeit, die in vielen Fällen aus Wasser bestehen kann, werden die Dämpfe des Desinfektionsmittels
aus der Luft ausgewaschen. Durch diese Verbindung eines Umluftgebläses mit einer Waschanlage sind
schon kurze Zeit nachdem das Versprühen der Desinfektionsflüssjgkeit
durch den Sprühwagen 10 beendet iifc, die Dämpfe des Desinfektionsmittels aus der Kamnieratmosphäre
ausgewaschen, so daß beim Öffnen der Tür 1 keine oder nur eine völlig unwesentliche Menge der
Dämpfe In die Umgebung austreten.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellte Ausführungsform beschränkt. Vielmehr können die Merkmale,
daß die Kammer während dem Desinfektionsvorgang unter einem Unterdruck steht oder
daß aus der Kammerluft nach dem Desinfizieren
die Dämpfe ausgewaschen werden auch ohne die spezielle Anordnung einer Hubvorrichtung und Anordnung eines
Sprühwagens bei Desinfektionskammern für Betten ver- > wirklicht sein.
Claims (11)
1. Vorrichtung zum Desinfizieren von Einrichtungen gegenständen in Krankenhäusern, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung eine die zu desinfizierenden Gegenstände aufnehmende, nach außen
abgedichtete Kammer aufweist, daß in der Kammer auf die zu desinfizierenden Gegenstände gerichtete,
eine Desinfektionsflüssigkeit versprühende Düsen (13) angeordnet sind und daß diese Düsen (13)
in an sich "bekannter Weise an einem Sprühwagen (10 - 15) angeordnet sind, der durch die Kammer
Bewegbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kammer eine Hubvorrichtung (3, 4-, 5) zum Abheben der Matratzen (7) vom Bettrost aufweist, wobei
die Düsen (13) teils auf das Bettgestell (6) und teils auf die Matratzen (7) gerichtet sind.
3· Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sprühwagen (10 bis 15) wie an sich
bekannt, mindestens einen bügeiförmigen Träger (12, 14, 15) für die Düsen '13) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Wagen (10 bis 15) auf entlang der Kammerdecke angeordneten Schienen (9)
fahrbar aufgehängt ist.
5« Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hubvorrichtung (3» 4,
5) unter die Matratze (7) einschwenkbare, höhenbeweglich geführte Auflageholme (5) für die Matratze (7)
aufweist. ι
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, daduroh gekennzeichnet,
daß die Holme (5) in Stützen (j5) höhenverschiebbar angetrieben sind, die auf dem Boden df"
Kammer um parallel zur Bettenlängsrichtung ver~ laufende Achsen schwenkbar gelagert sind.
7· Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Uniluftanlage (22
bis 25) vorgesehen ist, bei der die angesaugte
Kamnierluft durch eine die Dämpfe des Desinfektionsmittels aus dem Luftstrom entfernende Waschanlage
hindurohgeführt und wieder in die Kammer eingeleitet
1st.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, daduroh gekennzeichnet, daß die Umluftanlage in der Kammer angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Waschanlage in an
sich bekannter Weise eine Waschflüssigkeit in den Luftstrom elnsprUhende Düsen aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet„ daß in der Kammer während
ihres Betriebes ein gegenüber dem Atmosphärendruck vtriaindijrter Truck aufrechterhalten ist. - -
11. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, daduroh gekennzeichnet,
daß die Aaflageholme (5) punktförmige
Auflagen für die Matratze (7) aufweisen.
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