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Einrichtung zum Aufspannen von Dehnungsmessern Die Erfindung betrifft
eine Einrichtung zum Aufspannen von Debnungsmessern an kraftübertragende, vorzugsweise
verhältnismäßig dünnwandige Werkstücke, z. B. an die tragende Außenhaut von Flugzeugbauteilen.
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Die an sich bekannten Dehnungsmesser werden zur Feststellung der
Verlängerung bzw.
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Verkürzung einer bestimmten Meßstrecke an einem Werkstück durch vielartige
Befestigungsmittel angeordnet. Mit Hilfe solcher Dehnungsmesser wird dann die Beansprutchung
der zu prüfenden Konstruktionsteile ermittelt. Es wurden bisher zur Befestigung
eines Dehnungsmessers an dem Prüfgegenstand u. a. Stehschrauben angesdiweißt oder
an gelötet und fiir jeden Eall besondere Klemm- oder Drahtaufspannvorrichtungen
angewandt. Schwierigkeiten ergaben sich dabei immer beim Aufspannen dieser Dehnungsmesser
auf zu prüfenden dünnen Blechen. Es wurden eine Vielzahl von Aufspannvorrichtungen
in den Verkehr gebracht, die es ermöglichen sollen, den Dehnungsmesser unter verschiedensten
Bedingungen an dem zu prüfenden Werkstück zu befestigen. Die Anordnung von Befestigungsmitteln,
die bei jedesmaliger Lageänderung des Meßinstrumentes, z. B. bein Messen in verschiedener
Richtung auf dem gleichen Punkt, notwendig werden, ist nachteilig.
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Auch ist es bekanntgeworden, den Dehnungsmesser mit einstellbaren
Spanndaumen zu versehen, die mit einem Saugnapf am Bauteil angebracht werden. Eine
solche Befestigungseinrichtung eignet sich jedoch nicht zum Au£ spannen von Dehnungsmessern
an großflächigen GegenständLen, mie z.B. an Tragflächen von Flugzeugen.
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Demgegenüber sieht die Erfindung eine wesentliche Vereinfachung der
Einrichtung zum Aufspannen von Dehnungsmessern vor und gibt gleichzeitig die Möglichkeit,
daß bei nur einer Aufspannung ein Dehnungsmesser um eine senkrecht zur Werkstückoberfläche
verlaufende Achse verdreht werden kann, ohne daß die Befestigungsmittel gelöst oder
umgesetzt werden.
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Die erfindungsgemäße Einrichtung zum Aufspannen von Dehnnngsmessern
an kraftübertragende,
vorzugsweise verhältnismäßig dünnwandige Werkstücke
kennzeichnet sich dadurch, daß mit dem zu untersuchenden Werkstück zu verbindende
federnde Zugglieder an einem den Dehnungsmesser drehbar haltenden und ringförmig
umgebenden Körper angreifen. Die Befestigung der Zugglieder an dem zu prüfenden
Werkstück wird dabei erfindungsgemäß vorzugsweise so gewählt, daß die Zugglieder
durch verhältnismäßig enge Löcher in dem Werlistücl; hindurchreichen und sich entweder
gegen die dem Dehnungsmesser abgewandte Werkstücksseite oder gegenseitig, z.G. bei
doppelseitig angebrachten Dehnungsmessern, abstützen, wobei das Halteglied und damit
die Meßvorrichtung ständig in Richtung gegen das Werkstück gedrückt wird. Auch ist
es vorteilhaft, nach dem weiteren Merkmal der Erfindung durch das Werkstück hindurchreichende
Spreizglieder anzuordnen, die an den dem Werkstück zugewandten Enden der Feder.
glieder angreifen.
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Bei dieser Befestigungsart findet keine Berührung der Halteglieder
mit dem zu untersuchenden Gegenstand statt. Ein mit den oben beschriebenen Befestigungsarten
auf ein Werkstück aufgespannter Dehnungsmesser kann Längeninderungen des Werkstückes
in jeder beliebigen Richtung messen, indem der Dehnungsmesser durch Anordnung des
drehscheibenartigen Haltegliedes von seiner noch eben innegebabten Lage von dem
Werlistück abgehoben und in eine neue Stellung verdreht wird, wobei die federnden
Befestigungsglieder nachgeben.
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Die Einrichtung nach der Erfindung bringt große Zeitersparnis heim
Aufspannen wie auch beim Umsetzen der Meßinstrumente. Gerade das Umsetzen der Dehnungsmesser
bei Feldmessungen, d.h. Dehnungsmessungen an einem Punkt in verschiedenen Richtungen,
machte mit den bisher bekannten Hilfsmitteln Schwilerigkeiten.
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In den Abbildungen ist der Gegenstand nach der Erfindung näher veranschaulicht,
und zwar zeigt Abb. 1 einen erfindungsgemäßen, auf einem Blech aufgespannten Dehnungsmesser;
Abb. 2 und 3 zeigen Ausführungsformen von Haltegliedern; Abb. 4 zeigt einen Schnitt
durch ein Halteglied; Abb. 5 bis 7 zeigen verschiedene Arten von federnden Haltemitteln.
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Der Dehnungsmesser 1 ist an der Drehplatte 2 befestigt, die ihrerseits
in dem H,alteglied 3 drehbar gelagert ist. An den Ansätzen 4 des Haltegliedes 3
greifen die federn den Befestigungsglieder an, die mit dem zu prüfenden Werkstück
in Verbindung stehen Abb. 5 und 6 zeigen Befestigungsarten eines l:ehnungsmessers
an Werkstücken, die nur voll einer Seite zugänglich sind. Das zu prüfende Blech
5 wird mit feinen Löchern je nach der Anzahl der Ansätze 4 des Haltegliedes 3 und
entsprechend deren Lage versehen. Durch diese Löcher wird je ein aufgebogenes Ende
der Federn 6 durchgesteckt.
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Das dem Dehnungsmesser zugekehrte freie Ende wird mit einer Klemmschraube,
Versehen, gegen die eine über das freie Ende der Feder 6 herübergeschobene Hohlspindel
t mit Mutter 9 anliegt. Gegen diese Feineinstielln utter g stützt sich das llalteglied
3 ab.
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Abb. 6 zeigt die gleiche Anordnung unter Verwendung von durch vorgebohrte
Löcher im Blech 5 hindurchreichenden Spreizklammern 10. Eine besondere Befestigungsart
zeigt Abb. 7, bei der rerlangt wird, daß bei zwei gegenüberliegenden Seiten eines
Werkstückes je ein Dehnungsmesser angesetzt werden soll.
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Durch verhältnismäßig enge Löcher reichen Federn 6 durch das Werkstück
hindurch und werden an beiden Enden mit Befestigungs-und Verstellgliedern, wie in
Abb. 5 dargestellt. versehen.