DE847072C - Druckmesser mit Kapselfeder - Google Patents
Druckmesser mit KapselfederInfo
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- G01L—MEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 21. AUGUST 1952
E 2958 IX bl 42 k
Die Erfindung betrifft Druckmesser mit Kapselfedern, die sowohl zur Über- und Unterdruckmessung
wie auch zur kombinierten Uber-Unter-Druckmessung und Differenzdruckmessung
verwendet werden.
Bei diesen Druckmessern ist die folgende Ausbildung des Stellglieds und der mit dem Stellglied gekuppelten
Teile des Meßwerks üblich:
Das Stellglied ist derart zentral auf der Kapselfeder bzw. auf einer auf der Kapselfeder aufgelöteten
Grundplatte befestigt, daß es senkrecht zur Kapselfederebene steht. Es betätigt einen in seinem, Eckpunkt
drehbar gelagerten Winkelhebel, von welchem aus eine Verbindungsstange zum eigentlichen Zeigerwerk
führt. Um die erforderliche Übereinstimmung zwischen dem Kapselfederhub (der Stellgliedbewegung)
und dem Zeigerausschlag herbeiführen zu können, ist ein Schenkel des Winkelhebels so ausgebildet,
daß der Gelenkpunkt der Verbindungsstange auf dem einen Schenkel des Winkelhebels
einen mehr oder weniger langen Hebelarm bilden kann.
Da sich auf der einen Seite des Meßwerks die Kapselfeder befindet, ist der Winkelhebel nur von
der Zifferblattseite oder vom seitlichen Umfang des Geräts aus zugänglich. Während die Verstellung
der Hebelarmlänge von der Zifferblattseite aus die Abnahme des Zeigers und des Zifferblatts oder für
die Einstellung zumindest den Austausch des vollen Zifferblatts gegen ein mit einer genügend großen
Öffnung versehenes besonderes Zifferblatt erforderlich macht, ist im Fall der Einstellung vom Umfang
aus kaum die erforderliche Zugänglichkeit zu erreichen, um eine einfache Verstellung ohne Verletzung
der empfindlichen Meß werkteile zu erreichen. Da weiterhin das zur Feststellung des Gelenkpunkts
der Verbindungsstange verwendete Element, z. B. eine Schraube mit einer Mutter, möglichst leicht sein
muß, um die bewegten Massen des in der Regel sehr empfindlichen Meßgeräts klein zu halten, treten an
diesem Element leicht Beanspruchungen auf, die es schon nach wenigen Betätigungen unbrauchbar
machen können.
Wahrend die genannte Einstellbarkeit des Hebelarms
schließlich noch genügend genau zur Korrektur voneinander abweichender Federcharakteristiken
ausreicht, ist bei einer größeren Änderung des Kapselfedergesamthubs weiterhin eine axiale Einstellbarkeit
des Stellglieds relativ zum Winkelhebel ίο erforderlich, damit günstige bzw. der Federcharakteristik
angepaßte Winkelstellungen des Winkelhebels erhalten bleiben.
Durch die Erfindung ist eine grundsätzlich neue Möglichkeit der Einstellung des Meßgeräts gegeben,
welche bei einer leichten Zugänglichkeit der Verstellelemente eine großeUnempfindlichkeit derselben
gegenüber Verletzungen aufweist, welche ein und dasselbe Gerät besonders einfach für verschiedene
Meßbereiche (Gesamthübe des Stellglieds) verwendbar macht und welche schließlich bei geeigneter
Konstruktion die Einstellung und Einstellungskontrolle von außen an dem fertigen und zusammengebautem
Gerät zuläßt.
Die Erfindung besteht darin, daß das Stellglied aus einem kurzen Rohr- oder Bogenstück bzw. einem
entsprechend geformten Drahtbügel besteht, welches bzw. welcher exzentrisch zur Kapselfederachse auf
der Kapselfeder befestigt ist, und darin, daß die Kapselfeder relativ zu dem radial zur Kapselfederachse
auf dem Stellglied ruhenden Betätigungshebel um ihre Achse verdrehbar ist.
Ausgestaltungen der Erfindung bestehen darin, daß die den Betätigungshebel verstellende Ringflache
des Stellglieds als schneidenförmiger Ring bzw. schneidenförmiges Ringstück ausgebildet ist,
und darin, daß das Stellglied auf einer zentrisch zur Kapselfederachse fest aufgebrachten Grundplatte
angeordnet ist.
Außerdem besteht die Erfindung darin, daß der Durchmesser und die Exzentrizität des Stellglieds
so groß ist, daß unabhängig von dem in gewissen Grenzen veränderlichen Gesamthub des Stellglieds
dieses stets so verdreht werden kann, daß der Gesamtbetätigungswinkel
des Betätigungshebels konstant bleibt, und darin, daß die den Betätigungshebel verstellende Ringfläche des Stellglieds in einer
Fbene Hegt, die einen derartigen Winkel zur Ebene der Kapselfeder bildet, daß bei der Exzentereinstellung des Stellglieds ein und dieselbe Mittellage des
Hebels stets bei dem jeweiligen halben Gesamthub des Stellglieds erreicht ist.
Weiterhin besteht die Erfindung darin, daß bei parallel zur Kapselfederebene liegender Stellgliedringfläche
die Kapselfeder relativ zum Betätigungshebel derart axial verschiebbar ist, z. B. vermittels
der Gewindeführung eines die Kapselfeder tragenden Bolzens, daß bei der Exzentereinstellung des
Stellglieds ein und dieselbe Mittellage des Betätigungshebels stets bei dem jeweiligen halben Gesamthub
des Stellglieds erreicht ist.
Weiterhin besteht die Erfindung darin, daß das freie Ende des die Kapselfeder tragenden Bolzens
leicht zugänglich ist und daß dessen z. B. mittels eines Schlüssels oder Schraubenziehers veränderbare
Winkelstellung ein Maß für die Exzenterstellung des Stellglieds ist, und darin, daß das Gehäuse
des Druckmessers an seiner öffnung für die Einstellvorrichtung Markierungen trägt, welche in Verbindung
mit einer Markierung des Einstellbolzens den eingestellten Meßbereich des Druckmessers angeben.
Schließlich besteht die Erfindung darin, daß die Nullpunktkorrektur des Druckmessers mittels einer
am Werkpfeiler angeordneten Schraube erfolgt, welche die Lage des die Betätigungsvorrichtung
tragenden Schenkels des Werkpfeilers gegenüber dem Stellglied einstellen läßt und welche von außen
durch eine Öffnung des Gehäuses zugänglich ist.
Nachfolgend wird die Erfindung in drei Auslührungsformen
an 1 land von sechs Abbildungen, in denen die Bewegungsrichtungen der beweglichen
Teile durch Pfeile gekennzeichnet sind, gezeigt und beschrieben. In den Abbildungen wird auf die Darstellung
des in beliebiger Weise ausführbaren Übertragungsmeßwerks und der daran anschließenden
Anzeiger-, Schreib- oder Fernübertragungseinrichtung verzichtet.
Es zeigt
Es zeigt
Abb. 1 eine Draufsicht auf den Druckmesser senkrecht zur Kapselfederebene mit im Schnitt siehtbarer
Kapselfederlagerung und im Schnitt sichtbarem Stellglied; die den Winkelhebel betätigende
Ringfläche des Stellglieds liegt schräg zur Kapselfederebene, während die dargestellte Kapselfederlagerung
bei der Kapselfederdrehung keine axiale Verschiebung der Kapselfeder zuläßt;
Abb. 2 zeigt eine Draufsicht auf die das Stellglied tragende Fläche der Kapselfeder mit dem Stellglied
und den vom Stellglied unmittelbar betätigten Verbindungsgliedern,
Abb. 3 das im Schnitt vergrößert dargestellte Stellglied in der Ausführungsform eines Rohrstücks,
Abb. 4 das vergrößert und perspektivisch dargestellte Stellglied in der Ausführungsform eines
Drahtbügels,
Abb. 5 eine Draufsicht auf den Druckmesser entsprechend Abb. i, jedoch ausgeführt mit zwei
Kapselfedern, welche bei ihrer Drehung gleichzeitig axial verschoben werden,
Abb. 6 eine Draufsicht auf die eine Stellungsanzeige aufweisende Stirnseite des die Kapselfeder
tragenden Bolzens nach Abb. 5.
In den Abb. 1 bis 4 ist 1 die Kapselfeder, 2 die
das Stellglied tragende Grundplatte und 3 das Stell glied in der Ausführungsform eines Rohrstücks mit
schräg zur Kapselfederebene liegender Betätigungs ringfläche 4. 5 ist die schneidenförmig ausgebildete
Kante der Ringfläche 4, und 6 ist das Stellglied in der Ausführungsform des Drahtbügels mit einer
ringförmig gebogenen Betätigungsfläche 7. e ist die Exzentrizität zwischen der Kapselfeder 1 bzw. der
Grundplatte 2 und dem Stellglied 3 bzw. 6. Die Befestigungsschraube 8 verbindet die Kapselfeder mit
dem Werkpfeiler 9, der in der Xähe der Befestigungsschraube das Druckmittelzuführungsrohr 10
aufnimmt. Die Bohrungen 11 und 12 des Werk-
pfeilers 9 und die Bohrung 13 des Anschlußstücks 14 !
verbinden das Zuführungsrohr 10 mit dem Innenraum
der Kapselfeder. 15 und 16 sind Dichtungen, welche die unter Druck oder Unterdruck stehenden
Räume des Druckmessers nach außen abdichten, und 17 ist der Anschlußstutzen des Druckmessers. 18
ist der von dem Stellglied betätigte Winkelhebel, 19 dessen in dem Werkpfeiler drehbar gelagerte Betätigungswelle
und 20 die von dem Winkelhebel zu dem nicht dargestellten übertragungswerk führende
Verbindungsstange.
In Abb. 5 und 6 sind 21 und 22 zwei hintereinander
angeordnete Kapselfedern, und 23 ist das mittels einer Grundplatte 24 auf der einen Kapselfeder
befestigte Stellglied. 25 ist der in einer Gewindeführung 26 des Werkpfeilers 27 verdrehbare
Befestigungsbolzen für die Kapselfeder. Er ist mittels des Anschlußstücks 28 fest mit den Kapselfedern
verbunden. 29 und 30 sind zwei Bohrungen
ao des Anschlußstücks 2S, welche für das Druckmittel
die Verbindung zwischen dem Druckmittelzuführungsrohr 31 und dem Innenraum der Kapselfedern
herstellen. An dem mit dem Anschlußstück 28 beweglichen Druckmittelzuführungsrohr 31 ist ein
2$ Schlauch ],2 befestigt, der die Verbindung zu dem
nicht dargestellten festen Anschlußstutzen des Druckmessers herstellt. 33 ist der Schraubenschlitz
des Befestigungsbolzens 25, und 34 ist die Symmetrieachse des Stellglieds. 35 ist die Gegenmutter
zur Feststellung des Bolzens 25, und I und II sind die Markierungen des Gehäuses zur Kennzeichnung
des eingestellten Meßbereiches des Druckmessers. 36 ist die Schraube, mittels der die Nullpunkteinstellung
des Druckmessers vorgenommen wird, und 37 deren Stellring, der eine axiale Verschiebung der
Schraube verhindert.
Da sich der Anwendungsbereich von Kapselfedern auf vorwiegend niedere Drücke beschränkt, kann
für das Druckmittelzuführungsrohr zwischen den Kapselfedern und dem Anschlußstutzen ein dünnwandiges
in ein oder mehrere Windungen um den Bolzen geführtes elastisches Rohr oder auch der in
Abb. 5 dargestellte Schlauch verwendet werden.
Claims (9)
- Patentansprüche:i. Druckmesser mit einer oder mehreren Kapselfedern und einem zwischen dem Stellglied und dem Meßwerk in der Übersetzung veränderliehen Hebelwerk, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied aus einem kurzen Rohr- oder Bogenstück (3, 23) bzw. einem entsprechend geformten Drahtbügel (6) besteht, welches bzw. welcher exzentrisch zur Kapselfederachse auf der Kapselfeder (1, 2T) befestigt ist, und daß die Kapselfeder relativ zu dem radial zur Kapselfederachse auf dem Stellglied aufliegendem Betätigungshebel (18) um ihre Achse verdrehbar ist.
- 2. Druckmesser nach Anspruch 1, dadurch ge-6u kennzeichnet, daß die den Betätigungshebel (18)verstellende Ringfläche (4) als schneidenförmiger Ring bzw. schneidenförmiges Ringstück, vorzugsweise nach außen abgeschrägt (5), ausgebildet ist.
- 3. Druckmesser nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied auf einer zentrisch zur Kapselfederachse fest aufgebrachten Grundplatte (2, 24) angeordnet ist.
- 4. Druckmesser nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser und die Exzentrizität des Stellglieds so groß ist, daß unabhängig von dem in gewissen Grenzen veränderlichen Gesamthub des Stellglieds dieses stets so verdreht werden kann, daß der Gesamtbetätigungswinkel des Betätigungshebels (18) konstant bleibt.
- 5. Druckmesser nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die den Betätigungshebel (18) verstellende Ringfläche des Stellglieds in einer Ebene liegt, die einen derartigen Winkel zur Ebene der Kapselfeder (w) bildet, daß bei der Exzentereinstellung des Stellglieds ein und dieselbe Mittellage des Hebels stets bei dem jeweiligen halben Gesamthub des Stellglieds erreicht ist.
- 6. Druckmesser nach Anspruch 1 bis 4 mit einer parallel zur Kapselfederfläche liegenden Stellgliedringfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapselfeder(w) relativ zum Betätigungshebel derart axial verschiebbar ist (sind), z.B. vermittels der Gewindeführung (26) eines die Kapselfeder (w) tragenden Bolzens (25), daß bei der Exzentereinstellung des Stellglieds ein und dieselbe Mittellage des Betätigungshebels stets bei dem jeweiligen halben Gesamthub des Stellglieds erreicht ist.
- 7. Druckmesser nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende des die Kapselfeder (m) tragenden Bolzens (25) von außen leicht zugänglich ist und daß dessen z. B. mittels eines Schlüssels oderSchraubenziehers veränderbare Winkelstellung ein Maß für die Exzenterstellung des Stellglieds ist, z. B. in der Weise, daß sich die Symmetrieachse (34) des Stellglieds in der axialen Ebene des Schraubenschlitzes be findet.
- 8. Druckmesser nach Anspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, daß dessen Gehäuse an deröfrnung für die Einstellvorrichtung Markierungen (T, II) trägt, welche in Verbindung mit einer Maikierung des Bolzens (25), z.B. dessen Schlitz (33), den eingestellten Meßbereich des Druckmessers angeben.
- 9. Druckmesser nach Anspruch 1 bis 8, da durch gekennzeichnet, daß die Nullpunktkorrektür des Druckmessers mittels einer am Werkpfeiler angeordneten Schraube (36) erfolgt, welche die Lage des die Betätigungsvorrichtung tragenden Schenkels des Werkpfeilers gegenül> er dem Stellglied einstellen läßt und welche von außen durch eine öffnung des Gehäuses zugänglich ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5298 8.
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1950
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