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DE703879C - Verfahren zur Darstellung organischer Quecksilberverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung organischer Quecksilberverbindungen

Info

Publication number
DE703879C
DE703879C DE1935C0051022 DEC0051022D DE703879C DE 703879 C DE703879 C DE 703879C DE 1935C0051022 DE1935C0051022 DE 1935C0051022 DE C0051022 D DEC0051022 D DE C0051022D DE 703879 C DE703879 C DE 703879C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mercury compounds
preparation
organic mercury
water
known manner
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1935C0051022
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chinoin Private Co Ltd
Original Assignee
Chinoin Gyogyszer es Vegyeszeti Termekek Gyara Zrt
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chinoin Gyogyszer es Vegyeszeti Termekek Gyara Zrt filed Critical Chinoin Gyogyszer es Vegyeszeti Termekek Gyara Zrt
Application granted granted Critical
Publication of DE703879C publication Critical patent/DE703879C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • C07F3/10Mercury compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Es ist bekannt, daß organische Quecksilberverbindungen, die einerseits eine freie Carboxylgruppe und andererseits Quecksilber — an ι Kohlenstoffatom einer aliphatischen Seitenkette gebunden — enthalten, harntreibend -wirken. Solche Verbindungen sind z. B. nach dem Verfahren der deutschen Patentschriften 549 399 und 550620 darstellbar. Diese Stoffe üben jedoch ihre Wirkung nur dann aus, wenn sie als Injektionen verwendet werden; bei peroraler Verabreichung sind sie jedoch praktisch wirkungslos.
Der rektalen Verabreichung stand der Umstand im Wege, daß diese Stoffe in Wasser· schwer löslich sind und nur unvollkommen resorbiert werden; andererseits sind ihre Salze, z. B. Natriumsalze, stark alkalisch, weshalb sie die Schleimhaut des Mastdarmes übermäßig reizen würden.
Es wurde gefunden, daß von diesen Mängeln freie harntreibende Mittel gewonnen werden, wenn man in bekannter Weise hergestellte wasserunlösliche Quecksilberverbindungen von Monoallylamiden aromatischer bzw. alicyclischer Dicarbonsäuren in Gegenwart von niedrigmolekularen Alkoholen mit einer zur Neutrali si erung der Carboxylgruppen ungenügenden Menge, jedoch mindestens 7o°/0 der theoretischen Menge Alkali, insbesondere in Form von Natriumalkoholat, versetzt und das entstandene Salz zusammen mit dem nicht neutralisierten Teil des Ausgangsstoffes absondert. Überraschenderweise sind die derart gewonnenen Präparate zunächst wasserlöslich, obwohl sie auch die in Wasser schwer lösliche Säure enthalten. Die wässerigen Lösungen dieser Präparate trüben sich zwar nach einigem Stehen, doch die Resorption wird trotzdem nicht verhindert.
Es kommt z. B. wohl vor, daß sich die wässerigen Lösungen nach 20 bis 30 Minuten trüben, jedoch ist diese noch freie Carboxylgruppe enthaltende Ausscheidung derart fein verteilt, daß sie auch in diesem Zustande durch
die Schleimhäute schnell resorbiert wird. Da der Ausgangsstoff nur teilweise in das Alkalisalz überführt wird, ist die Alkalität des Pro-Au s f üIi r uη g sbe i s ρ i e 1 e i. 487 g (1 Mol) einer aus Camphersäure-
duktes wesentlich geringer als die des mit | z-allylamid in bekannter Weise hergestellten 65
stöchiometrischen Alkalimengen dargestellten Alkalisalzes.
Verbindung entsprechend der wahrscheinlichen Formel
H., C
H., C
CH
CHx —C- CH,
CO-NH-CH.,
CH CH,
OCH3 Hg-OH
C COOH
werden in eine aus 17,2 g Natriummetall (0,75 Mol) und 780 g absolutem Alkohol hergestellte Natriumäthylatlösung eingetragen und einige Stunden gerührt. Nach erfolgter Lösung entfernt man den etwa noch ungelösten Teil z. B. durch Zentrifugieren und läßt die dickflüssige Lösung unter Rühren in dünnem Strahle in 5 1 trockenen Äther einfließen. Der gebildete schneeweiße Niederschlag Avird nach einigem Stehen filtriert und mit trockenem Äther gewaschen. Das Trockenprodukt beträgt etwa 480 g.
Das Produkt löst sich in 2 bis 4 Teilen Wasser zu einer sirupartigen Flüssigkeit, aus der sich erst nach längerem Stehen kleine Mengen des in das Alkalisalz nicht über- 80 führten Teiles des Ausgangsstoires in feinster \erteilung ausscheiden. Die Alkalität einer mit 15 Teilen Wasser hergestellten Lösung entspricht pH = 8,0.
2· 501 S i1 Mol) einer in bekannter Weise 85 hergestellten Verbindung der wahrscheinlichen Formel
H..C
CH
HX
CH.,-C-
C--
CH„
CO-NH-CH., CH
COOH CH.,
1
O-C..H-, Hg-OH
(gewonnen z. B. aus Camphersäureallylamid und Quecksilberacetat in äthylalkoholischer Lösung) werden mit einer aus 19,5 g Natrium hergestellten Natriumäthylatlösung dem "Beispiel ι entsprechend verarbeitet.
3. 487 g (1 MoIj der aus Camphersäureß-allylamid nach bekannter Weise hergestell- 100 ten Quecksilberverbindung; deren wahrscheinliche Formel die folgende ist:
K, C
H, C
CH
CH3-C
-CH,
C-
i C CH.,
COOH
CO-NH-CH.,-CH CH.,
I I
O-CH.. HgOH
werden in Natriumäthylatlösung (hergestellt aus 17,9 g metallischem Natrium und 780 g abs. Alkohol) gelöst. Nach der im Beispiel 1 angegebenen Arbeitsweise erhält man 470 g schneeweißes Produkt, das in der 2- bis 4fachen Menge Wasser leicht löslich ist. Solche Lösungen zeigen wochenlang keine Ausscheidung des nicht alkalisierten Anteils der Ausgangssäure.
4. 453 g (1 Mol) der aus Phthalsäuremonoallylamid durch Merkurierung in bekannter 115 Weise erhältlichen Verbindung der Formel
COOH
C11H4/
CO-NH-QH5I(OCH3)(HgOH) im
werden in 800 g 4°/oiger alkoholischer Natronlauge (entsprechend 0,8 Mol) unter
Rühren gelöst und das Endprodukt mit Äther oder mit Aceton ausgefällt. Das Produkt ist in 5 bis 6 Gewichtsteilen Wasser löslich.
Das Verfahren kann ferner nicht nur mit Alkalialkoholaten, sondern auch mit wässerigen Alkalien ausgeführt werden, z. B. nach folgendem Beispiel:
5. 487 g (1 Mol) des im Beispiel 1 verwendeten merkurierten Camphersäureallyl-
to amids werden in 1 1 Alkohol suspendiert und mit einer konz. wässerigen Kalilauge, enthaltend 42 g (o,75 Mol) versetzt. Das Abtrennen des Produktes erfolgt sodann gemäß Beispiel 1.
Die derart herstellbaren trockenen Produkte können, in entsprechende ■ Trägerstofi'e, z. B. Kakaobutter, eingebettet, als Suppositorien verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Darstellung organischer Quecksilberverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösungen bzw. Suspensionen in bekannter Weise hergestellter wasserunlöslicher Ouecksilberverbindungen von Monoallylamiden aromatischer bzw. alicyclischer Dicarbonsäuren in niedrigmolekularen Alkoholen mit einer zur vollständigen Neutralisierung der Carboxylgruppe ungenügenden, jedoch mindestens 70 bis 80 °/0 der theoretisch erforderlichen Menge Alkali, insbesondere in Form von Natriumalkoholat, versetzt und das entstandene Salz gemeinsam mit dem nicht neutralisierten Anteil der Ausgangsstoffe absondert.
DE1935C0051022 1935-03-12 1935-10-30 Verfahren zur Darstellung organischer Quecksilberverbindungen Expired DE703879C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
HU2116872X 1935-03-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE703879C true DE703879C (de) 1941-03-18

Family

ID=11003661

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1935C0051022 Expired DE703879C (de) 1935-03-12 1935-10-30 Verfahren zur Darstellung organischer Quecksilberverbindungen

Country Status (3)

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US (1) US2116872A (de)
DE (1) DE703879C (de)
NL (1) NL41394C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE915808C (de) * 1951-03-28 1954-07-29 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung neuer quecksilberhaltiger Diuretica

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE915808C (de) * 1951-03-28 1954-07-29 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung neuer quecksilberhaltiger Diuretica

Also Published As

Publication number Publication date
NL41394C (de) 1900-01-01
US2116872A (en) 1938-05-10

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