[go: up one dir, main page]

CH186672A - Verfahren zur Darstellung eines zur rektalen Anwendung brauchbaren, diuretisch wirksamen Präparates. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines zur rektalen Anwendung brauchbaren, diuretisch wirksamen Präparates.

Info

Publication number
CH186672A
CH186672A CH186672DA CH186672A CH 186672 A CH186672 A CH 186672A CH 186672D A CH186672D A CH 186672DA CH 186672 A CH186672 A CH 186672A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
preparation
rectal use
mercury
starting material
alkali
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Chinoin Gyogyszer Es Vegy Wolf
Original Assignee
Chinoin Gyogyszer Es Vegyeszet
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chinoin Gyogyszer Es Vegyeszet filed Critical Chinoin Gyogyszer Es Vegyeszet
Publication of CH186672A publication Critical patent/CH186672A/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)

Description


  Verfahren zur     Darstellung    eines zur rektalen Anwendung brauchbaren,       diuretisch        wirksamen    Präparates.    Es ist bekannt, dass organische Queck  silberverbindungen, die einerseits eine freie       Carboxylgruppe    und anderseits Quecksilber  - an ein     gohlenatoffatom    einer     aliphatischen     Seitenkette gebunden - enthalten, harn  treibend wirken. Diese     Stoffe    üben jedoch  ihre Wirkung nur dann aus, wenn sie als  Injektionen verwendet werden; bei     peroraler     Verabreichung sind sie jedoch praktisch  wirkungslos.  



  Der rektalen Verabreichung stand der  Umstand im Wege, dass diese Stoffe in  Wasser schwerlöslich sind und nur unvoll  kommen resorbiert werden; ihre Salze, z. B.       Natriumsalze,    sind stark alkalisch, das heisst  sie würden die Schleimhaut des Mastdarmes  übermässig reizen.  



  Es wurde gefunden, dass von diesen Män  geln freie harntreibende Mittel gewonnen  werden, wenn man Verbindungen, die einer  seits eine freie     Carboxylgruppe    und anderseits    Quecksilber - an ein     gohlenstoffatom    einer       aliphatischen    Seitenkette gebunden - ent  halten, in Gegenwart eines Lösungsmittels  mit einer zur Neutralisierung der     Carboxyl-          gruppe    ungenügenden Menge Alkali versetzt  und das entstandene Salz zusammen mit  dem nicht neutralisierten Teil des Ausgangs  stoffes absondert. Überraschenderweise sind  die derart gewonnenen Präparate wasser  löslich, obwohl sie auch die in Wasser allein       schwerlösliche    Säure enthalten.

   Die wässeri  gen Lösungen dieser Präparate trüben sich  zwar nach einigem Stehen, doch die Resorp  tion wird trotzdem nicht verhindert. Es  kommt z. B. wohl vor, dass sich die wässe  rigen Lösungen nach 20-30 Minuten trüben,  jedoch ist diese - noch freie     Carboxylgruppe     enthaltende - Ausscheidung, wie sich zeigte,  derart fein verteilt, dass sie auch in diesem  Zustande durch die Schleimhäute schnell  resorbiert wird.

   Da der Ausgangsstoff nur      teilweise in das     Alkalisalz    überführt wird,  ist die     Alkalität    des Produktes wesentlich  geringer als die des mit     stöchiometrischen          Alkalimengen    dargestellten     Alkalisalzes.            Ausführungsbeispiele:

       1. 487 g (1     Mol)    der aus     Kamphersäure-          a-allylamid    in bekannter Weise hergestellten  Quecksilberverbindung, entsprechend der For  mel  
EMI0002.0010     
    werden in eine aus 17,2 g     Natriummetall     (0,75     Mol)    und 780 g absolutem Alkohol  hergestellte     Natriumäthylatlösung    eingetra  gen und einige Stunden gerührt. Nach er  folgter Lösung entfernt     män    den etwa noch  ungelösten Teil, z. B. durch Zentrifugieren  und lässt die dickflüssige Lösung unter  Rühren in dünnem Strahle in 5 Liter trocke  nen Äther einfliessen.

   Der gebildete schnee  weisse Niederschlag wird nach einigem Stehen  filtriert und mit trockenem Äther gewaschen.  Das Trockenprodukt beträgt etwa 480 g.    Das Produkt löst sich in 2-4 Teilen  Wasser zu einer sirupartigen Flüssigkeit,  aus der sich erst nach längerem Stehen  kleine Mengen des in das     Alkalisalz    nicht  überführten Teils des Ausgangsstoffes in  feinster Verteilung ausscheiden. Die     Alkalität     einer mit 15 Teilen Wasser hergestellten  Lösung entspricht     pH    = 8,0.  



  2. 501 g (1     Mol)    der in bekannter Weise  aus     gamphersäure-allylamid    und Quecksilber  acetat in     äthylalkoholischer    Lösung erhält  lichen Verbindung der Formel  
EMI0002.0021     
    werden mit einer aus 19,5 g Natrium her  gestellten     Natriumäthylatlösung    in analoger  Weise, wie im Beispiel 1 verarbeitet.

      3. 487 g (1     Mol)    der aus     Kamphersäure-          P-allylamid    nach bekannter Weise herge  stellten Quecksilberverbindung der Formel  
EMI0002.0026     
    werden in     Natriumäthylatlösung        (hergestellt     aus 17,9 g metallischem Natrium und 780 g  absoluten Alkohol) gelöst. Nach der im  1. Beispiel angegebenen, analogen Arbeits  weise erhält man 470 g schneeweisses Pro-    Bukt, das in der 2- bis 4fachen Menge Wasser  leicht lösbar ist. Solche Lösungen zeigen  wochenlang keine Ausscheidung des     nicht-          alkalisierten    Anteils der Ausgangssäure.

        Die derart     herstellbaren    trockenen Pro  dukte können, in entsprechende Trägerstoffe,  z. B. Kakaobutter eingebettet, als Supposi  torien verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines zur rek talen Anwendung brauchbaren, diuretisch wirksamen Präparates, dadurch gekennzeich net, dass man Quecksilberverbindungen, die einerseits eine freie Carbogylgruppe und anderseits Quecksilber, an ein Kohlenstoff atom einer aliphatischen Seitenkette gebunden, enthalten, in Gegenwart eines Lösungsmittels, mit einer zur vollständigen Neutralisierung der Carbogylgruppe ungenügenden Menge Alkali versetzt und das entstandene Salz gemeinsam mit dem nicht neutralisierten Teile des Ausgangsstoffes absondert. ÜNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nur 70-80% des Ausgangsstoffes in das Alkalisalz überführt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Salzbildung Natriumalkoholat als Al kali benützt wird.
CH186672D 1935-03-12 1936-02-13 Verfahren zur Darstellung eines zur rektalen Anwendung brauchbaren, diuretisch wirksamen Präparates. CH186672A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
HU186672X 1935-03-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH186672A true CH186672A (de) 1936-09-30

Family

ID=10977929

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH186672D CH186672A (de) 1935-03-12 1936-02-13 Verfahren zur Darstellung eines zur rektalen Anwendung brauchbaren, diuretisch wirksamen Präparates.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH186672A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH186672A (de) Verfahren zur Darstellung eines zur rektalen Anwendung brauchbaren, diuretisch wirksamen Präparates.
AT153203B (de) Verfahren zur Darstellung wasserlöslicher Quecksilberverbindungen.
DE703879C (de) Verfahren zur Darstellung organischer Quecksilberverbindungen
DE633786C (de) Verfahren zur Herstellung von Komplexverbindungen des 1, 3-Dimethylxanthins
DE255030C (de)
DE558752C (de) Verfahren zur Herstellung von neutralen komplexen Antimonsalzen
DE629841C (de) Verfahren zur Herstellung einer waessrigen Chininloesung fuer Injektionszwecke
DE854952C (de) Verfahren zur Herstellung von komplexen Aureomycin-Verbindungen
AT157575B (de) Verfahren zur Herstellung von unzersetzt haltbaren, sterilisierbaren Arzneimittellösungen aus der Doppelverbindung Theophyllin-Piperazin.
DE604070C (de) Verfahren zur Herstellung von neutralloeslichen Komplexsalzen des dreiwertigen Antimons
AT151959B (de) Verfahren zur Reinigung von rohem 4.4'-Dioxy-3.3'-diaminoarsenobenzol.
DE679712C (de) Verfahren zur Herstellung von AEthern des Thyroxins oder seiner Ester
DE398406C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumformiatloesungen
DE495336C (de) Verfahren zur Darstellung von basischen Oximaethern und ihren Salzen
DE613125C (de) Verfahren zur Darstellung von wasserloeslichen Verbindungen der Oxydiphenylaether und deren Substitutionsprodukten
DE944953C (de) Verfahren zur Herstellung eines aus dem Calciumsalz der Ca-AEthylen-diamintetraessigsaeure bestehenden Therapeutikums
DE500915C (de) Verfahren zur Darstellung von 3,5-Dijod-N-methyl-2-oxopyridin
DE642245C (de) Verfahren zur Herstellung von neutralloeslichen Metallkomplexsalzen
DE711488C (de) Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels
DE203081C (de)
DE415095C (de) Verfahren zur Herstellung einer in Wasser leicht loeslichen Wismutkomplexverbindung der Chinolinreihe
DE132660C (de)
DE552922C (de) Verfahren zur Herstellung eines Salzes des 2, 4-Diaminoazobenzols
AT150297B (de) Verfahren zur Darstellung unsymmetrischer aromatischer Arsenoverbindungen.
DE646706C (de) Verfahren zur Darstellung substituierter 6, 7-Dioxy-1, 2, 3, 4-tetrahydroisochinolin-1-carbonsaeuren