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Plechringschiene für Naßringspinn- und Naßringzwirnmaschinen Die Erfindung
bezieht sich auf eine Ringschiene aus Blech für Naßringspinn- und Naßringzwirnmaschinen.
Es handelt sich dabei um Ringschienen der ganz besonderen Art, bei denen schmierbare
Spinn- bzw. Zwirnringe Anwendung finden sollen und wo zu diesem Zweck an die Ringschiene
gleichzeitig ein längs sich erstreckender Schmiermittelvorratsbehälter angesetzt
ist.
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Ringschienen mit angesetztem, in der Längsrichtung der Schiene sich
erstreckendem Schmiermittelbehälter und mit schmierbaren Ringen sind bekannt. Ringschienen
solcher Art, die ebenfalls für die Zwecke des Naßringspinnens und Naßringzwirnens
Ariwendting finden, bestehen nach einem bekannten Beispiel im ganzen aus Gußmaterial.
Hierbei ist also auch die längs sich erstreckende Schmiermittelvorratsrinne aus
Guß hergestellt und bildet mit der Schiene ein in einem Gußweg hergestelltes Ganze.
Nach der bekannten Ausführung sind Ringschienen solcher Art mit einem den Schiniermittelv
orratsbehälter abschließenden Deckel versehen, der sich ebenfalls in der Längsrichtung
erstreckt, durch Scharniere nach vorn herumklappbar ist und nach der Ringbankfläche
zu dachartig abfällt. Mit seiner auf die Ringhankfläche sich aufsetzenden, nach
unten ragenden Kante übergreift er eine kleine Leiste, die an der Vorderkante der
eigentlichen Ringschienenoberfläche etwas nach oben ragt. Die Ringbankoberfläche
ist im wesentlichen nach hinten geneigt, damit in der Anwendung beim Maßspinnen
oder Maßzwirnen die sich absondernden Flüssigkeitsmengen nach hinten ablaufen können.
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Ringschienen solcher Art haben. da sie aus Gußmasse hergestellt sind,
den Nachteil, @daß sie. sehr schwer sind. Da Ringschienen in der Regel schon bei
normalen Abmessungen ziemlich lang sind, so sind beim Auf- und Abwärtsbewegen solcher
Massen innerhalb der Maschine große Kraftaufwendungen erfarderlich, die man aus
erklärlichen Gründen gern vermieden wissen will.
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Man ist deshalb schon bei anderen Ringschienen, die für das Maßspinnen
nicht in Anwendung gekommen sind, dazu übergegangen, die Ringschienen aus Blech
herzustellen,
und die Schtnicrmittelvorratsrinne wurde dabei gleich
entsprechend abgebogen. Die Schtniermittelvorratsrinne -wies dabei die Form eines
längs geschlitzten Rohres auf, liei dem die Scluiiierdoclite in den Längsschlitz
liin u-inragen. Die Schniierinittelweiterführung erfolgte durch auf der Ringbankoberiläche
aufliegende Dochte, die durch eine rad;al vom Spinnring ausgehende "Lunge verdeckt
werde».
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Ringschienen solcher Art lassen, weil die Dochte nur wenig geschützt
auf der Ringbankoberfläche liegen, nur eine. ganz beschränkte An-,vendungsmöglichkeit
zu, zumal da auch die Schiniermittelvorratsrinne vollkommen offen liegt.
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Für die Durchführung des \af)riiigspitiiiens oder \aßringnvirnens
lassen sich solche Ringbänke nicht in Anwendung bringen. Will tnan solche Ringbänke
für die Verwendang beirr: \aßringspinnen oder \aßringzwinicn Verwendbar machen,
so miißte zum mindesten erst Vorsorge getroffen werden, daß die beim aß spinnen
oder \ aßzwirnen sich absondernden Flüssigkeitsmengen nicht an die Schmierniittelförderdochte
oder gar in die Schmiermittelvorratsrinne gelangen können. Die vielen bis an die
Rinne herangeführten Schmiermittelförderdochte mül3ten also versteckt in entsprechenden
Bohrungen des Ringl)ankqtierschnittes untergebracht werden. Ist nian aber genötigt,
solche Bohrungen anzubringen, dann ist es ebenso notwendig, den Querschnitt der
Ringbank entsprechend zu verstärken, um Schwächungen des Ringbankquerschnittes,
die durch die Anbringung von vielen Bohrungen bedingt sein würden, entgegenzuwirken.
Dadurch müßte aber wiederum das Gewicht der Ringbank wesentlich erhöht werden, und
die unmittelbare Folge davon würde sein, daß das Gewicht dem einer Ringbank aus
Gußmaterial annähernd, wenn nicht ganz gleichkommt.
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Zweck und Ziel hei der vorliegenden Erfindung ist, einer aus Blech
herzustellenden Ringbankschiene eine so zweckmäßige Form zu geben, daß die Ringbankquerschnitte
nicht gewichtserhöhend verstärkt werden müssen, wobei aber die Schmiermittelzuführung
bis an die Ringe heran vollkommen verdeckt erfolgen kann und es auch vermieden ist,
daß sich absondernde Flüssigkeitsmengen in den Schmiermittelbehälter gelangen.
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Das wird erfindungsgemäß dadurch erzielt, daß bei der aus 'Blech hergestellten
Ringschiene an der Übergangsstelle zu der abgebogenen Schmierinittelvorratsrinne
ein über die Ringbankoberfläche ragender, durch Rundbiegung längs sich erstreckender
Wulst gebildet wird, der in die cL>rt ansetzende Schniiermittclvorratsrinne übergeht,
die an ihrer Rückwand Durchbohrungen zur Unterbringung der witcr der Ringbankoberfläche
bis an die Ringe reichenden Schmiermittelzufülircingcn auf«cist.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht.
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:1n die eigentliche Ringtragfläche i der Ringschiene, die hier im
Schnitt dargestellt ist, schließt sich die U-förmig mit abgebogene Rinne 2 an, die,
nachdem an den Stirnseiten entsprechende Abschlüsse angebracht sind, als Sclunierinittclvorratsbehälter
dient. Dort, wo der C-bergang von der Ritigschienenoberfläc lie i in den Schiniermittelvorratsbehälter
erfolgt, ist eine in der Längsrichtung der Schiene sich erstreckende, dcirc h entsprechen&
Ausbiegung zustande gekommene wulstartige Erhöhung 3 vorgesehen. Diese ivulstartigc
Erhöhung ist notwendig, um den durch Anbringung von Querdurchbohrungen zur Aufnalinie
von Schmierrnittelzuführunben bedingten ()uerschnittsschwächungen entgegenzuwirken.
In der Ringschiene selbst sind in üblicher Weise Aussparungen .1 zur Aufnahme der
Ringe 5 vorgesehen. Von der Schmiermittelbehälterrückwand aus erstrecken sich bis
zum Ring hin entsprechende Bohrungen zur Aufnahme der Schtniermittelzuführung.
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An den Schiniermittelbehälter ist, nach vorn aufklappbar, der in der
Längsrichtung der Schiene sich erstreckende Deckel 6 vorgesehen, der nach vorn und
hinten dachartig abfällt. Die Randkante 6' dieses Deckels überdeckt den Wulst 3
dachartig. Der Teil 6" fällt nach außen dachartig ab. Auf diese Weise ist überall
Gewähr geboten, daß sich absondernde Flüssigkeit abfließt und sich nicht so ansammelt,
daß diese Flüssigkeit in den Schmiermittelvorratsbehälter gelangt.