DE7037850U - Ventil fuer druckmittel enthaltende behaelter - Google Patents
Ventil fuer druckmittel enthaltende behaelterInfo
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Description
Neotechnic Engineering Limited, Clitheroe, Lancashire/England
VENTIL FÜR DRUCKMITTEL ENTHALTENDE BEHÄLTER
Die Neuerung betrifft Ventile für Aerosolbehälter und insbesondere
Ventile, durch welche die Behälter gefüllt oder nach Gebrauch erneut gefüllt werden können.
Nach der vorliegenden Neuerung wurde ein Ventil für einen Druckmittel enthaltenden Behälter geschaffen, welcher einen
die Oberseite des Behälters bildenden, starren Gehäusekörper und einen in einer öffnung des Gehäusekörpers angeordneten
Ventilschaft aufweist, wobei neuerungsgemäß der Aufbau des Ventils so gestaltet wurde, daß ein zweiter, starrer Körper
·■ - 2 -
den Ventilschaft an der Innenseite des Gehäusekörpers umgibt und an diesem befestigt ist, daß dine abdichtende, flexible
Membran den Ventilschaft umgebend zwischen dem Gehäusekörper und dem zweiten, starren Körper angeordnet ist, wobei
die Membran eine Dichtung mit dem Ventilschaft und eine Ringdichtung zwischen Qehäuseküx-pex- und dem zuteilen, ötäx-r-öfi
Körper bildet, und daß einer der Körper nahe der Ringdichtung so geformt ist, daß unter Druck zwischen dem anderen
starten Körper und der Membran wirkendes Medium diese verformt, um die Ringdichtung zu durchbrechen oder um an dieser
nebengeleitet hinter denjver formt en Teil der Membran in Richtung des Behälerinneren zu strömen.
Die Neuerung betrifft auch mit einem derartigen Ventil versehene Behälter, deren Gehäusekörper die Gesamtheit des Behälters
oder einen Teil des Gehäuses bilden.
Nach einer zweckmäßigen Ausgestaltung ist das Ventil nach
der vorliegenden Neuerung so ausgebildet, daß einSpalt zwischen Ventilschaft und den Seiten der öffnung im Gehäusekörper
gebildet ist, um unter Druck befindliches Medium zwischen der Membran und dem Gehäusekörper einzuleiten, daß
der zweite, starre Körper der Dichtung zwischen Membran und dem Gehäusekörper gegenüberliegend einen oder mehrere
Schlitze, öffnungen und/oder Teile aufweist, welche in von der Membran abgewandter Richtung verformt sind, und daß
sich die Schlitze, öffnungen und/oder verformten Teile axial über den Bereich der Ringdichtung hinaus erstrecken, jedoch
in Umfangsrichtung der Ringdichtung örtlich begrenzt sind.
Au.3führungsformen der vorliegenden Erfindung werden unter
Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert.
Fig. 1 der Zeichnungen ist eine Seitenschnittansicht eines
Ventils nach der vorliegenden Neuerung;
Fig. 2 ist eine Teildraufsicht in Richtung Linie 2-2 gemäß
Fig. Ij
Fig. 3 ist eine vergrößerte Einzelansicht des in Fig. 1 mit
III bezeichneten Kreises bei normaler Lage des Ventils;
Fig. 4 ist eine der Fig. 3 vergleichbare Ansicht unter Darstellung
der Teile während einer Füllung;
Fig. 5 ist eine der Fig. 1 vergleichbare Seitenschnittansicht einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung unter Darstellung der Teile während einer Füllung;
Fig. 6 isteine Teildraufsicht in Richtung der Linie 6-6 in Fig. 5;
Fig. 7 ist eine der Fig. 6 entsprechende Ansicht einer weiteren Ausführungsform; und
Fig. 8 ist eine Schnittansicht von Linie 8-8 -in Fig. 7·
Das in den Fig. 1, 2 und 3 der Zeichnungen dargestellte Ventil weist eine zur Befestigung dienende Kappe Io auf, an welcher
sich ein Flansch 11 axial nach unten erstreckt. Der Flansch dient zur Befestigung an einem Behälter (nicht dargeste?It),
was durch Schmieden, Walzen oder durch andere, geeignete Verfahren geschieht. Der Flansch bildet eine starre und feste
Halterung für die anderen Teile des Ventils. Am oberen Teil ist die Kappe Io mit einer in der Mitte befindlichenöffnung
12 und mit einer inneren, ringförmigen Ausnehmung 13 versehen.
Der Mittelteil lh der Kappe zwischen der Ausnehmung 13 und
der öffnung 12 ist etwas gewölbt geformt.
Innerhalb der Kappe Io ist ein starrer Ventilgehäusekörper
befestigt; dieser weist einer zylindrischen Teil 16 mit nach innen gerichtetem Plansch 17 am unteren Ende auf. Am
oberen Ende erstreckt sich ein Flansch 18 in Radialrichtung und endet am Außenumfang in einer axial gerichteten Lippe
oder Kante 19. Diese befindet sich innerhalb der ringförmigen Ausnehmung 13 der Kappe.
Der Ventilgehäusekörper 15 wird durch einen nach innen gerichteten, gesenkgeschmiedeten Teil 2o der Befestigungskappe
gehalten.
Ein in Längsrichtung hin- und herbewegbarer Ventilschaft erstreckt sich durch denVentilgehäusekörper 15 und ist am
unteren Ende durch den unteren Plansch 17 geführt. Dar Ventilschaft 21 ist zwischen seinen Enden mit einem Ringflansch
versehen; die Unterseite desselben bildet einen Sitz für ein Ende einer Schraubenfeder 23. Das untere Ende der Schraubenfeder stützt sich am Plansch 17 ab und drückt den Schaft
in seine oberste Lage. Am unteren Ende weist der Ventilschaft eine axiale Nut bzw. einen Schlitz 24 auf, um das
Innere des Ventilgehäusekörpers 15 permanent mit dem Inneren des Behälters zu verbinden. Eine axiale Bohrung 25
erstreckt sich vom oberen Ende des Ventilschaftes nach unten und steht mit einer Radialbohrung 26 in Verbindung. Diese
befindet sich oberhalb der Kappe Io, wenn der Ventilschaft
in seiner obersten Lage ausgerichtet ist.
Oberhalb des Flansches 18 ist eine elastische Dichtungsmembran 27 zwischen dem gewölbten Mittelteil Ik der Kappe Io und
dem radial sich erstreckenden Flansch 18 des Ventilgehäusekörpers 15 eingefaßt. Die Dichtungsmembran 27 erzeugt eine
feste, gleitende Dichtung am Ventilschaft und dient gleich-
zeitig zur Führung desselben, da der Schaft einen etwas
geringeren Durchmesser als die Mittelöffnung 12 der Kappe aufweist (gemäß Fig. 3 der Zeichnungen). Der Zweck hierfür
wird im einzelnen ausführlicher erläuterl.
Der radial sich erstreckende Flansch 18 des Ventilgehäusekörpers ist mit drei radial verlaufenden Schlitzen 28 ausgestattet,
welche sich quer zur Kante 19 und nach innen über einen ringförmigen Teil 29 der Kappe hinaus erstrecken. Der
Teil 29 der Kappe ist nach innen verformt und drückt die
Dichtungsmembran örtlichan den Flansch i8 an. Somit bildet
er eine Ringdichtung und verhindert das Entweichen des Behälterinhalts.
In Fig. 3 der Zeichnungen ist das Ventil in seiner normalen Ruhelage dargestellt, wenn der Ventilschaft 21 nach unten
Sedrückt wird, bis sich die radiale Bohrung 26 unterhalb der Dichtungsmembran 27 befindet, kann unter Druck befindr
liches Medium aus dem Behälter durch die Bohrungen 26 und 25 nach außen strömen. Das Niederdrücken des Ventilschaftes
21 geahieht normalerweise über einen (nicht dargestellten) Druckknopf auf der Oberseite des Schaftes.
In Fig. 4 der Zeichnungen ist die Wirkungsweise beim Füllen
des Behälters aus einem Füllkopf 3o dargestellt. Eine Dichtung 31 des Füllkopfes liegt an der Außenfläche der zur
Befestigung dienenden Kappe Io an, und zwar dort, wo diese die Ausnehmung 13 bildet. Das zu füllende Medium gelangt
aus dem Füllkopf 3o durch einen ringförmigen Spalt 32, welcher durch die Seiten der Öffnung 12 und durch den Ventilschaft
21 gebildet ist. Von dort strömt das Medium entlang der Oberseite der elastischen Dichtungsmembran 27. Durch
die im Radial sich erstreckenden Flansch 18 befindlichen Schlitze 28 ist eine örtliche, nach unten gerichtete Auslenkung
der Dichtungsmembran 27 möglich, um das Hindurchleiten
des Mediums entlang der Schlitze 2o und über die Dichtung 4 η den Behälter zu erleichtern, wie durch die mit Pfeilen
gedeutete Bahn dargestellt i-.t. Diese Art der Füllung
ann mit Hilfe eines auf der Oberseite des Ventilschaftes 21 befindlichen Druckknopfes durchgeführt werden.
In Fig. 5 der Zeichnungen ist die Neuerung unter Verwendung
an einem Aerosolbehälter dargestellt. Der Aerosolbehälter dient zum Verstreuen bemessener Stöße des Aerosols. Zu diesem
Zweck wurde der zuvor beschriebene Aufbau weiterentwickelt bzw. umgeformt; indem ein zur Abdichtung dienender
Scheibenkörper 4o an der Unteseite des zylindrischen Teils 16 des Ventilgehäusekörpers 15 angeordnet wird. Die Scheibe
4o bildet eine Dichtung .nit dem Ventilschaft und mit dem
Plansch 17 und wird durch die Schraubenfeder 23 inihrer Lage gehalten. Die Länge des Schlitzes 24 ist reduziert.
Wenn sich deshalb der Ventilschaft in seiner angehobenen Position befindet, verbindet die Nut bzw. der Schlitz 24
den innerhalb des zylindrischen Teils 16 gebildeten, zur Bemessung dienenden Raum mit dem Innerer, des Behälters,'während
sich die radiale Bohrung 26 oberhalb der Dichtungsmembran 27 befindet. Wenn jedoch der Ventilschaft gemäß Fig.
der Zeichnungen nach unten gedrückt wird, befindet sich die gesamte Länge des Schlitzes 24 unterhalb der zur Abdichtung
dienenden Scheibe 4o, weshalb das innerhalb des zur Bemessung dienenden Raumes befindliche Aerosol durch die
Bohrung 26 und durch die Bohrung 25 in die Außenluft gelangt, Anstelle von Schlitzen 28 ist der Flansch 18 mit Öffnungen
45 versehen, welche sich dem verformten, ringförmigen Teil 29 der Kappe gegenüberliegend befinden.
Die Kappe Io ist in Fig. 5 der Zeichnungen in itrer Lage
auf einem Behälter 42 dargestellt.
Um diesen Behälter zu füllen wird ein Füllkopf 41 am
Ventilschaft 21 abgedichtet (ein zuvor auf dem Ventilschaft befindlicher Druckknopf wurde entfernt). Der Ventilschaft
wird nach unten gedrückt, bis die Bohrung 26 unterhalb der Dichtungsmembran 27 ist. Unter Druck befindliches Medium
wird infolgedessen aus dem Füllkopf durch die Bohrungen Zo
und 25 in den zur Bemessung dienenden Raum eingc?^c.-uet.
Da diesel· abgedichtet ist, bewirkt der darin befindliche Druck des Mediums, daß dieses zwischen Dichtungsmembran 27
und Flansch 18 gedrückt wird. Die Dichtungsmembran wird in diesem Falle gegen den gewölbten Mittelteil 14 der Kappe
nach ober gedrückt. Diese Bewegung ermöglicht, daß das Medium durch die öffnungen 45 im Flansch in den Behälter gelangt.
Während der Strömung des Mediums entlang der mit Pfeilen dargestellten Bahn wird eine Leckage durch den ringförmiger.
Spät durch diedichtende Wirkung der Dichtungsmembran 27 am Ventilschaft 21 verhindert.
Der Flansch 18 des Ventilgehäusekörpers 15 der in denFig. 1 '"id 5 dargestellten Ausführungsfonnen kann mit einer
oder mit mehreren Vertiefungen 46 versehen sein, welche alternativ zu den Schlitzen 28 und den öffnungen 45 Verwendung
finden (Fig. 7 und 8 der Zeichnungen). Die Vertiefungen sind in gleicher Weise wie die Schlitze 28 oder die
öffnungen 45 wirksam, um eine Örtliche, nach unten gerichtete Verformung der Dichtungsmembran und eine Strömung des
Mediums entlang der Dichtung zu ermöglichen, welche zwischen Membran und Kappe gemäß der in Fig. 1 dargestellten Anordnung
besteht. Bei der in Fig. 5 der Zeichnungen dargestellten Anordnung kann das Medium bezüglich der Dichtung nebengeleitet
werden. In beiden Fällen muß ein Kanal vorgesehen sein, was durch geeignete Formung der Kappe und-/oder
des Flansches 18 ermöglicht ist? um das Medium in das Innere
des Behälters gelangen zu lassen. Im Fall der in Fig. 1 der Zeichnungen dargestellten Anordnung, auf welche insbesondere
die vorliegende Weitergestaltung anwendbar ist,
kann die oben geführte Kante radial gekerbt oder geschlitzt sein, um einen Kanal zwischen der Außenkante des Ventils
und dem angrenzenden Teil der Kappe zu bilden. Bei Anwendung auf die in Fig. 5 der Zeichnungen dargestellte Konstruktion
können Öffnungen im Plansch 16 an den radial äußeren
Enden der Vertiefungen vorgesehen sein.
Claims (2)
1. Ventil für Druckmittel enthaltende Behälter mit einem
starren Gehäusekörper, welcher wenigetens die Oberseite des
Behälters bildet und mit einem in einer öffnung des Gehäusekörpers
angeordneten Ventilschaft , dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter, starrar Körper (15) den Ventilschaft (21)
ander Innenseite des Gehäusekörpers (lo) umgibt und an diesem befestigt ist, daß eine abdichtende , flexible Membran
(27) den Ventilschaft umgebend zwischen dem Gehäusekörper
(lo) und dem zweiten, starren Körper (15) angeordnet ist, wobei die Membran eine Dichtung mit dem Ventilschaft
(21) und eine Ringdichtung zwischen Gehäusekörper (lo) und dem zweiten, starren Körper (15) bildet, und daß einer der
Körper nahe er Ringdichtung so geformt ist, daß unte** Druck
zvischem den anderen starrenKörper und der Membran wirkendes Medium diese verformt, um die Ringdichtung zu durchbrechen
oder um an dieser nebengeleitet hinter den verformten Teil der Membran in Richtung des Behälterinneren zu strömen.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Spalt (32) zwischen Ventilschaft (21) und den Seiten
der öffnung (12) im Gehäusekörper (lo) gebildet ist, um unter Druck befindliches Medium zwischen der Membran und
dem Gehäusekörper einzuleiten, daß der zweite, starre Körper (15) der Dichtung zwischen Membran und dem Gehäusekörper
gegenüberliegend einen oder mehrere Schlitze (28), öffnungen (45) und/oder Teile (46) aufweist, welche in von
der Membran abgewandter Richtung verformt sind, und daß sich die Schlitze (28), öffnungen (45) und/oder verformten Teile
(46) axial über den Bereich der Ringdichtung hinaus erstrecken , jedoch in ümfangsrichtung der Ringdichtung örtlich
begrenzt sind.
-Ιοί. Ventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet;,
daii ^er äußere Kantenbereich des zweiten, starren Körpers (15)>
mit einer Lippe (19) ausgestattet ist, welche sich in Richtung des Gehä'^sekörpers (lo) erstreckt, daß die Membran (27)
innerhalb der Lippe (19) vorgesehen ist, daß der Gehäusekörper
(?o) um die Außenkante des zweiten, starren Körpern und nach innen g( richtet verformt ist, um den zweiten ""L-rpsr
(15) und die Membran (27) in ihrer Lage zueinander zu halten, und daß der zweite, starre Körper (15) einen oder mehrere
radiale Schlitze aufweist, welche sich radial nach innen
über die Lippe (19) und *d<5Ls angrenzenden Teile erstrecken,
um die Verformung der Meftgfrao (27) zu ermöglichen, wodurch
das unter Druck befindliche Medium die Membran in den Schlitz oder in die Schlitze drückend verformen kann, um an der
Dichtung vorbei durch die Schlitze in der Lippe in das Innere des Behälters zu gelangen.
Ί. Vent·*] nach Anspruch 1, d^Vnrth gekennzeichnet, daß
der Ventilschaft (21) mit der Membran (27) und dem zweiten, plärren Körper (15) einen abgedichteten Raum bildet, daß
bei in eine erste Position gedrücktem Ventilschaft dieser Raum durch einen ersten Kanal (25, 26) im Ventilschaft mit
der Außenluft außerhalb des Behälters in Verbindung steht, jedoch gegenüber dem Behälterinneren abgedichtet ist, daß
der Ventilschaft (21) elastisch gegen d.''.* Anpreßkraft in
eine zweite Lage bewegbar ist, in welcher der Raum mit dem Inneren des Behälters über einen zweiten Kanal (24) in
Verbindung steht, jedoch gegenüber der Außenluft außerhalb des Behälters abgeschlossen it;t, daß der zweite, starre
Körper (15) mit einer oder mit mehreren Öffnungen der Ringdichtung gegenüberliegend ausgestattet ist, wobei sich die
Öffnungen radial nach innen in eine Position erstrecken, welche radial einer Position gegenüberliegend ausgerichtet
ist, an welcher die Fläche des Gehäusekörpers axial im Abstand von der Membran liegt, wodurch unter Druck befindliches
in den abgedichteten Raum durch den ersten Kanal im Schaft cingcopeisScs Medium dis Msir.br3.ri örtlich in Richtung der
axial im Abstand befindlichen Fläche des Gehäusekörpers verformen kann, und daß die Membran dabei die Öffnung oder die
Öffnungen abdeckt und das unter Druck befindliche Medium in das Innere des Behälters einläßt.
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